Der Narzissmus zeichnet sich durch maßlose Ichbezogenheit aus
Eine ganze Reihe Studien belegt, dass narzisstische Persönlichkeitszüge in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen haben. Manfred Spitzer kann sehr gut zur Klärung der Begriffe beitragen: „Unter Narzissmus versteht man die Charaktereigenschaft der maßlosen Ichbezogenheit, die sich in Selbstverliebtheit steigern kann. Die Bezeichnung geht auf den griechischen Mythos vom jungen Narziss zurück, der am eindringlichsten von dem römischen Dichter Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr. in seinen „Metamorphosen“ überliefert wurde.“ Weil Narziss die Liebe einer Frau nicht erwiderte, wurde der Jüngling mit unstillbarer Selbstliebe bestraft; er starrte unentwegt auf…
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