Viele Menschen haben ein Naturdefizit

Mit der Landschaft hat sich auch das Verhalten der Menschen verändert. Kurz gesagt: Die meisten bleiben drinnen. Sie sitzen in Großraumbüros, Autos und Hochhäusern und verbringen gerade einmal 1 bis 5 Prozent im Freien. Sie haben sich daran gewöhnt, jenseits der Zyklen der Natur zu überleben. Lucy F. Jones ergänzt: „Unser Bedürfnis und unser Wunsch danach, mit der Natur in Kontakt zu kommen – ebenso wie die Möglichkeit dazu –, haben dramatisch abgenommen.“ Im Jahr 2005 prägte der einflussreiche amerikanische Autor Richard Louv den Begriff der „Naturdefizit-Störung“. Er benennt damit die negativen Auswirkungen mangelnder Berührungspunkte mit der Natur auf die allgemeine Gesundheit der Menschen. Lucy F. Jones ist Journalistin. Sie schreibt regelmäßig zu wissenschaftlichen Themen, Gesundheit, Umwelt und Natur für die BBC, The Guardian und The Sunday Times.

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