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	<title>Erschöpfung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Gegenwart gilt als Epoche der Erschöpfung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 02:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[Anna Katherina Schaffner betont: „Letztlich geht es beim Überwinden von Erschöpfung um nichts anderes: Es gilt, wieder aufzutanken und unsere Energien freizusetzen, damit wir in der Folge bewusst entscheiden können, wofür wir unsere Kräfte verwenden wollen.“ Vielleicht ist es verzeihlich, dass wir unsere eigene Gegenwart als das Zeitalter der Erschöpfung par excellence wahrnehmen. Schließlich ist ... <a title="Die Gegenwart gilt als Epoche der Erschöpfung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-gegenwart-gilt-als-zeitalter-der-erschoepfung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Gegenwart gilt als Epoche der Erschöpfung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anna Katherina Schaffner betont: „Letztlich geht es beim Überwinden von Erschöpfung um nichts anderes: Es gilt, wieder aufzutanken und unsere Energien freizusetzen, damit wir in der Folge bewusst entscheiden können, wofür wir unsere Kräfte verwenden wollen.“ Vielleicht ist es verzeihlich, dass wir unsere eigene Gegenwart als das Zeitalter der Erschöpfung par excellence wahrnehmen. Schließlich ist sie gekennzeichnet von einer alles durchdringenden kulturellen Überbewertung von Arbeit, vom enormen Suchtpotenzial unserer Informations- und Kommunikationstechnologien und dem nie nachlassenden psychosozialen Druck, den uns der neoliberale Kapitalismus aufbürdet. In den letzten Jahren haben Depressionen, chronischer Stress und Burnout am Arbeitsplatz in bisher unbekanntem Umfang zugenommen. Homeoffice als Folge des Lockdowns war da für viele nicht hilfreiche. Anna Katherina Schaffner ist Kulturhistorikerin und zertifizierter Burnout-Coach. <span id="more-6370"></span></p>
<p><strong>Beim Burnout handelt es sich um ein inneres Inferno</strong></p>
<p>Inzwischen scheinen oft sämtliche Aspekte unseres Lebens von der Berufsarbeit dominiert. Dazu kommt, dass wir auch andere Lebenszusammenhänge zunehmend unter der Perspektive des Arbeitens betrachten: Immer mehr von dem, was wir tun, erscheint uns anstrengend und mühevoll – darunter auch die Beziehungen zu unseren Partnern, Freunden und Kindern, die Sorge um unser körperliches Wohlbefinden, unsere Psyche und unsere spirituelle Entwicklung. Anna Katherina Schaffner erklärt: „Oft schleicht sich das Gefühl ein, wir müssten auch hier gute Leistungen erbringen und an uns arbeiten – eine bezeichnende Wortwahl.“</p>
<p>Der Psychoanalytiker Josh Cohen schreibt: „Arbeit, in der Doppelrolle von Erwerbsarbeit und allgemeinem Funktionieren, scheint das Gebot unserer Zeit.“ Cohen analysiert Burnout als „kleine Apokalypse der Seele“ – ein inneres Inferno, das auch einen Moment der Rebellion gegen den Anspruch darstellen kann, immer zu jeder Zeit arbeiten und funktionieren zu müssen. Anna Katherina Schaffner weiß: „Im Unterschied dazu betrachtet die Journalistin Anne Helen Petersen Burnout nicht als vorübergehende Krise, sondern als Grundverfassung heutiger Millennials.“</p>
<p><strong>Wir leben in einer besonders düsteren Zeit</strong></p>
<p>Laut Petersen kommt es zu einem Burnout, „wenn der Abstand zwischen dem idealen und dem aktuell machbaren Leben unerträglich groß wird“. Der Sozialvertrag funktioniert heute nicht mehr. Anna Katherina Schaffner stellt fest: „Bildung ist kein sicherer Zugangsweg zu sozialer Mobilität und einem stabilen Mittelklasse-Anstellungsverhältnis mehr. Die Millennials sind in der heutigen Zeit die erste Generation, der es finanziell schlechter geht als ihren Eltern.“</p>
<p>Alle Überzeugungen, mit denen sie aufgewachsen sind – dass sich harte Arbeit immer lohnt, dass sie in einem leistungsorientierten freien Markt die Besten auch am erfolgreichsten sind, dass alles gut wird, wenn sie nur einen Beruf finden, den sie wirklich lieben –, sind implodiert. Anna Katherina Schaffner gibt zu: „Es stimmt schon, wir leben in einer besonders düsteren und sich rasch wandelnden Zeit. Es gibt gleich mehrere ernste Krisen, die das uns vertraute Leben bedrohen – Klimawandel, Krieg, Pandemien, ökonomische Instabilität und wachsende politische Polarisierung, um nur die wichtigsten zu nennen.“ Quelle: „Erschöpft?“ von Anna Katherina Schaffner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Burnout ist ein berufsbedingtes Problem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 01:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Schattenarmee der Überanstrengten ist riesig. Anna Katherina Schaffner weiß: „Erschöpfung im Allgemeinen und Burnout im Speziellen gehören zu den vorherrschenden Epidemien unserer Zeit. Weil unser Leben und Denken tendenziell von unserem Berufsleben dominiert wird und sich viele Menschen sowieso fast alle wie Arbeit anfühlt – auch unsere Beziehungen, unsere persönliche Entwicklung und unsere Sorge ... <a title="Burnout ist ein berufsbedingtes Problem" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/anna-katherina-schaffner-erschoepfung-im-allgemeinen.html" aria-label="Mehr Informationen über Burnout ist ein berufsbedingtes Problem">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schattenarmee der Überanstrengten ist riesig. Anna Katherina Schaffner weiß: „Erschöpfung im Allgemeinen und Burnout im Speziellen gehören zu den vorherrschenden Epidemien unserer Zeit. Weil unser Leben und Denken tendenziell von unserem Berufsleben dominiert wird und sich viele Menschen sowieso fast alle wie Arbeit anfühlt – auch unsere Beziehungen, unsere persönliche Entwicklung und unsere Sorge um den Zustand der Welt –, ist Burnout zu den intensivsten thematisierten Erschöpfungssyndrom der Gegenwart geworden.“ Genaugenommen ist Burnout ein berufsbedingtes Problem – ein Erschöpfungszustand, der von chronischem Arbeitsstress verursacht wird. Auch wenn uns die Glücksindustrie etwas anderes weismachen will, zeigen Untersuchungen, dass suche Zustände in der Mehrheit der Fälle nicht an mangelhaften Bewältigungsstrategien der Betroffenen liegen. Die Wurzeln des Problems reichen tief in unsere Arbeitswelten. Anna Katherina Schaffner ist Kulturhistorikerin und zertifizierter Burnout-Coach. <span id="more-6234"></span></p>
<p><strong>Es gibt fünf Hauptursachen für einen Burnout</strong></p>
<p>Anna Katherina Schaffner stellt fest: „Die fünf Hautpursachen für einen Burnout sind unfaire Behandlung am Arbeitsplatz, ein nicht zu bewältigendes Arbeitspensum, fehlende Rollenklarheit, Kommunikationsdefizite und unangemessener Arbeitsdruck.“ Auch wenn Kontrolle und Handlungsmöglichkeiten fehlen oder unterschiedliche Werte aufeinanderprallen, kann das zu einem Burnout führen. Im Hintergrund steht häufig, dass bei der Arbeit unsere Würde missachtet wird oder wie zu wenig Wertschätzung bekommen.</p>
<p>Einen Burnout erleiden die meisten Menschen also nicht, weil sie nicht angemessen mit Stress umgehen können, sondern weil die Strukturen, in denen sie sich bewegen, sie krank machen. Anna Katherina Schaffner fügt hinzu: „Trotzdem sind unsere Arbeitsumstände selten der einzige Grund für unsere Erschöpfung. Die Ursprünge chronischer oder wiederkehrender Erschöpfung sind in der Regel komplexer. Äußere und innere Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Manchmal sind wir auch selbst schlechte Chefs und haben Haltungen verinnerlicht, die uns schaden.“</p>
<p><strong>Der negative innere Monolog ist weit verbreitet</strong></p>
<p>Die aktuelle Burnout-Kultur beruht auf alten, tiefsitzenden Überzeugungen zu Zeit und Produktivität, die uns auch dann beeinflussen, wenn wir nicht für jemand anderen arbeiten. Anna Katherina Schaffner erläutert: „Nicht selten sind wir auch deshalb so ausgelaugt, weil wir unsere Energie in einem inneren psychologischen Krieg verschleißen, also in Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen mit konträren Zielen und Werten.“ In Anna Katherina Schaffners Kopf gab es beispielsweise eine unfreundliche Stimme, die pausenlos infrage stellte, was sie erreichte, und ihre Erfolge in den Dreck zog. </p>
<p>Die quälende innere Stimme ist weit verbreitet und unter den verschiedensten Namen bekannt: innerer Kritiker, grausames Über-Ich, innerer Dämon oder Saboteur, Richterinstanz oder negativer innerer Monolog. Anna Katherina Schaffner ergänzt: „Ganz egal, welchen Namen wir dieser Instanz geben – das Gute ist, dass es Strategien gibt, ihre kraftraubende Wirkung zu reduzieren und unsere Energie stattdessen nach außen zu richten, um sie für die Menschen und Projekte einzusetzen, die uns am Herzen liegen.“ Quelle: „Erschöpft“ von Anna Katherina Schaffner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2025 02:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der sogenannte „Überlebensmechanismus“ wird als eigene Phase in der Burnout-Spirale beschrieben, denn Distanzierung, Depersonalisation, Desillusionierung und Zynismus sind die Folge. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Diese Lösungen setzen allerdings selbstverständlich nicht am sinnvollen Ende des Kreislaufs „Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung – zornige Abgrenzung erzeugt noch mehr Erschöpfung“ an.“ Nützlicher wäre: eigene Rechte aufbauen, innere Gesetze verändern, den ... <a title="Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-burnout-spirale.html" aria-label="Mehr Informationen über Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der sogenannte „Überlebensmechanismus“ wird als eigene Phase in der Burnout-Spirale beschrieben, denn Distanzierung, Depersonalisation, Desillusionierung und Zynismus sind die Folge. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Diese Lösungen setzen allerdings selbstverständlich nicht am sinnvollen Ende des Kreislaufs „Erschöpfung erzeugt zornige Abgrenzung – zornige Abgrenzung erzeugt noch mehr Erschöpfung“ an.“ Nützlicher wäre: eigene Rechte aufbauen, innere Gesetze verändern, den Futterkreislauf grenzenloser Basis-Empathie stoppen, Mentalisieren in vier Schritten lernen, Hilflosigkeit aushalten durch Abgrenzung – und sich auf jenen winzigen Teil der inneren oder äußeren Welt konzentrieren, den man verändern kann. Es gibt leider noch keinen psychologischen Zusatzbonus, wenn man Notleidende beschuldigt, der auch als Selbstberuhigungsmechanismus der Angst bekannt ist. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-5891"></span></p>
<p><strong>Niemand kann und muss Streitigkeiten vermeiden</strong></p>
<p>Sobald man bei der von Leid betroffenen Person irgendeine Schuld findet, sie also selbst etwas zur Not beigetragen hat, schützt es die Nicht-Betroffenen vor dem angstvollen Gedanken: „Vielleicht kann mir das auch passieren?“ Denn im Brustton der Überzeugung kommt die Antwort: „Nein. Denn ich würde diesen Fehler nie machen, nie so leben, keine solche Entscheidung treffen.“ Helga Kernstock-Redl betont: „Empathie in ihren unterschiedlichen Spielarten ist selbstverständlich trotz allem mehr Segen als Fluch, doch wer stark dazu neigt, tut gut daran, den Umgang mit ihr zu lernen.“ </p>
<p>Wie das gehen kann? Selbstberuhigung funktioniert in vier Schritten und man kann dabei mit sich selbst so umgehen wie mit einem richtig guten Freund. Helga Kernstock-Redl weiß: „So wie kein Mensch ohne Gefühle leben kann, kommt keine Gruppe ohne Konflikte aus. Niemand kann und muss Streitigkeiten vermeiden.“ Menschen haben nun einmal unterschiedliche Ansichten, verschiedene Bedürfnisse, wollen Ziele wie Liebe, Macht, Geld oder Ideen durchsetzen, Gefahren abwehren  &#8211; oder Gerechtigkeit erreichen.</p>
<p><strong>Schuldgefühle wollen eigentlich der Sicherung des Friedens dienen</strong></p>
<p>Schädlich – und glücklicherweise durchaus vermeidbar – sind Eskalationen und Zerstörung. Es gibt natürlich viele Bücher, die unterschiedliche Facetten von Konfliktlösung beleuchten, zum Beispiel jene des Psychologen Friedrich Glasl. Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Vielfach übersehen wird jedoch, welch große Rolle der Kampf um Gerechtigkeit und die Abwehr von Schuld und Schuldgefühlen dabei spielt, wenn sich eine sachliche Differenz zum Krieg hochschaukelt.“</p>
<p>Schon früh haben viele Kinder das scheinbar Wichtigste begriffen: Schuld ist schlecht, denn sie verursacht Wiedergutmachung oder Strafe. Die Unschuldigen kriegen den Ball. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Auch Schuldgefühle sind lästig, schwächen sie doch den Kampfgeist und hemmen die Schlagkraft. Wer ohne Zweifel glaubt, im Recht zu sein, hat größere Chancen zu gewinnen.“ Und dabei wollen Schuldgefühle, so vermutlich der „Plan“ der Biologie, eigentlich der Sicherung des Friedens und Zusammenhalts in Gemeinschaften dienen. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Burn-out ist keine medizinische Diagnose</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/burn-out-ist-keine-medizinische-diagnose.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 02:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
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					<description><![CDATA[Soll nun sogar Burn-out eine Folge von Kränkungen sein? Eine derart skeptische Frage ist zweifelsohne berechtigt, wenn zwei inflationäre und nicht streng wissenschaftlich Ausdrücke in fachliche Überlegungen einfließen. Reinhard Haller erläutert: „Tatsächlich ist Burn-out keine medizinische Diagnose und „Kränkung“ kein wissenschaftlicher Begriff. Von psychiatrischer Seite wird zu Recht darauf hingewiesen, dass der Ausdruck Burn-out heute ... <a title="Burn-out ist keine medizinische Diagnose" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/burn-out-ist-keine-medizinische-diagnose.html" aria-label="Mehr Informationen über Burn-out ist keine medizinische Diagnose">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soll nun sogar Burn-out eine Folge von Kränkungen sein? Eine derart skeptische Frage ist zweifelsohne berechtigt, wenn zwei inflationäre und nicht streng wissenschaftlich Ausdrücke in fachliche Überlegungen einfließen. Reinhard Haller erläutert: „Tatsächlich ist Burn-out keine medizinische Diagnose und „Kränkung“ kein wissenschaftlicher Begriff. Von psychiatrischer Seite wird zu Recht darauf hingewiesen, dass der Ausdruck Burn-out heute für die Bezeichnung sehr vieler psychischer Störungen, insbesondere depressiver Art, herangezogen werde.“ Vieles, was überhaupt keine Störung sei, und manche tatsächlich schwere psychische Erkrankungen werden heut ein den Burn-out-Begriff verpackt. Rein fachlich könnte damit nur ein Erschöpfungszustand, der mehr mit Lebensführung als mit Krankheit zu tun habe, gemeint sein. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5757"></span></p>
<p><strong>Burn-out ist eine „anständige“ Störung</strong></p>
<p>Trotzdem erfreut sich das Wort Burn-out einer großen Popularität und gilt heute als der am meisten verwendete medizinische Begriff in der Laienpresse. Warum ist das so? Reinhard Haller erklärt: „Zunächst ist der Ausdruck, ähnlich jenem der Verbitterung, sehr anschaulich und trifft den Zustand gestresster und überarbeiteter Menschen geradezu selbstredend. Als englisches Wort wirkt er fachlich, modern, nicht stigmatisierend.“ Burn-out ist eine „anständige“ Störung, die mit hoher Leistungsbereitschaft, Einsatz und Arbeiten bis zum Umfallen in Verbindung gebracht wird.</p>
<p>Da klingt es bei Weitem nicht so gut, wenn man von Nervosität, Angst, Erschöpfung oder Schlafstörungen spricht. „Wer hat noch kein Burn-out?“, titulierte kürzlich ein Magazin. Reinhard Haller betont: „Bei allen Zweifeln am Burn-out-Konzept und allen Schmähungen über das Syndrom des Ausgebranntseins darf man aber den Enttabuisierungseffekt nicht vergessen.“ Der Ausdruck Burn-out ermöglicht es den Menschen, auch über ihre psychische Gesundheit zu sprechen und eine ähnliche Sachlichkeit wie bei körperlichen Erkrankungen zu entwickeln.</p>
<p><strong>Burn-out ist ein Zustand psychischer Übermüdung</strong></p>
<p>Burn-out hat – wenn man so will – psychische Störungen ein Stück weit salonfähig gemacht. Reinhard Haller verwendet im Folgenden die Sprachregelung, dass mit der Verwendung des Ausdrucks Burn-out all das gemeint ist, was darunter verstanden wird und auch fachlich zu verstehen ist: ein Zustand der psychischen Übermüdung und totalen geistigen Erschöpfung. Was hat das aber mit Kränkung zu tun? Burn-out ist doch Folge extremen Einsatzes, dauernden Stresses und immer stärkerer Leistungsüberforderung. </p>
<p>So steht das in den Lehrbüchern, so wird das immer wieder beschrieben. Geht man aber zurück auf die Entstehung des Burn-out-Konzepts, rückt plötzlich das, was man als Kränkung bezeichnet, in den Vordergrund. Reinhard Haller stellt fest: „In neuerer Zeit taucht der Begriff erstmals 1960 im Roman „A Burnt-Out Case“ von Graham Greene auf. Darin wird das Schicksal eines Architekten geschildert, der von seinem Beruf enttäuscht war und sich gekränkt (!) als „Aussteiger“ in den afrikanischen Dschungel zurückzog.“ Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein ehrliches Nein ist zumutbar</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-zeiten-der-erschoepfung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2023 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Nein]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen können sehr wohl lernen, Nein zu sagen. Nein sagen ist nichts Verbotenes. In Anlehnung an Ingeborg Bachmann: „Ein ehrliches Nein ist den Menschen zumutbar.“ Gerade in Zeiten der Erschöpfung ist es wichtig, nicht nur selbst Nein sagen zu können, sondern andere dazu zu ermutigen. In diesem Sinne legt Andreas Salcher seine persönliche Strategie offen: ... <a title="Ein ehrliches Nein ist zumutbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-zeiten-der-erschoepfung.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein ehrliches Nein ist zumutbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen können sehr wohl lernen, Nein zu sagen. Nein sagen ist nichts Verbotenes. In Anlehnung an Ingeborg Bachmann: „Ein ehrliches Nein ist den Menschen zumutbar.“ Gerade in Zeiten der Erschöpfung ist es wichtig, nicht nur selbst Nein sagen zu können, sondern andere dazu zu ermutigen. In diesem Sinne legt Andreas Salcher seine persönliche Strategie offen: „Zunächst, du wirst mich nicht auf Facebook oder Instagram finden und auch auf TikTok bin ich nicht. Trotz des Drängens einiger Freunde habe ich Nein dazu gesagt.“ Deshalb lebt Andreas Salcher nicht im Kreidezeitalter, er hat einen YouTube-Kanal, um seinen Podcast „Lebensbildung“ zu verbreiten. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-4843"></span></p>
<p><strong>Leben heißt auswählen</strong></p>
<p>Zudem ist Andreas Salcher auf LinkedIn, um als Unternehmensberater mit der Geschäftswelt zu kommunizieren. Das reicht. Er muss nicht überall dabei sein. Er kann Nein sagen. Die Macht, ohne schlechtes Gewissen oder Furcht vor Konsequenzen Nein sagen zu dürfen, ist jedoch für viele Menschen nicht selbstverständlich. Andreas Salcher sagt: „Ein Vielleicht ist das Nein der Feiglinge.“ Im Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil gibt es einen Satz, der ein wirksames Mittel gegen die Erschöpfung der Gegenwart sein kann: „Leben heißt auswählen.“ </p>
<p>Konkret bedeutet das, sich bei allen Aktivitäten, Verpflichtungen und Aufgaben zu fragen: „Muss ich es tun? Will ich es tun?“ Wenn man zwei Mal mit Nein antworten möchte, dann sollte man auch Nein sagen. Nein ist ein wirkmächtiges Wort gegen Erschöpfung. Offenbar erfordert es Entschlossenheit, Nein zu den vielen Dingen zu sagen, die man weder tun will noch tun muss. Am einfachsten geht das bei der Zeit, die Menschen sinnlos mit sozialen Medien verbringen. </p>
<p><strong>Nicht alle Menschen sind für große Familien geschaffen</strong></p>
<p>Viel mehr Mut ist nötig, um bei den entscheidenden Weichenstellungen Nein zu Lebensentwürfen zu sagen, die gut für andere, aber nicht für die eigene Person sind. Andreas Salcher nennt ein Beispiel: „Wer die Freiheit liebt, sollte sich ernsthaft prüfen, ob die Gründung einer großen Familie ihn langfristig erfüllen wird. Eltern bestätigen: Kinder bereiten viel Freude, sie erschöpfen aber auch.“ Nicht alle Menschen sind für große Familien geschaffen. </p>
<p>Für Frauen ist es noch schwieriger, sich gegen eigene Kinder auszusprechen. Die Autorin Nadine Pungs fragt in ihrem Buch „Nichtmuttersein: Von der Entscheidung ohne Kinder zu leben“, woher die Vorstellung kommt, dass jede „normale“ Frau den Wunsch nach eigenen Kindern hegen muss. Andreas Salcher nennt ein anderes Beispiel: „Wem Selbstbestimmung viel und Status weniger bedeutet, der braucht sich nicht zu einer Karriere in einem Konzern drängen lassen.“ Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erschöpfung kann eine große Belastung sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Aug 2023 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bernadette Winter schreibt: „Das Aufstehen fällt schwer, an Arbeiten ist kaum zu denken – und auch für Sport fehlt die Kraft. Erschöpfung kann in verschiedenen Lebenslagen auftreten. Und sie kann eine große Belastung sein.“ Denn für manche Betroffene ist es mit „einmal richtig ausschlafen“ nicht getan. Dabei ist Erschöpfung nicht gleich Erschöpfung. Dauer, Schwere und ... <a title="Erschöpfung kann eine große Belastung sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/bernadette-winter-erschoepfung.html" aria-label="Mehr Informationen über Erschöpfung kann eine große Belastung sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bernadette Winter schreibt: „Das Aufstehen fällt schwer, an Arbeiten ist kaum zu denken – und auch für Sport fehlt die Kraft. Erschöpfung kann in verschiedenen Lebenslagen auftreten. Und sie kann eine große Belastung sein.“ Denn für manche Betroffene ist es mit „einmal richtig ausschlafen“ nicht getan. Dabei ist Erschöpfung nicht gleich Erschöpfung. Dauer, Schwere und zeitlicher Verlauf – das sind für den Internisten und Psychosomatiker Prof. Winfried Häuser die entscheidenden Kriterien, wenn man herausfinden möchte, ob man bereits unter chronischer Müdigkeit leidet. „Wenn mich das normale Leben zu sehr anstrengt, spricht vieles für eine Krankheit“, sagt Sabine Herzig von der Fatigue-Ambulanz am Universitätsklinikum Leipzig. Pausen, gesunde Ernährung, Urlaub, ausreichend Schlaf: Wenn all diese Maßnahmen zur Erholung nicht mehr fruchten, kann das ein Symptom für krankhafte Erschöpfung sein. <span id="more-4837"></span></p>
<p><strong>Fatigue ist eine Extremform krankhafter Müdigkeit</strong></p>
<p>Sabine Herzig, Fachärztin für Neurologie, sagt: „Und dann sollte man zum Arzt, um es genauer abzuklären.“ Der Begriff „Fatigue“ bezeichnet eine Erschöpfung nach körperlichen, psychischen oder mentalen Anstrengungen, die über das übliche Maß hinausgeht. Bernadette Winter ergänzt: „Sie ist quase eine Extremform krankhafter Müdigkeit. Dabei lassen sich verschiedene Dimensionen unterscheiden.“ Da ist zum einen die körperliche Ebene: „Man ist schneller erschöpft, etwa beim Treppensteigen“, erklärt Winfried Häuser. </p>
<p>Die Erschöpfung kann auch die kognitive Ebene betreffen. Es fällt schwer, sich zu konzentrieren, im Kopf wabert der Nebel. Die dritte Dimension ist die emotionale oder motivationale Ebene. Wilfried Häuser weiß: „Man hat keine Kraft, sich aufzuraffen, keine Motivation und Energie.“ Eine Fatigue kann Symptom einer körperlichen Erkrankung sein, aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten, wie Sabine Herzig sagt. All das wäre bei einem Arztbesuch abzuklären.</p>
<p><strong>Betroffene sollten den Tag auf ihre Bedürfnisse hin gestalten</strong></p>
<p>Starke Erschöpfung kann darüber hinaus das Kennzeichen einer depressiven Störung sein, diese aber auch auslösen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Menschen mit chronischer Fatigue seinen motiviert, körperlich jedoch nicht in der Lage. Depressiven fehle dagegen häufig die Motivation, sagt Winfried Häuser. Und dann gibt es noch das chronische Fatigue-Syndrom (CFS). CFS geht in der Regel mit Kopf-, Hals-, Muskelschmerzen, geschwollenen Lymphknoten sowie Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen einher. </p>
<p>Typisch ist hier den Experten zufolge außerdem eine Verschlechterung der Symptome nach einer Belastung. Bernadette Winter erläutert: „Manchmal kommt nach Stunden, manchmal am darauffolgenden Tag der sogenannte „Crash“, bei dem gar nichts mehr geht.“ Sabine Herzig sagt: „Das kann bis mehrere Tage andauern.“ Der Fachbegriff lautet hier PEM, Post-Exertional Malaise. Eine Methode, sich selbst zu helfen ist das sogenannte Pacing. Betroffene ermitteln dabei, wie viel Kraft ihnen am jeweiligen Tag zur Verfügung steht. Sabine Herzig rät: „Gestalten Sie den Tag auf Ihre Bedürfnisse hin.“ Quelle: „Der Akku ist leer: Wie finde ich aus der Erschöpfung?“ von Bernadette Winter in der „Passauer Neuen Presse“ vom 20. Juli 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Falsche Erwartungen führen zu Erschöpfung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Erschöpfung hat viel mit falschen Erwartungen zu tun. Wenn durchschnittliche Menschen glauben, ständig ihr ganzes Leben wie Hollywood-Stars posten zu müssen, um mit zehn Likes belohnt zu werden, dann stresst das auf Dauer. Das führt letztlich automatisch zu Enttäuschungen, weil man doch kein Instagram-Star mit Hunderttausenden Followern ist. Andreas Salcher nennt ein anderes Beispiel: „Junge ... <a title="Falsche Erwartungen führen zu Erschöpfung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-erschoepfung-und-erwartung.html" aria-label="Mehr Informationen über Falsche Erwartungen führen zu Erschöpfung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erschöpfung hat viel mit falschen Erwartungen zu tun. Wenn durchschnittliche Menschen glauben, ständig ihr ganzes Leben wie Hollywood-Stars posten zu müssen, um mit zehn Likes belohnt zu werden, dann stresst das auf Dauer. Das führt letztlich automatisch zu Enttäuschungen, weil man doch kein Instagram-Star mit Hunderttausenden Followern ist. Andreas Salcher nennt ein anderes Beispiel: „Junge Mütter erwarten oft, dass alles besser wird, sobald die Kinder in die Schule eintreten. Diese Erwartung wird fast immer enttäuscht, da die meisten Kinder in der Schule wesentlich mehr Unterstützung als im Kindergarten brauchen. Arbeiten wird eher noch schwieriger.“ Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-4737"></span></p>
<p><strong>Jeder ist für seine Erschöpfung selbst verantwortlich</strong></p>
<p>Das österreichische Schulsystem gleicht immer mehr einem Fernlerninstitut mit Anwesenheitspflicht für die Schüler am Vormittag und Nachlernpflicht für die Mütter am Nachmittag, und das schon ab der Volksschule. Deshalb plädiert Andreas Salcher schon lange dafür, dass Mütter, die keine Matura (Abitur) haben, aber zumindest ein Kind bis zur Matura bringen, diese ebenfalls mitverliehen bekommen sollen. Sie haben es sich redlich verdient. Werden Erwartungen an sich selbst oder andere unrealistisch überhöht, dann führt das erst zur Frustration und in der Folge zum Sinnverlust.</p>
<p>Die Psychologin Martina Rammer-Gmeiner meint dazu: „Erschöpfung ist die Folge von Entscheidungen, die Menschen treffen. Es gibt viele belastende Faktoren, aber die harte Wahrheit lautet: Du entscheidest, ob du erschöpft bist.“ Der Drang zur Perfektion wird vielen Frauen in die Wiege gelegt und dann durch die Eltern noch verstärkt. Perfektion ist an sich nichts Negatives. Das eingelernte Rollenverhalten verleitet Frauen oft dazu, jede Aufforderung an sich als Gelegenheit zu sehen, zu beweisen, wie perfekt sie sind. </p>
<p><strong>Männer konzentrieren ihren Perfektionismus eher auf ihren Beruf </strong></p>
<p>Sagt man ihnen: „Du brauchst es mir nur zu sagen, wenn du es nicht schaffst“, löst das bei ihnen den Reflex „Natürlich kann ich das“ aus. Ohne ein schlechtes Gewissen Nein zu sagen, wurde ihnen selten vorgelebt. Priorität haben immer die Bedürfnisse aller anderen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Selbst, wenn sie die Kraft für ein Nein aufbringen, belastet sie danach das schlechte Gewissen.“ Ihre eigenen Bedürfnisse geraten in Konflikt mit ihrer Sehnsucht nach Harmonie in der Familie.</p>
<p>Sie müssen lernen, dass sie auch dann geliebt werden, wenn sie einmal Nein zu den Wünschen anderer sagen. Andreas Salcher weiß: „Bei Männern richte sich der Drang zum Perfektionismus eher auf ihre berufliche Laufbahn. Sie strengen sich ungemein an, um die nächste Sprosse auf der Karriereleiter zu erklimmen.“ Denn sie sind überzeugt davon, dass sie sonst von der Gesellschaft nicht anerkannt und von der Partnerin nicht geliebt werden. Manchmal kommen sie auf der Erfolgsleiter sogar weit hinauf, beim Hinunterblicken realisieren sie jedoch, dass die Leiter an der falschen Mauer lehnt. Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die große Erschöpfung hat viele Gesichter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2023 01:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Krisen der äußeren Welt verschärfen die Folgen von falschen Entscheidungen und Selbsttäuschungen in der inneren Welt der Menschen. Andras Salcher stellt fest: „Die große Erschöpfung hat viele Gesichter. Unser Planet ist erschöpft von der gnadenlosen Ausbeutung und Zerstörung seiner Schätze. Unsere Welt ist erschöpft von der ständigen Unsicherheit.“ Die Gesellschaft ist erschöpft von der ... <a title="Die große Erschöpfung hat viele Gesichter" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-die-grosse-erschoepfung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die große Erschöpfung hat viele Gesichter">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krisen der äußeren Welt verschärfen die Folgen von falschen Entscheidungen und Selbsttäuschungen in der inneren Welt der Menschen. Andras Salcher stellt fest: „Die große Erschöpfung hat viele Gesichter. Unser Planet ist erschöpft von der gnadenlosen Ausbeutung und Zerstörung seiner Schätze. Unsere Welt ist erschöpft von der ständigen Unsicherheit.“ Die Gesellschaft ist erschöpft von der Politik. Viele Kinder sind erschöpft vom Bildungssystem. Die Ärzte und das Pflegepersonal arbeiten am Anschlag wegen der nie enden wollenden Wellen der Pandemie. Viele Lehrer sind überfordert vom permanenten Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling. Frauen sind mit ihren Nerven am Ende wegen der unerfüllbaren Erwartungen an sie. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-4542"></span></p>
<p><strong>Krisen sind nicht die tiefere Ursache für die Erschöpfung</strong></p>
<p>Viele Männer sind erschöpft, weil sie nicht zugeben dürfen, am Ende ihrer Kräfte zu sein. Mitarbeiter sind gestresst von den stundenlangen Zoom-Meetings. Die einen reagieren darauf mit dem Willen, etwas zu ändern, die anderen sagen: „Ich halte das alles nicht mehr aus.“ Manche Menschen erkennen auch, dass zwischen Selbstfürsorge und Egoismus liegen. Eine Kumulation der Krisen ist meist nur der Auslöser, aber nicht die tiefere Ursache für die Erschöpfung, die Menschen quer durch alle Schichten quält. </p>
<p>Albert Camus schreibt: „Die Einbildung tröstet die Menschen über das, was sie nicht sein können. Der Humor tröstet sie darüber hinweg, was sie wirklich sind.“ Die meisten Eltern und Großeltern mussten hart arbeiten, sie hatten aber realistische Erwartungen an das Leben. Andreas Salcher beobachtet: „Heute lassen sich viele Menschen einreden, dass sie überall perfekt sein müssen. Einen unrealistisch hohen Perfektionsanspruch in allen Lebensbereichen stellen überwiegend Frauen an sich selbst.“ </p>
<p><strong>Für die eigenen Bedürfnisse sollte man sich Zeit nehmen</strong></p>
<p>Familientherapeutin Martina Rammer-Gmeiner erklärt: „Nehmen wir als Beispiel eine Frau mit einem Kind, mit einem Teilzeitjob und in einer aufrechten Beziehung lebend. Die stellt dann an sich selbst den Anspruch, die perfekte Mutter und im Job super zu sein. Das Kind wird täglich von ihr auf maximal gute Leistungen in der Schule trainiert, die Wohnung muss jederzeit total sauber und sie selbst immer tipptopp gestylt sein. Selbst wenn sie sich eine Putzfrau leistet, stöhnt sie, dass sie hinter dieser noch nachwischen müsse.“ </p>
<p>Die Therapeutin empfiehlt ihren Klientinnen, klare Prioritäten zu setzen und den Perfektionsanspruch auf wenige Bereiche zu reduzieren. Dann bleibt auch Zeit für die eigenen Bedürfnisse. Andreas Salcher weiß: „Dabei helfen einfache Fragen: Was brauche ich für mich selbst, damit es nicht nur meinem Partner, meinen Kindern und meinem Chef gut geht? Was war früher vor der Krise besser, das jetzt schlecht ist? Was kann ich konkret für mich tun, damit es mir in der schwierigen Zeit trotzdem gut geht?“ Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Gefühl des Unbehagens greift um sich</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-gefuehl-des-unbehagens-ist-weit-verbreitet.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Mar 2023 02:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Unbehagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Sigmund Freuds Schrift „Das Unbehagen in der Kultur“ wurde oft variiert. Armin Nassehi verdeutlicht dies an zwei Beispielen, die in ihren deutschen Übersetzungen bis in den Buchtitel hinein das Motiv des „Unbehagens“ zitieren. Der kanadische Philosoph Charles Taylor spricht von „The Malaise of Modernity“, in der deutschen Ausgabe: „Das Unbehagen an der Moderne“. Die Quelle ... <a title="Das Gefühl des Unbehagens greift um sich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-gefuehl-des-unbehagens-ist-weit-verbreitet.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Gefühl des Unbehagens greift um sich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sigmund Freuds Schrift „Das Unbehagen in der Kultur“ wurde oft variiert. Armin Nassehi verdeutlicht dies an zwei Beispielen, die in ihren deutschen Übersetzungen bis in den Buchtitel hinein das Motiv des „Unbehagens“ zitieren. Der kanadische Philosoph Charles Taylor spricht von „The Malaise of Modernity“, in der deutschen Ausgabe: „Das Unbehagen an der Moderne“. Die Quelle des Unbehagens ist auch bei ihm der Verlust oder die Unmöglichkeit von sozialen Bindungen. Den Grund dafür macht er im Individualismus der modernen Kultur aus, die so etwas wie eine unbedingte Zugehörigkeit mit kollektiver Zwecksetzung erschwert. Die Folge ist eine Verflachung der kollektiven Anstrengungen zur Verbesserung der gemeinsamen Welt. Daraus entsteht ein narzisstischer Individualismus. Armin Nassehi ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. <span id="more-4362"></span></p>
<p><strong>Das Individuum ist narzisstisch gestört</strong></p>
<p>Als zweites Beispiel nennt Armin Nassehi die Studie „La Société du malaise“ des französischen Soziologen Alain Ehrenberg. Auf Deutsch ist das Buch mit dem Titel „Das Unbehagen in der Gesellschaft“ erschienen. Alain Ehrenberg kommt ebenfalls zur Diagnose einer narzisstischen Störung des Individuums in der Moderne. Dieses kann sein Verhältnis zur kollektiven Ebene und zu den gesellschaftlichen Institutionen nicht angemessen gestalten. Gemeinsam ist diesen Diagnosen des Unbehagens, der Malaise, dass sie sich einerseits auf den Verlust übersichtlicher Zugehörigkeiten beziehen und die unpersönliche Form einer Gesellschaft unter Fremden betonen.</p>
<p>Andererseits wenden sie dies vor allem auf „höhere“ Formen der Vergesellschaftung an. Armin Nassehi stellt fest: „Das Problem der Moderne, der Gesellschaft, der Zivilisation ist danach vor allem das Problem der Gruppengröße und ihrer sozialen Komplexität. Das Bezugsproblem dieser Diagnosen liegt folglich in der Sozialdimension.“ Sigmund Freud erkennt die Monstrosität von zu großen und zu großartigen Kollektiven. Der Kommunitarist Charles Taylor scheint die Logik familialer Zugehörigkeit als normatives Modell fürs Gesellschaftliche zu sehen.</p>
<p><strong>Die Gesellschaft ist eine Quelle der Erschöpfung</strong></p>
<p>Alain Ehrenberg beschreibt die Gesellschaft als Quelle der Erschöpfung, gegen die der Einzelne nicht mehr ankommt. So unterschiedlich diese Diagnosen auch ausfallen, so ausschließlich beziehen sie sich allesamt auf die Sinndimension des Sozialen. Sie kennen die Gesellschaft nur als Großgruppenphänomen, nur als sozialen Behälter, und Individuen nur als Gegenüber oder Elemente solcher Großgruppen. Gelungene Vergesellschaftung kann hier nur in Form eines Ausgleichs zwischen einer eher individuellen und einer eher gesellschaftlichen Ebene gedacht werden.</p>
<p>Armin Nassehi erläutert: „Solche Perspektiven tendieren in mitunter erhellender Weise dazu, das Individuum und dessen Leiden zu akzentuieren. Die Gesellschaft bleibt demgegenüber jedoch ein erstaunlich unterkomplexes Phänomen.“ Das Subjekt ist Krise – es findet sich als literarische Figur vor, nicht zuletzt als gebrochenes Selbstverhältnis. Der Horizont ist stets eine explizite oder implizite Idee gelungener Subjektivität. Als gebe es hinter dem durch die Welt korrumpierten Subjekt noch ein eigentliches, ein wirkliches, ein heiles Subjekt. Dieses freizulegen ist die eigentliche Aufgabe der Selbstwerdung. Quelle: „Unbehagen“ von Armin Nassehi</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Selbst will frei und selbstbestimmt sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2022 01:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist eine Zeit gekommen für die Rückbesinnung auf das allgemein Menschliche, eine Rückbesinnung auf sich selbst – ein selbstbestimmtes, freies Selbst. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Es ist Zeit für eine Eindämmung des inneren Drucks un der Beeinflussung durch äußere Ansprüche. Viele wollen nicht mehr so überhitzte Ansprüche an sich selbst stellen.“ Sie wollen nicht mehr ... <a title="Das Selbst will frei und selbstbestimmt sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaele-brohm-badry-lebensgestaltung.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Selbst will frei und selbstbestimmt sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine Zeit gekommen für die Rückbesinnung auf das allgemein Menschliche, eine Rückbesinnung auf sich selbst – ein selbstbestimmtes, freies Selbst. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Es ist Zeit für eine Eindämmung des inneren Drucks un der Beeinflussung durch äußere Ansprüche. Viele wollen nicht mehr so überhitzte Ansprüche an sich selbst stellen.“ Sie wollen nicht mehr den übersteigerten Erwartungen bei der Arbeit entsprechen, sich nicht mehr dem Termindruck oder der ständigen Erreichbarkeit aussetzen. Denn all das entspricht nicht dem menschlichen Sein. Viele Menschen haben einen deutlichen Schrei vernommen. Es ist der Schrei der finalen Erschöpfung von Mensch, Kultur und Natur. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-3970"></span></p>
<p><strong>Jeder sollten die eigenen Träume leben</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Und der Schrei weckt unsere tiefe innere Gewissheit, die wie ein Seismograph ausschlägt auf das, was falsch oder eben wichtig und richtig ist. Wir wollen die Hände frei haben, um zu greifen, fassen, gestalten und leben.“ Daher kann man nun fordern, dass sich ab jetzt die Welt an die eigene Person anzupassen hat. Man erobert sich somit die eigene Lebensgestaltung. Es ist ein aus dem Scheitern geborener Neuanfang, ein Aufbruch in offenes Gelände.</p>
<p>Und was fangen wir nun an mit diesen neuen Räumen der Freiheit? Zunächst vielleicht die derzeitige Grundentschleunigung, die derzeitige Beruhigung, ein Stück weit zu halten. Ruhig zu bleiben, um das zu tun, was dem eigenen tiefsten Innersten entspricht. Also wachsen, sich menschengerecht entfalten, in den eigenen Talenten, Werten, in dem eigenen Sein. Das heißt in erster Linie, ein gutes Leben zu führen. Denn das größte Abenteuer, das man jemals erleben kann, ist das Leben der eigenen Träume zu leben. </p>
<p><strong>Alle Menschen können ihre individuelle Entwicklung beeinflussen</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry betont: „Und nun bemächtigen wir uns dazu selbst. Stell dir einfach vor, dass du das machst, was du gerne machen willst …“ Was ist Entwicklung und wie entsteht sie? Michaela Brohm-Badry zeigt, dass jeder Mensch seine individuelle Entwicklung beeinflussen kann. Man ist sein eigener Entwicklungshelfer, und zwar klarer und stärker, als man bisher dachte. Zunächst wirft Michaela Brohm-Badry einen schlichten Blick in die Lexika. Woher stammt das Wort „Entwicklung“? </p>
<p>Im Jahr 1859 schreiben die Gebrüder Grimm in ihrem Wörterbuch, das Wort stamme vom niederländischen „ontwikkelen“, „entfalten“. Wie schön: etwas auswickeln, etwas auseinanderrollen, langsam einen neuen Zustand annehmen. Und in einigen Monaten von jetzt an kann man in einer vollkommen anderen Lage sein: emotional, mental, körperlich. Ja, wir können das. Entwicklungspsychologisch gesehen verweben sich im Leben zwei Stränge: zum einen der universelle, zum anderen der individuelle Teil der Entwicklung eines Menschen. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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