Für Alfred Adler gibt es im Leben eines Kindes eine Erscheinung, die sehr deutlich die Vorbereitung auf das Erwachsenenalter zeigt – es sind die Spiele. Sie dienen als wichtige Helfer bei der Erziehung, regen den Geist an, beflügeln die Phantasie und fördern die Geschicklichkeit. Im Spiel zeigt sich fast immer die Vorbereitung für das künftige Leben.
Sigmund Freud
Jeder Mensch entscheidet selbst über sein Leben
„… trotzdem Ja zum Leben sagen“, ist Viktor Frankls bekanntestes Buch, in dem er über seine Zeit in einem Konzentrationslager der Nazis berichtete. Dabei stellte er fest, dass seine Mitgefangenen entweder einen starken Willen zum Überleben entwickelten oder am Leben verzweifelten. Viktor Frankl war der Meinung, dass der Mensch selbst entscheidet, ob er bestimmte Werte entwickelt, einen bestimmten Weg im Leben einschlägt oder in schwierigen Lebenslagen seine Würde bewahrt. Als Neurologe stimmte er grundsätzlich zu, dass wesentliche Aspekten des Menschen mit einem Computer vergleichbar seien, der Mensch aber nicht wie eine Maschine funktioniere.
Viele Menschen fürchten sich vor der Freiheit
Erich Fromm ist der Meinung, dass die Psychologie von einem expliziten Begriff der menschlichen Natur ausgehen muss. So kann er die Feststellung wagen, dass der Mensch auf Freiheit hin angelegt ist; aber ob und wie er diese Freiheit verwirklicht, hängt sehr von individuellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten ab. Dasselbe gilt auch für die Individualität oder das menschliche Einzeldasein. Der Mensch ist etwas unverwechselbar Einmaliges, aber er kann dieses Individuelle verleugnen oder verdrängen, da er sich möglicherweise vor der sozialen Isolation und vor der Verantwortung fürchtet. Erich Fromm unterscheidet zwischen primären und sekundären Bindungen, um die Problematik von Individualität und Freiheit zu veranschaulichen.
Carl Gustav Jung entdeckt das kollektive Unbewusstsein
Carl Gustav Jung ging davon aus, dass der Mensch die Außenwelt benutzt, um die Innenwelt besser zu verstehen. Vor allem die Symbole der Kunst, der Religion und der Mythologie helfen seit Jahrtausenden die Rätsel des Lebens besser zu verstehen. Das Lebensziel war für Jung die „Individuation“ des Ichs, bei der sich das Unbewusste und das Bewusste vereinen sollten. Darüber hinaus glaubte er, dass die Menschen der Ausdruck eines tieferen universellen Bewusstseins sind. Im Gegensatz zu Sigmund Freud, der das Unbewusste als etwas Persönliches auffasste, sah Carl Gustav Jung das unbewusste Denken eher als etwas, dass im kollektiven Unbewussten seinen Ursprung hat.
Sigmund Freud analysiert das Unbewusste
Das Buch „Die Traumdeutung“, das Sigmund Freud schrieb, als er bereit Mitte vierzig war, wurde eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte. Bevor er „Die Traumdeutung“ veröffentlichte, hatte Sigmund Freud über 1.000 Träume analysiert. Er kam dabei unter anderem zu folgenden Schlussfolgerungen: Träume beziehen sich vorzugsweise auf Erinnerungen aus den letzten Tagen, können allerdings auch bis auf frühe Kindheitserinnerungen zurückgehen.
Alfred Adler: "Jeder Mensch strebt nach Macht"
In seinem Buch „Studie über Minderwertigkeit von Organen“, vertritt Alfred Adler die These, dass die Wahrnehmung des eigenen Körpers ein bedeutender Faktor für die Lebensziele eines Individuums darstellt. Er erkennt im Menschen ein soziales Wesen, das seinen persönlichen Lebensstil an den sozialen Gegebenheiten und dem, was er als individuellen Mangel erfährt, ausrichtet. Das ist die Grundlage seiner Individualpsychologie. In jedem einzelnen Menschen ist laut Alfred Adler das Streben nach Macht und nach einem Gefühl der eigenen Identität determiniert.