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	<title>Resilienz &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Resilienz erhöht die Widerstandskraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 01:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[Resilienz kann nicht nur dazu beitragen, dass bei der Konfrontation mit Belastungen psychische Störungen vermieden werden. Frauke Rostalski fügt hinzu: „Darüber hinaus kann sie bewirken, dass „Wendepunkte“ erst gar nicht eintreten, indem sich das Individuum kontinuierlich an die Änderungen äußerer und innerer Lebensbedingungen anpasst. Zudem erhöhen Resilienzerfahrungen selbst die psychische Widerstandskraft, indem sie das Selbstwertgefühl steigern.“ Die Förderung von Resilienz lässt sich daher als Antwort auf Vulnerabilität verstehen. Verletzlichkeit kann vermieden, gelindert oder zumindest so kompensiert werden, dass sie keinen maßgeblichen Einfluss auf die Autonomie und Teilhabemöglichkeit des Menschen hat.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Resilienz kann nicht nur dazu beitragen, dass bei der Konfrontation mit Belastungen psychische Störungen vermieden werden. Frauke Rostalski fügt hinzu: „Darüber hinaus kann sie bewirken, dass „Wendepunkte“ erst gar nicht eintreten, indem sich das Individuum kontinuierlich an die Änderungen äußerer und innerer Lebensbedingungen anpasst. Zudem erhöhen Resilienzerfahrungen selbst die psychische Widerstandskraft, indem sie das Selbstwertgefühl steigern.“ Die Förderung von Resilienz lässt sich daher als Antwort auf Vulnerabilität verstehen. Verletzlichkeit kann vermieden, gelindert oder zumindest so kompensiert werden, dass sie keinen maßgeblichen Einfluss auf die Autonomie und Teilhabemöglichkeit des Menschen hat. Hierzu trägt die Stärkung jener Faktoren bei, die Resilienz begründen. Während Vulnerabilität sämtliche Merkmale umschreibt, die eine Person in einer Situation mit hohen Anforderungen schwächen, umfasst Resilient alles Stärkende. Frauke Rostalski ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie, Wirtschaftsrecht, Medizinstrafrecht und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. <span id="more-6246"></span></p>
<p><strong>Der Mensch ist seinem Gegenüber ausgesetzt</strong></p>
<p>Psychologische und psychotherapeutische Interventionen zielen daher darauf ab, Vulnerabilität abzumildern, und zwar insbesondere, indem Resilienz gestärkt wird. Frauke Rostalski erklärt: „Dabei geht es nicht darum, die Verletzlichkeit als Conditio humana auszublenden, wohl aber Lebensbedingungen zu fördern, die den Einzelnen zur Resilienz befähigen.“ Was aber macht die Verletzlichkeit zur einer conditio humana? Besonders ausdrücklich lassen sich hierzu Antworten bei Emmanuel Lévinas finden, der menschliches „Sein als Verwundbarkeit“ versteht.</p>
<p>Der Mensch bezeichne sich durch „Verwundbarkeit, dem Leiden ausgesetzt sein, Sensibilität, Passivität.“ Frauke Rostalski weiß: „Emmanuel Lévinas begründet die Verwundbarkeit des Menschen mit dessen Nähe zu anderen. Der Mensch sei seinem Gegenüber ausgesetzt. Daraus ergebe sich eine doppelte Angriffsfläche.“ Für Lévinas liegt der Schwerpunkt der menschlichen Verletzlichkeit nicht in der Möglichkeit, selbst Opfer von Angriffen zu werden, sondern darin, das Leiden des anderen als eigenen Schmerz zu empfinden.</p>
<p><strong>Bei Emmanuel Lévinas steht der leidende Mensch im Zentrum</strong></p>
<p>In seiner Sensibilität sei der Mensch nämlich durchlässig für das Schicksal seines Gegenübers. Emmanuel Lévinas schreibt: „Die Ausgesetztheit gegenüber dem Anderen ist ein Sich-vom-Sein-Lösen – Nähe, Besessenheit durch den Nächsten; Besessenheit wider Willen, das heißt Schmerz.“ Bei Lévinas begegnet man also einer Anthropologie, in deren Zentrum der leidende Mensch steht. Subjektivität „meint Leiden am Leiden“. „Subjektivität ist Verwundbarkeit, die Subjektivität ist Sensibilität.“</p>
<p>Frauke Rostalski stellt fest: „Der leidende Mensch im Sinne von Lévinas ist hochsensibel gegenüber den eigenen Empfindungen und denen der anderen – so sensibel, dass das Leiden der anderen zu einem „Leiden in mir“ wird.“ Das gesamte Sein des Menschen kreist um dieses Motiv. Dabei steigert Emmanuel Lévinas die Sensibilität des Menschen so weit, dass er sie nicht bloß auf das unmittelbare Gegenüber ausdehnt, sondern gar auf „alle anderen“. Der Verhältnis zum anderen sei „das zu einem absolut Schwachen“. Quelle: „Die vulnerable Gesellschaft“ von Frauke Rostalski</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die spätmoderne Gesellschaft ist vulernabel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 08:26:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziologen und Rechtswissenschaftler beschreiben mitunter die gesamte Gesellschaft als vulnerabel. Frauke Rostalski nennt ein Beispiel: „Andreas Reckwitz sieht die spätmoderne Gesellschaft einer Vielzahl von Risikokonstellationen ausgesetzt – wie beispielsweise dem Klimawandel, der Instabilität der globalen Sicherheitsarchitektur und der hohen Abhängigkeit von komplexen Technologien, die mit der Digitalisierung einhergeht.“ Seine Diagnose lautet: Die spätmoderne Gesellschaft lasse sich als „gesteigert vulnerable Gesellschaft“ beschreiben. Dies stößt auf Zuspruch aus dem Kreis der Rechtswissenschaften. Darin finden sich Stimmen, welche die Gesellschaft in einer Pandemie als vulnerabel begreifen. Das pandemische Geschehen schlage bis auf die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziologen und Rechtswissenschaftler beschreiben mitunter die gesamte Gesellschaft als vulnerabel. Frauke Rostalski nennt ein Beispiel: „Andreas Reckwitz sieht die spätmoderne Gesellschaft einer Vielzahl von Risikokonstellationen ausgesetzt – wie beispielsweise dem Klimawandel, der Instabilität der globalen Sicherheitsarchitektur und der hohen Abhängigkeit von komplexen Technologien, die mit der Digitalisierung einhergeht.“ Seine Diagnose lautet: Die spätmoderne Gesellschaft lasse sich als „gesteigert vulnerable Gesellschaft“ beschreiben. Dies stößt auf Zuspruch aus dem Kreis der Rechtswissenschaften. Darin finden sich Stimmen, welche die Gesellschaft in einer Pandemie als vulnerabel begreifen. Das pandemische Geschehen schlage bis auf die private Ebene des menschlichen Miteinanders durch und beinträchtige den Einzelnen unmittelbar und weitreichend in seiner individuellen Lebensführung. Frauke Rostalski ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie, Wirtschaftsrecht, Medizinstrafrecht und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. <span id="more-5934"></span></p>
<p><strong>Das Konzept der Vulnerabilität spielt in verschieden Wissenschaften eine große Rolle</strong></p>
<p>Erschwert werde dies noch durch ständige Wissensdefizite, die immer neue, teils eingriffsintensive Anpassungen erforderlich machen. Frauke Rostalski erklärt: „Dadurch werde die gesellschaftliche Funktionsfähigkeit so umfangreich eingeschränkt, dass die Rede von einer vulnerablen – also besonders verletzlichen – Gesellschaft gerechtfertigt sei.“ Einen Fokus möchte Frauke Rostalski im Folgenden auf die Philosophie von Emanuel Lévinas richten, der sich um den Begriff der Verletzbarkeit in besonderer Weise verdient gemacht hat.</p>
<p>Zunächst lohnt aber noch ein Blick auf andere Wissenschaften. Außer in der Medizin spielt das Konzept der Vulnerabilität nämlich eine besondere Rolle in der Psychiatrie, der Klinischen Psychologie und der Gesundheitspsychologie. Frauke Rostalski erläutert: „Vulnerabilität gibt in diesen Feldern Aufschluss darüber, in welchem Maß eine Person dem Risiko psychischer Störungen ausgesetzt ist. Sie umfasst die Merkmale einer Person, ihrer Lebenslage und ihrer Umwelt, die einen Beitrag dazu leisten, dass die Bewältigung von Belastungssituationen erschwert wird beziehungsweise sich hieraus schwerwiegende Folgen ableiten.“</p>
<p><strong>Die Resilienz ist bei Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt</strong></p>
<p>Verletzlichkeit wirkt sich negativ auf die Autonomie des Menschen und dessen Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe aus. Frauke Rostalski ergänzt: „Der Betreffende ist in besonderer Weise auf die Unterstützung anderer angewiesen. Allerdings lässt sich beobachten, dass Menschen ganz unterschiedlich auf vergleichbare Belastungssituationen reagieren.“ Nicht jeder beantwortet einen schweren Schicksalsschlag mit psychischer Auffälligkeit oder mentalen Störungen. Grund dafür ist die individuelle Widerstandsfähigkeit, die bei Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt ist.</p>
<p>Frauke Rostalski weiß: „In der Psychologie und Psychopathologie hat sich hierfür der Begriff der Resilienz herausgebildet. Gemeint sind damit psychische Qualitäten des Individuums, die ihm besondere Verarbeitungs- und Bewältigungskapazitäten bereitstellen.“ Zu diesen „Ressourcen“ gehören beispielsweise die Fähigkeiten, seine Gefühle zu kontrollieren, sich an frühere Bewältigungsversuche zu erinnern und Optimismus für den Umgang mit einer aktuellen Belastung zu schöpfen. Für die individuelle Widerstandsfähigkeit spielt außerdem die Einbindung in ein funktionierendes soziales Netzwerk und der Zugang zu institutionellen Unterstützungssystemen eine Rolle. Quelle: „Die vulnerable Gesellschaft“ von Frauke Rostalski</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder sollte sich mehr um sein Leben sorgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2024 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenseinstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt individuelle Faktoren der Persönlichkeit wie Resilienz, einen grundsätzlich positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit, selbst kleinste Bereiche der Selbstbestimmung und Freude in jeder Tätigkeit zu finden. Andreas Salcher ergänzt: „Dem gegenüber stehen jene Menschen, die schon in stabilen Phasen ihres Lebens nur wenig Energie und Ambition besitzen. Die lassen sich dann durch stärkere Belastungen oder Krisen oft völlig fallen.“ Sie gehen gar nicht erst los, um einen Gipfel zu erreichen. Sie kapitulieren bereit vor dem ersten Anstieg vor der Herausforderung. Die gelebten Werte von Organisationen und Unternehmen beeinflussen massiv&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt individuelle Faktoren der Persönlichkeit wie Resilienz, einen grundsätzlich positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit, selbst kleinste Bereiche der Selbstbestimmung und Freude in jeder Tätigkeit zu finden. Andreas Salcher ergänzt: „Dem gegenüber stehen jene Menschen, die schon in stabilen Phasen ihres Lebens nur wenig Energie und Ambition besitzen. Die lassen sich dann durch stärkere Belastungen oder Krisen oft völlig fallen.“ Sie gehen gar nicht erst los, um einen Gipfel zu erreichen. Sie kapitulieren bereit vor dem ersten Anstieg vor der Herausforderung. Die gelebten Werte von Organisationen und Unternehmen beeinflussen massiv die Einstellung der Mitarbeiter zu ihrer Arbeit. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5523"></span></p>
<p><strong>Stress hängt von der subjektiven Wahrnehmung ab</strong></p>
<p>Erhalten Arbeitnehmer keine angemessene Rückmeldung auf ihre Arbeit oder sind sie völlig dem Diktat ihrer Vorgesetzten unterworfen, dann kann man von ihnen im besten Fall „Dienst nach Vorschrift“ erwarten. Andreas Salcher fügt hinzu: „Ihre Ideen und Energien werden sie stattdessen in ihre Freizeit und Familie stecken.“ Dennoch sorgen sich viele Menschen ständig um ihren Job, aber selten um ihr Leben. Man sollte einfach aufhören, noch mehr von den falschen Dingen zu tun.</p>
<p>Wer hingegen für seine Arbeit brennt, landet selten im Burn-out-Stress. Die beiden Werte Sinnerfüllung und Selbstbestimmung sind der beste Schutz gegen Burn-out. Andreas Salcher weiß: „Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Stressforschung lautet: Ob Menschen in einer bestimmten Situation Stress fühlen, hängt nicht davon ab, wie belastend dieser objektiv ist, sondern wie man ihn subjektiv wahrnimmt.“ Eine genauere Betrachtung des komplexen Burn-out-Syndroms zeigt, dass dieses sowohl durch zu viel als auch durch zu wenig Arbeit verursacht werden kann.</p>
<p><strong>Ein schmaler Pfad trennt die Überforderung von der Unterforderung</strong></p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Zu große andauernde Belastungen führen erst zur Überforderung und dann zur Angst. Zu geringe Herausforderungen münden in Unterforderung und Langeweile. Oft ist es ein schmaler Pfad, der die Überforderung von der Unterforderung trennt.“ Menschen, die viel freie Zeit, aber keine erfüllende Aufgabe haben, leiden eher unter Bore-out als unter Burn-out. Sie wissen nichts mit sich anzufangen, spielen sich selbst und der Welt Überforderung vor, obwohl sie in Wahrheit unterfordert sind.</p>
<p>Der US-amerikanische Psychologe Martin E. P. Seligman hat sich in seiner Forschung intensiv mit Depression beschäftigt und gemeinsam mit Mihaly Csikszentmihalyi die Theorie der „Positiven Psychologie“ entwickelt. Andreas Salcher erläutert: „Die fünf Faktoren seines PERMA-Konzepts – die Buchstaben stehen für „Positive Emotion“, „Engagement“, „Relationships“ – positive Beziehungen –, „Meaning“ – Sinn – und „Accomplishment“ – Zielerreichung – lassen sich auch gut als Kriterien für die Sinnerfüllung in der Arbeit heranziehen.“ Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Begegnungen können sogar das Leben retten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2024 01:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
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					<description><![CDATA[Man kann nicht über die entscheidende Rolle von Begegnungen in seinem Leben sprechen, ohne an solche zu erinnern, die einem buchstäblich das Leben retten. Charles Pépin ergänzt: „Eine Begegnung kann uns das Leben auch unter weniger außergewöhnlichen Umständen, ohne heroische Tat retten. Das kann ein Arzt sein, der unsere Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, eine Therapeutin, die als „Verbündete“ ein erlösende Wirkung hat, oder eine Person aus unserem näheren Umfeld.“ Der französische Neurologe und Psychiater Boris Cyrulnik nennt sie „Resilienzhelfer“, die durch Fürsorge, Achtsamkeit und Liebe, die sie einem Menschen entgegenbringen, ihm&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann nicht über die entscheidende Rolle von Begegnungen in seinem Leben sprechen, ohne an solche zu erinnern, die einem buchstäblich das Leben retten. Charles Pépin ergänzt: „Eine Begegnung kann uns das Leben auch unter weniger außergewöhnlichen Umständen, ohne heroische Tat retten. Das kann ein Arzt sein, der unsere Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, eine Therapeutin, die als „Verbündete“ ein erlösende Wirkung hat, oder eine Person aus unserem näheren Umfeld.“ Der französische Neurologe und Psychiater Boris Cyrulnik nennt sie „Resilienzhelfer“, die durch Fürsorge, Achtsamkeit und Liebe, die sie einem Menschen entgegenbringen, ihm helfen kann, wieder auf die Beine zu kommen. Boris Cyrulnik hat das Konzept der „Resilienz“ bei der amerikanischen Entwicklungspsychologin Emmy Werner entdeck. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5334"></span></p>
<p><strong>Die Resilienz gibt immer noch Rätsel auf</strong></p>
<p>Boris Cyrulnik konnte die verschiedenen Beobachtungen aus der eigenen praktischen Arbeit, die alle in dieselbe Richtung wiesen, wie folgt zusammenfassen. Charles Pépin erläutert: „Manche Menschen, die eine großen Zusammenbruch erlebt haben und durch diesen Schock hätten niedergeschmettert, gebrochen sein müssen, sind fähig, ohne dass man genau versteht warum, unverhoffte Ressourcen in sich zu mobilisieren und sich normal weiterzuentwickeln.“ Auch wenn das Trauma kolossal, der Bruch irreparabel erscheint, schaffen sie es, wieder ins Leben zurückzufinden, ein neues Leben zu beginnen. </p>
<p>Obwohl die Resilienz immer noch Rätsel aufgibt, konnte man inzwischen zahlreiche begünstigende Faktoren identifizieren. Dazu zählt Charles Pépin ein gutes „frühes Gerüst“ der resilienten Person. Nämlich die Fürsorge und die Liebe, die sie in den ersten Monaten ihres Lebens, vor dem Trauma, bekommen hat. Zudem die Entwicklung von Schutzmechanismen – Träumerei, Leugnung, Abspaltung und so weiter – die sich allerdings später möglicherweise als problematisch erweisen, aber die Härte des Schocks abfedern.</p>
<p><strong>„Resilienzhelfer“ akzeptieren den Anderen bedingungslos</strong></p>
<p>Zu den begünstigenden Faktoren zählt auch die Fähigkeit, eine Erzählung des Traumas für sich zu finden, die aushaltbar ist. Zudem kann man Tätigkeiten entdecken, die es erlauben, sich über Umwege der Vergangenheit zu stellen oder deren Brutalität zu sublimieren – Schreiben, Musik, Theater et cetera – sowie vor allem die Begegnung mit einem „Resilienzhelfer“. Charles Pépin weiß: „Diese Begegnung sehen sowohl Emmy Werner als auch Boris Cyrulnik als den wichtigsten Faktor an.</p>
<p>Charles Pépin betont: „Nicht nur, dass er oftmals die anderen Faktoren bedingt, es kann sogar sein, dass keines der anderen Faktoren gegeben ist und dann die Begegnung mit einem solchen Helfer allein genügt, um einen Menschen vor dem Zusammenbruch zu bewahren, der ihn ereilt hätte.“ A priori kann sich jeder als Helfer erweisen: ein Verwandter, eine Erzieherin, ein Psychologe, eine Lehrerin, ein Patenonkel oder eine Patentante. Diese „Resilienzhelfer“ urteilen nicht über den Anderen, sondern zeigen ihm gegenüber Wohlwollen, jene Form der Liebe, die aus der bedingungslosen Akzeptanz des Anderen entspringt. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Resilienz hilft bei der Bewältigung von Krisen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/resilienz-hilft-bei-der-bewaeltigung-von-krisen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 02:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter Resilienz versteht man die Widerstandsfähigkeit, die man braucht, um Ausnahmesituationen und Krisen zu bewältigen. Markus Hengstschläger fügt hinzu: „Eine Bewältigungsstrategie – Coping – beruht unter anderem darauf, in solchen Situationen auf stabile Ressourcen zurückgreifen zu können.“ Folglich kann man Resilienz in unsicheren Situationen dadurch unterstützen, dass man laufend parallel bewährte stabile Konzepte verfolgt, auf die man immer wieder zurückgreifen kann. Durch die Wechselwirkung zwischen dem erwünschten Fehlermachen und der Verarbeitungsmöglichkeit von Rückschlägen kommt ein Prozess in Gang, bei dem man Resilienz erlernen kann. Das Experimentieren erlaubt es dem Menschen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Resilienz versteht man die Widerstandsfähigkeit, die man braucht, um Ausnahmesituationen und Krisen zu bewältigen. Markus Hengstschläger fügt hinzu: „Eine Bewältigungsstrategie – Coping – beruht unter anderem darauf, in solchen Situationen auf stabile Ressourcen zurückgreifen zu können.“ Folglich kann man Resilienz in unsicheren Situationen dadurch unterstützen, dass man laufend parallel bewährte stabile Konzepte verfolgt, auf die man immer wieder zurückgreifen kann. Durch die Wechselwirkung zwischen dem erwünschten Fehlermachen und der Verarbeitungsmöglichkeit von Rückschlägen kommt ein Prozess in Gang, bei dem man Resilienz erlernen kann. Das Experimentieren erlaubt es dem Menschen, Rückschläge als Instrumente der Weiterentwicklung zu akzeptieren und Schritt für Schritt die persönliche Resilienz zu erweitern. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-5164"></span></p>
<p><strong>„Extra Miles“ gehen über das offensichtlich notwendige hinaus</strong></p>
<p>Für eine hohe Innovationskraft von Menschen und Unternehmen ist zweifelsfrei die Wechselwirkung zwischen harter Arbeit und Kreativität notwendig. „Extra Miles“ zu gehen bedeutet nicht, dass man so viel macht, wie notwendig ist, um sein Ziel wahrscheinlich zu erreichen. Es bedeutet auch nicht, dass man beobachtet, wie hart die anderen arbeiten und es dann genauso macht. „Extra Miles“ zu gehen, steht dafür, mehr als das offensichtlich notwendige zu machen.</p>
<p>Markus Hengstschläger weiß: „Innovationskraft wird durch die entsprechende Kultur von Fehlertoleranz, Experimentierfreudigkeit, Kooperationsgeist und flachen Hierarchien, in der man keine Angst davor hat, seine Meinung zu sagen, begünstigt.“ Um das in Unternehmen erfolgreich umsetzen zu können, braucht es aber gleichzeitig strenge Disziplin, schonungslose Offenheit, ein hohes Verantwortungsbewusstsein und Führungsstärke ohne Nachsicht bei Inkompetenz. Wann immer man allerdings über „Extra Miles“ diskutiert, muss man unmittelbar zwei wichtige Aspekte ansprechen. Erstens: Wer 24/7 auf 50 Prozent ist, ist niemals auf 100 Prozent. Zweitens: Das unbeschäftigte Gehirn ruht nicht.</p>
<p><strong>Man muss nicht Tag und Nacht erreichbar sein</strong></p>
<p>Die Abkürzung 24/7 – twenty-four seven – steht dafür, dass jemand 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, also rund um die Uhr, erreichbar ist beziehungsweise für ein Projekt arbeitet. Markus Hengstschläger erklärt: „Wenn sich 24/7 auf die Erreichbarkeit eines Systems oder einer Einrichtung wie etwa Polizei, Rettung, Feuerwehr, Krankenhäuser, Nothandwerksdienste oder Bankautomaten bezieht, macht es natürlich Sinn.“ Der digitale Wandel hat aber eine Erwartungshaltung geschürt, gegen die sich der Homo sapiens zur Wehr setzen muss.</p>
<p>Aus verschiedensten Gründen ist es abzulehnen, dass man alle Aspekte der Schnelllebigkeit unserer Zeit noch verstärkt, indem man von jedermann erwartet, Tag und Nacht über seine digitalen Devices erreichbar zu sein. Außerdem scheint eine Strömung zurzeit deshalb in Verruf zu geraten, weil sie von so manchen einfach übertrieben interpretiert und umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um das Konzept „Work-Life-Balance“. Markus Hengstschläger erläutert: „Eigentlich soll es dabei um die Erreichung eines zutiefst begrüßenswerten Zustandes gehen, bei dem Privat- und Arbeitsleben im Einklang stehen.“ Einige befürchten, immer öfter auch lautstark, dass sich in unserer Zeit das Verhältnis zunehmend weg von „Work“ in Richtung „Life“ verschiebe. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Resilienz kann man erlernen und trainieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 01:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
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					<description><![CDATA[Zahlreiche Wissenschaftler erforschen, wie sehr man Resilienz beispielsweise erlernen oder trainieren kann. Ähnlich wie beim Ausdauer- oder Krafttraining untersuchen sie, was einen Menschen widerstandsfähiger macht. Maren Urner erklärt: „Dabei habe ich zeitweise das Gefühl, dass Resilienz zu einer Art Soft Skill oder gar Muskel gemacht wird, um im stressigen Arbeitsalltag bestehen zu können und den Krisen unserer Zeit gegenüber gewappnet zu sein.“ Ein wenig wie die Tatsache, dass Technologieunternehmen im Silicon Valley ihren Mitarbeitern Yogakurse, Biomüsli und Entspannungsräume anbieten. Denn irgendwie hinterlassen die Bemühungen seitens der großzügigen Arbeitgeber am Ende&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zahlreiche Wissenschaftler erforschen, wie sehr man Resilienz beispielsweise erlernen oder trainieren kann. Ähnlich wie beim Ausdauer- oder Krafttraining untersuchen sie, was einen Menschen widerstandsfähiger macht. Maren Urner erklärt: „Dabei habe ich zeitweise das Gefühl, dass Resilienz zu einer Art Soft Skill oder gar Muskel gemacht wird, um im stressigen Arbeitsalltag bestehen zu können und den Krisen unserer Zeit gegenüber gewappnet zu sein.“ Ein wenig wie die Tatsache, dass Technologieunternehmen im Silicon Valley ihren Mitarbeitern Yogakurse, Biomüsli und Entspannungsräume anbieten. Denn irgendwie hinterlassen die Bemühungen seitens der großzügigen Arbeitgeber am Ende eines langen Arbeitstages doch einen faden Beigeschmack. Geht es letzten Endes in erster Linie vielleicht doch nur um die Maximierung der Arbeitsleistung? Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4429"></span></p>
<p><strong>Viele Studenten leiden unter Versagens- und Zukunftsängsten</strong></p>
<p>Doch ganz abseits von Fragen zu Resilienz, Arbeitsmoral und Optimierungswahn, geht es Maren Urner hier um die vermeintlich banale Frage: „Erkennen wir den Wert des eigenen Lebens und der oftmals als „kleine Dinge“ bezeichneten Freuden erst, wenn wir es oder sie fast verloren haben?“ Die Frage ist verwandt mit dem oft besungenen und beschriebenen Gedanken, dass Menschen den wahren Wert von etwas oft erst dann erkennen, wenn sie es verloren haben oder zumindest eine Zeit lang vermissen. </p>
<p>Die größte Angst und Quelle von Stress der Studierenden hierzulande: Versagens- und Zukunftsängste. In Amerika gaben sogar 11,3 Prozent der Studenten an, in den vergangenen zwölf Monaten ernsthaft über Suizid nachgedacht zu haben. Bei sämtlichen Angaben fällt auf: Die Zahlen sind bei den weiblichen Befragten höher als bei den männlichen. Denn männliche Studierende scheuen eher davor zurück, Sorgen, Ängste und Unsicherheiten in Fragebogen anzugeben. Schließlich gehören sie zum „starken Geschlecht“. Oder anders gesagt: „Männer weinen nicht.“ Immer noch nicht. </p>
<p><strong>Eine „persönliche Krise“ kann jeden Menschen treffen</strong></p>
<p>Laurie Santos, Kognitionswissenschaftlerin und Psychologieprofessorin an der renommierten Yale University, ist traurig und ein wenig verwirrt: „Wie kann es sein, dass es so viele Dinge gibt, die uns unglücklich machen, und diese jungen Menschen, die das Privileg haben, teilweise an den renommiertesten Universitäten der Welt zu studieren, sind so unglücklich und hoffnungslos?“ Klar ist ja auch: Die „persönliche Krise“ betrifft nicht nur Studierende, nicht nur junge Menschen, sondern zieht sich durch alle Alters- und Bevölkerungsschichten. </p>
<p>Die Ursachen dafür werden aktuell fleißig erforscht. Eins ist dabei bereits seit einiger Zeit gut belegt – manche nennen es die Pandemie der Einsamkeit. Maren Urner erläutert: „Denn egal ob vermeintlicher Einzelgänger oder introvertierte Künstlerin: Wir sind soziale Wesen und brauchen andere Menschen. Vor allem geht es darum, die „wahre Natur“ der eigenen Persönlichkeit nicht nur zu erkennen, sondern auch zu nutzen. Genau das nahm sich jedenfalls Laurie Santos vor, als sie beschloss, etwas gegen die Unzufriedenheit und Ängste der Studierenden an der Yale University zu tun. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Dauerstress macht psychisch krank</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/apotheken-umschau-gelassen-in-der-krise.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Feb 2023 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwirksamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[„Viele von uns versetzt das Zusammenkommen der Krisen in Dauerstress“, sagt Professorin Judith Mangelsdorf. Sie ist Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. „Es kommt zu einer langfristigen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, die dafür sorgt, dass wir schlechter schlafen, dünnhäutiger werden. Außerdem leistet Dauerstress vielen psychischen Erkrankungen Vorschub.“ Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der seelischen Erkrankungen seit Anfang 2020 zugenommen hat. Die Weltgesundheitsorganisation verzeichnete einen Anstieg von Angsterkrankungen und Depressionen um 25 Prozent im ersten Jahr der Pandemie. Eine Überblicksstudie im Fachmagazin „Lancet“ zeigte, dass in Mitteleuropa etwa ein Drittel&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Viele von uns versetzt das Zusammenkommen der Krisen in Dauerstress“, sagt Professorin Judith Mangelsdorf. Sie ist Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. „Es kommt zu einer langfristigen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, die dafür sorgt, dass wir schlechter schlafen, dünnhäutiger werden. Außerdem leistet Dauerstress vielen psychischen Erkrankungen Vorschub.“ Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der seelischen Erkrankungen seit Anfang 2020 zugenommen hat. Die Weltgesundheitsorganisation verzeichnete einen Anstieg von Angsterkrankungen und Depressionen um 25 Prozent im ersten Jahr der Pandemie. Eine Überblicksstudie im Fachmagazin „Lancet“ zeigte, dass in Mitteleuropa etwa ein Drittel der Studienteilnehmer an einer psychischen Krankheit litt. „Das heißt aber auch, dass zwei Drittel gesund geblieben sind – und auch von den Neuerkrankten erholten sich einige rasch wieder“, betont Michèle Wessa, Professorin für Klinische Psychologie und Neuropsychologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. <span id="more-4317"></span></p>
<p><strong>Resilienz ist die Widerstandskraft der Seele</strong></p>
<p>Am Leibniz-Institut für Resilienzforschung untersucht sie, was die Psyche eines Menschen stark macht. Resilienz wird oft als Widerstandskraft der Seele bezeichnet. Wer resilient ist, schafft es auch in großen Stresssituationen psychisch gesund zu bleiben und zumindest bald wieder in die seelische Balance zurückzufinden. Diese Fähigkeit wünschen sich derzeit wohl alle Menschen. Teils ist sie angeboren, teils in der Kindheit gelernt. </p>
<p>Doch auch im Erwachsenenalter ist die Widerstandskraft eines Menschen noch beeinflussbar. „Vielleicht das wichtigste Rüstzeug sind Akzeptanz und Selbstwirksamkeit“, sagt Michèle Wessa. Akzeptanz bedeutet, die Umstände, die man nicht beeinflussen kann, als gegeben zu sehen. „Akzeptanz wird manchmal als Passivität missverstanden“, sagt Wessa. „In Wirklichkeit befähigt sie uns aber, das Beste aus der bestehenden Situation zu machen.“ In einem langsamen Vorantasten liegt das Gegengewicht zur Akzeptanz: die Selbstwirksamkeit. </p>
<p><strong>Optimismus stärkt die Resilienz</strong></p>
<p>Der psychologische Begriff klingt etwas sperrig, beschreibt aber eine wichtige Quelle innerer Stärke: die Überzeugung, dass man selbst etwas bewirken kann. So geben zum Beispiel Planungen für den „Worst Case“, den schlimmsten Fall, Sicherheit. Wenn man getan hat, was man kann, sollte man auf das Beste hoffen. „Fragen Sie sich, was der bestmöglichste Fall wäre und was Sie – auch im Kleinen – dazu beitragen können“, rät Judith Mangelsdorf. Das verbessert nicht nur die akute Situation.</p>
<p>Optimismus stärkt auch die Resilienz. Ebenso ist Gemeinschaft in Krisen ein wichtiger Schutz. Nämlich jemanden zu haben, der einem wirklich zuhört. Schließlich sind Resilienz und das Annehmen von Hilfe kein Widerspruch. Im Gegenteil. Auch Unterstützung zu suchen, wenn man sie nötig hat, ist eine Form von Stärke. Wer sich immerzu stark gibt, der versagt sich möglicherweise eine wirkungsvolle Methode der Resilienz: Pause machen. Jeder Mensch braucht Momente, in denen der Stress nachlässt. Quelle: „Gelassen in der Krise“ in der „Apotheken Umschau“ vom 15. Dezember 2022 </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die positive Psychologie erlebt einen Boom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2022 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Sensibilität]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Soziologe Andreas Reckwitz steht auf der Seite der Evolution. Svenja Flaßpöhler erläutert: „So begrüßt er ausdrücklich die zunehmende Sensibilisierung der Gesellschaft und weist allerdings darauf hin, dass diese verfeinerte Wahrnehmung nicht nur positive, sondern auch ambivalente und negative Gefühle hervorbringt.“ Genau diese unangenehmen Gefühle wollen viele Menschen nicht mehr akzeptieren. Andreas Reckwitz verweist zudem auf problematische Konjunktur der positiven Psychologie: „Sensibilität ja, aber bitte nur verknüpft mit positiven Gefühlen! Sensibilität ja, aber als Sinn für wohlgestaltete ästhetische Formen, als Sinn für rücksichtsvolles Miteinander, als Sinn für die Gestaltung des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Soziologe Andreas Reckwitz steht auf der Seite der Evolution. Svenja Flaßpöhler erläutert: „So begrüßt er ausdrücklich die zunehmende Sensibilisierung der Gesellschaft und weist allerdings darauf hin, dass diese verfeinerte Wahrnehmung nicht nur positive, sondern auch ambivalente und negative Gefühle hervorbringt.“ Genau diese unangenehmen Gefühle wollen viele Menschen nicht mehr akzeptieren. Andreas Reckwitz verweist zudem auf problematische Konjunktur der positiven Psychologie: „Sensibilität ja, aber bitte nur verknüpft mit positiven Gefühlen! Sensibilität ja, aber als Sinn für wohlgestaltete ästhetische Formen, als Sinn für rücksichtsvolles Miteinander, als Sinn für die Gestaltung des Wohlbefindens von Körper und Seele. Eine Wohlfühlsensibilität.“ So augenöffend diese Beobachtung ist, kann auch sie Schlagseite bekommen. Einer Person of Colour, die auf dem Weg zur Arbeit aufgrund ihrer Hautfarbe Beschimpfungen erlebt, zu sagen, sie müsse auch offen sein für negative Gefühle, ist sicher nicht das, was Andreas Reckwitz meint. Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des „Philosophie Magazin“. <span id="more-3851"></span></p>
<p><strong>Man muss nicht jeden Schmerz aushalten</strong></p>
<p>Die Gemengelage ist bei genauerem Hinsehen komplizierter. Svenja Flaßpöhler betont: „Nicht jeder Schmerz muss ausgehalten, aber auch nicht jeder Schmerz gesellschaftlich verhindert werden.“ Svenja Flaßpöhler geht es in ihrem Buch „Sensibel“ auch darum, das Unzumutbare gerade in den Verabsolutierungstendenzen zu identifizieren, die sich auf beiden Seiten der Frontlinie wiederfinde. Unzumutbar ist zum Beispiel eine verabsolutierte Resilienz, weil sie die Ansprüche der anderen an sich abprallen lässt.  </p>
<p>Unzumutbar ist aber auch eine verabsolutierte Sensibilität, weil sie den Menschen auf ein verletzliches, schützenswertes Wesen reduziert, das sich nicht selbst zu helfen weiß. Die Grenzen des Zumutbaren verläuft im Spannungsfeld dieser beiden Pole und verweist auf ein neues Selbst- und Weltverhältnis, das es noch zu finden gilt. Mehrere Dimensionen spielen bei der Sensibilität eine zentrale Rolle. Sie stehen in einem engen Bedingungsverhältnis zueinander, überlappen sich und durchdringen sich wechselseitig. </p>
<p><strong>Es gibt vier Dimensionen der Sensibilität</strong></p>
<p>Die vier Dimensionen sind: Die leibliche Sensibilität, die psychische Sensibilität, die ethische Sensibilität und schließlich die ästhetische Sensibilität. Svenja Flaßpöhler erklärt die Erstgenannte: „Sie macht uns zunehmend empfindsam für Schmerz und Fremdkörper und lässt uns auch den zumutbaren Abstand zum anderen immer neu vermessen.“ Die Durchschlagskraft der MeToo-Bewegung ist ein ausdrückliches Beispiel dafür, wie sehr sich das Gefühl für Übergriffigkeit in den vergangenen Jahren im Vergleich zum 20. Jahrhundert verfeinert hat. </p>
<p>Durch die Corona-Pandemie erhält die „Berührungsfurcht“, um einen Ausdruck von Elias Canetti zu gebrauchen, virologische Legitimität. Die angemessene Distanz zum anderen wird buchstäblich zu einer Angelegenheit des Zollstocks. Die psychische Sensibilität resultiert historisch gesehen aus der Transformation von Fremdzwängen in Selbstzwänge und geht, wie die leibliche Sensibilität, mit Reizbarkeit und Feinfühligkeit einher. Auch ist die Ausweitung des Gewaltbegriffs auf verletzende Sprache, Bilder etc. hier bedeutsam, führt sie doch unweigerlich zu einer niedrigeren Toleranzschwelle für Außenwirkungen. Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flaßpöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Resilienz zeugt von Widerstandsfähigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2022 01:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Sensibilität]]></category>
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					<description><![CDATA[Das deutsche Wort „Resilienz“ stammt vom lateinischen Begriff „resilire“ – zurückspringen, abprallen – ab. Ursprünglich verwendete man das Wort in der Physik. Es bezeichnete die Eigenschaft von Körpern, nach der Verformung durch eine Außenstörung in ihren Ausgangszustand zurückzukehren. Svenja Flaßpöhler will zeigen, dass Resilienz und Sensibilität keineswegs notwendig in Opposition stehen. Das tun sie ihrer Meinung nach nur, solange sie verabsolutiert werden. So offenbart sich bei dem Versuch, die Schriften Ernst Jüngers mit Sigmund Freud zu lesen, dass sich unterhalb der Kriegs- und Gewaltverherrlichung ein Lebensdrang artikuliert, der bei traumatischen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das deutsche Wort „Resilienz“ stammt vom lateinischen Begriff „resilire“ – zurückspringen, abprallen – ab. Ursprünglich verwendete man das Wort in der Physik. Es bezeichnete die Eigenschaft von Körpern, nach der Verformung durch eine Außenstörung in ihren Ausgangszustand zurückzukehren. Svenja Flaßpöhler will zeigen, dass Resilienz und Sensibilität keineswegs notwendig in Opposition stehen. Das tun sie ihrer Meinung nach nur, solange sie verabsolutiert werden. So offenbart sich bei dem Versuch, die Schriften Ernst Jüngers mit Sigmund Freud zu lesen, dass sich unterhalb der Kriegs- und Gewaltverherrlichung ein Lebensdrang artikuliert, der bei traumatischen Erfahrungen höchster Ohnmacht rettend sein kann. Svenja Flaßpöhler ergänzt: „Auch das Werk Friedrich Nietzsches zeugt bei näherem Hinsehen nicht einfach von Verpanzerungsfanatismus.“ Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des „Philosophie Magazin“. <span id="more-3546"></span></p>
<p><strong>Ständige Reizüberflutung führt zu Abstumpfung</strong></p>
<p>Hohe Verletzlichkeit und plastische Widerstandsfähigkeit gehen in Friedrich Nietzsches Werken eine unauflösliche Verbindung ein. Solche Berührungspunkte zwischen Sensibilität und Resilienz arbeitet Svenja Flaßpöhler auch in ihrem Buch „Sensibel“ heraus: „Denn wenn es gelänge, die Resilienz mit der Kraft der Empfindsamkeit in ein Bündnis zu bringen, wäre der Konflikt, der gegenwärtig die Gesellschaft spaltet, in etwas Drittem aufgehoben.“ Dass die Beziehung von Sensibilität und Abwehrkraft im allgemeinen Sinn grundsätzlich viel dialektischer ist, als es auf den ersten Blick scheint, zeigt sich auch im Zivilisationsprozess selbst. </p>
<p>Urbanisierung und Technisierung machen den Menschen dünnhäutig und reizbar. Sein Schutz ist die psychische Abschottung. Bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts diagnostiziert der Soziologe Georg Simmel eine „Blasiertheit“ des Großstadtmenschen. Dieser schirmt sich von den vielen Reizen der Außenwelt wie auch gegen etwaige Ansprüche ab, um ihnen überhaupt standhalten und einen Raum innerer Freiheit ausbilden zu können. Paul Valéry stellt eine ganz ähnliche Diagnose: „Nach einer Phase der Verfeinerung“ sei die Sensibilität beim modernen Menschen „im Abnehmen begriffen“, die ständige Reizüberflutung führe schlussendlich zur „Abstumpfung“. </p>
<p><strong>Viele Menschen starren nur noch auf ihr Smartphone</strong></p>
<p>Svenja Flaßpöhler stellt fest: „Eine Feststellung, die sich heute als zutreffender denn je zu erweisen scheint: Schauen doch weite Teile der Bevölkerung, anstatt ihre Umwelt auch nur aus den Augenwinkeln wahrzunehmen, starr und stur auf ihr Smartphone.“ Überreizung und Desensibilisierung sind zwei Seiten einer Medaille. Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Verwerfungen der Gegenwart noch einmal in einem anderen Licht. Teile der Gesellschaft reagieren auf neu formulierte Ansprüche von Minderheiten mit einer ähnlichen Blasiertheit wie Georg Simmels überforderte Großstadtmenschen. </p>
<p>Umgekehrt sind auch die wache (woke) Wahrnehmung von diskriminierenden Implikationen und die entsprechende Beherrschung von politisch korrekten Sprachcodes bisweilen von blasierter Arroganz gezeichnet, die sich wie ein Schutzfilm über die eigene Verletzlichkeit legt. Svenja Flaßpöhler blickt zurück: „Historisch ist zu beobachten, dass gerade auf Phasen extremer Gewalt entscheidende Sensibilisierungsschritte folgen.“ So haben die schwersten weltumspannenden Verbrechen des 20. Jahrhunderts, in denen die Kältelehren ihren schrecklichen Höhepunkt fanden, zu dem menschheitsgeschichtlich vielleicht größten Sensibilisierungsschub geführt. Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flaßpöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Leiden und Glück lässt sich nicht trennen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2022 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Auffassung, dass das Glück der Menschen vor allem etwas mit ihrer Sterblichkeit und der Vergänglichkeit zu tun hat, war in der Antike weit verbreitet. Im praktischen Leben kann diese Einsicht helfen, besser mit Schmerz, Trauer und Verlust umzugehen. Denn dann versteht man, dass diese Aspekte des Lebens notwendig mit Glück und Freude verbunden sind. Albert Kitzler stellt fest: „Wir können das eine nicht ohne das andere haben. Sie sind wie mit einem Strick zusammengeknotet, bemerkte Sokrates einmal.“ Das Verstehen dieser Lebenstatsache macht die Menschen duldsamer und stärker. So können&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Auffassung, dass das Glück der Menschen vor allem etwas mit ihrer Sterblichkeit und der Vergänglichkeit zu tun hat, war in der Antike weit verbreitet. Im praktischen Leben kann diese Einsicht helfen, besser mit Schmerz, Trauer und Verlust umzugehen. Denn dann versteht man, dass diese Aspekte des Lebens notwendig mit Glück und Freude verbunden sind. Albert Kitzler stellt fest: „Wir können das eine nicht ohne das andere haben. Sie sind wie mit einem Strick zusammengeknotet, bemerkte Sokrates einmal.“ Das Verstehen dieser Lebenstatsache macht die Menschen duldsamer und stärker. So können sie unvermeidbares Leiden leichter ertragen. Man kann dann damit umgehen, die emotionale Erschütterung, die von solchen Leiden ausgeht, abzufedern und in seiner Mitte zu bleiben. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit. <span id="more-3249"></span></p>
<p><strong>Innere Seelenruhe führt zum Glück</strong></p>
<p>Für Platon entspringt das Glück der inneren Haltung und kommt nicht von außen: „Vor ihr hängt es ab, ob der Mensch ein gutes Leben führen kann. Und dadurch die Glückseligkeit erreicht, die sein Ziel ist. Denn sie beruht auf dem dauernden Wohlgefühl. Diese entspring aus der inneren Harmonie und der ungestörten Zufriedenheit.“ Aus innerer Seelenruhe und Ausgeglichenheit erwächst also das Gefühl von Glück und Zufriedenheit. Der Grieche Pittakos, einer der Sieben Weisen sagt: „Im Glück sei mäßig, im Unglück besonnen.“</p>
<p>Derselbe Pittakos meint: „Die Lüste sind vergänglich, die Tugenden (Weisheit) unvergänglich.“ Der Gedanke, sich im Glück zu mäßigen und nicht in ungezügelten Jubel zu verfallen, war im alten Griechenland weitverbreitet. Er findet sich dort in den Texten zahlreicher Dichter und Denker. Albert Kitzler erläutert: „Ihm lag die Erkenntnis zugrunde, dass äußeres Glück und Lustgefühle vergänglich sind.“ Je maßloser und unbesonnener man sich von einem augenblicklichen Glücksgefühl hinreißen lässt, desto heftiger ist die Erschütterung beim Wechsel ins Gegenteil.</p>
<p><strong>Sokrates zeigte ein Höchstmaß an Resilienz</strong></p>
<p>Umgekehrt erträgt man unausweichliches Leid leichter, wenn man das Glück zwar genießt, dabei aber nicht vergisst, wie schnell die Stimmung umschlagen kann. Da mag das Leid häufig gar nicht mehr eintreten wollen. Es meidet den, der vorbereitet und gewappnet ist. Das Ergebnis einer solchen Haltung ist innere Ausgeglichenheit. Von Sokrates hieß es, er blieb sich immer gleich, im Glück wie im Unglück. Er wahrte seine Mitte und ruhte in sich. Sokrates blieb gelassen und heiter. Er zeigte ein Höchstmaß an Resilienz, würde man heute sagen.</p>
<p>Aus einem chinesischen Text unbekannten Ursprungs stammt der folgende Ausspruch: „Keine Tür gibt es für Glück und Unglück, der Mensch ruft sie selber herein.“ Der Gedanke, der hier zum Ausdruck kommt, entsprach der weitverbreiteten Auffassung des Weisen der Antike in West und Ost. Eine nachhaltige innere Zufriedenheit ist das Ergebnis eines gelingenden Umgangs mit sich selbst. Denn seelisches Wohlbefinden hat viel mit den persönlichen Haltungen und der eigenen Lebensführung zu tun. Quelle: „Weisheit to go“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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