Groll raubt den Willen seine gute Richtung

Groll, das ist die Tatsache, gram sein zu wollen. Und man sieht, wie dieses Gramsein den Platz des Willens einnimmt, wie eine negative Energie an die Steller der positiven Lebensenergie tritt. Es tritt eine Verfälschung des Willens, oder vielmehr eine Hintertreibung des guten Willens ein. Dieses schlechte Objekt beraubt den Willen einer guten Richtung, wie es das Subjekt beraubt. Man muss defokussieren. Cynthia Fleury weiß: „Aber mit dem fortschreitenden Ressentiment wird die Unbestimmtheit größer und die Defokussierung schwieriger. Alles ist kontaminiert. Der Blick fällt auf das, was ihn umgibt, er schweift nicht mehr umher.“ Alles ist ein Bumerang, um das Ressentiment anzufachen. Die Philosophin und Psychoanalytikerin Cynthia Fleury ist unter anderem Professorin für Geisteswissenschaften und Gesundheit am Conservatoire National des Arts et Métiers in Paris.

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