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	<title>Selbstbild &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Rache soll den Selbstwert wieder herstellen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2025 01:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard Haller weiß: „Da Lieblosigkeiten, Benachteiligungen oder Entwertungen als Angriff auf den Kern der Persönlichkeit empfunden werden, soll durch Rache der Selbstwert wiederhergestellt und das ramponierte Selbstvertrauen verbessert werden.“ Der spätere Rächer, anfangs Opfer, führt sich durch eine gegen ihn gerichtete Ungerechtigkeit tief verletzt und sieht sich durch das Erleben seiner Erniedrigung, Schwächung und Hilflosigkeit gedemütigt. Wenn er nicht niedergeschlagen – im wahrsten Sinne des Wortes – bleiben will, muss er alles tun, um seine frühere Stärke wieder zu erlangen. Einer der am meisten begangenen Wege dazu ist jener über&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Haller weiß: „Da Lieblosigkeiten, Benachteiligungen oder Entwertungen als Angriff auf den Kern der Persönlichkeit empfunden werden, soll durch Rache der Selbstwert wiederhergestellt und das ramponierte Selbstvertrauen verbessert werden.“ Der spätere Rächer, anfangs Opfer, führt sich durch eine gegen ihn gerichtete Ungerechtigkeit tief verletzt und sieht sich durch das Erleben seiner Erniedrigung, Schwächung und Hilflosigkeit gedemütigt. Wenn er nicht niedergeschlagen – im wahrsten Sinne des Wortes – bleiben will, muss er alles tun, um seine frühere Stärke wieder zu erlangen. Einer der am meisten begangenen Wege dazu ist jener über die Rache, mit der man das Gleichgewicht zum jetzt mächtiger gewordenen Schädiger einpendeln und die eigene Erniedrigung oder Schwächung beheben will. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-6204"></span></p>
<p><strong>Angriffe auf das Selbstbild führen zu Rachehandlungen</strong></p>
<p>Kaum etwas fördert das Selbstgefühl mehr als das Auskosten des Triumphes über den zuvor übermächtig wirkenden Feind. Reinhard Haller erklärt: „Erniedrigung des Selbstwerts wird immer als Anschlag auf den innersten Kern der Persönlichkeit verstanden und weckt die menschliche Urangst: Jene vor Liebesmangel und Liebesentzug.“ Den Angriff auf das Kostbarste verzeiht man nicht leicht, es entsteht das Bedürfnis nach Rache. Dem wird alles geopfert: Das unbeschwerte Dasein, die Freiheit, das ganze Leben.</p>
<p>Am besten lässt sich der Zusammenhang zwischen Selbstwert und Rache anhand des Drei-Säulen-Modells des griechisch-deutschen Psychoanalytikers Stavros Mentzos (1930 – 2015) erklären. Reinhard Haller erläutert: „Rachehandlungen sind demnach ein Angriff auf das Selbstbild, die positive Vorstellung von sich selbst, somit auf die wichtigste Säule. Kommt es u einer Attacke wichtiger Bezugspersonen, von deren Spiegelung die Selbstwertregulierung abhängt, wird gleichsam ein Teil des eigenen Ichs betroffen – die zweite Säule.“</p>
<p><strong>Die Rache dient der Wiederherstellung des Selbstwertgefühls</strong></p>
<p>Die dritte Säule des Selbstwerts ist nach Mentzos jene des „reifen Gewissens“, die auch für das Gerechtigkeitsgefühl zuständig ist. Reinhard Haller ergänzt: „Zu Erschütterungen des Selbstwerts kommt es nach diesem Modell immer dann, wenn beim Schädigungsopfer eine Diskrepanz zwischen dem realen und dem idealen Selbstbild, dem wirklichen und vorgestellten Bild wichtiger Bezugspersonen, auch zwischen äußeren Vorkommnissen und inneren Gewissenansprüchen eintritt.“</p>
<p>Zu Diskrepanzen in der ersten Säule können Krankheiten, Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg oder andere Schicksalsschläge führen. Reinhard Haller fügt hinzu: „Wird eine zuvor idealisierte Person als nunmehr kränkend erlebt, kommt es zu Turbulenzen in der zweiten Säule. Die dritte Säule des Selbstwerts ist betroffen, wenn man sich schuldig gemacht hat, etwa durch Rächen.“ Rache ist eine Reaktionsmöglichkeit auf eine subjektive narzisstische Verletzung. Sie dient der Wiederherstellung des Selbstwertgefühls und bedeutet eine Art „magischer Wiedergutmachung“, wie dies Erich Fromm bezeichnet hat. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Unterlassung schont das Selbstbild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
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					<description><![CDATA[Erstaunliche Effekte ergeben sich auch, wenn durch die Darstellung oder Unterschiede in der Entscheidungsarchitektur der Fokus entweder auf Handeln oder Unterlassen liegt. Armin Falk erklärt: „Wenn ich also eine Handlungsfolge aktiv durch eine Entscheidung herbeiführe oder dadurch, dass ich nicht eingreife und den Dingen einfach ihren Lauf lasse. Wir empfinden Unterlassungen in der Regel akzeptabler als aktive Handlungen, auch wenn die Folgen identisch sind.“ Viele Menschen glauben, dass sie aktiven Handlungen eindeutiger schlechte oder gute Intentionen unterstellen können im Vergleich zu einer Unterlassung. Denn bei einer Unterlassung kann es theoretisch&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunliche Effekte ergeben sich auch, wenn durch die Darstellung oder Unterschiede in der Entscheidungsarchitektur der Fokus entweder auf Handeln oder Unterlassen liegt. Armin Falk erklärt: „Wenn ich also eine Handlungsfolge aktiv durch eine Entscheidung herbeiführe oder dadurch, dass ich nicht eingreife und den Dingen einfach ihren Lauf lasse. Wir empfinden Unterlassungen in der Regel akzeptabler als aktive Handlungen, auch wenn die Folgen identisch sind.“ Viele Menschen glauben, dass sie aktiven Handlungen eindeutiger schlechte oder gute Intentionen unterstellen können im Vergleich zu einer Unterlassung. Denn bei einer Unterlassung kann es theoretisch auch andere Ursachen und Gründe geben als beim aktiven Handeln. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-5815"></span></p>
<p><strong>Handeln und Nicht-Handeln werden unterschiedlich bewertet</strong></p>
<p>Man kann also nicht sicher sein, dass ein fragwürdiges Ergebnis nicht auch ohne das eigene Zutun zustande gekommen wäre. Armin Falk ergänzt: „Schließlich kann man sich sagen, dass es auch dann zu den negativen Konsequenzen gekommen wäre, wenn ich gar nicht anwesend gewesen wäre.“ Diese Geschichte kann man sich nicht erzählen, wenn man selbst aktiv geworden ist. Auch unter Philosophen ist umstritten, warum Menschen Handeln oder Nicht-Handeln unterschiedlich bewerten sollten.</p>
<p>Armin Falk erläutert: „Unabhängig von der Begründung können wir feststellen, dass es selbst bei identischen Konsequenzen und Intentionen der Beteiligten zu einer unterschiedlichen moralischen Bewertung kommt, abhängig davon, ob ich aktiv wähle oder mich einer Unterlassung schuldig mache. Für unser Selbstbild ist die Unterlassung daher weniger bedrohlich.“ Man geht aus der Situation weniger „beschädigt“ heraus, wenn man sich damit trösten kann, man selbst hätte ja gar nichts getan und dass die Konsequenzen auch ohne das eigene Zutun entstanden wären.</p>
<p><strong>Viele Menschen wollen eine Fehler nicht eingestehen</strong></p>
<p>Auch gegenüber anderen sieht es offenbar weniger unmoralisch aus, wenn man einfach nichts tut, als eine problematische Handlungsfolge aktiv herbeizuführen. Armin Falk stellt fest: „Jeder kennt den Umgang mit der Wahrheit. Wir nehmen uns anders wahr, wenn wir „lügen“ im Vergleich zu „nicht die Wahrheit“ sagen.“ Es heißt dann: „Ja schon, aber ich hab ja nicht gelogen.“ Der Wunsch, vor sich und anderen als tadellos zu erscheinen, spielt noch in einem anderen Zusammenhang eine wichtige Rolle.</p>
<p>Er lässt Menschen zögern, einen Fehler einzugestehen und sich bei jenen, denen sie Unrecht getan haben, zu entschuldigen. „Ich habe mich falsch verhalten. Entschuldige bitte. Es tut mir leid.“ Armin Falk betont: „Diese Sätze gehen und häufig schwer über die Lippen, auch wenn wir ziemlich genau wissen, dass wir Mist gebaut haben. Ich haben mich lange gefragt, warum das so ist. Vor allem weil eine Entschuldigung ja so viel Gutes tut – demjenigen, bei dem man sich entschuldigt, aber auch für einen selbst.“ Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Ausrede des Unwissens zieht oft nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Vehikel, wie Menschen ihr Selbstbild vor moralischen Selbstzweifeln schützen können, ist die Behauptung oder Überzeugung, dass sie etwas nicht gewusst haben. Armin Falk erläutert: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Eine tolle Geschichte, die wir uns und anderen immer wieder von Neuem erzählen. Und die wir ebenso oft von anderen hören.“ Und es stimmt ja auch; Wie kann man jemanden für etwas verantwortlich machen, wenn der Betroffene nichts wissen konnte? Das Problem für die Moral ist, dass diese Ausrede oft nicht zieht. Die exkulpierende Wirkmacht des Unwissens&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vehikel, wie Menschen ihr Selbstbild vor moralischen Selbstzweifeln schützen können, ist die Behauptung oder Überzeugung, dass sie etwas nicht gewusst haben. Armin Falk erläutert: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Eine tolle Geschichte, die wir uns und anderen immer wieder von Neuem erzählen. Und die wir ebenso oft von anderen hören.“ Und es stimmt ja auch; Wie kann man jemanden für etwas verantwortlich machen, wenn der Betroffene nichts wissen konnte? Das Problem für die Moral ist, dass diese Ausrede oft nicht zieht. Die exkulpierende Wirkmacht des Unwissens erklärt die Strategie, warum Menschen wegsehen und nicht wissen wollen. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung, sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-4998"></span></p>
<p><strong>Viele verschließen die Augen vor den Konsequenzen ihres Handelns</strong></p>
<p>Armin Falk stellt fest: „Oft könnten wir sehr leicht mehr wissen über die moralisch bedenklichen Folgen unseres Handelns. Aber wir ziehen es vor, die Augen zu verschließen, uns von den Fakten abzuwenden.“ Obwohl sie sehr leicht wissen könnten, was passiert, tauchen viele Menschen in ein selbsterschaffenes Faktenvakuum ein, um vor sich selbst und anderen behaupten zu können, es ja nicht gewusst zu haben. Aber wie funktioniert das? Kann man sich wirklich erst selbst entscheiden wegzusehen und sich dann mit der Ausrede trösten, nichts gewusst zu haben?</p>
<p>Was bedeutet dieses Nicht-wissen-wollen? Es zeigt, dass man manchmal absichtlich die Augen vor den Konsequenzen des eigenen Verhaltens verschließt. Das ermöglicht einem Menschen, den eigenen Vorteil zu maximieren und trotzdem ein gutes Image aufrechtzuerhalten. Denn schließlich ist ja nicht klar, ob eigennütziges Verhalten für den anderen ein Nachteil war. Wird schon gut gehen. Augen zu und durch. Eine besonders eindrückliche Form des angeblichen Nichtwissens war die kollektive Vergewisserung nach dem Zweiten Weltkrieg, von den Gräueltaten der Nazis nichts gewusst zu haben. </p>
<p><strong>Widerstandskämpfer stellten sich gegen die Diktatur</strong></p>
<p>Dass sie von der Judenverfolgung keine Ahnung hatten, ist eine der wichtigsten Entlastungsgeschichten, die sich eine ganze Generation von Zeitzeugen erzählt hat. Armin Falk weiß: „Dabei gilt heute als erwiesen, dass ein großer Teil der Zivilbevölkerung sehr wohl Bescheid wissen konnte. Zahllose Briefe und Augenzeugenberichte legen darüber unmissverständliches Zeugnis ab.“ Die Tatsache, dass nicht jedes Detail bekannt war, ermöglicht den kleinen Raum von Unsicherheit und Plausibilität, um die Augen zu verschließen.</p>
<p>Die Aufarbeitung des Holocaust vollzog sich in Deutschland auch deshalb zunächst so schleppend, weil dies die kollektiv erzählte Geschichte von der Unschuld durch Unwissenheit zu zerstören drohte. Armin Falk betont: „Wenn klar wird, dass man sehr wohl Bescheid wusste oder Bescheid wissen konnte, stellt sich die Frage nach der eigenen Verantwortung sehr viel drängender als hinter dem Schleier der vermeintlichen Ignoranz.“ Widerstandskämpfer werden und wurden auch deshalb von so vielen gehasst: weil sie Zeugnis davon ablegten, dass man sehr wohl wusste, was der Fall war und dass es sehr wohl die Option gab, sich dagegenzustellen. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nicht allein die Vernunft steuert das Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 07:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Denken, Wollen, Fühlen und Handeln des Menschen hat seine Wurzeln in den natürlichen Trieben und Bedürfnissen. Erfahrungen, Erlebnisse, Gewohnheiten und Erziehung formen und gestalten diese maßgeblich. Ferner prägen diese die persönlichen Haltungen und Werte, das Denken und Entscheiden. Albert Kitzler ergänzt: „Dabei kommt unseren intellektuellen Fähigkeiten eine wesentlich geringere Bedeutung zu, als unser Selbstbild von einem vernunftbegabten Wesen es nahelegt.“ Ganz überwiegend leiten einen Menschen seine Denk-, Wollens- und Verhaltensmuster. Nur einen geringen Teil machen dabei vernünftige Überlegungen und rationale Entscheidungen aus. Man mag das bedauern, dass es nicht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Denken, Wollen, Fühlen und Handeln des Menschen hat seine Wurzeln in den natürlichen Trieben und Bedürfnissen. Erfahrungen, Erlebnisse, Gewohnheiten und Erziehung formen und gestalten diese maßgeblich. Ferner prägen diese die persönlichen Haltungen und Werte, das Denken und Entscheiden. Albert Kitzler ergänzt: „Dabei kommt unseren intellektuellen Fähigkeiten eine wesentlich geringere Bedeutung zu, als unser Selbstbild von einem vernunftbegabten Wesen es nahelegt.“ Ganz überwiegend leiten einen Menschen seine Denk-, Wollens- und Verhaltensmuster. Nur einen geringen Teil machen dabei vernünftige Überlegungen und rationale Entscheidungen aus. Man mag das bedauern, dass es nicht der Geist, die Vernunft oder die Weisheit sind, die das Leben steuern. Der Philosoph und Medienanwalt Dr. Albert Kitzler gründete 2010 „Maß und Mitte – Schule für antike Lebensweisheit und eröffnete ein Haus der Weisheit in Reit im Winkl. <span id="more-5020"></span></p>
<p><strong>Der Mensch kann nur mit größter Mühe seine Triebe zügeln</strong></p>
<p>Denn der gewöhnliche Mensch ist mit Fehlern und Defiziten behaftet, er ist unvollkommen und kann nur mit größter Mühe seine Triebe und Begierden zügeln. Er ist häufig nicht „Herr im eigenen Haus“ wie Sigmund Freud es formulierte. Auf seine natürlichen Instinkte kann sich der Mensch schon lange nicht mehr verlassen. Albert Kitzler erklärt: „Die Dominanz und ein fehlgeleiteter, einseitiger Gebrauch unseres berechnenden Verstandes haben sie weitgehend denaturiert.“ </p>
<p>Die Menschen haben vom Baum der Erkenntnis gegessen und dadurch die Einheit mit der Natur verloren, sodass der unverstellte Zugang zu den natürlichen Instinkten beeinträchtigt ist. Albert Kitzler weiß: „Eine der ersten, sicher aber die stärkste Prägung, die jeder Mensch erfährt und die ihn sein ganzes Leben begleitet, ist die Erfahrung, die er während der Schwangerschaft als Embryo im Mutterleib macht.“ Während dieser Zeit entwickeln sich nicht nur der Körper und die Organe, sondern auch das Gehirn, der Wahrnehmungsapparat, die Empfindungen und Gefühle.</p>
<p><strong>Die Dinge stoßen sich hart in der Welt</strong></p>
<p>Unabhängig von der Frage, was und wie viel bereits genetisch vorgeprägt ist, bleibt das, was in dieser Entwicklungsphase erlebt wird und sich festsetzt, bestimmend für das ganze Leben. Albert Kitzler erläutert: „Es ist das Gefühl von Wärme, Geborgenheit, Getragenwerden, Genährtwerden, Fürsorge, Sicherheit, körperliche Nähe, Einssein mit der Mutter, Einssein mit der Natur.“ Auch am Ende dieses Zustands bleibt als prägende Erinnerung tief im Menschen verankert: Unter größten Schmerzen stößt man das Baby mit der Geburt aus diesem paradiesischen Zustand gewaltsam heraus.</p>
<p>Das Erste, was das unter heftigen Wehen herausgepresste Neugeborene tut, ist, verzweifelt zu schreien und zu weinen. Denn es spürt, dass es die Geborgenheit und schützende Hülle der Mutter verloren hat, die zugleich seine Nahrungsquelle war. Albert Kitzler fügt hinzu: „Es wird aus dem wohligen, warmen Einssein mit der Mutter ausgestoßen in ein grelles, kaltes Getrenntsein, abgeschnitten von seinem lebendigen Ursprung. Nackt und ungeschützt wird es hineingeworfen in die Welt, einen unbekannten Raum, in dem sich „hart die Dinge stoßen“ wie Fridrich Schiller einst schrieb. Quelle: „Die Weisheit der Liebe“ von Albert Kitzler </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Positive Erinnerungen entlasten die Psyche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2023 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen meiden Orte, Erinnerungen und Bilder, die sie an Situationen erinnern, in denen sie sich falsch verhalten haben. Tatsächlich scheint es das Gedächtnis eines Menschen gut mit seinem Selbstbild zu meinen. Wie kann man sich sonst erklären, weshalb man sich häufig nur selektiv erinnert – wenn nicht, um sein gutes Selbstbild aufrechtzuerhalten? Armin Falk erläutert: „Wenn wir uns eher an unsere Wohltaten erinnern als an unsere Schandtaten, gehen wir unbeschwerter durchs Leben. Erinnerungen an eigenes Fehlverhalten zu vergessen, ist für die Psyche ähnlich entlastend, wie es sich für den Bergsteiger&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen meiden Orte, Erinnerungen und Bilder, die sie an Situationen erinnern, in denen sie sich falsch verhalten haben. Tatsächlich scheint es das Gedächtnis eines Menschen gut mit seinem Selbstbild zu meinen. Wie kann man sich sonst erklären, weshalb man sich häufig nur selektiv erinnert – wenn nicht, um sein gutes Selbstbild aufrechtzuerhalten? Armin Falk erläutert: „Wenn wir uns eher an unsere Wohltaten erinnern als an unsere Schandtaten, gehen wir unbeschwerter durchs Leben. Erinnerungen an eigenes Fehlverhalten zu vergessen, ist für die Psyche ähnlich entlastend, wie es sich für den Bergsteiger anfühlt, der einen schweren Rucksack ablegt. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung, sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-4796"></span></p>
<p><strong>Psychologische Tricks führen zu einem guten Selbstbild</strong></p>
<p>Im Wunsch, vor sich selbst gut dazustehen, betrügen sich viele Menschen selbst – und merken es oft nicht einmal. Armin Falk fügt hinzu: „Neben selektiver Erinnerung beherrschen wir weitere psychologische Tricks, die uns in unserem Bestreben nach einem guten Selbst- und Fremdbild helfen.“ Zum Beispiel die „moralische Buchhaltung“. Man registriert und erinnert sich daran, dass man sich gut und richtig verhalten hat. Man merkt sich genau, wenn man moralisch etwas auf der Habenseite verbuchen kann. </p>
<p>Fatalerweise kann genau das zu moralischem Versagen führen. Schließlich hat man sich und anderen seine Tugendhaftigkeit ja schon unter Beweis gestellt. Wieso also nachliefern? Niemand kann erwarten, dass man überall gut sein kann, man ist schließlich kein Held. Armin Falk formuliert es noch einmal anders: „Wir führen Buch über unsere Wohltaten und fühlen uns weniger oder mehr verpflichtet, etwas Gutes zu tun, wenn wir gerade gut oder schlecht gehandelt haben.“ </p>
<p><strong>Greenwashing kaschiert große moralische Probleme</strong></p>
<p>Indem man sich an eine kleine gute Tat erinnert, erteilt man sich eine Lizenz zum Nichtstun. Ironischerweise kommt das Böse daher auch deswegen in die Welt, weil Menschen viele kleine gute Dinge tun, die sie nicht viel kosten. Greenwashing ist so ein Fall. Hier kaschiert die kleine und für einen selbst leicht zu bewerkstelligende Wohltat das viel größere moralische Problem. Manche Unternehmen beschreiben nicht nur die guten Eigenschaften ihres Produkts, sondern loben auch die Kunden für ihre Kooperationsbereitschaft und Gesinnung. </p>
<p>Moralische Buchhaltung erzeugt manchmal im Ergebnis moralisch unerwünschte Ergebnisse. Armin Falk weiß: „Symbolische Wohltaten können also gefährlich sein. Sie bringen das Gute nicht wirklich weiter, erzeugen aber das Gefühl, bereits Gutes geleistet zu haben, wodurch wiederum Nichtstun oder sogar problematisches Handeln wahrscheinlicher wird.“ Nichts gegen gut gemeinte Symbolpolitik – ihr müssen aber auch Taten folgen. Moralische Buchhaltung scheint auch bei rassistischen Vorurteilen zu funktionieren. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gute Taten bringen viele Vorteile</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-selbst-und-fremdeinschaetzung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jul 2023 01:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdbild]]></category>
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					<description><![CDATA[„Tu Gutes und sprich darüber.“ Überall begegnet man diesem Treiber moralischen Handelns. Es handelt sich dabei um den Wunsch, vor anderen und vor sich selbst gut dazustehen. Armin Falk fügt hinzu: „Unsere Bereitschaft, Gutes zu tun, hängt maßgeblich davon ab, ob wir ein einer Situation handeln, in der andere unser Verhalten beobachten. Aber auch davon, wie wir über uns selbst denken oder gerne denken wollen.“ Wenn man beobachtet wird, erzeugt eine prosoziale Handlung nicht nur einen Nutzen für andere, sondern auch für sich selbst. Weil es einem Menschen in der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Tu Gutes und sprich darüber.“ Überall begegnet man diesem Treiber moralischen Handelns. Es handelt sich dabei um den Wunsch, vor anderen und vor sich selbst gut dazustehen. Armin Falk fügt hinzu: „Unsere Bereitschaft, Gutes zu tun, hängt maßgeblich davon ab, ob wir ein einer Situation handeln, in der andere unser Verhalten beobachten. Aber auch davon, wie wir über uns selbst denken oder gerne denken wollen.“ Wenn man beobachtet wird, erzeugt eine prosoziale Handlung nicht nur einen Nutzen für andere, sondern auch für sich selbst. Weil es einem Menschen in der Regel nicht egal ist, wie andere über ihn denken. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung, sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-4707"></span></p>
<p><strong>Menschen sind konditioniert auf die Wahrnehmung anderer</strong></p>
<p>Armin Falk weiß: „Denn wenn andere uns positiv beurteilen, erwachsen und daraus viele Vorteile, im Beruf oder auch im privaten Alltag. Eine Reputation als „guter Mensch“ verspricht Zuspruch und soziale Anerkennung, verlässliche Freundschaften und Partner und bessere Jobs.“ Es nützt einem also, wenn andere glauben, man sei prosozial. Deshalb nimmt man zähneknirschend Kosten auf sich, um seine Gutartigkeit zu signalisieren – solange andere zusehen. </p>
<p>Deswegen tragen nicht nur Parkbänke, sondern auch große Wohltätigkeits-Stiftungen die Namen ihrer Geldgeber, genau wie Gebäude oder Lehrstühle. Deshalb bleibt man trotzt Zeitnot an der Ampel stehen, wenn man nicht allein ist, und gibt mehr Trinkgeld, wenn man in einer größeren Gruppe unterwegs ist. Und wahrscheinlich wird man es sich dreimal überlegen, seinen Abfall am Wegesrand zu hinterlassen, wenn andere Wanderer in der Nähe sind. Menschen sind dermaßen konditioniert auf die Wahrnehmung anderer, dass man sich dies zu Nutze machen könnte. </p>
<p><strong>Das Image ist relevant für die Moral</strong></p>
<p>Eine positive Fremdwahrnehmung ist den meisten Menschen wichtig. Und das Streben nach einer guten Reputation verleiht prosozialen Verhalten Flügel. Armin Falk erläutert: „In der Psychologie ist mit einem positiven Selbstbild das Bewusstsein gemeint, im Einklang mit den eigenen Werten zu leben. Dass unser Verhalten also nicht im Widerspruch zu unseren normativen Vorstellungen steht.“ Das Bedürfnis nach einer Harmonie mit den eigenen moralischen Werten erzeugt zwei Handlungsoptionen. </p>
<p>Einmal, sich gut und anständig verhalten. Zum anderen: die Welt ein bisschen umdeuten, um das nicht so altruistische Verhalten in Einklang mit den Vorstellungen zu bringen. Der zweite Kanal ist sehr menschlich. Studien haben ergeben, dass eine Verstärkung des Ichbewusstseins tendenziell zu stärker prosozialem Verhalten führt, was wiederum die Bedeutung eines positiven Selbstbildes belegt. Dies deutet nicht nur darauf hin, dass Image relevant für Moral ist, sondern eröffnet auch neue Perspektiven, wie man menschliches Verhalten zugunsten des Allgemeinwohls beeinflussen könnte. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Selbstbild kann eine Falle sein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/fritz-breithaupt-selbstbild-als-falle.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2023 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
		<category><![CDATA[Narrationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Oftmals verlieben sich Menschen in eine falsche Person. Eigentlich verliebt man sich ja in den richtigen Menschen. Fritz Breithaupt stellt fest: „Aber wenn es nicht weitergeht oder der Geliebte ein Soziopath ist, wird aus dem Richtigen plötzlich der Falsche. Man kann den geliebten Menschen nicht einfach vergessen.“ Immer wieder tauchen blitzartig kleine Sequenzen vor einem auf: wie man zusammen in einer argentinischen Tangobar sitzt, die Hand des anderen fasst oder zusammen einkaufen geht. Es gibt ein weites Spektrum von Verhaltensweisen, in denen ein Selbstbild zur Falle wird. Das Festhalten an&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oftmals verlieben sich Menschen in eine falsche Person. Eigentlich verliebt man sich ja in den richtigen Menschen. Fritz Breithaupt stellt fest: „Aber wenn es nicht weitergeht oder der Geliebte ein Soziopath ist, wird aus dem Richtigen plötzlich der Falsche. Man kann den geliebten Menschen nicht einfach vergessen.“ Immer wieder tauchen blitzartig kleine Sequenzen vor einem auf: wie man zusammen in einer argentinischen Tangobar sitzt, die Hand des anderen fasst oder zusammen einkaufen geht. Es gibt ein weites Spektrum von Verhaltensweisen, in denen ein Selbstbild zur Falle wird. Das Festhalten an einem solchen imaginären Selbstbild ist auf den ersten Blick nicht Sache des narrativen Denkens. Man kann versuchen, Fixationen durch Weltbilder, vergangene Erfahrungen und Prägungen, Schemata, Muster oder Ideale zu erklären. Fritz Breithaupt ist Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik an der Indiana University in Bloomington. <span id="more-4497"></span></p>
<p><strong>Man kann sich imaginär in Narrationen wiederfinden</strong></p>
<p>Das mag alles stimmen, doch zugleich können Selbstbilder nur bestehen, weil sie als konkrete Minimalnarrationen vor einem Menschen stehen. Man sieht sich beispielsweise als Held, Opfer, Überzeugungstäter, als Übermutter oder als Liebende nur, weil man sich konkret in Handlungsweisen hineinfantasieren kann. Das heißt, dass man sich imaginär in Narrationen wiederfindet. Fritz Breithaupt erklärt: „Narrationen können uns als konkrete Leitpfade vor Augen stehen oder auch als sekundenschnelle Ideen darüber aufblitzen, was passieren könnte.“ </p>
<p>Menschen kommen aus bestimmten Narrationen und den auf ihnen aufbauenden Selbstbildern nicht einfach heraus. Narrationen sind die Form, in denen das Gehirn die Handlungen einer Person und die Handlungen anderer simuliert. Fritz Breithaupt erläutert: „Weil wir diese Simulationen für geeignet erachten, unsere Handlungen abzubilden, stehen sie unter starkem Realitätsverdacht. Und wer möchte sich schon von der Realität verabschieden? Aber es gibt auch einen Ausweg.“ </p>
<p><strong>Manchmal sind Narrationen bloße Hirngespinste</strong></p>
<p>Das Interessante ist, dass Narrationen einerseits Abbildungen oder Simulationen der sozialen Welt sind und also Situationen, Entscheidungen, Handlungen und Gefühle eines Menschen durchspielen. Andererseits sind sie aber bloß Hirngespinste, die man sich ausdenkt. Narrationen haben Formen. Und Formen haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten, die nicht nur nach der Pfeife der Realität tanzen. Narrationen haben Formen, in die man die beobachteten Handlungen von sich selbst und anderen bringt. </p>
<p>Fritz Breithaupt weiß: „Wenn wir andere beobachten, unterstellen wir ihnen schnell bestimmte Motivationen und Interessen, wir nageln sie auf etwas fest. Wir beobachten Geschehen in kleinen Sequenzen und Episoden, in denen alle je dyadische oder triadische Rollen zueinander einnehmen: Bösewicht, Täter, Held, Rivale, Helfer Lügner, Opfer, Richter, Freund, falscher Freund, Verräter, Soziopath, Zeuge Mentor, Parasit …“ Diese Rollen bestehen nur im eigenen Kopf, denn natürlich haben alle Menschen alle Tendenzen und können sich in jeder Rolle wiederfinden. Quelle: „Das narrative Gehirn“ von Fritz Breithaupt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Vergangenheit dient dem Selbstbild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2022 02:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstdarstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vergangenheit wird am häufigsten zur Selbstdarstellung gebraucht. Valentin Groebner erklärt: „Wer sich auf diese Weise mit der Vergangenheit beschäftigt, möchte, dass sie von ihm selbst handelt, ganz persönlich. Das Bild, das in diesem Spiegel erscheint, ist faszinierend: Es verspricht, dass man sich durch eine neu installierte Ich-Geschichte aus der Vergangenheit selbst verändern könnte und irgendwie verbessern.“ Nahgeschichte ist unübersichtlich. Geschichte als Wissenschaft und die Beschäftigung mit dem Alltäglichen und Flüchtigen – real, aber schnell vergänglich – kriegt man nicht sauber getrennt. Aber genau diese Vermischungen interessieren Valentin Groebner. Andere&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vergangenheit wird am häufigsten zur Selbstdarstellung gebraucht. Valentin Groebner erklärt: „Wer sich auf diese Weise mit der Vergangenheit beschäftigt, möchte, dass sie von ihm selbst handelt, ganz persönlich. Das Bild, das in diesem Spiegel erscheint, ist faszinierend: Es verspricht, dass man sich durch eine neu installierte Ich-Geschichte aus der Vergangenheit selbst verändern könnte und irgendwie verbessern.“ Nahgeschichte ist unübersichtlich. Geschichte als Wissenschaft und die Beschäftigung mit dem Alltäglichen und Flüchtigen – real, aber schnell vergänglich – kriegt man nicht sauber getrennt. Aber genau diese Vermischungen interessieren Valentin Groebner. Andere Leute als ihn selbst findet er viel interessanter. Valentin Groebner lehrt als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Seit 2017 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. <span id="more-4114"></span></p>
<p><strong>Das Ich sorgt für Antrieb und Fehler</strong></p>
<p>Aber ohne Ich geht es nicht. Das Ich ist Antriebs- und Fehlerquelle in einem. Ich-Sagen ist weder unmittelbar noch besonders persönlich, sondern seit ein paar Jahrhunderten bestimmt von rhetorischen Kunststücken, Zwangssystemen und Projekten radikaler Selbstverbesserung. Ich-Sagen kommt gerne locker, spontan und ganz natürlich daher. Aber es ist die Aufgabe vor und für Publikum, in ganz bestimmten Kanälen und nach deren Spielregeln – ziemlich strikten Regeln. </p>
<p>Sich zu zeigen und von sich zu erzählen, ist also Arbeit. Für wen tue ich das? In welchem Spiegel erscheine ich, wen ich von meiner Geschichte und meinen eigenen Erinnerungen berichte, und wie souverän bin ich dabei? Valentin Groebner fügt hinzu: „Mit meinem Gegenstück im Plural, dem Wir, ist das noch ein bisschen komplizierter. Wir sind keine Gesamtheit, sondern eine Einkaufstasche, in der Immer etwas fehlt. Deswegen der große Appetit, den dieses Partizip entwickelt.“</p>
<p><strong>Tätowierungen sind Selbstauskunft</strong></p>
<p>Appetit auf Festspiele, auf Männerchöre, auf Feinde – denn ohne die weiß man nicht, wo man hingehört – und besonders auf jene Orte, die auf den Namen Heimat hören. Im eigenen Zuhause aber sind nicht alle gleich, da kann man noch so innig vom Wir und der Heimat singen. Tätowierungen dagegen sind Selbstauskunft in einer ganz besonderen Form. „Dieses Zeichen auf meiner Haut“, sagt die Person, die sie trägt, „das bin ich“. Und zwar für immer. So demonstrativ diese Zeichen auf rebellische Gegenkultur und exotische Fremde verweisen, aus der Nähe betrachtet erzählen sie eine ganz andere Geschichte. </p>
<p>Valentin Groebner betont: „In ihr geht es ums Wünschen, und die meisten dieser Wünsche sind fromm, wohlanständig, ziemlich brav, und handeln von Zugehörigkeit. Und von dem, was man nicht festhalten kann, auch wenn man es sich unauslöschlich auf den Körper schreibt.“ Wünschen ist nicht immer ganz so freiwillig, wie es auf den ersten Blick aussieht; nicht nur zu Weihnachten, dem Fest der Wünsche und der Liebe, sondern auch bei der großen Bescherung, dem Leben als Paar. Quelle: „Bin ich das?“ von Valentin Groebner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstfürsorge steht an erster Stelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdbild]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn es einem selbst gut geht, kann man dennoch für sich sorgen. Thomas W. Albrecht erklärt: „Nur wenn du für dich sorgen kannst, kannst du für andere Menschen da sein. Deine Selbstfürsorge steht deshalb an oberster Stelle. Darum achte auf dich, übe dich in Achtsamkeit dir gegenüber.“ Genauso sollte man achtsam mit seinen Mitmenschen umgehen. Die Selbstfürsorge darf nicht auf Kosten anderer gehen. Alles was man tut, soll sowohl zur Verbesserung des eigenen Lebens als auch zur Verbesserung des Lebens aller Menschen im persönlichen Umfeld beitragen. Die Gedanken bestimmen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es einem selbst gut geht, kann man dennoch für sich sorgen. Thomas W. Albrecht erklärt: „Nur wenn du für dich sorgen kannst, kannst du für andere Menschen da sein. Deine Selbstfürsorge steht deshalb an oberster Stelle. Darum achte auf dich, übe dich in Achtsamkeit dir gegenüber.“ Genauso sollte man achtsam mit seinen Mitmenschen umgehen. Die Selbstfürsorge darf nicht auf Kosten anderer gehen. Alles was man tut, soll sowohl zur Verbesserung des eigenen Lebens als auch zur Verbesserung des Lebens aller Menschen im persönlichen Umfeld beitragen. Die Gedanken bestimmen die Gefühle. Die Gefühle wiederum bestimmen das Handeln und das Verhalten. Die Rückmeldung und das Feedback, das man über sein Verhalten bekommt, beeinflussen erneut die Gedanken. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-4048"></span></p>
<p><strong>Menschen sind selbstzentriert</strong></p>
<p>Denken, Fühlen und Handeln bilden für Thomas W. Albrecht eine Einheit: „Verändert sich nur einer der drei Parameter, ändern sich die anderen automatisch mit. Dieses Zusammenwirken geschieht unbewusst.“ Menschen sind selbstzentrierte Individuen. Sie haben ein eigenes Bild von sich, eine Vorstellung von ihrer eigenen Person, ihr Selbstbild. Während man andere Menschen beobachtet und Dinge an ihnen wahrnimmt, die ihnen selbst nicht auffallen, geht es anderen Menschen mit dem eigenen Selbst genauso. Andere beobachten die eigene Person und entwickeln ein sogenanntes Fremdbild.</p>
<p>Selbst- und Fremdbild stimmen oftmals nicht überein, die beiden Wahrnehmungen weichen deutlich voneinander ab. Selbst- und Fremdbild sind das Ergebnis von jeweils persönlichen Eindrücken, Wahrnehmungen und Bewertungen. Das schließt Irrtümer mit ein. Auf beiden Seiten. Es handelt sich ausschließlich um unterschiedliche Wahrnehmungen, nämlich um die eigene und um die einer anderen Person. Wenn man erfährt, was andere über einen denken, und dies nicht dem eigenen Selbstbild entspricht, ist man zunächst irritiert und denkt: „So bin ich doch gar nicht!“ </p>
<p><strong>Tragfähig sind Beziehungen nur auf Augenhöhe</strong></p>
<p>Das Feedback anderer Menschen hilft einem, sein eigenes Selbstverständnis zu erweitern und sein Verhalten zu verändern. Man sollte seinem Gesprächspartner dabei ehrliches Zutrauen entgegenbringen, neugierig und empathisch sein. Zudem sollte man seine Meinungen und Sichtweisen akzeptieren, auch wenn man mit diesen nicht ganz einverstanden ist. Man muss verstehen, bevor man verstanden werden will. Es ist wichtig, mit anderen Menschen auf Augenhöhe in Kontakt zu treten. Nur so kann man eine tragfähige Beziehung aufbauen. </p>
<p>Thomas W. Albrecht schränkt ein: „Natürlich musst du nicht mit allem, was dein Gegenüber äußert, einverstanden sein. Auch wenn du anderer Meinung bist, seine Menschwürde solltest du in jedem Fall anerkennen.“ Jeder Mensch hat sein eigenes Weltbild und das ist einzigartig. Es gibt keine zwei Menschen, die genau die gleichen Erfahrungen gemacht haben und deren persönliche Sicht auf die Welt identisch ist. Die jeweiligen Erfahrungen von Menschen sind einzigartig. Damit sind auch ihre Denkmuster, die sie bei der Bewertung ihrer Erfahrungen benutzen, im Detail verschieden. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bequemlichkeit stört die Selbstfindung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2022 01:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wer bin ich? Was ist mir wirklich wichtig?“ Das fragt sich jeder Mensch irgendwann einmal. Eine gute Antwort verlangt Mut, Achtsamkeit und auch ein Stück weit Selbstreflexion. Doris Iding schreibt: „Nie zuvor konnten Menschen ihren Lebensweg freier wählen als in der heutigen Zeit. Gleichzeitig sind viele mit der großen Auswahl an Optionen überfordert.“ Das Überangebot an Möglichkeiten, ein Leben zu führen, das den eigenen Bedürfnissen, Talenten und Wünschen entspricht, fordert das Individuum umso mehr dazu auf herauszufinden, ob das, was angeboten wird, wirklich mit dem eigenen Wesen und Werten vereinbar&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wer bin ich? Was ist mir wirklich wichtig?“ Das fragt sich jeder Mensch irgendwann einmal. Eine gute Antwort verlangt Mut, Achtsamkeit und auch ein Stück weit Selbstreflexion. Doris Iding schreibt: „Nie zuvor konnten Menschen ihren Lebensweg freier wählen als in der heutigen Zeit. Gleichzeitig sind viele mit der großen Auswahl an Optionen überfordert.“ Das Überangebot an Möglichkeiten, ein Leben zu führen, das den eigenen Bedürfnissen, Talenten und Wünschen entspricht, fordert das Individuum umso mehr dazu auf herauszufinden, ob das, was angeboten wird, wirklich mit dem eigenen Wesen und Werten vereinbar ist. Deshalb ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen: „Passt das, was ich tue, auch wirklich zu mir?“ Antworten auf so eine existenzielle Frage zu finden ist nicht leicht. <span id="more-3988"></span></p>
<p><strong>Man muss sich den eigenen Gefühlen stellen</strong></p>
<p>Um sich selbst näher zu kommen, braucht es im ersten Schritt eine Entscheidung: „Will ich wirklich wissen, was ich will?“ Selbstfindung fängt immer dort an, wo Bequemlichkeit aufhört. Es bedeutet, dass man immer wieder innehalten und den Blick nach innen richtet, m seine Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen bewusster wahr zu nehmen. Besonders seine Gefühle zeigen einem Menschen unmittelbar, ob er das, was er tut, gerne tut und ob es auch tatsächlich seinem innersten Wesen entspricht. </p>
<p>Doris Iding erklärt: „Es braucht eine gewisse Bereitschaft, sich den eigenen Gefühlen zu stellen. Dies ist nicht einfach, besonders dann, wenn es sich um schwierige Gefühle handelt. Wenden wir uns ihnen hingegen achtsam, offen und wohlwollend zu und reflektieren wir, warum wir etwas in einer bestimmten Situation empfinden, kommen wir uns näher.“ Dabei kommt es auf eine Kombination aus Emotion und Verstand an. Wenn man allein seinen Gefühlen folgt, kann es passieren, dass man nicht den notwendigen Abstand entwickelt, um zu erkennen, was sie über die eigene Person aussagen. </p>
<p><strong>Die Realität und das Selbstbild klaffen oft auseinander</strong></p>
<p>Vertraut jemand hingegen seinem Verstand, kann es geschehen, dass er sich selbst auf den Leim geht, weil er ein Selbstbild von sich konstruiert, das in erster Linie opportun ist, gesellschaftlichen oder familiären Vorstellungen entspricht, die er so verinnerlicht hat, dass er sich nicht hinterfragt. Das Bild von sich selbst zu hinterfragen, braucht Mut und radikale Ehrlichkeit. Besonders in der heutigen Zeit, in der in den sozialen Medien Selbstbilder vermittelt werden, die mit der Realität nicht viel zu tun haben: Strahlend. Schön. Entspannt. Immer gut gelaunt. </p>
<p>So präsentieren sich viele Menschen. Und so wären die meisten auch gerne. Es braucht Toleranz, Mitgefühl und Wohlwollen, sich neben den eigenen Stärken auch die eigenen Schwächen anzuschauen und diese auszuhalten. Doris Iding rät: „Gestehen wir uns ein, dass die Realität und unser Selbstbild auseinanderklaffen, kann das sehr hilfreich sein. Es kann nicht nur mein Selbstbild verändern, sondern auch unbewusste Gefühle anderen Menschen gegenüber.“ Gelingt es einem Menschen, sich selbst auszuhalten, ebnet er sich den Weg in die Freiheit. Quelle: „Sich selbst näherkommen“ von Doris Iding in der Münchner Abendzeitung vom 24./25. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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