Gar nicht so wenige Menschen glauben, dass sie objektiver sind als andere. Adam Grant weiß: „Wie sich zeigt, geraten schlaue Menschen eher in diese Falle. Je intelligenter man ist, desto schwieriger kann es sein, die eigenen Grenzen zu sehen.“ Gut denken zu können kann dazu führen, dass man schlechter darin ist, Dinge zu überdenken. Wenn man im Wissenschaftlermodus ist, weigert man sich, seine Ideen zu Ideologien werden zu lassen. Man beginnt nicht mit Antworten oder Lösungen, sondern mit Fragen und Rätseln. Man predigt nicht aus der Intuition heraus, sondern lehrt auf der Basis von Beweisen. Man hegt nicht nur eine gesunde Skepsis gegenüber den Argumenten anderer Menschen, sondern auch gegenüber seinen eigenen. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der Wharton Business School. Er ist Autor mehrerer internationaler Bestseller, die in 35 Sprachen übersetzt wurden.