<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Einsamkeit &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/einsamkeit/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 May 2025 09:57:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.2</generator>
	<item>
		<title>Es gibt verschiedene Arten der Einsamkeit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/soziale-ist-nicht-emotionale-einsamkeit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/soziale-ist-nicht-emotionale-einsamkeit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=6199</guid>

					<description><![CDATA[Robert S. Weiss trennt zwischen sozialer und emotionaler Einsamkeit. Lars Svendsen erklärt: „Soziale Einsamkeit ist ein Mangel an sozialer Integration und der sozial Einsame hat den Wunsch, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Dem emotional Einsamen fehlt es hingegen an einer wirklich nahen Beziehung zu jemanden.“ Laut Robert S. Weiss sind dies distinktive Formen der Einsamkeit – sie unterscheiden sich qualitativ. Man daher an der einen Form leiden, ohne an den anderen zu leiden, und es kann einem gelingen, die eine Form zu lindern, ohne die andere zu lindern. Man&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Robert S. Weiss trennt zwischen sozialer und emotionaler Einsamkeit. Lars Svendsen erklärt: „Soziale Einsamkeit ist ein Mangel an sozialer Integration und der sozial Einsame hat den Wunsch, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Dem emotional Einsamen fehlt es hingegen an einer wirklich nahen Beziehung zu jemanden.“ Laut Robert S. Weiss sind dies distinktive Formen der Einsamkeit – sie unterscheiden sich qualitativ. Man daher an der einen Form leiden, ohne an den anderen zu leiden, und es kann einem gelingen, die eine Form zu lindern, ohne die andere zu lindern. Man kann einen Platz in einer Gemeinschaft finden und sich dennoch emotional einsam fühlen. Lars Frederik Händler Svendsen ist Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Bergen. Seine Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. <span id="more-6199"></span></p>
<p><strong>Das Verhältnis zum Partner verdrängt andere soziale Beziehungen</strong></p>
<p>Umgekehrt kann man jemanden finden, zu dem man eine enge Bindung aufbaut und sich gleichzeitig sehr einsam fühlen. Lars Svendsen ergänzt: „Ist der Freud oder Ehepartner eine Zeit lang verreist, kann sich eine emotionale Einsamkeit geltend machen – man vermisst die enge Relation im Dasein, und Kontakt via Telefon und E-Mail sind kein vollwertiger Ersatz.“ Kino- oder Konzertbesuche mit Freuden können eine Großteil des sozialen Bedürfnisses einer Person abdecken und zudem die Aufmerksamkeit von der Abwesenheit eines geliebten Menschen abziehen, aber das Verhältnis zu Freunden kann das Verhältnis zum Partner nicht dauerhaft ersetzen.</p>
<p>Lars Svendsen stellt fest: „Wir können den anderen mit in unsere eigene Einsamkeit hineinnehmen und ihm in einer Weise näherkommen, die nicht zugänglich ist, wenn der andere tatsächlich anwesend ist. Die Einsamkeit gibt uns den Raum, unser Verhältnis zu anderen zu reflektieren und zu fühlen, wie sehr wir sie wirklich brauchen.“ In modernen Ehen oder Lebenspartnerschaften ist eine Entwicklung erkennbar, dass das Verhältnis zum Partner andere soziale Beziehungen verdrängt.</p>
<p><strong>Einsamkeit ist ein allen Menschen gemeinsames Phänomen</strong></p>
<p>Dadurch kann sich die soziale Einsamkeit selbst dann melden, wenn das Bedürfnis nach emotionaler Nähe befriedigt ist. Lars Svendsen betont: „Entsprechend brauchen Kinder sowohl gleichartige Freunde als auch Eltern, die Fürsorge zeigen. Ein Kind, dem eines davon fehlt, wird unter einem wesentlichen Mangel leiden.“ Ist ein Kind in der Schule sozial isoliert, können fürsorgliche Eltern die Situation verbessern, aber sie können kein vollwertiger Ersatz für gleichaltrige Freunde sein. </p>
<p>Umgekehrt können gute Schulkameraden keine emotional abwesenden Eltern ersetzen. Im Übrigen scheint es vom Alter abhängig zu sein, welche Form von Einsamkeit dominiert: bei jüngeren Menschen die soziale und bei älteren die emotionale. Es muss indessen unterstrichen werden, dass emotionale und soziale Einsamkeit für gewöhnlich zusammen auftreten. In den Massenmedien wird Einsamkeit oft als eine Volkskrankheit oder ein Problem der Volksgesundheit bezeichnet. Einsamkeit ist jedoch keine Krankheit, sondern ein allen Menschen gemeinsames Phänomen. Quelle: „Philosophie der Einsamkeit“ von Lars Svendsen</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/soziale-ist-nicht-emotionale-einsamkeit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es gibt verschiedene Formen der Einsamkeit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/lars-svendsen-formen-der-einsamkeit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/lars-svendsen-formen-der-einsamkeit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 01:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5988</guid>

					<description><![CDATA[Lars Svendsen stellt fest: „Es kann zwischen chronischer, situationsbedingter und flüchtiger Einsamkeit unterschieden werden.“ Wie der Name besagt, ist chronische Einsamkeit ein Zustand, bei dem das Objekt aufgrund unzureichender Bindungen an andere einen anhaltenden Schmerz erlebt. Situationsbedingte Einsamkeit ist Veränderungen im Leben eines Menschen geschuldet, wenn zum Beispiel ein enger Freund oder ein Familienmitglied stirbt, ein Liebesverhältnis endet oder die Kinder von zu Hause ausziehen. Die flüchtige Einsamkeit kann Menschen jederzeit überkommen, ob sie auf einem Fest umgeben von vielen Menschen oder alleine zu Hause sind. Die situationsbedingte Einsamkeit kann&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lars Svendsen stellt fest: „Es kann zwischen chronischer, situationsbedingter und flüchtiger Einsamkeit unterschieden werden.“ Wie der Name besagt, ist chronische Einsamkeit ein Zustand, bei dem das Objekt aufgrund unzureichender Bindungen an andere einen anhaltenden Schmerz erlebt. Situationsbedingte Einsamkeit ist Veränderungen im Leben eines Menschen geschuldet, wenn zum Beispiel ein enger Freund oder ein Familienmitglied stirbt, ein Liebesverhältnis endet oder die Kinder von zu Hause ausziehen. Die flüchtige Einsamkeit kann Menschen jederzeit überkommen, ob sie auf einem Fest umgeben von vielen Menschen oder alleine zu Hause sind. Die situationsbedingte Einsamkeit kann durchaus intensiver sein als die chronische, weil sie einer Umwälzung im Leben geschuldet ist und eine Verlusterfahrung darstellt. Lars Frederik Händler Svendsen ist Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Bergen. Seine Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. <span id="more-5988"></span></p>
<p><strong>Die situationsbedingte Einsamkeit lässt sich überwinden</strong></p>
<p>Aber gerade weil die situationsbedingte Einsamkeit, im Gegensatz zur chronischen, durch ein spezifisches Ereignis verursacht erklärt werden kann – zum Beispiel einer Scheidung oder einem Todesfall – ist es auch vorstellbar, sie zu überwinden, indem man neue Menschen findet, an die man sich binden kann. Lars Svendsen fügt hinzu: „Auf der anderen Seite kann die Verlusterfahrung so stark sein, dass es in der Realität unmöglich wird, sich neu zu binden.“ </p>
<p>Die situationsbedingte Einsamkeit ist äußeren Umständen geschuldet. Die chronische Einsamkeit hingegen scheint ihren Ursprung in der Person selbst zu haben, weil sich Veränderungen äußerer Umstände hier wenig bemerkbar machen. Lars Svendsen erläutert: „Wir können daher vielleicht zwischen endogener und exogener Einsamkeit unterscheiden, abhängig davon, ob das Einsamkeitsgefühl seine Hauptursache im Subjekt selbst oder in den Umständen hat.“ </p>
<p><strong>Einsamkeit kann sowohl innere als auch äußere Ursachen haben</strong></p>
<p>Es wird selbstverständlich oft schwer sein zu unterscheiden, inwieweit das Einsamkeitsgefühl endogen oder exogen ist, gerade weil von einem relationalen Phänomen die Rede ist, bei dem das Subjekt ein unbefriedigtes Bedürfnis nach Bindung an andere aufweist. Lars Svendsen erklärt: „Die Trennung verfügt aber dennoch über eine gewisse Plausibilität. Eine Person, die ein Leben lang vom Gefühl der Einsamkeit geplagt wird, unabhängig vom Zustand der Umgebungen, selbst mit einer lieben Familie und einem soliden sozialen Netzwerk, muss vermutlich in der endogenen Kategorie platziert werden.“</p>
<p>Umgekehrt muss eine Person, die früher keine Probleme mit Einsamkeit hatte, die aber von einem solchen Gefühl betroffen ist, nachdem sie sozial ausgeschlossen wurde, eventuell durch Mobbing, in der exogenen Kategorie platziert werden. Lars Svendsen ergänzt: „In den häufigsten Fällen wird es angebracht sein, sowohl innere als auch äußere Ursachen der Einsamkeit in die Betrachtung einzubeziehen.“ Beide Aspekte sind also erforderlich, um Einsamkeit zu erklären. Quelle: „Philosophie der Einsamkeit“ von Lars Svendsen</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/lars-svendsen-formen-der-einsamkeit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Einsamkeit ist die denkbar größte Strafe</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/lars-svendsen-erklaert-den-zustand-der-einsamkeit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/lars-svendsen-erklaert-den-zustand-der-einsamkeit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5870</guid>

					<description><![CDATA[Edmund Burke beschreibt totale Einsamkeit als den größten vorstellbaren Schmerz, weil ein Leben, das vollständig in einem solchen Zustand gelebt wird, dem eigentlichen Zweck des Lebens widerspricht. Lars Svendsen fügt hinzu: „John Locke ist eindeutig in seiner Einschätzung der Einsamkeit als einem für den Menschen naturwidrigen Zustand. Gott habe den Menschen so erschaffen, dass er mit anderen gleicher Natur in eine Gemeinschaft gezwungen wird.“ Die Einsamkeit wird als gefährlicher Zustand beschrieben, wobei die Gefühle leicht die Kontrolle über das Gemüt übernehmen können. Entsprechend schreibt David Hume: „Vollständige Einsamkeit ist vielleicht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Edmund Burke beschreibt totale Einsamkeit als den größten vorstellbaren Schmerz, weil ein Leben, das vollständig in einem solchen Zustand gelebt wird, dem eigentlichen Zweck des Lebens widerspricht. Lars Svendsen fügt hinzu: „John Locke ist eindeutig in seiner Einschätzung der Einsamkeit als einem für den Menschen naturwidrigen Zustand. Gott habe den Menschen so erschaffen, dass er mit anderen gleicher Natur in eine Gemeinschaft gezwungen wird.“ Die Einsamkeit wird als gefährlicher Zustand beschrieben, wobei die Gefühle leicht die Kontrolle über das Gemüt übernehmen können. Entsprechend schreibt David Hume: „Vollständige Einsamkeit ist vielleicht die denkbar größte Strafe, die wir erdulden können.“ Lars Frederik Händler Svendsen ist Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Bergen. Seine Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. <span id="more-5870"></span></p>
<p><strong>Die Einsamkeit ist für David Hume naturwidrig</strong></p>
<p>David Hume fährt fort: „Jede Lust erstirbt, wenn sie allein genossen wird, und jeder Schmerz wird grausamer und unerträglicher.“ Die Einsamkeit, die von religiösen Denkern gepriesen wird, betrachtet David Hume als direkt naturwidrig, ebenso wie das Zölibat, Fasten und anderes. Lars Svendsen stellt fest: „Es gibt evolutionäre Erklärungen der Einsamkeit, in denen hervorgehoben wird, dass wir entwickelt sind, um in Gruppen zu leben, zusammen mit anderen.“</p>
<p>Zweifellos gibt es gute evolutionäre Gründe dafür, in Gruppen zu leben, wie zum Beispiel, dass man besser gegen Raubtiere geschützt ist und Ressourcen teilen kann. Lars Svendsen ergänzt: „Indessen kann man auch gute evolutionäre Gründe dafür anführen, dass ein Wesen nicht einer Gruppe angehören sollte, wie zum Beispiel, dass es einfacher wäre, sich vor Raubtieren zu verstecken, dass man Ressourcen nicht teilen müsste und dass man nicht um einen Platz in der Gruppenhierarchie kämpfen müsste.“</p>
<p><strong>Die Bindung an sehr wenige Menschen macht meistens den Lebenssinn aus</strong></p>
<p>Hierbei ist auch zu erwähnen, dass einige Arten enger in Gruppen verbunden sind als andere. Bei den Primaten kann man zum Beispiel beobachten, dass Schimpansen in größere Ausmaß Gruppentiere sind als die Orang-Utans. Lars Svendsen erklärt: „Durch die biologische Brille betrachtet, können wir immer sagen, dass es für uns Menschen „natürlich“ ist, eine soziale Gemeinschaft zu suchen. Darauf folgt aber nicht, dass es „unnatürlich“ ist, allein sein zu wollen oder dass viel allein sein notwendigerweise negativ für einen Menschen ist.“ </p>
<p>Das hängt davon ab, wie sich dieser Mensch dem Zustand gegenüber verhält. Lars Svendsen betont: „Für die meisten von uns macht die Bindung an sehr wenige Menschen den Großteil unseres Lebenssinns aus. Das zeigt sich auch darin, dass so viel vom Sinn des Daseins verschwunden scheint, wenn wir einen unserer Nächsten verlieren.“ Wie viel unseres Lebenssinns im Verhältnis zu den betreffenden Personen liegt, wird uns leider oft erst dann klar, wenn wir sie verloren haben. Quelle: „Philosophie der Einsamkeit“ von Lars Svendsen</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/lars-svendsen-erklaert-den-zustand-der-einsamkeit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einsamkeit ist ein subjektives Phänomen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-verschiedene-intensitaeten-von-einsamkeit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-verschiedene-intensitaeten-von-einsamkeit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2024 01:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5646</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die praktisch gesprochen ihre ganze Zeit allein verbringen, ohne nennenswert von Einsamkeit geplagt zu werden, sowie andere, die sich besonders einsam fühlen, auch wenn sie den Großteil der Zeit von Familie und Freunden umgeben sind. Lars Svendsen ergänzt: „Im Durchschnitt verbringt eine Person fast 80 Prozent ihrer wachen Zeit in Gesellschaft anderer Menschen. Das gilt auch für die Einsamen.“ Betrachtet man die Gruppe derer, die in verschiedenen Untersuchungen angeben, sich „oft“ oder „sehr oft“ einsam zu fühlen, ist ein durchgängiges Merkmal, dass sie nicht mehr Zeit alleine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Menschen, die praktisch gesprochen ihre ganze Zeit allein verbringen, ohne nennenswert von Einsamkeit geplagt zu werden, sowie andere, die sich besonders einsam fühlen, auch wenn sie den Großteil der Zeit von Familie und Freunden umgeben sind. Lars Svendsen ergänzt: „Im Durchschnitt verbringt eine Person fast 80 Prozent ihrer wachen Zeit in Gesellschaft anderer Menschen. Das gilt auch für die Einsamen.“ Betrachtet man die Gruppe derer, die in verschiedenen Untersuchungen angeben, sich „oft“ oder „sehr oft“ einsam zu fühlen, ist ein durchgängiges Merkmal, dass sie nicht mehr Zeit alleine verbringen als die Gruppe von Menschen, die angibt, sich nicht einsam zu fühlen. Lars Frederik Händler Svendsen ist Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Bergen. Seine Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. <span id="more-5646"></span></p>
<p><strong>Allein zu sein und einsam zu sein sind auch empirisch unabhängig voneinander</strong></p>
<p>In über 400 Aufsätzen über die Erfahrung von Einsamkeit fand ein Forscher keinerlei Korrelation zwischen dem Grad der physischen Isolation und der Intensität des Erlebens von Einsamkeit. Lars Svendsen fügt hinzu: „Die tatsächliche Anzahl von Menschen, die eine Person um sich hat, korreliert in geringem Ausmaß mit dem Einsamkeitsgefühl der Person, aber es gibt gewissen Hinweise darauf, dass die stärksten Einsamkeitsgefühle in Situationen auftreten, in denen der Einsame von anderen Menschen umgeben ist.</p>
<p>Allein zu sein und einsam zu sein sind trotzdem sowohl logisch als auch empirisch unabhängig voneinander. Lars Svendsen stellt fest: „In Reportagen über Einsamkeit, bevorzugt zu Festen wie Ostern und Weihnachten gesendet, werden gern Menschen hervorgehoben, die allein und einsam sind. Das trägt dazu bei, den Eindruck zu erschaffen, dass sie einsam sind, weil sie allein sind.“ Das kann berechtigt wirken. Nicht zuletzt bei Älteren, die einen Ehepartner verloren haben, scheint es klar, dass ihre Einsamkeit in hohem Maße damit erklärt werden muss, dass sie nunmehr allein sind.</p>
<p><strong>Einsamkeit wird als Mangel an zufriedenstellenden Beziehungen zu anderen erlebt</strong></p>
<p>Indessen wäre es übereilt, den Schluss zu ziehen, dass Menschen, die allein und einsam sind, vor allem einsam sind, weil sie allein sind. Ebenso gut kann das Entgegengesetzte der Fall sein. Lars Svendsen erklärt: „Was Einsamkeit bedingt, ist nicht die Anzahl der Menschen, mit denen man sich umgibt, sondern ob der soziale Umgang eines Individuums sein Bedürfnis nach Bindung zufriedenstellt, ob der soziale Umgang, den es hat, als sinnvoll erlebt wird.“ Einsamkeit ist ein subjektives Phänomen.</p>
<p>Es wird von einem Individuum als ein Mangel an zufriedenstellenden Beziehungen zu anderen erlebt, entweder aufgrund von zu wenigen Beziehungen oder weil die existierenden Beziehungen nicht die gewünschte Form von Nähe aufweisen. Lars Svendsen erläutert: „Um das kognitive Verhältnis zwischen sozialer Isolation und Einsamkeit zu erklären, wurde das sogenannte kognitive Diskrepanzmodell der Einsamkeit entwickelt.“ Dieser Theorie zufolge entwickeln Individuen einen inneren Standard oder eine Erwartung, an dem beziehungsweise an der sie ihre Beziehungen zu anderen messen. Quelle: „Philosophie der Einsamkeit“ von Lars Svendsen</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-verschiedene-intensitaeten-von-einsamkeit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Den Wagemutigen lächelt das Glück</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-glueck-muss-herausgefordert-werden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/das-glueck-muss-herausgefordert-werden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jul 2024 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5548</guid>

					<description><![CDATA[In einer kontingenten Welt hat die Einsamkeit, die Unfähigkeit den anderen zu begegnen, nichts mit Schicksal zu tun: Ihr Sein hat keinen Daseinsgrund. Charles Pépin erläutert: „Wir brauchen nur die eigenen vier Wände zu verlassen, um den Zufall herauszufordern und vielleicht alles zu ändern, ähnlich einem Wurf im Würfelspiel unserer Beziehungen zu den anderen, unserer Liebes- und Freundschaftsgeschichten, unserer Arbeitsbeziehungen.“ Der Aberglaube verleitet viele Menschen zu der Vorstellung von Glück als einer objektiven, vom Willen oder Handeln unabhängigen Gegebenheit. Dabei gerät in Vergessenheit, dass das Glück herausgefordert wird. Jemanden zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer kontingenten Welt hat die Einsamkeit, die Unfähigkeit den anderen zu begegnen, nichts mit Schicksal zu tun: Ihr Sein hat keinen Daseinsgrund. Charles Pépin erläutert: „Wir brauchen nur die eigenen vier Wände zu verlassen, um den Zufall herauszufordern und vielleicht alles zu ändern, ähnlich einem Wurf im Würfelspiel unserer Beziehungen zu den anderen, unserer Liebes- und Freundschaftsgeschichten, unserer Arbeitsbeziehungen.“ Der Aberglaube verleitet viele Menschen zu der Vorstellung von Glück als einer objektiven, vom Willen oder Handeln unabhängigen Gegebenheit. Dabei gerät in Vergessenheit, dass das Glück herausgefordert wird. Jemanden zu begegnen, bedeutet aus sich herauszugehen – sich von der eigenen Position als selbstzentriertes Subjekt loszureißen, um sich für die Perspektive des anderen zu öffnen. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5548"></span></p>
<p><strong>Das Glück schlägt nicht zufällig zu</strong></p>
<p>Um aus sich herausgehen zu können, muss man allerdings erst einmal seine vier Wände verlassen und hinausgehen. Im Unterschied zum Glück, das einem Menschen lächelt, gibt es für die wiederholte Chance keine statistische Erklärung. Daher muss man den Grund für seinem Verhalten suchen, darin, wie man mit den anderen und der Welt interagiert. Charles Pépin ergänzt: „Sie wird durch eine Haltung der Verbindlichkeit und Empfänglichkeit herbeigeführt, durch eine bestimmte Art, durchs Leben zu gehen, mit weit geöffneten Augen, die empfänglich sind für alle Signale, die uns die Welt sendet.“</p>
<p>„Den Wagemutigen lächelt das Glück“, behauptete einst Vergil. Dieses Glück schlägt nicht zufällig zu, verteilt seine Gunst nicht willkürlich. Charles Pépin stellt fest: „Es erkennt seine Kinder, all diejenigen, die sich leidenschaftlich einlassen, die sich bemühen, neue Wege in der Wirklichkeit zu eröffnen, und sich nicht damit zufriedengeben, auf den Spuren derer zu wandeln, die vor ihnen da waren.“ Um das Glück herauszufordern, muss ein Mensch zuerst mit den Gewohnheiten brechen, die ihn einschläfern.</p>
<p><strong>Die Routine sperrt den Menschen ein</strong></p>
<p>Wer Tag für Tag die immer gleichen Gänge immer zur selben Zeit macht, ohne für sich selbst und die Welt anwesend zu sein, den versetzt das nicht in denselben Zustand der Bereitschaft wie ein neuer Ausflug, der den Geist anregt und das Herz höher schlagen lässt. Charles Pépin fügt hinzu: „Um das Glück herauszufordern, reicht manchmal schon ein kleiner Seitenschritt, eine winzige Abweichung vom Gewohnten.“ Die Interessengebiete eines Menschen machen ihn offen für andere, während die Routine ihn einsperrt.</p>
<p>Handelt ein Mensch reflexartig, wie auf Autopilot, besteht die Gefahr, dass er die Frau oder den Mann, der vor ihm auftaucht, nicht einmal bemerkt. Dadurch wird der Raum, den man für eine potenzielle Begegnung bereithält, sehr eng. Charles Pépin erklärt: „Andererseits sollten wir unsere Unternehmungen auch nicht auf das alleinige Ziel einer Begegnung ausrichten.“ Als Kinder des westlichen Voluntarismus, die in der Ideologie des „Wer will, der kann“ geschult wurden, laufen Menschen Gefahr, viele Gelegenheiten zu verpassen, besonders dann, wenn sie nicht beabsichtigt sind und sich umso spontaner darbieten. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/das-glueck-muss-herausgefordert-werden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Definitionen von Einsamkeit sind vielfältig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-definitionen-von-einsamkeit-sind-vielfaeltig.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-definitionen-von-einsamkeit-sind-vielfaeltig.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2024 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinsein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5421</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Definitionen von Einsamkeit, die jedoch durchgängig einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Lars Svendsen kennt sie: „Ein Gefühl von Schmerz oder Traurigkeit, eine Selbstauffassung als isoliert oder allein sowie einen gefühlten Mangel an Nähe zu anderen.“ Die meisten Definitionen sind Variationen dieser grundlegenden Züge. Eine solche Definition von Einsamkeit lässt offen, ob sie innere oder äußere Ursachen hat, ob sie Ergebnis der eigenen Konstitution des Individuums oder Resultat der äußeren Bedingungen ist, unter denen das Individuum lebt. Jedoch funktioniert es schwerlich, Einsamkeit aus dem Versagen sozialer Stütze oder&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Definitionen von Einsamkeit, die jedoch durchgängig einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Lars Svendsen kennt sie: „Ein Gefühl von Schmerz oder Traurigkeit, eine Selbstauffassung als isoliert oder allein sowie einen gefühlten Mangel an Nähe zu anderen.“ Die meisten Definitionen sind Variationen dieser grundlegenden Züge. Eine solche Definition von Einsamkeit lässt offen, ob sie innere oder äußere Ursachen hat, ob sie Ergebnis der eigenen Konstitution des Individuums oder Resultat der äußeren Bedingungen ist, unter denen das Individuum lebt. Jedoch funktioniert es schwerlich, Einsamkeit aus dem Versagen sozialer Stütze oder Ähnlichem heraus zu definieren, wie es das norwegische Gesundheitsamt tut, da es Menschen gibt, die nach dem normalen Verständnis sozial gut gestützt werden, sich aber dennoch chronisch einsam fühlen. Lars Frederik Händler Svendsen ist Philosoph und Professor für Philosophie an der Universität Bergen. Seine Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. <span id="more-5421"></span></p>
<p><strong>Einsamkeit ist unabhängig vom Alleinsein</strong></p>
<p>Umgekehrt gibt es eine Vielzahl von Menschen mit schlechter sozialer Stütze, die aber trotzdem nicht nennenswert von Einsamkeit geplagt sind. Lars Svendsen stellt fest: „Es gibt statistische Zusammenhänge zwischen sozialer Stütze und Einsamkeit, aber das ist kein notwendiger Zusammenhang, daher muss Einsamkeit ausgehend vom subjektiven Erleben definiert werden und nicht von objektiven Festlegungen wie der Menge an sozialer Stütze.“ Viele Menschen vermuten, dass Einsamkeit weitgehend deckungsgleich mit dem Alleinsein ist.</p>
<p>Es scheint auch eine verbreitete Annahme zu sein, dass einsame Menschen mehr allein sind und dass diejenigen, die allein sind, häufig auch einsamer sind. Wie Lars Svendsen jedoch weiß, ist Einsamkeit indessen sowohl logisch als auch empirisch unabhängig vom Alleinsein. Es geht nicht darum, in welchem Umfang ein Individuum von anderen Menschen – oder Tieren, was das betrifft – umgeben ist, sondern wie das Individuum seine Beziehung zu anderen erlebt. </p>
<p><strong>Ein sehr starker Schmerz pulverisiert die Sprache</strong></p>
<p>Man kann sagen, dass jeder Mensch immer allein ist, was seine Erfahrung der Welt betrifft. Lars Svendsen erläutert: „Wenn wir einen Vortrag hören und dabei von Hunderten Anderer umgeben sind, sind wir in gewissem Sinne allein, mit den Worten, die wir hören. Auf einem Konzert umgeben von Tausenden Anderer, ist man allein mit der Musik, weil es das eigene Erleben der Musik ist.“ Selbstverständlich teilt man diese Erlebnisse auch mit anderen. Man nimmt ihre Reaktionen auf und kommuniziert mit Worten, Mimik und Gestik, wie man selbst den Vortrag oder das Konzert erlebt. </p>
<p>Aber das Erlebnis wird immer einen privaten Charakter haben, der nicht vollständig mit anderen geteilt werden kann. Auch Schmerzen kann man nicht teilen. Lars Svendsen erklärt: „Werden sie hinreichend stark, zerstören sie die Welt und die Sprache des Betroffenen. Der Schmerz pulverisiert die Sprache.“ Man kann sagen, dass etwas weh tut, wenn der Schmerz aber hinreichend stark wird, verliert man selbst dies Fähigkeit. Einen so starken Schmerz kann man nicht mit jemand anderem teilen. Quelle: „Philosophie der Einsamkeit“ von Lars Svendsen</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-definitionen-von-einsamkeit-sind-vielfaeltig.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5273</guid>

					<description><![CDATA[Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn die meisten Menschen haben die Maßstäbe der äußeren Welt verinnerlicht, obwohl sie ihnen das Leben oft genug nur zur Qual machen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5273"></span></p>
<p><strong>Der Gang in die Höhle des Löwen kann zu einem Burnout führen</strong></p>
<p>Die Natur hat gegen die Not des modernen Menschen ein Angebot parat. Sie ist insoweit empathisch und gibt den Menschen damit Grund, zu sich selbst empathisch zu sein. Joachim Bauer erklärt: „Der Zweifel, der von außen und vom eigenen Inneren her an uns nagt, bewirkt, dass wir uns klein und schlecht fühlen. Im Bemühen, dieser Situation zu entkommen, neigt der Mensch zu Reaktionen, von denen einige den Nachteil haben, dass sie das subjektive Lebensgefühl weiter verschlechtern und schließlich krank machen.“ </p>
<p>Eine der Reaktionsweisen ist der Gang in die Höhle des Löwen. Damit meint Joachim Bauer den Versuch, sich den gestellten Anforderungen mit allen Kräften gewachsen zu zeigen und dabei bis an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit zu gehen. Menschen, die diesen Weg wählen, landen, wenn die Kräfte erschöpft sind, im Burnout oder in einer Depression. Joachim Bauer fügt hinzu: „Sie werden oft auch psychosomatisch krank und erleiden stressbedingte körperliche Erkrankungen.“ </p>
<p><strong>Einsamkeit verkürzt die Lebenszeit</strong></p>
<p>Ein anderer, alternativer Modus ist der Rückzug, geleitet von der Hoffnung, dass man, wenn man andere nicht an sich heranlässt, auch weniger gesehen und – schlecht – bewertet wird. Abgesehen davon, dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, bezahlt man den sozialen Rückzug mit dem Preis der Einsamkeit. So verständlich das Motiv, die eigenen Nerven schonen zu wollen, auch ist. Auch die Einsamkeit ist mit einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden und verkürzt die Lebenszeit. </p>
<p>Ein dritter Modus ist der Versuch, das als zu klein und unbedeutend erlebte, gepeinigte Selbst aufzublasen. Joachim Bauer erläutert: „Der quälenden Verwundbarkeit und Vergänglichkeit des Menschen wird mit aller Macht der Gegenentwurf eines aufgeblasenen Größen-Selbst entgegengestellt.“ Narzisstische Menschen versuchen, ihre Mitmenschen zu unterwerfen und sich die gesamte übrige Realität so zurechtzubiegen, dass sie zu dem grandiosen Selbstbild passt.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alleinsein und Einsamkeit unterscheiden sich</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/alleinsein-und-einsamkeit-unterscheiden-sich.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/alleinsein-und-einsamkeit-unterscheiden-sich.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinsein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5004</guid>

					<description><![CDATA[Alleinsein und Einsamkeit sind zwei Gefühle, die man leicht verwechseln kann. Andreas Salcher erläutert: „Ein Mensch ist allein, wenn kein anderer um ihn herum ist. Ein Mensch ist einsam, wenn er die Anwesenheit anderer Menschen schmerzlich vermisst.“ Viele, die ständig beruflich und in der Familie unter Menschen sind, sehen sich sogar nach mehr Zeit für sich selbst. Nach Einsamkeit sehnt sich niemand. Im Laufe jedes Lebens gibt es unabhängig vom Lebensalter Augenblicke einer tief empfundenen Einsamkeit. Es geht um einen subjektiv empfundenen Mangel an sozialen Kontakten oder die Sehnsucht nach&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alleinsein und Einsamkeit sind zwei Gefühle, die man leicht verwechseln kann. Andreas Salcher erläutert: „Ein Mensch ist allein, wenn kein anderer um ihn herum ist. Ein Mensch ist einsam, wenn er die Anwesenheit anderer Menschen schmerzlich vermisst.“ Viele, die ständig beruflich und in der Familie unter Menschen sind, sehen sich sogar nach mehr Zeit für sich selbst. Nach Einsamkeit sehnt sich niemand. Im Laufe jedes Lebens gibt es unabhängig vom Lebensalter Augenblicke einer tief empfundenen Einsamkeit. Es geht um einen subjektiv empfundenen Mangel an sozialen Kontakten oder die Sehnsucht nach einem bestimmten abwesenden Menschen. Allein zu leben kann eine bewusste Entscheidung sein, Einsamkeit ist eine Urangst des Menschen. Von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr ist man völlig abhängig von anderen, meist von seiner Mutter. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-5004"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch stirbt für sich allein</strong></p>
<p>In seiner letzten Stunde ist der Mensch allein. Jeder stirbt für sich allein. Das ist das einzige Geheimnis des mythenumwobenen Tibetischen Totenbuchs. Denn selbst, wenn man, was sich viele wünschen, im Kreise seiner Liebsten stirbt, die letzte Wegstrecke ist stets ein Alleingang. Doch was ist in den vielen Jahren zwischen unserer ersten und unserer letzten Stunde? Menschliche Beziehungen sind schwierig. Die schwierigste Beziehung ist die zu sich selbst. Sie ist die einzige lebenslange Beziehung, die man hat.</p>
<p>Man kann sich von sich selbst weder trennen, noch kann man sich gegen einen anderen Menschen austauschen in der Hoffnung, dass dann alles besser funktioniert. Viele Psychologen sehen in der Selbstliebe vor allem als Voraussetzung für gelungene Beziehungen zu anderen Menschen. Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind sicher wichtige Voraussetzungen für ein gelungenes Leben. Für Andreas Salcher ist zudem das Alleinsein eine Schlüsselqualifikation des modernen Menschen.</p>
<p><strong>Immer mehr Menschen leben immer länger allein</strong></p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir mehrmals eine längere Strecke unseres Lebensweges allein gehen müssen ist hoch.“ Rund 35 Prozent des Lebens verbringen Menschen schon heute bereits allein, sagt der Zukunftsforscher Matthias Horx. Die deutlich gestiegene Lebenserwartung führt nach dem Tod eines Partners zu einer langen Zeit des Weiterlebens des anderen, meist der Frau. Die zunehmende wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen ermöglicht es ihnen, unbefriedigende Ehen lange „bevor der Tod sie scheidet“ zu beenden. </p>
<p>Die Annahme, dass sich junge Erwachsene aus individualistischen oder gar egoistischen Motiven immer häufiger für ein Singleleben entscheiden und so zum Zuwachs der Gruppe beitragen, ist dagegen falsch. Der Anteil der 15- bis 29-Jährigen an den Bewohnern von Einpersonenhaushalten ist sogar leicht gesunken. Andreas Salcher weiß: „Es sind definitiv die über 45-Jährigen, die sich trennen und dann die Erwartungen an einen zukünftigen Wunschpartner so hochschrauben, dass die Wahrscheinlichkeit, einen solchen zu finden, naturgemäß geringer wird.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/alleinsein-und-einsamkeit-unterscheiden-sich.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Einsiedler meidet den äußeren Kontakt</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-alleinsein.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-alleinsein.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 01:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinsein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4793</guid>

					<description><![CDATA[Ein Einsiedler, der seine Berufung richtig versteht, zieht sich nicht vom Kontakt generell zurück, sondern vom äußeren Kontakt. Andreas Salcher erläutert: „Das ermöglicht ihm, die innere Verbundenheit zu erneuern, ohne die jede äußere Beziehung meist oberflächlich bleibt. Diese Botschaft steckt in der Fabel vom Einsiedler.“ Er wird von anderen Menschen gefragt: „Was findest du denn in deiner Höhle, wenn du dich immer weiter zurückziehst?“ Er antwortet: „Alle Tränen der Welt.“ Damit sind aber nicht, wie man vielleicht glauben könnte, die Tränen der Trauer, sondern die Tränen der Ergriffenheit und Freude&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Einsiedler, der seine Berufung richtig versteht, zieht sich nicht vom Kontakt generell zurück, sondern vom äußeren Kontakt. Andreas Salcher erläutert: „Das ermöglicht ihm, die innere Verbundenheit zu erneuern, ohne die jede äußere Beziehung meist oberflächlich bleibt. Diese Botschaft steckt in der Fabel vom Einsiedler.“ Er wird von anderen Menschen gefragt: „Was findest du denn in deiner Höhle, wenn du dich immer weiter zurückziehst?“ Er antwortet: „Alle Tränen der Welt.“ Damit sind aber nicht, wie man vielleicht glauben könnte, die Tränen der Trauer, sondern die Tränen der Ergriffenheit und Freude gemeint, darum sagt er „alle Tränen“. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-4793"></span></p>
<p><strong>Eine zeitgemäße Form des Rückzugs ist die Klausur</strong></p>
<p>Sie stehen für die Verbundenheit mit allen Menschen. Die Geschichte räumt mit manch romantischer Vorstellung vom Eremitendasein auf. Dieses verlangt die ehrliche Konfrontation mit sich selbst und mit „allen Tränen der Welt“. Die Sehnsucht nach Weite oder Tiefe ist sehr unterschiedlich bei den Menschen ausgeprägt. Andreas Salcher betont: „Wir brauchen jedenfalls beides, den Rückzug in die eigene Tiefe und den Mut, immer wieder in die äußere Welt aufzubrechen und offen für neue Beziehungen zu sein. </p>
<p>Viele Künstler benötigen den totalen Rückzug, um ihre Einsamkeit in einem kreativen Akt transformieren zu können. Künstlerische und kreative Talententfaltung erfordert oft Phasen des Alleinseins. Nicht nur Künstler, sondern auch spirituelle Führer zogen sich vor großen Entscheidungen zurück. So begannen die drei abrahamitischen Weltreligionen mit einem Rückzug. Eine zeitgemäße Form des Rückzugs ist heute die Klausur. Darin steckt das lateinische Wort „claudere“, das abschließen bedeutet. </p>
<p><strong>Die Geißel der Einsamkeit ist die Verbitterung</strong></p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Wenn wir Zeit für uns allein brauche, müssen wir uns nicht gleich 40 Tage in die Wüste zurückziehen, sondern können auch mit uns selbst in Klausur in ein Kloster oder eine Berghütte gehen.“ Aus innerer Leere wird dann im Idealfall die innere Ruhe. Es gibt ein gutes Alleinsein, das negative ist die Einsamkeit. Im ersten Fall ist man zwar allein, aber mit anderen trotzdem verbunden, in der Einsamkeit ist man von anderen abgetrennt. </p>
<p>Um das Verbundensein kommt auch der Alleinlebende nicht herum. Wer keine Verbundenheit schafft, dem droht die Geißel der Einsamkeit – die Verbitterung. Würden alle alten Menschen wegen Krankheit oder Einsamkeit ihrem Leben aus eigenem Antrieb ein Ende setzen, wäre die Selbstmordrate noch höher, als sie ohnehin schon ist. Einsame Menschen stecken mit ihren Suizidgedanken in einer besonderen Falle. Einerseits sind sie hoch gefährdet, andererseits gehen sie so gut wie nie zum Therapeuten – denn dahin gehören nach den Vorstellungen ihrer Generation nur „Verrückte“. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-alleinsein.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Menschen wünschen sich Verbundenheit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-die-entfaltung-von-empathie.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-die-entfaltung-von-empathie.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Aug 2021 01:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2876</guid>

					<description><![CDATA[Die Grundmotivation psychisch durchschnittlich gesunder Menschen ist darauf ausgerichtet, sich sozial akzeptiert, mit anderen Menschen verbunden und zugehörig zu wissen. Das auf soziale Verbundenheit gerichtete Grundmotiv setzt nicht voraus, dass das Zusammensein mit anderen immer „Spaß“ machen muss. Joachim Bauer weiß: „Gemeinsam einer schwierigen Situation ausgesetzt zu sein hat meistens sogar eine sozial besonders verbindende Wirkung.“ Auch wenn sich Menschen soziale Verbundenheit auch dann wünschen, wenn keine hedonistischen, also keine genüsslichen Aspekte im Spiel sind, machen gelingende Gemeinschaft, Kooperation und Gegenseitigkeit den meisten Menschen große Freude. Allerdings hat sich die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grundmotivation psychisch durchschnittlich gesunder Menschen ist darauf ausgerichtet, sich sozial akzeptiert, mit anderen Menschen verbunden und zugehörig zu wissen. Das auf soziale Verbundenheit gerichtete Grundmotiv setzt nicht voraus, dass das Zusammensein mit anderen immer „Spaß“ machen muss. Joachim Bauer weiß: „Gemeinsam einer schwierigen Situation ausgesetzt zu sein hat meistens sogar eine sozial besonders verbindende Wirkung.“ Auch wenn sich Menschen soziale Verbundenheit auch dann wünschen, wenn keine hedonistischen, also keine genüsslichen Aspekte im Spiel sind, machen gelingende Gemeinschaft, Kooperation und Gegenseitigkeit den meisten Menschen große Freude. Allerdings hat sich die Annahme als falsch erwiesen, dass schon von alleine sozusagen alles gut wird, wenn Menschen sich verbinden und verbünden. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Bestsellerautor von Sachbüchern. <span id="more-2876"></span></p>
<p><strong>Verbundenheit kann man auf zweierlei Wegen erlangen</strong></p>
<p>Dies zeigt sowohl ein Blick auf die historische Vergangenheit Deutschlands als auch auf die aktuelle Gegenwart. Fanatisierte Menschenmengen können Hass und Gewalt verbreiten und ein Land an den Rand des Abgrunds bringen. Andererseits können solidarisch, diszipliniert und friedlich auftretende Menschenmengen die Welt auch zum Guten verändern. Joachim Bauer nennt als Beispiele die Freiheitsbewegungen in Indien, Südafrika oder – in Deutschland – die Friedliche Revolution des Jahres 1989. </p>
<p>Wenn Menschen Teil einer Gemeinschaft werden, kann dies gute, die Empathie fördernde, aber auch negative Folgen bis hin zur Unmenschlichkeit haben. Verbundenheit können Menschen auf zweierlei Wegen erlangen. Einerseits durch persönliche Beziehungen, die sich zweiseitig oder in kleinen, eher privat gehaltenen Freundeskreisen abspielen, andererseits durch die Zugehörigkeit zu größeren Gruppen. Die Kunst, wenn schon nicht „eines Freundes Freund zu sein“, so doch mindestens mit einigen Mitmenschen in einigermaßen guter Verbindung zu stehen, beherrschen vor allem jene Menschen, die über die Fähigkeit zur Empathie verfügen. </p>
<p><strong>Einsamkeit macht krank</strong></p>
<p>Da die Fähigkeit zur Empathie meistens mit Offenheit und Verträglichkeit einhergeht, leuchtet ein, dass Menschen, denen diese Eigenschaften abgehen, es schwerer haben, sozialen Anschluss zu finden. Betroffene erleiden dadurch erhebliche Nachteile, unabhängig davon, wodurch ihre Isolation verursacht wurde. Joachim Bauer erklärt: „Der Mensch ist für zwischenmenschliche Empathie gemacht und wird krank, wenn es ihm daran mangelt. Sozial isoliert und einsam lebende Menschen haben ein erhöhtes Erkrankungs- und Sterberisiko. </p>
<p>Die negativen Auswirkungen von chronischer Einsamkeit und andauernder sozialer Isolation auf die Sterblichkeit entsprechen beziehungsweise übertreffen sogar jene des Rauchens, des Alkohols und des Übergewichts. Obwohl über den Einfluss von sozialer Verbundenheit und Unterstützung auf Erkrankungsrisiken und Sterblichkeit unangreifbare, verlässliche Daten vorliegen, wird der Zusammenhang in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch teils nicht gesehen, teils unterschätzt. Einsame und isoliert lebende Menschen gehen der Gesellschaft als engagierte Bürger verloren. Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-die-entfaltung-von-empathie.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
