Frieda Fromm-Reichmann erforscht die Einsamkeit

In ihrer Schrift „Über die Einsamkeit“ schreibt Frieda Fromm-Reichmann, die Einsamkeit sei sowohl ein Bestandteil des Normalleben als auch der Psychopathologie. Aber für sie steht fest, dass viele psychische Störungen und Geisteskrankheiten mit der Vereinsamung einer Persönlichkeit zusammenhängen. Die Einsamkeit gehört ihrer Meinung nach zu den traumatischsten Situationen, die ein Mensch überhaupt in seinem Leben erleben kann. Es gibt allerdings verschiedene Formen der Einsamkeit. Künstler oder andere kreative Persönlichkeiten suchen beispielsweise oft das Alleinsein, um sich besser auf ihre Werke konzentrieren zu können. Sie sind zwar allein, aber inschaft und der Gesellschaft innerlich verbunden bleiben.
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach sozialer Intimität

Einsamkeit kann, aber muss nicht zu einer psychischen Erkrankung führen. Schlimm werden die Folgen der Einsamkeit jedoch laut Frieda Fromm-Reichmann, wenn sie bereits im frühen Kindesalter einsetzt. Wer in seiner Kindheit viel allein gelassen worden ist, reagiert panisch auf Kontaktverlust. Er kann solche Frustrationen weniger gut überstehen und wird im Falle einer Scheidung vom Partner die entsprechende Trauerarbeit oder Neuorientierung nur schwer bewältigen können.

Von Hans Klumbies

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