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	<title>Denken &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Neue Gefühle verändern auch das Denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 01:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch Gefühle und Emotionen sind laut Maren Urner Informationen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus neuropsychologischen und anderen körperlichen Informationen, die ständig in einem Menschen vorhanden sind. Maren Urner erklärt: „Denn nur, weil wir sie noch nicht oder vielleicht auch niemals vollständig begreifen werden, sollten wir ihnen nicht ihre Existenz absprechen.“ Und dennoch ... <a title="Neue Gefühle verändern auch das Denken" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-veraenderung-der-gefuehle-veraendert-das-denken.html" aria-label="Mehr Informationen über Neue Gefühle verändern auch das Denken">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Gefühle und Emotionen sind laut Maren Urner Informationen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus neuropsychologischen und anderen körperlichen Informationen, die ständig in einem Menschen vorhanden sind. Maren Urner erklärt: „Denn nur, weil wir sie noch nicht oder vielleicht auch niemals vollständig begreifen werden, sollten wir ihnen nicht ihre Existenz absprechen.“ Und dennoch sind es diese Informationen, auf Basis deren der größte Teil der Menschen in den meisten Situationen ihre Entscheidungen treffen. Dazu gehören sowohl kleine Entscheidungen wie auch ganz große. Kausal formuliert stimuliert unser Gefühlselben Ideen und Gedanken in uns. Eine Veränderung der Gefühle verändert ebenso das Denken. Bei aller Unterschiedlichkeit gilt dieses Prinzip universell – für alle Geschlechter, Altersgruppen und Kulturen. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-6272"></span></p>
<p><strong>Das Schönste hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden</strong></p>
<p>Gerade mit Blick auf Ersteres hört und liest man ja häufig, dass Frauen „emotionaler“ seien als Männer. Weit gefehlt. Maren Urner erläutert: „Ich denke, wenn wir von unterschiedlichen Leveln an Emotionen bei Frauen und Männern sprechen, verwechseln wir häufig die Anwesenheit von Emotionen mit dem Umgang mit ihnen – also die emotionale Reife.“ Wilhelm Busch hat es geschafft, die ganze Sache mit dem Sinn und Zweck des Lebens in einem fast poetische Satz zusammenzufassen.</p>
<p>Wilhelm Busch schreibt: „Das Schönste hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden.“ Maren Urner stellt fest: „Wie weit wir davon entfernt sind, unserem grundlegenden Wunsch nach Liebe und Anerkennung gerecht zu werden, zeigen die weltweit steigenden Zahlen an Menschen, die nicht nur allein leben, sondern sich aus einsam fühlen.“ Die Pandemie der Einsamkeit ist als globale Gesundheitsgefahr längst erkannt. Zahlreiche Studien belegen die dramatisch negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit inklusive einer verkürzten Lebenserwartung und einem erhöhten Risiko, an Demenz zu erkranken.</p>
<p><strong>Der Verlust einer innigen Beziehung gehört zu den schlimmsten Erlebnissen</strong></p>
<p>Maren Urner weiß: „Selten ist eine Studienlage so klar wie der Blick auf die Bedeutung von menschlichen Beziehungen für unser Leben: Gute soziale Beziehungen sind die wichtigsten Zutaten für ein zufriedenes Leben, und auf die Frage, was das schlimmste Ereignis in ihrem Leben gewiesen sei, antworten die meisten Menschen mit „der Verlust einer innigen Beziehung“.“ Menschen, die Freunde und Familie außerhalb des eigenen Hauses regelmäßig zu Gesicht bekommen, leben länger.</p>
<p>Das gilt auf für Ehepartner, die mehr gemeinsame positive Momente von Lebe und Verbundenheit erleben als andere. Maren Urner fügt hinzu: „Studie um Studie zeigt: Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, dass wir uns gemeinsam mit anderen Menschen gut fühlen. So werden angenehme Berührungen über spezielle Rezeptoren an den Insular-Kortex im Gehirn weitergeleitet.“ Diese Region spielt eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Quelle: „Radikal emotional“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Draußen scheint die Hölle auf Erden zu toben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2025 02:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Brände, Fluten, Lawinen, Katastrophen, Familientragödien, ausgewählte Kriege und Terrorattacken, Flugzeugabstürze, Armut, Flüchtlingskrisen – alles Mögliche findet sich, weitgehend ungefiltert, unsortiert, unreflektiert, regelmäßig so breit getreten auf allen Kanälen, dass der arglose Mensch daraus den Schluss ziehen muss, dass da draußen ständig die Hölle auf Erden tobt – aus tausenderlei unbeherrschbaren Gründen. Ullrich Fichtner weiß: „Das ... <a title="Draußen scheint die Hölle auf Erden zu toben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/draussen-scheint-die-hoelle-auf-erden-zu-toben.html" aria-label="Mehr Informationen über Draußen scheint die Hölle auf Erden zu toben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Brände, Fluten, Lawinen, Katastrophen, Familientragödien, ausgewählte Kriege und Terrorattacken, Flugzeugabstürze, Armut, Flüchtlingskrisen – alles Mögliche findet sich, weitgehend ungefiltert, unsortiert, unreflektiert, regelmäßig so breit getreten auf allen Kanälen, dass der arglose Mensch daraus den Schluss ziehen muss, dass da draußen ständig die Hölle auf Erden tobt – aus tausenderlei unbeherrschbaren Gründen. Ullrich Fichtner weiß: „Das bleibt nicht ohne Folgen, und falsche Weltbilder sind nur eine davon. Es entstehen auch, wenn nicht alles täuscht, neue Psychosen – und man weiß nicht, welche man dem heute geborenen Kind weniger wünschen soll.“ Die eine trifft Menschen, die gewissermaßen süchtig werden nach schlechten Nachrichten und die das Netz krankhaft nach immer neuen Belegen für die nahende Apokalypse durchsuchen. Ullrich Fichtner ist Reporter des „Spiegel“ und gehört zu den renommiertesten Journalisten Deutschlands. <span id="more-5903"></span></p>
<p><strong>Daniel Kahneman teilt das menschliche Denken in zwei Systeme auf</strong></p>
<p>Die andere Störung führt ins gegenteilige Verhalten einer Nachrichtenabstinenz, um schlechte Schwingungen aus dem eigenen Leben fernzuhalten. Ullrich Fichtner ergänzt: „Umfragen ergeben, dass sich mittlerweile viele Menschen zumindest kleine Auszeiten vom Weltgeschehen genehmigen, um dem deprimierenden Sog zu entkommen.“ Angesichts der Befunde beginn man sich zu fragen: Wie kommen Weltbilder überhaupt zustande? Und wie können sich Menschen ihrer Urteile so sicher sein, wo sie doch nachweislich von vielen Dingen nur wenig wissen?</p>
<p>Daniel Kahneman, Wirtschafts-Nobelpreisträger und zugleich als „wichtigster Psychologe unserer Zeit“ gerühmt, hat dazu ebenso dicke wie lesenswerte Bücher geschrieben, vor allem „Schnelles Denken, langsames Denken“ ist gespickt mit erhellenden Befunden. Zwei von Kahnemans Beobachtungen sind wichtig. Ullrich Fichtner erklärt: „Die eine ist die von ihm vorgenommene elegante Aufteilung des menschlichen Denkens in zwei Systeme: System 1 nennt er das „unwillkürliche“ System, System 2 das „mühevolle“.“</p>
<p><strong>Das „Bauchgefühl“ ist als Richtschnur für das Verhalten sehr wichtig</strong></p>
<p>System 1 wird umgangssprachlich gern „Bauchgefühl“ genannt, jener Mischmasch aus Eindrücken, Gefühlen, Vorwissen, der als Richtschnur für das Verhalten eines Menschen so wichtig ist. Ullrich Fichtner fügt hinzu: „System 2 betrifft die komplexeren Operationen des Denkens, das langsame Denken, man könnte sagen: das Nach-Denken, nicht schnell Entscheiden, das informierte Abwägen.“ Das erste, schnelle System kommt im Privat- und Alltagsleben ständig zum Zuge, weil „da Vertrauen, das wir auf unsere intuitiven Überzeugungen und Präferenzen setzen, in der Regel gerechtfertigt“ ist, wie Daniel Kahneman schreibt.</p>
<p>Nur versagt es eben bei der Beurteilung komplexer Sachverhalte regelmäßig. Ullrich Fichtner stellt fest: „Zum Glück hat die Menschheit aber auch darüber offenkundig ein tiefes Wissen gesammelt, weshalb jede Kultur auf Erden Parlamente, Räte, öffentliche Versammlungen kennt, in denen das „mühsame“ Denken nach System 2 organisiert wird, und es gibt auch andere dafür reservierte Räume, Universitäten etwa oder religiöse Stätten.“ Der impulsive, intuitive Mensch hegt sich also – in voller Erkenntnis seiner Schwächen – selber ein. Quelle: „Geboren für die großen Chancen“ von Ullrich Fichtner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst findet immer auf drei Ebenen statt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 02:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Ängstliche Gefühle sind ein fester und gesunder Bestandteil der menschlichen Gefühlsklaviatur. Allerdings sind sie derart unangenehm, dass die meisten Menschen sie am liebsten nie fühlen würden. Die Angst vor der Angst und die Vermeidung all der Umstände, in denen der empfindliche Alarmschaltkreis anspringen könnte, verstärkt das Problem. Franca Cerutti weiß: „Konkret gesagt: 15 bis 20 ... <a title="Angst findet immer auf drei Ebenen statt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/franca-cerutti-aengstliche-gefuehle.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst findet immer auf drei Ebenen statt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ängstliche Gefühle sind ein fester und gesunder Bestandteil der menschlichen Gefühlsklaviatur. Allerdings sind sie derart unangenehm, dass die meisten Menschen sie am liebsten nie fühlen würden. Die Angst vor der Angst und die Vermeidung all der Umstände, in denen der empfindliche Alarmschaltkreis anspringen könnte, verstärkt das Problem. Franca Cerutti weiß: „Konkret gesagt: 15 bis 20 Prozent aller Menschen sind einmal in ihrem Leben von einer Angststörung betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer.“ Angst findet immer auf drei Ebenen statt: Sie erfasst das Denken, beeinflusst das Verhalten und verändert das Gefühl. In ihrem Buch &#8222;Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-5834"></span></p>
<p><strong>Bei Angststörungen verquicken sich blöde Missverständnisse</strong></p>
<p>Alle drei Systeme stehen in Wechselwirkung zueinander. Franca Cerutti erklärt: „Beispielsweise führen beunruhigende Gedanken zu einer angespannten Körpersprache, die eine Habtachtstellung ausdrückt, und sie geben dir ein mulmiges Gefühl in der Magengrube. Hier steckt bereits eine gute Nachricht für dich drin: Auf allen Ebenen kannst du ansetzen, um deine Ängste zu besänftigen.“ Eigentlich handelt es sich bei allen Angststörungen um die Verquickung ganz blöder Missverständnisse.</p>
<p>Missverständnis 1: „Ich bin in Gefahr.“ Allzu oft verschätzen sich Menschen mit Angststörungen hinsichtlich ihrer Gefährdung und überschätzen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bedrohlicher Situationen. Missverständnis 2: „Angst ist gefährlich“. Franca Cerutti erläutert: „Stresshormone werden ins Blut geschossen, dein Kreislauf ist maximal mobilisiert, dein Herz pumpt Blut in die Muskulatur und tut alle Dinge, die – basierend auf Missverständnis 1 – folgerichtig sind.“ Diese völlig normalen Körperreaktionen bewertet man womöglich angstvoll, als seien sie ein Zeichen dafür, dass etwas schiefläuft im eigenen Organismus.</p>
<p><strong>Franca Cerutti erklärt das Phänomen der „emotionalen Beweisführung“</strong></p>
<p>Wie ein Brandbeschleuniger befeuern solche negativen Gedanken natürlich die Angst. Wieder ist ein Faktencheck hilfreich: Der Körper tut gerade sein Bestes – er ist dafür gebaut und kann das. Missverständnis 3: „Wenn ich Angst empfinde, muss da auch was Ängstigendes sein.“ Franca Cerutti schreibt: „Vielleicht kennst du das Phänomen der „emotionalen Beweisführung“. Du empfindest Zorn, also glaubst du, dass du geärgert wurdest. Du bist traurig, also denkst du, dass dich jemand verletzt hat.“</p>
<p>Das ist jedoch keineswegs immer der Fall. Es ist stattdessen sehr wahrscheinlich, dass die Gefühle eines Menschen das Resultat seiner Bewertung von Situationen sind und nicht der Situation an sich. Franca Cerutti fügt hinzu: „Wieder ein kleiner Faktencheck: Dass dein Angstschaltkreis heiß läuft, bedeutet keineswegs, dass wirklich etwas Dramatisches vor sich geht. Angstsensitive Menschen mit einem hochempfindlichen inneren Alarm, reagieren manchmal auf sogenannte Trigger, die ihnen selbst nicht bewusst werden.“ Quelle: „Psychologie to go! von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 01:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut Reinhard K. Sprenger gibt es keinen Unterschied zwischen rationalem Erkennen und emotionalen Erfühlen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb kann ein Mensch seine Gefühle in Konflikten durchaus beeinflussen, indem er seine Gedanken ändert. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Nur das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen gibt Ihnen die Möglichkeit, sich in einer wandelnden Umwelt ... <a title="Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gedanken-und-gefuehle-bilden-eine-einheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Reinhard K. Sprenger gibt es keinen Unterschied zwischen rationalem Erkennen und emotionalen Erfühlen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb kann ein Mensch seine Gefühle in Konflikten durchaus beeinflussen, indem er seine Gedanken ändert. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Nur das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen gibt Ihnen die Möglichkeit, sich in einer wandelnden Umwelt selbst als Einheit zu erleben.“ Studien haben vielfach nachgewiesen, dass die Dominanz der Gefühle im Konfliktfall zu einer gefährlichen Über-Vereinfachung des Konfliktgegenstandes führt. Man „erspart“ sich gleichsam die komplexen Zusammenhänge, kocht die Suppe auf einen simplen Punkt herunter, um ihn umso effektvoller präsentieren zu können. Das sollten man sich und seinem Konfliktpartner mit Blick auf einen weiterer gemeinsamen Weg nicht antun. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5492"></span></p>
<p><strong>Denken ohne Gegensätze ist nicht möglich</strong></p>
<p>Beim Rechthaben arbeitet der Verstand in zwei Schritten. Erstens: Er öffnet die Augen und beobachtet die Welt. Genau genommen fasst er nur Teile der Welt ins Auge, was man gemeinhin „selektive Wahrnehmung“ nennt. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Er wählt aus der Gesamtheit aller beobachtbaren Dinge jene aus, die ihm wichtig erscheinen. Deshalb nehmen wir zunächst wahr, was uns emotional entgegenkommt. Das ist ein Akt der Unterscheidung.“ </p>
<p>Gewisse Dinge treten in den Vordergrund, andere bleiben in der Kulisse. Danach spaltet der Verstand das Ausgewählte in zwei Seiten – die Gegensätze. Denn Denken ohne Gegensätze ist nicht möglich. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Der Verstand ordnet die Welt in Oppositionen, spitzt Unterscheidungen zu Gegensätzen zu, Gegensätze zu Widersprüchen.“ Auf welche Seite des Gegensatzpaares wird er sich stellen? Natürlich auf die richtige, die gute – und hat so ein „Innen“ geschaffen.</p>
<p><strong>In der „Entzweiung“ liegt der Beginn des Konflikts</strong></p>
<p>Der zweite Akt dieses Prozesses ist die Bewertung. Damit hat der Verstand auch ein „Außen“ bestimmt, etwas, das weniger Geltung beanspruchen kann. Reinhard K. Sprenger formuliert es noch einmal anders: „Jeder Standpunkt, den der Verstand einnimmt, erschafft mit mechanischer Zuverlässigkeit sein eigenes Gegenteil. Weil er etwas braucht, von dem er sich absetzen kann.“ Am Beginn allen Denkens steht also die „Entzweiung“. Hier liegt der Beginn des Konflikts.</p>
<p>Wenn diese andere Seite in der eigenen Person selbst liegt, erlebt man das als innere Zerrissenheit. Wenn diese andere Seite von einem anderen Menschen vertreten wird, gibt man dieser Person unrecht. Und man kann sicher sein, dass es immer jemanden gibt, der genau diese andere, die von einem selbst abgewertete Seite bevorzugt. Reinhard K. Sprenger weiß: „Jeder Mensch unterscheidet nun einmal anders. Manchmal will man sich ja auch nur unterscheiden von jenen, die unterscheiden: zwischen Weißen und Schwarzen, Frauen und Männern, Hiesigen und Fremden.“ Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-evolutionaere-psychologie.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jan 2024 02:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine der interessantesten Konsequenzen der evolutionären Psychologie ist, dass sie viele Fehlfunktionen des menschlichen Denkens und Handelns erklären kann. Hanno Sauer weiß: „Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für eine solche Inkongruenz von Geist und Umwelt ist unser nahezu unbegrenzter Appetit auf Zucker. Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper, und Energie war meist vor ... <a title="Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hanno-sauer-evolutionaere-psychologie.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Appetit auf Zucker ist nahezu unbegrenzt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der interessantesten Konsequenzen der evolutionären Psychologie ist, dass sie viele Fehlfunktionen des menschlichen Denkens und Handelns erklären kann. Hanno Sauer weiß: „Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel für eine solche Inkongruenz von Geist und Umwelt ist unser nahezu unbegrenzter Appetit auf Zucker. Kohlenhydrate sind eine wichtige Energiequelle für den menschlichen Körper, und Energie war meist vor allem eines: knapp.“ Es ergab daher Sinn für die Menschen, eine Disposition evolutionär ererbt zu haben, die dafür sorgte, dass sie keine Gelegenheit auslassen würden, Zucker zu sich zu nehmen. Solange Kohlenhydrate rar sind, bleibt diese Disposition auch adaptiv. Denn die Lust am Zucker motiviert die Menschen effektiv, eine für sie wichtige Energiequelle in sich aufzunehmen. Hanno Sauer ist Associate Professor of Philosophy und lehrt Ethik an der Universität Utrecht in den Niederlanden. <span id="more-5197"></span></p>
<p><strong>Die Moderne steigert den Bedarf ans Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Hanno Sauer stellt fest: „In dem Moment, in dem wir unsere Umwelt evolutionärer Angepasstheit verlassen und durch Supermärkte und Tankstellen dauerhaft Zugang zu unbegrenzten Zuckervorräten haben, wird unsere Begierde zum Problem.“ Den evolutionären Imperativ, in Vorbereitung auf magere Zeiten immer so viel Energie wie möglich zu konsumieren, muss man von nun an willentlich einhegen. Die Psychologie des Menschen ist bedauerlicherweise mit einem ganzen Arsenal atavistischer Tendenzen ausgestattet.</p>
<p>Für diese stellt die moderne Gesellschaft eine zunehmend feindliche Umwelt dar. In dieser müssen die Menschen urzeitliche Instinkte, Denk- und Verhaltensmuster ständig mit großem Aufwand unterdrücken. Hanno Sauer erklärt: „Dies steigert den Bedarf an Selbstkontrolle und führt nach und nach zu einem diffusen Unbehagen in der Kultur.“ Denn diese eliminiert zwar die materiellen Nöte, intensiviert aber gleichzeitig die Ansprüche an die kognitive Disziplin. Dadurch perpetuiert sich eine paradoxe Wahrnehmung.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind kognitiv überfordert</strong></p>
<p>Vom materiellen Wohlstand entwickelter menschlicher Gesellschaften scheint ein Glücksversprechen auszugehen. Dieses löst er jedoch nur frustrierend langsam und nie vollständig ein. Denn die Menschen bezahlen für jeden Zuwachs an sozialer Kompetenz mit einem Zuwachs an kognitiver Überforderung. Hanno Sauer erläutert: „Für eine Geschichte der Moral kommt es darauf an, welche Attribute unserer evolutionären Vergangenheit die Art und den Umfang unserer Kooperationsbereitschaft geformt haben.“ Man weiß, dass die Menschen über eine ungewöhnlich spontane und dabei erstaunlich flexible Bereitschaft zur Kooperation verfügen. Aber warum?</p>
<p>Die entscheidende Phase der spezifisch menschlichen Evolution fand in einer hochgradig volatilen Umwelt statt. Dies heißt nicht, dass das Wetter zu jener Zeit besonders unvorhersagbar gewesen wäre. Vielmehr bedeutet es, dass Populationen der Vorfahren der heute lebenden Menschen über Generationen hinweg mit rapiden und dramatischen klimatischen Umwälzungen zu tun hatten. Umwälzungen, die sonst langsamer oder weniger extrem ober beides verlaufen waren. Quelle: „Moral“ von Hanno Sauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alternative Fakten dienen der Verschleierung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/begriffe-verlieren-ihre-eigentliche-bedeutung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 02:00:36 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Begriffe]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchen Menschen ist schon aufgefallen, dass diejenigen Dinge und Sacherhalte, die man mit wohlklingenden neuen Begrifflichkeiten benennt, ihre eigentliche Bedeutung verlieren. Heidi Kastner nennt Beispiele: „Aus „alten Personen“ wurden „reifere Personen“, ohne dass gleichzeitig alle an Lebensjahren Reichen auch durch Lebenserfahrung reifer geworden wären.“ „Bürgernahe“ Argumente dienen der populistischen Verblendung, Arbeitskräfte werden im Rahmen von ... <a title="Alternative Fakten dienen der Verschleierung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/begriffe-verlieren-ihre-eigentliche-bedeutung.html" aria-label="Mehr Informationen über Alternative Fakten dienen der Verschleierung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchen Menschen ist schon aufgefallen, dass diejenigen Dinge und Sacherhalte, die man mit wohlklingenden neuen Begrifflichkeiten benennt, ihre eigentliche Bedeutung verlieren. Heidi Kastner nennt Beispiele: „Aus „alten Personen“ wurden „reifere Personen“, ohne dass gleichzeitig alle an Lebensjahren Reichen auch durch Lebenserfahrung reifer geworden wären.“ „Bürgernahe“ Argumente dienen der populistischen Verblendung, Arbeitskräfte werden im Rahmen von Umstrukturierungen „freigesetzt“ und nicht mehr entlassen. Probleme ersetzt man durch Herausforderungen. Die Werbung verwandelt sich in eine „Kundeninformation“, gestiegene Preise nennt man „Preisanpassung“ und nicht Preiserhöhung. Gebäude reißt man nicht ab, sondern baut sie zurück und wirtschaftlicher Stillstand führt trotzdem Wachstum im Namen, aber eben als „Nullwachstum“. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5137"></span></p>
<p><strong>Begriffe infiltrieren das Denken</strong></p>
<p>Die Methodik ist nicht neu, hat aber mit den viel zitierten „alternativen Fakten“ einen neuen Tiefpunkt erreicht und diente schon immer zur Verschleierung allzu unschöner Wahrheiten. Heidi Kastner erläutert: „Euphemismen sind zumeist behübschte Behältnisse für unangenehme Tatsachen oder gedanklichen Unrat. Und jeder, der schon von der „Endlösung der Judenfrage“ gehört hat, müsste eigentlich in der Lage sein, den Mechanismus zu erkennen und sich dagegen zu wappnen.“ Trotzdem sprechen angesehene und gebildete Menschen vom „postfaktischen Zeitalter“ und von „postfaktischer Demokratie“. </p>
<p>Das Ausblenden der Realität mit populistischer, meist stramm rechts orientierter Ausrichtung ist jedoch mit dem Begriff der Demokratie in keiner Weise vereinbar. Heidi Kastner weiß: „Begriffe kommen nicht zufällig in die Welt, sondern infiltrieren unser Denken und schaffen erst diejenigen Realitäten, die sie angeblich benennen.“ Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeichnete einen Teil der Auswirkung vor. In einer Rede meinte sie: „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sie folgen allein den Gefühlen.“</p>
<p><strong>Es gibt keine einfachen Antworten auf diffizile Fragen</strong></p>
<p>Das Problem dabei ist allerdings, dass sich Gefühle als wesentlich modellierbarer erweisen als Fakten und von einschlägig Begabten auch immer wieder höchst effizient modelliert werden. Meist ist der Ausgang im Längsverlauf nicht ideal. Die neuen Begrifflichkeiten schaffen einen Bedeutungsrahmen, in dem die Rationalität verblasst und die schillernden Farben einer emotionsbefeuerten autoritären Politik immer mehr Raum einnehmen. Der unmittelbare Gewinn einer solchen „gefühlten“ Positionierung liegt in der Möglichkeit, Komplexität und Widersprüchlichkeit auszublenden.</p>
<p>Dadurch findet man einfache, klare Antworten auf diffizile Fragen und muss nicht ertragen, dass es solche Antworten immer wieder einmal nicht gibt. Heidi Kastner betont: „Das Ertragen von Ambivalenz und Widersprüchlichkeit zählt zu den wesentlichen Entwicklungsaufgaben im Reifungsprozess, den viele allem Anschein nicht durchlaufen haben.“ Der Preis für diese Form von emotionaler Dummheit ist die „neue Normalität“. Der dänische Philosoph Vincent Hendricks stellt dazu fest, es sei nicht neu, dass Politiker lügen, neu sei aber, dass man mit offensichtlichen Lügen Präsident werden kann. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder entwickeln eine intuitive Psychologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Oct 2023 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerd Gigerenzer erklärt: „Die Neugier auf Ursachen statt auf bloße Assoziationen ist charakteristisch für menschliche Intelligenz und das Kennzeichen von Wissenschaft.“ Kausales Denken ist sowohl eine Stärke als auch der Ursprung von Aberglauben. Etwa, wenn man glaubt, dass das Drücken von Daumen Glück bringt. In den ersten Jahren entwickeln Kinder eine intuitive Psychologie. Sie „wissen“, ... <a title="Kinder entwickeln eine intuitive Psychologie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gerd-gigerenzer-gesunder-menschenverstand.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder entwickeln eine intuitive Psychologie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerd Gigerenzer erklärt: „Die Neugier auf Ursachen statt auf bloße Assoziationen ist charakteristisch für menschliche Intelligenz und das Kennzeichen von Wissenschaft.“ Kausales Denken ist sowohl eine Stärke als auch der Ursprung von Aberglauben. Etwa, wenn man glaubt, dass das Drücken von Daumen Glück bringt. In den ersten Jahren entwickeln Kinder eine intuitive Psychologie. Sie „wissen“, dass Menschen Gefühle und Absichten haben, und sie können die Perspektive anderer Menschen einnehmen. Spezielle Schaltkreise im Gehirn haben offenbar die Aufgabe zu beobachten, was andere wissen, denken und glauben. Ein Mangel an intuitiver Psychologie ist ein Zeichen für Autismus. Ganz ähnlich entwickeln Kinder auch eine intuitive Physik. Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe. Das Gottlieb Duttweiler Institut hat Gigerenzer als einen der hundert einflussreichsten Denker der Welt bezeichnet. <span id="more-4973"></span></p>
<p><strong>Computer verfügen über keinen gesunden Menschenverstand</strong></p>
<p>Beispielsweise wissen die Kinder, dass sich ein Festkörper nicht durch einen anderen Körper hindurchbewegen kann. Und sie wissen, dass Körper in der Zeit fortbestehen und dass sich die Zeit nicht umkehren lässt. Wenn Kinder älter als drei Jahre sind, entwickeln sie ein intuitives Sozialverhalten. Sie sind bestrebt, Gruppennormen zu folgen und moralische Standards zu entwickeln und zu verteidigen. Der gesunde Menschenverstand ist eine gewaltige Herausforderung für die Entwickler der Künstlichen Intelligenz.</p>
<p>Das gilt sogar für das Grundverständnis, dass Wörter und Bilder Objekte in der sozialen und physischen Welt repräsentieren. Es ist den Forschern nicht gelungen, gesunden Menschenverstand in Computer zu programmieren oder tiefe neuronale Netze zu entwickeln, die ihn lernen können. Gerd Gigerenzer ergänzt: „Sensomotorische sind eine andere große Herausforderung.“ Es ist nach wie vor schwierig, einen Roboter zu bauen, der seine Finger ebenso flexibel bewegen kann wie ein Geiger. </p>
<p><strong>Algorithmen können Muster in Bildern entdecken</strong></p>
<p>In Ermangelung dieser Fertigkeiten besteht eine Lösung darin, die Wohnwelten der Menschen an die Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) anzupassen. Computer brillieren bei Fähigkeiten anderer Art. Gerd Gigerenzer nennt Beispiele: „Hochgeschwindigkeitsrechnen ist die Grundlage von Suchmaschinen und Schachcomputern. Zunehmende Rechengeschwindigkeit ermöglicht die Suche nach Assoziationen zwischen Merkmalen in großen Datensätzen.“ Algorithmen können Muster in Bildern entdecken, etwa in Genomen und astronomischen Beobachtungen, die für das menschliche Auge schwer zu erkennen sind.</p>
<p>Schnelle Rechenleistung an sich bringt weder kausales Denken noch intuitive Psychologie, Physik oder Sozialität hervor. Ein brillantes Schachprogramm weiß nicht, dass es Schach spielt, noch nicht einmal, dass sein Gegner ein Mensch ist, und genießt den Kick des Gewinnens nicht. Gerd Gigerenzer erläutert: „Diese Unterschiede zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz werden deutlicher, wenn wir konkrete Beispiele wie das Erkennen von Objekten und Szenarien betrachten.“ Quelle: „Klick“ von Gerd Gigerenzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Perspektivwechsel erfordern Mut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2023 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[Um sich selbst in eine kreative Grundhaltung zu versetzen, um kreative Prozesse immer wieder zu starten, bedarf es zunächst eines Anfangs und dann einer nachhaltigen Aufrechterhaltung dieses Zustandes. Das Zitat von Hermann Hesse „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ hat zweifellos seine Berechtigung. Markus Hengstschläger weiß: „Und trotzdem bleiben vielen Menschen, wahrscheinlich auch ob ... <a title="Perspektivwechsel erfordern Mut" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-kreative-grundhaltung.html" aria-label="Mehr Informationen über Perspektivwechsel erfordern Mut">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um sich selbst in eine kreative Grundhaltung zu versetzen, um kreative Prozesse immer wieder zu starten, bedarf es zunächst eines Anfangs und dann einer nachhaltigen Aufrechterhaltung dieses Zustandes. Das Zitat von Hermann Hesse „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ hat zweifellos seine Berechtigung. Markus Hengstschläger weiß: „Und trotzdem bleiben vielen Menschen, wahrscheinlich auch ob ihrer Ängste vor dem Versagen und Scheitern, in ihrem konvergenten, logischen, auf einen bekannten Lösungspunkt hinsteuernden Denken verhaftet.“ Divergentes Denken, das bei kreativen Prozessen vorherrscht, ist offen, unsystematisch, frei assoziierend und experimentierfreudig. Für solch einen Perspektivwechsel, solch eine Verbreitung des Horizontes, bedarf es Mut. Die nachhaltige Förderung von Mut steigert die Motivation, auch ungerichtet in Bewegung zu bleiben, divergent zu denken und proaktiv Ausschau nach neuen Ideen zu halten. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-4831"></span></p>
<p><strong>„Serendipität“ steht für zufällige Entdeckungen</strong></p>
<p>Amerika, Penicillin, Teflon, Röntgenstrahlen und Viagra haben etwas gemeinsam: Niemand hat sie gesucht, sie wurden zufällig gefunden und ihre Entdeckung hat die Welt verändert. Der Begriff „Serendipität“ steht für zufällige Beobachtungen und Entdeckungen. Markus Hengstschläger ergänzt: „Das Serendipitätsprinzip beschreibt, dass man überraschend etwas finden kann, was man ursprünglich nicht gesucht hat.“ Jeder, der in der Wissenschaft arbeitet, kennt dieses Phänomen gut und kann ganz sicher einige Entdeckungen aufzählen, die er zufällig bei der Arbeit gemacht hat. </p>
<p>„Bei der Arbeit“ ist dabei die Schlüsselformulierung. Wer nicht in Bewegung ist, wer nicht auf der Suche nach irgendetwas ist, kann auch nichts finden. Nur wer konstant und konsequent am Werk ist, macht Begegnungen, egal ob er sie gesucht hat oder nicht. Markus Hengstschläger erläutert: „Das Hin- und Herwechseln zwischen fokussiertem und ergebnisoffenem Gehen hält eine Grundspannung und Mobilität aufrecht, die das zufällige Finden von Lösungen und Ideen fördert.“</p>
<p><strong>Es gibt keine Garantie für die Zukunft</strong></p>
<p>Wenn die Förderung von Lösungsbegabung zu neuen Konzepten führen soll, muss man sie bedingungslos als permanent laufenden Prozess verstehen. Lässt man eine Suspension einfach stehen, so setzen sich in der Mischung die festen Teilchen am Boden ab. Diese Sedimentation kann nur durch stete Energiezufuhr verhindert werden. Markus Hengstschläger erklärt: „Die dadurch aufrecht gehaltene Dynamik begünstigt das Auftreten von Serendipität.“ </p>
<p>Der schnelllebige Wandel unserer Zeit setzt Menschen und Unternehmen gewissermaßen unter laufenden Veränderungsdruck, um am Ball bleiben zu können. Dafür sollen immer wieder weitreichende Änderungen betreffend Strategien, Prozesse und Verhaltensweisen bewirkt werden. Allerdings gibt es keine Garantie für die Zukunft. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht optimistisch sein darf. Die Zukunft, auf die man in der Gegenwart zugeht, verändert sich permanent. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Beim Denken gibt es Abkürzungen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/beim-denken-gibt-es-abkuerzungen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 01:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Heuristik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrscheinlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Um sich schnell orientieren zu können, hat das Denken Abkürzungen entwickelt, damit sich Menschen in einer neuen Umgebung schnell zurechtfinden können. Diese Abkürzungen bezeichnet man auch als Heuristiken. Nach Daniel Kahneman ist eine Heuristik „ein einfaches Verfahren, das uns hilft, adäquate, wenn auch oftmals unvollkommene Antworten auf schwierige Fragen zu finden“. Eine sehr häufige Heuristik ... <a title="Beim Denken gibt es Abkürzungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/beim-denken-gibt-es-abkuerzungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Beim Denken gibt es Abkürzungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um sich schnell orientieren zu können, hat das Denken Abkürzungen entwickelt, damit sich Menschen in einer neuen Umgebung schnell zurechtfinden können. Diese Abkürzungen bezeichnet man auch als Heuristiken. Nach Daniel Kahneman ist eine Heuristik „ein einfaches Verfahren, das uns hilft, adäquate, wenn auch oftmals unvollkommene Antworten auf schwierige Fragen zu finden“. Eine sehr häufige Heuristik ist die Substitutionsheuristik. Thorsten Havener erläutert: „Hier ersetzen wir zu komplexe Fragen durch Fragen, die sich einfacher und auch schneller beantworten lassen.“ Der Mentalist gibt zu, dass die Grenzen zwischen Heuristik, dem Primen und dem Halo-Effekt nicht so einfach zu ziehen sind. Oft greift im menschlichen Denken eine Kombination aus mehreren dieser Methoden. In jedem Fall ist erwiesen, dass Menschen, wenn sie aufgefordert werden, die Wahrscheinlichkeit von etwas zu beurteilen, das jedoch nur schwer einzuschätzen ist, in vielen Fällen etwas ganz anderes beurteilen. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-4515"></span></p>
<p><strong>Eine gute Stimmung steigert de Zustimmung</strong></p>
<p>Sie unterliegen dabei jedoch der Illusion, sie hätten die Wahrscheinlichkeit beurteilt. Als Faustregel gilt: je besser die Stimmung, desto eher die Zustimmung. Das ist eine sehr gute Methode, um Harmonie herzustellen und Mitmenschen dazu zu bringen, den eigenen Ideen zuzustimmen. Thorsten Havener ergänzt: „Die Reihenfolge, in der uns Informationen zugänglich gemacht werden, ist entscheidend.“ Eine weitere Abkürzung zum Irrtum ist die Verfügbarkeitsheuristik.</p>
<p>Sie besagt, dass man eine starke Tendenz hat, Ereignisse zu überschätzen, von denen man besonders oft hört und die man uns besonders stark eingeprägt hat. Da ist sie wieder, die Wiederholung. Häufige Wiederholung in den Medien oder häufiges Erinnern an diese Ereignisse sorgt also dafür, dass man genau diese Ereignisse überbewertet. Auch hier ersetzt man gedanklich eine Kategorie durch eine andere. Anstatt zu bewerten, wie oft ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist, beantwortet man vielmehr die Frage, wie leicht es einem fällt, entsprechende Beispiele abzurufen.</p>
<p><strong>Rund 16 Prozent der Deutschen haben Flugangst</strong></p>
<p>Thorsten Havener weiß: „Dieser Austausch der Kategorien sorgt für Fehler. So denken die meisten Menschen, dass Politiker und Superstars besonders häufig in Sex- und Drogenaffären verwickelt sind. In Wirklichkeit fallen uns aufgrund der entsprechenden Berichterstattung einfach mehr Beispiele ein.“ Dadurch überschätzt man die Häufigkeit solcher Skandale bei Politikern und Hollywoodstars. Der Klassiker der Verfügbarkeitsheuristik ist der Flugzeugabsturz. </p>
<p>Wenn man ins Auto oder ein Taxi steigt, denkt man gewöhnlich nicht weiter über die Gefahren der anstehenden Autofahrt nach. Beim Flugzeug ist das bei vielen Menschen ein wenig anders. Laut eines Artikels der „WELT“ wurden 2014 zehn Millionen Flugreisen aus Angst storniert. Rund 16 Prozent der Deutschen haben Flugangst und weitere 22 Prozent fühlen sich beim Betreten eines Flugzeugs unwohl. Es gibt Geschäftsleute, die sogar den Beruf gewechselt haben, um nicht in ein Flugzeug steigen zu müssen. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Authentizität bei Politikern kommt an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2023 01:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Wähler]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer stimmig erscheint, dem vertraut man. Denn durch die Resonanz im Gefühl beim Gegenüber entsteht intuitiv der Eindruck, dass er sich auskennt im Wesen des anderen. Hans-Otto Thomashoff weiß: „Wer als Politiker emotional authentisch wirkt und zudem die Wähler im Gefühl anspricht, der kommt an. Wähler wollen Stimmigkeit, sie wollen in ihrem Gefühl verstanden werden, ... <a title="Authentizität bei Politikern kommt an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-authentizitaet-bei-politikern.html" aria-label="Mehr Informationen über Authentizität bei Politikern kommt an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer stimmig erscheint, dem vertraut man. Denn durch die Resonanz im Gefühl beim Gegenüber entsteht intuitiv der Eindruck, dass er sich auskennt im Wesen des anderen. Hans-Otto Thomashoff weiß: „Wer als Politiker emotional authentisch wirkt und zudem die Wähler im Gefühl anspricht, der kommt an. Wähler wollen Stimmigkeit, sie wollen in ihrem Gefühl verstanden werden, und sie wollen wissen, woran sie sind.“ Deshalb ist es fatal, wenn Politiker im Wahlkampf Versprechungen machen, die sie nach der Wahl nicht halten. Oder wenn bestehende Positionen ohne nachvollziehbare Erklärung plötzlich über den Haufen geworfen werden. Angela Merkels Stärke war es, Stabilität, Verlässlichkeit und Sicherheit zu vermitteln, Werte, die ihrer Persönlichkeit entsprachen. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-4467"></span></p>
<p><strong>Oftmals ist der Weg zur Mitbestimmung in der Politik versperrt</strong></p>
<p>Sie stellte eine machtbewusste Frau dar, die noch jeden Konkurrenten erfolgreich aus dem Weg geräumt hatte. Doch angesichts des Leids der Flüchtlinge, die auf einmal zu Tausenden nach Europa kamen, reagierte die mächtigste Frau der Welt überraschend einfühlsam und weich. Das war zwar menschlich sympathisch, aber nicht mehr stimmig zu der Person, als die sie sich jahrelang an der Macht gehalten hatte, als die sie gewählt und bewundert worden war. Zwar gewann sie durch ihr Handeln neue Anhänger, doch viele ihrer angestammten Wähler nahmen ihr den unmittelbaren Umschwung übel.</p>
<p>Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Wähler wollen das Gefühl haben, dass sie sich auskennen.“ Oftmals ist ihnen jedoch der Weg zur Mitbestimmung in politischen Detailfragen versperrt. In solchen Fällen brauchen sie zumindest den Eindruck, dass sie den Regierenden vertrauen können. Wenn statt kompetenter Sacharbeit Parteienstreit, Egoismen, Machtkalkül, Widersprüchlichkeit und fehlende Integrität das Bild beherrschen, verspielt die Politik dieses Vertrauen.</p>
<p><strong>Nur Menschen können ihre Persönlichkeit formen</strong></p>
<p>Ist die Stimmigkeit der politischen Arbeit nicht mehr gegeben, regt sich dementsprechend Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Menschen haben im Lauf der Evolution die Fähigkeit gewonnen, ihr Tun abstrakt zu hinterfragen. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Hierdurch können wir unser Verhalten aktiv und gezielt steuern und außerdem mitentscheiden, was wir als Gedankengut und Verhaltensmuster in unser Gehirn aufnehmen. Weil unser Denken und Handeln in unserem Gehirn zur Struktur werden, können wir durch unser Denken direkt auf seine Biologie einwirken.“</p>
<p>Indem Menschen ihr Denken und Handeln steuern, formen sie regelrecht ihr Gehirn und damit ihre Persönlichkeit. Auf diese Weise können sie als einzige Lebewesen bewusst Einfluss darauf nehmen, wer sie sind. Jeder einzelne Mensch vollzieht in seiner psychischen Entwicklung die Schritte nach, welche die Menschheit in ihrer Entwicklungsgeschichte durchlaufen hat. Etwa im Alter von vier Jahren sind Kinder heute dort, wo vor vielen Tausend Jahren dem ersten Menschen die bewusste Selbstwahrnehmung gelang. Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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