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	<title>Begegnung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Man sollte sich seiner Vorurteile entledigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Charles Pépin schreibt: „Begegnung ist auch dies: ein Zunichtemachen unserer Repräsentationen, unserer vorgefasste Meinungen zur Welt und zu den Lebewesen durch die Wirklichkeit.“ Der Zustand der Bereitschaft erfordert also auch, dass man seine Erwartungen lockert, seine Kriterien und Vorurteile aufweicht. Letztere verengen gleich Scheuklappen des Blickfeld und hindern einen Menschen, in Erwägung zu ziehen, was ihn glücklich machen könnte. Man sollte sich seiner Vorbehalte entledigen, seine Überfügungen und Gewissheiten infrage zu stellen. Wie oft verwechselt man überstürzte Urteile, die nach einer schlechten Erfahrung auf der Außenhaut des eigenen Geistes deponiert&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Pépin schreibt: „Begegnung ist auch dies: ein Zunichtemachen unserer Repräsentationen, unserer vorgefasste Meinungen zur Welt und zu den Lebewesen durch die Wirklichkeit.“ Der Zustand der Bereitschaft erfordert also auch, dass man seine Erwartungen lockert, seine Kriterien und Vorurteile aufweicht. Letztere verengen gleich Scheuklappen des Blickfeld und hindern einen Menschen, in Erwägung zu ziehen, was ihn glücklich machen könnte. Man sollte sich seiner Vorbehalte entledigen, seine Überfügungen und Gewissheiten infrage zu stellen. Wie oft verwechselt man überstürzte Urteile, die nach einer schlechten Erfahrung auf der Außenhaut des eigenen Geistes deponiert werden, konformistische Gedanken und verformte Widerklänge einer gehörten Geschichte mit authentischen Überzeugungen. Diese bröckeligen Meinungen zu entlarven und darüber hinaus imstande zu sein, die eigenen Gewissheiten gegen Zweifel einzutauschen, darin liegt das Geheimnis der Bereitschaft.  Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-6240"></span></p>
<p><strong>Eine Form des Skeptizismus ist die Fähigkeit „nicht zu wissen“</strong></p>
<p>Die Bereitschaft impliziert eine Form des Skeptizismus im erhabenen Sinn des Wortes, wie er in der antiken Philosophie definiert wird: die Fähigkeit, „nicht zu wissen“. Charles Pépin erklärt: „Wenn ich weiß, dass eine Frau, die sich Kinder wünscht, mich nicht glücklich machen kann, bin ich für eine mögliche Liebesgeschichte mit ihr nicht offen. Wenn ich aber skeptisch bin, also nicht weiß, ob diese Frau für mich gemacht ist oder nicht, muss ich auf sie zugehen.“ Das Wort „skeptisch“ kommt vom griechischen „skeptikós“ – Betrachter.</p>
<p>Es verweist übrigens nicht so sehr auf den Begriff des Zweifels als vielmehr auf die „Zurückhaltung des Urteils“, dem eigentlichen Gedankenhorizont der ersten skeptischen Gelehrten wie Pyrrhon von Elis oder Sextus Empiricus. Charles Pépin erläutert: „Ihr existenzieller Vorschlag ist radikal, hat aber eine befreiende Wirkung: Man begreift, dass man zu der einen oder zu der anderen Seite tendieren könnte, dabei betrachtet man die Argumente und beleuchtet die Widersprüche und Ungewissheiten. </p>
<p><strong>Begegnungen können Überraschungen bereit halten</strong></p>
<p>Aber man bleibt in der Schwebe und weigert sich, dem Prinzip der „Ununterscheidbarkeit“ folgend, Stellung zu beziehen. Man hält sich mit seinem Urteil zurück. Charles Pépin schlägt ein kleines Gedankenexperiment vor: „Lassen wir unsere Fantasie spielen. Wir haben äußerst konkrete Erwartungen und visualisieren ganz detailliert die Person, wie wir uns wünschen: ihr Aussehen, ihre Größe, ihren Blick, ihren Beruf, ihre Reaktionen, ihre Art zu denken, zu sprechen, zu lieben.“</p>
<p>Das Schicksal lächelt uns weit über alle realistischen Erwartungen hinauf zu und setzt uns die perfekte Verkörperung unserer Träume vor – was in Wirklichkeit natürlich unmöglich ist. Können wir noch von Begegnung sprechen? Wird das völlige Fehlen eines Überraschungsmoments nicht alles tilgen, bis hin zum Gefühl, jemanden getroffen zu haben? Nun wird verständlicher, welche Resonanz der so simple Satz wie „Ich habe jemanden getroffen“ hat, den wir einem Freund, einer Cousine, einem Psychoanalytiker leise anvertrauen. Er sagt eigentlich aus: „Ich bin jemandem begegnet, der mich überrascht hat“, der meine Erwartungen unterläuft, und das gefällt mir. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Unflexibilität führt zu einem doppelten Fehler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen können sich hinsichtlich dessen, was sie glücklich macht, irren. Eine Begegnung hat beispielsweise tatsächlich das Vermögen, die eigenen Erwartungen und Wünsche, ja sogar die eigenen Vorstellungen von den Dingen und vom Leben umzukrempeln. Charles Pépin fügt hinzu: „Das ist eine schöne Einladung zur Bereitschaft: Zu wissen, dass wir uns hinsichtlich unserer Erwartungen irren können, kann überzeugend sein, um uns für das zu öffnen, was wir nicht erwarten.“ Wer sich unflexibel zeigt und nur in Erwägung zieht, was den eigenen präzisen Wünschen entspricht, macht einen doppelten Fehler. Erstens einen strategischen:&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen können sich hinsichtlich dessen, was sie glücklich macht, irren. Eine Begegnung hat beispielsweise tatsächlich das Vermögen, die eigenen Erwartungen und Wünsche, ja sogar die eigenen Vorstellungen von den Dingen und vom Leben umzukrempeln. Charles Pépin fügt hinzu: „Das ist eine schöne Einladung zur Bereitschaft: Zu wissen, dass wir uns hinsichtlich unserer Erwartungen irren können, kann überzeugend sein, um uns für das zu öffnen, was wir nicht erwarten.“ Wer sich unflexibel zeigt und nur in Erwägung zieht, was den eigenen präzisen Wünschen entspricht, macht einen doppelten Fehler. Erstens einen strategischen: Diese Person lässt sich höchstwahrscheinlich so mache Gelegenheit entgehen. Zweitens einen psychologischen: Vielleicht irrt man sich hinsichtlich seiner Wünsche, aber verschließt die Tür für die Begegnung mit jenem Anderen, der es einem ermöglich hätte, sich darüber im Klaren zu werden. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5889"></span></p>
<p><strong>Ein Verlangen kann aus einer Begegnung heraus entstehen</strong></p>
<p>Tatsächlich entdecken Menschen oft erst im Handeln, durch den Kontakt mit anderen einen neuen Wunsch. Charles Pépin erklärt: „Diese Vorstellung widerspricht der Idee, die insbesondere der Psychoanalytiker und Philosoph Jacques Lacan entwickelt hat, wonach unser Begehren schon immer da ist, in unserem Innersten, und dass es in unserem Unbewussten, in unserer Familiengeschichte wurzelt.“ Dieser Theorie zufolge ist das Begehren immer vor der Begegnung da.</p>
<p>Menschen gehen auf die anderen zu, um ein Verlangen zu befriedigen, das dem Tun vorausgeht und dieses determiniert. Charles Pépin weiß: „Im Gegensatz dazu erklärt Jean-Paul Sartre in „Das Sein und das Nichts“, dass ein solches Verlangen nicht notwendigerweise vor der Begegnung da ist; es kann aus ihr heraus entstehen.“ Die Lebenserfahrung scheint ihm recht zu geben. Man denke zum Beispiel an jene Männer oder Frauen, die partout keine Kinder haben wollten, bis sie der oder dem Richtigen begegneten.</p>
<p><strong>Die Ordnung der Dinge ist nicht unverrückbar</strong></p>
<p>„Mein dritter Grundsatz war, immer zu versuchen, […] eher meine Wünsche zu ändern als die Ordnung der Welt“, fasste dies René Descartes in einer Formel mit stoischen Anklängen zusammen. Charles Pépin ergänzt: „Dem Verfasser des „Entwurfs der Methode“ ging es nicht darum, neue Wünsche an sich zu entdecken, sondern eher darum, auf unerfüllbare Wünsche zu verzichten , uns aufzufordern, bescheiden zu sein und hinzunehmen, was wir nicht ändern können.“</p>
<p>„Die Ordnung der Welt ändern, um sie meinen Wünschen anzupassen“, ist im Kern die Antwort des vermessenen Menschen, der unfähig ist, Grenzen zu akzeptieren, und sich in Allmachtsphantasien ergeht. Charles Pépin erläutert: „Wer eine Philosophie der Bereitschaft vertritt, befindet sich auf einer Gratwanderung zwischen resigniertem Hinnehmen und Allmachtwahn, von denen er sich möglichst fernhält. Wer die Ordnung der Dinge für unverrückbar hält, geht nicht mehr aus dem Haus.“ Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Beim Losgehen sollte der Geist offen sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 02:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Bereitschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich gehe los – und sehe“ – ist eine Einladung, die zwei Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit ein Ereignis eintritt, eine Begegnung stattfindet, zu verbinden: hinauszugehen und gleichzeitig bereit zu sein, anzunehmen, was sich zeigt, egal ob es gut ist oder schlecht. Charles Pépin ergänzt: „Losgehen, allerdings nicht so sehr zielgerichtet, sondern offenen Geistes, weniger konzentriert auf das Ziel als aufmerksam für alles Übrige.“ Wenn man hinausgeht, den Kopf ganz vernebelt von einem Ziel, kann man dieses Ziel natürlich erreichen, aber es besteht auch die Gefahr, dass man es&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich gehe los – und sehe“ – ist eine Einladung, die zwei Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit ein Ereignis eintritt, eine Begegnung stattfindet, zu verbinden: hinauszugehen und gleichzeitig bereit zu sein, anzunehmen, was sich zeigt, egal ob es gut ist oder schlecht. Charles Pépin ergänzt: „Losgehen, allerdings nicht so sehr zielgerichtet, sondern offenen Geistes, weniger konzentriert auf das Ziel als aufmerksam für alles Übrige.“ Wenn man hinausgeht, den Kopf ganz vernebelt von einem Ziel, kann man dieses Ziel natürlich erreichen, aber es besteht auch die Gefahr, dass man es verfehlt und alle guten Gelegenheiten, welche die Wirklichkeit zu bieten hatte, unbeachtet gelassen hat. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5786"></span></p>
<p><strong>Die Bereitschaft ist die Kunst der Gegenwart</strong></p>
<p>Öffnet man aber alle Türen und Fenster seines Geistes und achtet sorgfältig auf das Hier und Jetzt ebenso wie auf sein primäres Ziel, dann erweist sich das Feld der Möglichkeiten als riesengroß. Charles Pépin erklärt: „Zum Handeln als erster Bedingung von Begegnung kommt also noch eine zweite hinzu: Bereitschaft.“ Menschen sollten sich hinausbegeben, ohne der Routine zu verfallen, ohne sich durch die Gewohnheit einschläfern zu lassen, mit einer Haltung der Aufmerksamkeit und Empfänglichkeit. Damit ist schon die Bereitschaft angesprochen. </p>
<p>Jetzt gilt es, noch einen Schritt weiter zu gehen, um zu begreifen, welche Art von Gegenwärtigkeit sie von einem Menschen verlangt. Charles Pépin betont: „Das Handeln lenkt uns in die Zukunft, projiziert uns auf morgen. Die Bereitschaft ist die Kunst der Gegenwart.“ Nicht um den anderen zu begegnen, sollte man sich hinausbegeben, sondern um sich in Bereitschaft für Begegnung zu versetzen. Allzu konkrete Erwartungen bergen die Gefahr, dass man die Begegnung mit einer Person, die den eigenen Kriterien nicht entspricht, verpasst, obwohl man etwas Schönes mit ihr hätte erleben können.</p>
<p><strong>Das Überraschende kann Schönes hervorbringen</strong></p>
<p>Menschen haben Erwartungen – sie können sich nicht von allen Wünschen frei machen. Diese Erwartungen setzen eine Bewegung in Gang. Charles Pépin fügt hinzu: „Fungieren sie aber als Motor, können sie auch zu Scheuklappen werden, die uns daran hindern, das ganze Spektrum der Möglichkeiten und Gelegenheiten zu sehen, aus denen das Fleisch des Wirklichen besteht.“ Es ist gewissermaßen so, desto weiter öffnen sie den eigenen Gesichtskreis und das Feld der Welt- und Menschenbeziehung.</p>
<p>Charles Pépin erläutert: „Wir müssen sie manchmal sogar ganz aufgeben, um uns für etwas anderes zu öffnen – alles verändern, „changer tout“, wie die Fußballer auf Französisch sagen, wenn sie einen Flankenwechsel vornehmen, sprich ihren Angriff auf die andere Seite verlagern.“ Bereitschaft ist die Fähigkeit zu sehen, was sich einem Menschen darbietet und nicht der eigenen Erwartung entspricht; sie ist das Vermögen, das Unerwartete, Überraschende anzunehmen. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Abenteuer versprechen Funken zu versprühen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2024 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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					<description><![CDATA[Handeln bedeutet, sich in die Welt hinauszuwagen, ohne genau zu wissen, wie dieses Abenteuer sich gestalten wird, und ohne absehen zu können, welche Folgen die Begegnung zwischen dem Handeln eines Menschen und der Welt haben wird. Charles Pépin fügt hinzu: „Doch dieses Abenteuer verspricht Funken zu versprühen, umso mehr, als wir reich sind an Innenleben und in der Verborgenheit unserer Häuser und Zimmer den Garten unserer Innerlichkeit zu pflegen gewusst haben.“ Dem Innenleben neue Nahrung geben und sich dann in die Welt wagen, in sich gehen und dann wieder hinausgehen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Handeln bedeutet, sich in die Welt hinauszuwagen, ohne genau zu wissen, wie dieses Abenteuer sich gestalten wird, und ohne absehen zu können, welche Folgen die Begegnung zwischen dem Handeln eines Menschen und der Welt haben wird. Charles Pépin fügt hinzu: „Doch dieses Abenteuer verspricht Funken zu versprühen, umso mehr, als wir reich sind an Innenleben und in der Verborgenheit unserer Häuser und Zimmer den Garten unserer Innerlichkeit zu pflegen gewusst haben.“ Dem Innenleben neue Nahrung geben und sich dann in die Welt wagen, in sich gehen und dann wieder hinausgehen, diese Haltung gleicht einem Pas de deux und begünstigt Begegnungen weit mehr als die hartnäckige Bemühung, mit anderen in Kontakt zu kommen. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5665"></span></p>
<p><strong>Die Begegnung mit anderen stärkt das Selbstbewusstsein</strong></p>
<p>Charles Pépin hat, mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel, die Notwendigkeit der Begegnung mit anderen für die Entstehung von Selbstbewusstsein aufgezeigt, und dass sich Menschen durch die Berührung mit ihnen verändern. Hegels berühmte Dialektik hat geholfen zu begreifen, dass eine Idee des Widerspruchs bedarf, um in ihrer Unterschiedlichkeit vollends offenbar zu werden, dass ein Individuum die Erfahrung des Anderssein machen muss, um seine Einzigartigkeit zu erfassen.</p>
<p>Charles Pépin erklärt: „Wenn wir handeln, begeben wir uns in die Außenwelt. Dabei wenden wir uns nicht von unserer Innerlichkeit ab, sondern streben im Gegenteil danach, ihr gegenständliches Dasein zu verleihen.“ Das Hinausgehen ermöglicht, dass sich in einem Menschen Anbahnende wirksam werden zu lassen, Anerkennung für die Dinge zu bekommen, die dieser Person wichtig sind: Gefühle, die sie durchfluten, Vorlieben, die sie beseelen, Werte, die sie in sich trägt.</p>
<p><strong>Früher oder später müssen Menschen hinausgehen</strong></p>
<p>Wie soll man diese Anerkennung bekommen, ohne jemandem zu begegnen? Unmöglich. Bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel muss sogar der „absolute Geist“ seine Heimstatt verlassen und aktiv werden, um zu wissen, dass er Gott ist. Charles Pépin ergänzt: „In dem subjektiven Gefühl, das er von seinem Wert hat, ist Gott „bei sich“, aber das reicht ihm nicht. Für den Gott Hegels gilt wie für uns Menschen: Allein das Anderssein erlaubt uns zu wissen, welchen Wert wir haben, wer wir wirklich sind.“</p>
<p>Früher oder später müssen Menschen also hinausgehen. Dieses Hinausgehen kann in einem ersten Schritt auch metaphorisch verstanden werden im Sinne von „aus sich herausgehen“. Charles Pépin erläutert: „Hinausgehen ist vor allem ein Aus-sich-Herausgehen: Wir lassen den beunruhigenden Alltag hinter uns, verlassen die Komfortzone, setzen uns in Bewegung, um Dinge zu bewegen. Die Lockdowns, die wir in letzter Zeit durchmachen mussten, haben uns gezwungen, unsere Beziehungen neu zu denken.“ Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Den Wagemutigen lächelt das Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jul 2024 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer kontingenten Welt hat die Einsamkeit, die Unfähigkeit den anderen zu begegnen, nichts mit Schicksal zu tun: Ihr Sein hat keinen Daseinsgrund. Charles Pépin erläutert: „Wir brauchen nur die eigenen vier Wände zu verlassen, um den Zufall herauszufordern und vielleicht alles zu ändern, ähnlich einem Wurf im Würfelspiel unserer Beziehungen zu den anderen, unserer Liebes- und Freundschaftsgeschichten, unserer Arbeitsbeziehungen.“ Der Aberglaube verleitet viele Menschen zu der Vorstellung von Glück als einer objektiven, vom Willen oder Handeln unabhängigen Gegebenheit. Dabei gerät in Vergessenheit, dass das Glück herausgefordert wird. Jemanden zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer kontingenten Welt hat die Einsamkeit, die Unfähigkeit den anderen zu begegnen, nichts mit Schicksal zu tun: Ihr Sein hat keinen Daseinsgrund. Charles Pépin erläutert: „Wir brauchen nur die eigenen vier Wände zu verlassen, um den Zufall herauszufordern und vielleicht alles zu ändern, ähnlich einem Wurf im Würfelspiel unserer Beziehungen zu den anderen, unserer Liebes- und Freundschaftsgeschichten, unserer Arbeitsbeziehungen.“ Der Aberglaube verleitet viele Menschen zu der Vorstellung von Glück als einer objektiven, vom Willen oder Handeln unabhängigen Gegebenheit. Dabei gerät in Vergessenheit, dass das Glück herausgefordert wird. Jemanden zu begegnen, bedeutet aus sich herauszugehen – sich von der eigenen Position als selbstzentriertes Subjekt loszureißen, um sich für die Perspektive des anderen zu öffnen. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5548"></span></p>
<p><strong>Das Glück schlägt nicht zufällig zu</strong></p>
<p>Um aus sich herausgehen zu können, muss man allerdings erst einmal seine vier Wände verlassen und hinausgehen. Im Unterschied zum Glück, das einem Menschen lächelt, gibt es für die wiederholte Chance keine statistische Erklärung. Daher muss man den Grund für seinem Verhalten suchen, darin, wie man mit den anderen und der Welt interagiert. Charles Pépin ergänzt: „Sie wird durch eine Haltung der Verbindlichkeit und Empfänglichkeit herbeigeführt, durch eine bestimmte Art, durchs Leben zu gehen, mit weit geöffneten Augen, die empfänglich sind für alle Signale, die uns die Welt sendet.“</p>
<p>„Den Wagemutigen lächelt das Glück“, behauptete einst Vergil. Dieses Glück schlägt nicht zufällig zu, verteilt seine Gunst nicht willkürlich. Charles Pépin stellt fest: „Es erkennt seine Kinder, all diejenigen, die sich leidenschaftlich einlassen, die sich bemühen, neue Wege in der Wirklichkeit zu eröffnen, und sich nicht damit zufriedengeben, auf den Spuren derer zu wandeln, die vor ihnen da waren.“ Um das Glück herauszufordern, muss ein Mensch zuerst mit den Gewohnheiten brechen, die ihn einschläfern.</p>
<p><strong>Die Routine sperrt den Menschen ein</strong></p>
<p>Wer Tag für Tag die immer gleichen Gänge immer zur selben Zeit macht, ohne für sich selbst und die Welt anwesend zu sein, den versetzt das nicht in denselben Zustand der Bereitschaft wie ein neuer Ausflug, der den Geist anregt und das Herz höher schlagen lässt. Charles Pépin fügt hinzu: „Um das Glück herauszufordern, reicht manchmal schon ein kleiner Seitenschritt, eine winzige Abweichung vom Gewohnten.“ Die Interessengebiete eines Menschen machen ihn offen für andere, während die Routine ihn einsperrt.</p>
<p>Handelt ein Mensch reflexartig, wie auf Autopilot, besteht die Gefahr, dass er die Frau oder den Mann, der vor ihm auftaucht, nicht einmal bemerkt. Dadurch wird der Raum, den man für eine potenzielle Begegnung bereithält, sehr eng. Charles Pépin erklärt: „Andererseits sollten wir unsere Unternehmungen auch nicht auf das alleinige Ziel einer Begegnung ausrichten.“ Als Kinder des westlichen Voluntarismus, die in der Ideologie des „Wer will, der kann“ geschult wurden, laufen Menschen Gefahr, viele Gelegenheiten zu verpassen, besonders dann, wenn sie nicht beabsichtigt sind und sich umso spontaner darbieten. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Markenselbst prägt die Begegnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2024 01:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
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					<description><![CDATA[Die visuelle Bewertung prägt die romantische Begegnung und ist eine ihrer Grundvoraussetzungen. Eva Illouz erläutert: „Aber angesichts der Tatsache, dass die Menschen nicht mit ihrem Selbst, sondern mit ihrem Markenselbst aufeinandertreffen – dem besten Erscheinungsbild, das sie nach außen kehren –, prägt auch die nichtvisuelle Bewertung persönlicher Eigenschaften ihre Begegnung. Insbesondere wenn sie feststellen wollen, ob sie in Fragen des Geschmacks und Lebensstils und in ihren psychischen Dimensionen zueinander passen.“ Bedingt durch den Einfluss von Internet-Dating-Sites nimmt eine solche Bewertung zunehmend die Form eines Vorstellungsgesprächs an, das wie sein visuelles&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die visuelle Bewertung prägt die romantische Begegnung und ist eine ihrer Grundvoraussetzungen. Eva Illouz erläutert: „Aber angesichts der Tatsache, dass die Menschen nicht mit ihrem Selbst, sondern mit ihrem Markenselbst aufeinandertreffen – dem besten Erscheinungsbild, das sie nach außen kehren –, prägt auch die nichtvisuelle Bewertung persönlicher Eigenschaften ihre Begegnung. Insbesondere wenn sie feststellen wollen, ob sie in Fragen des Geschmacks und Lebensstils und in ihren psychischen Dimensionen zueinander passen.“ Bedingt durch den Einfluss von Internet-Dating-Sites nimmt eine solche Bewertung zunehmend die Form eines Vorstellungsgesprächs an, das wie sein visuelles Gegenstück zumeist auf eine binäre Form der Bewertung hinausläuft. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-5447"></span></p>
<p><strong>Das Vorstellungsgespräch hat in die Begegnung Einzug gehalten</strong></p>
<p>Die im Unternehmen so verbreitete Form des Vorstellungsgesprächs hat in die romantische Begegnung Einzug gehalten, um geeignete Kandidaten herauszufiltern und zu disqualifizieren. Eva Illouz fügt hinzu: „Eine offene Sexualität, die durch Dating-Technologien in einem offenen Markt organisiert wird, erzeugt das Problem der Bewertung von Menschen.“ Das durch die Technologie ermöglichte Überangebot an potentiellen Partnern führt dazu, dass die Bewertung einen formalen Charakter annimmt, wie bei einem „Vorstellungsgespräch“, das möglichst effizient ungeeignete Kandidaten aussortieren soll.</p>
<p>Eva Illouz erklärt: „Weil die potenziellen Partner entkontextualisiert, das heißt aus ihren sozialen Zusammenhängen herausgelöst sind, werden die Akteure zu rein selektiven und bewertenden Akteuren.“ Diese versuchen, den Wert einer Person in einem abstrakten Kontext zu ermessen, der seinerseits eine abstrakte Warenform hat. In der gleichen Weise, wie Unternehmen abstrakte Räume oder Cafés, Bars und Restaurants standardisierte abstrakte Räume des Konsums sind. Auch nehmen die Fragen oft die Form eines standardisierten Tests an. </p>
<p><strong>Sex und Romantik finden in Konsumumgebungen statt</strong></p>
<p>Für die Partnersuchenden ist das Vorstellungsgespräch äquivalent zu einer Prüfung, die man bestehen oder bei der man durchfallen kann. Eva Illouz stellt fest: „Während die Fragesteller nicht immer eine klare Vorstellung von ihren eigenen Präferenzen haben, wissen sie sehr genau, was sie nicht wollen, und greifen in diesen Situationen leicht zum Verdikt durchgefallen.“ Sie drücken damit ihre persönliche Matrix von Vorlieben und Urteilen durch Nichtwählen aus, die einem Wischer nach links auf Tinder entsprechen.</p>
<p>Sexuelle und romantische Transaktionen setzen nicht nur vorgängige Akte des Konsums voraus und finden in Konsumumgebungen statt. Die Partner werden auch als Konsumenten bewertet. Eva Illouz weiß: „Eine der tiefgreifendsten und soziologisch bedeutendsten Veränderungen bei der Herausbildung von Liebesgefühlen und -beziehungen im 20. Jahrhundert besteht in der untrennbaren Abhängigkeit der romantischen Interaktionen von Konsumvorlieben.“ Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Begegnungen können sogar das Leben retten</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/manche-begegnungen-koennen-das-leben-retten.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2024 01:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
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					<description><![CDATA[Man kann nicht über die entscheidende Rolle von Begegnungen in seinem Leben sprechen, ohne an solche zu erinnern, die einem buchstäblich das Leben retten. Charles Pépin ergänzt: „Eine Begegnung kann uns das Leben auch unter weniger außergewöhnlichen Umständen, ohne heroische Tat retten. Das kann ein Arzt sein, der unsere Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, eine Therapeutin, die als „Verbündete“ ein erlösende Wirkung hat, oder eine Person aus unserem näheren Umfeld.“ Der französische Neurologe und Psychiater Boris Cyrulnik nennt sie „Resilienzhelfer“, die durch Fürsorge, Achtsamkeit und Liebe, die sie einem Menschen entgegenbringen, ihm&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann nicht über die entscheidende Rolle von Begegnungen in seinem Leben sprechen, ohne an solche zu erinnern, die einem buchstäblich das Leben retten. Charles Pépin ergänzt: „Eine Begegnung kann uns das Leben auch unter weniger außergewöhnlichen Umständen, ohne heroische Tat retten. Das kann ein Arzt sein, der unsere Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, eine Therapeutin, die als „Verbündete“ ein erlösende Wirkung hat, oder eine Person aus unserem näheren Umfeld.“ Der französische Neurologe und Psychiater Boris Cyrulnik nennt sie „Resilienzhelfer“, die durch Fürsorge, Achtsamkeit und Liebe, die sie einem Menschen entgegenbringen, ihm helfen kann, wieder auf die Beine zu kommen. Boris Cyrulnik hat das Konzept der „Resilienz“ bei der amerikanischen Entwicklungspsychologin Emmy Werner entdeck. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5334"></span></p>
<p><strong>Die Resilienz gibt immer noch Rätsel auf</strong></p>
<p>Boris Cyrulnik konnte die verschiedenen Beobachtungen aus der eigenen praktischen Arbeit, die alle in dieselbe Richtung wiesen, wie folgt zusammenfassen. Charles Pépin erläutert: „Manche Menschen, die eine großen Zusammenbruch erlebt haben und durch diesen Schock hätten niedergeschmettert, gebrochen sein müssen, sind fähig, ohne dass man genau versteht warum, unverhoffte Ressourcen in sich zu mobilisieren und sich normal weiterzuentwickeln.“ Auch wenn das Trauma kolossal, der Bruch irreparabel erscheint, schaffen sie es, wieder ins Leben zurückzufinden, ein neues Leben zu beginnen. </p>
<p>Obwohl die Resilienz immer noch Rätsel aufgibt, konnte man inzwischen zahlreiche begünstigende Faktoren identifizieren. Dazu zählt Charles Pépin ein gutes „frühes Gerüst“ der resilienten Person. Nämlich die Fürsorge und die Liebe, die sie in den ersten Monaten ihres Lebens, vor dem Trauma, bekommen hat. Zudem die Entwicklung von Schutzmechanismen – Träumerei, Leugnung, Abspaltung und so weiter – die sich allerdings später möglicherweise als problematisch erweisen, aber die Härte des Schocks abfedern.</p>
<p><strong>„Resilienzhelfer“ akzeptieren den Anderen bedingungslos</strong></p>
<p>Zu den begünstigenden Faktoren zählt auch die Fähigkeit, eine Erzählung des Traumas für sich zu finden, die aushaltbar ist. Zudem kann man Tätigkeiten entdecken, die es erlauben, sich über Umwege der Vergangenheit zu stellen oder deren Brutalität zu sublimieren – Schreiben, Musik, Theater et cetera – sowie vor allem die Begegnung mit einem „Resilienzhelfer“. Charles Pépin weiß: „Diese Begegnung sehen sowohl Emmy Werner als auch Boris Cyrulnik als den wichtigsten Faktor an.</p>
<p>Charles Pépin betont: „Nicht nur, dass er oftmals die anderen Faktoren bedingt, es kann sogar sein, dass keines der anderen Faktoren gegeben ist und dann die Begegnung mit einem solchen Helfer allein genügt, um einen Menschen vor dem Zusammenbruch zu bewahren, der ihn ereilt hätte.“ A priori kann sich jeder als Helfer erweisen: ein Verwandter, eine Erzieherin, ein Psychologe, eine Lehrerin, ein Patenonkel oder eine Patentante. Diese „Resilienzhelfer“ urteilen nicht über den Anderen, sondern zeigen ihm gegenüber Wohlwollen, jene Form der Liebe, die aus der bedingungslosen Akzeptanz des Anderen entspringt. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Begegnungen verändern die Innenwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2023 02:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Der innere Wandel, den Begegnung bewirkt, kann auch moralischer Natur sein. Charles Pépin erklärt: „Weil ich dir begegnet bin, weil wir uns plötzlich gegenüberstanden und mich deine Zerbrechlichkeit berührt hat, wurde ich von meinem natürlichen Egoismus oder zumindest von meiner Gleichgültigkeit losgerissen.“ Man fühlt sich dadurch für einen anderen als sich selbst verantwortlich. Die Begegnung mit einem Anderen offenbart die eigene Person als moralisches Wesen. „Sprechen heißt den Anderen erkennen und sich ihm gleichzeitig zu erkennen geben“, schreibt Emmanuel Lévinas in „Schwierige Freiheit“. Die eigene Verantwortung beginnt in dem Moment,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der innere Wandel, den Begegnung bewirkt, kann auch moralischer Natur sein. Charles Pépin erklärt: „Weil ich dir begegnet bin, weil wir uns plötzlich gegenüberstanden und mich deine Zerbrechlichkeit berührt hat, wurde ich von meinem natürlichen Egoismus oder zumindest von meiner Gleichgültigkeit losgerissen.“ Man fühlt sich dadurch für einen anderen als sich selbst verantwortlich. Die Begegnung mit einem Anderen offenbart die eigene Person als moralisches Wesen. „Sprechen heißt den Anderen erkennen und sich ihm gleichzeitig zu erkennen geben“, schreibt Emmanuel Lévinas in „Schwierige Freiheit“. Die eigene Verantwortung beginnt in dem Moment, in dem wir mit dem Anderen ins Gespräch kommen. Die banalste Frage könnte auf etwas Wichtiges hinauslaufen. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5115"></span></p>
<p><strong>Der Andere kann immer nur Zweck und nie bloßes Mittel sein</strong></p>
<p>Das erklärt, warum man einen Obdachlosen lieber nicht anspricht und eine Begegnung erst gar nicht zustande kommen lässt. So braucht man sich für ihn nicht verantwortlich fühlen. Charles Pépin stellt fest: „Mag sein, dass wir ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir mit gesenktem Kopf und abgewandtem Blick unseren Weg an ihm vorbei fortsetzen. Aber wir sind für sein Los nicht verantwortlich.“ Das Gebot, den Anderen zu achten, ist das Kernstück der jüdisch-christlichen Kultur, aber es ist oft zu allgemein und abstrakt.</p>
<p>Manche Menschen bringen ihren Kindern bei, dass jeder Mensch Achtung verdient, unabhängig von seinen Taten, allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Menschheit. Bei Immanuel Kant findet sich die Idee, dass die Menschheit den Anderen „immer als Zweck und nie als bloßes Mittel“ ansehen darf. Charles Pépin erläutert: „Das bedeutet, dass wir den Anderen als Person achten müssen, selbst wenn unser Verhältnis zu ihm ein interessengeleitetes ist, weil er unser Kollege, unsere Angestellte, unser Kunde ist.“ </p>
<p><strong>Eine Geburt sorgt für das Verantwortungsgefühl der Eltern</strong></p>
<p>Ohne echte Begegnung des Anderen jedoch wird dieses Gebot, den Anderen zu achten, nur eine Worthülse, ein frommer Wunsch bleiben. Das wahre moralische Gebot, führt Emmanuel Lévinas aus, kommt weder von Gott noch vom menschlichen Gewissen. Es kommt zuerst vom Anderen, von seiner Gegenwart. Von eben jenem Anderen, der manchmal kein Wort zu sagen braucht, sondern einfach da ist, hier vor einem Selbst, in einer prekären Lage, verletzlich, menschlich. </p>
<p>Charles Pépin betont: „Seine Vulnerabilität verpflichtet mich, sobald ich ihm begegne.“ Die Vulnerabilität eines Neugeborenen zum Beispiel setzt diesen Prozess des Gewahrwerdens sofort in Gang. Da ist die Mutter, da ist der Vater, und das Leben des Babys liegt in ihren Händen. Bei der Geburt, als die Eltern den kleinen zarten Körper des Neugeborenen sahen, das Gesicht zum Vorschein kam, gab es nicht mehr den leisesten Zweifel. Plötzlich war das Verantwortungsgefühl da. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Begegnung hat eine verändernde Kraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 01:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Charles Pépin schreibt: „Die Philosophie Hegels hilft uns zu begreifen, warum die Begegnung mit dem Anderen die Kraft hat, uns zu verändern.“ In seiner Dialektik von „Herrschaft und Knechtschaft“ stellt er den Herrn und den Knecht auf eine auf den ersten Blick erstaunlich anmutende Weise einander gegenüber. Auch wenn der Herr befiehlt, so bleibt der doch, dem Verfasser der „Phänomenologie des Geistes“ zufolge, im geschlossenen, narzisstischen Kreis seiner Autorität und Subjektivität gefangen. Da er keinen anderen Herrn, keinem Alter Ego begegnet und nicht arbeitet, kann er auch keine objektive Anerkennung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Pépin schreibt: „Die Philosophie Hegels hilft uns zu begreifen, warum die Begegnung mit dem Anderen die Kraft hat, uns zu verändern.“ In seiner Dialektik von „Herrschaft und Knechtschaft“ stellt er den Herrn und den Knecht auf eine auf den ersten Blick erstaunlich anmutende Weise einander gegenüber. Auch wenn der Herr befiehlt, so bleibt der doch, dem Verfasser der „Phänomenologie des Geistes“ zufolge, im geschlossenen, narzisstischen Kreis seiner Autorität und Subjektivität gefangen. Da er keinen anderen Herrn, keinem Alter Ego begegnet und nicht arbeitet, kann er auch keine objektive Anerkennung des eigenen Wertes erfahren. Ohne diese Erfahrung des Andersseins kann er aber nicht wissen, wer er ist. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-4897"></span></p>
<p><strong>Jede These benötigt eine Antithese</strong></p>
<p>Umgekehrt hat der Knecht, selbst wenn er dem Herrn gehorcht, die Gelegenheit, der Natur zu begegnen, mit der er durch seine Arbeit konfrontiert wird. Diese Arbeit erlaubt ihm, Selbstbewusstsein zu erlangen, indem er sich in seinen Werken wiedererkennt. Für Georg Wilhelm Friedrich Hegel kann die Freiheit nur „objektiv“ sein. Objektiv belegt durch Handlungen, die der Zustimmung der anderen unterliegen. Der Knecht ist daher freier als der Herr.</p>
<p>Das ist natürlich eine Parabel. Aber sie erhellt den entscheidenden Stellenwert, den die Begegnung bei den Menschen, diesen seltsamen Tieren, einnimmt. Charles Pépin weiß: „Um uns weiterzuentwickeln, müssen wir anderen begegnen. Nichts anderes bedeutet die hegelsche Dialektik: Um ihre ganze Kraft entfalten zu können, muss eine Idee auf eine andere Idee treffen.“ Eine These allein kann ohne Antithese, ohne Negation, ohne die Konfrontation damit nicht wirklich zum Ausdruck kommen.</p>
<p><strong>Liebe beweist sich in Taten</strong></p>
<p>Das Gleiche gilt für das Individuum. Die Konfrontation mit einem anderen Bewusstsein ist notwendig, um gegen dessen Unterschiedlichkeit zu lernen, sich zu situieren, um den eigenen Wert zu kennen und sich weiterzuentwickeln. Man muss dem Anderen begegnen, um darauf hoffen zu können, dass sich der innigste Wunsch erfüllt: der Wunsch nach Anerkennung. Menschen müssen auf das zugehen, was sie nicht selbst sind. Denn ohne Begegnung mit dem Anderen ist eine Begegnung mit sich selbst unmöglich.</p>
<p>„Es gibt keine Liebe, nur Liebesbeweise“, schreibt Pierre Reverdy mit leisem hegelschem Beiklang. Liebe beweist sich in Taten, so wie eine schöne Begegnung sich an den Veränderungen bemisst, die sie vollbringt. Charles Pépin betont: „Hegel zu folgen, erlaubt uns, wachsam gegen schlechte oder toxische Begegnungen zu bleiben.“ Die guten Begegnungen lassen einen Menschen wachsen, machen einen besseren Menschen aus ihm, öffnen ihn für die Welt. Die schlechten Begegnungen hingegen machen ihn klein, treiben ihn in die Abhängigkeit, kapseln ihn ab. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Liebe verwirklicht sich in der Dauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 02:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Leben ist stärker als die Theorie. Charles Pépin erläutert: „Immer dann, wenn sich die Welt mir anders darbietet, weil ich sie mit deinen Augen entdecke, weiß ich, dass ich dir begegnet bin.“ Der Philosoph Alain Badiou schreibt über die Liebesbegegnung: „Die Liebe ist eine Konstruktion, ein Leben, das nicht mehr ausgehend vom Gesichtspunkt des Einen, sondern der Zwei geführt wird.“ Diese Konstruktion verwirklicht sich, wie alle Konstruktionen, in der Dauer. Es braucht Zeit, um den Anderen zu entdecken, um zu begreifen, aus welchem Blickwinkel er die Dinge sieht. „Wir&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben ist stärker als die Theorie. Charles Pépin erläutert: „Immer dann, wenn sich die Welt mir anders darbietet, weil ich sie mit deinen Augen entdecke, weiß ich, dass ich dir begegnet bin.“ Der Philosoph Alain Badiou schreibt über die Liebesbegegnung: „Die Liebe ist eine Konstruktion, ein Leben, das nicht mehr ausgehend vom Gesichtspunkt des Einen, sondern der Zwei geführt wird.“ Diese Konstruktion verwirklicht sich, wie alle Konstruktionen, in der Dauer. Es braucht Zeit, um den Anderen zu entdecken, um zu begreifen, aus welchem Blickwinkel er die Dinge sieht. „Wir werden den Anderen niemals bis in alle Winkel erkundet haben“, stellt Alain Badiou voller Heiterkeit in einem Interview fest. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-4093"></span></p>
<p><strong>Die Liebe führt zur Philosophie</strong></p>
<p>Die intellektuelle Erfahrung der Veränderung des Gesichtspunktes wäre ohne Affekte schlicht unmöglich. Charles Pépin weiß: „Ohne Liebe und Freundschaft wären wir unfähig, diese Erfahrung der Andersheit zu machen.“ Das ist die Bedeutung dieser rätselhaften Behauptung Platons: „Wer nicht mit der Liebe anfängt, wird niemals wissen, was Philosophie ist.“ Philosophieren bedeutet, aus der Abkapselung in der eigenen Meinung herauszukommen und zu lernen, „gegen sich“ zu denken.</p>
<p>Die Liebe führt einen Menschen zur Philosophie, weil sie ihn lehrt, sich an die Stelle des Anderen zu versetzen, die Welt vom Gesichtspunkt des Unterschieds zu betrachten. Denn man sieht dann die Dinge nicht mehr auf die gleiche Weise, allein aus der eigenen Identität heraus, „ausgehend vom Gesichtspunkt des Einen“. Sondern man erkennt den wunderbaren Unterschied, „vom Gesichtspunkt der Zwei“, das ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass man dem Anderen begegnet ist und ein Dialog begonnen hat. </p>
<p><strong>Der Andere ist in seiner Andersheit anzuerkennen</strong></p>
<p>Dieser Dialog beginnt übrigens immer häufiger vor der psychischen Begegnung, sei es auf dem Handy oder vor dem Computer. Wenn man sich für den Gesichtspunkt des Anderen öffnet, lassen sich manche Missverständnisse ausräumen, manche Krisen entwirren. Charles Pépin blickt zurück: „Mit seinen philosophischen Dialogen, die als neues Genre mit dem antiken Theater wetteifern sollten, stimmt Platon ein Hohelied auf die Begegnung an: Die Gegenüberstellung verschiedener Gesichtspunkte bringt das Denken hervor und erlaubt allen Diskutanten daran zu wachsen.“</p>
<p>Denn sie öffnen sich für die Position des Anderen, ohne die eigene zu negieren, die vielmehr vertieft wird. Die schönsten Dialoge Platons sind „Der Sophist“ oder „Das Gastmahl“, in denen unterschiedliche Gesichtspunkte, die alle gleichermaßen bedenkenswert sind, nebeneinander stehen bleiben. Charles Pépin betont: „Auch in der Liebes- oder Freundschaftsbegegnung geht es darum, den Anderen an unserer Seite in seiner Andersheit existieren zu lassen.“ Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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