Mitunter haben es auch Kinder nicht ganz leicht, vor allem Erstgeborene. Jakob Pietschnig weiß noch gut, mit welcher Besorgnis er jeden einzelnen Entwicklungsschritt seines Sohnes registrierte: „Die Ergebnisse ärztlicher Routineuntersuchungen ließen nichts zu wünschen übrig, sie gaben jedoch keinerlei Aufschluss über seine kognitiven Fähigkeiten.“ Deshalb entschied sich Jakob Pietschnig mit seinem zweijährigen Sohn eine Entwicklungstest zu machen. Entwicklungstests unterscheiden sich in einigen Punkten von Intelligenztests. Unter anderem erfassen sie neben Aspekten der psychischen Entwicklung auch solche der physischen. In der Regel sind die zu erfüllenden Aufgaben abwechslungsreich, wenn nicht sogar spannen. Andernfalls könnte man Kleinkinder wohl auch nicht zum Mitmachen motivieren. Bevor man ein Kind testet, sollten zwei Bedingungen erfüllt sein. Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien.