Der Ruf der Generation Z ist schlecht

Immer wieder wird behauptet, die Angehörigen der Generation Z können nicht richtig arbeiten, denn Bewerber werden immer dümmer, fauler und haben weniger Durchhaltevermögen. Schimpfen auf die aktuellen Nachwuchskräfte gab es schon immer, aber mittlerweile hat es eine Dimension angenommen, die Rüdiger Maas bewegt hat, das Buch „Generation arbeitsunfähig“ zu schreiben. Es ist großartig, wenn Mitarbeitende stolz sind auf das, was entweder sie, die Kollegen, die Unternehmensleitung oder andere Akteure im Unternehmen geschafft haben. Für die Jungen ist das alles aber oft sehr schwer nachzuempfinden, da es sehr wenig Räume in ihrer Lebenswirklichkeit gab, die sie erst erschaffen mussten. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer eines Instituts für Generationenforschung. Zuletzt erschien sein Bestseller „Generation lebensunfähig“.

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Die Generation Z sucht einen Sinn im Job

Die Angehörigen der Generation Z, die zwischen 1997 und 2012 zur Welt gekommen sind, arbeitet nicht, um Geld zu verdienen. Sondern sie wollen in ihrem Job Sinn finden und stiften. Sie lehnen klassische Hierarchien und ihre Machtspielchen ab. Und damit ihre direkten Vorgesetzten, von denen sie verlangen, dass sie „besser“ sein müssen. Ingo Hamm erklärt: „Ein Chef erhält von dieser Generation nicht mehr Respekt aufgrund seiner Position, sondern nur noch Anerkennung für etwaige Sinnstiftung. Früher haben die Gläubigen das von Pfarrer, Kirche und Papst erwartet. Oder vom Kommen des Messias. Das ist kein Witz.“ Das hat bereits einen Paradigmenwechsel bei der Bewerbersuche von Unternehmen ausgelöst. Könnte die Sinnfrage, die sich viele Menschen heute stellen, nicht auf ein tiefes liegendes Problem hindeuten? Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt.

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