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	<title>Psychotherapie &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Patienten erschöpft oft die Suche nach Hilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2025 01:00:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Viele ihrer Patientinnen erzählen Diana Pflichthofer von Odysseen. Manchmal weiß man nicht, ob sie von der eigentlichen Lebenskrise oder von der Suche nach Hilfe erschöpft sind. Diana Pflichthofer ergänzt: „Dann sitzen sie vor mir, angefüllt mit „Übungen“ und „Glaubenssätzen“, ausgefüllten „Übungsbüchern“ und Fragebögen. Oder mit einer Diagnose versehen, die niemand so richtig geprüft hat.“ Sie wurde aber womöglich gestellt, weil sie gerade modern ist oder sich damit treffliche Geld verdienen lässt – es gibt schließlich dafür so schöne Medikamente. Oder sie sitzen vor Diana Pflichthofer, weil die vermeintlichen Psychotherapeuten, bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele ihrer Patientinnen erzählen Diana Pflichthofer von Odysseen. Manchmal weiß man nicht, ob sie von der eigentlichen Lebenskrise oder von der Suche nach Hilfe erschöpft sind. Diana Pflichthofer ergänzt: „Dann sitzen sie vor mir, angefüllt mit „Übungen“ und „Glaubenssätzen“, ausgefüllten „Übungsbüchern“ und Fragebögen. Oder mit einer Diagnose versehen, die niemand so richtig geprüft hat.“ Sie wurde aber womöglich gestellt, weil sie gerade modern ist oder sich damit treffliche Geld verdienen lässt – es gibt schließlich dafür so schöne Medikamente. Oder sie sitzen vor Diana Pflichthofer, weil die vermeintlichen Psychotherapeuten, bei denen sie vorher waren und die sie aus eigener Tasche bezahlt haben, jetzt irgendwie auch nicht weiter wissen. Dr. Diana Pflichthofer ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin. <span id="more-6258"></span></p>
<p><strong>Vermeintliche Psycho-Experten bieten „Psychotherapie“ als Häppchenkost an</strong></p>
<p>Je mehr sich Diana Pflichthofer sich mit dem befasste, was unter dem Label „Psyche“ und „Psychotherapie“ kursiert, auf desto mehr Abgründe stieß sie. Von solchen Abgründen möchte sie in ihrem Buch „Die Psychoindustrie“ genauer berichten. Als Ärztin und – mehr noch – als Psychotherapeutin – ist man es gewohnt, zuzuhören und sich so seine Gedanken zu machen. Diana Pflichthofer fügt hinzu: „Aber wir hören nicht nur unseren Patientinnen und Patienten zu, sondern auch dem, was da so über die Bildschirme pixelt, und wir lesen auch Zeitungen.“</p>
<p>Immer wieder ist Diana Pflichthofer dann erstaunt, wer sich auf welche Weise so alles zu Themen rund um psychische Erkrankungen und psychische Nichterkrankungen äußert. Sie geraumer Zeit beobachtet sie, wie sehr viele vermeintliche Psycho-Expertinnen auf den Psycho-Markt drängen und „therapieren“ möchten, häufig ohne Ausbildung, ohne fachkundige Supervision, ohne Erfahrung mit psychischen Krankheitsbildern und ohne professionelle Selbsterfahrung. Sie bieten vermeintliche „Psychotherapie“ als Häppchenkost an. </p>
<p><strong>Die Gesellschaft befindet sich einer Art „Optimierungsrausch“</strong></p>
<p>Diese vermeintlichen Psycho-Experten können sich oft nicht entscheiden, ob sie gesunde oder kranke Menschen therapieren wollen, versichern, sie würden sich nur um das „allgemeine Wohlbefinden“ kümmern, um dann doch von „Depressionen“ zu sprechen. Diana Pflichthofer stellt fest: „Man kann vermutlich mit einigem Recht behaupten, dass unsere Gesellschaft sich gegenwärtig ein einer Art „Optimierungsrausch“ befindet. Wir optimieren, wo wir können, was wir können: Prozesse, Produkte, Gewinne, Zeit.“</p>
<p>Und das natürlich im Dienste der Ökonomie. Gewinne sind finanzielle Gewinne. Nur diese verheißen Erfolg und ein glückliches Leben, so das Heilsversprechen der Ökonomisierung des sozialen Lebens. Diana Pflichthofer erläutert: „Jeder, so heißt es immer wieder, könne sich zu einem erfolgreichen Selbst gestalten, es bedürfe nur einiger Optimierungs-, Empowerment- und Managementprogramme und des absoluten Glaubens an die eigene Kraft.“ Es gilt, aktiv zu sein und flexibel. Jeden Morgen mit seinen Affirmationen aufstehen, abends statt Gebet das Dankbarkeitstagebuch! Quelle: „Die Psychoindustrie“ von Diana Pflichthofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Psyche gewöhnt sich irgendwann an alles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Dec 2023 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Leute mit Höhenangst gehen eben nicht auf Fernsehtürme, Leute mit Aufzugsangst fahren nicht mit dem Lift, Leute mit Platzangst gehen nicht über große Plätze. Die Angst im Kopf hat bei vielen Menschen mit den Jahren weiter zugenommen und sich oft auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Manfred Lütz erklärt: „Die Methode, sich der Angst auslösenden Situation in sicherer Begleitung auszusetzen, rechnet mit der Eigenschaft der Psyche, sich irgendwann an alles zu gewöhnen.“ So nimmt der anfänglich angestiegene Angstpegel nach einigen Minuten ab und der Patient erlebt zum ersten Mal seit Langem&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leute mit Höhenangst gehen eben nicht auf Fernsehtürme, Leute mit Aufzugsangst fahren nicht mit dem Lift, Leute mit Platzangst gehen nicht über große Plätze. Die Angst im Kopf hat bei vielen Menschen mit den Jahren weiter zugenommen und sich oft auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Manfred Lütz erklärt: „Die Methode, sich der Angst auslösenden Situation in sicherer Begleitung auszusetzen, rechnet mit der Eigenschaft der Psyche, sich irgendwann an alles zu gewöhnen.“ So nimmt der anfänglich angestiegene Angstpegel nach einigen Minuten ab und der Patient erlebt zum ersten Mal seit Langem diese völlig unvorstellbare Situation mehr oder weniger angstfrei. Auf solche Weise kann zum Beispiel die Höhenangst verschwinden – und so geht man auch viele andere Ängste an. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-5124"></span></p>
<p><strong>Die Verhaltenstherapie wirkt durchaus nachhaltig</strong></p>
<p>Die klassische Verhaltenstherapie interessiert sich nicht für die Dynamik, die hinter einer Symptomatik liegen mag. Manfred Lütz weiß: „Sie interessiert sich schlicht für die Symptome selbst, das äußerlich beschreibbare Verhalten, und vor allem dafür, wie man die Symptome wegbekommt.“ Die Verhaltenstherapie hält solch krankhaftes Verhalten für lebensgeschichtlich erlernt, mit der Folge, dass man es auch wieder verlernen kann. Dafür hat sie wissenschaftlich genau evaluierte Methoden entwickelt, um eine möglichst schnelle und nachhaltige Beseitigung der Symptome zu erreichen.</p>
<p>Keine Frage: Genau das will auch der Patient. Die übliche Kritik der Psychoanalyse an derartigen Methoden war, dass sie nur an der Oberfläche bleiben und daher nicht „tief“ genug gehen. Manfred Lütz stellt fest: „Doch Untersuchungen haben ergeben, dass verhaltenstherapeutische Methoden durchaus nachhaltig wirken.“ Die Verhaltenstherapie hat im Laufe der Zeit ihre Behandlung ergänzt um kognitive, also Einsicht fördernde Aspekte, wie sie auch bei psychoanalytischen Methoden vorkommen. </p>
<p><strong>Die systemische Therapie begreift den Menschen als soziales Wesen</strong></p>
<p>Die „kognitive Wende“ der Verhaltenstherapie, dann aber auch ihre Weiterentwicklung in vielfältige Methoden, die stärker die Beziehung des Patienten zu sich selbst und anderen in den Blick nehmen, hat diese Therapieform zu der wohl weltweit wissenschaftlich am besten belegten Psychotherapiemethode gemacht. Manfred Lütz ergänzt: „Inzwischen gibt es ausgetüftelte Handbücher, nach denen Therapeuten einigermaßen standardisiert bestimmte Störungen verhaltenstherapeutisch behandeln können.“ Doch es gibt Patienten, bei denen man mit dieser Methode einfach nicht weiterkommt.</p>
<p>Die Psychoanalyse versucht, einzelne Menschen zu behandeln, die Verhaltenstherapie behandelt vor allem einzelne Symptome. Doch der Mensch ist immer auch ein soziales Wesen. Und so hat die systemische Therapie, die sich in Amerika und parallel in Italien entwickelte, den Menschen mit seinen sozialen Bezügen in den Mittelpunkt gestellt. Auch andere Therapieschulen haben inzwischen gelernt, das soziale Umfeld stärker einzubeziehen. Das neue systemische Denken hatte aber noch ganz andere revolutionäre Auswirkungen auf die Psychotherapie. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Psychotherapie kann auch schaden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Oct 2023 01:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Konzentration auf Vergangenes und auf die Defizite des Patienten können bei ungeschickter Handhabung sogar das bewirken, was man „Psychotherapiedefekt“ genannt hat: die Herstellung einer psychischen Störung durch Psychotherapie. Klassisch für die bedenklichen Nebenwirkungen eher defizitorientierter Methoden ist der chronisch unglückliche Gesichtsausdruck von Woody Allen, der sich in seinen Filmen in all die psychoanalytischen Deutungen seiner selbst und anderer verstrickt und offensichtlich aus diesem Gestrüpp keinen Ausweg mehr findet. Manfred Lütz betont: „Der schwarze Humor Woody Allens ist freilich vor allem eine Satire auf die haarsträubenden Popularisierungen der Psychoanalyse.“ Kabarettreife&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Konzentration auf Vergangenes und auf die Defizite des Patienten können bei ungeschickter Handhabung sogar das bewirken, was man „Psychotherapiedefekt“ genannt hat: die Herstellung einer psychischen Störung durch Psychotherapie. Klassisch für die bedenklichen Nebenwirkungen eher defizitorientierter Methoden ist der chronisch unglückliche Gesichtsausdruck von Woody Allen, der sich in seinen Filmen in all die psychoanalytischen Deutungen seiner selbst und anderer verstrickt und offensichtlich aus diesem Gestrüpp keinen Ausweg mehr findet. Manfred Lütz betont: „Der schwarze Humor Woody Allens ist freilich vor allem eine Satire auf die haarsträubenden Popularisierungen der Psychoanalyse.“ Kabarettreife Missverständnisse der Psychoanalyse ist keineswegs selten. Doch entscheidend ist gar nicht unbedingt die verwendete Methode. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-4941"></span></p>
<p><strong>Therapeut und Patient sollten eine Probesitzung absolvieren</strong></p>
<p>Wie gut oder schlecht eine psychoanalytische Behandlung wirkt, wie kurz oder wie lang sie dauert, hängt wie bei allen psychotherapeutischen Anwendungen wesentlich von der Person des Therapeuten ab. Es gibt brillante lebensweise Psychoanalytiker, die manche Sackgassen der Psychoanalyse verlassen haben, sich modernen wissenschaftlichen Standards stellen und sehr erfolgreich Therapie machen. Neben dem Therapeuten ist natürlich auch der Patient selbst und die Art seiner psychischen Störung für den möglichen Erfolg dieser speziellen Therapie wichtig. </p>
<p>Manfred Lütz erklärt: „Deshalb sind Probesitzungen erforderlich, damit Therapeut und Patient feststellen können, ob „die Chemie“ stimmt. Leider sind wir längst nicht so weit, genau angeben zu können, bei welchem Patienten und welcher Störung welche Methode und welcher Therapeut wohl am effektivsten sein werden.“ Wenn Menschen in ihrem Leben immer wieder in die gleichen aussichtslosen Sackgassen rennen und wenn sich dafür lebensgeschichtliche Bezüge herstellen lassen, dann kann die Psychoanalyse in der Hand eines modernen Analytikers eine gute Hilfe bieten. </p>
<p><strong>Die Gegenspielerin der Psychotherapie ist die Verhaltenstherapie</strong></p>
<p>So bleibt also die Psychoanalyse eine in einigen Fällen nützliche und in anderen Fällen weniger nützliche psychotherapeutische Methode. Da sie langwierig und kostspielig ist, kann sie ohnehin nicht allen psychisch Kranken zugutekommen. Und für bestimmte psychische Störungen wie Schizophrenie und schwere Depressionen sind sie in ihrer klassischen Form nicht geeignet oder sogar schädlich. Die große Gegenspielerin der Psychoanalyse war und ist die Verhaltenstherapie. </p>
<p>Sie hat nicht das Mysteriös-Ahnungsvolle der Psychoanalyse. Sie ist nüchtern und auf Effizienz getrimmt. Verhaltenstherapeuten reden nicht bloß – oder lassen reden –, sondern sie tun was. Ein Patient macht beispielsweise in Gegenwart seines Therapeuten das, was er schon seit Jahren unter keinen Umständen mehr tut. Manfred Lütz stellt fest: „Im Grund hat ein solcher Patient ja mit der Angst machenden Situation schon lange keine Erfahrung mehr.“ Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt über 500 Psychotherapie-Methoden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2023 02:00:49 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
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					<description><![CDATA[Was hilft? Die Auswahl ist groß. Über 500 Methoden stehen zur Verfügung. Muss man sie alle kennen? Muss man sie alle testen, um die zu finden, die angemessen sind? Manfred Lütz fügt hinzu: „Jemand hat behauptet, es gebe so viele Psychotherapiemethoden, wie es Psychotherapeuten gibt. Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.“ Manche Methoden waren früher wie Ersatzreligionen organisiert und profilierten sich durch stabile Feindbilder. Was die Vorteile und Nachteile einer Therapieform sind, das sieht man heutzutage nüchterner. Klar ist, dass seriöse Psychotherapie keine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was hilft? Die Auswahl ist groß. Über 500 Methoden stehen zur Verfügung. Muss man sie alle kennen? Muss man sie alle testen, um die zu finden, die angemessen sind? Manfred Lütz fügt hinzu: „Jemand hat behauptet, es gebe so viele Psychotherapiemethoden, wie es Psychotherapeuten gibt. Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.“ Manche Methoden waren früher wie Ersatzreligionen organisiert und profilierten sich durch stabile Feindbilder. Was die Vorteile und Nachteile einer Therapieform sind, das sieht man heutzutage nüchterner. Klar ist, dass seriöse Psychotherapie keine Wahrheitslehre ist wie eine Religion. Andererseits muss sie sich von schlichter Alltagskommunikation qualifiziert unterscheiden. Daher ist Therapieeffizienzforschung keine Zumutung. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-4418"></span></p>
<p><strong>Die Psychoanalyse ist die große alte Dame der Psychotherapie</strong></p>
<p>Sie sichert vielmehr die Eigenart und übrigens auch die legitime Bezahlung psychotherapeutischer Kommunikation. Klaus Grawe hatte 1994 im Auftrag der Bundesregierung die Effizienz der verschieden Psychotherapiemethoden untersucht und war zu spektakulären Ergebnissen gekommen. Manfred Lütz kennt sie: „Insbesondere die psychoanalytischen Methoden kamen bei ihm eher schlecht weg. Und so brach vonseiten einiger wenig humorvoller Psychoanalytiker ein Sturm der Entrüstung über ihn herein, vor allem als seine Erkenntnisse eine Titelgeschichte des „Spiegel“ schmückten.“</p>
<p>Die Psychoanalyse hatte zu wenig wissenschaftlich sauber durchgeführte Effizienzprüfungen vorzuweisen. Und dass nach den Erhebungen von Klaus Grawe die große Psychoanalyse nur für Gesunde geeignet sei, das amüsierte treue Anhänger der Psychoanalyse überhaupt nicht. Die Psychoanalyse ist nun freilich die große alte Dame der Psychotherapie. Sie musste lange um ihre Anerkennung kämpfen, und die Erinnerung an diese Kampfzeit prägt manchen alten psychoanalytischen Haudegen noch heute. </p>
<p><strong>Sigmund Freud lüftet die geheime Welt des Unbewussten</strong></p>
<p>Manfred Lütz weiß: „Sigmund Freud, der Erfinder der Psychoanalyse, hatte seine Zeitgenossen mit einer betörenden Theorie provoziert.“ Unter den absurden leibfeindlichen Verrenkungen einer bürgerlichen Gesellschaft brodelten unter deren zerbrechlicher wohlanständiger Oberfläche brodelten obsessive sexuellen Fantasien. Sigmund Freud erklärte merkwürdige psychische Phänomene mit der geheimen Wirklichkeit des Unbewussten. Damit versuchte er, vor allem den damals grassierenden hysterischen Zuständen exaltierter Damen beizukommen. Die neue Methode eröffnete Einsichten in eine allgegenwärtige Welt der Triebe und des mehr oder weniger gelungenen Umgangs damit. </p>
<p>Sigmund Freuds Konstruktionen, die von einer frühen erotischen Verstrickung des Kindes in der Beziehung mit Vater und Mutter ausgingen, gaben sich wissenschaftlich, naturwissenschaftlich vor allem. Manfred Lütz erläutert: „Damit lagen sie ganz im Trend der Zeit und konnten gleichzeitig dazu beitragen, eine verklemmte Gesellschaft erfolgreich aufzumischen. Doch sie waren keine Naturwissenschaft, ja noch nicht einmal Wissenschaft im strengen Sinn.“ Bekannt ist Jürgen Habermas´ Vorwurf des „szientistischen Selbstmissverständnisses der Psychoanalyse“. Quelle: „Neue Irre! von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen verdrängen gerne Krisen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jakob-hein-umgang-mit-krisen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2022 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit jeher ist die Menschheit überzeugt, dass alles immer schlimmer wird. Jakob Hein ergänzt: „Und auch jetzt gerade erscheint es uns so schlimm und ausweglos wie nie zuvor. Die Krisen schieben sich förmlich übereinander, bedingen und verstärken einander. Wenn wir eine von ihnen gerade nicht beobachten, scheint sie sich in diesem Schatten heimlich zu verstärken.“ Deshalb wollen viele Deutsche überhaupt keine Nachrichten mehr sehen oder hören. Mit Krisen, die zwar real existieren, mit denen aber die betroffenen Menschen keinen anderen Umgang finden als den hilflosen Versuch, sie zu verdrängen, kenne&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit jeher ist die Menschheit überzeugt, dass alles immer schlimmer wird. Jakob Hein ergänzt: „Und auch jetzt gerade erscheint es uns so schlimm und ausweglos wie nie zuvor. Die Krisen schieben sich förmlich übereinander, bedingen und verstärken einander. Wenn wir eine von ihnen gerade nicht beobachten, scheint sie sich in diesem Schatten heimlich zu verstärken.“ Deshalb wollen viele Deutsche überhaupt keine Nachrichten mehr sehen oder hören. Mit Krisen, die zwar real existieren, mit denen aber die betroffenen Menschen keinen anderen Umgang finden als den hilflosen Versuch, sie zu verdrängen, kenne psychotherapeutisch arbeitende Menschen sich aus. Sie wissen nicht mehr als andere von Waffen, Viren oder dem Klimawandel, aber sie kennen Menschen in Krisensituationen. Jakob Hein ist Psychiater für Kinder und Erwachsene und Schriftsteller. Seit 2011 führt er seine eigene Praxis. <span id="more-4137"></span></p>
<p><strong>Es gibt kein Geheimwissen über die Lösung von Problemen</strong></p>
<p>Denn im Gegensatz zu bestimmten Klischees werden Psychiater wie Jakob Hein in aller Regel von Leuten aufgesucht, die veritable Probleme haben. Und praktisch niemals ist es nur ein einziges Problem. Wenn die Dinge hübsch nacheinander aus dem Ruder laufen würden, dann wäre das nicht gut, aber handhabbar. Doch leider läuft es so oft nicht. Ein einziges Problem kann praktisch jeder lösen. Aber es gilt Murphys Gesetz: „Alles, was schiefgehen kann, geht schief“, und die erste logische Schlussfolgerung daraus lautet: „Alles geht auf einmal schief.“ </p>
<p>Jakob Hein gibt zu: „Leider haben wir Psychotherapeuten und Psychiaterinnen kein Geheimwissen über die Lösung von Problemen.“ Nicht einmal die psychopharmakologischen Medikamente können Wunder vollbringen. Aber sie spielen oft eine wichtige Rolle in der Linderung der schlimmsten Symptome und helfen den Patienten, sich überhaupt dem psychotherapeutischen Prozess stellen zu können. Psychotherapie ist individuelle Arbeit, die nicht immer leicht ist für den Therapeuten, aber für die Patienten ist sie sehr schwer. </p>
<p><strong>Die Psychotherapie analysiert die Vergangenheit</strong></p>
<p>Alles, was in der Psychotherapie geschieht, unterliegt der Schweigepflicht. Dennoch ist nichts von dem was Psychiater wie Jakob Hein tun, geheim: „Wir können nur die Vergangenheit analysieren, denn allein sie steht uns zur Verfügung. Wir tun dies aber, um die Zukunft besser gestalten zu können, so ungewiss sie ist. Denn wir wollen nicht de Lebensgeschichte der Patienten als eine endlose Abfolge von tragischen Fehlentscheidungen nachzeichnen, die in logischer Konsequenz zur jetzigen Krise geführt hat, wir wollen gemeinsam schauen, was die Patienten ändern können. Wir erheben eine Anamnese, keine Katastrophe. </p>
<p>Dazu suchen Jakob Hein und Kollegen Muster von Fehlentscheidungen, systematische Probleme, Dinge, die immer wieder zu Krisensituationen geführt haben, und diskutieren Möglichkeiten, an welcher Stelle er oder sie sich vielleicht anders entscheiden hätten können. Das müssen nicht immer Entscheidungen sein, die besser anders getroffen worden wären. Manchmal war es auch die für einen Patienten richtige Entscheidung, die nur von anderen Personen als falsch bewertet wurde. Quelle: „Finde die Lücke“ von Jakob Hein in „chrismon“ Nr.11/2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Sigmund Freud entwickelt ein Ich-Konzept</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2020 05:57:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, hat ein sehr einflussreiches Konzept des Ichs entwickelt. Besonders deutlich arbeitet er dies in seiner Schrift „Das Ich und das Es“ von 1923 heraus. In dieser bereichert er den Unterschied zwischen bewusst und unbewusst um die berühmte Begrifflichkeit: Ich, Über-Ich und Es. Markus Gabriel erklärt: „Sigmund Freud versteht „das Ich“ dabei nicht mehr als eine allgemeine Dimension des Wissens, sondern nun als eine Facette oder eine Instanz des Seelenlebens.“ Sigmund Freud schreibt: „Wir haben uns die Vorstellung von einer zusammenhängenden Organisation der seelischen Vorgänge&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, hat ein sehr einflussreiches Konzept des Ichs entwickelt. Besonders deutlich arbeitet er dies in seiner Schrift „Das Ich und das Es“ von 1923 heraus. In dieser bereichert er den Unterschied zwischen bewusst und unbewusst um die berühmte Begrifflichkeit: Ich, Über-Ich und Es. Markus Gabriel erklärt: „Sigmund Freud versteht „das Ich“ dabei nicht mehr als eine allgemeine Dimension des Wissens, sondern nun als eine Facette oder eine Instanz des Seelenlebens.“ Sigmund Freud schreibt: „Wir haben uns die Vorstellung von einer zusammenhängenden Organisation der seelischen Vorgänge in einer Person gebildet und heißen diese das „Ich“ derselben.“ Markus Gabriel hat seit 2009 den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn inne und ist dort Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie. <span id="more-2355"></span></p>
<p><strong>Sigmund Freud hat auch die Psychotherapie begründet</strong></p>
<p>Das Ich ist nun Gegenstand der Psychologie. Ein Vorgang, der in der Philosophie Friedrich Nietzsche vorbereitet, den Sigmund Freud gelesen hatte. Sigmund Freud hat aber gerade deswegen zur Psychoanalyse gefunden, weil er verstanden hat, dass es Strukturen im geistigen Leben gibt, die sich in der Art und Weise manifestieren, wie ein Mensch sich selbst und seine Einstellungen zu anderen beschreibt. Überdies hat er damit die Psychotherapie begründet. Diese besteht darin, die persönlichen Einstellungen zu sich selbst und zu Anderen zu schildern. Daneben beantwortet die Psychoanalyse die Frage, auf welche Weise diese Einstellungen Schmerzen verursachen und wie ein Mensch sie verändern kann.</p>
<p>Es gibt einen Zusammenhang zwischen den eigenen Selbstbeschreibungen und der Qualität des bewussten Lebens. Sigmund Freud und in seiner Folge insbesondere der französische Psychoanalytiker und Philosoph Jacques Lacan (1901 – 1981) setzen sich unter anderem kritisch mit Selbstbeschreibungen auseinander. Diese nehmen an, dass es in einem über die Menschen wachenden Expertenrat, die Wissenschaftler, gibt, der der absolut objektiven Göttin namens „die Wissenschaft“ huldigen.</p>
<p><strong>Das Unbewusste gehört zum Psychischen</strong></p>
<p>Markus Gabriel stellt fest: „Die Psychoanalyse geht mit einer Kritik an einem falschen Wissenschaftsideal einher. Das meint, absolute Objektivität ließe sich erreichen. Das macht sie nicht bei allen beliebt.“ Sigmund Freunds grundlegende Unterscheidung besteht darin, dass er das Psychische in Bewusstes und Unbewusstes einteilt. Dies nennt er die Grundvoraussetzung der Psychoanalyse. Das Bewusstsein erschöpft demnach das geistige Leben – das Psychische – nicht. An dieser Unterscheidung wird auch heute nicht gerüttelt.</p>
<p>Entscheidend ist nun nach Sigmund Freud, dass das Unbewusste gerade nicht aus organischen Vorgängen besteht, sondern zum Psychischen gehört. Natürlich sind es neurobiologische Vorgänge, die dafür sorgen, dass die Photonen, die auf die Sinnesrezeptoren treffen, zu Informationen verarbeitet werden. Dies geschieht in dem Sinne unbewusst, als dass man sie nicht als solche bemerkt, sondern nur ihr Resultat erlebt. Dabei handelt es sich gerade um die bewussten Eindrücke. Wenn jemand seine Hand ansieht, sieht er ja nicht zugleich die neurobiologischen Vorgänge, die sich dabei abspielen. Quelle: „Ich ist nicht Gehirn“ von Markus Gabriel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Überreizten Menschen entgeht das Wesentliche</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ueberreizten-menschen-entgeht-das-wesentliche.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 06:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass der Begriff „Achtsamkeit“ nicht nur in den Medien immer häufiger auftaucht, ist für Georg Milzner ein Grund, ihn unter diagnostischen Gesichtspunkten zu betrachten. Denn eine ruhende, aufmerksam dem Tag und den wichtigsten Menschen begegnende Lebensform würde keine Achtsamkeit benötigen. Sie hätte alles Wesentliche in sich selbst schon herangebildet. Aktuell herrscht aber eine Kultur, der das Informiertsein über alles geht. Infolge dieses Drangs nach Informationen entwickelt sie immer stärkeren Stress. Georg Milzner nimmt als Beispiel Menschen, die beständig überreizt sind und denen oft das Wesentliche entgeht. Dazu kommt eine Lebenswelt,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Begriff „Achtsamkeit“ nicht nur in den Medien immer häufiger auftaucht, ist für Georg Milzner ein Grund, ihn unter diagnostischen Gesichtspunkten zu betrachten. Denn eine ruhende, aufmerksam dem Tag und den wichtigsten Menschen begegnende Lebensform würde keine Achtsamkeit benötigen. Sie hätte alles Wesentliche in sich selbst schon herangebildet. Aktuell herrscht aber eine Kultur, der das Informiertsein über alles geht. Infolge dieses Drangs nach Informationen entwickelt sie immer stärkeren Stress. Georg Milzner nimmt als Beispiel Menschen, die beständig überreizt sind und denen oft das Wesentliche entgeht. Dazu kommt eine Lebenswelt, in der Hektik der typische Begleiter allzu vieler Verrichtungen ist. In dieser haben allzu viele Menschen das Gefühl, niemals richtig dort zu sein, wo sie eben gerade sind. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut.  <span id="more-2208"></span></p>
<p><strong>Spiritualität strebt nach etwas geistig Übergeordneten</strong></p>
<p>Der Siegeszug der Achtsamkeit verweist offenbar auf ein Bedürfnis – einfach nur wahrzunehmen. Achtsamkeit ist ursprünglich eine spirituelle Praxis, gehört also im weitesten Sinn dem religiösen Bereich an. Dem Wiedererwachen spiritueller Bedürfnisse liegt aber nicht nur ein religiöser Wunsch zugrunde. Auch das Sehnen nach seelischer Beheimatung und Zugehörigkeit ist es nicht allein. Vielmehr ist gerade dort, wo Spiritualität nicht allein religiös verstanden wird, sondern allgemein nach etwas geistig Übergeordneten strebt, darin vor allem ein Bedürfnis nach sinnvollem Leben zu sehen.</p>
<p>Dieses Bedürfnis nach Sinn kann sehr individuell ausfallen. Georg Milzner weiß aus eigener Erfahrung: „Auch in die Psychotherapie sind spirituelle Fragestellungen zu nehmend eingedrungen. Das Bedürfnis nach Sinn scheint es nicht zu erlauben, eine Lebensgeschichte ganz nach dem Ursache-Wirkungs-Schema zu erzählen.“ Möglicherweise hat das Aufgreifen spiritueller Fragestellungen in der Psychotherapie aber auch noch einen anderen Grund. Je mehr Menschen nämlich spürten, dass ihnen das Gefühl für ihr Leben aus den Händen gleitet, desto intensiver werden ihre Suchbewegungen in Richtung auf etwas, das ihnen Tiefe verleiht.</p>
<p><strong>Ein ruhiger Geist führt nicht unbedingt zu einer befriedigten Seele</strong></p>
<p>Die Psychotherapie vermag dies unter Umständen aufzunehmen, ja zu befriedigen. Allerdings ist die Psychotherapie im Zeitalter der Hirnforschung auch selbst eine andere geworden. Dem, was einmal charakteristisch für sie zu sein schien, hat sie sich in weiten Teilen entfremdet. Die Arbeit mit Träumen, die Erkundung des Unbewussten, überhaupt die Dimensionen seelischer Tiefe, ist in den Hintergrund getreten. Gleichzeitig ist sie technischer geworden und sucht ihren klinischen Werkzeugkasten beständig zu erweitern.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist eine aus der spirituellen Welt kommende Technologie des Bewusstseins eine willkommene Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten. Doch was vermag Achtsamkeit seelisch auszulösen? Georg Milzner warnt: „Was den Geist ruhig macht, kann ja die Seele durchaus unbefriedigt lassen. Auch besteht die Gefahr überzogener Hoffnungen.“ Es ist nicht das erste Mal, dass in asiatischen Praktiken und Weisheitslehren etwas gesucht wird, was der Westen an sich selbst vermisst. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Psychotherapie geht auf Sigmund Freud zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 07:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Psychotherapie ist im Gesundheitswesen ein relativ neues Berufsfeld. Die kaum hundert Jahre alte Bezeichnung hat die Menschheit Sigmund Freud zu verdanken. Die Psychoanalyse war nach Sigmund Freud bis zur Hälfte des vorigen Jahrhunderts die vorherrschende Behandlungsform, wenn auch nur für ausgewählte Patienten. Der Durchbruch gelang der Psychotherapie in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, als völlig verschiedene psychotherapeutische Methoden nebeneinander, durcheinander und vor allem auch gegeneinander angeboten wurden. Paul Verhaeghe ergänzt: „Wenn die verschiedenen Therapeuten überhaupt etwas gemein hatten, dann war es ihre Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft, zu der sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Psychotherapie ist im Gesundheitswesen ein relativ neues Berufsfeld. Die kaum hundert Jahre alte Bezeichnung hat die Menschheit Sigmund Freud zu verdanken. Die Psychoanalyse war nach Sigmund Freud bis zur Hälfte des vorigen Jahrhunderts die vorherrschende Behandlungsform, wenn auch nur für ausgewählte Patienten. Der Durchbruch gelang der Psychotherapie in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, als völlig verschiedene psychotherapeutische Methoden nebeneinander, durcheinander und vor allem auch gegeneinander angeboten wurden. Paul Verhaeghe ergänzt: „Wenn die verschiedenen Therapeuten überhaupt etwas gemein hatten, dann war es ihre Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft, zu der sie übrigens auch die Psychoanalyse zählten.“ Ihr Ziel war es, die Patienten von bevormundenden Strukturen zu befreien, Gesundheitssystem inklusive. Paul Verhaeghe lehrt als klinischer Psychologe und Psychoanalytiker an der Universität Gent. <span id="more-2141"></span></p>
<p><strong>Die Psychiatrie ist heute ein Teilbereich der Neurowissenschaften</strong></p>
<p>Ironischerweise lautete eine zentrale These gerade Sigmund Freuds, die viktorianische Gesellschaft mache krank und sei unter anderem schuld an den Neurosen jener Zeit. Paul Verhaeghe fügt hinzu: „Obendrein war der gesamte medizinische Sektor, zu dem auch die Psychotherapie gehörte, durchdrungen von einem religiösen Paternalismus.“ Der Befreiungstherapeut der Sechzigerjahre wollte mit Sigmund Freud nichts zu tun haben, er wollte die Schafe sowohl von der Herde als auch vom Schäfer befreien – wobei die entfremdete Gesellschaft die Herde darstellte, während der Patriarch, in dessen Namen all das geschah, der Schäfer war.</p>
<p>Heute versteht sich die Psychiatrie als Teilbereich der Neurowissenschaften und ist zu einem respektierten Sektor des Gesundheitswesens aufgestiegen. Die Herangehensweise ist evidenzbasiert, womit gemeint ist, dass es überzeugende wissenschaftliche Belege (Evidenz) für die Wirksamkeit einer Behandlung gibt. Eine Behandlungsform, die anfangs nur wohlhabenden Bürgern vorbehalten war, steht nun so tut wie allen zur Verfügung, da die Kosten psychotherapeutischer Behandlung häufig von den Krankenkassen übernommen werden.</p>
<p><strong>Nicht jede Psychotherapie ist erfolgreich</strong></p>
<p>Sigmund Freud nannte Psychotherapie einen unmöglichen Beruf. Gegenwärtig ist die Therapieform zwar sehr erfolgreich, dennoch nimmt die Unmöglichkeit immer deutlichere Formen an. Häufig scheitert die Psychotherapie – und somit der Psychotherapeut –, weil die Erwartungen zu hoch sind. Dazu kommt, dass die Ursachen persönlicher Probleme in der Tat immer häufiger gesellschaftlicher Natur sind. Wenn jemand psychische Probleme hat, weil er trotz eifriger Suche keine Arbeit findet und dafür noch als Schmarotzer bezeichnet wird, erhält er beim Psychotherapeuten keine zufriedenstellenden Antworten.</p>
<p>Paul Verhaeghe stellt fest: „Im schlechtesten Fall spielt Psychotherapie dann dieselbe Rolle wie ein Beruhigungsmittel für eine von ihrem Mann misshandelte Frau; dank der Pillen nimmt sie den Missbrauch kaum mehr wahr und versinkt immer tiefer in einer höchst ungesunden Umgebung.“ In beiden Fällen (existentielle und gesellschaftliche Probleme) wird dem Psychotherapeuten eine Expertenrolle zugewiesen – die des Lehrers also – der er unmöglich ausfüllen kann. Das macht Therapeuten krank. Quelle: „Autorität und Verantwortung“ von Paul Verhaeghe</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Zwangsstörungen sind komplexe und oft verheimlichte Leiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2014 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Qual]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Zwangsstörungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Menschen ständig Dinge nachprüfen, ständig putzen und waschen, kann ihnen das Leben sehr leicht zur unerträglichen Qual werden. Die Betroffenen stellen sich zum Beispiel folgende Fragen: „Habe ich den Herd wirklich ausgeschaltet, die Tür auch tatsächlich zugesperrt?“ Allerdings ist fast jeder schon einmal umgekehrt, um irgendetwas zu überprüfen.“ Als die beiden bekanntesten Zwangshandlungen gelten wiederholtes Kontrollieren und Waschen. Unter Zwangsstörungen leiden auch jene Menschen, die von zwanghaften Gedanken gequält werden. Verstörende Vorstellungen drängen sich bei den Betroffenen gegen ihren Willen auf. Während die beispielsweise am Bahnsteig stehen, überfällt sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Menschen ständig Dinge nachprüfen, ständig putzen und waschen, kann ihnen das Leben sehr leicht zur unerträglichen Qual werden. Die Betroffenen stellen sich zum Beispiel folgende Fragen: „Habe ich den Herd wirklich ausgeschaltet, die Tür auch tatsächlich zugesperrt?“ Allerdings ist fast jeder schon einmal umgekehrt, um irgendetwas zu überprüfen.“ Als die beiden bekanntesten Zwangshandlungen gelten wiederholtes Kontrollieren und Waschen. Unter Zwangsstörungen leiden auch jene Menschen, die von zwanghaften Gedanken gequält werden. Verstörende Vorstellungen drängen sich bei den Betroffenen gegen ihren Willen auf. Während die beispielsweise am Bahnsteig stehen, überfällt sie die fixe Idee, einen anderen vor den einfahrenden Zug zu stoßen. <span id="more-379"></span></p>
<p><strong>Zwangsgestörte schämen sich für ihre Handlungen und Gedanken</strong></p>
<p>Diese Menschen glauben in ihrer Selbsteinschätzung eine Gefahr für die Umwelt zu sein und versuchen solche zwanghaften Gedanken zu unterdrücken. Das ist kontraproduktiv, denn so kommen sie immer wieder. Viele Menschen, die unter Zwangsstörungen leiden, schämen sich für ihre Handlungen und Gedanken. Sie erkennen selbst, dass ihr Tun oder Denken ihnen nicht weiterhilft, sondern ganz im Gegenteil viel Zeit kostet und das Leben nahezu unerträglich macht. Zwangsstörungen zählen zu den komplexen, oft verheimlichten und chronischen Leiden. Obwohl sich die Zwangsstörung in der Regel sehr gut behandeln lässt, suchen viele Betroffene aus Scham viel zu spät einen Arzt auf. Quelle: Apotheken Umschau</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Träume der Menschen haben meistens eine tiefe Bedeutung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Oct 2014 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Träume enthalten Botschaften für den Träumer, sie sind ein Schlüssel zum menschlichen Unterbewusstsein. Jeder Traum selbst ist eine Art Reise in die Tiefen der Seele. Aber auch in die Ferne, in eine mögliche Zukunft, die Menschen unbewusst vorausahnen. Üblicherweise spricht das Unterbewusstsein zu Menschen in Bildern, die mit der Realität nur bedingt zu tun haben. Schon in der Antike haben Menschen die Traumsymbole zu deuten versucht. Dies basiert nur auf einer generellen Annahme von Lebenssituationen und kann für jeden Einzelnen unterschiedliches bedeuten. Aus den Träumen kann man viel lernen und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Träume enthalten Botschaften für den Träumer, sie sind ein Schlüssel zum menschlichen Unterbewusstsein. Jeder Traum selbst ist eine Art Reise in die Tiefen der Seele. Aber auch in die Ferne, in eine mögliche Zukunft, die Menschen unbewusst vorausahnen. Üblicherweise spricht das Unterbewusstsein zu Menschen in Bildern, die mit der Realität nur bedingt zu tun haben. Schon in der Antike haben Menschen die Traumsymbole zu deuten versucht. Dies basiert nur auf einer generellen Annahme von Lebenssituationen und kann für jeden Einzelnen unterschiedliches bedeuten. <span id="more-428"></span></p>
<p><strong>Aus den Träumen kann man viel lernen und persönlich wachsen</strong></p>
<p>Die Forschung zeigt, dass die meisten Menschen mehrmals pro Nacht träumen. Meist allerdings, ohne dass sie sich am Morgen daran erinnern. Verbringt ein Baby noch rund fünfzig Prozent seines Schlafes mit Träumen, sind es beim Erwachsenen nur noch zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent des Schlafes. Der Großteil dessen, was sich nachts in den Köpfen der Menschen abspielt, ist relativ banal. Aus den Träumen kann man über sich selbst lernen und daran wachsen.</p>
<p>Die Wiener Traumforscherin Brigitte Holzinger betont: „Ein Traum sind Gefühle in bewegten Bildern dargestellt und wie eine kleine Psychotherapie.“ Sie helfen den Menschen, erlebtes zu verarbeiten. Die Erinnerung an die Träume in der REM-Phase, gegen Ende der Nacht, ist am stärksten, falls sich der Träumer überhaupt an irgendetwas erinnert. Im Schnitt tun dies Menschen nämlich nur einmal in der Woche. Allerdings kann man es trainieren, indem der erste Gedanke beim Aufwachen dem Traum gilt. Ein Traumtagebuch ist dabei eine gute Unterstützung. Quelle: Kronen Zeitung</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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