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Die frühe Kindheit entscheidet über das spätere Leben

Idealerweise wird durch die Liebe zwischen Mutter und Kind der Urgrund der Liebesfähigkeit des Nachwuchses geschaffen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Jene fundamentale Erfahrung intimer Verbundenheit entsteht durch die körperliche, emotionale und psychische Nähe. Sie weckt die Sehnsucht, später eine ähnliche intime und vertrauensvolle Beziehung zu einem Liebespartner zu finden.“ Ein Kleinkind entwickelt in den ersten drei Jahren ein Grundgefühl, welchen Situationen und Menschen es vertrauen kann und welchen nicht. Entscheidend für die Bildung jenes Urvertrauens sind die unmittelbaren Bezugspersonen, also die Eltern, primär die Mutter nach der Geburt. Die bei…

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Auch normale Menschen genießen Grausamkeiten

Laut der Sozialpsychologen Roy Baumeister und Keith Campbell stellt der „Sadismus, definiert als das unmittelbare Erleben von Lust durch das Quälen anderer, den offensichtlichsten intrinsischen Anreiz zu bösen Taten dar“. Julia Shaw stellt fest: „Sie argumentieren, dass das Vorhandensein von Sadismus alle anderen Theorien oder Erklärungen des Bösen obsolet macht; sie meinen also, man brauche keine anderen Theorien des Bösen, Sadismus sei immer der Grund, warum Menschen Böses tun.“ Roy Baumeister und Keith Campbell schreiben: „Die Leute tun es, weil es sich gut anfühlt; mehr brauchen wir dazu nicht zu…

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Der Gesichtsausdruck ist eines der stärksten Signale

Die äußere Erscheinung kann täuschen. Es ist das Verhalten einer Person, das zählt, nicht ihr Gesicht. John Bargh gibt zu: „Verstandesmäßig wissen wir das natürlich alle, aber es ist sehr schwierig, über den Eindruck hinwegzukommen, den uns das Gesicht einer anderen Person vermittelt, vor allem über unseren ersten Eindruck.“ Es ist nicht so, als würden die Menschen denken, sie könnten jemand anderem allein schon am Gesicht ablesen, wie er ist. Vielmehr sind sie sich vom Gefühl her absolut sicher, recht zu haben in dem, was sie über den anderen denken.…

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Erwachsene können Kindern die Angst nehmen

Eltern würden ihre Kinder am liebsten von allem Schlechten und Gefährlichen auf der Welt fernhalten. Dass dies gelingen kann, ist genauso eine Illusion wie absolute Sicherheit. Georg Pieper aber weiß: „Wir können allerdings dafür sorgen, dass sich Kinder und Jugendliche durch Ereignisse wie den Amoklauf in München oder die Terroranschläge in Paris nicht unmittelbar bedroht fühlen.“ Außerdem können die Eltern die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie Flüchtlingen ohne unnötige Ängste begegnen. Kinder treffen Ereignisse wie die islamistischen Terroranschläge von Brüssel, Berlin und Paris häufig stärker als Erwachsene. Es handelt sich…

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Antonio Damasio kennt den Ursprung der Gefühle

In dem Szenario, das Antonio Damasio derzeit bevorzugt, wurde das Leben anfangs ohne irgendwelche Gefühle reguliert. Es gab weder einen Geist noch ein Bewusstsein. Mit der Entstehung der Nervensysteme, die zur Kartierung und Bilderstellung in der Lage waren, eröffnete sich der Weg, auf dem einfache Formen des Geistes auf der Bildfläche erscheinen konnten. Antonio Damasio erläutert: „Während der kambrischen Explosion, nach zahlreichen Mutationen, erzeugten manche Lebewesen mit einem Nervensystem nicht nur Bilder der Umwelt, sondern auch ein bildliches Gegenstück zu dem umfangreichen Prozess der Lebensregulation, der sich im Hintergrund abspielte.“…

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Adolf Hitler ist für immer mit der Vorstellung des Bösen verbunden

Wer über das Böse nachdenkt, kommt nicht selten irgendwann auf Adolf Hitler zu sprechen. Julia Shaw erläutert: „Das verwundert nicht bei einer Person, die u. a. für Massenmord, Zerstörung, Krieg, Folter und Volksverhetzung die Verantwortung trug.“ Die Geschichte und die Welt er werden für immer durch die Erinnerung an ihn beschmutzt sein. Wegen der Vielfalt und des Ausmaßes der Verwüstung, für die Adolf Hitler direkt und auch indirekt verantwortlich war, sind etliche Bücher über seine Beweggründe, seine Persönlichkeit und sein Handeln geschrieben worden. Die Menschen wollen schon lange wissen, warum…

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Beim Vertrauen handelt es sich um eine angeborene Neigung

Die Natur hat den Menschen mit Eigenschaften ausgestattet, um beurteilen zu können, wem er vertraut und mit wem er kooperieren kann. Dabei handelt es sich um ein Erbe der fernen stammesgeschichtlichen Vergangenheit, in der die Menschen einander die gefährlichsten Wesen waren. Diese Eigenschaften beziehen sich darauf, ob die anderen Menschen einem selbst ähneln oder nicht. In den letzten 50 Jahren wurden auch auf dem Feld der Sozialpsychologie zahllose Forschungen zum dem Themenbereich Eigengruppe versus Fremdgruppe und die Konsequenzen aus dieser Unterscheidung durchgeführt. John Bargh kennt die Ergebnisse: „Sie belegen, dass…

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Das künstliche Selbst verbirgt die Persönlichkeit

Wo das eigene Selbstbild – die Vorstellung, die ein Mensch von sich selbst macht – von Selbsterleben ergänzt wird – ist die Herrschaft der inneren Bilder auf gesunde Weise gebrochen. Georg Milzner erläutert: „Wir entwerfen Bilder von dem, was wir sein möchten oder zu erreichen anstreben, fühlen uns aber auch in dem, was wird jetzt sind.“ Nicht immer werden die eigenen Bilder von anderen geteilt. Dann kommt es zu einem Konflikt, und man erlebt Spannungen, in deren Bewältigung sich die wachsende Psyche stärkt und bewährt. Im besten Fall wird dabei…

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Die Kindheit prägen intensive Erlebnisse

In den ersten drei Jahren lernt jeder Mansch mehr als im Rest seines Lebens. Manche Eigenschaften sind biologisch festgelegt, manche kann man verändern. Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren schreibt: „Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“ Babys werden in der Regel wunderbar umsorgt. Wenn sie schreien, werden sie gefüttert, fühlen sie sich unwohl, werden sie liebevoll gestreichelt und getröstet. Und sonst schlafen sie viel. Andreas Salcher ergänzt: „Sobald wir einigermaßen auf allen…

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Die Zuversicht ist die Kraft der inneren Freiheit

Ulrich Schnabel erzählt in seinem neuen Buch „Zuversicht“ von Menschen, die ihren Lebensmut selbst unter schwierigsten Dingen nicht verloren. Dabei geht es nicht um die naive Hoffnung, dass am Ende irgendwie alles wieder gut wird. Sein Buch ist auch kein Ratgeber im positiven Denken oder eine Empfehlung zum unbeirrten Optimismus, demzufolge es niemals Krisen gibt. Es geht Ulrich Schnabel um jene Art der Zuversicht, die sich keine Illusionen über den Ernst der Lage ist – und die einen Menschen dennoch in die Lage versetzt, der Angst zu trotzen und jene…

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