Gutes tun führt häufig zur Selbstausbeutung

Wer etwas „Gutes“ tun will, landet häufig in der Zwickmühle aus Selbstausbeutung und Überlebenssicherung. Maren Urner schreibt: „Vielleicht könnte man ein Sozialunternehmen gründen, dass sich gerade so über Wasser hält. Denn eine goldene Nase lässt sich damit mit Sicherheit nicht verdienen.“ Oder im Alltag einer Arbeit nachgehen, die sich zwar nicht besonders sinnstiftend anfühlt, aber in der Lage ist, Miete, Essen und Jahresurlaub zu finanzieren. Abends und an den Wochenenden dann zum Ehrenamt, um das „Gute“ zu tun. Noch einen Schritt weiter gehen sogenannte „Effektive Altruisten“, die einen Job ausüben, der möglichst viel Geld einbringt, von dem sie dann einen bestimmten Anteil für „gute Zwecke“ spenden, um ihren Beitrag für eine bessere Welt zu leisten. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln.

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Jeder Mensch hat sein eigenes Weltbild

Um mit anderen Menschen eine Beziehung aufbauen und effektiv mit ihnen kommunizieren zu können, muss man deren Weltbild, deren Sicht auf die Dinge und auf das Leben, anerkennen. Das heißt nicht, dass man es teilen muss. Thomas W. Albrecht ergänzt: „Egal, wie stark es von deinem eigenen Weltbild abweicht und wie verschroben es für dich klingen mag: Es sind zunächst unterschiedliche Weltbilder, die aus unterschiedlichen Erfahrungen gespeist werden. Jeder hat aus seiner Sicht recht.“ Das daraus resultierende Verhalten wird jedoch unterschiedlich sein. Jeder Mensch hat sein spezifisches Weltbild. Damit verbunden sind individuelle Sehnsüchte, Hoffnungen, Bedürfnisse, Erwartungen, Werte, Überzeugungen, Erfahrungen und deren Interpretation, Gefühle und sinnesspezifische Wahrnehmungen. Keiner dieser Faktoren ist von außen zu beobachten. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik.

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Das Gute wird am Ende immer gewinnen

In diesen Zeiten gibt es scheinbar viele Gründe, sich zu fürchten oder mit Sorge in die Zukunft zu blicken. Man hat das Gefühl, die Welt sei ein einziges Krisenszenario. Aber ist das wirklich so? Vielleicht entsteht dieser Eindruck auch dadurch, dass viele Menschen nur noch das Negative wahrnehmen. Georg Pieper erläutert: „Doch es gibt nicht nur das Dunkle, Schwere, Bedrohliche. Es gibt auch sehr Positives und Beglückendes in unserem Leben und auf der Welt.“ Man muss sich dabei folgendes klarmachen: Jeder kann selbst entscheiden, wohin er schauen und was er denken will. Natürlich wäre es naiv, das Schlechte einfach auszublenden. Es existiert nun einmal. Aber man sollte sich nicht einzig darauf fokussieren. Dr. Georg Pieper arbeitet als Traumapsychologe und ist Experte für Krisenintervention.

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