Angst ist eine menschliche Grundemotion

Franca Cerutti schreibt: „Mein Gehirn schlägt ständig Alarm! Wie werde ich die Angst los? Die kurze Antwort: gar nicht.“ Angst ist eine menschliche Grundemotion, die man nicht loswerden kann. Das will man aber auch nicht wirklich, denn Angst bewahrt einen Menschen Tag für Tag davor, dumme und gefährliche Dinge zu tun. Ohne das Gefühl der Angst, das sofort einen Fluchtimpuls auslöst oder einem Menschen von vornherein nahelegt, bestimmten Umständen auszuweichen, hätte die Gattung Mensch es erdzeitgeschichtlich betrachtet nicht sehr weit gebracht. Erst einmal gebührt der Angst also Anerkennung und Dankbarkeit – so wie jeder Emotion. In ihrem Buch „Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?“ erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert.

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Viele Menschen leiden unter Angststörungen

Wenn Angst sich zu einer Krankheit entwickelt, spricht man in der Psychologie von einer Angststörung. Mit dieser Art von Erkrankung haben sehr viele Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens zu tun. Georg Pieper ergänzt: „Angststörungen zählen zu den am häufigsten auftretenden psychischen Erkrankungen.“ Rund jeder Sechste ist im Laufe eines Jahres von krankhafter Angst betroffen, ergab eine Studie des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2013, darunter mehr Frauen als Männer. Wie man inzwischen weiß, sind Angststörungen jedoch gut behandelbar. Von Flugangst haben die meisten Menschen vermutlich schon etwas gehört. Dabei handelt es sich um eine sogenannte spezifische Phobie. Diese Phobien sind die am meisten verbreitete Angsterkrankung. Etwa jeder zehnte Mensch in Deutschland ist mindestens einmal im Leben davon betroffen. Dr. Georg Pieper arbeitet als Traumapsychologe und ist Experte für Krisenintervention.

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