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	<title>Selbst &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Oft bilden Narzissten ein falsches Selbst aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2024 02:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Man geht davon aus, dass es bei der Entstehung von narzisstischen Persönlichkeitsstörungen erbliche und umweltbedingte Faktoren gibt, die zusammenwirken. Turid Müller stellt fest: „Beim Auftreten der Krankheit gibt es familiäre Häufungen. Das deutet darauf hin, dass die Gene eine Rolle spielen. Stärker sind aber wohl Umweltfaktoren in der Kindheit, welche die Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung begünstigen können.“ Zum Beispiel kalte oder narzisstische Eltern, Vernachlässigung, mangelnde oder inadäquate elterliche Spiegelung, Verstrickung, Verwöhnung oder übermäßige Bewunderung. Dazu kommen die frühe Übernahme der Eltern- bzw. Erwachsenen-Rolle, Missbrauch und andere Traumata. Diese Umwelteinflüsse sind&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man geht davon aus, dass es bei der Entstehung von narzisstischen Persönlichkeitsstörungen erbliche und umweltbedingte Faktoren gibt, die zusammenwirken. Turid Müller stellt fest: „Beim Auftreten der Krankheit gibt es familiäre Häufungen. Das deutet darauf hin, dass die Gene eine Rolle spielen. Stärker sind aber wohl Umweltfaktoren in der Kindheit, welche die Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung begünstigen können.“ Zum Beispiel kalte oder narzisstische Eltern, Vernachlässigung, mangelnde oder inadäquate elterliche Spiegelung, Verstrickung, Verwöhnung oder übermäßige Bewunderung. Dazu kommen die frühe Übernahme der Eltern- bzw. Erwachsenen-Rolle, Missbrauch und andere Traumata. Diese Umwelteinflüsse sind aber keine Garantie dafür, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung zu entwickeln. Andere Menschen mit ähnlichen Voraussetzungen entwickeln andere Störungen oder bleiben relativ unversehrt. Eine Gemeinsamkeit der Betroffenen scheint zu sein, dass alle in prägenden Phasen nicht um ihrer selbst willen geliebt wurden. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5317"></span></p>
<p><strong>Das Selbstbild eines Narzissten ist makellos oder mickrig</strong></p>
<p>Wenn überhaupt, liebte man sie nur für das, was sie für jemanden tun konnten. Nämlich Leistungen erbringen und der Familienstolz sein, als Mädchen zum eigentlich geplanten Jungen mutieren oder als Kuscheltier und Kummerkasten für die einsame Mama fungieren. Turid Müller weiß: „So bilden sich ein falsches Selbst aus und verbergen ihr wahres – auch vor sich. Was auch immer die Auslöser sind – die Folgen sind ein gestörtes Selbstwertgefühl und Probleme dabei, dieses zu regulieren.“</p>
<p>Narzisstische Menschen haben zwei extreme Selbstbilder ausgeprägt – ein makelloses und ein mickriges –, zwischen denen sie hin- und herpendeln. Wie sie sich gerade sehen, ist von ihren Lebensumständen und den Reaktionen ihrer Umwelt abhängig. Alle Manipulationen und Projektionen sind Versuche, sich als fehlerfrei und besonders zu sehen. Denn die Alternative wäre unerträglich beschämend und würde zu Minderwertigkeitsdepressionen und Selbsthass führen.</p>
<p><strong>Narzissten sind selbst verletzte Seelen</strong></p>
<p>Turid Müller erläutert: „Vulnerabler und grandioser Narzissmus stellen zwei verschiedene Tendenzen dar, mit der empfundenen Scham umzugehen. Beim grandiosen Narzissmus gelingt es, die Maske des falschen Selbst aufrechtzuerhalten, um die Minderwertigkeitsgefühle abzuwehren. Wo dies nicht möglich ist, steht die vulnerable Seite im Vordergrund.“ Menschen mit narzisstischen Störungen sind also selbst verletzte Seelen. Trotzdem ist das natürlich kein Freifahrtschein für missbräuchliches Verhalten.</p>
<p>Es gibt unterschiedliche Einschätzungen dazu, wie gut Menschen mit Narzissmus auf eine Therapie ansprechen. Manche kommen zu der Einschätzung, dass es eine der am schwersten behandelbaren Störungen ist. Turid Müller fügt hinzu: „Wenn es sich um eine Persönlichkeitsstörung handelt, wird man die tiefe Grundlage nicht vollends verändern können, doch das Verhalten ist zum Teil modifizierbar.“ Wie gut das gelingt, ist unterschiedlich. Möglichkeiten zur Veränderung gibt es wohl vor allem für die – leider äußerst kleine – Gruppe derer, welche die Fähigkeit zur Selbstreflexion haben. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn die meisten Menschen haben die Maßstäbe der äußeren Welt verinnerlicht, obwohl sie ihnen das Leben oft genug nur zur Qual machen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5273"></span></p>
<p><strong>Der Gang in die Höhle des Löwen kann zu einem Burnout führen</strong></p>
<p>Die Natur hat gegen die Not des modernen Menschen ein Angebot parat. Sie ist insoweit empathisch und gibt den Menschen damit Grund, zu sich selbst empathisch zu sein. Joachim Bauer erklärt: „Der Zweifel, der von außen und vom eigenen Inneren her an uns nagt, bewirkt, dass wir uns klein und schlecht fühlen. Im Bemühen, dieser Situation zu entkommen, neigt der Mensch zu Reaktionen, von denen einige den Nachteil haben, dass sie das subjektive Lebensgefühl weiter verschlechtern und schließlich krank machen.“ </p>
<p>Eine der Reaktionsweisen ist der Gang in die Höhle des Löwen. Damit meint Joachim Bauer den Versuch, sich den gestellten Anforderungen mit allen Kräften gewachsen zu zeigen und dabei bis an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit zu gehen. Menschen, die diesen Weg wählen, landen, wenn die Kräfte erschöpft sind, im Burnout oder in einer Depression. Joachim Bauer fügt hinzu: „Sie werden oft auch psychosomatisch krank und erleiden stressbedingte körperliche Erkrankungen.“ </p>
<p><strong>Einsamkeit verkürzt die Lebenszeit</strong></p>
<p>Ein anderer, alternativer Modus ist der Rückzug, geleitet von der Hoffnung, dass man, wenn man andere nicht an sich heranlässt, auch weniger gesehen und – schlecht – bewertet wird. Abgesehen davon, dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, bezahlt man den sozialen Rückzug mit dem Preis der Einsamkeit. So verständlich das Motiv, die eigenen Nerven schonen zu wollen, auch ist. Auch die Einsamkeit ist mit einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden und verkürzt die Lebenszeit. </p>
<p>Ein dritter Modus ist der Versuch, das als zu klein und unbedeutend erlebte, gepeinigte Selbst aufzublasen. Joachim Bauer erläutert: „Der quälenden Verwundbarkeit und Vergänglichkeit des Menschen wird mit aller Macht der Gegenentwurf eines aufgeblasenen Größen-Selbst entgegengestellt.“ Narzisstische Menschen versuchen, ihre Mitmenschen zu unterwerfen und sich die gesamte übrige Realität so zurechtzubiegen, dass sie zu dem grandiosen Selbstbild passt.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nicht jeder kann bei einer Seelenkrise helfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 02:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Joachim Bauer weiß: „Was einem Menschen, der sich in einer seelischen Krise befindet, hilft, ist ruhige Präsenz und ein unaufgeregtes Gespräch darüber, was vorgefallen ist, wie sich die Lage darstellt und was dem Anderen Sorgen macht.“ Nicht jeder ist jedoch gleichermaßen geeignet, einem psychisch belastenten Mitmenschen Hilfe zu leisten. Hilfreich können nur Menschen sein, die selbst nicht in Not sind und sich darüber hinaus beim Hilfesuchenden ein hinreichendes Maß an Vertrauen erworben haben. Oft sind in Angelegenheiten der Seele ungeeignete Helfer am Werk. Sich mit den Problemen anderer zu befassen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Bauer weiß: „Was einem Menschen, der sich in einer seelischen Krise befindet, hilft, ist ruhige Präsenz und ein unaufgeregtes Gespräch darüber, was vorgefallen ist, wie sich die Lage darstellt und was dem Anderen Sorgen macht.“ Nicht jeder ist jedoch gleichermaßen geeignet, einem psychisch belastenten Mitmenschen Hilfe zu leisten. Hilfreich können nur Menschen sein, die selbst nicht in Not sind und sich darüber hinaus beim Hilfesuchenden ein hinreichendes Maß an Vertrauen erworben haben. Oft sind in Angelegenheiten der Seele ungeeignete Helfer am Werk. Sich mit den Problemen anderer zu befassen, lässt manche dem Mechanismus der Projektion folgend, die eigenen Nöte vergessen. Aber auch dann, wenn Menschen tatsächlich befähigt sind, gute Hilfe anzubieten, können sie, wenn sich noch kein hinreichendes Vertrauen entwickelt hat, nicht unvermittelt zu guten Helfern werden. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5257"></span></p>
<p><strong>Jeder sollte sich das eigene Selbst zum Freund machen</strong></p>
<p>Der Helfer muss, bevor er Zugang zum Selbst des Hilfesuchenden finden kann, zu einem nahestehenden, signifikanten Du werden. Das gilt gleichermaßen für Ärzte, Pflegekräfte, für schulische Lehrkräfte, Anwälte, Sozialarbeiter und Psychotherapeuten. Joachim Bauer erläutert: „Zu einem signifikanten Anderem wird man durch Präsenz, geduldiges Zuhören und durch ein Aushalten und Stehen-lassen-Können dessen, was mir die oder der Hilfesuchende erzählt.“ </p>
<p>Dazu bedarf es einer Ausbildung und – im Falle von Psychotherapeuten – einer sogenannten Lehrtherapie, die sicherstellen soll, dass nicht Probleme des Psychotherapeuten die Therapie belasten. Joachim Bauer stellt fest: „Je mehr der Mensch dem hilflosen Zustand der frühen Kindheit entwächst, desto mehr wachsen seine Fähigkeiten zur Selbst-Fürsorge.“ Selbst-Fürsorge meint beides: die vom Selbst ausgeübte Fürsorge und die Fürsorge für das Selbst. Wie kann man gut für sich sorgen? Eine der zentralen, dem Menschen vom Leben gestellten Aufgaben ist es, das eigene Selbst zum Freund zu machen.</p>
<p><strong>Selbstfürsorge führt zu Momenten des zweckfreien Daseins</strong></p>
<p>Weil sie sich vor der Begegnung mit dem Selbst fürchten, suchen viele Menschen die permanente Ablenkung. Joachim Bauer stellt fest: „Hoher Arbeitsdruck, die ohne Unterlass an uns gerichteten Botschaften der Konsumgesellschaft und die uns ununterbrochen adressierten digitalen Kommunikationsmittel versetzen den modernen Menschen in eine ständigen Reiz-Reaktions-Modus und halten ihn in gefährlichem Ausmaß davon ab, mit sich in Kontakt zu sein.“ </p>
<p>Selbstfürsorge bedeutet, sich als Mensch nicht ganz und gar zum Zweck für etwas machen zu lassen, sondern die Tür zu öffnen zu Momenten des zweckfreien Daseins, zum So-Sein-Dürfen, zum ungerichteten Gedankenwandern und zum Träumen, kurz: zur Muße. Joachim Bauer rät: „Sehr hilfreich kann es sein, mit meditativen Techniken zumindest kurze Momente der inneren Ruhe zu finden. Zwei sehr gut geeignete Verfahren sin die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion und die Yogapraxis.“ Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder Mensch besitzt Selbst-Netzwerke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 02:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Besitz eines Selbst-Systems macht den Menschen zu einer einzigartigen Spezies. Des ist eines mit zwei Perspektiven, ein Ich-Du-System und Sitz sowohl dessen, was man als eigenes Selbst erleben und erkennen kann, als auch Repräsentanz des signifikanten Anderen. Joachim Bauer erläutert: „Seine Eigenschaften sind einerseits psychischer Natur, wir können das Selbst subjektiv erleben und beobachten. Andererseits ist es neurobiologisch verankert und lässt sich aus der Sicht eines wissenschaftlichen Betrachters beschreiben.“ Die Selbst-Netzwerke überlappen sich auch mit den Netzwerken, die das Wir-Umfeld einer Person kodieren, und sind mit diesen Netzwerken teilweise&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Besitz eines Selbst-Systems macht den Menschen zu einer einzigartigen Spezies. Des ist eines mit zwei Perspektiven, ein Ich-Du-System und Sitz sowohl dessen, was man als eigenes Selbst erleben und erkennen kann, als auch Repräsentanz des signifikanten Anderen. Joachim Bauer erläutert: „Seine Eigenschaften sind einerseits psychischer Natur, wir können das Selbst subjektiv erleben und beobachten. Andererseits ist es neurobiologisch verankert und lässt sich aus der Sicht eines wissenschaftlichen Betrachters beschreiben.“ Die Selbst-Netzwerke überlappen sich auch mit den Netzwerken, die das Wir-Umfeld einer Person kodieren, und sind mit diesen Netzwerken teilweise identisch. Die Selbst-Netzwerke bilden sich in den ersten etwas achtzehn bis vierundzwanzig Lebensmonaten aus. Sie sind das Ergebnis der Resonanzen, mit denen der Säugling in dieser Zeit von seinen Bezugspersonen adressiert wurde. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5094"></span></p>
<p><strong>Die Selbst-Netzwerke verändern sich zeitlebens</strong></p>
<p>Die Grundstrukturen seines Selbst spiegeln die Resonanzerfahrungen wider, die der Säugling in den ersten Monaten des Lebens gemacht hat. Durch vertikalen Selbst-Transfer verinnerlichte Grundhaltungen seiner Bezugspersonen und implizite Botschaften, die man dem Säugling über sich selbst mitteilt, bilden im Kleinkind einen überdauernden Selbstkern. Joachim Bauer erklärt: „Sobald dieser Kern besteht, versucht das Selbst, an seiner eigenen Konstruktion und ständigen Weiterentwicklung mitzuwirken.“ </p>
<p>Das Kleinkind entwickelt sich zu einem Akteur, bleibt aber weiterhin unter dem Einfluss von vertikalen und horizontalen Selbst-Transfers. Die Selbst-Netzwerke verändern sich zeitlebens. Sie sind und bleiben im Menschen der soziale Ansprechpartner. Sei reagieren – nicht nur psychisch, sondern auch neurobiologisch – auf das, was andere einem sagen. Das Selbst verändert sich – als Objekt – und dem Einfluss der von anderen empfangenen Botschaften und – als Subjekt – durch die Art und Weise, wie es diese Botschaften integriert und wie es mit ihnen umgeht.</p>
<p><strong>Viele Menschen tun sich mit ihrem Selbst schwer</strong></p>
<p>Das Selbst-System ist nicht nur sozialer Ansprechpartner, es hat auch eine biologische Steuerungsfunktion für den eigenen Körper inne. Joachim Bauer betont: „Das Selbst-System bildet die Schnittstelle zwischen sozialer Umwelt und der Biologie des Körpers. Ansagen und Botschaften, welche das Selbst aus seinem sozialen Umfeld erreichen, adressieren und verändern das Selbst-System, welches seinerseits die empfangenen Signale in den biologischen Körper hinein weiterreicht.“ </p>
<p>Was einem Menschen ein anderer Mensch sagt, den er als sich nahestehend oder bedeutsam erlebt, kann eine gewaltige Wirkung haben. Viele Menschen tun sich mit ihrem Selbst schwer. Sei es, dass es ihnen als zu klein und unbedeutend vorkommt, oder sei es, dass sie ihre Vergänglichkeit nicht hinnehmen wollen. Manche Menschen leben in einem inneren Unfrieden. In ihnen vertragen sich die agierenden Selbst-Teilstücke nicht miteinander. Oder es herrscht in ihnen die Grundstimmung vor, sie seien schlecht. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Über manche Dinge hat man keine Kontrolle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2023 02:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[Jedes Quäntchen der Kraft in das zu investieren, was man gerade tut, scheint für Shunmyo Masuno eine bewundernswerte Art zu sein, durchs Leben zu gehen. Doch wenn man dies als Leitlinie für sein Leben nimmt, sollte man sich Folgendes vor Augen halten: Es gibt Dinge auf dieser Welt, über die man keine Kontrolle hat. Shunmyo Masuno ergänzt: „Wir können unsere gesamte Energie auf etwas verwenden und es mit ganzer Seele angehen, aber nichts wird sich ändern. Ganz gleich, wie sehr wir uns anstrengen, wir werden uns nur aufreiben und darunter&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Quäntchen der Kraft in das zu investieren, was man gerade tut, scheint für Shunmyo Masuno eine bewundernswerte Art zu sein, durchs Leben zu gehen. Doch wenn man dies als Leitlinie für sein Leben nimmt, sollte man sich Folgendes vor Augen halten: Es gibt Dinge auf dieser Welt, über die man keine Kontrolle hat. Shunmyo Masuno ergänzt: „Wir können unsere gesamte Energie auf etwas verwenden und es mit ganzer Seele angehen, aber nichts wird sich ändern. Ganz gleich, wie sehr wir uns anstrengen, wir werden uns nur aufreiben und darunter leiden.“ Dieses eine Leben, das einem Menschen gegeben ist, ist voll von Dingen, über die er keine Macht hat. Shunmyo Masuno ist ein japanischer Zen-Mönch, preisgekrönter Zen-Garten-Designer sowie Professor für Umweltdesign an der Tama Art University in Tokyo. <span id="more-5058"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch kann sein wahres Selbst finden</strong></p>
<p>Es ist am besten, die Dinge, über die man keine Kontrolle hat, so zu akzeptieren, wie sie sind. Man kann seiner Gesundheit noch so viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit widmen – man leidet dennoch unter Krankheiten und Verletzungen. Die Schriftzeichen des japanischen Wortes für Krankheit verdeutlichen, dass es der menschliche Geist ist, der leidet. Sind Menschen verletzt, dann ist oft ein Teil des Körpers beeinträchtigt. Das Schicksal zu bejammern, wird ihren körperlichen Zustand nicht verbessern. </p>
<p>Eine solche Angewohnheit wird die Tage nur noch düsterer machen. Es geht hier um Situationen, in denen Menschen machtlos sind. Shunmyo Masuno betont: „Es gibt keine andere Möglichkeit als die Akzeptanz. Sie können versuchen, sich dagegen zu wehren, aber letztlich Ihnen nur, die Tatsachen zu akzeptieren.“ Warum sollte man das also nicht bereitwillig tun? So wie man ist, ohne Veränderung – dies ist das wahre Selbst. Es ist alles, was jeder Mensch jemals sein kann.</p>
<p><strong>Beziehungen können verwirrend sein</strong></p>
<p>Sobald man die Dinge, über die niemand die Kontrolle hat, für sich selbst akzeptiert, wird man mit den Umständen leben können. Shunmyo Masuno erläutert: „Sie werden in der Lage sein, sich dem, was Ihr wahres Selbst ist – so wie Sie sind, ohne Veränderung – zu stellen.“ Dann wird man nicht mehr auf Dinge fixiert sein, an denen man nichts ändern kann, und man wird fähig sein, mit positiver Einstellung an die Dinge heranzugehen, die man tatsächlich bewältigen kann. </p>
<p>Persönliche Beziehungen können ausgesprochen verwirrend sein. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupte, dass die meisten Ängste, Sorgen und Befürchtungen, die einen Menschen belasten, mit persönlichen Beziehungen zu tun haben. Arbeit, Gemeinschaft, Schule, Freude, Familie, Geschwister, Verwandte, Partner – die Beziehungen eines Menschen sind vielschichtig. Und manchmal werden sie kompliziert und führen zu Ängsten, Sorgen und Befürchtungen, die den Geist eines Menschen vernebeln. Quelle: „Don´t Worry“ von Shunmyo Masuno</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jeder Mensch hat ein positives Potenzial</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 01:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Humanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Aristoteles über Cicero, Seneca zu Erasmus von Rotterdam, Philipp Melanchton bis hin zu Abraham Maslow, Carl Rogers und Erich Fromm prägten humanistische Gedanken die Philosophie, Psychologie und Pädagogik quer durch die Jahrtausende Europas. Michaela Brohm-Badry weiß: „Und bei alledem ging es immer um den Kerngedanken des Humanismus: die Betonung des positiven Potenzials des Menschen.“ In ihrem Standardwerk der Einführung in die Psychologie (2008) führen Richard J. Gerrig und Philipp Zimbardo aus, dass Menschen aus humanistischer Perspektive ein starkes Bedürfnis haben, ihr volles Potenzial zu entfalten, nach seelisch gesunder Selbsterfüllung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Aristoteles über Cicero, Seneca zu Erasmus von Rotterdam, Philipp Melanchton bis hin zu Abraham Maslow, Carl Rogers und Erich Fromm prägten humanistische Gedanken die Philosophie, Psychologie und Pädagogik quer durch die Jahrtausende Europas. Michaela Brohm-Badry weiß: „Und bei alledem ging es immer um den Kerngedanken des Humanismus: die Betonung des positiven Potenzials des Menschen.“ In ihrem Standardwerk der Einführung in die Psychologie (2008) führen Richard J. Gerrig und Philipp Zimbardo aus, dass Menschen aus humanistischer Perspektive ein starkes Bedürfnis haben, ihr volles Potenzial zu entfalten, nach seelisch gesunder Selbsterfüllung streben, und diese sei eine „konstruktive, lenkende Kraft, die jeden Menschen zu generell positiven Verhaltensweisen und einem Wachstum des Selbst hinführt“. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-4901"></span></p>
<p><strong>Menschen sind von Grund auf gut</strong></p>
<p>Menschen werden in der humanistischen Psychologie „als aktive Geschöpfe angesehen, die von Grund auf gut sind und über die Freiheit der Wahl verfügen“. Carl Rogers legte die „natürliche Tendenz des Individuums zu geistiger Weiterentwicklung und Gesundheit“ zugrunde. Humanisten betonen die „natürliche Tendenz des Individuums zu geistiger Weiterentwicklung“. In der flüchtigen Welt der Gegenwart scheint es oft so, als sei alles gleich richtig, gleich wichtig, gleich gut. Doch es ist nicht so.</p>
<p>Mit dem humanistischen Menschenbild steht man heutzutage in einer jahrtausendealten Tradition Europas – zum Wohle der Menschen, zum Wohle von allen. Eudaimonia und Humanismus. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Das ist die Tradition der Aufrechten. Auf das können wir bauen. Was für eine Befreiung.“ In den Sechzigerjahren formierte sich in den USA mit der Human Potential Movement (HPM) eine Bewegung, die als Gegenkultur begann und das menschliche Potential in den Blick nahm. </p>
<p><strong>Jeder sollte sein eigenes Persönlichkeitspotenzial freisetzen</strong></p>
<p>Psychologen, Pädagogen, Soziologen, Trainer, Berater trafen sich in einem Schulungszentrum in Esalen in der Nähe von San Francisco und entwickelten gemeinsam Konzepte, mit denen das menschliche Potenzial entwickelt werden sollte. Den Gründungsmitgliedern Michael Murphy und Dick Price schlossen sich im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte immer mehr Psychologen und Pädagogen an. Gemeinsam nahmen sie an, dass das menschliche Potenzial zwar prinzipiell sehr breit im Menschen angelegt ist, oft aber durch einengende Rahmenbedingungen weitgehend unerschlossen bleibt. </p>
<p>Michaela Brohm-Badry stellt fest: „Durch die Entwicklung der menschlichen Möglichkeiten sollte, so die Anhänger der Human Potential Movement, eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität voller Glück, Kreativität und Erfüllung möglich sein.“ Zentral sei demnach, damit anzufangen, das eigene Persönlichkeitspotenzial freizusetzen. „Die Welt braucht diejenigen, die an unsere gemeinsame Menschlichkeit glauben, die die Entwicklung aller Individuen und Gemeinschaften verstehen und fördern – Körper, Geist, Herz und Seele“, sagt Michael Murphy, einer der Begründer der HPM. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Viel Eigentum soll das Selbst aufblähen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-das-aufgeblaehte-selbst.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2023 01:00:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sein nacktes Selbst ist dem Menschen entweder zu klein oder nicht gut genug. Dies erklärt für Joachim Bauer, warum viele zeitlebens mit dem Versuch beschäftigt sind, ihr Selbst zu vergrößern, aufzublähen oder besser zu machen, als es ist. Eine schon im Kindesalter zu beobachtende Methode, das eigene Selbst zu vergrößern, besteht darin, dass man sich drapiert oder mit Dingen behängt. Joachim Bauer fügt hinzu: „Erwachsene versuchen ihr Selbst zum Beispiel dadurch aufzublähen, dass sie möglichst viel Eigentum erwerben.“ Die Annahme, der Mensch zähle seinen Besitz zu seinem Selbst, ist aus&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sein nacktes Selbst ist dem Menschen entweder zu klein oder nicht gut genug. Dies erklärt für Joachim Bauer, warum viele zeitlebens mit dem Versuch beschäftigt sind, ihr Selbst zu vergrößern, aufzublähen oder besser zu machen, als es ist. Eine schon im Kindesalter zu beobachtende Methode, das eigene Selbst zu vergrößern, besteht darin, dass man sich drapiert oder mit Dingen behängt. Joachim Bauer fügt hinzu: „Erwachsene versuchen ihr Selbst zum Beispiel dadurch aufzublähen, dass sie möglichst viel Eigentum erwerben.“ Die Annahme, der Mensch zähle seinen Besitz zu seinem Selbst, ist aus psychologischer Sicht keineswegs abwegig. Was man beruflich leisten, kann auch der Selbstvergrößerung dienen. Je bedürftiger das Selbst eines Menschen ist, desto wichtiger ist es ihm, ständig über seine Arbeit zu sprechen und seine Auszeichnungen zu erwähnen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-4875"></span></p>
<p><strong>Zwerge wollen in der Masse groß werden</strong></p>
<p>Eine potenziell weniger putzige Art, sein Selbst aufzublähen, ist das Streben danach, Teil einer Massenbewegung zu werden. Joachim Bauer erläutert: „Viele Menschen folgen populistischen oder demagogischen Verführern, die versprechen, aus ihnen, den sich schwach fühlenden Zwergen, etwas Großes zu machen.“ Nationalistische Bewegungen haben viele Ursachen, die Joachim Bauer hier nicht simplifizieren oder psychologisieren will. Politische Brandstifter täten sich mit der Mobilisierung von Anhängern aber weitaus schwerer, hätten Menschen nicht das Bedürfnis, ihr schlechtes Selbstgefühl mit der Heißluft des Nationalismus aufzublähen.</p>
<p>Joachim Bauer stellt fest: „Eine besondere Attraktion scheint von großen Aufmärschen, Paraden und – möglichst im Gleichschritt – marschierenden Menschenmassen auszugehen.“ Synchron ausgeführte Bewegungen, gemeinsame Parolen oder miteinander gesungene Lieder verstärken das Gefühl, das eigene Selbst werde zu einem Teil eines großen Gruppen-Selbst. Diese Mechanismen sind nicht per se gut oder schlecht. Sie können etwas Gutem dienen, ebenso aber im Dienst des Bösen stehen.</p>
<p><strong>Eine Führerfigur soll das eigene Selbst ersetzen</strong></p>
<p>Gut sind sie, solange sie vernunftgesteuert sind, nicht ausschließlich der Aufblähung von Selbst-Zwergen dienen, nicht mit Gewalt einhergehen und keinen Hass propagieren. Ausdruck des Bösen sind sie, wenn sie Gewalt, Menschenverachtung und Rassismus transportieren. Eine weitere Spielart, in der sich der Wunsch widerspiegelt, ein größeres Selbst zu haben, ist der Wunsch nach einer Führungsfigur. In diesen Fall ist es nicht die Masse, sondern ein herausragender anderer Mensch, der das eigene Selbst ersetzen soll.</p>
<p>Auch dieser Modus ist nicht per se abzulehnen. Joachim Bauer nennt Beispiele: „Väterliche oder mütterliche Führungsfiguren können ein Land einen – siehe Nelson Mandela – aber eben auch ruinieren – wie im Falle Adolf Hitlers.“ Dass der Mensch von der Sehnsucht getrieben ist, sein Selbst zu vergrößern und aufzublähen, liegt nicht nur in dem Gefühl begründet, dass man – global gesehen – so unendlich klein ist. Ein mindestens ebenso bedeutsames Motiv ist die Sterblichkeit, welche die Menschen frustriert und der sie zu entkommen versuchen. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele stellen ihr Selbst vor den Anderen aus</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/valentin-groebner-selbstauskunft-2.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2023 01:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstauskunft]]></category>
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					<description><![CDATA[Sag, wer Du bist. Sag, was Du fühlst. Selbstauskunft ist gut für alle. Valentin Groebner fügt hinzu: „Und sie ist nicht nur gut, sondern unverzichtbar. Ganz ehrlich, einfach und natürlich, unverstellt und ohne Künstelei.“ Aber geht das, über sich selbst Auskunft geben? Seit dem 4. Lateralkonzil von 1215 war jeder gläubige Christ verpflichtet, einmal pro Jahr bei einem Priester die Beichte abzulegen und ihm alle seine Verfehlungen und Sünden zu berichten. Besonders dafür abgetrennte Räume im Inneren der Kirchen wurden erst dreihundert Jahre später üblich. Öffentlich stattfinden sollte das auch&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sag, wer Du bist. Sag, was Du fühlst. Selbstauskunft ist gut für alle. Valentin Groebner fügt hinzu: „Und sie ist nicht nur gut, sondern unverzichtbar. Ganz ehrlich, einfach und natürlich, unverstellt und ohne Künstelei.“ Aber geht das, über sich selbst Auskunft geben? Seit dem 4. Lateralkonzil von 1215 war jeder gläubige Christ verpflichtet, einmal pro Jahr bei einem Priester die Beichte abzulegen und ihm alle seine Verfehlungen und Sünden zu berichten. Besonders dafür abgetrennte Räume im Inneren der Kirchen wurden erst dreihundert Jahre später üblich. Öffentlich stattfinden sollte das auch später. Valentin Groebner lehrt als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Seit 2017 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. <span id="more-4595"></span></p>
<p><strong>Selbstauskunft ist freiwillige Unfreiwilligkeit</strong></p>
<p>„Selbstkritik“, schrieb Rosa Luxemburg 1916, „rücksichtslose, grausame, bis auf den Grund der Dinge gehende Selbstkritik ist Lebensluft und Lebenslicht der proletarischen Bewegung“. Ab den 1920er Jahren erwartete man von jedem Mitglied der kommunistischen Partei, den Parteigenossen regelmäßig über sich und die eigenen Fehler Auskunft zu geben. „Im Modus der Singularität“, schrieb der deutsche Soziologe Andreas Reckwitz 2016, „wird das eigene Leben nicht einfach gelebt, sondern ausgestellt. Das spätmoderne Subjekt performed sein besonderes Selbst vor den Anderen, die Publikum werden.“ </p>
<p>Selbstauskunft ist freiwillige Unfreiwilligkeit. Michel de Montaignes Auskunft über sich selbst von 1580 war ein so erfolgreiches Buch, dass es als „Essais“ – wörtlich: Versuche – gleich einer ganzen Literaturgattung den Namen gegeben hat. Valentin Groebner weiß: „Montaigne war allerdings nicht der zurückgezogene Philosoph, als der er sich in seinem Buch repräsentierte.“ Um ihn tobte ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten. Und er war mittendrin als Vermittler – der Riss zwischen den religiösen Parteien lief quer durch seine eigene Familie. </p>
<p><strong>Morgen bin ich vielleicht schon ein anderer</strong></p>
<p>In seinen Essays ist davon nicht die Rede. Sie heißen „Über das Nichtstun“, „Über die Lüge“, „Über die Einbildungskraft“, aber auch: „Über die Grausamkeit“ und „Durch verschiedene Mittel gelangt man zum selben Ziel. Michel de Montaigne interessierte die Verwandlung und die Unkontrollierbarkeit der Dinge. Er wolle, schreibt er, „hier nichts weiter als mich selbst entdecken, wie ich bin, und bin morgen vielleicht schon ein anderer.“ Und: „Die beste an meinen körperlichen Anlagen ist die Biegsamkeit.“</p>
<p>Valentin Groebner stellt fest: „Während Montaigne schrieb, wurde überall in Europa die Zensur eingefügt.“ Die religiösen Obrigkeiten in der Welt, die Michel de Montaigne bewohnte, wollten ganz genau wissen, woran ihre Untertanen glaubten. Kotrollier Dein Gewissen. Sag, was Du denkst. Selbstauskunft handelt aber stets von sehr viel mehr als nur von der Person, die da von sich erzählen soll. Aber ist es klug, immer die Wahrheit über sich mitzuteilen? Quelle: „Bin ich das?“ von Valentin Groebner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Gesellschaft will das Selbst bescheiden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-selbst-und-die-gesellschaft-sind-gegensaetze.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2022 02:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Fromm]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Trieb]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Triebe streben nach Freisetzung, und die Gesellschaft musste, um überleben zu können, diese Freisetzung beschneiden. Erich Fromm hegte bereits in den 1930er Jahren Bedenken gegen diese Lehre von Sigmund Freud. Seine Idee eines sozialen Charakters umfasste auch externe Strukturen, die das innere Selbst prägen. Stuart Jeffries stellt fest: „Für Adorno und Horkheimer, und später auch für Marcuse, war diese Revision von Freuds Auffassung allerdings sozial konservativ.“ Erich Fromm stufte den Stellenwert herab, den Sigmund Freud den frühkindlichen sexuellen Erfahrungen und dem Unbewussten zugeschrieben hatte, und Marcuse warf ihm vor,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Triebe streben nach Freisetzung, und die Gesellschaft musste, um überleben zu können, diese Freisetzung beschneiden. Erich Fromm hegte bereits in den 1930er Jahren Bedenken gegen diese Lehre von Sigmund Freud. Seine Idee eines sozialen Charakters umfasste auch externe Strukturen, die das innere Selbst prägen. Stuart Jeffries stellt fest: „Für Adorno und Horkheimer, und später auch für Marcuse, war diese Revision von Freuds Auffassung allerdings sozial konservativ.“ Erich Fromm stufte den Stellenwert herab, den Sigmund Freud den frühkindlichen sexuellen Erfahrungen und dem Unbewussten zugeschrieben hatte, und Marcuse warf ihm vor, an einer „idealistischen Moral“ festzuhalten. Er merkte an, Erich Fromms Aufruf zu Produktivität, Liebe und Gesundheit evoziere eben genau Möglichkeit, die Sigmund Freud ausgeschlossen hatte: dass es nämlich eine Harmonie zwischen dem Selbst und der Gesellschaft geben könne. Stuart Jeffries arbeitete zwanzig Jahre für den „Guardian“, die „Financial Times“ und „Psychologies“. <span id="more-4179"></span></p>
<p><strong>Marcuse kritisiert Fromms „Weg zur Gesundheit“</strong></p>
<p>Erich Fromms Revisionismus verharmloste nach Marcuses Meinung Freuds Lehre und ging so der kritischen Schärfe der freudschen radikalen Sozialkritik verlustig. Fromms „Weg zur Gesundheit“ biete lediglich Linderungsmittel für „ein geschmeidigeres Funktionieren der bestehenden Gesellschaft“. Fromm konterte, dass Marcuse, indem er die Möglichkeit kreativer Produktivität, von Glück und Liebe im Kapitalismus leugne, undialektisch denke und seinen Pessimismus bis in den Nihilismus hinein weitertreibe. </p>
<p>Er meinte, es gebe im Kapitalismus begrenzte Möglichkeiten der Selbsttransformation, die im Lauf der Zeit das hervorbringen könnten, was er als einen sozialistischen Humanismus bezeichnete. Stuart Jeffries weiß: „Marcuse behauptete, ein solcher Weg zur Gesundheit existiere nicht. Vielmehr setze Fromms Vorstellung eines autonomen Individuums voraus, das fähig sei, sich den herrschenden Gesellschaftsstrukturen zu entziehen.“ In der „Dialektik der Aufklärung“ vergleichen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer das Individuum mit einem Dorfladen, der durch einen Supermarkt überflüssig wurde.</p>
<p><strong>Die Psychoanalyse war dem Kapitalismus angemessen</strong></p>
<p>Das Individuum sei „der psychologische Dorfladen“, der sich aus den Beschränkungen der Feudalzeit als „eine dynamische Zelle ökonomischer Aktivität“ entwickelt habe. Die freudsche Psychoanalyse „repräsentierte das innerliche Kleinunternehmen, das sich auswuchs … zu einem komplexen dynamischen System des Bewussten und des Unbewussten: dem Es, dem Ich und dem Über-Ich“. Die Psychoanalyse von Sigmund Freud war also für diese Vertreter der Kritischen Theorie, wenn auch nicht für Fromm, die Theorie der menschlichen Psyche, die dem Kapitalismus angemessen war. </p>
<p>Vor allem erklärten die Vertreter der Psychoanalyse das autonome Individuum zur Schimäre. Stuart Jeffries erklärt: „Weder sind wir frei von unseren biologischen Trieben, noch können wir der Festlegung und Beherrschung durch die Gesellschaftsordnung entkommen.“ „Für den Menschen wird durch die Hierarchie der Verbände bis hinauf zur nationalen Verwaltung entschieden“, so Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Das autonome Individuum, die Figur, die Fromm für die Konstruktion seines Weges zur Gesundheit brauchte, wurde von den kritischen Theoretikern kategorisch abgelehnt. Quelle: „Grand Hotel Abgrund“ von Stuart Jeffries</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-individuelle-entwicklung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein Leben lang bis zum letzten Atemzug weiter.“ Individuelle Entwicklungen werden durch die Erfahrungen beeinflusst, die ein Mensch im Laufe der Zeit macht. Denn diese Erfahrungen führen zu Wissen und das Wissen zu Veränderung. Um sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein Leben lang bis zum letzten Atemzug weiter.“ Individuelle Entwicklungen werden durch die Erfahrungen beeinflusst, die ein Mensch im Laufe der Zeit macht. Denn diese Erfahrungen führen zu Wissen und das Wissen zu Veränderung. Um sich zu entwickeln, muss man lernen. Lernen ist einer der natürlichsten und lebendigsten Prozesse der lebendigen Existenz. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-4167"></span></p>
<p><strong>Die Hälfte der Persönlichkeit prägt die Umwelt</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry erläutert: „Lernen bedeutet, dass wir unser Verhalten oder unsere Verhaltensmöglichkeiten ändern, und zwar auf der Grundlage gemachter Erfahrungen. Lernen ist also eine Verhaltensänderung aus Erfahrung.“ Sie ist ein deutliches Indiz für geänderte Vorgänge im Nervensystem und kann sich auf verschiedene Bereiche beziehen, beispielsweise können es motorische, physiologische, kognitive oder emotionale Verhaltensänderungen sein. </p>
<p>All dies sind Indizien für Lernvorgänge. Allerdings ist rund die Hälfte der Persönlichkeit durch die Umwelt geprägt. Diese Umwelt sollte daher eben möglichst stimulierende Lernchancen bieten, damit Selbstentfaltung gelingt. „Alles ist Veränderung“, schreiben die Psychologen David Krech und Richard S. Crutchfield in Bezug auf die menschliche Persönlichkeit. Veränderung findet statt, „sooft neue Erfahrungen auf das Selbst einwirken und es modifizieren“, und das gilt für jeden Menschen „in jedem gegebenen Augenblick“, wobei das Selbst die Ganzheit dessen ist, „was wir genetisch und konstitutionell sind“.  </p>
<p><strong>Das Selbst erschafft sich ständig neu</strong></p>
<p>David Krech und Richard S. Crutchfield schreiben: „Dieses Selbst befindet sich deshalb in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzten Variationen.“ Zusammengefasst lässt sich sagen: Neue Erfahrungen beeinflussen Entwicklungen. Dadurch verändert sich das Selbst. Das Selbst ist die Genetik eines Menschen, die körperliche Verfassung, sowie das, was man bis zu diesem Augenblick gesehen, gelernt und gewollt hat. Das Selbst befindet sich also in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzte Möglichkeiten. </p>
<p>Michaela Brohm-Badry betont: „Das eröffnet die Perspektive, uns anhand frischer Erfahrungen, Erkenntnisse, Eindrücke und körperlicher Veränderungen als Mensch neu zu erschaffen. Wenn wir wollen. Mehr erleben, Frisches erleben – neues Selbst.“ Heinz Rudolf Kunze singt: „Ich geh meine eigenen Wege, ein Ende ist nicht abzusehn, eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehen.“ Letztlich geht es bei der Entfaltung einer Person um das Ausleben der eigenen Bedürfnisse, um den Wunsch nach persönlichem Wachstum, um die Wachstumsmotivation des Menschen. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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