Die Kulturtechnik des Small Talk wird in Deutschland unterschätzt

Wer zwanglos über Gott und die Welt mit seinen Mitmenschen plaudern kann, hat größere Chancen privat und im Beruf erfolgreich zu sein, als wenn er dies hr Wert aus Small Talk, das zählt längst zu den sogenannten Soft Skills.“

Niemand sollte Angst vor einem Small Talk mit seinem Vorgesetzten haben

Viele Sprachpsychologen vertreten die These, dass Small Talk Nähe zwischen den Gesprächspartnern herstellt und peinliches Schweigen verhindert. Wer Nähe zu seinem Gegenüber herstellen möchte, sollte diesen allerdings isten Menschen in Deutschland sind von so einer Geste irritiert.“ Viele finden solche Gesten als zu intim. Annette Kessler empfiehlt, zum Gesprächspartner einen Mindestabstand von einem halben Meter einzuhalten.

Soll man mit seinem Vorgesetzten, beispielsweise auf einer Betriebsfeier, ein Small Talk-Gespräch führen? Carolin Lüdemann, Karriereberaterin und Mitglied im Deutschen Kinte: „Das ist die Kunst des Gesprächs: alles zu berühren und nichts zu vertiefen.“

Den Deutschen fehlt oft die Leichtigkeit bei ihren Gesprächen

In Deutschland gibt es beim Gespräch eher eine Tendenz zur Ernsthaftigkeit und zum Tiefschürfen. Dabei wirkt gerade die Leichtigkeit in einer Unterhaltung als Eisbrecher. Hans-Michael Klein, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Knigge Gesellschaft, sagt: „Small Talk kann auch humorvoll sein.“ Allerdings sollte man sich dafür hüten, einen Witz nach dem anderen zu erzählen. Für Ralph Willmann gehören zu einem erfolgreichen Gespräch zunächst zwei Grundfragen: „Wie kann ich eine Beziehung herstellen? Und was ist überhaupt möglich?“

Es gibt sicher Menschen, die eine Naturbegabung für den Small Talk haben. Sie können fast über jedes beliebige Thema unterhaltsam reden. Andere tun sich dagegen wesentlich schwerer, eine gewisse Leichtigkeit ins Gespräch zu bringen. Ralph Willmann behauptet allerdings, dass jeder die Kulturtechnschen mitbringe. Der Kommunikationsprofi empfiehlt, mit ehrlicher Neugierde in ein Gespräch zu gehen und sich durch aktives Zuhören für sein Gegenüber zu interessieren.

Von Hans Klumbies

 

 

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