Die meisten Männer haben mehr Freude am Risiko als Frauen

Viele Männer suchen den Nervenkitzel und reizen dabei ihre persönlichen Grenzen aus. Fest steht auch, dass Männer einen zehnmal so hohen Testosteronspiegel haben wie Frauen. Der Botenstoff bewirkt, dass sich die männlichen Geschlechtsorgane entwickeln, in der Pubertät die Muskelmasse wächst und die Körperhaare sprießen. Außerdem vermittelt das Hormon die Lust auf Sex. Zahlreiche Laborversuche belegen zudem, dass Männer im Schnschlichen Entwicklungsgeschichte herleiten. Denn dadurch konnten die Urväter einen hohen Rang in der Hierarchie ihrer Sippe erreichen.

Männer sind wettbewerbsfreudiger als Frauen

Professor Tobias Kalenscher, der an der Universität Düsseldorf die Arbeitsgruppe für vergleichende Psychologie leitet, erläutert: „Wer gewann, bekam Zugang zu den Futterquellen und pflanzte sich fort.“ Auch der Sozialwissenschaftler Professor Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in Berlin hält es für erwiesen, dass biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen das Risikoverhalten beeinflussen. Diese verstärken sich in der Pubertät. Während bei Jungen die Muskelmasse wächst, steigt bei Mädchen der Fettanteil.

Die wichtigsten Vorbilder für Kinder sind fast immer die Eltern

Zudem bekommen die Mädchen in der Pubertät ihre Regelblutung und müssen sich fortan jeden Monat mit den einhergehenden Beschwerden herumschlagen. Klaus Hurrelmann erklärt: „Das ist ein starkes Signal, einen empfindsamen Körper zu haben, der vorsichtig behandelt werden will.“ Allerdings erklärt die Biologie längst nicht alles. Wie sich der Einzelne verhält, hängt von vielen Einflüssen ab. Klaus Hurrelmann ergänzt: „Das hat viel mit der Erziehung zu tun und mit den Vorstellungen, die im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule vorhanden sind.“

Die wichtigsten Vorbilder für Kinder sind fast immer die Eltern. Mädchen lernen beispielsweise mehr als Jungen, in ihren Körper hineinzuhören und sich gesund zu ernähren. Die erlernten Verhaltensmuster in der Kindheit prägen dann oft den weiteren Verlauf des Lebens. Selbstverständlich ist es möglich, Gewohnheiten zu verändern. Doch längst nicht jedem gelingt das. Unterschiedliche Rollenbilder erklären zum Beispiel auch, warum sich dreimal so viele Männer wie Frauen regelmäßig betrinken. Quelle: Apotheken Umschau

Von Hans Klumbies

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