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	<title>Sucht &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Sucht greift den Selbstwert an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 07:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[Kränkungen resultieren aus den direkten und indirekten Folgen der Sucht, aus Zurechtweisungen und Vorwürfen, aus Streit in der Partnerschaft und Ermahnung am Arbeitsplatz, aus Führerscheinentzug und Kündigung. Reinhard Haller weiß: „Sucht greift den Selbstwert an, durch die nicht mehr unterdrückbaren Entzugserscheinungen und Gesundheitsschäden, durch das Gefühl des Versagens, besonders aber durch die Verdrängung.“ Keine andere Krankheit wird derart bagatellisiert und verleugnet wie die Sucht. Solange sich Menschen im Suchtprozess befinden, entwickeln sie ein Gebäude aus Begründungen, Rechtfertigungen, Relativierungen und Verleugnungen. Damit wehren sie sich gegen die kränkende Stigmatisierung der Sucht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kränkungen resultieren aus den direkten und indirekten Folgen der Sucht, aus Zurechtweisungen und Vorwürfen, aus Streit in der Partnerschaft und Ermahnung am Arbeitsplatz, aus Führerscheinentzug und Kündigung. Reinhard Haller weiß: „Sucht greift den Selbstwert an, durch die nicht mehr unterdrückbaren Entzugserscheinungen und Gesundheitsschäden, durch das Gefühl des Versagens, besonders aber durch die Verdrängung.“ Keine andere Krankheit wird derart bagatellisiert und verleugnet wie die Sucht. Solange sich Menschen im Suchtprozess befinden, entwickeln sie ein Gebäude aus Begründungen, Rechtfertigungen, Relativierungen und Verleugnungen. Damit wehren sie sich gegen die kränkende Stigmatisierung der Sucht und wollen mit geradezu advokatischer Spitzfindigkeit verhindern, dass ihnen das weggenommen wird, was ihnen im Leben am wichtigsten geworden ist: das Suchtmittel. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5581"></span></p>
<p><strong>Die allergrößte Kränkung liegt in der Selbsttäuschung</strong></p>
<p>Die Reaktionen der Umgebung gegen diese „Uneinsichtigkeit, Sturheit und Willenlosigkeit“ werden direkter, schärfer und kränkender. Reinhard Haller stellt fest: „Die Gefahr der Bloßstellung durch Niederreißen der Verdrängung ist nicht zu unterschätzen. Geschieht dies in der Therapie allzu radikal, steht der Süchtige hilflos und beschämt da und erfährt neue Kränkungen.“ Die allergrößte Kränkung liegt aber in der Selbsttäuschung, im Eingestehen, dass er an seine eigenen Rechtfertigungen und Begründungen geglaubt hat.</p>
<p>Jener Moment, in dem der Süchtige ernüchtert erkennen muss, wie dominant seine Sucht geworden ist und wie schwerwiegend sie in sein Leben eingegriffen hat, gehört zweifelsohne zum Bittersten im Verlauf einer Suchtkarriere. Reinhard Haller erläutert: „Sucht und Kränkung können gemeinsame Ursachen haben und sich gegenseitig bedingen. Der wesentliche Ursprung beider Störungen liegt wohl im fehlenden oder reduzierten Selbstwertgefühl.“ </p>
<p><strong>Heilsubstanzen können das Problem nicht wirklich lösen</strong></p>
<p>Selbstwert ist ja jene psychische Kategorie, an welcher Kränkungen ansetzen und welche Gekränktheit zulässt. Reinhard Haller ergänzt: „Selbstwertzweifel sind aber auch eine wesentliche Ursache für Missbrauch und Abhängigkeit von berauschenden Substanzen, da dieser vorübergehend Gefühle der Größe, Macht und Einzigartigkeit spenden können.“ Jede Therapie, die den durch Kränkungen oder Sucht unfrei gewordenen Menschen in seinen ganzheitlichen Bezügen betrachtet, muss ganz stark auf die Stärkung seines Selbstwerts fokussieren.</p>
<p>Reinhard Haller betont: „Bei all dem ist zu beachten, dass alle Drogen unter anderem auch Heilmittel und therapeutisch wirkende Substanzen sind. Cannabis hat entspannende, schmerzlindernde und beruhigende Effekte. Kokain ist ein gutes Antidepressivum und Opiate sind die wirksamsten Schmerzmittel überhaupt.“ Die vielfältigen psychotropen Wirkungen des Alkohols, besonders der euphorisierende und damit antidepressive Effekt, ist jedem bekannt. Leider entfalten diese uralten Heilsubstanzen ihre positive psychopharmakologische Wirkung bloß für kurze Zeit, ohne das eigentliche Problem – die Depression, die Angst, die Kränkung – wirklich lösen zu können. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Sucht hat viele Ursachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2024 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard Haller weiß: „Sucht hat viele Ursachen. Missbrauch und Abhängigkeit sind immer komplexe Störungsbilder, jede eindimensionale Erklärung ist tatsächlich einfältig. Genetisch bedingte Veranlagung, Umwelteinflüsse, Milieuumstände, Erziehung, Entwicklungsfaktoren sowie lebensgeschichtliche Belastungen sind ebenso bedeutsam wie politisch-religiöse Verhältnisse, Modeströmungen, gesetzliche Regulationen und globale Entwicklungen.“ Mit dieser Aufzählung, die sich erheblicher Unvollständigkeit erfreut, sind nur einige allgemeingültige Ursachenkategorien genannt. Auf diesen aufbauend entsteht das individuelle Gefüge von Missbrauch und Abhängigkeit. Süchtigkeit bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf psychotrope Substanzen, also auf Alkohol, Drogen und Beruhigungsmittel, sondern auch auf viele Formen menschlichen Verhaltens –&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Haller weiß: „Sucht hat viele Ursachen. Missbrauch und Abhängigkeit sind immer komplexe Störungsbilder, jede eindimensionale Erklärung ist tatsächlich einfältig. Genetisch bedingte Veranlagung, Umwelteinflüsse, Milieuumstände, Erziehung, Entwicklungsfaktoren sowie lebensgeschichtliche Belastungen sind ebenso bedeutsam wie politisch-religiöse Verhältnisse, Modeströmungen, gesetzliche Regulationen und globale Entwicklungen.“ Mit dieser Aufzählung, die sich erheblicher Unvollständigkeit erfreut, sind nur einige allgemeingültige Ursachenkategorien genannt. Auf diesen aufbauend entsteht das individuelle Gefüge von Missbrauch und Abhängigkeit. Süchtigkeit bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf psychotrope Substanzen, also auf Alkohol, Drogen und Beruhigungsmittel, sondern auch auf viele Formen menschlichen Verhaltens – auf Spielen und Kaufen, auf Arbeit und Sex, auf Streiten und Essen und auf vieles andere mehr. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5418"></span></p>
<p><strong>Der Zusammenhang von Sucht und Kränkung basiert auf drei Wegen</strong></p>
<p>Man spricht dann von substanzungebundenen Abhängigkeiten oder Verhaltenssüchten. Reinhard Haller betont: „Die meisten Süchtigen leiden an nicht verarbeiteten, nicht überwundenen Kränkungen. Mithilfe von berauschenden Substanzen oder entrückenden Verhaltensweisen versuchen sie, diese Wunden zu betäuben und die von Neurosen und Depressionen überfrachteten Kränkungsreaktionen zu mildern.“ Der Zusammenhang von Sucht und Kränkung könnte im Wesentlichen auf drei Wegen zustande kommen. </p>
<p>Sucht könnte eine Folge nicht überwundener Kränkungen sein. Umgekehrt kann der Suchtprozess viele kränkende Situationen mit sich bringen. Schließlich wäre ein Zusammenspiel von gemeinsamen Ursachen und gegenseitiger Interaktion möglich. Reinhard Haller erklärt: „Falls Sucht durch Kränkung bedingt ist, stünde am Anfang wahrscheinlich der Versuch, die durch Kränkung hervorgerufenen Verletzungen mit betäubenden Drogen zu „behandeln“. Mit ihrer Wirkung soll der seelische Schmerz gelindert, die Enttäuschung ertragen und die Kränkungsreaktion abgeschwächt werden.“</p>
<p><strong>Jede Suchtkarriere ist mit unzähligen Kränkungen verbunden</strong></p>
<p>Oft sind den Betroffenen die Kränkungsauslöser gar nicht bewusst, da sie in einer nicht mehr erinnerbaren Lebensphase liegen. Reinhard Haller erläutert: „Solche Frustrationen können die elementaren Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit betroffen haben.“ Manchmal sind sie verdrängt oder schlummern in verschatteten Anteilen des Unbewussten, manchmal erlebt man sie wieder in der ursprünglichen Schmerzhaftigkeit. Mit Suchtmitteln soll das beleidigungsbedingte Leid gemildert oder der aus Enttäuschung resultierende Zweifel zerstreut werden.</p>
<p>Sucht ist nichts anderes als ein Schild gegen Gefühle der Benachteiligung und Diskriminierung, der Entwertung und Demütigung, der Beschämung und Enttäuschung, kurzum: der Kränkung. Reinhard Haller stellt fest: „Jede Suchtkarriere ist mit unzähligen Kränkungen verbunden. Schon das Berauschtsein, konkret das Verhalten während dieses außergewöhnlichen Zustands, wird im Nachhinein oft als peinlich erlebt.“ Man schämt sich für sein Verhalten, für die unüberlegt preisgegebenen Geheimnisse, für Grobheiten und Enthemmtheit, für die Bloßstellung vor sich und anderen. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Sucht ist heutzutage keine Sünde mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Mar 2024 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Normale]]></category>
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					<description><![CDATA[Die sogenannten Normalen verachteten früher Süchtige als Sünder. „Trinkerheilanstalten“ waren im 19. Jahrhundert eingerichtet worden, um die Alkohol-„Sünder“ zur Umkehr zu bewegen. Manfred Lütz weiß: „Die alte Verachtung, die Peinlichkeit der Krankheit, die Scham, das sind noch heute die wichtigsten Hemmungen, die Menschen daran hindern, zur eigenen Sucht zu stehen.“ Doch Sucht ist keine Sünde. Wer sich etwas darauf zugutehalten möchte, nicht süchtig zu sein, der sollte wissen, dass es sogar einen nicht unerheblichen Erbfaktor gibt, für den niemand verantwortlich ist. Außerdem kann jeder Mensch in eine tragische Situation geraten,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die sogenannten Normalen verachteten früher Süchtige als Sünder. „Trinkerheilanstalten“ waren im 19. Jahrhundert eingerichtet worden, um die Alkohol-„Sünder“ zur Umkehr zu bewegen. Manfred Lütz weiß: „Die alte Verachtung, die Peinlichkeit der Krankheit, die Scham, das sind noch heute die wichtigsten Hemmungen, die Menschen daran hindern, zur eigenen Sucht zu stehen.“ Doch Sucht ist keine Sünde. Wer sich etwas darauf zugutehalten möchte, nicht süchtig zu sein, der sollte wissen, dass es sogar einen nicht unerheblichen Erbfaktor gibt, für den niemand verantwortlich ist. Außerdem kann jeder Mensch in eine tragische Situation geraten, in der er mit süchtigem Verhalten reagiert. Es sind dann gerade die besonders sensiblen Menschen, die von Suchtmitteln abhängig werden. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-5287"></span></p>
<p><strong>Süchtige sind oft feinfühliger als Normale</strong></p>
<p>Wer hemmungslos über Leichen gehen kann, der wird kaum süchtig. So repräsentieren die Süchtigen den Schatten einer Gesellschaft von Normalen. Diese treibt die Menschen im Licht zu immer unerreichbareren Zielen und für die Scheiternden nur noch das Dunkel und die Nischen am Rande übrig hat. Manfred Lütz ergänzt: „Für die Dünnhäutigen und Einfühlsamen ist da kein Platz mehr. Es wird kälter und die coolen aalglatten Typen sind die privilegierten Überlebenskünstler in einer reibungslos funktionierenden Welt, in der die humanitäre Temperatur sinkt.“</p>
<p>Süchtige strahlen oft mehr menschliche Wärme aus. Nicht selten sind sie feinfühliger als Normale. Und es sind andererseits die hemmungslos Normalen, die mit ihrer rücksichtslosen Aggressivität Menschen in die Sucht treiben können. Manfred Lütz stellt fest: „Auch wenn die Therapie sich sinnvollerweise auf die Verantwortung des Patienten für sein Verhalten konzentriert. Dieser Aspekt ist keineswegs die ganze Wahrheit.“ Und wer die anstrengenden Lebensgeschichten mancher Süchtiger verfolgt hat, der kann nur mit Hochachtung  von den manchmal fast übermenschlichen Mühen dieser Menschen haben, die immer wieder scheitern und immer wieder neu anfangen. </p>
<p><strong>Gerade bei Süchtigen entdeckt man manchmal ungeahnte Fähigkeiten</strong></p>
<p>Wer sich angewöhnt hat, den Blick auf die Fähigkeiten der Patienten zu richten, der entdeckt gerade bei Süchtigen reiche Schätze. Obdachlose Alkoholiker hält man gemeinhin für Menschen, die gar nichts können, die völlig gescheitert sind. Schaut man genauer hin, ergibt sich ein anderes Bild. Manfred Lütz nennt ein Bespiel: „Kaum ein Normaler wäre in der Lage, im Winter in Köln auch nur eine Woche als Obdachloser klarzukommen. Jeden Tag aufs Neue seinen Platz für die Nacht zu organisieren, Essen und vor allem genug zu trinken, um dem Entzug zu entgehen.“</p>
<p>Dafür braucht man gute Beziehungen, die täglich gepflegt werden wollen. Welcher Normale könnte das schon aus dem Stand? Macht man sich das klar, geht man viel wertschätzender mit solchen Patienten um, und dann ergibt sich eine kooperative Therapiebeziehung ganz von allein. Manfred Lütz betont: „Je mehr man sich mit Süchtigen befasst, desto mehr Respekt nötigen sie einem ab.“ Und man schämt sich mitunter für die kaltherzigen Normalen, die meinen, so viel besser zu sein als „die da“. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein Therapeut sollte an die Freiheit erinnern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2023 02:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Süchtiger steht zwischen der drängenden Sucht auf der einen und seiner Freiheit auf der anderen. Manfred Lütz weiß: „An die Chancen der Freiheit zu erinnern, ist Aufgabe jeder guten Therapie. Dabei mag niemand von außen entscheiden, wie viel Sucht und wie viel Freiheit im Einzelnen vorliegt.“ Und vor allem: Kein Mensch kann sicher sein, ob er selbst bei vergleichbarem Suchtdruck nicht auch gegen seinen Willen getrunken hätte. Das macht Therapeuten bescheiden. So kommt die Freiheit vor allem bei der Therapie mit ins Spiel. Unter dem Aspekt der Freiheit kann&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Süchtiger steht zwischen der drängenden Sucht auf der einen und seiner Freiheit auf der anderen. Manfred Lütz weiß: „An die Chancen der Freiheit zu erinnern, ist Aufgabe jeder guten Therapie. Dabei mag niemand von außen entscheiden, wie viel Sucht und wie viel Freiheit im Einzelnen vorliegt.“ Und vor allem: Kein Mensch kann sicher sein, ob er selbst bei vergleichbarem Suchtdruck nicht auch gegen seinen Willen getrunken hätte. Das macht Therapeuten bescheiden. So kommt die Freiheit vor allem bei der Therapie mit ins Spiel. Unter dem Aspekt der Freiheit kann man sich durchaus fragen, was der Sinn einer psychischen Störung sein könnte. Jedenfalls ist die Perspektive der Freiheit für jede psychische Situation immer möglich. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-4233"></span></p>
<p><strong>Das Leben eines Menschen ist ein Kunstwerk</strong></p>
<p>Auch ist die Freiheit natürlich stets mehr oder weniger angemessen. Man kann das ganze Leben eines Menschen als Kunstwerk seiner selbst betrachten. Und das gilt nicht nur für große Künstler, sondern im Grunde für jeden Menschen. Jeder ist seines Glückes Schmied, sagt der Volksmund. Und diesmal hat er jedenfalls nicht ganz recht. Was frei entschieden wird, ist jedenfalls nie krank. Es ist gut oder böse, es ist sogar unglaublich gut und bestialisch böse. </p>
<p>Manfred Lütz stellt fest: „Und doch, es gibt keine Psychomethode, mit der man Gutes oder Böses vermehren oder vermindern kann, denn Gutes oder Böses zu tun, ist niemals krank. Psychische Krankheiten dagegen sind immer Einschränkungen der Freiheit eines Menschen, gut oder böse zu handeln.“ Durch die Symptome der Krankheit wird ein Patient mehr oder weniger daran gehindert, zu sagen und zu tun, was er selbst existenziell eigentlich sagen und tun will. </p>
<p><strong>In der humanen Psychiatrie sind Räume der Freiheit wichtig</strong></p>
<p>Die Perspektive der Freiheit ist die wichtigste von allen Perspektiven auf das Leben. In ihr trifft man sozusagen den Menschen selbst an und nicht bloß seine Krankheit. Immer ist hinter all den sich in den Vordergrund drängenden psychischen Störungen der einzelne Mensch als freies Wesen da, auch wenn man das mitunter bei sehr ausgeprägten psychischen Erkrankungen nur ahnen kann. Daher sind in der humanen Psychiatrie Räume der Freiheit wichtig. </p>
<p>Man darf nicht alles bloß unter therapeutischen Gesichtspunkt sehen. Manfred Lütz erläutert: „Die Patienten müssen auch mal tun und lassen können, was sie wollen. Sie sollen ohnehin so weit wie möglich in die Therapieplanung einbezogen werden.“ Es gibt nur wenige Studien darüber, auf welche Weise Ergotherapie, Kunsttherapie und Musiktherapie helfen. Sicher ist aber, dass sie dort wohl kaum eine therapeutische Wirkung entfalten können, wo sie nur als aufgezwungene Behandlung erlebt werden. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen können ihr Verhalten ändern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle diese Perspektiven, die biologische, die lebensgeschichtliche, die psychoanalytische, die soziologische und manche andere, versuchen, psychische Phänomene so zu deuten, als gäbe es die Freiheit des Menschen nicht. Manfred Lütz erklärt: „Nicht der freie Mensch, sondern die Moleküle, das Lebensschicksal, die frühe Kindheit, die Gesellschaft sind „schuld“. Solche Sichtweisen sind auch ganz in Ordnung, denn genau das erwartet man zu Recht von wissenschaftlichen Einsichten: dass sie Ursachen ermitteln, die das menschliche Verhalten bestimmen und voraussagbar machen.“ Wenn sie jedoch behaupten würden, damit alles über den Menschen zu sagen, wären sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle diese Perspektiven, die biologische, die lebensgeschichtliche, die psychoanalytische, die soziologische und manche andere, versuchen, psychische Phänomene so zu deuten, als gäbe es die Freiheit des Menschen nicht. Manfred Lütz erklärt: „Nicht der freie Mensch, sondern die Moleküle, das Lebensschicksal, die frühe Kindheit, die Gesellschaft sind „schuld“. Solche Sichtweisen sind auch ganz in Ordnung, denn genau das erwartet man zu Recht von wissenschaftlichen Einsichten: dass sie Ursachen ermitteln, die das menschliche Verhalten bestimmen und voraussagbar machen.“ Wenn sie jedoch behaupten würden, damit alles über den Menschen zu sagen, wären sie nicht mehr seriös. Denn ein solcher Anspruch auf Totaldeutung wäre nicht Wissenschaft, sondern Ideologie. Wissenschaft kann die Freiheit des Menschen daher nicht ausschließen, aber sie kann sie auch nicht erfassen, denn dann wäre die Freiheit keine Freiheit mehr. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-4010"></span></p>
<p><strong>Freiheit ist der Grund der Würde jedes Menschen</strong></p>
<p>Freies Verhalten kann man definitionsgemäß nicht vorherbestimmen, sonst wäre es ja nicht frei. Manfred Lütz fügt hinzu: „In weiten Bereichen unseres Lebens ist unser Verhalten allerdings nicht wirklich frei.“ Menschen haben eine Menge Gewohnheiten, die sie von ihren Eltern, aus der Gesellschaft oder durch bestimmte Einflüsse im Laufe des Lebens übernommen haben. Für diese Verhaltensweisen entscheiden sie sich nicht in voller Freiheit jedes Mal neu, sondern sie sind in gewisser Weise zu Automatismen geworden. </p>
<p>Das macht Menschen für sich selbst und für andere berechenbar. Ursache und Wirkung solchen Verhaltens ist der wissenschaftlichen Forschung zugänglich. Manfred Lütz fügt hinzu: „Doch wir können diese Automatismen jederzeit außer Kraft setzen. Wir können uns absichtlich anders verhalten. Und genau das nennt man Freiheit.“ Diese Freiheit, die nach Überzeugung der Aufklärung der Grund der Würde jedes Menschen ist, ist ebenfalls eine Perspektive, unter der man psychische Phänomene sehen kann.</p>
<p><strong>Sucht ist eine Erkrankung der Wahlfreiheit</strong></p>
<p>Und zwar ebenso ausnahmslos alle Phänomene. Doch auch die Freiheit ist stets eine mehr oder weniger angemessene Sicht der Dinge. Bei einem Mann, der seine Frau schlägt, wird man an Freiheit und Verantwortung appellieren. Bei einer schicksalhaft einbrechenden Depression ist das in der Regel keine gute Idee. Sucht ist Unfreiheit. Aber nicht totale Unfreiheit. Sucht betrachtet man heute als Erkrankung der Wahlfreiheit. Der Süchtige hat keine Wahl. Er muss trinken.</p>
<p>Manfred Lütz erklärt: „Die Therapie versucht nun, dem Patienten wieder Wahlfreiheit zu ermöglichen. Doch um überhaupt Therapie mit Aussicht auf Erfolg machen zu können, muss man beim Patienten wenigstens einen Funken Freiheit annehmen.“ Denn sonst könnte sich der Patient ja gar nicht zur Therapie entscheiden und vor allem nicht dazu, dann mithilfe der Therapie sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Da war eine allzu ideologisch dargebotene Suchttheorie mitunter misslich, sie Sucht als lebenslang unveränderbare Störung vorstellte. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ärger verhindert rationales Denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2021 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
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					<description><![CDATA[Je mehr sich ein Mensch in seine Ärgergefühle hineinsteigert, umso weniger ist es ihm möglich, objektiv zu bleiben und andere, etwa konträre Argumente, zu sehen beziehungsweise zu akzeptieren. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer mit starken Ärgergefühlen konfrontiert ist, tut immer gut daran, eine Zeit verstreichen zu lassen, bis die erste Wut vorüber ist, damit eine nüchterne Betrachtung der Gegebenheit möglich wird.“ Dies zu wissen ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, den Kontrollverlust zu erforschen und gegebenenfalls zu vermeiden. Wenn es einmal passiert ist, kann man nur sehr schwer den&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Je mehr sich ein Mensch in seine Ärgergefühle hineinsteigert, umso weniger ist es ihm möglich, objektiv zu bleiben und andere, etwa konträre Argumente, zu sehen beziehungsweise zu akzeptieren. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer mit starken Ärgergefühlen konfrontiert ist, tut immer gut daran, eine Zeit verstreichen zu lassen, bis die erste Wut vorüber ist, damit eine nüchterne Betrachtung der Gegebenheit möglich wird.“ Dies zu wissen ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, den Kontrollverlust zu erforschen und gegebenenfalls zu vermeiden. Wenn es einmal passiert ist, kann man nur sehr schwer den Kontakt zum Neokortex herstellen und rationales Denken in den Vordergrund bringen. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-2909"></span></p>
<p><strong>Exzessiver Konsum führt bestenfalls zu völligen Betäubung</strong></p>
<p>Der Kontrollverlust ist ja gerade ein Selbstläufer, der nur schwer zu stoppen ist. Wer ihn vermeiden will, sollte gar nicht erst anfangen, sich in seine Gefühle hineinzusteigern. Das klassische Merkmal der Suchtkrankheit ist der Kontrollverlust. Ein Suchtmittel wie etwa Alkohol sollte emotionale Probleme lösen: Ärger, Unzufriedenheit, Angst, Trauer, Frustration et cetera beseitigen. Das Problem beginnt mit der „Dosissteigerung“, das bedeutet, dass immer mehr Suchtmittel benötigt wird, um eine euphorisierende Wirkung zu erreichen. </p>
<p>Suchtkranken ist es schließlich nicht mehr möglich, eine Erleichterung zu erzielen, egal wie viel sie konsumieren. Heinz-Peter Röhr weiß: „Exzessiver Konsum führt bestenfalls zu völligen Betäubung. Die Entzugserscheinungen zwingen zum weiteren Missbrauch der Droge. Die körperliche und psychische Abhängigkeit dominiert den Alltag.“ Dieses Wissen kann Suchtkranken helfen, abstinent zu bleiben. Wenn es sowieso keine positive Wirkung mehr geben kann, lohnt es sich nicht, wieder anzufangen. </p>
<p><strong>Sport ist ein wirksames Mittel gegen Depressionen</strong></p>
<p>Endorphine sind Botenstoffe, die ähnlich wie Opiate für positive Gefühle sorgen. Das emotionale Gehirn hat Rezeptoren, die für Endorphine empfänglich sind. Diese körpereigenen Drogen kann man zum Beispiel durch Sport, etwa Joggen, erzeugen. Dies ist für die Gesundheit sehr positiv. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Wer regelmäßig Sport treibt, sorgt für körperliches Wohlbefinden. Untersuchungen zeigen, dass Sport ein wirksames Mittel gegen Depression ist und auch das Immunsystem gestärkt wird.“</p>
<p>Problematisch wird dies jedoch, wenn versucht wird, mithilfe von Joggen emotionale Probleme zu bearbeiten. Es ist in Ordnung, wenn man sich mal den „Frust von der Seele rennt“. Wird dies jedoch zum dauerhaften Problemlöser, reduziert sich allmählich die Wirkung der körpereigenen Droge, sodass man immer mehr investieren muss, damit das angestrebte Ergebnis eintritt. Der Kontrollverlust – man kann mit dem Joggen nicht mehr aufhören – zeigt wieder, dass mit falschen Mitteln versucht wurde, ein tieferes Problem zu lösen. Fast immer lässt sich dies auf ein gestörtes Selbstwertgefühl zurückführen. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Hans-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Von den modernen Medien gehen Gefahren aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2020 04:47:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
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					<description><![CDATA[Computer, Internet und Smartphones sind einerseits eine fantastische Bereicherung des modernen Lebens. Andererseits gehen aufgrund ihrer suchtartigen Anziehungskraft, die sie auf viele Menschen ausüben, von den modernen Medien aber auch ernstzunehmende Gefahren aus. Joachim Bauer erklärt: „Ungesteuerter Medienkonsum, Bewegungsmangel und der Konsum ungesunder Nahrungsmittel und Getränke sind miteinander eng verschränkt.“ Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Berufstätigen in Deutschland im Alter zwischen 25 und 40 Jahren treiben so gut wie keinen Sport. Immer mehr Menschen unterliegen der magischen Anziehungskraft eines tranceartigen mentalen Dauerdämmerzustandes vor dem Bildschirm. Menschen, deren Selbstkontrolle sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Computer, Internet und Smartphones sind einerseits eine fantastische Bereicherung des modernen Lebens. Andererseits gehen aufgrund ihrer suchtartigen Anziehungskraft, die sie auf viele Menschen ausüben, von den modernen Medien aber auch ernstzunehmende Gefahren aus. Joachim Bauer erklärt: „Ungesteuerter Medienkonsum, Bewegungsmangel und der Konsum ungesunder Nahrungsmittel und Getränke sind miteinander eng verschränkt.“ Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Berufstätigen in Deutschland im Alter zwischen 25 und 40 Jahren treiben so gut wie keinen Sport. Immer mehr Menschen unterliegen der magischen Anziehungskraft eines tranceartigen mentalen Dauerdämmerzustandes vor dem Bildschirm. Menschen, deren Selbstkontrolle sich gegenüber einem Bildschirm nicht behaupten kann, schaden nicht nur ihrer Gesundheit. Darüber hinaus verkürzen auch ihre Lebenszeit. Dennoch sind Bildschirme inzwischen ein Teil des menschlichen Lebens. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2341"></span></p>
<p><strong>Eine halbe Million Deutscher sind internetsüchtig</strong></p>
<p>Die Angebote des Internets, die Möglichkeiten des Smartphones und das gute alte Fernsehen sind für Joachim Bauer per se weder gut noch schlecht: „Ob sie unser Leben aber tatsächlich bereichern oder in Gefahr bringen, hängt einzig und allein von der Fähigkeit des Einzelnen ab, sie in einer gesteuerten Weise zu benutzen.“ Worauf es dabei ankommt, ist – einmal mehr – die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Denn ganz offensichtlich hat eine Reihe von Angeboten, die man über den Bildschirm bezieht, ein Suchtpotenzial.</p>
<p>Etwas mehr als eine halbe Million deutscher Erwachsener sind definitiv internetsüchtig. Sie kommen vom Bildschirm einfach nicht mehr los. Die Betroffenen sind mehr als 35 Stunden wöchentlich, an einzelnen Tagen bis zu zwölf Stunden ohne Ziel und Zweck im Internet unterwegs. Fünf Mal mehr Erwachsene bewegen sich im suchtgefährdenden Bereich. Diese Gefahr entsteht den teils bewussten, meistens aber eher unbewussten Wunsch nach einer Art von Erlösung von der Realität. Menschen suchen in den virtuellen Räumen des Internets vor allem zwei Dinge, die ihnen der Alltag, wie sie meinen, nicht hinreichend bietet.</p>
<p><strong>Im Internet gibt es keine Erlösung von der Realität</strong></p>
<p>Nämlich zum einen ein Kontinuum von Unterhaltung und Abwechslung. Zum anderen soziale Verbundenheit und das Erleben eines ständigen Interesses an der eigenen Person. Joachim Bauer warnt: „So weit wir das Internet zu diesem Zwecke benutzen, wird es uns gehen wie jedem Suchtkranken: Wir werden das gesuchte Glück – die Erlösung von der Realität – nie finden. Deshalb suchen wir die Lösung dann in einer Erhöhung der Dosis.“ Dass viele Menschen im Internet eine Art Erlösung suchen, zeigen Studien über Benutzer des sozialen Netzwerks Facebook.</p>
<p>Nutzer erwarten zum Beispiel, wenn sie sich in das soziale Netzwerk einloggen, eine Verbesserung ihrer Stimmung. Tatsächlich fühlen sie sich nach dem Besuch des sozialen Netzwerks aber emotional signifikant schlechter als vorher. Auch bei Smartphones, die täglich durchschnittlich 150 Mal den Blick ihrer Besitzer auf sich ziehen, wurde eine inverse Korrelation der Nutzung mit der Lebenszufriedenheit beobachtet. Menschen mit intakter Selbststeuerung benutzen Internet, Smartphones und das Fernsehen für konkrete, definierte Vorhaben und Zwecke. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Sucht führt zu äußerer Isolation und innerer Vereinsamung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2020 06:17:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
		<category><![CDATA[Süchtiger]]></category>
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					<description><![CDATA[Der mehrdeutige und schwer zu definierende Begriff der Sucht stammt vom germanischen Wort „suhti“ und ist in seiner Wurzel verwandt mit „Siechen“ und „Seuche“. Reinhard Haller weiß: „Tatsächlich ist der Suchtprozess in vielerlei Hinsicht ein „Siechsein“ und erfüllt alle Kriterien einer Krankheit mit ihrer somatischen, psychischen und sozialen Dimension, einer medizinischen Hölle.“ Verbunden mit zunehmenden Zwang, etwa zur Drogenbeschaffung und Steigerung der Dosis, und Verlust der Selbstkontrolle gehen Selbstbestimmung und Freiheit verloren. Der destruktive Prozess führt zu Störungen und Schäden im körperliche, psychischen und sozialen Bereich und betrifft damit sämtliche&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der mehrdeutige und schwer zu definierende Begriff der Sucht stammt vom germanischen Wort „suhti“ und ist in seiner Wurzel verwandt mit „Siechen“ und „Seuche“. Reinhard Haller weiß: „Tatsächlich ist der Suchtprozess in vielerlei Hinsicht ein „Siechsein“ und erfüllt alle Kriterien einer Krankheit mit ihrer somatischen, psychischen und sozialen Dimension, einer medizinischen Hölle.“ Verbunden mit zunehmenden Zwang, etwa zur Drogenbeschaffung und Steigerung der Dosis, und Verlust der Selbstkontrolle gehen Selbstbestimmung und Freiheit verloren. Der destruktive Prozess führt zu Störungen und Schäden im körperliche, psychischen und sozialen Bereich und betrifft damit sämtliche Dimensionen des Krankseins: den Körper, der durch die toxische Wirkung von Drogen oder durch Erschöpfung infolge exzessiven Verhaltens geschädigt wird. Reinhard Haller ist Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen. <span id="more-2134"></span></p>
<p><strong>Die Sucht geht mit dem Verlust der Autonomie des Süchtigen einher</strong></p>
<p>Auch die Psyche ändert durch die Schwächung der kognitiven Funktionen und Veränderung der Emotionalität ihr Wesen. Schließlich wird das soziale Leben durch Probleme in Partnerschaft und Familie, durch Nachlassen der beruflichen Leistung, durch Vernachlässigung der zwischenmenschlichen Beziehungen und letztlich durch äußere Isolation und innere Vereinsamung geprägt. Das eigentliche Wesen der Sucht liegt allerdings in der Dominanz und Übermacht von Suchtmittel und Suchtverhalten sowie im damit einhergehenden Verlust der Autonomie des konsumierenden Individuums, in der Hölle des Gefangenseins.</p>
<p>Reinhard Haller nennt noch drei charakteristische Elemente, die in jeder Definition von Sucht eine Rolle spielen: „Der Zwang zur Dosissteigerung mit Entwicklung einer Toleranz, das Auftreten von Entzugserscheinungen und der sogenannte Kontrollverlust.“ Die Sucht ist die Krankheit des Niegenugkriegens und des Nichtaufhörenkönnens. Die Sucht ist zudem eine der wichtigsten kriminogenen Faktoren, also eine weitere Form der Hölle, vornehmlich für andere. Alkohol, Drogen und auch das Spiel bilden innerhalb des vielwurzeligen Bedingungsgefüges der Kriminalität den wichtigsten Vektor, noch stärker als männliches Geschlecht, Jungerwachsenenalter oder sonstige psychische Störungen.</p>
<p><strong>Immer mehr Menschen werden von Verhaltenssüchten geplagt</strong></p>
<p>Über sechzig Prozent der Tötungs- und achtzig Prozent der sonstigen Gewaltdelikte werden unter dem Einfluss von Alkohol, Medikamenten und Drogen verübt. Das Phänomen der Sucht unterliegt einem steten Wandel. Seit der Jahrtausendwende treten die sogenannten Verhaltenssüchte immer mehr in den Vordergrund. Dazu zählt Reinhard Haller Arbeits-, Kauf-, Sport- oder Sexsucht, vor allem aber Internet-, Handy- und Facebook-Süchtigkeit. Mit dem Begriff „Computersucht“ erfasst man wieder verschiedene Formen der Nutzung wie Computerspielen, Internetsurfen, exzessives Chatten.</p>
<p>Reinhard Haller erläutert: „Kennzeichen der Computersucht sind zunehmende Einengung der Interessen und Tätigkeiten, Vernachlässigung anderer Lebensbereiche, ausschließliche Beschäftigung mit dem PC, Ausweitung der im großen Netz verbrachten Zeit, Einengung des Denkens, Regulierung der Emotionalität über die modernen Medien sowie weitere psychische Störungen, vor allem Konzentrationsschwierigkeiten und Schlaflosigkeit.“ Durch die Vermeidung emotionaler Konflikte wird das Leben im Netz zum Partnerersatz. Eine verlässliche Maschine tritt an die Stelle unverlässlich scheinender zwischenmenschlicher Beziehungen. Quelle: „Vom Himmel des Rausches zur Hölle der Sucht“ von Reinhard Haller in Philosophicum Lech „Die Hölle“</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gewohnheiten haben zu Unrecht ein schlechtes Image</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 2016 07:46:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute wird sehr vieles schnell zur Sucht erklärt. Dabei handelt es sich oft um Gewohnheiten. Und die haben zu Unrecht ein schlechtes Image. Denn ohne Gewohnheiten müsste man selbst die kleinste und unbedeutendste Handlung planen und analysieren. Das würde den Alltag enorm komplizieren. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt man. Gewohnheiten sind zutiefst menschlich. Erst sie ermöglichen kluge Gedanken und zügiges Arbeiten. Indem vieles von wie selbst läuft, gewinnt das menschliche Gehirn Zeit, sich größeren Fragen zu widmen. Professorin Nicole Calakos von Duke-Universität (USA) erklärt: „Wir schalten dann quasi auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wird sehr vieles schnell zur Sucht erklärt. Dabei handelt es sich oft um Gewohnheiten. Und die haben zu Unrecht ein schlechtes Image. Denn ohne Gewohnheiten müsste man selbst die kleinste und unbedeutendste Handlung planen und analysieren. Das würde den Alltag enorm komplizieren. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt man. Gewohnheiten sind zutiefst menschlich. Erst sie ermöglichen kluge Gedanken und zügiges Arbeiten. Indem vieles von wie selbst läuft, gewinnt das menschliche Gehirn Zeit, sich größeren Fragen zu widmen. Professorin Nicole Calakos von Duke-Universität (USA) erklärt: „Wir schalten dann quasi auf Autopilot.“ Eine gute Gewohnheit ist wie ein Flugticket zum nächsten Zwischenziel. Dennoch spricht man öfter von schlechten als von guten Gewohnheiten. Professor Christian Lüscher, Neuronenwissenschaftler an der Uni Genf, erläutert: „Menschen sprechen oft schon von Sucht, wenn sie mal ein paar Stück Schokolade essen.“ <span id="more-1517"></span></p>
<p><strong>Eine Sucht führt zu Gesundheitsschäden oder zu Einschränkungen der Lebensqualität</strong></p>
<p>Experten wie Christian Lüscher finden, dass der Begriff Sucht heute zu inflationär verwendet wird. Sie halten das, was andere als solche bezeichnen, schlicht für eine ausgewachsene Gewohnheit. Doch wer immer wieder auf sein Smartphone starrt, gilt schnell als Handy-süchtig, wer Süßigkeiten liebt, als Zucker-abhängig. Diese Sichtweise tut allen unrecht: denen, die gerne ihrer Gewohnheit frönen, ohne ihr verfallen zu sein. Und denen, die tatsächlich an einer Sucht leiden. Christian Lüscher erläutert: „Wenn der Zwang, etwas zu nehmen oder etwas zu tun, so stark ist, dass man Gesundheitsschäden oder Einschränkungen der Lebensqualität in Kauf nimmt, dann ist es eine Sucht.“</p>
<p>Wenn die Beziehung auf der Kippe steht, weil der Partner nur noch im Internet surft. Oder wenn jemand haufenweise Süßes isst, obwohl der Arzt bereits ernsthafte Gewichtsprobleme diagnostiziert hat. Dann deutet dies auf eine Sucht hin. Dabei läuft das Belohnungssystem im Gehirn aus dem Ruder. Jedes Mal, wenn man eine Droge nimmt oder eine angenehme Handlung ausführt, wird der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet. Die Folge: ein Hochgefühl, das man so oft wie möglich erleben will.</p>
<p><strong>Schlechte Gewohnheiten kann jeder mit etwas Mühe selbst ablegen</strong></p>
<p>Für Gewohnheiten spielen hingegen eher die Basalganglien unter der Großhirnrinde eine wichtige Rolle. Sie sind an vielen automatisch ablaufenden Aktionen beteiligt und erzeugen – vereinfacht gesagt – zwei Signale: ein Stopp- und ein Los-Signal. Hat ein Mensch eine Handlung ausgeführt und hat sie sich gut angefühlt, wiederholt er sie wahrscheinlich. Nach und nach hinterlässt die wiederholte Handlung Spuren im Gehirn, man hat sie sich eingeprägt. Jetzt kann sie im Autopilot ablaufen.</p>
<p>Bei einer Sucht oder einem Zwang brauchen Betroffene Hilfe. Schlechte Gewohnheiten kann jeder mit etwas Mühe selbst ablegen. Professor Judson Brewer von der Yale School of Medicine in New Haven (USA) erforscht, das das Training der Achtsamkeit dabei hilft: „Es geht darum, neugierig das Gefühl zu beobachten, das man bekommt, wenn man sich etwa nach einem Stück Schokolade sehnt.“ Das Ziel: dieses Gefühl erkennen und sehen, dass man es aushalten kann, dass es verebbt – selbst wenn man ihm nicht nachgibt. Quelle: Apotheken Umschau</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Internet kann abhängig machen wie Glückspiel und Alkohol</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 01:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Als der Psychiater Ivan Goldstein im Jahr 1995 vorschlug, eine neuartige psychische Störung mit dem Namen „Internetsucht“ in die Diagnosekataloge aufzunehmen, erhielt er unerwartet breite Zustimmung. Ärzte berichteten ihm von Patienten mit exzessiver Nutzung des Internets, Patienten klagten über die von Ivan Goldstein genannten typischen Symptome der Sucht. Dazu zählen Entzugserscheinungen, ständige Steigerung der Internet-Dosis sowie der zwanghafte Konsum der künstlichen Welt. Vielleicht wäre der Diskurs um das Suchtpotential der digitalen Medien nur noch vor sich hingeplätschert, wenn es rkte, wie ihre kleine Tochter gerade verhungerte. Eine Online-spielsüchtige Mutter erwürgte&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als der Psychiater Ivan Goldstein im Jahr 1995 vorschlug, eine neuartige psychische Störung mit dem Namen „Internetsucht“ in die Diagnosekataloge aufzunehmen, erhielt er unerwartet breite Zustimmung. Ärzte berichteten ihm von Patienten mit exzessiver Nutzung des Internets, Patienten klagten über die von Ivan Goldstein genannten typischen Symptome der Sucht. Dazu zählen Entzugserscheinungen, ständige Steigerung der Internet-Dosis sowie der zwanghafte Konsum der künstlichen Welt. Vielleicht wäre der Diskurs um das Suchtpotential der digitalen Medien nur noch vor sich hingeplätschert, wenn es rkte, wie ihre kleine Tochter gerade verhungerte. Eine Online-spielsüchtige Mutter erwürgte ihren zweijährigen Sohn, weil er ein Essen haben wollte. <span id="more-260"></span></p>
<p><strong>Kaum ein Psychiater bezweifelt mehr die Existenz der Internetsucht</strong></p>
<p>Heute gibt es in allen westlichen Industrienationen erste Spezialstationen und Ambulanzen für Internetsüchtige. Zudem bezweifelt fast kein Psychiater mehr, dass es einen pathologischen Gebrauch des Internets gibt. Die reine Zahl der Stunden, die ein Mensch vor dem Computer verbringt, reicht allerdings r die Frage, wann die Grenze zur Krankheit überschritten ist, wie die Internetsucht entsteht und ob es sich dabei wirklich um eine eigenständige Sucht handelt.</p>
<p>Der Psychiater Bert te Wildt vom Un im realen Leben und schlechten Gefühlen zu entfliehen.“</p>
<p><strong>Medienabhängige leiden auch unter körperlichen Folgeerscheinungen</strong></p>
<p>Bert te Wildt vertritt die These, dass die Intenetabhängigkeit durchaus der Glücksspiel- und Alkoholabhängigkeit gleicht. Die Betroffenen sind mit ihren Gedanken ständige in der virtuellen Welt und müssen zunehmend mehr Zeit aufwenden, um davon befriedigt zu werden. Sie sind regelmäßig zum Scheitern verurteilt, wenn sie versuchen, ihren Internetkonsum zu reduzieren. Sie reagieren sehr gereizt, wenn ein Außenstehender versucht, sie vom World Wide Web fernzuhalten.</p>
<p>Wenn man die Betroffenen vom Internet aussperrt, werden sie ruhelos, gereizt und depressiv. Neueste Studien scheinen zu belegen, dass Medienabhängige auch unter körperlichen Folgeerscheinungen leiden. Bert te Wildt erklärt: „Durch Mangelernährung, zu we und Leistungsabfall im Beruf und in der Schule auftreten.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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