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	<title>Glück &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Den Wagemutigen lächelt das Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jul 2024 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer kontingenten Welt hat die Einsamkeit, die Unfähigkeit den anderen zu begegnen, nichts mit Schicksal zu tun: Ihr Sein hat keinen Daseinsgrund. Charles Pépin erläutert: „Wir brauchen nur die eigenen vier Wände zu verlassen, um den Zufall herauszufordern und vielleicht alles zu ändern, ähnlich einem Wurf im Würfelspiel unserer Beziehungen zu den anderen, unserer ... <a title="Den Wagemutigen lächelt das Glück" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-glueck-muss-herausgefordert-werden.html" aria-label="Mehr Informationen über Den Wagemutigen lächelt das Glück">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer kontingenten Welt hat die Einsamkeit, die Unfähigkeit den anderen zu begegnen, nichts mit Schicksal zu tun: Ihr Sein hat keinen Daseinsgrund. Charles Pépin erläutert: „Wir brauchen nur die eigenen vier Wände zu verlassen, um den Zufall herauszufordern und vielleicht alles zu ändern, ähnlich einem Wurf im Würfelspiel unserer Beziehungen zu den anderen, unserer Liebes- und Freundschaftsgeschichten, unserer Arbeitsbeziehungen.“ Der Aberglaube verleitet viele Menschen zu der Vorstellung von Glück als einer objektiven, vom Willen oder Handeln unabhängigen Gegebenheit. Dabei gerät in Vergessenheit, dass das Glück herausgefordert wird. Jemanden zu begegnen, bedeutet aus sich herauszugehen – sich von der eigenen Position als selbstzentriertes Subjekt loszureißen, um sich für die Perspektive des anderen zu öffnen. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5548"></span></p>
<p><strong>Das Glück schlägt nicht zufällig zu</strong></p>
<p>Um aus sich herausgehen zu können, muss man allerdings erst einmal seine vier Wände verlassen und hinausgehen. Im Unterschied zum Glück, das einem Menschen lächelt, gibt es für die wiederholte Chance keine statistische Erklärung. Daher muss man den Grund für seinem Verhalten suchen, darin, wie man mit den anderen und der Welt interagiert. Charles Pépin ergänzt: „Sie wird durch eine Haltung der Verbindlichkeit und Empfänglichkeit herbeigeführt, durch eine bestimmte Art, durchs Leben zu gehen, mit weit geöffneten Augen, die empfänglich sind für alle Signale, die uns die Welt sendet.“</p>
<p>„Den Wagemutigen lächelt das Glück“, behauptete einst Vergil. Dieses Glück schlägt nicht zufällig zu, verteilt seine Gunst nicht willkürlich. Charles Pépin stellt fest: „Es erkennt seine Kinder, all diejenigen, die sich leidenschaftlich einlassen, die sich bemühen, neue Wege in der Wirklichkeit zu eröffnen, und sich nicht damit zufriedengeben, auf den Spuren derer zu wandeln, die vor ihnen da waren.“ Um das Glück herauszufordern, muss ein Mensch zuerst mit den Gewohnheiten brechen, die ihn einschläfern.</p>
<p><strong>Die Routine sperrt den Menschen ein</strong></p>
<p>Wer Tag für Tag die immer gleichen Gänge immer zur selben Zeit macht, ohne für sich selbst und die Welt anwesend zu sein, den versetzt das nicht in denselben Zustand der Bereitschaft wie ein neuer Ausflug, der den Geist anregt und das Herz höher schlagen lässt. Charles Pépin fügt hinzu: „Um das Glück herauszufordern, reicht manchmal schon ein kleiner Seitenschritt, eine winzige Abweichung vom Gewohnten.“ Die Interessengebiete eines Menschen machen ihn offen für andere, während die Routine ihn einsperrt.</p>
<p>Handelt ein Mensch reflexartig, wie auf Autopilot, besteht die Gefahr, dass er die Frau oder den Mann, der vor ihm auftaucht, nicht einmal bemerkt. Dadurch wird der Raum, den man für eine potenzielle Begegnung bereithält, sehr eng. Charles Pépin erklärt: „Andererseits sollten wir unsere Unternehmungen auch nicht auf das alleinige Ziel einer Begegnung ausrichten.“ Als Kinder des westlichen Voluntarismus, die in der Ideologie des „Wer will, der kann“ geschult wurden, laufen Menschen Gefahr, viele Gelegenheiten zu verpassen, besonders dann, wenn sie nicht beabsichtigt sind und sich umso spontaner darbieten. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Unglück ist leichter zu erfahren als Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2024 01:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Marcuse]]></category>
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					<description><![CDATA[In „Das Unbehagen in der Kultur“ hält Sigmund Freud fest: „Man möchte sagen, die Absicht, dass der Mensch „glücklich“ sei, ist im Plan der „Schöpfung“ nicht enthalten. Was man im strengsten Sinne Glück heißt, entspringt der eher plötzlichen Befriedigung hoch aufgestauter Bedürfnisse und ist seiner Natur nach nur episodischen Phänomenen möglich … wir sind so ... <a title="Unglück ist leichter zu erfahren als Glück" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/unglueck-ist-leichter-zu-erfahren-als-glueck.html" aria-label="Mehr Informationen über Unglück ist leichter zu erfahren als Glück">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In „Das Unbehagen in der Kultur“ hält Sigmund Freud fest: „Man möchte sagen, die Absicht, dass der Mensch „glücklich“ sei, ist im Plan der „Schöpfung“ nicht enthalten. Was man im strengsten Sinne Glück heißt, entspringt der eher plötzlichen Befriedigung hoch aufgestauter Bedürfnisse und ist seiner Natur nach nur episodischen Phänomenen möglich … wir sind so eingerichtet, dass wir nur den Kontrast intensiv genießen können, den Zustand nur sehr wenig. Somit sind unsere Glücksmöglichkeiten schon durch unsere Konstitution beschränkt. Weit weniger Schwierigkeiten hat es, Unglück zu erfahren.“ Stuart Jeffries weiß: „Marcuse feilte diese freudschen Gedanken in marxistischen Begriffen aus, indem er nahelegte, dass es eine grundlegende und eine überschüssige Unterdrückung geben müsste – erstere ist notwendig für Kultur, letztere ist ein Herrschaftsinstrument der fortgeschrittenen Industriegesellschaft.“ Stuart Jeffries arbeitete zwanzig Jahre für den „Guardian“, die „Financial Times“ und „Psychologies“. <span id="more-5426"></span></p>
<p><strong>Die Sublimierung in der Kunst steht der Ordnung fremd gegenüber</strong></p>
<p>Sublimierung hingegen ist nicht so sehr die Abschiebung von Trieben ins Unbewusste, sondern ihre Umlenkung in andere Aktivitäten, die für die Kultur angeblich wertvoll sind. In „Das Unbehagen in der Kultur“, dem Buch, das Herbert Marcuses Überlegungen in „Eros und Civilisation“ und „Der eindimensionale Mensch“ befeuerte, bemerkt Sigmund Freud über Sublimierung: „Sie macht es möglich, dass höhere psychische Tätigkeiten, wissenschaftliche, künstlerische, ideologische, eine so bedeutende Rolle im Kulturleben spielen.“</p>
<p>Stuart Jeffries stellt fest: „Herbert Marcuses radikaler Zugriff auf Sigmund Freuds Gedanken besteht darin, dass solche Sublimierung in der Kunst, dem Gebiet menschlicher Aktivität, dem er in „Der eindimensionale Mensch“ die größte Aufmerksamkeit widmet, nicht nur eine gesellschaftlich anerkannte Möglichkeit ist, libidinöse Triebe zum Ausdruck zu bringen, nicht nur eine Art psychisches Sicherheitsventil, das ein besseres Funktionieren der existierenden Ordnung garantiert, sondern dass es darüber hinaus dieser Ordnung fremd gegenübersteht.“</p>
<p><strong>Die Dichtung erschafft einen imaginären Raum</strong></p>
<p>Dennoch bedroht so verstandene Kunst die Ordnung nicht. Für Herbert Marcuse stellte der Künstler, zumindest der große Künstler, ein unglückliches Bewusstsein dar, das Zeugnis für vereitelte Möglichkeiten ablegt, für unerfüllte Hoffnungen und verratene Versprechungen. Stuart Jeffries erklärt: „Was Marcuse ganz ungeniert als „höhere Kultur“ bezeichnet, existiert als eine Art inoffiziellen Opposition zur bestehenden Ordnung – eine Mahnung für die Realität und ihre Widerlegung.“</p>
<p>Herbert Marcuse schreibt: „Die beiden antagonistischen Sphären der Gesellschaft haben immer nebeneinander bestanden; die höhere Kultur passte sich stets an, während die Wirklichkeit durch ihre Ideale und ihre Wahrheit selten gestört wurde.“ Marcuse scheint sich die höhere, zweidimensionale Kultur und ihr Funktionieren als eine Art halb autonomen Bereich vorzustellen, denn eine ernsthafte Bedrohung der herrschenden Wirklichkeit ist sie nicht. Insofern hat Wystan Hugh Auden recht: Dichtung verändert nichts, sie erschafft vielmehr einen imaginären Raum, in dem die Wirklichkeit als das gesehen werden kann, was sie ist, wo sie fiktiv angeklagt und fiktiv bestraft werden kann. Quelle: „Grand Hotel Abgrund“ von Stuart Jeffries</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Keiner hat ein Recht auf schnelles Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2024 01:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
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					<description><![CDATA[Würde jeder Mensch „eudaimonia“ – sprich Glückseligkeit – statt schnelles Glück anpeilen, gäbe es weniger Neid, weniger Streit, weniger Hass, weniger tödliche Waffen, weniger Unglück. Langsames Glück würde sich konstant vermehren, bis hin zum Weltfrieden. Rebekka Reinhard weiß: „So verlockend diese Aussicht ist, so schwer fällt es dem Menschen, ihr zu folgen. Denn der Mensch ... <a title="Keiner hat ein Recht auf schnelles Glück" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/keiner-hat-ein-recht-auf-schnelles-glueck.html" aria-label="Mehr Informationen über Keiner hat ein Recht auf schnelles Glück">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Würde jeder Mensch „eudaimonia“ – sprich Glückseligkeit – statt schnelles Glück anpeilen, gäbe es weniger Neid, weniger Streit, weniger Hass, weniger tödliche Waffen, weniger Unglück. Langsames Glück würde sich konstant vermehren, bis hin zum Weltfrieden. Rebekka Reinhard weiß: „So verlockend diese Aussicht ist, so schwer fällt es dem Menschen, ihr zu folgen. Denn der Mensch ist ungeduldig. Und ziemlich borniert. Seit den Punischen Kriegen hat er wenig dazugelernt.“ Der Mensch glaubt allen Ernstes, er habe ein Recht auf schnelles Glück – und könne zwischendurch mal eben so tun, als sei er tugendhaft. Wenn es die Konventionen erfordern, vor allem aber dann, wenn es ihm selbst in den Kram passt. Rebekka Reinhard ist Chefredakteurin des Magazins „human“ über Mensch und KI. Unter anderem ist sie bekannt durch den Podcast „Was sagen Sie dazu?“ der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft wbg. <span id="more-5381"></span></p>
<p><strong>Jeder kann für fünf Minuten ein guter Mensch sein</strong></p>
<p>Vortäuschen und Antäuschen von Tugendhaftigkeit ist überaus beliebt. Rebekka Reinhard ergänzt: „Moralheucheln geht schnell, spart Kosten, dient dem Ego und bauchpinselt die eigene Schwäche. Auf Instagram und LinkedIn ist jeder ein moralischer Held.“ Jeder hat eine zielgruppenspezifisch angepasst singuläre Haltung, die sie mitsamt wirkmächtigen Hashtags lautstark nach außen trägt. Wenn alle so „gut“ sind, warum ist die Welt dann so „schlecht“? Die effektvoll gestreute, nach Marketingkriterien genormte Proklamation moralischer Werte macht noch keine Ethik.</p>
<p>Im Gegenteil. Zwischen echter Güte und „Virtue Signalling“ –, sprich Tugendprotzerei – zwischen Tun und Sagen klafft ein Abgrund, so tief und weit wie der Grand Canyon. Es ist kinderleicht für fünf Minuten ein guter Mensch zu sein. Rebekka Reinhard nennt ein Beispiel: „Als nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine Hunderttausende nach Deutschland flüchteten, halfen alle mit Sachspenden oder gar Unterbringung in den eigenen vier Wänden. Wenige Monate später war die Euphorie verflogen.“</p>
<p><strong>Das langsame Glück ist nur Zentimeter von jedem Menschen entfernt</strong></p>
<p>Dass Helfen schnelles Glück erzeugt, weil es das Belohnungssystem des Gehirns anspricht, weil Dopamin, Serotonin und Oxytocin freigesetzt werden, darauf weist die Neurobiologie hin. Rebekka Reinhard fügt hinzu: „Dass individuelle Sorgen schnell mal das universelle humanitäre Commitment verdrängen können ist auch wahr.“ Wirkung: schlechte Laune, Verlust des schnellen Glücks, Vergessen des langsamen Glücks. Das langsame Glück ist nur Zentimeter von jedem Menschen entfernt.</p>
<p>Sie sehen es allerdings nur im Zustand absoluter Konzentration. Nur wenn sie aufhören, tausend Dinge gleichzeitig zu bedenken und durch Denken kontrollieren zu wollen. Der Fokus auf das Hier und Jetzt ist entscheidend. Er lässt diese Glücksart in ihrer ganzen Pracht erstrahlen, so sehr, dass niemand mehr sie ignorieren kann. Das wahrhaft Gute ist banal. Alltäglich. Immer schon da. Rebekka Reinhard betont: „Ich glaube, das Gute besteht in der Kunst zu handeln, bevor man eine Situation rational verstehen kann.“ Quelle: „Die Kunst gut zu sein“ von Rebekka Reinhard </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Glück ist keine Insel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2023 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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					<description><![CDATA[Erstens ist Geld ist am Ende des Tages nicht nur ein leeres Glücksversprechen, sondern scheint sogar das Gegenteil zu bewirken. Maren Urner weiß: „Wir kennen sie alle, die Vorstellung, dass Geld dafür sorgt, dass wir die kleinen Freuden des Lebens weniger genießen.“ Und hier ist vielleicht am ehesten der Ausdruck des „Verlernens“ angebracht. Zum ersten ... <a title="Das Glück ist keine Insel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-suche-nach-dem-glueck.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Glück ist keine Insel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstens ist Geld ist am Ende des Tages nicht nur ein leeres Glücksversprechen, sondern scheint sogar das Gegenteil zu bewirken. Maren Urner weiß: „Wir kennen sie alle, die Vorstellung, dass Geld dafür sorgt, dass wir die kleinen Freuden des Lebens weniger genießen.“ Und hier ist vielleicht am ehesten der Ausdruck des „Verlernens“ angebracht. Zum ersten Mal wissenschaftlich belegt hat die Idee, dass Geld den Zugang zu den kleinen Freuden im Leben erschwert oder gar verwehrt, ein internationales Forscherteam im Jahr 2010. Je wohlhabender ihre Probanden, desto geringer ihre Fähigkeit, alltägliche positive Erfahrungen zu würdigen. Mit anderen Worten: Ein Zugang zu den vermeintlich besten Dingen im Leben wie der Spritztour im Privatjet zur Pariser Weinprobe verschlechtert die Fähigkeit, die kleinen Freuden des Lebens zu genießen. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4969"></span></p>
<p><strong>Beim Glück geht es nicht um die Intensität</strong></p>
<p>Ein zweiter Irrtum besteht in der Vorstellung, Glück sei eine Insel. Also ein Ort oder Ziel, an dem man – einmal dort angekommen – für immer verweilen kann. Der US-amerikanische Psychologe Daniel Gilbert und Autor des Bestsellers „Ins Glück stolpern“ erklärt es so: „Beim Glück geht es nicht um die Intensität der Erfahrungen, die wir machen, sondern um die Frequenz.“ Also glücklich bis ans Ende seiner Tage funktioniert nur, wenn man nur noch drei Minuten zu leben hat. </p>
<p>Anknüpfend daran, greift Nicholas Epley, US-amerikanischer Sozialpsychologe und Verhaltensforscher, den dritten Irrtum bei der Glücksuche auf: Es geht nicht um die Intensität, sondern um die Frequenz. Maren Urner erläutert: „Der Forscher vergleicht unser Glücks- und Zufriedenheitsempfinden mit einem löchrigen Reifen, der immer wieder aufgepumpt werden muss, damit ihm nicht die Luft ausgeht.“ So seien die kleinen Freuden im Alltag die Luftpumpe des eigenen Glücksempfindens.</p>
<p><strong>Maren Urner vergleicht Glück mit anderen biologischen Funktionen</strong></p>
<p>Maren Urner möchte noch einen Schritt weitergehen und den Vergleich mit sämtlichen anderen biologischen Funktionen ziehen: „Wie können ja auch nicht einmal tief atmen, um dann nie wieder atmen zu müssen, oder so viel essen oder trinken, dass wir bis ans Lebensende ausgesorgt haben. Glück und Zufriedenheit sind – egal, wie man sie misst – auf neurowissenschaftlicher und biologischer Ebene eben nichts weiter als eine von vielen Körperfunktionen, die einen Menschen am Leben halten. </p>
<p>All das bringt Maren Urner zurück zu den hoffnungslosen Studierenden, die nicht symbolisch, sondern beispielhaft die für „persönliche Krise“ der Gegenwart stehen. Wie kann es sein, dass sich in wenigen Jahren der mentale Zustand der jungen Menschen so verschlechtert hat? Diese Frage stellen sich Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen weltweit. Auf der Suche nach einer Antwort muss man nicht nur über die Frage nach dem Glück sprechen, sondern vielleicht noch größer denken und bei der alles überspannenden Frage nach dem Sinn ansetzen. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstbestimmung ist ein Glücksbringer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2023 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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					<description><![CDATA[Morgan Housel betont: „Selbstbestimmung über die eigene Zeit ist die größte Dividende überhaupt.“ Der größte Reichtum besteht darin, jeden Morgen aufzuwachen und sich zu sagen: „Ich kann heute tun, was ich möchte.“ Viele Menschen wollen immer reicher werden, weil sie glauben, das mache sich glücklicher. Aber Glück ist eine komplizierte Sache, weil jeder etwas anderes ... <a title="Selbstbestimmung ist ein Glücksbringer" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/morgan-housel-freiheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstbestimmung ist ein Glücksbringer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgan Housel betont: „Selbstbestimmung über die eigene Zeit ist die größte Dividende überhaupt.“ Der größte Reichtum besteht darin, jeden Morgen aufzuwachen und sich zu sagen: „Ich kann heute tun, was ich möchte.“ Viele Menschen wollen immer reicher werden, weil sie glauben, das mache sich glücklicher. Aber Glück ist eine komplizierte Sache, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Eines jedoch haben alle Definitionen von Glück gemein: Jeder möchte selbst über sein Leben bestimmen. Selbstbestimmung ist ein universaler Glücksbringer. Die Möglichkeit, zu tun, was man will und so lange man will, ist unschätzbar wertvoll. Sie ist die höchste Dividende, die Reichtum abwirft. Angus Campbell war Psychologieprofessor an der Universität Michigan. Ihn interessierte, was Menschen glücklich machte. Morgan Housel ist Partner bei der Risikokapitalgesellschaft The Collaborative Fund. <span id="more-4702"></span></p>
<p><strong>Selbstbestimmung sorgt für Zufriedenheit</strong></p>
<p>Sein 1981 veröffentlichte Buch „The Sense of Wellbeing in America“ beginnt mit der Beobachtung, dass Menschen allgemein glücklicher waren, als viele Psychologen angenommen hatten. Wobei einige offenkundig glücklicher waren als andere. Morgan Housel erläutert: „Dies lag nicht notwendigerweise an ihre Einkommen, Wohnort oder Bildungsstand, weil viele Menschen in mindestens einer der drei Kategorien weit oben lagen, aber trotzdem chronisch unglücklich waren.“ </p>
<p>Angus Campbell fasste den wichtigsten gemeinsamen Nenner des Glücks ganz knapp zusammen: „Das Bewusstsein, das eigene Leben selbst zu bestimmen, ist ein verlässlicher Prädiktor für positive Gefühle der Zufriedenheit als alle von uns untersuchten objektiven Lebensumstände.“ Glück ist mehr als die Höhe des Einkommens. Mehr als die Größe des eigenen Hauses. Mehr als das Ansehen, das ein Beruf genießt. Die Kontrolle darüber, was man macht, wann man es macht, mit wem man es macht, ist die Lifestyle-Variable, von der das menschliche Glück am stärksten abhängt. </p>
<p><strong>Geld ermöglicht einem Menschen die Kontrolle über seine Zeit</strong></p>
<p>Der größte intrinsische Wert des Geldes – das kann Morgan Housel gar nicht oft wiederholen – liegt in seiner Macht, einem Menschen die Kontrolle über die eigene Zeit zu geben. Jeder Euro, den man nicht ausgibt, verschafft einem ein winziges bisschen mehr Unabhängigkeit und Autonomie. Morgan Housel stellt fest: „Ein wenig Geld auf der Bank ermöglicht uns, auch mal einen Auftrag abzulehnen, wenn wir uns müde und ausgelaugt fühlen. Schon das ist Gold wert.“ </p>
<p>Ein bisschen mehr Vermögen erlaubt es einem Menschen, nach einer Entlassung ein wenig länger nach einem neuen Job zu suchen, statt den ersten besten zu nehmen. Dies kann das Leben verändern. Eine Notreserve für sechs Monate bedeutet, nicht vor dem Chef kuschen zu müssen. Denn man weiß in einem solchen Fall, dass selbst eine Kündigung keine Katastrophe bedeutet und man sich in Ruhe einen neuen Job suchen kann. Ein noch größeres Polster erlaubt es einem Menschen, eine schlechter bezahlte Stelle anzunehmen, bei der man sich die Zeit selbst einteilen kann. Quelle: „Über die Psychologie des Geldes“ von Morgan Housel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt unterschiedliche Arten von Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2023 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eudaimonie]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenszufriedenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Idee vom „guten Geist“ steckt in der Vorstellung der Eudaimonie. Das Konzept geht auf den griechischen Universalgelehrten Aristoteles zurück. Der Begriff wird manchmal mit „Glückseligkeit“ übersetzt und meint die ethisch-moralische Grundvorstellung, dass der Mensch nach einem wertvollen Leben strebt. Maren Urner fragt: „Geht es beim Glück nicht gerade darum, dass es für jeden etwas ... <a title="Es gibt unterschiedliche Arten von Glück" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-eudaimonie.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt unterschiedliche Arten von Glück">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee vom „guten Geist“ steckt in der Vorstellung der Eudaimonie. Das Konzept geht auf den griechischen Universalgelehrten Aristoteles zurück. Der Begriff wird manchmal mit „Glückseligkeit“ übersetzt und meint die ethisch-moralische Grundvorstellung, dass der Mensch nach einem wertvollen Leben strebt. Maren Urner fragt: „Geht es beim Glück nicht gerade darum, dass es für jeden etwas Unterschiedliches bedeuten kann?“ Die Individualität des Menschen bei der Vorstellung vom „guten Leben“ liefert die Grundlage für eine Glücksdefinition. Die Kernfrage hier lautet: „Habe ich bekommen, was ich möchte?“ Genau wie bei der Eudaimonie können Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage anhand objektiver Messungen geben. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die unterschiedlichen Arten von Glück sich nur zu circa 50 Prozent überlappen. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4255"></span></p>
<p><strong>Das Streben nach Glück ist universell</strong></p>
<p>Wenn man also die Lebenszufriedenheit einer Person kennt, hat man lediglich 50 Prozent der Informationen, die man benötigt, um einzuschätzen, wie die Person auf anderen Glücksskalen abschneidet. Die meisten Menschen scheinen laut Umfragen Glück am ehesten mit Lebenszufriedenheit gleichzusetzen. Unabhängig davon, was man genau meint, wenn man über Glück spricht, ist das Streben nach Glück vor allem eins: universell. Maren Urner vermutet: „Vielleicht ist der Wunsch nach dem glücklichen Leben gar das Einzige, was alle Menschen miteinander verbindet.“ </p>
<p>Wissenschaftliche Einordnungen hin oder her, fest steht: Alle Menschen wollen glücklich sein. Nicht nur der Dalai-Lama verkündet freimütig: „Der Sinn unserer Existenz besteht genau darin, nach Glück zu streben.“ Auch die Ergebnisse anderer Studien definieren „Happiness“ als eines der Hauptziele des menschlichen Daseins über kulturelle Grenzen hinweg. Unabhängig von Nationalität und politischer Einstellung sind Menschen auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Glück. </p>
<p><strong>Resilienz macht widerstandsfähig gegenüber Krisen</strong></p>
<p>Wie das Glück für jeden Einzelnen aussehen mag beziehungsweise welche Vorstellung man davon hat, ist individuell. Universell ist lediglich der Wunsch danach, das Glück zu erreichen. Maren Urner ergänzt: „Universell scheint übrigens auch der elterliche Wunsch für das Glück ihrer eigenen Kinder.“ Die Folgefrage lautet also: Wie kommen Menschen dahin – zu diesem glücklichen Leben? Die Kurzantwort: Anders, als man häufig bis immer vermutet! Nicht nur einmal hat sich Maren Urner die Frage gestellt: „Müssen wir erst etwas Schlimmes erleben, um zu erkennen, worum es im Leben wirklich geht?“</p>
<p>Die zugrunde liegende Frage ist auch verbunden mit dem großen Thema der Gewohnheiten beziehungsweise dem Gegenteil davon: dem Ändern von Verhalten und Altbekanntem. Nicht nur Psychologen sprechen viel über Resilienz. Also über die Sammlung von Faktoren, die Menschen angesichts von Herausforderungen, Krisen und negativen Erfahrungen widerstandsfähig machen. Gerade in der Stressforschung ist das Thema Resilienz sehr beliebt. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Niemand kann dauerhaft glücklich sein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/niemand-kann-dauerhaft-gluecklich-sein.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2022 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenszufriedenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen wollen frei und selbstbestimmt sein oder sich zumindest so fühlen. Da passen weder Ernährungsampeln noch Tempolimit in den Plan. Maren Urner erläutert: „Sie suchen den Sinn vielleicht in Grenzerfahrungen, im Besonderen, im nächsten Adrenalinkick, der nie allzu lange auf sich warten lassen sollte.“ Die wichtigste Frage, die sich hinter den Sinn- und Seinskrisen ... <a title="Niemand kann dauerhaft glücklich sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/niemand-kann-dauerhaft-gluecklich-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Niemand kann dauerhaft glücklich sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen wollen frei und selbstbestimmt sein oder sich zumindest so fühlen. Da passen weder Ernährungsampeln noch Tempolimit in den Plan. Maren Urner erläutert: „Sie suchen den Sinn vielleicht in Grenzerfahrungen, im Besonderen, im nächsten Adrenalinkick, der nie allzu lange auf sich warten lassen sollte.“ Die wichtigste Frage, die sich hinter den Sinn- und Seinskrisen versteckt, ist ja: „Wonach suchen wir alle? Oder anders formuliert: Worum geht es eigentlich?“ Abgesehen von konkreten Zielen, die ein jeder im Leben vielleicht verfolgt, sollen ebendiese Ziele am Ende des Tages dazu führen, dass man sich gut fühlt. Manchen nennen es zufrieden, andere glücklich. So wird Glück oft als ein kurzfristiger Zustand beschrieben, der nur möglich ist, gerade weil niemand dauerhaft glücklich sein kann. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4028"></span></p>
<p><strong>Es gibt verschiedene Formen des Glücks</strong></p>
<p>Das ist vergleichbar mit der Erkenntnis, dass man die Dunkelheit kennen muss, um Licht wahrnehmen zu können. Dagegen meinen Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit der Thematik beschäftigen, mit „Zufriedenheit“ oder auch dem „subjektiven Wohlbefinden“ weniger einen akuten Zustand als einen langfristigen messbaren Daseinszustand, der natürlich gewissen Schwankungen unterworfen ist. Anders formuliert: Ein zufriedener Mensch durchlebt neben Glücksmomenten auch Phasen von Trauer, Angst und anderen negativen Emotionen. </p>
<p>Maren Urner stellt fest: „Seit Jahrtausenden diskutieren Gelehrte und Philosophen darüber, was Glück ausmacht und was es wirklich ist. So sind sich Wissenschaftler mittlerweile vor allem darin einig, uneins zu sein – agree to disagree heißt die klingende englische Formulierung –, wenn es darum geht, eine Glücksdefinition zu finden.“ Dennoch haben sich die Philosophen und Gelehrten auf verschiedene Formen des „Glücks“ geeinigt, die sich wiederum wissenschaftlich untersuchen lassen. </p>
<p><strong>Lebenszufriedenheit zählt mehr als hedonistisches Glück</strong></p>
<p>Der Geschmack von Schokolade, Wein und Gourmet-Menü, der Siegestreffer der Lieblingsmannschaft oder die liebevolle Umarmung. Das sind die Momente, die man vielleicht am ehesten als Glücksmomente oder auch als Vergnügen beschreiben würde und um die es beim hedonistischen Glück geht. Kann man sich ein Leben lang gut fühlen und vergnügt sein? Nein! Und da kommt Glück Nummer zwei ins Spiel: die Lebenszufriedenheit. Sie meint die Bilanz, die man zieht – egal ob auf dem Sterbebett oder zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Leben. </p>
<p>Auch wenn die Lebenszufriedenheit nicht ganz unabhängig vom hedonistischen Glück ist, misst man mit dem Blick auf die Lebenszufriedenheit mehr als die Summe aller Schokoladen- oder Glücksmomente. Maren Urner weiß: „Stärker noch: Wir können uns gerade vor Schmerzen winden und trotzdem eine hohe Lebenszufriedenheit haben. Mit anderen Worten: Unser Lebenszufriedenheit, die wir ganz intuitiv bewerten können, ist nicht zwangsläufig davon abhängig, wie vergnügt wir unser Leben verbringen.“ Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Man braucht nicht den Partner zum Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2022 01:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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					<description><![CDATA[Statt beim Sport Dampf abzulassen oder mal übers Wochenende zu verreisen, saßen während der Lockdowns Paare sich auf der Pelle und sahen dabei zu, wie die auferlegte Freiheitsberaubung der Beziehung den Rest gab. Violetta Simon weiß: „Dass sich nach so langer Zeit des Erduldens das Ego zurückmeldet, ist eine Erkenntnis, die nicht zwingend eine Pandemie ... <a title="Man braucht nicht den Partner zum Glück" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/violetta-simon-trennung-von-paaren.html" aria-label="Mehr Informationen über Man braucht nicht den Partner zum Glück">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Statt beim Sport Dampf abzulassen oder mal übers Wochenende zu verreisen, saßen während der Lockdowns Paare sich auf der Pelle und sahen dabei zu, wie die auferlegte Freiheitsberaubung der Beziehung den Rest gab. Violetta Simon weiß: „Dass sich nach so langer Zeit des Erduldens das Ego zurückmeldet, ist eine Erkenntnis, die nicht zwingend eine Pandemie braucht. Mitunter genügen auch zehn, 20 Jahre Ehe, um sich zu fragen: Soll das alles gewesen sein?“ „In solchen Phasen ist es wichtig, sich auf die eigenen Bedürfnisse und Interessen zu konzentrieren“, sagt Judith Gastner, wissenschaftliche Leiterin der digitalen Coaching-Plattform „PaarBalance“. So werde die persönliche Kontur klarer: Wer bin ich, was macht mich aus? „Oft hilft es schon, sich einen Rückzugsort zu schaffen, wie zum Beispiel ein eigenes Arbeitszimmer.“ <span id="more-3982"></span></p>
<p><strong>Man kann erfüllende Dinge auch ohne den Partner tun</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu jungen Paaren, die sich ohnehin mehr Raum lassen, erkennen solche, die schon lange zusammen sind, ihre Bedürfnisse oft erst wieder, wenn sie sich neu ordnen. Auch wenn einem die sozialen Medien etwas anderes weismachen wollen: Es ist nicht zwingend notwendig, am Ende einer Beziehungsdebatte gemeinsam mit dem VW-Bus in den Sonnenuntergang zu fahren. Eine Option wäre zum Beispiel, alleine zu verreisen. Ohne Groll. Einfach weil es einem wichtig ist. </p>
<p>„Wir gehen oft davon aus, dass der Partner dafür zuständig ist, uns glücklich zu machen“, sagt Diplom-Psychologin Judith Gastner. „Aber man darf, man sollte Dinge, die einem Spaß machen, auch ohne den Partner tun.“ Die Pflicht zum Kompromiss hat Grenzen. Etwa, wenn der neue Job einen längeren Auslandsaufenthalt verlangt. Oder der Verzicht darauf den anderen ausbremsen würde. „Wichtig ist nur, sich ehrlich zu fragen: Wenn ich meinem Partner zuliebe verzichte, besteht dann die Gefahr, dass ich ihm die Schuld gebe, mein Leben nicht gelebt zu haben?“</p>
<p><strong>Die meisten Menschen sehnen sich nach Nähe</strong></p>
<p>Die englische Paarberaterin Lucy Cavendish erzählt im „Guardian“ von Paaren, die ihr Leben für eine bestimmte Zeit verändern, um neue Erfahrungen zu machen. Sie vergleicht diese Phase mit einem „Gap Year für Studenten, nur eben in einem reiferen Alter“. Genau das ist das Problem: Für Paare, die schon länger in konventionellen Strukturen zusammenleben, klingt die Idee, eigene Wege zu gehen, nach etwas, was nur junge Leute tun. Sie sind oft noch sozialisiert mit der Idee, dass in einer Beziehung Kompromisse gelten und sich beide stets auf einen gemeinsamen Nenner einigen müssen. </p>
<p>„Menschen sind Bindungswesen, die meisten sehnen sich nach Nähe“, sagt die Münchner Paartherapeutin Judith Gastner. „Diese Ausschließlichkeit scheint gefährdet, wen einer in die Ferne rückt.“ Violette Simon fügt hinzu: „Den ersten Schritt zu machen, fällt oft nicht leicht: Viele scheitern bereits daran, dem schnarchenden Partner zu gestehen, dass sie sich nach getrennten Betten sehnen.“ Selbst wenn beide wissen, dass sie alleine besser schlafen: Loyalität wird gern an der Leidensfähigkeit gemessen. Quelle: „Sich trennen, um ein Paar zu bleiben“ von Violette Simon in der Süddeutschen Zeitung vom 24./25 September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Morgan Housel gibt Tipps zur Orientierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Muster]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut Morgan Housel gibt es zwei Orientierungspunkte: „Erstens: Pass auf, wen du lobst und bewunderst. Pass auf, wen du verachtest und nie kopieren würdest.“ Zudem sollte man nicht einfach annehmen, dass Anstrengungen und Entscheidungen allein das Ergebnis bestimmen. Morgan Housel erklärt: „Zweitens: Konzentriere dich weniger auf Einzelpersonen und einzelne Fallstudien, sondern mehr auf allgemeine Muster.“ ... <a title="Morgan Housel gibt Tipps zur Orientierung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/morgan-housel-benennt-orientierungspunkte.html" aria-label="Mehr Informationen über Morgan Housel gibt Tipps zur Orientierung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Morgan Housel gibt es zwei Orientierungspunkte: „Erstens: Pass auf, wen du lobst und bewunderst. Pass auf, wen du verachtest und nie kopieren würdest.“ Zudem sollte man nicht einfach annehmen, dass Anstrengungen und Entscheidungen allein das Ergebnis bestimmen. Morgan Housel erklärt: „Zweitens: Konzentriere dich weniger auf Einzelpersonen und einzelne Fallstudien, sondern mehr auf allgemeine Muster.“ Eine konkrete Person zu studieren, kann gefährlich sein, weil Menschen dazu neigen, Extrembeispiele zu betrachten. Dazu zählt Morgan Housel Milliardäre, Spitzenmanager und jene spektakulär Gescheiterten, deren Schicksal durch die Medien geht. Doch Extrembeispiele lassen sich wegen ihrer Komplexität kaum auf andere Situationen übertragen. Je drastischer ein Ereignis war, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich daraus eine Lektion für das eigene Leben ziehen lässt. Morgan Housel ist Partner bei der Risikokapitalgesellschaft The Collaborative Fund. <span id="more-3767"></span></p>
<p><strong>Allgemeine Muster zeigen Nützliches</strong></p>
<p>Denn höchstwahrscheinlich war das Resultat geprägt von einer extrem glücklichen beziehungsweise unglücklichen Fügung. Viel eher lässt sich aus der Betrachtung allgemeiner Muster etwas Nützliches lernen. Je alltäglicher ein Muster ist, desto eher lässt es sich auf das eigene Leben anwenden. Man wird zum Beispiel nicht in er Lage sein, Warren Buffetts Investitionserfolge nachzuahmen, denn diese waren so spektakulär, dass der Faktor Glück bei der Gesamtperformance seines Anlegerlebens wahrscheinlich eine große Rolle gespielt hat. </p>
<p>Und Glück lässt sich nicht kopieren. Aber die Erkenntnis, dass Menschen, die selbst über ihre Zeit bestimmen, im Leben tendenziell glücklicher sind, ist allgemein genug, um mit ihr zu arbeiten. Bill Gates sagte einmal: „Erfolg ist ein ganz schlechter Lehrer. Er verleitet kluge Menschen zu dem Glauben, sie könnten nicht verlieren.“ Wenn alles extrem günstig läuft, sollte man sich immer vor Augen halten, dass nichts so gut ist, wie es scheint. Man ist nicht unbesiegbar. </p>
<p><strong>Pech kann Erfolge jederzeit zunichtemachen</strong></p>
<p>Und sofern man sich eingesteht, dass auch Glück eine Rolle bei den eigenen Erfolgen gespielt hat, muss man auch an seinen engen Verwandten glauben, das Pech. Und das kann die persönlichen Erfolge jederzeit zunichtemachen. Morgan Housel fügt hinzu: „Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Misserfolge können zuweilen schlechte Lehrer sein, weil sie klugen Menschen einreden, ihre Entscheidungen seien schlecht gewesen, obwohl sie schlicht Pech hatten.“ </p>
<p>Morgan Housel betont: „Der Trick im Umgang mit Misserfolgen besteht darin, seine Finanzen so zu gestalten, dass eine Fehlinvestition hier und ein verpasstes finanzielles Ziel dort dich nicht ruinieren und du weiter im Spiel bleibst, bis das Glück dir wieder lacht.“ Man muss sich also die Rolle des Glücks bei seinen Erfolgen klarmachen, und wichtiger noch, die Rolle des Pechs. Auf diese Weise urteilt man milder über seine Fehlschläge und analysiert sie nüchtern. Nichts ist so gut oder schlecht, wie es scheint. Quelle: „Über die Psychologie des Geldes“ von Morgan Housel </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In der Natur geschieht alles unmittelbar</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/peter-trawny-sigmund-freud-und-das-glueck.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Die psychoanalytische Kulturtheorie á la Sigmund Freud ist eine des Glücks oder, besser, des verbotenen Glücks. Im Jahr 1930 erscheint sein Essay „Das Unbehagen in der Kultur“. Peter Trawny weiß: „Diese steht kurz davor, weltweit abgeschafft zu werden.“ Was hatte die böse Kultur denn getan? Das Pendant zur Kultur war die Natur. In der Natur ... <a title="In der Natur geschieht alles unmittelbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/peter-trawny-sigmund-freud-und-das-glueck.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Natur geschieht alles unmittelbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die psychoanalytische Kulturtheorie á la Sigmund Freud ist eine des Glücks oder, besser, des verbotenen Glücks. Im Jahr 1930 erscheint sein  Essay „Das Unbehagen in der Kultur“. Peter Trawny weiß: „Diese steht kurz davor, weltweit abgeschafft zu werden.“ Was hatte die böse Kultur denn getan? Das Pendant zur Kultur war die Natur. In der Natur geschieht alles unmittelbar, will sagen, ohne dass die natürlichen Vorgänge von einem nachdenkenden und zögernden Filter unterbrochen würden. Heutzutage haben viele Menschen die Natur – beinahe – ganz verlassen und leben in kultivierten Verhältnissen. Beinahe – denn noch besitzen sie etwas, was sie mit natürlichen Prozessen verbindet, das selbst noch natürlichen, will sagen, besinnungslosen Vorgängen ausgesetzt ist: den Körper. Peter Trawny gründete 2012 das Matin-Heidegger-Institut an der Bergischen Universität in Wuppertal, dessen Leitung er seitdem innehat. <span id="more-3744"></span></p>
<p><strong>Der Geschlechtsakt verbindet den Menschen mit der Natur</strong></p>
<p>Wie? Was denn im Körper geschieht besinnungslos? Mehr oder weniger alles: Niemand kann seine Verdauungsvorgänge oder seinen Blutkreislauf bewusst organisieren. Zwar sind die Menschen medizinisch in der Lage, die organischen Prozesse im Körper zu beeinflussen. Doch selbst der geistigste Mensch hat es noch nicht geschafft, sich kraft des unmittelbaren Einsatzes seines Denkens vom Krebs zu befreien. Für Sigmund Freud scheint nun das zentrale Geschehen, dass die Menschen noch mit der Natur verbindet, der Geschlechtsakt zu sein.</p>
<p>Sigmund Freud schreibt in jenem Essay: „Die heutige Kultur gibt deutlich zu erkennen, dass sie sexuelle Beziehungen nur aufgrund einer einmaligen, unauflösbaren Bindung eines Mannes an ein Weib gestatten will, dass sie die Sexualität als selbstständige Lustquelle nicht mag und sie nur als bisher unersetzte Quelle für die Vermehrung des Menschen zu dulden gesinnt ist.“ Irgendwann ging der Mensch dazu über, in monogamen Familienverhältnissen zu leben. </p>
<p><strong>Die Liebe soll über den Tod siegen</strong></p>
<p>Peter Trawny erklärt: „Dann befand sich der Mensch in geordneten Verhältnissen und begann, die Sexualität als selbstständige Lustquelle zu vermissen.“ Warum? Weil nach Sigmund Freud Sexualität nichts anderes als „Glück im strengsten Sinne“ ist, anders gesagt, dass „die geschlechtliche Liebe eigentlich das Vorbild für alles Glück“ darstellt. Der Geschlechtsakt bringt „Triebbefriedigung“, die glücklich macht, der unbefriedigte Trieb bleibt unglücklich. </p>
<p>Also geht es darum, die freie Liebe auszurufen? Nein, die „völlige Befreiung des Sexuallebens“, weiß Sigmund Freud, beseitige „die Familie, die Keimzelle der Kultur“. Der Psychoanalytiker will jedoch alles andere, als die Kultur zu beseitigen. Er will den Liebenden die Notwendigkeit und die Möglichkeit der Sublimation zeigen. Zwar soll der zeugende Eros über den zerstörenden Thanatos, die Liebe über den Tod siegen. Doch dieser Sieg soll ein Sieg der Kultur sein. Quelle: „Philosophie der Liebe“ von Peter Trawny</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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