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	<title>Dummheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Dem Blöden fehlt der Sinn für das Urteil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 01:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Thomas von Aquin beispielsweise beschäftigte sich der Frage, ob Dummheit das Gegenstück der Weisheit sei und leitete den Begriff von der Stumpfheit ab, einer Gefühllosigkeit des Herzens, Stumpfheit der Sinne und Stumpfheit im Urteil. Heidi Kastner ergänzt: „Diese unterschied er von der Blödheit, die den völligen Mangel an geistiger Aufnahmefähigkeit bezeichnet und wie die Geisteskrankheit ... <a title="Dem Blöden fehlt der Sinn für das Urteil" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/dem-bloeden-fehlt-der-sinn-fuer-das-urteil.html" aria-label="Mehr Informationen über Dem Blöden fehlt der Sinn für das Urteil">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas von Aquin beispielsweise beschäftigte sich der Frage, ob Dummheit das Gegenstück der Weisheit sei und leitete den Begriff von der Stumpfheit ab, einer Gefühllosigkeit des Herzens, Stumpfheit der Sinne und Stumpfheit im Urteil. Heidi Kastner ergänzt: „Diese unterschied er von der Blödheit, die den völligen Mangel an geistiger Aufnahmefähigkeit bezeichnet und wie die Geisteskrankheit einen natürlichen Mangel darstellt.“ Laut Thomas von Aquin fehlt dem Blöden der Sinn für das Urteil; der Tor hat ihn zwar, aber abgestumpft. Robert Musil stellte fast sechzig Jahre vor Daniel Goleman fest, dass die ältere Psychologie zwischen Empfindung, Wille, Gefühl und Vorstellungsvermögen oder Intelligenz unterschieden habe und dass es für ihn klar gewesen sei, dass Dummheit ein geringer Grad von Intelligenz sei. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5464"></span></p>
<p><strong>Die Erziehung soll die Neugier und die Lust am Entdecken fördern</strong></p>
<p>Heidi Kastner vermutet: „Vielleicht hat nicht nur die Forschung die emotionalen Aspekte von Menschen zu lange als irrelevant abgetan. Vielleicht hat eine auf überwiegend wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Gesellschaft die Dummheit begangen, sich ihre Subjekte ausschließlich im Sinne und im Interesse ihrer Funktionsansprüche modellieren zu wollen und hat damit Persönlichkeitsentwicklungen begünstigt, die das Wundmal der Dummheit tragen.“</p>
<p>Karl Landauer, ein deutscher Psychiater und Psychoanalytiker“ untersuchte mehrfach die Auswirkungen der Erziehung auf die Entwicklung von Kindern. Dabei kam er zu dem Schluss, dass sowohl die zu rigide als auch die zu wenig zugewandte, Neugier und Entdecken fördernde Erziehung das lustvolle Erobern der Welt verhindern und dass sich dort, wo Kinder die Fühler nach Neuem ausstrecken, mit der Zeit Narben bilden, wenn sie zu oft auf Hemmungen stoßen. </p>
<p><strong>Emotionale Intelligenz verstärkt die Selbstmotivation</strong></p>
<p>Max Horkheimer und Theodor W. Adorno schrieben dazu: „Solche Narben bilden Deformationen. Sie können Charaktere machen, hart und tüchtig, sie können dumm machen, im Sinne der Ausfallserscheinung der Blindheit.“ Heidi Kastner fügt hinzu: „Daniel Goleman sieht die wesentlichen Voraussetzungen der von ihm so benannten „emotionalen Intelligenz“ in Selbstbeherrschung, Eifer und Beharrlichkeit sich selbst zu motivieren.“ Das sind allesamt Fähigkeiten, die man Kindern vermitteln sollte, um das intellektuelle Potenzial, das ihnen die genetische Lotterie vermittelt hat, besser nutzen zu können.</p>
<p>Dahinter steckt ein drängendes moralisches Gebot. Heidi Kastner erläutert: „In unserer Zeit sei der Zusammenhang von Gefühl, Charakter und moralischen Instinkten besonders wichtig.“ So weit, so nachvollziehbar. Allerdings mutet der nicht sehr diskrete Geruch von Zweckorientiertheit und Utilitarismus etwas verdächtig an, so, als ob hier alter Wein in neue Schläuche gegossen worden wäre. Konsequenterweise hatte Daniel Goleman den Karriereerfolg im Blick, als er die Bedeutung der emotionalen Intelligenz betonte. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt eine Art der „kluger Dummheit“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2023 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heidi Kastner weiß: „Es gibt auch eine Dummheit im Handeln, die sich relativ häufig im zwischenmenschlichen Bereich abspielt und nicht zwingend mit der Entscheidung zur Ignoranz von Fakten in Zusammenhang steht.“ Schon David Wechsler hatte, als er sich mit der Vermessung der Intelligenz abmühte, erkannt, dass rein faktisches Wissen, verbunden mit logischem Denken, nicht alles ... <a title="Es gibt eine Art der „kluger Dummheit“" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-gefuehlsdummheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt eine Art der „kluger Dummheit“">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heidi Kastner weiß: „Es gibt auch eine Dummheit im Handeln, die sich relativ häufig im zwischenmenschlichen Bereich abspielt und nicht zwingend mit der Entscheidung zur Ignoranz von Fakten in Zusammenhang steht.“ Schon David Wechsler hatte, als er sich mit der Vermessung der Intelligenz abmühte, erkannt, dass rein faktisches Wissen, verbunden mit logischem Denken, nicht alles sein konnte. Manche hatten wenig davon und kamen erstaunlich gut zurecht im Leben, manche, auch die gab es, hatten sehr viel davon und waren weitgehend unbrauchbar, scheiterten im Beruf, scheiterten in Beziehungen und hatten kaum Freunde. Doris Lessing, wie immer Denkverbotsresistent und unbesorgt über mögliche Anfeindungen als Folge ihrer Meinungsäußerung, argumentierte, dass kaum einer so dumm sein könne wie ein Intellektueller. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4955"></span></p>
<p><strong>Superkluge verstehen oft ihr Scheitern nicht</strong></p>
<p>Dabei handle es sich um eine Art „kluger Dummheit“, beruhend auf einem ganzen Kopf voll kalter Logik, aber gänzlich ohne die aus Erfahrung gewonnene Erkenntnis. Georg Christoph Lichtenberg, Physiker, Naturforscher und Aphoristiker, schlug im 18. Jahrhundert in eine ähnliche Kerbe, indem er meinte, die Superklugheit sei eine der verächtlichsten Arten von Unklugheit. Was sowohl Lessing wie auch Lichtenberg auffiel, war die unerklärliche Unfähigkeit mancher Menschen, ihre intellektuellen und Wissensressourcen in einer für sie und andere vorteilhaften Weise zu nutzen. </p>
<p>Edward Lee Thorndike, ein US-amerikanischer Psychologe, illustrierte das Problem 1920 mit einem Beispiel, wonach der fachlich kompetenteste Mechaniker als Vorarbeiter scheitern werde, wenn es ihm an der Fertigkeit mangle, mit anderen zu kooperieren und sie in Kooperation zu halten. Heidi Kastner stellt fest: „Eine besondere Fußangel dieser Konstellation liegt darin, dass die Betroffenen ihr Scheitern nicht verstehen: Sie wissen alles, sie können alles, folglich sind sie – so denken sie – besser als die anderen oder zumindest gleich gut.“ </p>
<p><strong>Es gibt eine Trias der dümmsten Argumente</strong></p>
<p>Und trotzdem kommen sie beruflich nicht weiter, sind unbeliebt und werden zu allem Übel für ihre intelligenten Äußerungen oft auch noch verlacht. Bei der Trias der dümmsten Argumente handelt es sich um eine unschlagbare Kombination von Pseudo-Begründungen für jede beliebige Situation, mit denen man verlässlich jede Diskussion beenden kann. Denn sie befassen sich eben nicht mit dem Thema, sondern sind so nichtssagend und allgemein gehalten, dass sie einerseits allzeit anwendbar sind und andererseits keine spezifische Replik ermöglich. </p>
<p>Die Trias lautet: 1. „Das war schon immer so.“ 2. „Woanders geht das auch nicht.“ 3. „Wenn das jeder täte, wo kämen wir da hin.“ Gegebenenfalls, aber eher nur im privaten Rahmen, wäre noch ein viertes schlagkräftiges und ebenso nichtssagendes Argument möglich: „Werd´ einmal so alt wie ich.“ Heidi Kastner rät: „Falls es Ihnen nicht peinlich ist, vielleicht für dumm gehalten zu werden: Probieren Sie es, Sie werden erstaunt sein, welch durchschlagenden Erfolg Sie damit bei der Mehrzahl der im Umgang mit staatlichen Institutionen geschulten Mitmenschen für sich verbuchen können.“ Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein einfaches Weltbild bietet Sicherheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 01:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon 1951 formulierte Hannah Arendt in ihrer Analyse der Entwicklung des Nationalsozialismus: „In einer sich ständig wandelnden, unverständlichen Welt hatten die Massen den Punkt erreicht, an die sie gleichzeitig alles und nichts glaubten, alles für möglich und nichts für wahr hielten. Die Massenpropaganda entdeckte, dass ihr Publikum jederzeit bereit war, das Schlimmste zu glauben, egal ... <a title="Ein einfaches Weltbild bietet Sicherheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-masse.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein einfaches Weltbild bietet Sicherheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon 1951 formulierte Hannah Arendt in ihrer Analyse der Entwicklung des Nationalsozialismus: „In einer sich ständig wandelnden, unverständlichen Welt hatten die Massen den Punkt erreicht, an die sie gleichzeitig alles und nichts glaubten, alles für möglich und nichts für wahr hielten. Die Massenpropaganda entdeckte, dass ihr Publikum jederzeit bereit war, das Schlimmste zu glauben, egal wie absurd es auch sein möge, und nicht besonders dagegen war, hintergangen zu werden, weil es sowieso jede Aussage für eine Lüge hielt.“ Heidi Kastner fügt hinzu: „In dieser immer komplexeren und für den Einzelnen immer weniger fassbaren Verhältnissen bietet das märchenhaft anmutende dichotome Weltbild von Gut und Böse Sicherheit und Ordnung. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4657"></span></p>
<p><strong>Auch die Staatsverweigerer zählen zu den fanatischen Querdenkern</strong></p>
<p>Identifizierte Feindbilder können für den bedauernswerten Zustand der Verhältnisse verantwortlich gemacht werden. Und zusätzlich besteht die Möglichkeit, durch eben diese Sachverhalte den etwas angeschlagenen Selbstwert über die Zugehörigkeit zur Gruppe der „Guten“ aufzubessern. Es handelt sich also um eine auf mehreren Ebenen gewinnbringende Situation. Zu den Gruppen fanatischer „Querdenker“ zählt Heidi Kastner auch die sogenannten „Staatsverweigerer“. Sie leben in einer Welt, in der keiner „einen Vertrag mit dem Staat hat“. </p>
<p>Den Staat kann es nach dieser Denkweise im Übrigen gar nicht legitim geben. Die Staatsverweigerer bezeichnen ihn deshalb als „Firma“. Sie negieren auch jegliche Verpflichtungen im Sinne von Steuerleistung oder Regeleinhaltung. Aber sie fordern dagegen ein unrechtmäßig vorenthaltenes Recht auf einen Millionenbetrag nicht näher definierter Herkunft. Auch wenn diese Vorstellung recht abstrus erscheinen mag, war sie nicht widersinnig genug, um nicht Tausende Menschen in ihrem Gefolge zu versammeln. </p>
<p><strong>Die globale Dummheit nimmt schneller zu als die globale Erwärmung</strong></p>
<p>Heidi Kastner erklärt: „In seiner 1895 erschienen Monografie über Wahnkrankheiten befasste sich der Psychiater Eduard Hitzig auch mit dem Druck der öffentlichen Meinung zu Themen, über die in ebendieser Öffentlichkeit nur rudimentäre Kenntnisse vorhanden waren, die umso lauter vorgebracht wurden, je fundierter sie waren.“ Der polnische Aphoristiker Stanislaw Jerzy Lec bemerkte dazu: „Analphabeten müssen diktieren.“ In Zeiten von Umbrüchen und bedeutsamem Wandel, in denen eine Mehrzahl an Menschen aus Angst vor Veränderung oder Trägheit an maladaptiven Grundüberzeugungen festhält, erlebt die Dummheit zwingend eine Hochkonjunktur. </p>
<p>Wenn die Dummheit ihr Haupt über alle erhebt, wird kritische Analyse erstickt, diffamiert oder als Lüge abgetan. Was wiederum das Tor ins weite Land der Verschwörungstheorien weit öffnet: Wer lügt hier? Und warum wohl? Im Bezug auf die Klimakrise wird Karin Kastner deshalb angst und bange: „Die globale Dummheit nimmt anscheinend noch schneller zu als die globale Erwärmung.“ Die gravierendsten Folgen der Dummheit zeigen sich also in komplexen Problemlagen, die nur durch gemeinsame Anstrengung bewältigt werden können und das gesamtgesellschaftliche Gefüge betreffen. Quelle: „Dummheit“ von Karin Kastner</p>
<p><strong>Von Hans Klumbies</strong></p>
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		<title>Meinungen und Fakten unterscheiden sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[Dialogbereitschaft ist prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Heidi Kastner erläutert: „Alles andere benennt man besser als das, was es ist. Nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe.“ Dadurch spart man sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf ... <a title="Meinungen und Fakten unterscheiden sich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-faktenverweigerer.html" aria-label="Mehr Informationen über Meinungen und Fakten unterscheiden sich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dialogbereitschaft ist prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Heidi Kastner erläutert: „Alles andere benennt man besser als das, was es ist. Nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe.“ Dadurch spart man sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf eine eigene Meinung mit dem Recht auf eigene Fakten verwechseln oder zwischen den beiden Begriffen nicht unterscheiden können oder wollen. Gemeinsames Merkmal sind die larmoyante Empörung über gelegentliche abwertende Kommentare anderer, die Berufung auf die eigene zwangsläufig bessere Urteilsfähigkeit und das gänzliche Fehlen der Fähigkeit, sich selbst auch gelegentlich infrage zu stellen. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4423"></span></p>
<p><strong>Autonomie ist mit Rechten und Plichten verbunden</strong></p>
<p>Die fundamentale Dummheit besteht allerdings in der Verweigerung eines Lebens in begrenzter, geordneter Freiheit, das als Grundkonzept aller demokratischen Gesellschaftsstrukturen verstanden werden muss. Heidi Kastner betont: „Unbegrenzte Freiheit wäre erstmal Anarchie und dann ziemlich schnell viel Unfreiheit für ziemlich viele, all diejenigen nämlich, die nicht über ausreichend psychisches Durchsetzungsvermögen verfügen, um den freien Handlungen anderer ihre eigenen Freiheitsvorstellungen entgegenzusetzen.“ </p>
<p>Eine freiheitliche Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn ihre Werte und Regeln von der Mehrzahl der Mitglieder verinnerlicht, als intrinsisches Gut anerkannt und daher auch hochgehalten werden. Jeder in einer Gesellschaftsorganisation lebende Mensch bezahlt für seine Freiheit mit dem Verzicht auf Teile ebendieser Freiheit. Wer an dieser Grunderkenntnis vorbeiargumentiert und -fordert, hat einiges nicht durchdacht, nicht verstanden oder verstehen wollen. Überdies wird von vielen Menschen übersehen, dass Autonomie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten mit sich bringt und keine verantwortungsfreie Selbstverständlichkeit ist. </p>
<p><strong>Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus haben Gemeinsamkeiten</strong></p>
<p>Niemand kann nach Lust und Laune auf Kosten seiner Mitmenschen leben. Heidi Kastner stellt fest: „Im Wesentlichen ist das hohle Gerede von Autonomie ein Wunsch nach uneingeschränkter Selbstermächtigung, die sich im sozialen Miteinander immer als unverträglich und unerträglich erwiesen hat und daher weder Respekt noch Toleranz verdient hat.“ Und es ist eine Form von Dummheit, das einmal mehr das Schädigungspotenzial dieser geistigen Verfassung offenbart. </p>
<p>Die Corona-Pandemie war ein Booster für ein schon vorhandenes, etwas systematisierteres Verschwörungsnarrativ, das unter der Bezeichnung QAnon seit 2017 durch das weltweite Netz geistert. Bis dato ist nicht klar, wer hinter diesen Mythen und Prophezeiungen des Weltuntergangs steckt. Michael Butter, Amerikanistik-Professor an der Universität Tübingen, der sich seit Jahren mit Verschwörungstheorien beschäftigt ist nicht der Einzige, der eine Verbindung zwischen Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus erkennt: „Beide lösen komplexe politische Themen in einen Gegensatz von Gut und Böse auf. Auf der einen Seite die Verschwörer beziehungsweise die Eliten, auf der anderen Seite die Opfer der Verschwörung oder das einfache Volk“, sagte er im ARD-Magazin „Monitor“ im April 2020. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Quelle von Dummheit ist die Faulheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2022 01:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Faulheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein weiterer und schier unerschöpflicher Quell von Dummheit oder dummen Entscheidungen ist die Trägheit bzw. Faulheit. Vor allem, wenn es darum geht, die eigene Entscheidungsgrundlage über die Beschaffung von Fakten zu erweitern. Heidi Kastner erläutert: „Die Ursachen dafür liegen wohl in der conditio humana, in der Anstrengung vermieden wird und Anstrengungsbereitschaft nicht gerade als Dauerzustand ... <a title="Eine Quelle von Dummheit ist die Faulheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-die-denkfaulen.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Quelle von Dummheit ist die Faulheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiterer und schier unerschöpflicher Quell von Dummheit oder dummen Entscheidungen ist die Trägheit bzw. Faulheit. Vor allem, wenn es darum geht, die eigene Entscheidungsgrundlage über die Beschaffung von Fakten zu erweitern. Heidi Kastner erläutert: „Die Ursachen dafür liegen wohl in der conditio humana, in der Anstrengung vermieden wird und Anstrengungsbereitschaft nicht gerade als Dauerzustand vorhanden ist.“ Sie liegen auch in der Kritiklosigkeit, mit der Informationen unabhängig von ihren Quellen als gleichwertig wahrgenommen werden. Und in der Möglichkeit, eigene Vorurteile bei anderen jederzeit bestätigt zu finden, um sich schließlich nur mehr mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zudem liegen sie in dem mangelhaften Training des Urteilsvermögens, das scheinbar nicht benötigt wird. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4023"></span></p>
<p><strong>Die Vorgaben von Kirche und Staat waren Gesetz</strong></p>
<p>Die Bereitschaft zur kritiklosen Übernahme vorgegebener Positionen erwächst in Österreich, aber ebenso auch in Deutschland, aus kulturtraditionell gut aufbereitetem Boden. Heidi Kastner erläutert: „Über ein Jahrtausend lange wurde der einzig zulässige Blick auf gesellschaftliche und weltanschauliche Fragen und Themen von Kirche und Staat vorgegeben und es war mit einem hohen Risiko für die eigenen soziale Stellung oder gar das Leben verbunden, diese Vorgaben laut zu hinterfragen oder sich explizit dagegen zu positionieren.“ </p>
<p>Nach wie vor behindern in vielen Teilen der Welt Religionen oder Weltanschauungen die bestmögliche Bewältigung realer Probleme, was James Welles 1986 in seiner kulturgeschichtlichen Analyse mit Beispielen politisch dummer Entscheidungen belegte. Die Freiheit der eigenen Meinung und der Meinungsäußerung wurde erst im Zuge der Aufklärung teuer erkämpft und sollte den Weg bereiten für einen eigenständigen, selbstverantwortlichen Umgang mit den Problemen, die sich im Zusammenleben mit anderen und im Umgang mit einer immer komplizierteren und differenzierteren Welt ergaben.  </p>
<p><strong>Vorläufige Meinungen ersparen das eigene Nachdenken</strong></p>
<p>Ab der Epoche der Aufklärung verdrängte man simple Erklärungsmuster durch komplexe naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Wie so oft hat sich die daran geknüpfte Hoffnung, damit die Lebensbedingungen für alle zu verbessern, nicht in der erwarteten Form erfüllt. Der Ökonom John Kenneth Galbraith formulierte es so: „Was als hoher Lebensstandard bezeichnet wird, besteht weitgehend aus Maßnahmen zur Schonung der Muskelkraft, zur Steigerung sinnlicher Genüsse und zur Erhöhung der Kalorienaufnahme über jedes vernünftige Ernährungsbedürfnis hinaus.“ </p>
<p>Heidi Kastner stellt fest: „Dies wäre heutzutage wohl zu erweitern um den Konsum von frei wählbaren vorläufigen Meinungen, die eigenes Nachdenken ersparen und in einer derartigen Bandbreite allzeit verfügbar sind, dass jeder die für seine eigene aktuelle Befindlichkeit passende Position als Fertiggericht konsumieren kann und sich in bester Gesellschaft wähnt.“ Der Philosoph Immanuel Kant bezeichnete den Mangel an Urteilskraft als „das, was man Dummheit nennt“. Quelle: „Dummheit“ von Karin Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Dummheit ruht auf äußerst stabilen Säulen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/mangelnde-intelligenz-fuehrt-selten-zu-einer-straftat.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2022 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[In ihrer langjährigen Tätigkeit als Gerichtssachverständige war Heidi Kastner immer wieder mit definitionsgemäß intelligenzgeminderten Menschen konfrontiert, die irgendwelche Straftaten begangen hatten. Bei keinem einzigen von ihnen war die Intelligenz das zentrale Problem. Meist waren es ganz banale, alltägliche Beweggründe wie Gier, Wichtigtuerei oder die Unwilligkeit, Grenzen zu akzeptieren, ausschlaggebend dafür, dass sie mit dem Gericht ... <a title="Dummheit ruht auf äußerst stabilen Säulen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mangelnde-intelligenz-fuehrt-selten-zu-einer-straftat.html" aria-label="Mehr Informationen über Dummheit ruht auf äußerst stabilen Säulen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrer langjährigen Tätigkeit als Gerichtssachverständige war Heidi Kastner immer wieder mit definitionsgemäß intelligenzgeminderten Menschen konfrontiert, die irgendwelche Straftaten begangen hatten. Bei keinem einzigen von ihnen war die Intelligenz das zentrale Problem. Meist waren es ganz banale, alltägliche Beweggründe wie Gier, Wichtigtuerei oder die Unwilligkeit, Grenzen zu akzeptieren, ausschlaggebend dafür, dass sie mit dem Gericht in Kontakt kamen. Forest Gump ist für Heidi Kastner die moderne Version des einfältigen Parzival, der auf der Suche nach seinem Gral durch sämtliche weltpolitische Ereignisse seiner Zeit stolpert, ohne sich im Geringsten beeindruckt zu zeigen. Er weiß aber immer was er will und kann dabei auch immer auf seinen moralischen Kompass vertrauen. Er formuliert, dass „dumm ist, wer Dummes tut“. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-3794"></span></p>
<p><strong>Dumme Menschen lernen nicht aus Erfahrungen</strong></p>
<p>In dieser Sichtweise spielt Intelligenz keine wesentliche Rolle. Dummheit, aus der wieder dumme Handlungen resultieren, ruht unerschütterlich auf mehreren äußerst stabilen Säulen. Heidi Kastner erklärt: „Eine davon und vermutlich die unwesentlichste ist der Mangel an denjenigen Fähigkeiten, die mit einem Intelligenztest abgefragt werden.“ Eine bedeutsamere Säule ist der Unwille, der bis zur gewollten Unfähigkeit reichen kann, aus Erfahrungen zu lernen.</p>
<p>Das heißt Wahrnehmungen und Erlebnisse kritisch zu analysieren, Schlussfolgerungen zu ziehen, diese auf eine Metaebene zu übertragen und analoge künftige Situationen so zu gestalten, dass die bestmögliche Entwicklung mit höherer Wahrscheinlichkeit eintritt. Teilweise beruhen dumme Handlungen auch auf unzureichendem Wissen, aber auch nur dann, wenn man den eigenen Wissensmangel nicht als problematisch erkennt oder dem heutzutage verbreiteten Irrtum aufsitzt, sowieso von allem ausreichend Ahnung damit ausreichend Beurteilungsgrundlage zu haben, um ohne weiteren Erkenntniserwerb Sachverhalte treffend bewerten zu können. </p>
<p><strong>Eine beliebte Spielwiese der Besserwisserei ist die Medizin</strong></p>
<p>Es erstaunt Heidi Kastner immer wieder, in wie vielen verschiedenen Bereichen sich Menschen solches Wissen und solche Fähigkeiten zuschreiben. Menschen, die für die Reparatur einer Waschmaschine mit größter Selbstverständlichkeit einen Fachmann oder zumindest einen einschlägig kundigen Bekannten rufen würden. Aber kaum fragt man sie nach einem deutlich komplexeren Thema, sprudeln die Gewissheiten nur so heraus und münden in ein Meer von guten Ratschlägen, das sich bei näherer Betrachtung als Sumpf auf unsicherem Boden erweist.</p>
<p>Eine beliebte Spielwiese solcher unwissenden Besserwisserei oder schlimmer noch, ignoranten Ignoranz, ist die Medizin, wo es heute von selbst ernannten Fachleuten wimmelt. Das ist vor allem in Spezialfächern der Fall, in denen der zu behandelnde Schaden nicht offensichtlich ist. Ein beträchtliches Maß an Selbstherrlichkeit ist dann vonnöten, wenn Wissen, von dessen Existenz man weiß, das sich aber nicht „stimmig“ in das eigene Weltbild einfügt, als irrelevant abgetan wird und trotzdem mit Inbrunst relevante Empfehlungen ausgesprochen werden. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der IQ bestimmt die Intelligenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2022 01:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiater]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange Zeit stritt man in Fachkreisen herum, ob die Dummheit Voraussetzung oder Folge psychischer Erkrankungen sei oder ob die Intelligenzstörung als Prinzipienfrage zu behandeln wäre. Heidi Kastner erläutert: „Manche erblickten ihren Ausgangspunkt im Auftreten von Wahnideen mit derart verquerer Logik, wie sie ein gesundes, mit allen üblichen Fähigkeiten ausgestattetes Gehirn wohl unmöglich ersinnen konnte.“ Der ... <a title="Der IQ bestimmt die Intelligenz" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-formen-der-intelligenzminderung.html" aria-label="Mehr Informationen über Der IQ bestimmt die Intelligenz">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit stritt man in Fachkreisen herum, ob die Dummheit Voraussetzung oder Folge psychischer Erkrankungen sei oder ob die Intelligenzstörung als Prinzipienfrage zu behandeln wäre. Heidi Kastner erläutert: „Manche erblickten ihren Ausgangspunkt im Auftreten von Wahnideen mit derart verquerer Logik, wie sie ein gesundes, mit allen üblichen Fähigkeiten ausgestattetes Gehirn wohl unmöglich ersinnen konnte.“ Der Mensch wurde also wahnsinnig und erst dadurch dumm. Andere wie der Psychiater Theodor Kirchhof, Ende des 19. Jahrhunderts, sahen den Schwachsinn als unabdingbare Voraussetzung solcher Phänomene. Der Mensch war also schwach-sinnig und entwickelte deshalb wahn-sinnige Ideen. Der Psychiater Eduard Hitzig schrieb 1895 dazu: „Die beim Querulanten beherrschende Wahnvorstellung, rechtlich benachteiligt zu sein, kann Folgen wie den eigenen Ruin natürlich nur nach sich ziehen, wenn ein gewisser Schwachsinn zugrunde liegt, der eine vorurteilslose Abwägung der Verhältnisse unmöglich macht.“ Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-3666"></span></p>
<p><strong>Bei schwerer Intelligenzminderung liegt der IQ unter 34</strong></p>
<p>Eduard Hitzig fährt fort: „Wenn in der Anstalt die reizbare Stimmung zurücktritt, ist man oft ganz überrascht über den jetzt harmlos vorgebrachten Grad von Urteilsschwäche, mit dem aus dem vermeintlich erlittenen Unrecht maßlose Ansprüche abgeleitet werden; mit Forderungen von Millionen, zusammengerechnet aus den verjährten und verzinsten Ansprüchen, ist die geistige Leistungsfähigkeit beendet.“ Die diagnostischen Kriterien der Psychiatrie benennen unterschiedliche Formen von Intelligenzminderung, die anhand des messbaren IQ definiert werden. </p>
<p>Die umfassendste Ausprägung wird von der WHO, die eines von zwei weltweit gültigen Diagnosemanualen herausgibt, als „schwere Intelligenzminderung“ benannt, wobei der IQ hier unter 34 liegt. Heidi Kastner stellt fest: „Klinisch handelt es sich um schwer beeinträchtigte Menschen mit ausgeprägten Störungen der Bewegungsabläufe, die kaum je Sprache erwerben und wenn, dann über Laute, die zur Mitteilung der Basisbedürfnisse genutzt werden, kommunizieren.</p>
<p><strong>Bei mittelschwerer Intelligenzminderung findet eine soziale Entwicklung statt</strong></p>
<p>Die Ursachen liegen oft in einer mit apparativen Methoden feststellbaren angeborenen Schädigung der Hirnsubstanz, die zumeist auf intrauterinen Erkrankungen oder auf genetischen Normabweichungen beruht. Ein identes klinisches Bild kann sich auch nach schweren Schädel-Hirn-Verletzungen im späteren Leben oder bei fortgeschrittener Demenz einstellen, sodass wohl nicht primär die Intelligenz, sondern die dafür erforderliche „hardware“ als funktionsbeeinträchtigt anzusehen ist.</p>
<p>Die „mittelgradige Intelligenzminderung“ beruht auf analogen Ursachen, der IQ liegt zwischen 35 und 49. Heidi Kastner erläutert: „Die Betroffenen benötigen lebenslang Unterstützung in allen alltäglichen Belangen. Bei ausreichender Beaufsichtigung und Anleitung können sie einfachen, gut strukturierten, meist repetitiven Tätigkeiten nachgehen. Der Spracherwerb ist verzögert, die motorischen Fähigkeiten sind meist unbeeinträchtigt. Im Diagnosemanual der WHO wird explizit darauf hingewiesen, dass bei der Mehrzahl eine soziale Entwicklung stattfindet, dass sie mit anderen Kontakt aufnehmen, kommunizieren und an einfachen sozialen Aktivitäten teilnehmen. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Dummheit kennt viele Varianten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2022 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alfred Binet]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Dummheit kommt in vielen Formen vor. Deshalb ist sie manchmal schwer zu erkennen. So unsicher wie die Definition ist schon die Herkunft des Worts, das man in der deutschen Sprache seit dem 9. Jahrhundert verwendet. Es dient dazu, um sowohl Törichte als auch Taube zu beschreiben. Heidi Kastner stellt fest: „In unserer Zeit, die ... <a title="Die Dummheit kennt viele Varianten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-formen-der-dummheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Dummheit kennt viele Varianten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dummheit kommt in vielen Formen vor. Deshalb ist sie manchmal schwer zu erkennen. So unsicher wie die Definition ist schon die Herkunft des Worts, das man in der deutschen Sprache seit dem 9. Jahrhundert verwendet. Es dient dazu, um sowohl Törichte als auch Taube zu beschreiben. Heidi Kastner stellt fest: „In unserer Zeit, die sich die Vermessung der Welt zwecks besserer Beherrschung derselben auf die Fahnen geschrieben hat, hat das Bedürfnis, möglichst alles in klare, vergleichbare und vermeintlich untrügliche Zahlen zu fassen, auch vor der Dummheit nicht haltgemacht.“ Das hat der Menschheit allerlei Methodik zur Bezifferung der Intelligenz beschert, um zwischen dummen und intelligenten Menschen fundiert unterscheiden zu können. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-3496"></span></p>
<p><strong>Alfred Binet und Théodore Simon entwickeln erste Intelligenztests</strong></p>
<p>Die ersten, die auf die Idee kamen, spezielle Fähigkeiten, die man als Intelligenz bezeichnete, zu vermessen, waren 1905 der Psychologe Alfred Binet und der Arzt Théodore Simon. Die beiden entwickelten erste Verfahren, die sie an Schulkindern anwandten, um deren Intelligenzalter zu bestimmen. Das Unterfangen beruhte au der seit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Frankreich 1882 offensichtlichen Tatsache, dass sich manche Kinder schwerer taten als andere, den Lehrstoff zu erfassen.</p>
<p>Im Unterricht waren also die erforderlichen Fähigkeiten sehr heterogen verteilt. Das Ziel war durchaus menschenfreundlich. Die weniger intelligenten Kinder sollten herausgesucht, gezielt gefördert und später wieder in den normalen Schulbetrieb überstellt werden. Was heute als selbstverständlich erscheint, war damals noch keineswegs allgemeiner Konsens. Heidi Kastner erklärt: „Weder über die vermeintliche Tatsache, dass Intelligenz überhaupt einen klar definierbaren Sachverhalt bezeichnet, noch über die Gewissheit, dass sich Menschen in Bezug auf dieses konstruierte Merkmal unterscheiden, bestand Einigkeit in der damaligen wissenschaftlichen Welt.“ </p>
<p><strong>Die Definition von Intelligenz war umstritten</strong></p>
<p>Das Konstrukt „Intelligenz“ war ein relativ neues und in seiner Definition umstrittenes. Der Naturforscher Francis Galton, ein Cousin Charles Darwins, verstand darunter einfache Hirnleistungen wie die Fähigkeit, rasch zu reagieren oder unterschiedliche Sinneseindrücke zu unterscheiden. Alfred Binets Konzept war deutlich ambitionierter und umfasste höhere kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, logisches Ableiten und Urteilsvermögen, also die Fähigkeit, alltägliche Situationen bestmöglich zu bewältigen.</p>
<p>Die Frage war nun, wie man diese Parameter vermessen sollte. In seinen Tests bezog sich Alfred Binet auf lebensnahe Aufgaben – „Wie heißen die Monate? Wozu verwendet man einen Löffel?“ – und staffelte die Fragen nach Schwierigkeiten. Heidi Kastner fügt hinzu: „Alle Fragen, die von 70 Prozent der Kinder eines Alters gelöst werden konnten, fasste er zu Reihen zusammen. Wenn ein Kind nun alle diese altersentsprechenden Fragen richtig beantworten konnte, waren Lebensalter und Intelligenzalter ident.“ Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Dummkopf ist nur mit sich selbst zufrieden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2020 04:52:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Dummkopf]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie singt doch der französische Chansonnier George Brassens: „Der Plural bekommt dem Menschen nicht gut. Sobald ihrer mehr als vier sind, sind sie eine Bande von Dummköpfen. Gepriesen sei, wer keine sakrosankten Ideale hat und sich damit begnügt, seinen Nachbarn nicht allzu sehr auf die Nerven zu gehen!“ Leider lassen sich die Nachbarn diese Gelegenheit ... <a title="Der Dummkopf ist nur mit sich selbst zufrieden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-dummkopf-ist-nur-mit-sich-selbst-zufrieden.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Dummkopf ist nur mit sich selbst zufrieden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie singt doch der französische Chansonnier George Brassens: „Der Plural bekommt dem Menschen nicht gut. Sobald ihrer mehr als vier sind, sind sie eine Bande von Dummköpfen. Gepriesen sei, wer keine sakrosankten Ideale hat und sich damit begnügt, seinen Nachbarn nicht allzu sehr auf die Nerven zu gehen!“ Leider lassen sich die Nachbarn diese Gelegenheit nicht immer nehmen. Doch damit, einem das Leben zu vermiesen, ist der penetrante Dummkopf noch nicht zufrieden. Jean-François Marmion erklärt: „Wirklich zufrieden ist er stets nur mit sich selbst, und zwar unerschütterlich, immun gegen jede Art zögerlicher Unsicherheit. Und absolut sicher, im Recht zu sein.“ Der Dummkopf nimmt seine Überzeugungen für in Stein gemeißelte Wahrheiten, während alles Wissen doch letztlich auf Sand gebaut ist. Jean-François Marmion ist Psychologe und Chefredakteur der Zeitschrift „Le Cercle Psy“. <span id="more-2236"></span></p>
<p><strong>Einen Dummkopf kann man niemand zur Vernunft bringen</strong></p>
<p>Der Dummkopf weiß alles besser als jeder andere. Wer ihm widerspricht, ist seiner Verachtung und seinen Beleidigungen sicher. Die bittere Wahrheit ist: Jede Form legitimer geistiger Selbstverteidigung wird zu Fallgrube. Jean-François Marmion weiß: „Versuchen Sie den Dummkopf zur Vernunft zu bringen, dann sind sie verloren. Denn falls Sie es für Ihre Menschenpflicht halten, ihn zu bessern, meinen auch Sie zu wissen, wie er denken und sich verhalten müsste. Nämlich genauso wie sie. Und schon sind Sie selbst zum Dummkopf geworden.</p>
<p>Was noch schlimmer ist: Je mehr jemand versucht, einen Dummkopf zur Einsicht zu bewegen, desto mehr bestärkt er ihn in seiner Meinung. Nur allzu gern wird er sich in der Rolle des Verfolgten sehen, der unbequeme Dinge sagt und folglich Recht hat. Wer die Dummheit bekämpft, bestärkt sie nur. Je heftiger man gegen die Dunkelheit angeht, desto mehr frisst sie einen auf. Die Dummheit kann also nicht an Macht verlieren, sie nimmt sogar exponentiell zu.</p>
<p><strong>Dummköpfe schlagen aufeinander ein</strong></p>
<p>Ein Hauptmerkmal der heutigen Zeit ist, dass die Dummheit noch nie so augenfällig, hemmungslos, kollektiv und kategorisch war. Auch wenn man einräumt, dass sie ihren allgemeinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Dies ist Grund genug, sich notgedrungen der Philosophie zuzuwenden, da es immer schwieriger wird, die Eitelkeit von allem und den Narzissmus von jedem, die Hohlheit von äußerem Anschein und pauschalem Urteil zu leugnen. </p>
<p>Während große Geister einander begegnen, schlagen Dummköpfe aufeinander ein. Deshalb sollte man sich bemühen, bei der Rolle des Zuschauers zu bleiben, statt die des Akteurs einzunehmen. Denn es ist ziemlich vermessen, zu denken, könne einem selbst weniger anhaben als den grölenden, verbitterten, trübsinnigen und aufgeregten Zeitgenossen. Sollte das aber unerwarteterweise zutreffen, welch ein Triumpf. Dennoch ist hier Bescheidenheit am Platz. Jean-François Marmion nennt den Grund: „Man würde es Ihnen nicht verzeihen, sich über das Getümmel zu erheben. […] Heulen Sie mit den Wölfen, blöken Sie mit den Schafen, aber wagen Sie nicht zu viele Alleingänge, sonst schlagen Ihnen Stürme der Entrüstung entgegen.“ Quelle: „Warnung an den Leser“ von Jean-François Marmion in Die Psychologie der Dummheit</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Irren ist menschlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 08:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Dummkopf]]></category>
		<category><![CDATA[Torheit]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der gesunde Menschenverstand ist die am besten verteilte Sache auf der Welt“, heißt es bei René Descartes. Doch wie steht es mit der Dummheit? Alle Menschen stellen eben schnell einmal Unsinn an, der aber nicht gleich das Ende der Welt bedeutet. Jean-François Marmion weiß: „Irren ist nun einmal menschlich, und einen Fehler ehrlich zuzugeben ist ... <a title="Irren ist menschlich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/irren-ist-menschlich.html" aria-label="Mehr Informationen über Irren ist menschlich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der gesunde Menschenverstand ist die am besten verteilte Sache auf der Welt“, heißt es bei René Descartes. Doch wie steht es mit der Dummheit? Alle Menschen stellen eben schnell einmal Unsinn an, der aber nicht gleich das Ende der Welt bedeutet. Jean-François Marmion weiß: „Irren ist nun einmal menschlich, und einen Fehler ehrlich zuzugeben ist schon die halbe Vergebung.“ Diese alltäglichen Torheiten wandeln eher auf leisen Sohlen einher. Aber unglücklicherweise hat man es oft mit dem lautstarken Getrampel erster Orndung zu tun. Dabei handelt es sich um selbstherrliche, ihre eigene Dummheit herausschreienden Dummköpfe. Diese Sorte Dummkopf ist ganz und gar nicht belanglos. Diese Menschen machen eine intelligente Person nur noch fassungslos. Jean-François Marmion ist Psychologe und Chefredakteur der Zeitschrift „Le Cercle Psy“. <span id="more-2185"></span></p>
<p><strong>Der Dummkopf ist ein Verräter der menschlichen Natur</strong></p>
<p>Jean-François Marmion klagt: „Sie martern dich mit obstinatem Beharren auf ihrer haarsträubenden Blödheit und ihrer durch nichts gerechtfertigten Arroganz.“ Diese zementieren und betonieren sie. Andere Meinungen, andere Gefühle, die Würde des anderen würden sie am liebsten mit einem Federstrich vom Tisch fegen. Diese Leute vergiften das Gemüt ihrer Mitmenschen und sie machen es einem schwer, an eine Form von Gerechtigkeit auf Erden zu glauben. </p>
<p>Dummheit ist für Jean-François Marmion ein Versprechen, das nicht eingelöst wurde: das Versprechen von Verstehen und Vertrauen, preisgegeben vom Dummkopf, dem Verräter an der menschlichen Natur. Darum belegt man ihn auch gerne mit Schimpfworten aus dem Tierreich. Der Dummkopf leidet leider an einer Krankheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Denn er würde sich weigern, sich von einem solchen Kraut heilen zu lassen, aus der festen Überzeug heraus, der einzige Einäugige in einer Welt voller Blinden zu sein. </p>
<p><strong>Der Dummkopf jagt im Rudel und denkt in der Herde</strong></p>
<p>Der Dummkopf in seiner höchsten Form ist manchmal sogar intelligent, gebildet zumindest. Er würde so manches Buch – und seinen Verfasser gleich dazu – auf den Scheiterhaufen werfen. Und dies im Namen eines anderen Buches, einer anderen Ideologie oder im Namen dessen, was große Meister – ob nun ihrerseits Dummköpfe oder nicht – gelehrt haben. So sehr liegt es ihm im Blut, das Raster, das er über den Text legt, zu Gitterstäben eines Käfigs zu machen. </p>
<p>Jean-François Marmion stellt fest: „Der Dummkopf reinsten Wassers bricht ruckzuck, unwiderruflich und ohne mildernde Umstände den Stab über Sie, einfach auf den blanken Augenschein hin, den er dem engen Spalt zwischen seinen Scheuklappen entnimmt.“ Er weiß sich als eifrig besorgter Bürger zu präsentieren, um im Namen der Tugend, des Anstands oder des Respekts seinesgleichen um sich zu scharen und zur Lynchjustiz aufzurufen. Der Dummkopf jagt im Rudel und denkt in der Herde. Quelle: „Warnung an den Leser“ von Jean-François Marmion in Die Psychologie der Dummheit</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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