Cass Sunstein fordert ein transparentes Regierungshandeln

Obwohl viele Menschen manchmal extrem unvernünftig handeln, frönen sie rikanischen Präsidenten Barack Obama. Mit seinem Landsmann, dem Verhaltensökonom Richard Thaler schrieb er im Jahr 2008 den Bestseller „Nudge. Wie man kluge Entscheidungen anstößt“.

Menschen handeln nicht ausschließlich vernünftig

Wenn das intuitive System im Wettstreit die Oberhand behält, interessiert die Menschen vor allem der Moment. Dann essen sie beispielsweise Schokolade, obwohl sie eigentlich abnehmen möchten. Cass Sunstein erläutert: „Der Verzehr selbst hat in dem Moment selbst ja keinen negativen Effekt, er schadet uns nur langfristig.“ Die Intuition verleitet Menschen mitunter zu Fehleinschätzungen. Dazu kommt hinzu, dass viele Individuen die Zukunft oft zu optimistisch einschätzen, dabei Chancen auf Gewinne überschätzen und die Risiken kleinreden.

Das alles ist für Cass Sunstein das Ergebnschlichen Rationalität. Der Mensch ist eben kein Computer. Cass Sunstein stellt fest: „Die Einsicht, dass Menschen nicht ausschließlich vernünftig handeln, ist von großer gesellschaftspolitischer Bedeutung.“ Sie hat seiner Meinung nach nicht nur die Wirtschaftswissenschaften, sondern auch die Politik verändert. Die Politik kann die Menschen möglicherweise dabei unterstützen, für sich, für ihre Gesundheit und ihr Bankkonto bessere Entscheidungen zu treffen.

Beim Stupsen bleibt die Entscheidungfreiheit des Bürgers erhalten

Von Verboten hält Cass Sunstein allerdings überhaupt nschliche Entscheidungen positiv zu beeinflussen. Allerdings sollte sich keine Regierung allein darauf verlassen.

Eine gute Regierung setzt verschiedene Instrumente ein. Cass Sunstein sagt: „Das Stupsen ist eines, Verordnungen und Verbote sind ein weiteres, Anreize wieder ein anderes. Gutes Regieren besteht immer aus einem Mix.“ Zudem fordert Cass Sunstein ein vollkommen transparentes Regierungshandeln. Der Bürger muss genau informiert werden. Von der Idee des Stupsens sind vielleicht deswegen so viele Menschen faszir noch das letzte Wort.

Von Hans Klumbies

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