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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Ein Streit muss nicht immer zerstörerisch sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 02:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Konflikte überdauern Generationen und vernichten Familien oder ganze Völker. So hat die Natur diese Sache mit der Gerechtigkeit, mit Schuld- und Opfergefühlen sicher nie gewollt. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Daneben gibt es Streitigkeiten ohne das Gerechtigkeitsthema: Manche wollen um jeden Preis ein Ziel erreichen oder bis zum bitteren Ende etwas Wichtiges – einen Menschen, ... <a title="Ein Streit muss nicht immer zerstörerisch sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-richtig-streiten.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Streit muss nicht immer zerstörerisch sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Konflikte überdauern Generationen und vernichten Familien oder ganze Völker. So hat die Natur diese Sache mit der Gerechtigkeit, mit Schuld- und Opfergefühlen sicher nie gewollt. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Daneben gibt es Streitigkeiten ohne das Gerechtigkeitsthema: Manche wollen um jeden Preis ein Ziel erreichen oder bis zum bitteren Ende etwas Wichtiges – einen Menschen, eine Idee, Gesundheit oder etwas Materielles – verteidigen und schützen.“ Vielleicht ist ein Angriff reine Strategie, um den Status in einer Gruppe zu festigen. Es wäre als unfair, dem Schuldthema immer alle Schuld zu geben. Glücklicherweise muss ein Streit nicht immer zerstörerisch ablaufen. Arbeits-, Liebes- und Freundschaftsbeziehungen sind zum Beispiel nach gut gelösten Konflikten tragfähiger und vertrauensvoller als davor, weil Wichtiges geklärt oder verändert wurde, ohne dass dauerhafte Verletzungen passiert sind. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-6391"></span></p>
<p><strong>Mann ist seinen Gefühlen nicht wehrlos ausgeliefert</strong></p>
<p>Manchmal steigt einer der Beteiligten aufgrund vernünftiger Überlegungen aus oder tritt aus purer Angst den Rückzug an. Helga Kernstock-Redl nennt weitere Beispiele: „Vielleicht schätzt man die Lage als hoffnungslos ein, gibt auf – und reicht die Scheidung ein, wechselt Arbeitsplatz oder Wohnort.“ Ein „Ende mit Schrecken“ ist tatsächlich immer besser als schrecklicher Streit ohne Ende. Die gute Nachricht lautet also: Man ist den antreibenden Mechanismen und Gefühlen nicht wehrlos ausgeliefert.</p>
<p>Innere Gesetze lassen sich erkennen, diskutieren und verändern. Helga Kernstock-Redl weiß: „Gefühle beruhigen sich durch Gesprächspausen, Entschuldigungen, Gegenleistungen oder Neubewertung. Wege aus sachlichen Differenzen können gefunden werden – sobald es gelingt, sich nicht in das scheinbar so edle Ziel der Gerechtigkeit zu verrennen, sondern dem friedlichen Ausgang Priorität zu geben.“ Wenn Menschen aus verworrenen, eskalierten Schuld-Opfer-Konflikten herausfinden wollen, braucht es manchmal Schuldgefühle dafür. </p>
<p><strong>Es gibt konstruktive Wege in Richtung Frieden</strong></p>
<p>Eine Mitschuld zu erkennen und somit einen eigenen Anteil fühlbar zu machen, kann vieles verändern. Was wer, wenn wir die Schuldgefühle häufiger so nutzen, wie es von der Natur vorgehen ist? Helga Kernstock-Redl erklärt: „Dann hören wir auf, sie zornig zu verleugnen, sondern spüren sie, wollen sie loswerden und lassen und dadurch motivieren, konstruktive Wege in Richtung Frieden zu gehen: in Form von Schuldausgleich, Entschuldigung, der Bitte um Verzeihung oder anderen Schritten.“</p>
<p>So mancher Streit lässt sich durch eine Art vorbeugender Entschuldigung vermeiden. Das ist wohl der Grund, warum wir manchmal ein Kompliment einer Kritik voranstellen. Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Bei uns Menschen wählen Frauen im Durschnitt deutlich häufiger die Strategie der vorbeugenden Entschuldigung als Männer. Manche übertreiben das ziemlich und entschuldigen sich oft Dutzende Male pro Tag.“ Dahinter stehen allerdings nicht immer Schuldgefühle, sondern solche Formulierungen stellen lediglich Höflichkeitsfloskeln dar. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Gegenwart gilt als Epoche der Erschöpfung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 02:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[Anna Katherina Schaffner betont: „Letztlich geht es beim Überwinden von Erschöpfung um nichts anderes: Es gilt, wieder aufzutanken und unsere Energien freizusetzen, damit wir in der Folge bewusst entscheiden können, wofür wir unsere Kräfte verwenden wollen.“ Vielleicht ist es verzeihlich, dass wir unsere eigene Gegenwart als das Zeitalter der Erschöpfung par excellence wahrnehmen. Schließlich ist ... <a title="Die Gegenwart gilt als Epoche der Erschöpfung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-gegenwart-gilt-als-zeitalter-der-erschoepfung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Gegenwart gilt als Epoche der Erschöpfung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anna Katherina Schaffner betont: „Letztlich geht es beim Überwinden von Erschöpfung um nichts anderes: Es gilt, wieder aufzutanken und unsere Energien freizusetzen, damit wir in der Folge bewusst entscheiden können, wofür wir unsere Kräfte verwenden wollen.“ Vielleicht ist es verzeihlich, dass wir unsere eigene Gegenwart als das Zeitalter der Erschöpfung par excellence wahrnehmen. Schließlich ist sie gekennzeichnet von einer alles durchdringenden kulturellen Überbewertung von Arbeit, vom enormen Suchtpotenzial unserer Informations- und Kommunikationstechnologien und dem nie nachlassenden psychosozialen Druck, den uns der neoliberale Kapitalismus aufbürdet. In den letzten Jahren haben Depressionen, chronischer Stress und Burnout am Arbeitsplatz in bisher unbekanntem Umfang zugenommen. Homeoffice als Folge des Lockdowns war da für viele nicht hilfreiche. Anna Katherina Schaffner ist Kulturhistorikerin und zertifizierter Burnout-Coach. <span id="more-6370"></span></p>
<p><strong>Beim Burnout handelt es sich um ein inneres Inferno</strong></p>
<p>Inzwischen scheinen oft sämtliche Aspekte unseres Lebens von der Berufsarbeit dominiert. Dazu kommt, dass wir auch andere Lebenszusammenhänge zunehmend unter der Perspektive des Arbeitens betrachten: Immer mehr von dem, was wir tun, erscheint uns anstrengend und mühevoll – darunter auch die Beziehungen zu unseren Partnern, Freunden und Kindern, die Sorge um unser körperliches Wohlbefinden, unsere Psyche und unsere spirituelle Entwicklung. Anna Katherina Schaffner erklärt: „Oft schleicht sich das Gefühl ein, wir müssten auch hier gute Leistungen erbringen und an uns arbeiten – eine bezeichnende Wortwahl.“</p>
<p>Der Psychoanalytiker Josh Cohen schreibt: „Arbeit, in der Doppelrolle von Erwerbsarbeit und allgemeinem Funktionieren, scheint das Gebot unserer Zeit.“ Cohen analysiert Burnout als „kleine Apokalypse der Seele“ – ein inneres Inferno, das auch einen Moment der Rebellion gegen den Anspruch darstellen kann, immer zu jeder Zeit arbeiten und funktionieren zu müssen. Anna Katherina Schaffner weiß: „Im Unterschied dazu betrachtet die Journalistin Anne Helen Petersen Burnout nicht als vorübergehende Krise, sondern als Grundverfassung heutiger Millennials.“</p>
<p><strong>Wir leben in einer besonders düsteren Zeit</strong></p>
<p>Laut Petersen kommt es zu einem Burnout, „wenn der Abstand zwischen dem idealen und dem aktuell machbaren Leben unerträglich groß wird“. Der Sozialvertrag funktioniert heute nicht mehr. Anna Katherina Schaffner stellt fest: „Bildung ist kein sicherer Zugangsweg zu sozialer Mobilität und einem stabilen Mittelklasse-Anstellungsverhältnis mehr. Die Millennials sind in der heutigen Zeit die erste Generation, der es finanziell schlechter geht als ihren Eltern.“</p>
<p>Alle Überzeugungen, mit denen sie aufgewachsen sind – dass sich harte Arbeit immer lohnt, dass sie in einem leistungsorientierten freien Markt die Besten auch am erfolgreichsten sind, dass alles gut wird, wenn sie nur einen Beruf finden, den sie wirklich lieben –, sind implodiert. Anna Katherina Schaffner gibt zu: „Es stimmt schon, wir leben in einer besonders düsteren und sich rasch wandelnden Zeit. Es gibt gleich mehrere ernste Krisen, die das uns vertraute Leben bedrohen – Klimawandel, Krieg, Pandemien, ökonomische Instabilität und wachsende politische Polarisierung, um nur die wichtigsten zu nennen.“ Quelle: „Erschöpft?“ von Anna Katherina Schaffner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Reziprozität wird als „Power-Regel“ bezeichnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefälligkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Reziprozität]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Grundsatz der Reziprozität besagt, dass Menschen sich für Gefälligkeiten wie Geschenke oder Einladungen zu revanchieren haben. Es ist ein mentales Gesetz. Thorsten Havener ergänzt: „Wenn wir ein Geschenk ohne irgendeine Gegenleistung annehmen, fühlen wir uns wie Schnorrer. Aus diesem Grund ist der Grundsatz der Reziprozität eine starke Methode der Manipulation und Einflussnahme.“ Thorsten Havener ... <a title="Reziprozität wird als „Power-Regel“ bezeichnet" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-grundsatz-der-reziprozitaet-eine-starke-methode-der-manipulation.html" aria-label="Mehr Informationen über Reziprozität wird als „Power-Regel“ bezeichnet">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Grundsatz der Reziprozität besagt, dass Menschen sich für Gefälligkeiten wie Geschenke oder Einladungen zu revanchieren haben. Es ist ein mentales Gesetz. Thorsten Havener ergänzt: „Wenn wir ein Geschenk ohne irgendeine Gegenleistung annehmen, fühlen wir uns wie Schnorrer. Aus diesem Grund ist der Grundsatz der Reziprozität eine starke Methode der Manipulation und Einflussnahme.“ Thorsten Havener hat hiervon zum ersten Mal in dem Buch „Die Psychologie des Überzeugens“ von Robert Cialdini gehört, dem Klassiker bei diesem Thema. Cialdini ist Professor für Psychologie und hat einen Lehrstuhl an der Arizona State University. Außerdem ist er Gründer des Unternehmens Influence at work. Robert Cialdini hat sechs Prinzipien der Beeinflussung herausgearbeitet: Reziprozität, Commitment und Konsistenz, soziale Bewährtheit, Autorität sowie Knappheit. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-6362"></span></p>
<p><strong>Menschen führen sich beim Zurückweisen einer Gefälligkeit nicht wohl</strong></p>
<p>Das Prinzip der Reziprozität ist so schlagkräftig, dass Robert Cialdini es als „Power-Regel“ bezeichnet. Sie bewirkt in vielen Fällen, dass einem Wunsch entsprochen wird, der ohne vorausgegangenen Gefallen sicher abgewiesen worden wäre. Thorsten Havener weiß: „Das bedeutet, dass Manipulatoren ihre Chancen, dass wir tun, was sie wollen, immens steigern können, wenn sie uns einen kleinen – und meistens ungebetenen – Gefallen tun, bevor wir ihren wahren Wunsch äußern.“ </p>
<p>Natürlich kann man ein Angebot ablehnen. Das Hinterhältige an der Sache ist nur, dass Menschen genau das so unheimlich schwerfällt, weil sie sich beim Zurückweisen einer Gefälligkeit gewöhnlich nicht wohlfühlen. Thorsten Havener erklärt: „Cialdini bezeichnet diesen kulturellen Druck als „Verpflichtung zur Annahme“. Genau diese Verpflichtung macht uns die Ablehnung so schwer, denn wir wollen ja nicht verweigernd und ablehnend rüberkommen. Aus diesem Grund schränkt die Power-Regel unseren Handlungsspielraum stark ein und gibt dem anderen die Macht.“</p>
<p><strong>Auch Politiker fallen auf die „Power-Regel“ rein</strong></p>
<p>Die Regel gilt überall, wo Menschen miteinander verhandeln. Also auch in der Politik. Thorsten Havener erläutert: „Da hier viele Entscheidungen von großer Tragweite getroffen werden, die sich auf sehr viele Menschen auswirken, ist ihre Anwendung speziell in diesem Bereich besonders bedrohlich.“ Unsere Volksvertreter unterstreichen immer wieder, dass sie sich in ihren Entscheidungen nicht von der Industrie beeinflussen lassen, sondern stets das Wohl des Volkers im Sinn haben.</p>
<p>„Verzeihen Sie, wenn ich als Vertreter der Wissenschaft darüber lache“, so Robert Cialdini. Und weiter: „Nüchterne und gewissenhafte Wissenschaftler wissen es besser. Ein Grund dafür ist, dass diese cleveren, reifen, gewieften Männer und Frauen, die an der Spitze ihres Fachs stehen, die Erfahrung machen mussten, dass sie selbst so anfällig für derartige Einflüsse sind wie alle anderen auch.“ Thorsten Havener denkt, wenn Wissenschaftler, die zu kritischem Denken ausgebildet wurden und zweifellos intelligent und scharfsinnig sind, auf die Power-Regel reinfallen – also das Gefühl haben, sich für einen erhaltenen Gefallen revanchieren zu müssen –, werden unsere Politiker davon nicht frei sein. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Optimierung beginnt schon im Kindergarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 02:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Optimierungen eines Menschen beginnen inzwischen schon früh, bereits in den Kindergärten. Diana Pflichthofer fügt hinzu: „Davor warten die gehetzten Eltern, besorgt um den täglichen Optimierungsprozess ihres Kindes. Die Menge der Synapsen innen und der zuträglichen, gewinnbringenden Kontakte außen wird schließlich einmal über die soziale Rangfolge entscheiden.“ Und sollte der Platz in der Rangfolge nicht ... <a title="Die Optimierung beginnt schon im Kindergarten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-optimierung-beginnt-schon-im-kindergarten.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Optimierung beginnt schon im Kindergarten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Optimierungen eines Menschen beginnen inzwischen schon früh, bereits in den Kindergärten. Diana Pflichthofer fügt hinzu: „Davor warten die gehetzten Eltern, besorgt um den täglichen Optimierungsprozess ihres Kindes. Die Menge der Synapsen innen und der zuträglichen, gewinnbringenden Kontakte außen wird schließlich einmal über die soziale Rangfolge entscheiden.“ Und sollte der Platz in der Rangfolge nicht gefallen, oh, dann liegt es ganz sicher an den Genen. Weniger Erfolg oder schlechtes Benehmen oder Aggressionen – es liegt an unseren Genen. Neuerdings gilt sogar die schlechte Laune als genetisch bedingt. Oder es liegt an der Amygdala. Oder es ist eben wieder ein Durcheinander bei unseren Neurotransmittern. Das klingt auch so überzeugend wissenschaftlich. Dr. Diana Pflichthofer ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin. <span id="more-6357"></span></p>
<p><strong>Rund im die Psyche ist ein riesiger Markt entstanden</strong></p>
<p>Der Optimierungswahn mach auch vor den Psychotherapeuten nicht halt: Auch sie sollen sich optimieren. Sie sollen schneller, effizienter, wirksamer und erfolgreicher werden und ebenso therapieren. Sie sollen auch ihre Patienten optimieren. Diana Pflichthofer stellt fest: „Das, was holpert und stolpert in der menschlichen Seele, soll wieder rundlaufen. All das ist ein riesiger Markt, leider oft auch ein Markt der Verzweiflung. Irgendwie scheint es sich eingebürgert zu haben, dass jeder „Psyche“ kann.“</p>
<p>Da Diana Pflichthofer aus eigener Erfahrung bekannt ist, dass es eine zehn bis zwölfjährige Ausbildung braucht, um professionell psychotherapeutisch arbeiten zu können, wundert sie sich. Es reicht inzwischen offensichtlich, wenn man sich kompetent „fühlt“ oder „berufen“ zu heilen, gerne mit einem teuren „Workshop“. Das bringt Geld und eventuell ein wenig Amüsement. Oder es kann bei den Teilnehmern leider auch mal zu einer psychotischen Dekompensation führen, das heißt die Menschen verlieren völlig den Boden unter den Füßen, werden depressiv oder entwickeln gar wahnhaft Gedanken.</p>
<p><strong>Diana Pflichthofer klärt über die Tricks der Psycho-Industrie auf</strong></p>
<p>Offenkundig ist: Das Geschäft mit der „Psyche“ blüht. Diana Pflichthofer erklärt: „Abgesehen von der allgegenwärtigen „Ratgeberistis“ scheinen aktuell viele selbst ernannte Experten den Diskurs zu bestimmen, angefeuert und unterstützt bis bisweilen merkwürdig unkritischen Medien. Je größer der Name, desto weniger Kritik scheint erlaubt.“ Und wenn man sich das jetzt mal traut. Diana Pflichthofer traut sich mal aus der Perspektive einer Fachärztin und ausgebildeten Psychotherapeutin, auf dieses große Geschäft zu blicken, das sie die Psycho-Industrie nennt.</p>
<p>In ihren Buch „Die Psychoindustrie“ versucht Diana Pflichthofer ihren Lesern professionelle Informationen aus der Welt der Psyche nahezubringen, ihnen dabei zu helfen, sich in dem „Psycho-Dschungel“ nicht zu verlaufen, sondern sich zu orientieren und herauszufinden, wie sie professionelle Psychotherapeutinnen von solchen unterscheiden können, die sich nur dafür ausgeben. Diana Pflichthofer versucht dabei außerdem ihren Lesern die Tricks der Psycho-Industrie zu vermitteln, mit denen man sie glauben machen will, es würde professionell oder gar „wissenschaftlich“ zugehen. Quelle: „Die Psychoindustrie“ von Diana Pflichthofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Teenager sind häufiger seelisch krank</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-zahl-der-psychischen-erkrankungen-nimmt-zu.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverletzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Suizidversuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Jonathan Haidt schreibt: „Viele Experten für psychische Gesundheit bezweifelten anfangs, dass die starke Zunahme an Angst und Depression eine echte Zunahme an psychischen Erkrankungen widerspiegelte.“ Am Tag nach der Veröffentlichung unseres Buches „The Coddling of the American Mind“ erschien in der „New York Times“ ein Artikel mit der Überschrift „Teenager-Angst – der große Mythos“. Darin ... <a title="Teenager sind häufiger seelisch krank" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-zahl-der-psychischen-erkrankungen-nimmt-zu.html" aria-label="Mehr Informationen über Teenager sind häufiger seelisch krank">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jonathan Haidt schreibt: „Viele Experten für psychische Gesundheit bezweifelten anfangs, dass die starke Zunahme an Angst und Depression eine echte Zunahme an psychischen Erkrankungen widerspiegelte.“ Am Tag  nach der Veröffentlichung unseres Buches „The Coddling of the American Mind“ erschien in der „New York Times“ ein Artikel mit der Überschrift „Teenager-Angst – der große Mythos“. Darin erhob ein Psychiater mehrere Einwände gegen das, was er als wachsende moralische Panik rund um Teenager und Smartphones ansah. Er wies darauf hin, dass die meisten der Studien, die eine Zunahme psychischer Erkrankungen zeigten, auf Selbsteinschätzungen beruhten. Eine Veränderung bei Selbsteinschätzungen hieß seines Erachtens nicht unbedingt, dass sich die zugrundeliegenden Raten von psychischen Erkrankungen tatsächlich verändert hatten. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-6352"></span></p>
<p><strong>Immer mehr Jugendliche werden in eine psychiatrische Notaufnahme eingewiesen</strong></p>
<p>Vielleicht waren junge Leute eher zu einer Selbstdiagnose bereit oder eher gewillt, über ihre Symptome zu sprechen? Oder vielleicht verwechselten sie auch leicht Angstsymptome mit einer psychischen Erkrankung? Jonathan Haidt weiß: „Richtig ist, dass man sich zahlreiche Indikatoren ansehen muss, um herauszufinden, ob die Zahl psychischer Erkrankungen tatsächlich zunimmt. Eine gute Möglichkeit dazu besteht darin, sich Veränderungen bei Daten anzusehen, die nicht auf Aussagen von den Teens selbst beruhen.“</p>
<p>So fanden vielen Studien beispielsweise Veränderungen bei der Zahl von Jugendlichen, die jedes Jahr in eine psychiatrische Notaufnahme oder ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie sich absichtlich selbst verletzt hatten. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Das kann bei einem Suizidversuch geschehen, oft durch eine Überdosis an Medikamenten, oder durch eine sogenannte nichtsuizidale Selbstverletzung, oft Schnittverletzungen, die eine Person sich zufügt, ohne sich dadurch umbringen zu wollen.“</p>
<p><strong>Suizidversuche zeigen ein hohes Niveau an Hoffnungslosigkeit an</strong></p>
<p>Die Rate der Selbstverletzungen bei heranwachsenden Mädchen hat sich zwischen 2010 und 2020 annähernd verdreifacht. Jonathan Haidt fügt hinzu: „Die Rate bei älteren Mädchen – Alter 15 bis 19 – verdoppelte sich, während die Rate bei Frauen über 24 im selben Zeitraum sank.“ Was also auch immer Anfang der 2010er-Jahre geschah, es traf Mädchen unter 13 und junge weibliche Teenager härter als jede andere Gruppe. Das ist ein entscheidender Hinweis. Die absichtlichen Selbstverletzungen umfassen nichttödliche Suizidversuche, die ein sehr hohes Niveau an Disstress und Hoffnungslosigkeit anzeigen. </p>
<p>Selbst zugefügte Schnittwunden lassen sich besser als Bewältigungs- oder Coping-Verhalten verstehen, dass manche Personen – vor allem Mädchen und junge Frauen – einsetzen, um besser mit lähmenden Angstzuständen und Depressionen fertigzuwerden. Jonathan Haidt stellt fest: „Die Suizidraten bei Jugendlichen in den Vereinigten Staaten zeigen einen zeitlichen Trend, der dem von Depressionen, Angststörungen und Selbstverletzungen generell ähnlich ist, auch wenn der rasche Anstieg ein paar Jahre früher einsetzt. Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-reichtum.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
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					<description><![CDATA[Um andere beeindrucken zu können, muss Reichtum sichtbar gemacht werden. Mitja Back stellt fest: „Die Menge Kauris in unserer Tasche und unser Aktiendepot stehen uns nicht auf der Stirn geschrieben. Das reiche Ich muss also Dinge tun oder haben, die für andere offensichtlich teuer sind.“ Narzissten kann man tatsächlich daran erkennen, dass sie sich mit ... <a title="Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-reichtum.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um andere beeindrucken zu können, muss Reichtum sichtbar gemacht werden. Mitja Back stellt fest: „Die Menge Kauris in unserer Tasche und unser Aktiendepot stehen uns nicht auf der Stirn geschrieben. Das reiche Ich muss also Dinge tun oder haben, die für andere offensichtlich teuer sind.“ Narzissten kann man tatsächlich daran erkennen, dass sie sich mit teureren Dingen umgeben und mehr Geld auf den Kopf hauen – und zwar für alle sichtbar. Alltägliches, Günstiges und Praktisches ist für solche Menschen langweilig – weil es keinen Status bringt. Jean-Paul Sartre schreibt: „Die Totalität meiner Besitztümer reflektiert die Totalität meines Seins. Ich bin das, was ich habe.“ Und was ich kann, fügt der Narzisst hinzu. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-6348"></span></p>
<p><strong>Mit einem begehrten Job können Narzissten wunderbar angeben</strong></p>
<p>Mitja Back schreibt: „Denn wer eine besondere Expertise hat, über die nur wenige andere verfügen, kann damit ordentlich Eindruck schinden und auf der Statusleiter nach oben klettern.“ Können ist aber auch eine wichtige Voraussetzung für berufliches Vorankommen. Und der eigene Beruf kann eine wichtige Treppe auf dem Weg zu dauerhaftem sozialen Status sein. Vor allem solche Berufe haben ein hohes Ansehen, die komplizierte Tätigkeiten und damit eine größere Expertise erfordern. Mit Expertise und einem begehrten Job können Narzissten außerdem wunderbar angeben. </p>
<p>Natürlich werden nicht alle Narzissten beruflich erfolgreich. Mitja Back fügt hinzu: „Und natürlich gibt es viele beruflich erfolgreiche Menschen, die einen durchschnittlichen oder sehr niedrigen Ich-Score haben. Nicht alle Menschen, die durch Expertise und Ehrgeiz einen hohen beruflichen Status ergattert haben und reich geworden sind, haben das getan, um bewundert zu werden.“ Aber Reichtum und beruflicher Erfolg sind hervorragende Möglichkeiten, falls man bewundert werden will – und genau deshalb stehen sie bei Narzissten hoch im Kurs.</p>
<p><strong>Körperliche Attraktivität sorgt für Faszination</strong></p>
<p>Das i-Tüpfelchen für das reiche und beruflich erfolgreiche Ich ist körperliche Attraktivität und sexuelle Begehrtheit. Nicht nur Narcissus ist in sein Spiegelbild verliebt. Mitja Back erklärt: „Leicht bekleidete, attraktive Frauen, die sich um den goldbehängten Gangster scharen, gehören zum klassischen Repertoire von Hip-Hop-Ich-Clips.“ Die Faszination für körperliche Attraktivität kommt nicht von ungefähr. Attraktiv auszusehen hat in der Tat eine ganze Reihe von Vorteilen, die nicht nur Narzissten helfen.</p>
<p>Körperliche Attraktivität erhöht die Chancen auf begehrte Partner, Freunde und Jobs. Mitja Back erläutert: „In Hunderten von Studien und in verschiedensten Kulturen hat sich immer wieder gezeigt: Es besteht sehr große Einigkeit darin, wer als attraktiv wahrgenommen wird und wer eher nicht.“ Zu den wichtigsten attraktiven Merkmalen gehören: ein Gesicht, das nah am Durchschnitt der Gesichter einer Kultur ist, reine Haut, bei Männern Körpergröße und Oberkörperstarke und bei Frauen eine schmale Taille. Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Liebe besteht aus geben und nehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Partner]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Liebe verführt Menschen zu einer kritiklosen Hingabe, in der sie sich selbst übersehen. Michael Lehofer erklärt: „Das Problem ist die Überanpassung: Wenn der eine Partner – häufiger ist es die Partnerin – sich selbst in der Hingabe verliert und auf diese Weise dem anderen die Notwendigkeit der Hingabe erspart. Beziehung heißt: geben und nehmen.“ ... <a title="Liebe besteht aus geben und nehmen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-ueberanpassung.html" aria-label="Mehr Informationen über Liebe besteht aus geben und nehmen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Liebe verführt Menschen zu einer kritiklosen Hingabe, in der sie sich selbst übersehen. Michael Lehofer erklärt: „Das Problem ist die Überanpassung: Wenn der eine Partner – häufiger ist es die Partnerin – sich selbst in der Hingabe verliert und auf diese Weise dem anderen die Notwendigkeit der Hingabe erspart. Beziehung heißt: geben und nehmen.“ Michael Lehofer verwendet zuweilen die Metapher des Brückenbauens für Beziehungen. Manche bauen eine Brücke vom eigenen Ufer bis zum Ufer des anderen. Sie erwarten nicht, dass der andere seine Brücke baut, denn es gibt ja die eigene Brücke. Manche jedoch bauen eine Brücke bis zur Mitte des Flusses und erwarten halbe-halbe. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-6343"></span></p>
<p><strong>Erst die Selbstliebe macht die Liebe zum Partner wertvoll</strong></p>
<p>Eine Beziehung funktioniert aber nicht mit halbe-halbe, sondern nur mit ganz-ganz. Jeder beiden muss hundert Prozent Verantwortung übernehmen, ansonsten wird eine Beziehung zur Rechenübung. Michael Lehofer erläutert: „Erst wenn ich mich selbst liebe, mache ich die Liebe zu meinem Partner wertvoll. So gesehen ist die Liebe, die Wertschätzung der eigenen Person überhaupt die Grundlage für die konstruktive Liebe zum Partner. Lieben ist ein dialektischer Prozess.“</p>
<p>Man macht die Liebe zum Partner erst dadurch wertvoll, indem man sich selbst liebt. Sonst entwertet man sich selbst und dadurch sein Gegenüber, indem man ihn oder sie zwar liebt, aber ohne die Kraft und Energie der Selbstliebe. Michael Lehofer ergänzt: „Wenn man das Gesetz des Nehmens und Gebens nicht beachtet und aus Liebe mehr gibt als man hat – das ist der Fall, wenn in der Liebe zum anderen die Selbstliebe zu kurz kommt – nimmt das Gegenüber an, dieses Verhalten wäre im eigenen Sinne.“</p>
<p><strong>Manchmal scheitern Beziehungen an zu großer Liebe zueinander</strong></p>
<p>Er oder sie hält das für selbstverständlich. Irgendwann, nach vielen Jahren, wird es aber dem Gebenden zu viel und er beschuldigt den anderen, der von alldem nichts geahnt hat, an der Selbstentäußerung schuld zu sein. Michael Lehofer fügt hinzu: „Aus Liebe wird tiefe Abneigung, eine Form von Hass. Nicht selten ist das erste Anzeichen, dass man die Körperlichkeit des anderen nicht mehr in einer Nähe erträgt. Plötzlich oder schleichend ekelt es einen vor dem anderen.“</p>
<p>So scheitern Beziehungen sehr häufig an einer falsch verstandenen, zu großen Liebe zueinander. Die Liebe verführt uns zu einer kritiklosen Hingabe, in der wir uns selbst übersehen. Michael Lehofer rät: „Doch wenn wir einen anderen Menschen dauerhaft lieben wollen, dürfen wir keinesfalls das Wesentliche vergessen, nämlich mit uns selbst innig verbunden zu bleiben. Daher sollten wir in Beziehungen immer uns selbst und den anderen im Blick behalten.“ Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Seelische Notlagen sind Teil des Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 02:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[psychische Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Laura Wiesböck weiß: „War der Begriff „psychische Gesundheit“ vor nicht allzu langer Zeit noch überwiegend medizinischem Personal vorbehalten, so hat sich die Situation inzwischen drastisch verändert. Die Wahrnehmung von seelischen Erkrankungen ist gesamtgesellschaftlich gestiegen.“ Social-Media-Plattformen sind voll von Inhalten zu psychiatrischen Diagnosen – und das nicht erst seit der COVID-19-Pandemie. Darin zeigt sich ein historisches ... <a title="Seelische Notlagen sind Teil des Lebens" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/laura-wiesboeck-psychische-gesundheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Seelische Notlagen sind Teil des Lebens">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laura Wiesböck weiß: „War der Begriff „psychische Gesundheit“ vor nicht allzu langer Zeit noch überwiegend medizinischem Personal vorbehalten, so hat sich die Situation inzwischen drastisch verändert. Die Wahrnehmung von seelischen Erkrankungen ist gesamtgesellschaftlich gestiegen.“ Social-Media-Plattformen sind voll von Inhalten zu psychiatrischen Diagnosen – und das nicht erst seit der COVID-19-Pandemie. Darin zeigt sich ein historisches Kontinuum: Was von wem als pathologischer Zustand verstanden wird, unterliegt laufenden Aushandlungsprozessen. Definitionen von „krank“ und „gesund“ sind keine objektiven Parameter. Sie sind sozial konstruiert, gesellschaftlich vermittelt, unterliegen spezifischen „Moden“ und sind abhängig von unterschiedlichen Interessen und vorherrschenden Werten. Die Erkenntnis, dass psychiatrische Diagnosen auch soziale Konstrukten und keine biologische „Störung“ sein kann, macht den Zustand für diejenigen, die unter Belastungen leiden, jedoch nicht weniger schwerwiegend oder real. Laura Wiesböck ist promovierte Soziologin und leitet die Gruppe „Digitalisierung und soziale Transformation“ am Institut für Höhere Studien Wien. <span id="more-6336"></span></p>
<p><strong>Die gegenwärtige Kultur ist auf Schmerzvermeidung ausgelegt</strong></p>
<p>Und auch wenn bestimmte seelische Notlagen – wie Lebenskrisen, Phasen der Orientierungslosigkeit, emotionale Verletzungen und persönliche Tiefpunkte – seit jeher Teil des „normalen“ menschlichen Lebens sind, bedeutet das nicht, dass diese nicht schmerzvoll sind oder keine Unterstützung brauchen. Auffallend ist zudem, dass Fragen zur emotionalen Ausgeglichenheit und Funktionalität immer mehr zu Fragen von Gesundheit und Krankheit werden.</p>
<p>Sieht man sich bisherige Analysen über die gesellschaftliche Popularisierung von psychiatrischen Diagnosen an, wird vielleicht der Standpunkt vertreten, dass ökonomische Interessen der Gesundheitsindustrie – „Pharma“ – als treibende Kraft dahinterstünden. Laura Wiesböck fügt hinzu: „Andere Stimmen betonen, unsere gegenwärtige Kultur sei auf Schmerzvermeidung und damit Daueranästhesierung ausgelegt. Auf Social-Media-Plattformen finden insbesondere Ansätze einer psychosozialen Systemkritik Anklang, nach denen der Kapitalismus krank mache.“ </p>
<p><strong>Das Selbst ist so fragil und verletzungssensibel wie kaum zuvor</strong></p>
<p>Bisher wenig wurde der Fokus darauf gelegt, dass es in utilitaristischen Gesellschaften außerhalb des krankhaften Settings eigentlich kaum Räume gibt, in denen dysfunktionale Verhaltensweisen und menschliche Gefühle von Verletzlichkeit legitimerweise ausgelegt werden können. Laura Wiesböck stellt fest: „Im Gegensatz zu christlichen Kulturen etwa, in denen es Orte für Leid gibt und dieses sinnbesetzt verwertet werden kann. Und das, obwohl das Selbst immer stärker im Fokus steht und so fragil und verletzungssensibel ist wie kaum zuvor.“</p>
<p>In gläubigen Gesellschaften haben Menschen oft eine höhere Leidensfähigkeit, da sie an eine tiefere Wahrheit glauben, die über das unmittelbare Wohlbefinden hinausgeht – „Jenseits“. Laura Wiesböck ergänzt: „Moderne Ansprüche der Produktivität, Effizienz, Eigenverantwortung und Lustorientierung lassen hingegen wenig Platz für Dysfunktionalität, Phasen der Orientierungslosigkeit oder das Zulassen und Ausleben von emotionalen Schmerz.“ Traurigkeit wird dann weniger als „normale“ menschliche Reaktion auf bestimmte Ereignisse gedeutet, etwa auf eine globale Pandemie, den Verlust einer geliebten Person oder diskriminierenden Erfahrungen, sondern als „Störung“ die behandlungsbedürftig ist. Quelle: „Digitale Diagnosen“ von Laura Wiesböck</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Zu starke Empathie kann zu Ich-Verlust führen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/svenja-flasspoehler-empathie-und-ich-verlust.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Verlust]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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					<description><![CDATA[Zurücknahme statt Konfrontation, Sensibilität statt Härte, Verstehen statt Abgrenzung. Was wäre gegen solch eine empathische Anteilnahme einzuwenden? Svenja Flasspöhler erklärt: „Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt sich die Gefahr eines regelrechten Perspektivenverlust: Der hier geforderte aufmerksame und einfühlsame Beobachter besitzt überhaupt keine eigne Sicht der Dinge mehr, weil er aufgeht in derjenigen der anderen.“ Friedrich Nietzsche ... <a title="Zu starke Empathie kann zu Ich-Verlust führen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/svenja-flasspoehler-empathie-und-ich-verlust.html" aria-label="Mehr Informationen über Zu starke Empathie kann zu Ich-Verlust führen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zurücknahme statt Konfrontation, Sensibilität statt Härte, Verstehen statt Abgrenzung. Was wäre gegen solch eine empathische Anteilnahme einzuwenden? Svenja Flasspöhler erklärt: „Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt sich die Gefahr eines regelrechten Perspektivenverlust: Der hier geforderte aufmerksame und einfühlsame Beobachter besitzt überhaupt keine eigne Sicht der Dinge mehr, weil er aufgeht in derjenigen der anderen.“ Friedrich Nietzsche hat sich in seiner Schrift „Jenseits von Gut und Böse“ mit einem solch achtsamen Typus Mensch beschäftigt, der seine Sensoren empfindsam auf die Welt ausrichtet und sein Ich dabei – so zumindest Friedrich Nietzsches These – komplett verliert. Anders gesagt: In dem Begehren, objektiv zu sein, streicht er sich selbst aus. Alles muss wahrgenommen, einfühlsam aufgenommen werden, was, wie Fritz Breithaupt in seinem Buch „Die dunklen Seiten der Empathie“ mit Bezug auf Friedrich Nietzsche formuliert, zu einer „Verdünnung des Menschen“ führt. Svenja Flasspöhler ist promovierte Philosophin und Chefredakteurin des Philosophie Magazins. <span id="more-6332"></span></p>
<p><strong>Es kann eben auch ein Zuviel an Einfühlung geben</strong></p>
<p>Zudem kommt es zu einer Selbstverneinung, die darin liegt, dass man sich eine eigene Position versagt. „Die Identität besteht mithin darin, keine Identität zu haben“, resümiert Fritz Brauthaupt zum Friedrich Nietzsches Ausführungen. „Der Mensch wird empathiefähig, indem er sein Ich verliert oder ablegt.“ Svenja Flasspöhler ergänzt: „Kurzum: Worauf Breithaut respektive Nietzsche hinweisen, ist die Gefahr, dass es eben auch ein Zuviel an Einfühlung geben kann.“</p>
<p>So sehr ist man beim anderen, bei dessen Sicht der Dinge, dass die Einfühlung letztlich gar keinen Erkenntnisgewinn mehr bringt. Was also tun? Wie angemessen einem anderen Menschen gegenübertreten, der einen guten, freundschaftlichen Rat braucht? Svenja Flasspöhler weiß: „In der Empathieforschung gilt eine „du-zentrierte“ Perspektive gemeinhin als die schwierigere, aber auch ethisch höherwertige.“ Susanne Schmetkamp schreibt: „Bei der du-zentrierten Perspektiveinnahme geht es darum, sich so gut wie möglich die andere Perspektive zu eigen zu machen.“</p>
<p><strong>Ein gewinnendes Gespräch lebt vom Wechselspiel der Perspektiven</strong></p>
<p>Susanne Schmetkamp fährt fort: „Dies setzt eine größere Flexibilität und Sensitivität voraus, aber auch mehr Information und Wissen.“ Sie stellt heraus, dass die Ich-Perspektive als egozentrisch gelte, die Du-Perspektive hingegen als allozentrisch, da wir uns von uns distanzieren müssen. Welchen Erkenntnisgewinn hat ein Rat, der einen Menschen in seinem aktuellen Sein nur bestätigt, weil sich der Ratgebende so weit wie nur möglich in ihn hineinversetzt?</p>
<p>Svenja Flasspöhler stellt fest: „Worum es in einem gelingenden, gewinnbringenden Gespräch unter Freunden doch vielmehr geht, ist ein Wechselspiel der Perspektiven: ein spannungsvolles Hin- und Herspringen zwischen Einfühlung und Herausforderung, zwischen Du- und Ich-Perspektive.“ Anders gesagt: Ist man wirklich an Erkenntnisgewinn und nicht nur an Selbstbestätigung interessiert, dann muss die Grundhaltung empathischer Anteilnahme vom Ratgebenden immer wieder in Richtung Ich-Perspektive überschritten werden, ohne dabei die Du-Perspektive gänzlich zu verlieren. Quelle: „Sensibel“ von Svenja Flasspöhler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen mit Phobien empfinden starke Angst</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/franca-cerutti-phobien.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 02:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Phobie]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Phobie bezeichnet man eine irrationale, sehr starke Angst vor bestimmten Objekten, Situationen oder Aktivitäten mit dem Wunsch, diese zu vermeiden. Franca Cerutti weiß: „Das Wort kommt vom altgriechischen Wort „phóbos“ für Furcht. In der griechischen Mythologie gibt es einen Gott namens Phobos, der in der Regel gemeinsam mit seinem Kumpel Deimos in Erscheinung tritt ... <a title="Menschen mit Phobien empfinden starke Angst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/franca-cerutti-phobien.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen mit Phobien empfinden starke Angst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Phobie bezeichnet man eine irrationale, sehr starke Angst vor bestimmten Objekten, Situationen oder Aktivitäten mit dem Wunsch, diese zu vermeiden. Franca Cerutti weiß: „Das Wort kommt vom altgriechischen Wort „phóbos“ für Furcht. In der griechischen Mythologie gibt es einen Gott namens Phobos, der in der Regel gemeinsam mit seinem Kumpel Deimos in Erscheinung tritt – „deímos“ bedeutet im Altgriechischen Schrecken.“ Furcht und Schrecken also, was für ein sympathisches Paar … Und offensichtlich eines, vor dem die alten Griechen genauso viel Respekt hatten wie die heutigen Menschen. In ihrem Buch „Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-6330"></span></p>
<p><strong>Der Angstschaltkreis springt an und verursacht Symptome</strong></p>
<p>Die Bemühungen, der angstauslösenden Situation aus dem Weg zu gehen, können – je nach Phobie – viel Energie und Zeit in Anspruch nehmen und damit selbst zur Belastung werden. Franca Cerutti fügt hinzu: „Menschen mit Phobien empfinden so starke Angst, dass allein der Gedanke an des Objekt oder die Situation tiefes Unwohlsein und körperliche Symptome auslösen kann.“ Dabei ist den Betroffenen in der Regel klar, dass ihre Angst völlig übertrieben ist. Sie wissen auch, dass die meisten Menschen angesichts des Auslösers entweder gar keine oder zumindest sehr viel weniger Furcht empfinden.</p>
<p>Wenn jemand unter einer Phobie leidet, hilft ihm alles kühle Wissen der Welt erst einmal nicht weiter. Der Angstschaltkreis springt trotzdem an und verursacht Symptome, die man nur schwer ignorieren kann: Herzklopfen, Bauchgrummeln, zittrige Hände und ein im Körper aufzeigendes Hitzegefühl. Außerdem hat die Betroffene womöglich die Vorstellung, dass er die Kontrolle verlieren und vor lauter Angst einnässen, umkippen oder sterben könnte. Der Körper signalisiert unmissverständlich: „Nichts wie weg!“</p>
<p><strong>Häufig bestehen mehrere Phobien gleichzeitig</strong></p>
<p>Die Angst kann sich bis zu einem Panikanfall steigern. Phobien entwickeln sich zu über 80 Prozent noch vor dem 20. Lebensjahr. Franca Cerutti ergänzt: „Häufig bestehen mehrere Phobien gleichzeitig. Menschen mit einer Phobie haben zudem oft andere psychischen Erkrankungen, beispielsweise Depressionen. Das Risiko für Alkohol- Medikamenten- oder Drogenmissbrauch ist bei Menschen mit Phobien deutlich erhöht.“ Offenbar schauen Menschen sich ihre Phobien bis zu einem gewissen Grad von ihren Mitmenschen ab.</p>
<p>Man spricht hier von Beobachtungslernen. Auch das ist mit Sicherheit ein evolutionäres Geschenk. Franca Cerutti erläutert: „Nicht jede schlechte Erfahrung selbst machen zu müssen, erhört die Wahrscheinlichkeit der eigenen Unversehrtheit und des Überlebens.“ Offenbar gibt es eine angeborene Bereitschaft auf potenziell gefährliche Reize schnell phobisch zu reagieren – auf komplett ungefährliche Reize aber nicht. Phobien sind demnach nicht beliebig, sondern beziehen sich in der Regel auf Auslöser, die als überlebensrelevant eingestuft werden. Quelle: „Psychologie to go!“ von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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