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	<title>Tod &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Eine Panikattacke entsteht oft durch Stress</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Panikattacken]]></category>
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					<description><![CDATA[Panikanfälle sind für Betroffene extrem belastend und in schlimmen Fällen lebensbestimmend. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das größte Problem ist die Angst vor einem weiteren Anfall, die häufig ebendiesen auslöst. Je intensiver Betroffene den Anfall vermeiden wollen, umso sicherer wird er eintreten.“ Eventuell haben Panikanfälle auch eine hormonelle Ursache beziehungsweise haben ausschließlich organische Ursachen. Geeignete Medikamente sind ... <a title="Eine Panikattacke entsteht oft durch Stress" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/meist-wird-eine-panikattacke-durch-stress-verursacht.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Panikattacke entsteht oft durch Stress">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Panikanfälle sind für Betroffene extrem belastend und in schlimmen Fällen lebensbestimmend. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das größte Problem ist die Angst vor einem weiteren Anfall, die häufig ebendiesen auslöst. Je intensiver Betroffene den Anfall vermeiden wollen, umso sicherer wird er eintreten.“ Eventuell haben Panikanfälle auch eine hormonelle Ursache beziehungsweise haben ausschließlich organische Ursachen. Geeignete Medikamente sind hier hilfreich. Meist wird eine Panikattacke jedoch durch Stress verursacht. Der psychische Apparat ist überfordert, und der vorhandene Stress entlädt sich wie eine Eruption. Hinter Panikattacken steckt oft auch die Angst vor dem Tod. An dieser Stelle ist es sinnvoll, sich mit der Angst vor dem Tod auseinanderzusetzen. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-6294"></span></p>
<p><strong>Die Vorstellung vom Tod verursachte große Angst</strong></p>
<p>Vor etwa 200.000 Jahren war der Übergang von tierischen Wesen wesentlich dadurch bestimmt, dass man die eigene Sterblichkeit erkannte. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Man sah, wie andere starben, und verstand plötzlich, dass man selbst diesem Schicksal unausweichlich ausgeliefert war. Diese Vorstellung muss unweigerlich große Angst hervorgerufen haben.“ In der Mythologie ist diese Erkenntnis auch als Vertreibung aus dem Paradies beschrieben. Da er nur schwer zu ertragen war, in ein Nichts zu verschwinden, wurden im Laufe der Geschichte Mythen und Glaubensvorstellungen entwickelt, welche die Ängste binden sollten: ein Leben nach dem Tod, im himmlischen Paradies.</p>
<p>Einige glauben wirklich, dass sie 72 Jungfrauen zu ihrer Verfügung haben, nachdem sie sich mittels Sprengstoffgürtel selbst in die Luft gejagt haben. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Andere glauben an eine Wiedergeburt und meinen, nach dem Tod in einem anderen Körper weiterzuleben. Wer glauben kann, findet Trost und verliert eventuell etwas von seiner Angst. Hier hängt es entscheidend davon ab, wie stark der Glaube ist.“ Immer bleibt ein Rest von Unsicherheit; denn niemand kann wissen, was nach dem Tode tatsächlich passiert.</p>
<p><strong>Nur ein Leben im Hier und Jetzt ist sinnvoll</strong></p>
<p>Aber warum sollte man glauben, dass es danach schlecht wird? Man darf die Angst loslassen, zumal man sowieso nichts daran ändern kann. Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Sich über etwas zu sorgen, was in der Zukunft liegt und worauf man keinerlei Einfluss hat, ist überflüssig. Gelassenheit ist nur so möglich.“ Hier diesem Hintergrund ergibt es Sinn, sich auf das Leben im Hier und Jetzt einzulassen und den Fokus darauf zu richten, das Beste daraus zu machen. Die Angst vor dem Tod ist die Urangst des Menschen.</p>
<p>Nur wenn diese befriedend bewältigt wird, können alle anderen Ängste ihren Schrecken verlieren. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Erst wenn man „Ja“ zum Tod sagen kann, ist das „Ja“ zum Leben wirklich echt. Wir erinnern und an das „Jasagen“ zu Problemen, die man nicht ändern kann, und daran, dass Symptome auf tiefer liegende Probleme hinweisen.“ Eine Panikstörung kann zum Beispiel auf die Angst vor dem Tod aufmerksam machen und darauf, dass eine sinnvolle Lösung gefunden werden will. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die sanften Aufschieber sind am kreativsten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2022 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ständigen Aufschieber von Tätigkeiten sind irgendwann von sich und dem Leben enttäuscht, nicht weil sie nichts erreichen, sondern weil sie gar nie anfangen. Andreas Salcher stellt fest: „Sie werden zu Zuschauern in ihrem eigenen Leben.“ Es gibt einen spannenden Zusammenhang zwischen Aufschieben und Kreativität. Der Hardcore-Aufschieber findet meist deshalb zu keiner großartigen Lösung, weil ... <a title="Die sanften Aufschieber sind am kreativsten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-aufschieben-und-kreativitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Die sanften Aufschieber sind am kreativsten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die ständigen Aufschieber von Tätigkeiten sind irgendwann von sich und dem Leben enttäuscht, nicht weil sie nichts erreichen, sondern weil sie gar nie anfangen. Andreas Salcher stellt fest: „Sie werden zu Zuschauern in ihrem eigenen Leben.“ Es gibt einen spannenden Zusammenhang zwischen Aufschieben und Kreativität. Der Hardcore-Aufschieber findet meist deshalb zu keiner großartigen Lösung, weil er am Schluss von der Panik, überhaupt nicht fertig zu werden, aufgefressen wird. Doch auch die Schnellstarter gehren selten zu den Kreativsten, weil sie sich mit den ersten, naheliegenden Lösungen zufriedengeben und sich daraufhin in die nächste Aufgabe stürzen. Dagegen zeigt sich, dass die sanften Aufschieber häufig am kreativsten sind. Sie starten zwar schnell, lassen das Thema dann aber lange in sich arbeiten, um schließlich oft eine kreative, spannende Lösung zu finden. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-3847"></span></p>
<p><strong>Im Gehirn gibt es einen Raum der „Unerfüllten Wünsche“</strong></p>
<p>Ihr Arbeitsprozess entspricht einem „U“, viel Energie am Anfang und am Ende, dazwischen ist eine lange Phase der scheinbaren Inaktivität. Andreas Salcher weiß: „Bemerkenswerter Weise schieben wir auch Dinge auf, die wir eigentlich besonders gerne machen würden, wie eine neue Sprache zu lernen, einen Tanzkurs zu besuchen oder endlich in ein bestimmtes Land zu reisen.“ Im Archiv des menschlichen Gehirns gibt es einen Raum, auf dem „Unerfüllte Wünsche“ steht. </p>
<p>Im Laufe eines Lebens füllt sich dieser Raum. Menschen betreten ihn manchmal in ihren Tagträumen. Die einzige Herausforderung auf dem Weg vom sanften Aufschieben zum freudvollen Anfangen ist das scheinbare Fehlen einer letzten Anmeldefrist für die Verwirklichung der persönlichen Lebensträume. Dabei verbirgt sich diese im Wort „Deadline“. Auf die Frage „Was soll ich mit meinen geschenkten Jahren anfangen?“ gibt es eine einfache Antwort: Genieße sie und nütze sie für dich und andere. </p>
<p><strong>Die Verzögerung ist der größte Verlust für das Leben</strong></p>
<p>Seneca erklärt: „Der größte Verlust für das Leben ist die Verzögerung: Sie entzieht uns immer gleich den ersten Tag, sie raubt uns die Gegenwart, während sie Fernliegendes in Aussicht stellt.“ War der Tod traditionell ein Fall für Priester, Theologen oder Friedhofswärter, so übernehmen nun die Softwareingenieure die Deutungshoheit. Für die wissenschaftlichen Visionäre ist der Tod ein technisches Problem, das die Menschheit lösen können und lösen sollte. </p>
<p>Transhumanismus ist die ehrgeizigste, manche meinen die gefährlichste Idee, an der ganz offen im Silicon Valley und höchstwahrscheinlich versteckt in vielen Geheimlabors auf der Welt mit Hochdruck gearbeitet wird. Andreas Salcher erläutert: „Die Lebenserwartung des Menschen soll dabei durch Verschmelzung mit Computerintelligenz so weit ausgedehnt werden, dass irgendwann das Sterben obsolet wird.“ Der Homo deus, der gottgleiche Mensch, würde sich dann über den Homo sapiens erheben, wie das der israelische Historiker Yuval Noah Harari in seinem gleichnamigen Bestseller prognostiziert. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alle turnen am Abgrund des Todes entlang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 02:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Menschen können sich selbst und andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringen. Im Fachjargon heißt das: Sie sind selbst- oder fremdgefährdend. Diese Menschen können auch gegen ihren Willen über das zuständige Ordnungsamt in die örtliche Psychiatrie eingewiesen werden. So etwas kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Manfred Lütz warnt: „Die Psychiatrie darf sich nicht ... <a title="Alle turnen am Abgrund des Todes entlang" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-genie-und-wahnsinn.html" aria-label="Mehr Informationen über Alle turnen am Abgrund des Todes entlang">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Menschen können sich selbst und andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringen. Im Fachjargon heißt das: Sie sind selbst- oder fremdgefährdend. Diese Menschen können auch gegen ihren Willen über das zuständige Ordnungsamt in die örtliche Psychiatrie eingewiesen werden. So etwas kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Manfred Lütz warnt: „Die Psychiatrie darf sich nicht dazu verleiten lassen, das Außergewöhnliche, das Exzentrische durch Diagnosen ruhig zu stellen. Wir alle turnen mehr oder weniger kunstvoll am Abgrund des sicheren Todes entlang.“ Normalerweise schauen Menschen da nicht hinein. Das heißt zwar nicht, dass man alle diese Menschen einfach für kurzsichtig erklären darf. Aber man darf diejenigen, die immer mal wieder in diesen Abgrund starren und dann etwas anders wirken als die meisten, deswegen nicht für verrückt erklären.  Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3181"></span></p>
<p><strong>Friedrich Nietzsche war nicht wahnsinnig</strong></p>
<p>Der große Denker Friedrich Nietzsche hat wie kaum ein anderer Mensch an den Grenzen der menschlichen Existenz gedacht, gedichtet und gelitten. Manfred Lütz stellt fest: „Es ist kein Zeichen von geistiger Souveränität, wenn manche Christenmenschen sein ganzes Denken am liebsten als Ausgeburt des Wahnsinns darstellen. Friedrich Nietzsche war nicht wahnsinnig.“ Nur am Ende seines Lebens litt er an den Folgen einer Hirnentzündung durch Syphilisbakterien. Das hat ihn dann zeitweilig verwirrt. </p>
<p>Aber seine großen Gedankenexperimente waren überhaupt nicht verrückt, sondern die konsequenteste Ausformulierung eines leidenden Atheismus. Nicht dieses Denken hat Friedrich Nietzsche in den Wahnsinn getrieben, wie es manche gerne hätten, sondern es waren kleine Bakterien, die sein Gehirn zerstörten. Es ist ein Mythos von missgünstigen und kleingeistigen Stammtischphilosophen, dass zu viel Denken einen Menschen wahnsinnig machen kann. </p>
<p><strong>Die wenigsten Gedanken sind krank</strong></p>
<p>Die Psychiatrie kennt so etwas nicht. So eignet sie sich nicht für die Entschärfung schwieriger oder gefährlicher Gedanken. Wenige Gedanken sind richtig, viele Gedanken sind falsch, aber die wenigsten Gedanken sind krank. Genie und Wahnsinn, das gehe häufig zusammen, meint der Volksmund. Doch da hat er ausnahmsweise einmal Unrecht. Manfred Lütz erklärt: „Menschen, die Geniales vollbringen, sind zwar nicht normal, aber deswegen noch lange nicht verrückt.“</p>
<p>Im Gegenteil, um Großes zu vollbringen, muss man seine Tassen im Schrank ziemlich geordnet haben. Zwar sind auch „Wahnsinnige“ bisweilen zu genialen Produktionen in der Lage, aber am ehesten dann, wenn die Krankheit nicht akut ist. Es wird mitunter übertrieben viel Aufhebens von der Kunst psychisch Kranker gemacht. Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg ist legendär. Und doch ist nicht das Verrückte selbst das Künstlerische. Psychisch kranke Künstler sind in der Regel nicht wegen, sondern trotz ihrer psychischen Krankheit kreativ. Auch wenn sie sie psychische Erkrankung vielleicht unmittelbarer mit ihren existenziellen Tiefen in Berührung gebracht haben mag. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Krankheit kann immer etwas Sinnvolles sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Aug 2021 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
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					<description><![CDATA[Krankheit bringt laut Viktor Frankl keineswegs eine Sinnverlust, eine Sinnverarmung des Daseins notwendig mit sich: „Sie ist die Möglichkeit nach vielmehr immer etwas Sinnvolles.“ Die Krankheit kann mitunter sogar einen Gewinn bedeuten. Es gibt sogar Menschen, die in Krankheit und Tod nicht nur keinen Verlust und nicht nur einen Gewinn sehen, sondern geradezu ein „Geschenk“. ... <a title="Krankheit kann immer etwas Sinnvolles sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/krankheit-kann-immer-etwas-sinnvolles-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Krankheit kann immer etwas Sinnvolles sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Krankheit bringt laut Viktor Frankl keineswegs eine Sinnverlust, eine Sinnverarmung des Daseins notwendig mit sich: „Sie ist die Möglichkeit nach vielmehr immer etwas Sinnvolles.“ Die Krankheit kann mitunter sogar einen Gewinn bedeuten. Es gibt sogar Menschen, die in Krankheit und Tod nicht nur keinen Verlust und nicht nur einen Gewinn sehen, sondern geradezu ein „Geschenk“. Dem Sinn, der sich aus Kranksein und Sterben ergeben mag, kann alle äußere Erfolglosigkeit und alles Scheitern in der Welt nichts anhaben. Hier handelt es sich vielmehr um einen inneren Erfolg, der trotz äußerer Erfolgslosigkeit besteht. Viktor E. Frankl war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien und 25 Jahre lang Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik. Er begründete die Logotherapie, die auch Existenzanalyse genannt wird. <span id="more-2906"></span></p>
<p><strong>Der innere Erfolg überdauert alle Zeiten</strong></p>
<p>Irgendwie ist ja das Leben der meisten Menschen erfolglos, sofern man unter Erfolg eben nur den äußeren Erfolg versteht. Äußere Errungenschaften bieten keine Gewähr einen Menschen zu überdauern oder gar ewig zu dauern. Der innere Erfolg jedoch, die innere Sinnerfüllung des Lebens, ist etwas, das, wenn überhaupt, ein für alle Mal erreicht ist. Dass Menschen dieses Ziel oftmals am Ende des Daseins erreichen, tut dem Sinn des Lebens keinen Abbruch.</p>
<p>Viktor Frankl gibt zu, dass es schwer ist, diese Dinge anhand alltäglicher Beispiele sichtbar und glaubhaft zu machen. Dazu bietet sich seiner Meinung nach umso mehr die Kunst and. Als Exempel erinnert er an die Novelle von Franz Werfel „Der Tod des Kleinbürgers“. Hier schildert der Schriftsteller die Gestalt des alltäglichen, kleinen, kleinbürgerlichen Menschen. Dessen ganzes Leben besteht aus Elend und Sorgen und scheint in ihnen aufzugehen. Da erkrankt dieser Mann und man bringt ihn in ein Spital.</p>
<p><strong>Angesichts des Todes zeigen mache Menschen Größe</strong></p>
<p>Und nun zeigt Franz Werfel seinen Lesern, wie dieser Mann einen heroischen Kampf gegen den nahenden Tod führt. Denn seine Familie bekäme eine Versicherungsprämie ausbezahlt, wenn er erst nach dem Neujahrstag stirbt. Andernfalls würde der Versicherungsfall nicht eintreten. Und in diesem Kampf mit dem Tode wächst dieser schlichte und einfache Mann zu einer menschlichen Größe heran, die eben nur ein Dichter darzustellen vermag. Als weiteres Beispiel nennt Viktor Frankl die Novelle „Der Tod des Iwan Iljitsch“ von Lew Nikolajewitsch Tolstoi.</p>
<p>Auch hier hat es der Leser mit einem spießbürgerlichen Menschen zu tun. Dieser verzweifelt erst im Angesicht des Todes und der abgründigen Sinnlosigkeit seiner bisherigen Existenz. Aber in der Verzweiflung über die Sinnlosigkeit wandelt er sich. Dadurch verleiht er seinem vergeblichen Leben gleichsam rückwirkend doch noch einen Sinn. Ja gerade durch dieses Erleben der bisherigen Vergeblichkeit weiht er sein Leben als Ganzen zu einem sinnvollen Dasein. Quelle: „Über den Sinn des Lebens“ von Viktor E. Frankl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nur durch die Kultur lässt sich das Dasein ertragen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 07:57:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der amerikanische Psychologe Sheldon Solomon hat sich fast sein ganzes Berufsleben lang mit der Angst vor dem Tod beschäftigt. Er hat erforscht, wie die Furcht vor dem Tod das menschliche Leben bestimmt. Das Großhirn erlaubt es den Menschen, abstrakt und symbolisch zu denken, aber zugleich ist es auch fähig zu begreifen, dass das Leben der ... <a title="Nur durch die Kultur lässt sich das Dasein ertragen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/nur-durch-die-kultur-laesst-sich-das-dasein-ertragen.html" aria-label="Mehr Informationen über Nur durch die Kultur lässt sich das Dasein ertragen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der amerikanische Psychologe Sheldon Solomon hat sich fast sein ganzes Berufsleben lang mit der Angst vor dem Tod beschäftigt. Er hat erforscht, wie die Furcht vor dem Tod das menschliche Leben bestimmt. Das Großhirn erlaubt es den Menschen, abstrakt und symbolisch zu denken, aber zugleich ist es auch fähig zu begreifen, dass das Leben der Menschen endlich ist, wie dasjenige aller Lebewesen. Das erzeugt einen tiefen, lähmenden Schrecken. Jeder muss damit leben. Wie das gelingen kann, hat der Kulturanthropologe Ernest Becker beschrieben: „Um die Last des Daseins ertragen zu können, verankern wir uns in einem Glaubenssystem, das wir Kultur nennen. Kultur gibt unserem Leben einen Sinn, sie gibt uns einen Wert – und zwar, indem sie uns eine Vision von Unsterblichkeit liefert.“ <span id="more-1449"></span></p>
<p><strong>Durch die Gefährdung kultureller Werte wird die Todesfurcht aktiviert</strong></p>
<p>Entweder gibt die Kultur den Menschen Hoffnung auf echte, buchstäbliche Unsterblichkeit, in Form des Himmels, der Seele oder der Wiedergeburt. Oder sie lässt die Menschen glauben, dass sie in übertragenem Sinne über den Tod hinaus fortbestehen, in Gestalt der Kinder, der Werke oder des Vermögens, das man im Laufe seines Lebens angehäuft hat. Allerdings ist kein Glaubenssystem stark genug, um einem die Todesangst in Gänze nehmen zu können. Über die Todesfurcht grübeln Denker schon seit Jahrhunderten.</p>
<p>Die Angst vor dem Tod spielt bereits in der Bibel und im Gilgamesch-Epos eine Schlüsselrolle. Denn das Bewusstsein der Sterblichkeit ist der psychodynamische Dreh- und Angelpunkt des ganzen menschlichen Verhaltens. Entsprechend gibt es wahrlich keinen Mangel an Denkansätzen von Philosophen, Künstlern, Theologen. Nur die Psychologen haben immer einen Bogen um das Thema gemacht. Sheldon Solomon erklärt: „Unsere Forschung zeigt: Wenn die kulturellen Werte, mit denen wir uns identifizieren, gefährdet sind, dann aktiviert das unsere Todesfurcht – auch ohne dass wir uns dessen bewusst sind.“</p>
<p><strong>Sex und Tod sind Zwillinge</strong></p>
<p>Die Erinnerung an die Sterblichkeit verstärkt den Glauben, und zwar im Guten ebenso wie im Schlechten. In den Forschungsergebnissen von Sheldon Solomon zeigte sich zum Beispiel, dass Menschen, die sich als konservativ einschätzen, ablehnender gegenüber Andersdenkenden werden, wenn man ihre Todesangst weckt. Liberale Menschen dagegen werden toleranter. Auch macht die Todesfurcht Menschen generell großzügiger und eher bereit, für wohltätige Zwecke zu spenden. Trotzdem ist Sheldon Solomon davon überzeugt, dass die negativen Effekte der Todesfurcht überwiegen.</p>
<p>Der Psychologe erklärt: „Todesfurcht schürt unseren Hass gegen Menschen, die anders sind als wir. Sie verwandelt uns in gedankenlose Konsumenten, die mehr essen, mehr trinken und mehr rauchen. Und sie löst in uns Unbehagen gegenüber unserem Körper aus, vor allem gegen alles Sexuelle.“ Ernest Becker sagte: „Sex und Tod sind Zwillinge.“ Denn Sex hat etwas Animalisches. Er erinnert die Menschen daran, dass sie Tiere sind. Und Tiere sterben. Also schärft der Sex das Bewusstsein, dass man selbst auch sterblich ist. Quelle: Der Spiegel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Massenmörder ist heutzutage eine Karriere geworden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2016 06:22:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Sinnlose“ Massenmorde gehören zu den großen Gesten in den Konsumgesellschaften des 21. Jahrhunderts. Wolfgang Schmidbauer stellt fest: „Sie werden zunehmen und uns bedrohen, bis wir ein wirksames Gegenmittel finden.“ Die meisten gewissenhaften Selbstbeobachter werden zugeben, dass ihnen Mordimpulse nicht gänzlich fremd sind. Massenmörder ist heutzutage eine Karriere geworden. Die meisten Täter schaffen sich durch die ... <a title="Massenmörder ist heutzutage eine Karriere geworden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/massenmoerder-ist-heutzutage-eine-karriere-geworden.html" aria-label="Mehr Informationen über Massenmörder ist heutzutage eine Karriere geworden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Sinnlose“ Massenmorde gehören zu den großen Gesten in den Konsumgesellschaften des 21. Jahrhunderts. Wolfgang Schmidbauer stellt fest: „Sie werden zunehmen und uns bedrohen, bis wir ein wirksames Gegenmittel finden.“ Die meisten gewissenhaften Selbstbeobachter werden zugeben, dass ihnen Mordimpulse nicht gänzlich fremd sind. Massenmörder ist heutzutage eine Karriere geworden. Die meisten Täter schaffen sich durch die Tat aus der physischen Welt, hoffen aber auf unsterblichen Ruhm. Diese Formen des Massenmords sind wie eine Seuche. Sie breitet sich aus. Wenn wir eine Kurve der Zahlen von Tätern und Opfern zeichnen könnten, sie würde steil ansteigen. Wo die Suche nach den Wurzeln der Tat etwas tiefer graben kann, entdeckt sie den Zusammenprall von Krisen des Selbstwertgefühls mit dem als erlösend und ruhmreich imaginierten Endpunkt des Massenmordes. <span id="more-1435"></span></p>
<p><strong>Unter Depressiven ist der Neid auf das Glück der anderen weit verbreitet</strong></p>
<p>Wolfgang Schmidbauer erklärt: „Psychologisch gesehen, geht es um eine manische Abwehr einer drohenden Depression durch Rache an möglichst vielen, die sich nicht so sehr mit der Realität quälen wie die Täter.“ Das vorherrschende Gefühl in der Konsumgesellschaft, das sich immer schlechter kanalisieren lässt, ist der Neid auf die Glücklichen. Sie kränken und gekränkt werden nehmen rapide zu, je intensiver Bildschirme eine heile Welt voller schöner Menschen vorgaukeln, die attraktiv sind und attraktive Dinge tun.</p>
<p>Das Gesicht der Depression unter jungen Menschen hat sich verändert. Es wirkt inzwischen fast absurd, wenn in den Lehrbüchern der klinischen Psychologie noch steht, die allein gegen das eigene Ich gerichtete Aggression sei die wichtigste Dynamik in diesem seelischen Leiden. Inzwischen ist auch der Neid auf das Glück und Beliebtheit der anderen unter den Depressiven verbreitet. Ihr Leid nähert sich schon der Wut, dass die anderen, die glücklich sind, das nur deshalb sein können, weil sie ihnen dieses Glück wegegenommen haben.</p>
<p><strong>Für Massenmörder gibt es in der Welt keine Zukunft</strong></p>
<p>So gesehen hängt der heimliche Neid auf die Glücklichen und beliebten eng mit dem von Terroristen geäußerten Wunsch zusammen, eine feiernde Welt, die sie und ihr Leid ignoriert, aus dieser Feierstimmung zu reißen, koste es, was es wolle. Wer eine Pistole in der Hand hält, ist Herr über Leben und Tod. Diese Verführung zu beherrschen, gelingt den meisten Männern und Frauen. Aber eben nicht allen. Wolfgang Schmidbauer erläutert: „Mehr als an anderen Orten der Gesellschaft sind die jungen Massenmörder, die den Tod ebenso bereiten wie suchen, ein Zeichen für die Macht der Dinge über die Menschen.“</p>
<p>Die menschliche Erfindungskraft hat Dinge gezeugt, welche seelische Reife blockieren und ganze Generationen verführbar machen für den schnellsten Weg aus allen Ängsten. Inzwischen wird immer deutlicher, dass der Massenmord eine bedeutungsvolle Geste von Menschen ist, die keine andere Perspektive sehen als durch ihre Tat zu sagen: „Eure Welt ist ohne Zukunft für mich, ich finde keinen Platz in ihr. Das macht mich so wütend, dass ich möglichst viele von euch töten will, ehe ich selbst draufgehe.“ Quelle: Süddeutsche Zeitung</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Neurose findet ihre Heimat in der Verzweiflung der Menschen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/alexander-mitscherlich_grosstadt-und-neurose.html</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2015 02:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Großstadt, so heißt es, sei ein gefährliches Pflaster für den Fremden. Die Fremdheit, die Undurchsichtigkeit schafft Angst und Abenteuer. Alle diese Effekte gehen darauf zurück, dass die Großstadt, eben wie Babylon, die große Hure ist. Der vagen Behauptung, die Großstadt erzeuge Neurosen, erwidert Alexander Mitscherlich mit einer auf viel Erfahrung sich stützenden Gegenbehauptung, dass ... <a title="Die Neurose findet ihre Heimat in der Verzweiflung der Menschen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/alexander-mitscherlich_grosstadt-und-neurose.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Neurose findet ihre Heimat in der Verzweiflung der Menschen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Großstadt, so heißt es, sei ein gefährliches Pflaster für den Fremden. Die Fremdheit, die Undurchsichtigkeit schafft Angst und Abenteuer. Alle diese Effekte gehen darauf zurück, dass die Großstadt, eben wie Babylon, die große Hure ist. Der vagen Behauptung, die Großstadt erzeuge Neurosen, erwidert Alexander Mitscherlich mit einer auf viel Erfahrung sich stützenden Gegenbehauptung, dass die Großstadt das probateste Mittel gegen viele Neurosenquellen sei: „Gegen alle Folgen der Enge und Stagnation des Zweitrangigen, der Intoleranz, des Sich-Aufspielens, des unentrinnbaren kollektiven Zwangs, der scheinheiligen Beobachtung und verborgenen Tyrannei.“ Die Neurose ist laut Alexander Mitscherlich überall dort zuhause, wo Verzweiflung ist, und Verzweiflung ist überall, wo Menschen sind. Dennoch sind heut viele Großstädte ohne Zweifel ein nahezu unerträglicher Ort des Aufenthalts. <span id="more-300"></span></p>
<p><strong>Die härtesten Belastungsproben lauern auf den Menschen in der Industriegesellschaft</strong></p>
<p>Je mehr Menschen in der Zukunft ihr Leben ausschließlich in Großstädten führen werden, desto entscheidender wird die prägende Kraft dieser Metropolen für die Verfassung der Menschheit ins Gewicht fallen. Alexander Mitscherlich schreibt: „Die Lebensformen des Menschen in der industrialisierten Gesellschaft stellen eine der härtesten Belastungsproben dar, die er sich, seit er Umwelt schafft, arrangiert hat.“ Für eine Massengesellschaft, die von der industriellen Produktion lebt, ist die Großstadt allerdings eine unausweichliche Gegebenheit.</p>
<p>Produktive Kritik an der Großstadt besteht für Alexander Mitscherlich darin, Wege zu finden, wie das Milieu der Großsiedlung stärker kultiviert werden kann. Viele Krankheiten, die in früheren Zeiten den sicheren Tod bedeuteten, haben heute ihren Schrecken verloren.</p>
<p><strong>Die psychosomatische Medizin achtet auf die Erlebnisse und die Lebensgeschichte der Menschen</strong></p>
<p>Alexander Mitscherlich erklärt: „Die sogenannte psychosomatische Medizin setzt diese Forschungsweise fort, indem sie auch solche Krankheiten, die bisher als rein äußerlich oder konstitutionell verursacht gedacht wurden, auf dem Erlebnishintergrund und in der Lebensgeschichte des Menschen einzeichnet und in vielem vorgezeichnet wahrnimmt.“</p>
<p>Alexander Mitscherlich vertritt die Auffassung, dass gesellschaftliche Zustände durch die individuellen Entscheidungen, durch die individuelle seelische Verfassung mit erhalten werden. Sie werden freilich vom Kollektiv nahegelegt. Im Laufe seines Lebens erwirbt der Mensch dann ein Verständnis seiner selbst und der anderen.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Alexander Mitscherlich</strong></p>
<p>Der Arzt, Psychoanalytiker und Schriftsteller Alexander Mitscherlich, geboren am 20. September 1908 in München, leitete von 1960 bis 1976 das von ihm gegründete Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main. Im Jahr 1969 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen Hauptwerken zählen: „Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft“, „Die Unwirtlichkeit unserer Städte“, „Die Unfähigkeit zu trauern“ sowie „Die Idee des Friedens“. Alexander Mitscherlich starb am 26. Juni 1982 in Frankfurt am Main.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Hoffnung kann sich auf vielerlei Art und Weise entwickeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Böschemeyer]]></category>
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					<description><![CDATA[Hoffnung entsteht laut Uwe Böschemeyer beispielsweise, wenn Erinnerungen das Verinnerlichte zum Vorschein bringen: „Sie hatten als Kind gehofft, Ihre Eltern würden sich nach einem heftigen Streit wieder versöhnen. Sie taten es.“ Hoffnung kommt auch auf, wenn sich ein Mensch dem stellt, was ist. Im Jahr 1982 gründete Uwe Böschemeyer das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit ... <a title="Die Hoffnung kann sich auf vielerlei Art und Weise entwickeln" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/uwe-boeschemeyer_hoffnung-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Hoffnung kann sich auf vielerlei Art und Weise entwickeln">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffnung entsteht laut Uwe Böschemeyer beispielsweise, wenn Erinnerungen das Verinnerlichte zum Vorschein bringen: „Sie hatten als Kind gehofft, Ihre Eltern würden sich nach einem heftigen Streit wieder versöhnen. Sie taten es.“ Hoffnung kommt auch auf, wenn sich ein Mensch dem stellt, was ist. Im Jahr 1982 gründete Uwe Böschemeyer das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.<span id="more-420"></span></p>
<p><strong>Die Veränderung macht das Menschsein aus</strong></p>
<p>Hoffnung kann auch entstehen, wenn es ums Ganze geht, um Leben oder Tod, innerlich oder äußerlich. Uwe Böschemeyer fügt hinzu: „Wenn es um die Entscheidung geht, die Hoffnung aufzugeben oder der Resignation die Stirn zu bieten.“ Hoffnung entsteht zudem durch Antworten auf die Frage, worauf man hoffen kann. Uwe Böschemeyer nennt als Beispiel dass keine Zeit der anderen gleicht, weder im persönlichen Leben noch in der großen Geschichte. Außerdem besteht die Möglichkeit, zu den wechselnden Situationen des Lebens andere Einstellungen als die bisherigen zu finden.</p>
<p>Menschsein bedeutet vor allem, sich verändern zu können. Es kann zwar sein, dass gewissen Umstände schwierig sind, aber das heißt noch lange nicht, dass sie zwangsläufig das ganze Dasein zentral beeinflussen müssen. Manchmal fehlt nur eines – die Versöhnung. Manchmal kommt der Anlass zur Hoffnung auch von außen, wenn man gar nicht damit rechnet. Und manchmal zeigt sich die Hoffnung ganz von allein. Hoffnung kann sich auch durch die Überwindung eines tragischen Gebarens entwickeln.</p>
<p><strong>Jeder Mensch sollte die Hoffnung auf ein sinnvolleres Leben zulassen</strong></p>
<p>Häufig zeigen auch Träume, dass sich unter der Not Hoffnung anbahnt. Auch Wertimaginationen können starke Hoffnungen vermitteln. Die Seele ist immer weiter, tiefer und größer als der Bereich, in dem die Not zu Hause ist. Uwe Böschemeyer kennt noch eine weitere Art der Hoffnung: „Sie können die Hoffnung auch in sich selbst finden, wenn Sie den Mut haben, die Stille auszuhalten, in die sich die Hoffnung manchmal zurückzieht. Denn die Stille ist der Ort, an dem sich die Seele zu sagen traut, was ihr der Verstand vielleicht schon seit langem auszureden versucht.“</p>
<p>Hoffnung, neue Hoffnung kann sich auch dadurch entwickeln, dass man die Sehnsucht nach einem anderen, leichteren, sinnvolleren Leben zulässt. Wer so handelt, lässt die Zäune der herrschenden Realität hinter sich. Uwe Böschemeyer ergänzt: „Er richtet sich nach der noch verborgenen Wirklichkeit aus. Seine Gedanken und Gefühle werden zu starken Ideen, die auf Verwirklichung drängen.“ Und Hoffnung entsteht außerdem, wenn sich ein Mensch auf etwas auszurichten beginnt, was größer ist als die vorhandene Not.“</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In der Todesfurcht erkennt der Mensch seine Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2014 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familientherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bewegung der Beziehung lässt sich nach Georg Wilhelm Friedrich Hegel als eine Bewegung des gegenseitigen Anerkennens verstehen. Ein Mensch bestätigt sich dabei im anderen und der andere wird von ihm bestätigt. Helm Stierlin ergänzt: „Das vollzieht sich in komplexen Verdopplungsprozessen des Selbstbewusstseins, durch die ich mich, mich selbst verlierend, im anderen gewinne.“ Wenn ein ... <a title="In der Todesfurcht erkennt der Mensch seine Grenzen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helm-stierlin_beziehung.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Todesfurcht erkennt der Mensch seine Grenzen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bewegung der Beziehung lässt sich nach Georg Wilhelm Friedrich Hegel als eine Bewegung des gegenseitigen Anerkennens verstehen. Ein Mensch bestätigt sich dabei im anderen und der andere wird von ihm bestätigt. Helm Stierlin ergänzt: „Das vollzieht sich in komplexen Verdopplungsprozessen des Selbstbewusstseins, durch die ich mich, mich selbst verlierend, im anderen gewinne.“ Wenn ein Partner anschließend zu sich selbst zurückkehrt, ist er verändert und die Beziehung hat eine andere Basis gewonnen. <span id="more-280"></span></p>
<p><strong>In der Begierde zeigt sich das Tier im Menschen</strong></p>
<p>Dasselbe passiert mit dem zweiten Part der Partnerschaft. Helm Stierlin schreibt: „Diese Wandlung, Selbstbestätigung und Selbstfindung, erlebt in einem sich vorantreibenden Prozess des sich ständig Verlierens und Zurückgewinnens, ist keine bloß intellektuelle oder formale Angelegenheit.“ Vielmehr werden darin drei Momente wesentlich: erstens die Einheit „Begierde-Genuss“, zweitens „Arbeit“ und drittens „Todesfurcht“.</p>
<p>In Begierde und im Streben nach Genuss lassen die Menschen erkennen, wie weit sie in ihrer tierischen Natur verhaftet geblieben sind. Im Wirken des Lustprinzips zeigt sich des Menschen unmittelbarste Motivationsdynamik. Die Fähigkeit zur vegetativen Selbststeuerung und Regeneration erscheint an diese Dynamik gekettet und sie bestimmt das Leben des Organismus bis in seine letzte Zelle. Schon Sigmund Freud erkannte, dass Genuss und Begierde, die in einem bloß triebhaften Sinne aufeinander angewiesen sind, aneinander verschmachten.</p>
<p><strong>Die psychische Arbeit versöhnt das Lustprinzip mit dem Realitätsprinzip</strong></p>
<p>Bei Sigmund Freud ist es die psychische Arbeit, die das Lustprinzip mit dem Realitätsprinzip versöhnt. Helm Stierlin schreibt: „Das ist die oft unter Mühen und Unlustgefühlen vollzogene Arbeit, die uns die Realität anzunehmen und in Grenzen umzugestalten erlaubt, und die uns in diesem Prozess innerlich umstrukturiert.“ Die Arbeit fordert ein starkes Ich und führt außerdem gleichzeitig dazu, dass das Ich weiter gestärkt wird. Für Georg Wilhelm Friedrich Hegel ist die Arbeit nur gehemmte Begierde, aufgehaltenes Verschwinden, oder sie bildet.</p>
<p>Die Todesfurcht, das dritte Moment, lässt den Menschen in dramatischer Weise seine Grenzen erkennen. Denn er steht vor der Aufgabe, sie im Erleben zu akzeptieren und zu überwinden. In ihr berührt ihn der Ernst des Negativen, und sie ist daher für Helm Stierlin der notwendige Stachel, der den Menschen zur Besinnung darüber kommen lässt, was wesentlich und was unwesentlich ist. Allerdings löst das Wissen um den realen Tod nicht notwendigerweise bei allen Menschen Furcht aus, wie das Beispiel der Märtyrer belegt.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Helm Stierlin</strong></p>
<p>Helm Stierlin, geboren 1926, studierte Philosophie und Medizin in Heidelberg, Freiburg und Zürich. Von 1957 bis 1974 arbeitete er als Psychiater und Psychotherapeut hauptsächlich in den USA. In der Zeit von 1966 bist 1974 betrieb er klinische Forschung am National Institute of Mental Health in Bethesda, und zwar mit den Schwerpunkten Schizophrenie, Psychopathologie der Adoleszenz sowie Familientherapie.</p>
<p>Von 1974 bis 1991 leitete Helm Stierlin die Abteilung für psychoanalytische Grundlagenforschung an der Universität Heidelberg. Zu seinen wichtigen Veröffentlichungen zählen unter anderem: „Das Tun des einen ist das Tun des anderen“, Adolf Hitler. Familienperspektiven“ sowie „Eltern und Kinder im Prozess der Ablösung“.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Mingles vermeinden Gefühlsdramen und Alltagsfrust</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/mingles.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2014 02:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[Mingles haben Verabredungen, Sex und führen vertrauliche Gespräche, aber befinden sich in keinem offiziellen Beziehungsstatus. Das Wort „Mingle“ setzt sich aus den Begriffen „mixed“ und „Single“ zusammen. Im Gegensatz zu früher haben sie die Partnerschaften radikal gewandelt. Die Zeiten, als ein Kuss oder der erste Sex den Anfang einer lebenslangen Beziehung markierten, sind längst vorbei. ... <a title="Mingles vermeinden Gefühlsdramen und Alltagsfrust" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mingles.html" aria-label="Mehr Informationen über Mingles vermeinden Gefühlsdramen und Alltagsfrust">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mingles haben Verabredungen, Sex und führen vertrauliche Gespräche, aber befinden sich in keinem offiziellen Beziehungsstatus. Das Wort „Mingle“ setzt sich aus den Begriffen „mixed“ und „Single“ zusammen. Im Gegensatz zu früher haben sie die Partnerschaften radikal gewandelt. Die Zeiten, als ein Kuss oder der erste Sex den Anfang einer lebenslangen Beziehung markierten, sind längst vorbei. Heute lernen sich Menschen kennen, treffen sich, haben tiefschürfende Gespräche, Spaß und möglicherweise Sex, aber das bedeutet nicht zwingend, dass man mit dem temporären Partner gleich eine feste Beziehung eingehen möchte, die traditionellen Vorstellungen folgt. Personen, die in einem solchen Schwebezustand zwischen Singleleben und Pärchentraum leben, nennt man Mingles. Diese Mixed Singles genießen die Vorteile einer festen Partnerschaft ohne weiterreichende Verpflichtungen einzugehen. <span id="more-355"></span></p>
<p><strong>Früher war die Ehe die einzige Konstante bis zum Tod</strong></p>
<p>Peter Wippermann erklärt: „Früher war die Ehe die einzige Konstante bis zum Tod. Das hat sich geändert. Mingles sind seiner Meinung nach Menschen, die eine bewusste Nähe zum Partner suchen, ohne die eigene Persönlichkeit verlieren zu wollen. Der Trendforscher fügt hinzu: „Wir haben alle zwei Seelen in unserer Brust: Wir wollen einzigartig sein, aber auch nicht alleine bleiben. Wir suchen eine Balance zwischen Individualisierung und Sozialisation. Auch Andreas Steinle, Geschäftsführer des Instituts für Zukunftsforschung beschäftigt sich mit den vielen neuen Facetten der Liebe.</p>
<p><strong>Eine unverbindliche Liebe ergibt sich meistens aufgrund der aktuellen Lebensumstände</strong></p>
<p>„Zwar hat es in Beziehungen schon immer eine große Vielfalt gegeben. Neu ist, dass man heute alles ausleben kann, ohne stigmatisiert zu werden“, erklärt Andreas Steinle. Als Beispiel nennt er einen alleinerziehende Frau, die früher schief angeschaut wurde, wenn sie plötzlich einen neuen Partner hatte. In solchen Fällen hat seiner Meinung nach eine Liberalisierung stattgefunden. Geplant wird ein Leben als Mingle allerdings relativ selten. Für manche Menschen ist es eine Überbrückung, bis sie der großen Liebe begegnen.</p>
<p>Meistens ergibt sich ein Dasein als Mingle aufgrund der bestehenden Lebensumstände. Für einige allerdings ist es ein bewusst gewähltes, ideales Modell. Zum Beispiel für Frauen, die schon einmal verheiratet waren und Kinder haben. Andreas Steinle erläutert: „Für eine Mutter hat ihr Kind oberste Priorität. Kinder finden wechselnde Partner oft irritierend. Sie brauchen Kontinuität. Die Mutter hat einen unverbindlichen Partner, das Kind lernt diesen aber nicht kennen.“ Auch Caroline Erb, Psychologin bei Parship, beobachtet den Trend zum undefinierten Beziehungsstatus. Ein Grund für die neue Unverbindlichkeit könnte auch die Angst sein, etwas zu verpassen, sobald man sich zu einem Menschen fest bekennt. Quelle: Kurier</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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