<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Erinnerungen &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/erinnerungen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Sat, 14 Jun 2025 07:29:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Erinnerungen sind nur ganz subjektive Ideen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-nur-ganz-subjektive-ideen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-nur-ganz-subjektive-ideen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2025 01:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Wörter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=6232</guid>

					<description><![CDATA[Wörter stehen nie für sich allein, sondern man setzt sie über seine Erfahrung automatisch in Verbindung mit seinem Wissen über die Welt. Thorsten Havener erläutert: „Das beeinflusst unsere Erinnerung so weit, dass wir schon kurze Zeit später denken, die mit den einzelnen Wörtern verbundenen Assoziationen und Erinnerungen nicht nur gedacht zu haben, sondern sie sogar ... <a title="Erinnerungen sind nur ganz subjektive Ideen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-nur-ganz-subjektive-ideen.html" aria-label="Mehr Informationen über Erinnerungen sind nur ganz subjektive Ideen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wörter stehen nie für sich allein, sondern man setzt sie über seine Erfahrung automatisch in Verbindung mit seinem Wissen über die Welt. Thorsten Havener erläutert: „Das beeinflusst unsere Erinnerung so weit, dass wir schon kurze Zeit später denken, die mit den einzelnen Wörtern verbundenen Assoziationen und Erinnerungen nicht nur gedacht zu haben, sondern sie sogar gehört oder gesehen zu haben.“ Das zeigt übrigens auch, dass unsere Erinnerungen mit den tatsächlichen Geschehnissen, an die wir uns erinnern, nicht übereinstimmen müssen. Letztlich sind unsere Erinnerungen nur ganz subjektive Ideen, wie das erinnerte Erlebnis wohl war. Es ist also möglich, sich über Worte zu Gedanken und auch Handlungen zu bewegen, ohne dass man sich dessen überhaupt bewusst ist. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-6232"></span></p>
<p><strong>Metaphern können töten</strong></p>
<p>Sprache und Wörter können das Gehirn eines Menschen und damit sein Denken verändern. Denn Sprache bestimmt, wie man die Welt wahrnimmt und wie man über sie denkt. Thorsten Havener ergänzt: „Das geht so weit, dass unsere Muttersprache uns in unserer Wahrnehmung beeinflusst. So nehmen wir etwa Gegenstände im Spiegel der Sprache wahr.“ Der amerikanische Linguist George Lakoff ist überzeugt, dass die Wahl der Worte sogar die Macht hat, über Leben und Tod zu entscheiden, und sagt: „Metaphern können töten.“</p>
<p>Wenn man Argumente schnell präsentiert bekommt, kann man sie nicht im positiven Sinne bestätigen und ist abgeschreckt von der Geschwindigkeit. Wenn man die Argumente eh nicht mag und sie werden schnell auf einen abgefeuert, dann traut man sich nicht zu, sie genau zu durchdenken, und achtet weniger auf den Inhalt. Thorsten Havener fasst zusammen: „Fazit: Wenn Sie schnell sprechen, können Sie andere ein Stück weit stärker überzeugen – aber nur, wenn diese anders denken.“ </p>
<p><strong>Worte können Menschen emotional beeinflussen</strong></p>
<p>Jede Form der Autosuggestion ist auch auf den richten Gebrauch von Wörtern angewiesen. Denn Worte haben das Potenzial, Menschen emotional zu beeinflussen. Wörter sind neben Bildern und Gefühlen eine Möglichkeit der inneren Kommunikation, man sagt ja nicht ohne Grund „Selbstgespräch“. Thorsten Havener weiß: „Jedes Wort, das wir denken, hat das Potenzial, eine Emotion und auch eine Handlung in uns auszulösen. Hierbei kann die Verwendung emotional aufgeladener Wörter die Verfassung anderer und auch unsere eigene Verfassung verwandeln.“</p>
<p>Das ist echte Zauberei. Dort spielte der richtige Gebrauch von Wörtern übrigens immer schon eine bedeutende Rolle. Der uralte Zauberspruch „Abrakadabra“ bedeutet nämlich nichts anderes als „Ich erschaffe, während ich spreche“. Thorsten Havener stellt fest: „Die jüngsten Erkenntnisse der Kognitionsforschung bestätigen lediglich, was Magier schon vor Tausenden von Jahren wussten und angewendet haben.“ Das heißt, wenn Sie ihren eigenen Wortschatz ändern – sich selbst gegenüber und auch gegenüber anderen, dann hat diese Änderung die Kraft, Ihr Denken, Ihre Emotionen und damit Ihr Leben zu ändern. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-nur-ganz-subjektive-ideen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erinnerungen sind von Emotionen abhängig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-von-emotionen-abhaengig.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-von-emotionen-abhaengig.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 01:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Hellseher]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=6208</guid>

					<description><![CDATA[Einiges spricht dafür, dass die Genauigkeit von Erinnerungen, die Menschen abrufen können, auch von den emotionalen Gehalt abhängig ist, mit dem sie verknüpft sind. Kit Yates ergänzt: „Gefühle können Menschen dazu bringen, Aussagen zu akzeptieren, die sie sehr gern hören wollen, selbst wenn diese unlogisch sind – Psychologen sprechen dann von „Motivated Reasoning“ – Wunschdenken.“ ... <a title="Erinnerungen sind von Emotionen abhängig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-von-emotionen-abhaengig.html" aria-label="Mehr Informationen über Erinnerungen sind von Emotionen abhängig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einiges spricht dafür, dass die Genauigkeit von Erinnerungen, die Menschen abrufen können, auch von den emotionalen Gehalt abhängig ist, mit dem sie verknüpft sind. Kit Yates ergänzt: „Gefühle können Menschen dazu bringen, Aussagen zu akzeptieren, die sie sehr gern hören wollen, selbst wenn diese unlogisch sind – Psychologen sprechen dann von „Motivated Reasoning“ – Wunschdenken.“ Personen, die vor Kurzem einen gelebten Menschen verloren haben, befinden sich oft in einem derart emotional aufgewühlten Zustand. Viele Trauernde, die vielleicht nicht akzeptieren können oder wollen, dass der geliebte Mensch für sie nicht mehr erreichbar ist, sind geneigt, Wahrsager oder Medien aufzusuchen. Die Trauer, die mit dem Tod eines engen Freundes oder Verwandten einhergeht, ist ein schmerzhafter Prozess, und es ist nur allzu verständlich, dass sich die Leidtragenden nach tröstlichen Worten sehnen. Kit Yates lehrt an der Fakultät für mathematische Wissenschaften und is Co-Direktor des Zentrums für mathematische Biologie der University of Bath. <span id="more-6208"></span></p>
<p><strong>Kit Yates hat aus nächster Nähe die Tricks einer Wahrsagerin erlebt</strong></p>
<p>Kit Yates weiß: „Natürlich sind trauernde Klienten, die verzweifelt Kontakt zu einem geliebten, kürzlich verstorbenen Menschen suchen, besonders empfänglich für all die vagen Andeutungen, die ein Medium im Hinblick auf den Verstorbenen macht, und weniger kritisch, als sie es zu anderen Zeiten wären.“ Für Kit Yates war es amüsant, eine Wahrsagerin aufzusuchen, um aus nächster Nähe die Tricks zu erleben, die Medien, Hellseher und Mentalisten über Jahrtausende im Geschäft gehalten haben.</p>
<p>Für viele ist so ein Besuch jedoch ein verzweifelter Versuch, mit ihrer Trauer fertigzuwerden. Einigen ist praktisch kein Preis zu hoch für die Antworten, die sie suchen. Kit Yates stellt fest: „Nach besonders aufwühlenden Tragödien, wie Morden oder Vermisstenfälle, treten Horden selbst ernannter Detektive mit angeblich übersinnlichen Fähigkeiten nicht selten unaufgefordert an Menschen heran, die sich in einem besonders verletzlichen Zustand befinden.“</p>
<p><strong>Skrupellose Hellseher begehen übersinnlichen Betrug</strong></p>
<p>Nur in imageträchtigen Fällen kommt es regelmäßig vor, dass sich Hellseher unaufgefordert an ihre Opfer wenden. Kit Yates fügt hinzu: „Viele Menschen, die eine geliebte Person verloren haben, suchen jedoch von sich aus Wahrsager auf, um sich bei ihnen Trost zu holen. Bestenfalls kann ein solcher Besuch jedoch dazu führen, dass man die Sitzung mit dem Gefühl verlässt, man habe tatsächlich eine hilfreiche Botschaft von einem geliebten Verstorbenen oder einen guten Rat erhalten, und sich damit zufriedengibt.“</p>
<p>Leider sind einige Hellseher absolut skrupellos und begehen übersinnlichen Betrug. Für alle bis auf die Abergläubischsten erscheint der Ausdruck „übersinnlicher Betrug“ wie eine Tautologie. Kit Yates erläutert: „Zweifellos werden Menschen, die Hellseher aufsuchen, dazu gebracht, Geld für etwas zu bezahlen, das keinen wirklichen Wert besitzt – was eine gute Definition für Betrug ist.“ Der juristische Unterschied wird jedoch deutlich, wenn solche Scharlatane versuchen, ihren offensichtlich verletzlichen Klienten Geld abzunötigen. Quelle: „Wie man vorhersieht, womit keiner rechnet“ von Kit Yates</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-von-emotionen-abhaengig.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Narrationen laden zum Miterleben ein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/fritz-breithaupt-erinnerungen-und-miterleben.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/fritz-breithaupt-erinnerungen-und-miterleben.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Narrationen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5322</guid>

					<description><![CDATA[Menschen speichern nicht nur ihre eigenen Erinnerungen als narrative Episoden ab, sondern können auch höchstkomplexe Zusammenhänge weitergeben. Fritz Breithaupt erläutert: „Dabei geht es nicht allein um die Fakten, wer was mit wem gemacht hat. Vielmehr geht es dabei um emotionale Reaktionen und das Machen von Erfahrungen.“ Rezipienten reagieren auf Narrationen sehr ähnlich wie die Erzähler, ... <a title="Narrationen laden zum Miterleben ein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/fritz-breithaupt-erinnerungen-und-miterleben.html" aria-label="Mehr Informationen über Narrationen laden zum Miterleben ein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen speichern nicht nur ihre eigenen Erinnerungen als narrative Episoden ab, sondern können auch höchstkomplexe Zusammenhänge weitergeben. Fritz Breithaupt erläutert: „Dabei geht es nicht allein um die Fakten, wer was mit wem gemacht hat. Vielmehr geht es dabei um emotionale Reaktionen und das Machen von Erfahrungen.“ Rezipienten reagieren auf Narrationen sehr ähnlich wie die Erzähler, die ihre eigenen Erlebnisse weitergeben. Anscheinend sind Narrationen derartig erfolgreich, dass sie sequentielle Präsenzen erzeugen. Dergestalt dass die Produzenten und Rezipienten an den gleichen Stellen jeweils ähnliche Erfahrung machen und entsprechende Emotionen durchlaufen. Mitgeteilt, also kommuniziert, werden Narrationen als derartige Mit-Erfahrungsangebote. Den Begriff des Mit-Erlebens benutzt Fritz Breithaupt, um den Prozess einer Rezeption von Narrationen zu beschreiben. Fritz Breithaupt ist Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik an der Indiana University in Bloomington. <span id="more-5322"></span></p>
<p><strong>Menschen können Erfahrungen teilen und weiterreichen</strong></p>
<p>Fritz Breithaupt stellt fest: „Rezipienten registrieren die Episoden nicht nur, sondern durchlaufen die Handlungssequenzen zumindest ansatzweise so, als befänden sie sich selbst in den erzählten Situationen.“ Dafür benutzt man verschiedene Begriffe, um bestimmte Aspekte zu betonen, wie etwa Transport – man transportiert den Rezipienten in eine narrative oder mediale Welt. Oder den Begriff der narrativen Empathie – der Rezipient empfindet Empathie für eine Figur beziehungsweise kann sich in einer Situation sehen, als wäre er eine Figur. </p>
<p>Der Begriff der Co-Erfahrung oder des Mit-Erlebens betont dabei besonders, dass man als Rezipient Prozesse durchläuft, die sich in eigenen Erfahrungen niederschlagen können. Fritz Breithaupt erklärt: „Das heißt, dass die Erfahrungen meiner Freunde zumindest zu einem bestimmten Maße meine eigenen Erfahrungen werden können. Ich muss nicht jede Erfahrung selbst machen, wir können sie teilen und weiterreichen.“ Daher sind Gruppen, die Geschichten teilen, nicht nur durch ein Vokabular und einem Referenzrahmen von Mythen und Werten verbunden.</p>
<p><strong>Menschen leben in narrativen Echo-Räumen</strong></p>
<p>Sondern es hält sie auch ein Reservoir von abrufbaren Erfahrungen und Perspektiven zusammen. Das Teilen der Erfahrungen in der Form von Narrationen erzeugt Verbindungen zu den Mitmenschen, die sich untereinander verständlich machen. Denn sie erleben die Welt in ähnlichen Mustern, Rollen und Handlungsabfolgen. Menschen leben in narrativen Echo-Räumen. Es kann natürlich auch passieren, dass man sich quasi im falschen Film, das heißt in der falschen Narration gefangen fühlt.</p>
<p>Zumindest steckt man häufig in den Mustern von narrativen Rollen etwa mit Ausbeutern und Ausgebeuteten oder Helden und Versagern oder mit Liebenden oder Betrügern fest. Fritz Breithaupt weiß: „Entsprechend bauen wir unsere narrativen Emotionen nach Mustern auf, die uns vertraut sind. Für derartige Phänomene benutzen Psychologen gerne den Begriff des Schemas. Schema heißt so etwas wie Bild, Umriss, Schatten oder Grundidee.“ Für die Zwecke von Fritz Breithaupt ist dieser Begriff aber ungeeignet. Denn das Schema unterschlägt die Zeitlichkeit in Narrationen, da das Schema bereits den Gesamtlauf als ein Bild erfasst. Quelle: „Das narrative Gehirn“ von Fritz Breithaupt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/fritz-breithaupt-erinnerungen-und-miterleben.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Sprache hat zwei Funktionen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-sprache-hat-zwei-unterschiedliche-funktionen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-sprache-hat-zwei-unterschiedliche-funktionen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2024 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5153</guid>

					<description><![CDATA[Menschen sind die einzigen Säugetiere, die eine Sprache entwickelt haben und nutzen können. Thomas W. Albrecht stellt fest: „Die Bedeutung unserer Sprache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alles, was wir Menschen erreicht haben, ist mit dem Gebrauch der Sprache verbunden.“ Sprache benutzen Menschen auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens repräsentieren sie damit, was sie erleben. ... <a title="Die Sprache hat zwei Funktionen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-sprache-hat-zwei-unterschiedliche-funktionen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Sprache hat zwei Funktionen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind die einzigen Säugetiere, die eine Sprache entwickelt haben und nutzen können. Thomas W. Albrecht stellt fest: „Die Bedeutung unserer Sprache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alles, was wir Menschen erreicht haben, ist mit dem Gebrauch der Sprache verbunden.“ Sprache benutzen Menschen auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens repräsentieren sie damit, was sie erleben. Sie denken, fantasieren und schlussfolgern. Sie führen Selbstgespräche, überlegen, machen Pläne, sortieren ihre Erfahrungen und bewerten diese. So entwickeln sie fortlaufend ein Modell ihres Erlebens, das auf den Wahrnehmungen ihrer Sinnesorgane beruht. Zweiten benutzen Menschen Sprache, um das, was sie erlebt haben, anderen Menschen mitzuteilen. Diese Aktivitäten bezeichnet man als Reden, Diskutieren, Schreiben, Singen oder Lehren. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-5153"></span></p>
<p><strong>Die Sprache ist stark strukturiert</strong></p>
<p>Thomas W. Albrecht erklärt: „In unserer täglichen Kommunikation sind wir uns der Auswahl der Wörter, die wir verwenden, selten bewusst.“ Wie man seine Wörter auswählt und wie man sie strukturiert, läuft nahezu immer unbewusst ab. Kaum jemand muss in der täglichen Kommunikation darüber nachdenken, in seiner Muttersprache verständliche Sätze zu produzieren. Dennoch ist Sprache entsprechend der grammatischen Regeln stark strukturiert. Es würde sofort auffallen, wenn ein Satz fehlerhaft geformt ist.</p>
<p>Lässt man Satzzeichen aus, verändert man beim Sprechen die Intonation, so kann die Bedeutung des Gesagten variieren. Für ihre Muttersprache haben Menschen ein intuitives Empfinden entwickelt, das natürlich mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. Thomas W. Albrecht weiß: „Über unsere Sinnesorgane nehmen wir unentwegt unvorstellbar hohe Mengen an Informationseinheiten auf. Diese gelangen über Augen, Ohren, Haut, Nase und Mund in unser Nervensystem und somit in unser Unbewusstes und werden dort als unbewusste Erinnerungen gespeichert.“ </p>
<p><strong>Es gibt eine sogenannte „Tiefenstruktur der Sprache“</strong></p>
<p>Diese Erinnerungen bilden die facettenreiche Gesamtheit aller Erlebnisse eines Menschen, die er im Laufe seines Lebens sammelt. Thomas W. Albrecht erläutert: „Nur einen Teil der Gesamtheit aller Erlebnisse können wir sprachlich darstellen, jedoch nicht alle, da wir nicht für alles Erlebte sprachliche Ausdrücke haben. Für Erlebnisse, die wir sprachlich nicht erfassen können, finden wir keine passende Formulierung.“ Jenen Teil der Erfahrungen, die man sprachlich ausdrücken kann, bezeichnet man als „Tiefenstruktur der Sprache“.</p>
<p>Die Tiefenstruktur ist die vollständige sprachliche Repräsentation des Erlebten. Die Kommunikation der Menschen passiert in der Regel in der Oberflächenstruktur, ohne die Tiefenstruktur zu hinterfragen. Thomas W. Albrecht betont: „Achtsame Sprache ist neugierig und hinterfragt die Tiefenstruktur, sowohl die eigene als auch die des Gesprächspartners.“ Sprachmuster der Oberflächenstruktur, die zu Missverständnissen führen, sind auf Tilgungen, Generalisierungen und Verzerrungen der Tiefenstruktur zurückzuführen. Somit ist jede gesendete Nachricht nur eine „Abkürzung“ dessen, was eigentlich mitgeteilt werden möchte. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-sprache-hat-zwei-unterschiedliche-funktionen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erinnerungen können verschwinden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-koennen-verblassen-und-verschwinden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-koennen-verblassen-und-verschwinden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5087</guid>

					<description><![CDATA[Erinnerung ist kein Ort im Gehirn, an dem etwas von früher gespeichert wäre. Man realisiert sie in der Gegenwart, für andere und vor anderen. Sonst wäre das, woran man sich erinnert, gar nicht mittelbar. Valentin Groebner erläutert: „Deswegen verblassen Erinnerungen, die ich anderen nicht erzähle, und verschwinden. Häufiger aufgerufene Episoden aus meiner eigenen Vergangenheit dagegen ... <a title="Erinnerungen können verschwinden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-koennen-verblassen-und-verschwinden.html" aria-label="Mehr Informationen über Erinnerungen können verschwinden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerung ist kein Ort im Gehirn, an dem etwas von früher gespeichert wäre. Man realisiert sie in der Gegenwart, für andere und vor anderen. Sonst wäre das, woran man sich erinnert, gar nicht mittelbar. Valentin Groebner erläutert: „Deswegen verblassen Erinnerungen, die ich anderen nicht erzähle, und verschwinden. Häufiger aufgerufene Episoden aus meiner eigenen Vergangenheit dagegen verändern sich genau dadurch, dass ich mich an sie erinnere und sie dabei aufdatiere.“ Sich an etwas zu erinnern heiß, es durch Benutzung umzuschreiben. Der Speicher im Kopf unterscheidet nicht zwischen Träumen, Filmen, Fotografien und tatsächlich Geschehenem. Valentin Groebner lehrt als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Seit 2017 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. <span id="more-5087"></span></p>
<p><strong>Erinnerung hat nicht sehr viel mit Vergangenheit zu tun</strong></p>
<p>Alles baut das Gehirn unterschiedslos weiter und baut es ineinander. Gedächtnis ist ständiges Aufdatieren. Und wie jedes Archiv verändert es das Material, das es aufbewahrt. Valentin Groebner behauptet: „Erinnerung hat einfach nicht sehr viel mit der Vergangenheit zu tun.“ Woran sich Menschen erinnern, schreibt der holländische Gedächtnisforscher Douwe Draaisma, hänge von der Geschichte ab, für die sie diese Erinnerung benötigen. Große Folgen müssen in der Rückschau auch große Ursachen gehabt haben. Also erinnern sich dazu befragte Personen im Nachhinein auch an sie. </p>
<p>Juristen, Ärzte und Psychologen kennen das Phänomen als Rückschaufilter. Valentin Groebner erklärt: „Jeder Mensch neigt dazu, diejenigen Informationen zu suchen und bevorzugt zu behalten, die das bestätigen, was er bereits zu wissen glaubt. Deswegen nehme ich Vergangenes immer als eindeutiger, eigentlicher und weniger von Widersprüchen und Zweifeln besetzt wahr als dieses unübersichtlich Jetzt.“ Erinnerungen haben eine so starke Wirkung, weil sie vieles weglassen. Man erinnert sich nur an Abkürzungen und an Eingedicktes.</p>
<p><strong>Menschen sind emotionale Zeitreisende</strong></p>
<p>Jedes Reden über die eigene Geschichte verschafft einem Menschen eine neue, jeweils passende Vergangenheit: „So möchte ich geworden sein.“ Denn Informationen, die man nach einem Erlebnis erhält, verändern die Erinnerung an das Erlebte, ohne dass man zwischen der älteren und der neueren Version unterscheiden könnte. Man kann nur sehr schlecht abschätzen, wieviel das fleißige Gehirn dem Vergangenen hinzugefügt hat. Sondern man projiziert auch seine eigenen Empfindungen und Wertungen in die Vergangenheit zurück. </p>
<p>Valentin Groebner stellt fest: „Ich bin ein emotionaler Zeitreisender, ohne es selbst auch nur zu bemerken. Und bitte nehmen Sie es nicht persönlich, aber bei Ihnen ist es genauso. Je älter eine Person wird, desto intensiver erinnert sie sich an Ereignisse, die sie zwischen 14 und 24 erlebt hat.“ Sie findet in dieser Phase das wieder, was sie vermeintlich ausmacht – nachträglich. Das wird dann „meine Zeit“. Bei Popmusik mit dem Ergebnis, dass die beste Musik dann gemacht wurde, als man selbst Anfang 20 war. Quelle: „Bin ich das?“ von Valentin Groebner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-koennen-verblassen-und-verschwinden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Positive Erinnerungen entlasten die Psyche</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-selbstbild.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-selbstbild.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2023 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4796</guid>

					<description><![CDATA[Menschen meiden Orte, Erinnerungen und Bilder, die sie an Situationen erinnern, in denen sie sich falsch verhalten haben. Tatsächlich scheint es das Gedächtnis eines Menschen gut mit seinem Selbstbild zu meinen. Wie kann man sich sonst erklären, weshalb man sich häufig nur selektiv erinnert – wenn nicht, um sein gutes Selbstbild aufrechtzuerhalten? Armin Falk erläutert: ... <a title="Positive Erinnerungen entlasten die Psyche" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-selbstbild.html" aria-label="Mehr Informationen über Positive Erinnerungen entlasten die Psyche">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen meiden Orte, Erinnerungen und Bilder, die sie an Situationen erinnern, in denen sie sich falsch verhalten haben. Tatsächlich scheint es das Gedächtnis eines Menschen gut mit seinem Selbstbild zu meinen. Wie kann man sich sonst erklären, weshalb man sich häufig nur selektiv erinnert – wenn nicht, um sein gutes Selbstbild aufrechtzuerhalten? Armin Falk erläutert: „Wenn wir uns eher an unsere Wohltaten erinnern als an unsere Schandtaten, gehen wir unbeschwerter durchs Leben. Erinnerungen an eigenes Fehlverhalten zu vergessen, ist für die Psyche ähnlich entlastend, wie es sich für den Bergsteiger anfühlt, der einen schweren Rucksack ablegt. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung, sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-4796"></span></p>
<p><strong>Psychologische Tricks führen zu einem guten Selbstbild</strong></p>
<p>Im Wunsch, vor sich selbst gut dazustehen, betrügen sich viele Menschen selbst – und merken es oft nicht einmal. Armin Falk fügt hinzu: „Neben selektiver Erinnerung beherrschen wir weitere psychologische Tricks, die uns in unserem Bestreben nach einem guten Selbst- und Fremdbild helfen.“ Zum Beispiel die „moralische Buchhaltung“. Man registriert und erinnert sich daran, dass man sich gut und richtig verhalten hat. Man merkt sich genau, wenn man moralisch etwas auf der Habenseite verbuchen kann. </p>
<p>Fatalerweise kann genau das zu moralischem Versagen führen. Schließlich hat man sich und anderen seine Tugendhaftigkeit ja schon unter Beweis gestellt. Wieso also nachliefern? Niemand kann erwarten, dass man überall gut sein kann, man ist schließlich kein Held. Armin Falk formuliert es noch einmal anders: „Wir führen Buch über unsere Wohltaten und fühlen uns weniger oder mehr verpflichtet, etwas Gutes zu tun, wenn wir gerade gut oder schlecht gehandelt haben.“ </p>
<p><strong>Greenwashing kaschiert große moralische Probleme</strong></p>
<p>Indem man sich an eine kleine gute Tat erinnert, erteilt man sich eine Lizenz zum Nichtstun. Ironischerweise kommt das Böse daher auch deswegen in die Welt, weil Menschen viele kleine gute Dinge tun, die sie nicht viel kosten. Greenwashing ist so ein Fall. Hier kaschiert die kleine und für einen selbst leicht zu bewerkstelligende Wohltat das viel größere moralische Problem. Manche Unternehmen beschreiben nicht nur die guten Eigenschaften ihres Produkts, sondern loben auch die Kunden für ihre Kooperationsbereitschaft und Gesinnung. </p>
<p>Moralische Buchhaltung erzeugt manchmal im Ergebnis moralisch unerwünschte Ergebnisse. Armin Falk weiß: „Symbolische Wohltaten können also gefährlich sein. Sie bringen das Gute nicht wirklich weiter, erzeugen aber das Gefühl, bereits Gutes geleistet zu haben, wodurch wiederum Nichtstun oder sogar problematisches Handeln wahrscheinlicher wird.“ Nichts gegen gut gemeinte Symbolpolitik – ihr müssen aber auch Taten folgen. Moralische Buchhaltung scheint auch bei rassistischen Vorurteilen zu funktionieren. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-selbstbild.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tod und Wiedergeburt bilden einen Kreislauf</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/shunmyo-masuno-konzentration-auf-das-jetzt.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/shunmyo-masuno-konzentration-auf-das-jetzt.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jul 2023 01:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4742</guid>

					<description><![CDATA[Manche Menschen grübeln ständig über Erinnerungen. Man könnte sagen, dass sie in der Vergangenheit feststecken. Shunmyo Masuno empfiehlt dagegen: „Lebe im Moment des Atemholens, und zwar so gewissenhaft wie möglich.“ Darin klingt auch der buddhistische Leitsatz „Wohne in den drei Welten“ an. Die drei Welten sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Menschen leben in den Verbindungen ... <a title="Tod und Wiedergeburt bilden einen Kreislauf" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/shunmyo-masuno-konzentration-auf-das-jetzt.html" aria-label="Mehr Informationen über Tod und Wiedergeburt bilden einen Kreislauf">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Menschen grübeln ständig über Erinnerungen. Man könnte sagen, dass sie in der Vergangenheit feststecken. Shunmyo Masuno empfiehlt dagegen: „Lebe im Moment des Atemholens, und zwar so gewissenhaft wie möglich.“ Darin klingt auch der buddhistische Leitsatz „Wohne in den drei Welten“ an. Die drei Welten sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Menschen leben in den Verbindungen zwischen diesen drei Welten. Doch wenn man sich in der Gegenwart befindet, ist die Vergangenheit bereits tot, während die Zukunft erst noch geboren wird. Shunmyo Masuno weiß: „So erklären wir das buddhistische Konzept des Samsara, des Kreislaufs von Tod und Wiedergeburt, in dem alles geboren wird und dann stirbt, und alles was stirbt, wiedergeboren wird.“ Shunmyo Masuno ist ein japanischer Zen-Mönch, preisgekrönter Zen-Garten-Designer sowie Professor für Umweltdesign an der Tama Art University in Tokyo. <span id="more-4742"></span></p>
<p><strong>Jeder sollte im Hier und Jetzt leben</strong></p>
<p>Mit anderen Worten: Es ist sinnlos, über die Vergangenheit zu grübeln, die tot und vorüber ist. Genauso wenig sollte man über die Zukunft nachdenken, deren Geburt noch nicht stattgefunden hat. Das heiß: Alles, was zählt, wie man im Hier und Jetzt lebt. Shunmyo Masuno erklärt: „Ruhm und Glorie unserer Vergangenheit sind die Grundlage für unseren heutigen Zustand.“ So scheinen einige Menschen keine Gelegenheit auszulassen, ihre glanzvolle Vergangenheit zu erwähnen. </p>
<p>Natürlich ist es wichtig, die Befriedigung anzuerkennen, die man aufgrund einer gut gemachten Arbeit empfindet. Es ist auch schön, ein Glas zu erheben, um einen Sieg zu feiern. Aber ist es angemessen, so oft auf alten Geschichten herumzureiten? Ehrlich gesagt ist es unangenehm, sich immer und immer wieder langatmige Erzählungen über vergangene Ruhmestaten anhören zu müssen. Und ist ein solches Gerede nicht eher peinlich für denjenigen, der redet?</p>
<p><strong>Viele Menschen können sich von Dingen nicht trennen</strong></p>
<p>Man denkt fast unvermeidlich, dass dieser Mensch ziemlich unglücklich ist. Shunmyo Masuno erläutert: „Die Fixierung auf die Vergangenheit ist ein Zeichen dafür, dass es einer Person an Vertrauen in die Gegenwart mangelt. So schleichen sich Ängste, Sorgen und Furcht in Herz und Gemüt ein.“ Man könnte sogar sagen, dass dies gleichbedeutend ist mit einer Untergrabung des gegenwärtigen Selbst. Wer dagegen seine Besitztümer reduziert, entlastet sowohl seinen Geist als auch seinen Körper. </p>
<p>Vielen Menschen fällt es oft schwer, sich von Dingen zu trennen, die sie einmal erworben haben. Shunmyo Masuno stellt fest: „Jeder von uns kann dieses Gefühl mehr oder weniger gut nachempfinden. Es kann sogar zu einer Quelle der Verzweiflung werden.“ Oft hört man Menschen sagen: „Meine Wohnung ist zu eng. Ich weiß nicht, woher ich so viel Kram habe.“ Die Ursache liegt auf der Hand. Es liegt an der Unfähigkeit, sich von Dingen zu trennen; an der Unwilligkeit, Dinge wegzuwerfen. Quelle: „Don´t Worry“ von Shunmyo Masuno</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/shunmyo-masuno-konzentration-auf-das-jetzt.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Geist ist zuständig für Assoziationen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-ist-zustaendig-fuer-assoziationen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-ist-zustaendig-fuer-assoziationen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 06:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Assoziationen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2478</guid>

					<description><![CDATA[Die Assoziation wurde als Kerneigenschaft des Geistes angesehen, seit die frühesten Philosophen zu verstehen versuchten, wie die Menschen ticken. Julia Shaw erklärt: „Die sogenannten Assoziationsgesetze beruhen auf einem Konzept Platons. Aristoteles schrieb sie im Jahr 300 vor Christus offiziell als Gesetze fest.“ Er sah sie als Prinzipien an, die jeglichem Lernen zugrunde liegen. Wobei Lernen ... <a title="Der Geist ist zuständig für Assoziationen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-geist-ist-zustaendig-fuer-assoziationen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Geist ist zuständig für Assoziationen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Assoziation wurde als Kerneigenschaft des Geistes angesehen, seit die frühesten Philosophen zu verstehen versuchten, wie die Menschen ticken. Julia Shaw erklärt: „Die sogenannten Assoziationsgesetze beruhen auf einem Konzept Platons. Aristoteles schrieb sie im Jahr 300 vor Christus offiziell als Gesetze fest.“ Er sah sie als Prinzipien an, die jeglichem Lernen zugrunde liegen. Wobei Lernen natürlich ein Prozess der Erinnerung ist. Aristoteles beschreibt in seiner Schrift „Gedächtnis und Erinnerung“ vier Assoziationsgesetze. Das erste ist das Gesetz der Ähnlichkeit – das Erleben oder Erinnern eines Objekts ruft die Erinnerung an Dinge hervor, die diesem Objekt ähnlich sind. Das zweite ist das Gesetz des Gegensatzes. Das Erleben oder Erinnern eines Objekts weckt die Erinnerung an Dinge, die konträr zu ihm sind. Die Rechtspsychologin Julia Shaw lehrt und forscht an der London South Bank University. <span id="more-2478"></span></p>
<p><strong>Hermann Ebbinghaus untersuchte die Erinnerungen</strong></p>
<p>Das dritte ist das Gesetz der Kontiguität – das Erleben oder Erinnern eines Objekts ruft die Erinnerung an Dinge wach, die ursprünglich zusammen mit diesem Objekt erfahrbar waren. Das vierte Gesetz ist das der Häufigkeit – je öfter zwei Dinge gemeinsam erfahren werden, desto wahrscheinlicher wird es sein, dass das Erleben oder Erinnern des einen auch die Erinnerung an das andere hervorruft. Man kann diese Gesetze noch heute in vielen Konzeptualisierungen von Gedächtnis erkennen.</p>
<p>Rund 2.000 Jahre lang hielt man diese Gesetze für richtig, aber ihre Bedeutung wurde weitgehend trivialisiert. Zumindest, bis sie im 17. Jahrhundert John Locke wieder zum Leben erweckte und dann im späten 19. Jahrhundert erneut von Hermann Ebbinghaus. Julia Shaw erläutert: „Ebbinghaus war zu seiner Zeit ein Pionier, er gehörte zu den ersten, die höhere kognitive Funktionen auf experimentelle Weise untersuchten.“ Er fand eine neue Methode, die Entwicklung von Erinnerungen zu untersuchen.</p>
<p><strong>Bestimmte Erinnerungen erhöhen die Aktivität des Geistes</strong></p>
<p>Hermann Ebbinghaus lernte sinnfreie Silben. Solche Silben sind Buchstabenfolgen wie etwa OOB oder KOJ. Der Forscher dachte, sie wären leicht zu memorieren. Und zudem wären keine Assoziationen mit ihnen verbunden. Er wählte sie aus, weil er glaubte, sie würden die Ergebnisse nicht durch einen bereits bekannten Sinn verzerren, denn ein solcher Sinn würde die Erinnerung an einige von ihnen erleichtern. Seine Annahme wurde zwar inzwischen angefochten, aber sein Versuch war nichtsdestotrotz sehr löblich.</p>
<p>Im Jahr 1885 fasste Hermann Ebbinghaus seine Ergebnisse zusammen und veröffentlichte sein Hauptwerk „Über das Gedächtnis“. Das moderne Konzept der Aktivierung durch Assoziation ist eine Erweiterung der ursprünglichen Aussagen von Aristoteles und Hermann Ebbinghaus. Es beinhaltet die Vorstellung, dass es eine erhöhte Aktivität bei bestimmten Erinnerungen gibt, wenn man andere, begrifflich ähnliche Gedanken oder Erfahrungen verarbeitet. Man geht inzwischen davon aus, dass Individuen eine Reihe von häufig benutzten Wörtern und Ideen haben. Quelle: „Das trügerische Gedächtnis“ von Julia Shaw</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-ist-zustaendig-fuer-assoziationen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fühlen und Gedächtnis gehören zusammen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/fuehlen-und-gedaechtnis-gehoeren-zusammen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/fuehlen-und-gedaechtnis-gehoeren-zusammen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2020 09:13:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2463</guid>

					<description><![CDATA[Fühlen ist ein Resultat des bewussten Geistes. Gedächtnis ist das Nachbarland. Man kann aber das Gedächtnis nicht verstehen, wenn man nicht versteht, wie das Fühlen dazu beiträgt, dass Erinnerung funktioniert. David Gelernter erklärt: „Während ein Aspekt vieler Erinnerungen eine Abstraktion liefert, können alle Aspekte einer Erinnerung ein Gefühl liefern.“ Manche Erlebnisse sind kompakt und einfach. ... <a title="Fühlen und Gedächtnis gehören zusammen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/fuehlen-und-gedaechtnis-gehoeren-zusammen.html" aria-label="Mehr Informationen über Fühlen und Gedächtnis gehören zusammen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fühlen ist ein Resultat des bewussten Geistes. Gedächtnis ist das Nachbarland. Man kann aber das Gedächtnis nicht verstehen, wenn man nicht versteht, wie das Fühlen dazu beiträgt, dass Erinnerung funktioniert. David Gelernter erklärt: „Während ein Aspekt vieler Erinnerungen eine Abstraktion liefert, können alle Aspekte einer Erinnerung ein Gefühl liefern.“ Manche Erlebnisse sind kompakt und einfach. Andere haben viele Teile. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie man jedes Ereignis erleben will und mit welchem Tempo man sich bewegt. Ein Gefühl oder eine Stimmung ist die Zusammenfassung einer Szene, die einen oder mehrere Aspekte vieler Erinnerungen komprimiert. Eine solche Gefühlszusammenfassung kann wie der Köder an einem Haken sein, mit dem man aus dem tiefen Ozean seines Gedächtnisses eine bestimmte Erinnerung herausfischt. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale Universität. <span id="more-2463"></span></p>
<p><strong>Erinnerungen benötigen einen Ausgangspunkt</strong></p>
<p>Man kann eine Erinnerung nicht abrufen, wenn man nicht von irgendetwas ausgeht. Irgendetwas muss einen Menschen dorthin führen – ein Anhaltspunkt, ein Fragment der Szene, eine Assoziation. Bei geringer Konzentration führen Zusammenfassungen von Gefühlen zu Erinnerung, die ansonsten verloren gegangen wären. Ohne die Gefühle als Köder gäbe es keinen Weg, sie wiederzufinden. Die Tatsache, dass Gefühle eine Rolle als Zusammenfassungen oder Abstraktionen spielen, ist für David Gelernter eine tiefgreifende, grundlegende Erkenntnis über den Geist.</p>
<p>Man kann einen Menschen ansehen und sich daran erinnern, dass man ihm zuvor schon einmal begegnet ist. Man kann an einen Ort reisen und sich an Dinge erinnern, die man mit diesem Ort assoziiert. Der Geist hat die Fähigkeit, aus vielen Elementen einer Erinnerung eine einzige, zusammenfassende Stimmung herauszudestillieren – genau wie er ein Element vieler Erinnerungen auf eine Matrize oder Abstraktion reduzieren kann. Alle Details eines Ortes erzeugen gemeinsam ein bestimmtes Ambiente, eine Stimmung oder ein Gefühl.</p>
<p><strong>Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens</strong></p>
<p>David Gelernter stellt fest: „Und mit diesem Gefühl als Suchschlüssel können wir andere Erinnerungen finden, die mit der gleichen Stimmung markiert sind.“ Bewusstsein kann destillieren und synthetisierend: Das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten des Geistes und ein zentraler Aspekt von Gedächtnis und Erinnerung. Bewusster Geist und Gedächtnis haben jeweils eigene Funktionen, aber für die Funktionsfähigkeit des Ganzen ist entscheidend, wie sie zusammenwirken. Wenn man denkt, taucht man immerzu in Erinnerungen ein.</p>
<p>Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens. Zwischen Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen findet ein ständiger Austausch statt. Heute sind die meisten Forscher generell davon überzeugt, dass die Wahrnehmung äußerer Reize ohne einen gewissen Abgleich dieser Reize mit Inhalten des Langzeitgedächtnisses nicht effizient funktionieren könnte. Ein äußeres Ereignis oder ein Gedanke kann als „Erinnerungsstichwort“ dienen und dafür sorgen, dass man sich an einen Ort, ein Ereignis oder einen Menschen erinnert. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/fuehlen-und-gedaechtnis-gehoeren-zusammen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blockierte Emotionen sind etwas ganz Normales</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/blockierte-emotionen-sind-etwas-ganz-normales.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/blockierte-emotionen-sind-etwas-ganz-normales.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2020 05:42:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Neurosen]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2264</guid>

					<description><![CDATA[Sigmund Freud entdeckte, dass ein Gefühl aufkommen und dann verdrängt werden kann. Menschen äußern in einem solchen Fall ihre Emotion nicht, sie spüren sie nie und könnten es als blockiertes Gefühl bezeichnen. Verhindert, schwelend und unvollendet gleicht die Emotion einer Zündschnur, die im Geist immer weiter glimmt. Es ist eine nicht aufgelöste Dissonanz. David Gelernter ... <a title="Blockierte Emotionen sind etwas ganz Normales" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/blockierte-emotionen-sind-etwas-ganz-normales.html" aria-label="Mehr Informationen über Blockierte Emotionen sind etwas ganz Normales">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sigmund Freud entdeckte, dass ein Gefühl aufkommen und dann verdrängt werden kann. Menschen äußern in einem solchen Fall ihre Emotion nicht, sie spüren sie nie und könnten es als blockiertes Gefühl bezeichnen. Verhindert, schwelend und unvollendet gleicht die Emotion einer Zündschnur, die im Geist immer weiter glimmt. Es ist eine nicht aufgelöste Dissonanz. David Gelernter erklärt: „Ein blockiertes oder verhindertes Gefühl findet immer einen Weg, sich Ausdruck zu verschaffen.“ Eine Emotion muss ablaufen wie eine körperliche Aktion. Die meisten Gefühle werden in dem Augenblick, in dem sie aufkommen oder unmittelbar danach vollendet. Ein wesentlicher Teil jedoch – wesentlich nicht wegen seiner Größe, sondern wegen seiner Bedeutung – wird nicht sofort vollendet. Manche Gefühle finden ihre Vollendung nie. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2264"></span></p>
<p><strong>Neurosen sind bei blockierten Gefühlen nicht die Regel</strong></p>
<p>David Gelernter erläutert: „Blockierte Emotionen finden immer einen Weg, sich Ausdruck zu verschaffen, manchmal sprechen sie in Form neurotischer Symptome – aber das ist nur ein Extremfall.“ Manchmal lassen Menschen die Dissonanz ins Bewusstsein dringen, wo sie sich dann auflöst und verschwindet. Manchmal kann sie sich allerdings auch nicht auflösen. Dann ist sie mit Orten, Menschen oder Welten verknüpft, die es nicht mehr gibt. Neurosen sind nicht die Regel. Blockierte Emotionen sind etwas ganz Normales.</p>
<p>Blockierte Emotionen haben zum ihren Ursprung zum Beispiel in der Streiterei mit einem Freund, an die man nicht denken will, in der hässlichen Bemerkung, die man nicht so gemeint hat, in einer harten Entscheidung, die man nicht treffen wollte, in der unerwarteten Begegnung mit dem Ex-Geliebten oder in einem Schreck, der einen verfolgt – einer Angst oder einer Szene aus der Kindheit, einer Person, die früher zum eigenen Leben gehört hat und jetzt nicht mehr da ist. Ein blockiertes Gefühl verdrängt man, als würde man einen Ball nach Kräften bergauf rollen.</p>
<p><strong>Erinnerungen sind immer flüchtig</strong></p>
<p>Ein blockiertes Gefühl taucht häufig als Mittelpunkt eines Themenkreises auf – das heißt in Form einer Reihe von Einschlaferinnerungen oder eines Traumes. Themenkreise umfassen Gedanken, die Menschen in „Visualisierungen“ oder Visionen zum Ausdruck bringen. Dazu gehören kleine Geschichten – oft einzelne Szenen –, die den wesentlichen Aspekt einer Emotion unterstreichen, und tatsächliche Erinnerungen, die die eigenen Fehler aufzeigen. Aber nur selten oder nie dienen Erinnerungen dazu, einen Menschen von Schuld zu befreien.</p>
<p>Sich an unwillkürliche Erinnerungen zu erinnern, ist schwierig; es ist sogar schwierig, sie überhaupt zu bemerken. Eines ist für David Gelernter aber klar: „Häufig stehen sie an der Grenze zur Erfahrung des reinen Seins. Erinnerungen sind immer flüchtig und manchmal freudvoll. Hin und wieder erinnern wir uns an ein Gefühl (wie wir uns gefühlt haben), selbst wenn wir uns sonst an nichts erinnern.“ Unter Umständen wird ein Mensch von einer kurzen unwillkürlichen Erinnerung überwältigt und bemerkt es nie. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/blockierte-emotionen-sind-etwas-ganz-normales.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
