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	<title>Kreativität &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Konstruktiver Streit fördert die Kreativität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 02:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Fähigkeit konstruktiv zu streiten, macht Menschen nicht nur zivilisierter; sie fördert auch die Entwicklung ihrer kreativen Muskeln. Adam Grant nennt ein Beispiel: „So zeigte eine klassische Studie, dass hochkreative Architekten eher als ihrer technisch kompetenten, aber weniger originellen Kollegen aus Elternhäusern stammten, in denen es viele Spannungen gegeben hatte.“ Sie wuchsen oft in Haushalten ... <a title="Konstruktiver Streit fördert die Kreativität" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/konstruktiver-streit-foerdert-die-kreativitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Konstruktiver Streit fördert die Kreativität">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fähigkeit konstruktiv zu streiten, macht Menschen nicht nur zivilisierter; sie fördert auch die Entwicklung ihrer kreativen Muskeln. Adam Grant nennt ein Beispiel: „So zeigte eine klassische Studie, dass hochkreative Architekten eher als ihrer technisch kompetenten, aber weniger originellen Kollegen aus Elternhäusern stammten, in denen es viele Spannungen gegeben hatte.“ Sie wuchsen oft in Haushalten auf, in denen „Spannungen  herrschten, sie sich aber sicher fühlten“. Der Psychologe Robert Albert schreibt: „Die zukünftige kreative Person stammt aus einer Familie, die alles andere als harmonisch ist, sondern eine, in der es hakelt.“ Die Eltern waren weder gewalttätig noch auffällig, doch sie scheuten sich nicht vor Konflikten. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der renommierten Wharton Business School. Seine Forschungsbeiträge im Bereich Motivation und Produktivität wurden vielfach ausgezeichnet. <span id="more-5736"></span></p>
<p><strong>Die Brüder Wright lernten aus der Erfahrung des Streits</strong></p>
<p>Statt ihren Kinder zu sagen, dass man sie sehen, aber nicht hören dürfe, ermutigten sie sie, für sich selbst einzutreten. Die Kinder lernten, auszuteilen – und einzustecken. Genau dies war bei Wilbur und Orville Wright der Fall. Adam Grant erklärt: „Als die Brüder Wright sagten, sie würden gemeinsam denken, meinten sie in Wirklichkeit, sie würden miteinander streiten. Debattieren war in ihrer Familie an der Tagesordnung.“ Obwohl der Vater Bischof der örtlichen Kirche war, hatte er in seiner Bibliothek auch Bücher von Atheisten und ermunterte die Kinder, sie zu lesen und zu diskutieren.</p>
<p>Sie entwickelten den Mut, für ihre Ideen zu kämpfen, und die Widerstandskraft, eine Auseinandersetzung zu verlieren, ohne ihre Entschlossenheit einzubüßen. Adam Grant ergänzt: „Wenn sie ihre Probleme lösten, dauerten die Auseinandersetzungen nicht nur Stunden, sondern Wochen und Monate. Sie hatten nicht ständig Streit, weil sie wütend waren. Sie stritten sich, weil sie es genossen und aus dieser Erfahrung lernten.“ Wilbur sinnierte: „Ich streite mich gern mit Orv.“ </p>
<p><strong>Konflikte verleihen unverträglichen Menschen Energie</strong></p>
<p>Solange sich Adam Grant erinnern kann, versucht er stets, den Frieden zu wahren. Vielleicht liegt es daran, dass seine Freunde ihn im Gymnasium fallen ließen. Vielleicht liegt es daran, dass meine Eltern sich scheiden ließen. Was immer der Grund sein mag, in der Psychologie gibt es einen Namen für sein Leiden: Man nennt es Verträglichkeit, und es ist eine der weltweit anerkannten Hauptdimensionen der Persönlichkeit. Verträgliche Menschen sind meist nett. Freundlich. Höflich. Kanadisch.</p>
<p>Adam Grants erster Impuls ist der, selbst die belanglosesten Konflikte zu vermeiden. Wenn Studenten Kursbewertungen vornehmen, ist eine der häufigsten Klagen die, dass er „zu nachsichtig mit dummen Kommentaren ist“. Unverträgliche Menschen sind gewöhnlich kritischer, skeptischer und herausfordernder – und sie werden eher als andere Mitglieder ihrer Peer Group Ingenieure und Anwälte. Sie fühlen sich nicht nur wohl, wenn es Konflikte gibt, es verleiht ihnen Energie. Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ohne Motivation gibt es keine Hochbegabung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 01:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hochbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt verschiedene Modelle, anhand derer man versucht, Hochbegabung zu beschreiben. Die Modelle unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Rolle, welche die Umwelt bei der Entwicklung der Hochbegabung spielt. Jakob Pietschnig weiß: „Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es jedoch drei zentrale Elemente, die in den meisten Modellen mehr oder weniger prominent vorkommen: die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, die Leistungsmotivation ... <a title="Ohne Motivation gibt es keine Hochbegabung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jakob-pietschnig-hochbegabung.html" aria-label="Mehr Informationen über Ohne Motivation gibt es keine Hochbegabung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Modelle, anhand derer man versucht, Hochbegabung zu beschreiben. Die Modelle unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der Rolle, welche die Umwelt bei der Entwicklung der Hochbegabung spielt. Jakob Pietschnig weiß: „Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es jedoch drei zentrale Elemente, die in den meisten Modellen mehr oder weniger prominent vorkommen: die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, die Leistungsmotivation und die Kreativität.“ Am anschaulichsten zusammengefasst sind sie im sogenannten „Drei-Komponenten-Modell“. Die Idee dahinter ist, dass überdurchschnittliche Fähigkeiten für sich selbst keine hinreichende Bedingung für Hochbegabung darstellen. Sondern dass Letztere erst durch die Überlappung mit anderen Persönlichkeitsvariablen entsteht. So ist es etwa nicht vorstellbar, dass jemand eine außergewöhnliche Leistung erbringt, wenn er keine Motivation dazu verspürt. Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien. <span id="more-4916"></span></p>
<p><strong>Kreativität spielt bei Hochbegabten eine große Rolle</strong></p>
<p>Dieses Faktum bezeichnet man in der Psychologie als „Kompetenz-Performanz-Problem“. Es bedeutet, dass die Fähigkeit eines Menschen, sprich seine Kompetenz, selbst mit den allerbesten Testinstrumenten nicht festgestellt werden kann, wenn er nicht dazu motiviert ist, die ihm vorgelegten Aufgaben auch zu bearbeiten. Jakob Pietschnig stellt fest: „Das heißt, dass die Erfassbarkeit der Fähigkeiten eines Menschen von seiner Motivation während der Leistungserfassung abhängig ist.“ Sie ist für die Testleistung, die Performanz, unbedingte Voraussetzung.</p>
<p>Verglichen mit ihr spielen andere Faktoren, die zu einer geringeren Performanz führen können, wie etwa Lärm, Temperatur oder Persönlichkeitsvariablen wie Tendenz zu Prüfungsangst, eine weniger bedeutende Rolle. Ohne Motivation gibt es auch keine Hochbegabung. Neben der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Leistungsmotivation spielt Kreativität als dritter Faktor eine große Rolle. Sie ist ursächlich für neuartige und zugleich problemangepasste Lösungsansätze. Wenn alle diese drei Faktoren von so großer Bedeutung sind, stellt sich die Frage, weshalb man die Hochbegabung Einzelner fast ausschließlich an der Feststellung ihrer überdurchschnittlichen Fähigkeiten festmacht.</p>
<p><strong>Auf Kommando kann kaum jemand kreativ sein</strong></p>
<p>Jakob Pietschnig erläutert: „Das hat in Wahrheit jedoch ganz pragmatische Gründe: Zum einen kann man davon ausgehen, dass jemand, der eine allgemein geringe Leistungsmotivation besitzt, auch bei der Erfassung seiner kognitiven Fähigkeiten keinen allzu großen Ehrgeiz, gut abzuschneiden, an den Tag legen wird.“ Vereinfacht gesagt: Wenn sich jemand grundsätzlich nicht gerne anstrengt, wird er sich auch bei der Testung nicht verausgaben und dementsprechend auch nicht Gefahr laufen, als potenziell hochbegabt eingestuft zu werden.</p>
<p>Die Motivation wird also durch eine gute Testleistung zumindest miterfasst. Zum anderen ist Kreativität ein schwer konkret definierbarer Begriff und bislang – wenn überhaupt – nur schlecht messbar. Warum Kreativität nur schlecht messbar ist, wird einem Menschen spätestens dann bewusst, wenn er bei einem Kreativitätstest vom Testleiter sinngemäß aufgefordert wird: „Seien Sie kreativ – und zwar genau jetzt!“ Selbst grundsätzlich äußerst kreative Menschen werden Probleme haben, auf Kommando kreativ zu sein. Quelle: „Intelligenz“ von Jakob Pietschnig</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Perspektivwechsel erfordern Mut</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-kreative-grundhaltung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2023 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[Um sich selbst in eine kreative Grundhaltung zu versetzen, um kreative Prozesse immer wieder zu starten, bedarf es zunächst eines Anfangs und dann einer nachhaltigen Aufrechterhaltung dieses Zustandes. Das Zitat von Hermann Hesse „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ hat zweifellos seine Berechtigung. Markus Hengstschläger weiß: „Und trotzdem bleiben vielen Menschen, wahrscheinlich auch ob ... <a title="Perspektivwechsel erfordern Mut" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-kreative-grundhaltung.html" aria-label="Mehr Informationen über Perspektivwechsel erfordern Mut">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um sich selbst in eine kreative Grundhaltung zu versetzen, um kreative Prozesse immer wieder zu starten, bedarf es zunächst eines Anfangs und dann einer nachhaltigen Aufrechterhaltung dieses Zustandes. Das Zitat von Hermann Hesse „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ hat zweifellos seine Berechtigung. Markus Hengstschläger weiß: „Und trotzdem bleiben vielen Menschen, wahrscheinlich auch ob ihrer Ängste vor dem Versagen und Scheitern, in ihrem konvergenten, logischen, auf einen bekannten Lösungspunkt hinsteuernden Denken verhaftet.“ Divergentes Denken, das bei kreativen Prozessen vorherrscht, ist offen, unsystematisch, frei assoziierend und experimentierfreudig. Für solch einen Perspektivwechsel, solch eine Verbreitung des Horizontes, bedarf es Mut. Die nachhaltige Förderung von Mut steigert die Motivation, auch ungerichtet in Bewegung zu bleiben, divergent zu denken und proaktiv Ausschau nach neuen Ideen zu halten. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-4831"></span></p>
<p><strong>„Serendipität“ steht für zufällige Entdeckungen</strong></p>
<p>Amerika, Penicillin, Teflon, Röntgenstrahlen und Viagra haben etwas gemeinsam: Niemand hat sie gesucht, sie wurden zufällig gefunden und ihre Entdeckung hat die Welt verändert. Der Begriff „Serendipität“ steht für zufällige Beobachtungen und Entdeckungen. Markus Hengstschläger ergänzt: „Das Serendipitätsprinzip beschreibt, dass man überraschend etwas finden kann, was man ursprünglich nicht gesucht hat.“ Jeder, der in der Wissenschaft arbeitet, kennt dieses Phänomen gut und kann ganz sicher einige Entdeckungen aufzählen, die er zufällig bei der Arbeit gemacht hat. </p>
<p>„Bei der Arbeit“ ist dabei die Schlüsselformulierung. Wer nicht in Bewegung ist, wer nicht auf der Suche nach irgendetwas ist, kann auch nichts finden. Nur wer konstant und konsequent am Werk ist, macht Begegnungen, egal ob er sie gesucht hat oder nicht. Markus Hengstschläger erläutert: „Das Hin- und Herwechseln zwischen fokussiertem und ergebnisoffenem Gehen hält eine Grundspannung und Mobilität aufrecht, die das zufällige Finden von Lösungen und Ideen fördert.“</p>
<p><strong>Es gibt keine Garantie für die Zukunft</strong></p>
<p>Wenn die Förderung von Lösungsbegabung zu neuen Konzepten führen soll, muss man sie bedingungslos als permanent laufenden Prozess verstehen. Lässt man eine Suspension einfach stehen, so setzen sich in der Mischung die festen Teilchen am Boden ab. Diese Sedimentation kann nur durch stete Energiezufuhr verhindert werden. Markus Hengstschläger erklärt: „Die dadurch aufrecht gehaltene Dynamik begünstigt das Auftreten von Serendipität.“ </p>
<p>Der schnelllebige Wandel unserer Zeit setzt Menschen und Unternehmen gewissermaßen unter laufenden Veränderungsdruck, um am Ball bleiben zu können. Dafür sollen immer wieder weitreichende Änderungen betreffend Strategien, Prozesse und Verhaltensweisen bewirkt werden. Allerdings gibt es keine Garantie für die Zukunft. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht optimistisch sein darf. Die Zukunft, auf die man in der Gegenwart zugeht, verändert sich permanent. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Brillante Ideen lösen große Emotionen aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 01:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Sehnsucht nach einer glänzenden Idee ist groß. Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag, nichts ist erbaulicher als ein brillanter Einfall. Markus Hengstschläger erläutert: „Die Emotionen, die bei einem Menschen ausgelöst werden, wenn er bemerkt, dass er gerade einen wirklich neuen brauchbaren Geistesblitz gehabt hat, sind unbeschreiblich und vielleicht vergleichbar mit einer individuellen Mondlandung.“ ... <a title="Brillante Ideen lösen große Emotionen aus" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-unvorhersehbares.html" aria-label="Mehr Informationen über Brillante Ideen lösen große Emotionen aus">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sehnsucht nach einer glänzenden Idee ist groß. Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag, nichts ist erbaulicher als ein brillanter Einfall. Markus Hengstschläger erläutert: „Die Emotionen, die bei einem Menschen ausgelöst werden, wenn er bemerkt, dass er gerade einen wirklich neuen brauchbaren Geistesblitz gehabt hat, sind unbeschreiblich und vielleicht vergleichbar mit einer individuellen Mondlandung.“ Aber die Ängste vor der Blamage, die durch eine nicht so geniale oder vielleicht sogar schon alte Idee entstehen könnte, sind auch allgegenwärtig. Hierfür bietet sich Mut als Sicherheit als Gegenrezept schon einmal an. Ideen werden gebraucht – immer und überall. Sie sind der Ausgangspunkt für wissenschaftliche Projekte, für technologische Entwicklungen, für neue handwerkliche Ansätze, für Unternehmensgründungen und vieles mehr. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-4621"></span></p>
<p><strong>Kreative Menschen können Neues erschaffen</strong></p>
<p>Ideen bilden den Auftakt für Innovationsprozesse. Wo immer eine neue Fragestellung auftaucht, ob vorhergesehen oder nicht, ist die Parole „Da muss uns jetzt aber etwas einfallen!“ nicht weit. Und am Ende kümmert es niemanden, ob es sich um einen spontanen intuitiven Einfall aus dem Bauch heraus gehandelt hat oder ob die kreative Idee im Zuge eines konzertierten Ideenfindungsprozesses durch Nachdenken entstanden ist. Durch Kreativität ist man in der Lage, etwas Neues, noch nie Dagewesenes zu erschaffen, das nützlich beziehungsweise brauchbar ist. </p>
<p>Markus Hengstschläger stellt fest: „Man spricht in diesem Zusammenhang auch gern von der kreativen Person, dem kreativen Produkt und dem kreativen Umfeld. Für Kreativität braucht es bestimmte intellektuelle Fähigkeiten, qualifiziertes Wissen und eine entsprechende Persönlichkeit.“ Durch die Komponente des andauernden Beschäftigens mit der Unvorhersehbarkeit initiiert und fördert man eine kreative Grundhaltung mit der dafür notwendigen Denkweise. </p>
<p><strong>Zur Entwicklung von Ideen braucht man ein ideales Umfeld</strong></p>
<p>Zur kreativen Grundhaltung gehören Neugier, Assoziationsfreude, Flexibilität und Spontaneität und die Bereitschaft, Perspektiven zu wechseln und Grenzen zu überschreiten. Damit kreative Ideen auch in umsetzbare Ergebnisse münden, braucht es die Fähigkeit Probleme zu erkennen, die richtigen Fragen zu stellen, Beharrlichkeit, Genauigkeit, Beobachtungsgabe, detailliertes Dokumentieren, Realitätssinn und vieles mehr. Anders ist noch nicht automatisch besser. Letztendlich dreht sich mehr oder weniger alles um die Frage, wie man einen kreativen Prozess auslöst und wie man zu einer Idee kommt. </p>
<p>Damit Ideen entstehen können, damit sie offen kommuniziert, diskutiert und evaluiert werden können, braucht es zweifelsfrei das ideale Umfeld. Markus Hengstschläger erklärt: „Man spricht gerne von einer inspirierenden Umgebung. Die Inspiration, die unerwartete Eingebung, sei ja schließlich das Maß aller Dinge. Und es geht das Gerücht um, dass es dafür keine wirkliche Erklärung gibt, weil ja schließlich die besten Eingebungen im Schlaf, beim Joggen oder beim Duschen kommen.“ Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die sanften Aufschieber sind am kreativsten</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-aufschieben-und-kreativitaet.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2022 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ständigen Aufschieber von Tätigkeiten sind irgendwann von sich und dem Leben enttäuscht, nicht weil sie nichts erreichen, sondern weil sie gar nie anfangen. Andreas Salcher stellt fest: „Sie werden zu Zuschauern in ihrem eigenen Leben.“ Es gibt einen spannenden Zusammenhang zwischen Aufschieben und Kreativität. Der Hardcore-Aufschieber findet meist deshalb zu keiner großartigen Lösung, weil ... <a title="Die sanften Aufschieber sind am kreativsten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-aufschieben-und-kreativitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Die sanften Aufschieber sind am kreativsten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die ständigen Aufschieber von Tätigkeiten sind irgendwann von sich und dem Leben enttäuscht, nicht weil sie nichts erreichen, sondern weil sie gar nie anfangen. Andreas Salcher stellt fest: „Sie werden zu Zuschauern in ihrem eigenen Leben.“ Es gibt einen spannenden Zusammenhang zwischen Aufschieben und Kreativität. Der Hardcore-Aufschieber findet meist deshalb zu keiner großartigen Lösung, weil er am Schluss von der Panik, überhaupt nicht fertig zu werden, aufgefressen wird. Doch auch die Schnellstarter gehren selten zu den Kreativsten, weil sie sich mit den ersten, naheliegenden Lösungen zufriedengeben und sich daraufhin in die nächste Aufgabe stürzen. Dagegen zeigt sich, dass die sanften Aufschieber häufig am kreativsten sind. Sie starten zwar schnell, lassen das Thema dann aber lange in sich arbeiten, um schließlich oft eine kreative, spannende Lösung zu finden. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-3847"></span></p>
<p><strong>Im Gehirn gibt es einen Raum der „Unerfüllten Wünsche“</strong></p>
<p>Ihr Arbeitsprozess entspricht einem „U“, viel Energie am Anfang und am Ende, dazwischen ist eine lange Phase der scheinbaren Inaktivität. Andreas Salcher weiß: „Bemerkenswerter Weise schieben wir auch Dinge auf, die wir eigentlich besonders gerne machen würden, wie eine neue Sprache zu lernen, einen Tanzkurs zu besuchen oder endlich in ein bestimmtes Land zu reisen.“ Im Archiv des menschlichen Gehirns gibt es einen Raum, auf dem „Unerfüllte Wünsche“ steht. </p>
<p>Im Laufe eines Lebens füllt sich dieser Raum. Menschen betreten ihn manchmal in ihren Tagträumen. Die einzige Herausforderung auf dem Weg vom sanften Aufschieben zum freudvollen Anfangen ist das scheinbare Fehlen einer letzten Anmeldefrist für die Verwirklichung der persönlichen Lebensträume. Dabei verbirgt sich diese im Wort „Deadline“. Auf die Frage „Was soll ich mit meinen geschenkten Jahren anfangen?“ gibt es eine einfache Antwort: Genieße sie und nütze sie für dich und andere. </p>
<p><strong>Die Verzögerung ist der größte Verlust für das Leben</strong></p>
<p>Seneca erklärt: „Der größte Verlust für das Leben ist die Verzögerung: Sie entzieht uns immer gleich den ersten Tag, sie raubt uns die Gegenwart, während sie Fernliegendes in Aussicht stellt.“ War der Tod traditionell ein Fall für Priester, Theologen oder Friedhofswärter, so übernehmen nun die Softwareingenieure die Deutungshoheit. Für die wissenschaftlichen Visionäre ist der Tod ein technisches Problem, das die Menschheit lösen können und lösen sollte. </p>
<p>Transhumanismus ist die ehrgeizigste, manche meinen die gefährlichste Idee, an der ganz offen im Silicon Valley und höchstwahrscheinlich versteckt in vielen Geheimlabors auf der Welt mit Hochdruck gearbeitet wird. Andreas Salcher erläutert: „Die Lebenserwartung des Menschen soll dabei durch Verschmelzung mit Computerintelligenz so weit ausgedehnt werden, dass irgendwann das Sterben obsolet wird.“ Der Homo deus, der gottgleiche Mensch, würde sich dann über den Homo sapiens erheben, wie das der israelische Historiker Yuval Noah Harari in seinem gleichnamigen Bestseller prognostiziert. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die meisten Ideen entstehen aus Bekanntem</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/stefan-klein-schoepferisches-denken.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
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					<description><![CDATA[Schöpferisches Denken entspringt dem kollektiven Gehirn. Stefan Klein erklärt: „Ein Mensch, der ein Problem zu lösen versucht, […] wird scheitern, wenn er nach dem Idealbild des Originalgenies meint, alle Einfälle aus sich selbst schöpfen zu können.“ Aussicht auf Erfolg hat nur, wer die in einer Kultur geronnenen Erfahrungen anderer kennt und zur Grundlage seiner Überlegungen ... <a title="Die meisten Ideen entstehen aus Bekanntem" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/stefan-klein-schoepferisches-denken.html" aria-label="Mehr Informationen über Die meisten Ideen entstehen aus Bekanntem">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schöpferisches Denken entspringt dem kollektiven Gehirn. Stefan Klein erklärt: „Ein Mensch, der ein Problem zu lösen versucht, […] wird scheitern, wenn er nach dem Idealbild des Originalgenies meint, alle Einfälle aus sich selbst schöpfen zu können.“ Aussicht auf Erfolg hat nur, wer die in einer Kultur geronnenen Erfahrungen anderer kennt und zur Grundlage seiner Überlegungen macht. Das im kollektiven Gehirn gespeicherte Wissen ist das Material, aus dem sich Ideen formen. Denn die meisten Ideen entstehen aus der Kombination von Bekanntem. Seit ihren Anfängen ist Kultur ein Baukasten, der sich selbst zu erweitern vermag: Menschen verbinden Konzepte zu neuen Konzepten. Stefan Klein zählt zu den erfolgreichsten Wissenschaftsautoren der deutschen Sprache. Er studierte Physik und analytische Philosophie in München, Grenoble und Freiburg. <span id="more-3266"></span></p>
<p><strong>Schöpferisches Denken ist die Kunst der Kombination</strong></p>
<p>Je weiter sich eine Kultur entwickelt, je mehr Wissen, Erfahrungen und Vorstellungen sich im kollektiven Gedächtnis sammeln, umso größer wird der Raum an Möglichkeiten für neue Ideen. Nach einer gängigen Theorie ist schöpferisches Denken nichts weiter als die Kunst der Kombination. „Kreativität besteht schlicht darin, Dinge zu verbinden“, behauptete etwa Steve Jobs, der offenbar selbst daran zweifelte, das Originalgenie zu sein, für das man ihn hielt. Die Radikalität, mit der Jobs sie vertrat, trifft die Theorie allerdings nicht zu. </p>
<p>Stefan Klein weist darauf hin, dass sich keineswegs alle Ideen als eine Zusammenstellung von Bekanntem erklären: „Tatsächlich ist Kombination nicht die einzige, wohl aber die einfachste Form der Kreativität – und damit ihr Königsweg.“ Nur der Mythos behauptet, dass die Menschheit Druckerpresse, Dampfmaschine, Automobil, Glühbirne oder Flugzeug den Eingebungen jeweils eines genialen Mannes verdanken. Tatsächlich gingen sie alle schrittweise aus mehreren älteren Erfindungen hervor. </p>
<p><strong>Neues in der Wissenschaft entstand durch gekonnte Montage</strong></p>
<p>Diese Meilensteine der modernen Technik entwickelten sich nach demselben Prinzip, nach dem vor Jahrtausenden die Inuit den ersten Hundeschlitten erfanden: durch Kombination. Stefan Klein stellt fest: „Auch Kunst und Wissenschaft bieten viele Beispiele, wie durch gekonnte Montage Neues entstand.“ Einige der wichtigsten Einsichten der Wissenschaft verdankt die Menschheit der intellektuellen Leistung, einen bekannten Zusammenhang auf einen scheinbar ganz anderen Bereich zu übertragen. </p>
<p>Diese intellektuellen Leistungen erlauben es zudem, Erkenntnisse einer Disziplin in einer anderen nutzbar zu machen. Als die beiden amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Fischer Black und Myron Scholes im Jahr 1973 eine Gleichung für den Preis von Optionen aufstellten, läuteten sie ein neues Zeitalter an den Börsen ein. Die erforderliche Mathematik war vertrackt, doch Black und Scholes fanden eine überraschende Lösung: Ihre Gleichung ließ sich so umschreiben, dass sie der physikalischen Formel für Wärmeleitung entsprach. Quelle: „Wie wir die Welt verändern“ von Stefan Klein</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 01:00:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das ... <a title="Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-duerfen-die-neugierde-nicht-verlieren.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das Bildungssystem auf dem Gegenteil – der extrinsischen Motivation. Die Kinder lernen in der Schule, was immer man auch anderes erzählen mag, für Noten. Solange dies der Vorbereitung auf das Berufsleben diente, hatten die Kritiker dieses Systems einen schweren Stand. In der klassischen Arbeitswelt arbeitet man schließlich ebenso für eine extrinsische Belohnung – für Geld. Der Philosoph, Publizist und Bestsellerautor Richard David Precht zählt zu den profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. <span id="more-2776"></span></p>
<p><strong>Die Digitalisierung stellt das Lernsystem infrage</strong></p>
<p>In gleichem Maße aber, wie die flächendeckende Erwerbsarbeit im Zuge der Digitalisierung zurückgeht, verliert diese Konditionierung ihren Sinn. Die Kinder müssen später in der Lage sein, aus intrinsischer Motivation heraus in hoch qualifizierten Berufen Außergewöhnliches zu leisten. Und sie brauche noch viel mehr innerlichen Antrieb, wenn sie zeitweilig oder länger keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Seinem Leben selbst einen Rahmen zu setzen und gute Pläne für den Tag zu entwickeln ist die Herausforderung für die Zukunft.</p>
<p>Je mehr intrinsische Motivation die Menschen haben, desto besser ist es um die Gesellschaft bestellt. Denn die Digitalisierung stellt das bisherige extrinsische Lernsystem infrage. Die Parallele zur Arbeits- und Leistungsgesellschaft ist unverkennbar. Richard David Precht warnt: „Der Ernst der Lage wird dramatisch unterschätzt.“ Übereinstimmung bei allen Bildungskritikern gibt es immerhin in zwei Punkten. Wer jetzt in eine Schule geht, eine Berufsausbildung macht oder eine Hochschule besucht, muss willens und bereit sein, ein Leben lang weiter zu lernen.</p>
<p><strong>Kreativität ohne Moral ist nicht erstrebenswert</strong></p>
<p>Es besteht kein Zweifel daran, dass das nicht ohne viel intrinsische Motivation möglich ist. Und einig ist man sich auch, dass es ohne Kreativität nicht gehen wird. „Kreativität“ ist allerdings ein äußerst schillernder Begriff. Kreativität ohne Moral ist gesellschaftlich nicht erstrebenswert. Und Bildung ohne Herzensbildung auch nicht. Fragen der Moral und der Urteilsbildung kommen damit in der Zukunft große Bedeutung zu. Das gleiche gilt für den Umgang mit technischen Geräten.</p>
<p>„Messen“ und „Messbares“ richtig einzuschätzen ist eine Bildungsfrage. „Digitale Selbstkontrolle“ und „digitale Risikokompetenz“, zwei Begriffe des Psychologen Gerd Gigerenzer, beschreiben, worauf es dabei ankommt. Nämlich auf die Fähigkeit, mit digitalen Technologien informiert umzugehen, mit dem Ziel deren Nutzen zu erhöhen und möglichen Schaden zu verringern. In den Schulen der Zukunft müssen die Schüler lernen, digitale Risiken abzuschätzen und psychologische Zusammenhänge zu verstehen. Quelle: „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kreativität wird hoch bewertet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 06:32:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Analogie]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
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					<description><![CDATA[Allgemein besteht Einigkeit darüber, dass kreative Problemlösung häufig mit der „Erfindung einer neuen Analogie“ zu tun hat. Manchmal spricht man auch davon, das Problem werde „restrukturiert“. David Gelernter erläutert: „Wenn wir plötzlich einen Zusammenhang zwischen zwei Sachverhalten erkennen, die in unserem Sprechen oder Denken in der Regel nicht zusammen vorkommen, haben wir die Grundlage für ... <a title="Kreativität wird hoch bewertet" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kreativitaet-wird-von-vielen-menschen-hoch-bewertet.html" aria-label="Mehr Informationen über Kreativität wird hoch bewertet">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Allgemein besteht Einigkeit darüber, dass kreative Problemlösung häufig mit der „Erfindung einer neuen Analogie“ zu tun hat. Manchmal spricht man auch davon, das Problem werde „restrukturiert“. David Gelernter erläutert: „Wenn wir plötzlich einen Zusammenhang zwischen zwei Sachverhalten erkennen, die in unserem Sprechen oder Denken in der Regel nicht zusammen vorkommen, haben wir die Grundlage für eine neue Analogie oder einen kreativen Gedanken.“ Inspiration ereignet sich in der Mehrzahl der Fälle auf einer achselzuckenden Ebene der ganz gewöhnlichen, wenig bemerkenswerten Gedanken des Alltags. Aber vielfach hat eine wichtige Inspiration auch die gleichen bescheidenen Anfänge: eine „neue Analogie“. Indem man ein rätselhaftes Etwas mit etwas anderem vergleicht, reißt man eine Öffnung in das alltägliche Gewebe des Geisteslebens und blickt hindurch. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2527"></span></p>
<p><strong>Eine Analogie ist immer mit einer Reflexion verbunden</strong></p>
<p>Jetzt kann man über das Etwas auch unter dem Gesichtspunkt des etwas anderen nachdenken. Man kann es auf eine neue Art betrachten. Kreative Problemlösung dreht sich also um die Entdeckung und Nutzung einer neuen Analogie. Und das ist gleichbedeutend mit Erinnerung plus Reflexion. Eine kreative Entdeckung kann eine technische Errungenschaft sein, oder auch eine poetische. Um ungewöhnliche Erinnerungen in eine tatsächliche Analogie umzuwandeln, muss man sie wahrnehmen. Man muss darüber nachdenken und sich an sie erinnern – das heißt, man muss reflektieren.</p>
<p>Wann ein Mensch mit der Frage nach einer Information konfrontiert wird, erinnert er sich an die entsprechende Information oder an Inhalte in seinem Gedächtnis, aus denen er die Information entnehmen kann. David Gelernter fügt hinzu: „Der gleiche mentale Ablauf, der Routinefragen beantwortet, liegt auch der Erfindung neuer Analogien zugrunde – vorausgesetzt, ich nutze ihn richtig.“ Auf der anderen Seite ist Kreativität selten, und vermutlich ist sie die geistige Leistung, die viele Menschen am höchsten bewerten.</p>
<p><strong>Neue Analogien führen zur Kreativität</strong></p>
<p>Natürlich besteht Kreativität nicht nur aus der Erfindung von Analogien. Wichtig ist auch die Bereitschaft, die Einfälle bis an ihre äußersten Grenzen und darüber hinaus zu treiben. Wichtig ist ebenfalls, Grenzen und Regeln zu ignorieren, die sich ausschließlich auf Konventionen gründen. Eine grundlegende Voraussetzung kommt noch hinzu: das Gespür für die Eleganz und Sparsamkeit der Natur. Außerdem ist Neugier wichtig; die Fähigkeit, sich überraschen zu lassen, ist sehr bedeutend. Aber nichts ist für die Kreativität rundlegender als die Entdeckung neuer Analogien.</p>
<p>Wenn man des Wesen oder die Essenz einer Erinnerung oder Erfahrung – einer Person, eines Ortes, einer Szene – zusammenfassen könnte, könnte man auch jede Erinnerung mit ihrer „Essenz-Zusammenfassung“ kennzeichnen. Der leistungsfähigste Essenz-Zusammenfasser des Geistes ist das Gefühl. Zwei Gegenstände, Personen oder Ereignisse, die sich oberflächlich überhaupt nicht ähneln, können bei einem Menschen das gleiche Gefühl auslösen – oder zumindest grundsätzlich das gleiche. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 10:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste ... <a title="Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-unbewusste-sollte-mit-respekt-behandelt-werden.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste erkennt die wichtigen Ziele eines Menschen daran, wie oft er bewusst an sie denkt und wie viel Zeit und Mühe er für sie aufwendet. Die persönlichen Werte, Gefühle und Entscheidungen werden dann vor allem bei wichtigen Zielen so zurechtgebogen, wie es zur Erreichung dieser Ziele am dienlichsten ist. Das hat zur Folge, dass sich die eigenen Ansichten und Einstellungen in einigen Punkten radikal ändern können. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2408"></span></p>
<p><strong>Der Geist arbeitet an der Zukunft eines Menschen</strong></p>
<p>Hinter den Kulissen arbeiten die Menschen unbewusst an ihren wichtigsten Zielen. Sie nutzen die Auszeiten am Tag, in denen das Bewusstsein mit keiner anderen Aufgabe beschäftigt ist, und diejenigen nachts, während sie schlafen. Wie ein Wachposten halten sie stets aufmerksam Ausschau nach Informationen, die für dieses Ziel relevant sind, und registrieren potenziell nützliche Ereignisse und Objekte. Diese würden sie sonst vielleicht übersehen. Und sie versuchen, Antworten zu finden, die sich beim bewussten Nachdenken einfach nicht einstellen wollen.</p>
<p>Unterhalb der bewussten Wahrnehmung arbeitet der Geist fortwährend an der Zukunft eines Menschen. Tatsächlich haben die Neurowissenschaften gezeigt, dass dies der Standardmodus des Geistes ist. Wenn nichts anderes geschieht, verbringt er damit seine Zeit. John Bargh erläutert: „Er arbeitet an wichtigen Problemen, die in der Vergangenheit oder der Gegenwart noch nicht gelöst worden sind, aber gelöst werden müssen. Er führt uns auf jede erdenkliche Weise in eine Zukunft, in der wir unsere wichtigen Ziele erreichen, unseren wichtigen Bedürfnisse gestillt und unsere wichtigsten Probleme behoben haben.“</p>
<p><strong>Die Kreativität lebt von unbewussten spontanen Einfällen</strong></p>
<p>In Phasen des unbewussten Denkens gelingt es Menschen besser, viele verschiedene relevante Merkmale und Informationselemente zu kombinieren und zu integrieren. Und bei den ersten Untersuchungen der Kreativität, der menschlichen Fähigkeit, unkonventionelle Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme  und Dilemmata zu finden, hat sich folgendes herausgestellt. Solche Lösungen bringen Menschen oftmals durch unbewusste spontane Einfälle oder Aha-Erlebnisse hervor, die dann in vollständiger Form ans Bewusstsein übermittelt werden.</p>
<p>Viele Menschen kleben zu sehr am üblichen Verwendungszweck eines Objekts, sodass ihnen andere, kreativere Einsatzmöglichkeiten entgehen. Dies geschieht besonders, wenn sie unter Zeitdruck stehen oder im Stress sind. Der amerikanische Psychologe Norman Maier fand heraus, dass unbewusste Mechanismen bei der Problemlösung im Vergleich zum bewussten Denken weniger durch einen Aufmerksamkeitsfokus eingeschränkt sind. Deshalb ermöglichen sie manchmal neuartige Lösungen, wo dies dem bewussten logischen Denken nicht gelingt. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kreativität hat man oder man hat sie nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2020 06:14:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen vergöttern die Kreativität, und sie wissen, dass sie selten ist. Wenn man sie verstehen würde, könnte man auch lehren. Und dann könnte jeder kreativ sein. David Gelernter erläutert: „Diese einfache, höchst begeisternde, ja zugleich rührende und zugleich alles andere als überzeugende Auffassung hat sich seit der Ära der absoluten Fortschrittsgläubigkeit, seit der Zeit ... <a title="Kreativität hat man oder man hat sie nicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kreativitaet-hat-man-oder-man-hat-sie-nicht.html" aria-label="Mehr Informationen über Kreativität hat man oder man hat sie nicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen vergöttern die Kreativität, und sie wissen, dass sie selten ist. Wenn man sie verstehen würde, könnte man auch lehren. Und dann könnte jeder kreativ sein. David Gelernter erläutert: „Diese einfache, höchst begeisternde, ja zugleich rührende und zugleich alles andere als überzeugende Auffassung hat sich seit der Ära der absoluten Fortschrittsgläubigkeit, seit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, erhalten.“ Damals war man sich in den Vereinigten Staaten sicher, dass jeder alles lernen kann. Kreativität ist so ein schwieriges Thema, weil man sie nicht Schritt für Schritt erlangen kann. Es ist das Verwirrende und Frustrierende an der Kreativität: Hier gibt es keinen Weg, um auch nur eine Grundkompetenz zu erwerben. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2369"></span></p>
<p><strong>Kreative Lösungen entstehen am Rand des Bewusstseins</strong></p>
<p>Der Physiker und Philosoph Roger Penrose schreibt, kreative Gedanken kämen ihm häufig dann, wenn er „wenn er möglicherweise vage über ein Problem nachdenkt – und zwar bewusst, wenn auch vielleicht auf einer niedrigen Ebene, sozusagen im Hinterkopf. Ich kann durchaus mit einer anderen, eher entspannenden Tätigkeit beschäftigt sein; Rasieren wäre ein gutes Beispiel.“ Roger Penrose erwähnt auch den großen Mathematiker Jules Henri Poincaré, der die Lösung für ein schwieriges Problem fand, als er gerade in einen Bus stieg.</p>
<p>Der Philosoph und Schriftsteller George Steiner meint dazu: „Wir alle haben die Erfahrung von Zwielicht gemacht, von dämmrigen Stimmungen diffuser Aufmerksamkeit und widerstandsloser Empfänglichkeit auf der einen Seite, und von gespannter, erhöhter Konzentration auf der anderen.“ Mit anderen Worten: Zu kreativen Lösungen kommt es, wenn ein Problem am Rand des Bewusstseins herumschleicht. Logische Lösungen erfordern fokussierte Aufmerksamkeit. Kreative Lösungen dagegen ergeben sich auf einem viel niedrigeren Konzentrationsniveau.</p>
<p><strong>Eine Inspiration kommt einem ganz plötzlich in den Sinn</strong></p>
<p>Kreativität ereignet sich also, wenn die Konzentration recht gering ist. Auf eine kreative Erkenntnis bewegt man sich nicht systematisch hin. Sie schießt einem unerwartet durch den Kopf. In der Algebra kann man an einem Problem konzentriert arbeiten und es Schritt für Schritt lösen. Man kann aber nicht absichtlich inspiriert werden. Sich selbst das Erlebnis einer kreativen Erkenntnis zu verschaffen, ist unmöglich. In dieser Hinsicht gleicht die Kreativität dem Einschlafen. Ein Mensch kann den Schlaf oder die Kreativität begünstigen, indem er die richtige Umgebung schafft.</p>
<p>David Gelernter erklärt: „Kreative Inspiration vermittelt uns nicht das Gefühl, dass wir uns einer Lösung nähern und während der Arbeit an dem Problem mit ihm warm werden.“ Kreative Inspiration fühlt sich an, als würde sie einen Menschen aus heiterem Himmel treffen. Sie ist wie eine nicht provozierte Ohrfeige. Der große Altphilologe Eric Robertson Dodds schreibt, dass Inspirationen „wie wir sagen: einem plötzlich in den Sinn kommen.“ Einfälle kommen also aus heiterem Himmel, wenn man allmählich die Kontrolle über die eigenen Gedanken verliert. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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