<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Persönlichkeit &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/persoenlichkeit/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Sat, 08 Feb 2025 08:40:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Menschen können sich lebenslang verändern</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaele-brohm-badry-persoenlichkeitspraeferenzen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/michaele-brohm-badry-persoenlichkeitspraeferenzen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2025 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verbundenheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5923</guid>

					<description><![CDATA[Radikale Veränderungen der Persönlichkeitspräferenzen sind zwar selten – aus dem Introvertierten wird selten ein stark extrovertierter Mensch –, aber tendenziell können sich Personen alle im Laufe der Zeit verändern und den 50 veränderbaren Prozent eine Richtung geben. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Durch diese Plastizität ist die Persönlichkeit weit weniger fixiert, als Psychobiologen bisher angenommen hatten. ... <a title="Menschen können sich lebenslang verändern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaele-brohm-badry-persoenlichkeitspraeferenzen.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen können sich lebenslang verändern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Radikale Veränderungen der Persönlichkeitspräferenzen sind zwar selten – aus dem Introvertierten wird selten ein stark extrovertierter Mensch –, aber tendenziell können sich Personen alle im Laufe der Zeit verändern und den 50 veränderbaren Prozent eine Richtung geben. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Durch diese Plastizität ist die Persönlichkeit weit weniger fixiert, als Psychobiologen bisher angenommen hatten. Wir entfalten uns in einem Möglichkeitsraum, den wir aus Wechselwirkungen zwischen genetischer Anlage, unserem Umfeld und unseren individuellen Entscheidungen eingerichtet haben. IN diesem Möglichkeitsraum handeln wir.“ Bahnbrechende Erkenntnisse über das menschliche Handeln und die damit verbundene Entfaltung lieferten die US-amerikanischen Psychologen Edward Deci und Richard Ryan. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5923"></span></p>
<p><strong>Menschen wollen sich als selbstgesteuert wahrnehmen</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry erklärt: „Sie konnten zeigen, dass unsere Entfaltung umso besser gelingt, je stärker drei menschliche Grundbedürfnisse befriedigt werden: Was uns selbstbestimmt mach, ist die Befriedigung der Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz sowie Verbundenheit.“ Zahlreiche nachfolgende Untersuchungen bestätigen Edward Decis und Richard Ryans Annahme. Autonomie ist ein psychologisches Bedürfnis: Menschen wollen sich als selbstgesteuert, nicht als fremdgesteuert oder abhängig von fremdem Willen wahrnehmen.</p>
<p>Es geht bei der Autonomie also um die Initiierung und Regulierung des eigenen Verhaltens. Das Autonomiebedürfnis ist befriedigt, wenn Menschen selbstbestimmt , aus freiem Willen handeln. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Fremdbestimmte Motivation zeichnet sich aus durch Verführung – zum Beispiel Belohnungen, Versprechen –, durch Zwang – zum Beispiel Bestrafung – oder Druck – zum Beispiel Drohung.“ Autonome Motivation hingegen zeichnet sich aus durch Wahlfreiheit und eigenen Willen, Einverständnis, Interesse und tiefe Wertschätzung für eine Sache. Handeln Menschen auf der Grundlage autonomer Motivation, also autonom, tun sie etwas aus eigenem Willen, stimmig mit sich selbst.</p>
<p><strong>Autonomie ist der Dreh- und Angelpunkt des Verhaltens</strong></p>
<p>Was Menschen in diesem Fall tun, entspricht ihren Werten und Interessen und sie tun es freiwillig mit hohem Engagement. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Autonomie und die damit verbundene Freiwilligkeit heißt aber nicht, dass Menschen vollkommen unabhängig agieren, sondern dass sie sich auch freiwillig, durch Einsicht oder Liebe beispielsweise, von etwas oder jemanden abhängig machen.“ Je mehr sich Michaela Brohm-Badry mit den Bedürfnissen von Menschen befasst, desto mehr denkt sie, dass Autonomie der Dreh- und Angelpunkt des Verhaltens ist.</p>
<p>Autonomie und Nähe zum Leben – Bezugnahme, Interesse wie Erich Fromm sagen würde. Im Grunde gibt es nur zwei Dinge: sich frei zu fühlen und sich auch so zu verhalten und die Welt, also die Menschen, alles Lebendige und den Ausdruck menschlicher Lebendigkeit, zu lieben – also Kultur und Natur, lesen, musizieren, malen, schreiben, Menschen, Käfer, Fliegen, Hunde, Katzen, Schweine, Rinder, Pferde, Bäume, Blumen, Unkraut, alles, was kreucht und fleucht, zu lieben, ohne Unterschied. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/michaele-brohm-badry-persoenlichkeitspraeferenzen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Charakter bleibt auch im Alter formbar</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-charakterstaerken.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-charakterstaerken.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2025 02:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Charakter]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5887</guid>

					<description><![CDATA[Ende des 19. Jahrhunderts stellte William James, der Gründervater der Psychologie in den USA, eine kühne Behauptung auf: „Im Alter von dreißig Jahren erstarrt der Charakter wie Gips und wird nie wieder weich.“ Kinder können demnach ihren Charakter noch entwickeln, Erwachsene haben Pech gehabt. Vor Kurzem hat ein Team von Sozialwissenschaftlern ein Experiment gestartet, um ... <a title="Der Charakter bleibt auch im Alter formbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-charakterstaerken.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Charakter bleibt auch im Alter formbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ende des 19. Jahrhunderts stellte William James, der Gründervater der Psychologie in den USA, eine kühne Behauptung auf: „Im Alter von dreißig Jahren erstarrt der Charakter wie Gips und wird nie wieder weich.“ Kinder können demnach ihren Charakter noch entwickeln, Erwachsene haben Pech gehabt. Vor Kurzem hat ein Team von Sozialwissenschaftlern ein Experiment gestartet, um diese Hypothese zu überprüfen. Adam Grant erklärt: „Die Gruppe, bei der es um die Förderung des Charakters ging, nahm an einem von Psychologen konzipieren Kurs teil, der zum Ziel hatte, die Eigeninitiative zu steigern.“ Die Probanden beschäftigten sich mit den Themen Proaktivität, Disziplin und Entschlossenheit und übten, diese Eigenschaften in die Tat umzusetzen. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der renommierten Wharton Business School. Seine Forschungsbeiträge im Bereich Motivation und Produktivität wurden vielfach ausgezeichnet. <span id="more-5887"></span></p>
<p><strong>Charakter wird oft mit Persönlichkeit verwechselt</strong></p>
<p>Das Charaktertraining zeigte Wirkung. Es ist ein Beleg dafür, dass Charakterstärken Menschen Großes vollbringen lassen können. Adam Grant betont: „Die Studie zeigt aber auch, dass es nie zu spät ist, sie zu entwickeln. William James war ein sehr kluger Mann, aber in diesem Fall lag er total daneben. Der Charakter härtet nicht aus wie Gips, er bleibt formbar.“ Charakter wird oft mit Persönlichkeit verwechselt, doch handelt es sich hierbei um unterschiedliche Facetten. </p>
<p>Die Persönlichkeit ist die individuelle Veranlagung, ein grundlegender Instinkt dafür, wie man denkt, fühlt und handelt. Charakter hingegen ist die Fähigkeit, die eigenen Werte über den Instinkt zu stellen. Adam Grant weiß: „Die eigenen Prinzipien zu kennen, bedeutet nicht unbedingt, zu wissen, wie man nach ihnen lebt – besonders in Stresssituationen oder unter Druck.“ Es ist leicht, proaktiv und entschlossen zu sein, wenn alles gut läuft. Die wahre Charakterprüfung besteht vielmehr darin, ob es einem Menschen gelingt, zu diesen Werten zu stehen, wenn man starkem Gegenwind ausgesetzt ist.</p>
<p><strong>Die Persönlichkeit ist lediglich eine Neigung</strong></p>
<p>Die Persönlichkeit zeigt sich an der Art, wie man an einem typischen Tag reagiert, der Charakter daran, wie man es an einem schwierigen Tag tut. Man ist seiner Persönlichkeit jedoch nicht unterworfen, sie ist lediglich eine Neigung. Charakterstärken ermöglichen es einem Menschen, diese Neigung zu überwinden und seinen Prinzipien treu zu bleiben. Adam Grant erläutert: „Nicht die Wesenszüge sind es, die hier von Bedeutung sind, sondern wie man sie einsetzt.“ </p>
<p>Wo auch immer ein Mensch heute steht, nichts hält ihn davon ab, seine Charakterstärken weiterzuentwickeln. Adam Grant kritisiert: „Viel zu lange wurden Charakterstärken wie Proaktivität und Entschlossenheit als sogenannte Soft Skills abgetan.“ Der Begriff kam Ende der 1960er-Jahre auf, als Psychologen zu einer Neuausrichtung der Ausbildung der US-Armee hinzugezogen wurden, damit nicht nur Panzerfahren und der Umgang mit Waffen auf dem Lehrplan standen. Quelle: „Hidden Potential“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-charakterstaerken.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Persönlichkeit kann sich verändern</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-beduerfnisse-befriedigen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-beduerfnisse-befriedigen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 02:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anlage]]></category>
		<category><![CDATA[Charakter]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5752</guid>

					<description><![CDATA[Lange Jahre wurde in der psychologischen Forschung angenommen, dass Menschen eine stabile Persönlichkeit haben, die nahezu unverändert ist. Michaela Brohm-Badry betont: „Heute wissen wir aus zahlreichen Forschungsbefunden, dass das so nicht stimmt.“ Beispielsweise fand ein Forscherteam der Universität Michigan State in einer aktuellen Studie heraus, dass Kinder sich gegenseitig in ihren Persönlichkeitseigenschaften anstecken, wenn sie ... <a title="Die Persönlichkeit kann sich verändern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-beduerfnisse-befriedigen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Persönlichkeit kann sich verändern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Jahre wurde in der psychologischen Forschung angenommen, dass Menschen eine stabile Persönlichkeit haben, die nahezu unverändert ist. Michaela Brohm-Badry betont: „Heute wissen wir aus zahlreichen Forschungsbefunden, dass das so nicht stimmt.“ Beispielsweise fand ein Forscherteam der Universität Michigan State in einer aktuellen Studie heraus, dass Kinder sich gegenseitig in ihren Persönlichkeitseigenschaften anstecken, wenn sie im frühen Alter viel Zeit miteinander verbringen. Sie entwickeln und übernehmen dabei Charaktereigenschaften des anderen Kindes. So zeigen auch Forschungen an Ehepaaren, dass sich Charaktereigenschaften und auch die Intelligenz im Laufe der Jahre angleichen. Ein Beleg mehr, dass das Ich auch durch die Umgebung geprägt wird und nicht nur genetisch festgelegt ist. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5752"></span></p>
<p><strong>Die Gene und die Umwelten verändern sich</strong></p>
<p>Die Psychotherapieforschung zeigt das ebenso: Die ehemaligen Patienten sind nach der Therapie extrovertierter und weit weniger neurotisch als vorher. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir wissen also, dass Teile der Persönlichkeit lebenslang veränderbar bleiben. Die Persönlichkeit eines Menschen ist nicht von Geburt an festgelegt. Die Persönlichkeit eines Menschen ist nicht statisch.“ Doch wie viel ist angeboren, wie hoch ist der veränderliche Anteil genau?</p>
<p>Die Forschung geht heute nicht mehr davon aus, dass Anlage und Umwelt Gegensätze sind – das eine ist stabil in den Genen, das andere veränderbar. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Von Anlage wird oft gar nicht mehr gesprochen, weil der Begriff zu ungenau ist, denn Gene verändern sich und Umwelten verändern sich und beide beeinflussen sich im Laufe des Lebens gegenseitig.“ Sie stehen also in Wechselwirkung über die Zeit, da genetische Unterschiede Einfluss auf die Umwelt und Umweltunterschiede Einfluss auf die Genaktivität nehmen können.</p>
<p><strong>Das Erbgut kommuniziert mit der Umwelt</strong></p>
<p>Die Epigenetik untersucht die beeinflussenden Faktoren bezüglich der Aktivität eines Gens. Dabei wurde herausgefunden, dass sich genetische Codes im Laufe eines Lebens durch Umwelteinflüsse ändern können. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Zum einen sind da die zufälligen, genetischen Mutationen, die bereits direkt nach der Teilung der Eizelle im Körper beginnen. Zum anderen aber finden sich Änderungen im genetischen Code durch diejenigen chemischen Prozesse, die durch die Umwelt stimuliert werden.“</p>
<p>Ernährung, Gewohnheiten, Stress, sportliche Aktivität und geistige Herausforderungen sowie Erlebnisse können ihre Spuren im genetischen Code hinterlassen. Michaela Brohm-Badry nennt Beispiele: „Eindrucksvoll sind auch die Befunde der Krebsforschung oder von traumatisierten Eltern, die ihre Angstneigung an die Kinder weitervererben. Oder von Kindern, die mangelhafte Elternliebe erfahren und diese frühe Trauma in ihren genetischen Code einbauen.“ Das Epigenom, also die Veränderung der Gene, „ist die Sprache, in der das Erbgut mit der Umwelt kommuniziert“, sagte einst der US-amerikanische Epigenetiker Rudolf Jaenisch. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-beduerfnisse-befriedigen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alleinstehende sollen nach draußen gehen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/alleinstehende-sollen-nicht-zu-hause-herumsitzen.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/alleinstehende-sollen-nicht-zu-hause-herumsitzen.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2024 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinstehende]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Single]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5250</guid>

					<description><![CDATA[Für viele Menschen scheinen Situationen, in denen sie sich allein inmitten von glücklich miteinander verbundenen Menschen befinden, nur schwer aushaltbar. Andreas Salcher weiß: „Dabei wäre es für Alleinstehende viel besser, etwas allein zu unternehmen als zu Haus herumzusitzen. Die Kunst, allein zu reisen, ist erlernbar und beginnt mit der Entscheidung, sich darauf einzulassen. Die wahren ... <a title="Alleinstehende sollen nach draußen gehen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/alleinstehende-sollen-nicht-zu-hause-herumsitzen.html" aria-label="Mehr Informationen über Alleinstehende sollen nach draußen gehen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele Menschen scheinen Situationen, in denen sie sich allein inmitten von glücklich miteinander verbundenen Menschen befinden, nur schwer aushaltbar. Andreas Salcher weiß: „Dabei wäre es für Alleinstehende viel besser, etwas allein zu unternehmen als zu Haus herumzusitzen. Die Kunst, allein zu reisen, ist erlernbar und beginnt mit der Entscheidung, sich darauf einzulassen. Die wahren Abenteuer beim Reisen sind ohnehin nicht planbar.“ Reisen ist die zweitbeste Art, sein Geld auszugeben. Man sollte allerdings nicht über seinen Verhältnissen reisen, aber auch nicht darunter. Der Alleinreisende ist meist nicht an die Hochsaison gebunden und kann daher mit Verhandlungsgeschick einen guten Deal in einem Traumhotel machen. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5250"></span></p>
<p><strong>Hürden für den Alleinreisenden bauen sich im Kopf auf</strong></p>
<p>Dreißig bis vierzig Prozent Rabatt sind erzielbar. Airbnb bietet gerade Alleinreisenden bisher unbekannte Möglichkeiten. Gruppenreisen sind oft besser als ihr Ruf, aber nicht jedermanns Sache. Andreas Salcher erklärt: „Der Alleinreisende kann sich ohne Pflichtprogramm den Dingen hingeben, die er gerne tut. Irgendwann wird er es dann sogar schaffen, die größte Hürde mit Würde zu bewältigen: das Abendessen.“ Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, das Abendessen mit sich selbst souverän zu bewältigen, schafft man auch die zweite Hürde des Alleinreisenden. </p>
<p>Diese baut sich nur im Kopf auf. Wer mit dem Partner gemeinsam reist, sieht ständig Singles, die ihm verheißungsvolle Blicke zuwerfen, wer allein reist, blickt nur auf schmusende Liebespaare. „Wahrnehmungsverzerrung“ heißt dieser Effekt in der Psychologie. Andreas Salcher stellt fest: „Dabei bieten Reisen unzählige Möglichkeiten, auf Flughäfen, Busstationen, im Hotel, im Café oder beim Einkaufen nette Menschen kennenzulernen. Nur wer schon mit der fixen Vorstellung nach Bali fliegt, dort den Mann seines Lebens kennenzulernen, wird wohl eher eine Menge verzweifelt Suchender finden.“ </p>
<p><strong>Auf Reisen lernt man seinen Partner am besten kennen</strong></p>
<p>Jede Reise ist ein Spiegel der eigenen Persönlichkeit. Jedenfalls sollten Reisen Skizzen in der persönlichen Vorstellungskraft sein, die viel Raum für überraschende Erlebnisse lassen. Andreas Salcher erläutert: „Dem erfahrenden Alleinreisenden gelingt es, sich frei von Erwartungen an eine Reise zu machen. In der Rückschau sind es oft die Pannen, Umwege oder Verirrungen, die zu den schönsten Abenteuern geführt haben – wie auf Reisen, so im Leben.“</p>
<p>Die Art, wie man eine unbekannte Landschaft oder fremde Stadt entdeckt, gleicht oft dem Muster, wie man sich durch sein Leben bewegt. Die Kunst, allein reisen zu lernen, ist ein gutes Training für die Phasen des Lebens, die man vielleicht einmal allein bestreiten muss. Nirgends lernt man einen Partner besser kennen als auf Reisen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Nirgends lernt man sich selbst besser kennen als auf Reisen. Der Unterschied ist, dass Sie sich von Ihrem Partner trennen können, sich selbst werden Sie für den Rest ihres Lebens aushalten müssen.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/alleinstehende-sollen-nicht-zu-hause-herumsitzen.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Zufall bietet ungeahnte Chancen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-zufall.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-zufall.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Feb 2024 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zufall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5228</guid>

					<description><![CDATA[Zunächst ist der Zufall weder gut noch schlecht. Es gibt glückliche Zufälle, auf die niemand verzichten will. Oder er ist beides. Reinhard K. Sprenger weiß: „Für die Evolution hingegen ist der Zufall eindeutig gut – als Überlebensprinzip. Die Biologie liebt die kleinen Kopierfehler bei der Herstellung von Imitationen. Über Sex werden die Erbanlagen zweier Individuen ... <a title="Der Zufall bietet ungeahnte Chancen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-zufall.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Zufall bietet ungeahnte Chancen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst ist der Zufall weder gut noch schlecht. Es gibt glückliche Zufälle, auf die niemand verzichten will. Oder er ist beides. Reinhard K. Sprenger weiß: „Für die Evolution hingegen ist der Zufall eindeutig gut – als Überlebensprinzip. Die Biologie liebt die kleinen Kopierfehler bei der Herstellung von Imitationen. Über Sex werden die Erbanlagen zweier Individuen zufällig gemischt und auf gemeinsame Nachkommen verteilt.“ Die Bandbreite möglicher Varianz erhöht sich damit exponentiell. Das wiederum ist wichtig gegen evolutionäre Wettbewerber. Sie können sich umso schlechter auf jemanden einstellen, der häufig die Form wechselt. Dasselbe gilt für ökonomische Akteure: Wirtschaftlich erfolgreich sind jene, die nicht ausrechenbar sind. Die Chancen sehen, die der Zufall bietet. Und handeln. Ersteres tun manche, das zweite ist seltener. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5228"></span></p>
<p><strong>Ohne Zufall gibt es keine Erzählung</strong></p>
<p>Viele hat der Zufall gerufen, aber wenige haben ihn auserwählt. Evident ist ebenso, dass man sich als Individuum nicht durch planerische Erfolge entwickelt, sondern durch Schwierigkeiten. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Wer den Zufall auszuschalten versucht, leidet mithin an Misserfolgsarmut. Zudem übersieht er die Blumen am Wegesrand. Überraschend Neues entsteht oft aus einem Zustand, der auf den ersten Blick wie eine Katastrophe wirkt.“</p>
<p>Das Unvorhergesehene bietet zumindest die Möglichkeit, neuer, anders, besser zu sein als zuvor. Und weil ihm etwas dazwischengekommen ist, hat er auch eine Geschichte, die der Persönlichkeit Form gibt. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Die ist erzählenswert. Ohne Zufall keine Erzählung! Wer sie mitteilen will, sollte daher seine Selbstwirksamkeit relativieren: Unsere Geburt ist uns zugefallen, unser Land, in dem wir aufgewachsen sind, unsere Herkunftsfamilie, die Zeitbedingungen. Das haben wir nicht gewählt, da stecken wir drin.“</p>
<p><strong>Die Welt ist eine Realisation von Freiheit</strong></p>
<p>Wer dafür votiert, dass alles dem Walten eines unpersönlichen Fatums unterliegt, kommt gleichwohl um den Zufall nicht herum. Die Welt, so wie sie ist, hätte der Schöpfer auch anders gestalten können, unbegrenzt. Sie ist also eine Schöpferlaune, insofern Realisation von Freiheit. Diese wiederum ist Voraussetzung der Reaktion eines Menschen auf das Zugefallene, einer beobachtenden und reagierenden Freiheit, einer Freiheit zweiter Ordnung. </p>
<p>Reinhard K. Sprenger betont: „Deshalb dementiert der Zufall nicht die menschliche Freiheit, sondern ist ihre Bedingung. Angesichts des Zufalls sind wir also herausgefordert, uns in der Freiheit zu üben und die Gelegenheiten zu nutzen, deren endliche Summe das ganze Leben ist.“ Konkreter noch: Wenn es nur einen einzigen Menschen gibt, der auf dieselbe Zufälligkeit unterschiedlich reagiert, reicht das aus für Selbstverantwortung. Nur auf den schicksalhaftesten aller Zufälle kann man nicht reagieren – auf den eigenen Tod. Quelle: „Gehirnwäsche trage ich nicht“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-zufall.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Persönlichkeit ist mehr als Intelligenz</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-mehr-als-intelligenz.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-mehr-als-intelligenz.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=5078</guid>

					<description><![CDATA[Wie gut sich ein Mensch in seiner Umwelt zurechtfindet, hängt von vielen Dingen ab. Die Kombination dieser Faktoren ist die Persönlichkeit. Jakob Pietschnig ergänzt: „Auch darum kümmert sich die Psychologie, auch wenn es da um viele Aspekte geht, die mit der kognitiven Leistung nicht immer etwas zu tun haben.“ Um die Gesamtheit der Persönlichkeit erfassen ... <a title="Persönlichkeit ist mehr als Intelligenz" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-mehr-als-intelligenz.html" aria-label="Mehr Informationen über Persönlichkeit ist mehr als Intelligenz">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gut sich ein Mensch in seiner Umwelt zurechtfindet, hängt von vielen Dingen ab. Die Kombination dieser Faktoren ist die Persönlichkeit. Jakob Pietschnig ergänzt: „Auch darum kümmert sich die Psychologie, auch wenn es da um viele Aspekte geht, die mit der kognitiven Leistung nicht immer etwas zu tun haben.“ Um die Gesamtheit der Persönlichkeit erfassen zu können, reicht natürlich ein Intelligenztest nicht. Daher hat man andere Verfahren, andere Modelle entwickelt, um weitere Facetten der Persönlichkeit messbar zu machen. Das gängigste ist momentan das sogenannte OCEAN-Modell, das die Persönlichkeitszüge Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus darstellt. In den 1960er- und 1970er-Jahren herrschte ein sehr positives Menschenbild vor. Daher erfasste man negative Züge eines Menschen nicht, denn man hielt alles Aversive für krank. Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien. <span id="more-5078"></span></p>
<p><strong>Auch ein gesunder Mensch hat dunkle Facetten</strong></p>
<p>Später befand man, dass auch beim gesunden Menschen aversive Züge vorkommen. Das OCEAN-Modell erweiterte man durch die sogenannte „dunkle Triade der Persönlichkeit“. Aversive Persönlichkeiten lassen sich auf den Dimensionen Machiavellismus, Narzissmus und Psychopathie einordnen. In jüngster Zeit fügte man sogar noch eine vierte dunkle Facette, den Sadismus, hinzu. Jakob Pietschnig betont aber: „Grundsätzlich steht Intelligenz in einem positiven Zusammenhang mit Gesundheit und vielen weiteren wünschenswerten Lebensoutcomes.“ </p>
<p>Aber zu einem guten Menschen macht einen die Intelligenz nicht. Man sieht es an Hochbegabten, deren Biografien man sehr lange durchleuchtet hat. Und man muss erkennen, dass es innerhalb der Intelligenz-Elite genauso viele Verbrecher gibt wie bei Normalbegabten. Allerdings sitzen die hochbegabten Kriminellen weniger häufig im Gefängnis. Das hat mehrere Gründe. Einerseits sind sie öfter im sogenannten White-Colour-Crime zu Hause. Also nicht unbedingt bei Wirtshausraufereien, Mord und Totschlag, sondern etwa bei Wirtschaftsdelikten, die typischerweise mit geringeren Strafandrohungen einhergehen.</p>
<p><strong>Assessment-Center funktionierten oft nicht gut</strong></p>
<p>Andererseits sind sie im Allgemeinen erfolgreicher damit, einen positiven Eindruck bei Gericht zu hinterlassen, oder wenn sie einmal im Gefängnis sitzen, frühzeitiger entlassen zu werden. Jakob Pietschnig erklärt: „Darüber hinaus scheint es auch plausibel, dass sich intelligente Straftäter nicht so leicht erwischen lassen wie weniger intelligente.“ Die Erfassung von unterschiedlichen Persönlichkeitsfacetten ist besonders wichtig, wenn es um Stellenbesetzungen geht.</p>
<p>Wenn alle Kandidaten gleich intelligent sind, sollte man davon ausgehen, dass es lediglich die fachliche Passung – also im Prinzip der Lebenslauf – ist, die den Ausschlag gibt, wer die Stelle bekommt. Im Gegenteil ist es aber oft die Persönlichkeit, die bestimmt, wer erfolgreich ist. Diejenigen, die sich vor den Auswahlkomitees geschickt verhalten, bekommen den Job eher als die weniger Geschickten. Heutzutage sind Assessment-Center in der Personalauswahl sehr beliebt. Allerdings weiß man inzwischen, dass sie oft nicht gut funktionierten. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten niedrigen Validität. Quelle: „Intelligenz“ von Jakob Pietschnig</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-mehr-als-intelligenz.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jedes Erlebnis kann lebensverändern sein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-lebensfreude.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-lebensfreude.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2022 01:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensfreude]]></category>
		<category><![CDATA[Neugier]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3727</guid>

					<description><![CDATA[Michaela Brohm-Badry hat Menschen getroffen, die getan haben, was sie schon lange tun wollten. Sie haben gefunden, was sie begeistert, und sie erzählen davon voller Lebensfreude. Menschen, die aufbrechen und leben. Sie sind so wie viele andere Menschen, nur ein ganz klein bisschen anders vielleicht. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Etwas zu erforschen heißt, sich lange Zeit ... <a title="Jedes Erlebnis kann lebensverändern sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-lebensfreude.html" aria-label="Mehr Informationen über Jedes Erlebnis kann lebensverändern sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Michaela Brohm-Badry hat Menschen getroffen, die getan haben, was sie schon lange tun wollten. Sie haben gefunden, was sie begeistert, und sie erzählen davon voller Lebensfreude. Menschen, die aufbrechen und leben. Sie sind so wie viele andere Menschen, nur ein ganz klein bisschen anders vielleicht. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Etwas zu erforschen heißt, sich lange Zeit zu vertiefen, um die eine Forschungsfrage beantworten zu können. […] Was brauchen wir, um mitten im Leben aufzubrechen und inneren Impulsen zu folgen? Und weiter noch: Woher kommt dieser Impuls zum Aufbrechen, und wie kann der Weg gelingen?“ Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-3727"></span></p>
<p><strong>Neugierige Menschen interessieren sich für ihre Umwelt</strong></p>
<p>Dem US-amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson wird folgender Ausspruch zugeschrieben: „Folge nicht dem Weg, wohin er auch führt – sondern gehe dorthin, wo es keinen Weg gibt, und hinterlasse einen Pfad.“ Jede Forschung beginnt mit einem Anstoß. Irgendein Phänomen, das man nicht erklären kann, eine Informationslücke, Widersprüche, etwas, das man herausfinden muss, wissen will. Also schlicht: Neugier. Deshalb sind viele Forscher ziemlich neugierig. Neugierige Menschen haben ein hohes Interesse an neuen Erfahrungen und ihrer Umwelt.</p>
<p>Sie interessieren sich für viele Bereiche und mögen abwechslungsreiche Situationen – lieben den hohen Herausforderungscharakter dieser. Heute ist Michaela Brohm-Badry Forscherin und so formalisierte sich ihre Neugier, doch das Abenteuer blieb. Es verändert einen Menschen, wenn er sich und seine Umwelt erkundet. A life-chancing act sozusagen. All das, was man erlebt und erfährt, kann lebensverändernd sein. Und das gilt auch für kognitive Erlebnisse. So sind beispielsweise Menschen, die zu Hause viele Bücher haben, offener für Erfahrungen als Menschen aus Haushalten mit nur wenigen oder keinen Büchern.</p>
<p><strong>Menschen werden mit dem Alter verträglicher</strong></p>
<p>Auch tiefer Wandel in der Persönlichkeit ist inzwischen gut belegt. So werden Menschen mit dem Alter verträglicher – nicht alle, aber die meisten. Auch die emotionale Stabilität nimmt zu, was besonders tröstlich ist. Michaela Brohm-Badry weiß: „Wir haben dann also weniger Angst, weniger Depressionen, weniger Wut und sind weniger empfindlich. Das macht uns im Alter freier. Neugier führt zu Wissen und Wissen verändert uns.“ Die Forschung beginnt zunächst mit assoziativen Suchen nach Vorwissen, Fragen, Erkenntnissen zum Thema.</p>
<p>Viele Menschen müssen sich eingestehen, dass ihre Versuche, sich an die immer schnellen rotierenden Verhältnisse anzupassen, vergeblich waren. Fast wie in dem Lied von Manfred Man „Blinded by the light“ rennen sie wie wahnsinnig, geblendet durch die Nacht. Sie werden nie so schnell so perfekt, so entfremdet, so selbstoptimiert sein, dass sie genügen. Die Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Und diese Erkenntnis hat etwas ungeheuer Befreiendes, lässt sie doch den ganzen Druck skrupellos zurück. Vielleicht kommt jetzt die Zeit des freien Durchatmens. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-lebensfreude.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nur der Mensch reflektiert über das Ich</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/nur-der-mensch-kann-ueber-das-ich-reflektieren.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/nur-der-mensch-kann-ueber-das-ich-reflektieren.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 02:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2533</guid>

					<description><![CDATA[Die Psychologie bezeichnet mit dem Begriff Persönlichkeit die Gesamtheit der Eigenschaften eines individuellen Menschen. Dazu gehört sein Ordnungssystem, das aus Denkmustern, Wissen und Können aufgebaut ist. Holger Volland ergänzt: „Bei uns Menschen entwickelt sich die Persönlichkeit im Laufe eines Lebens durch Wahrnehmung, Fehler machen, Neues lernen, Fähigkeiten entwickeln et cetera stetig weiter – sie wird ... <a title="Nur der Mensch reflektiert über das Ich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/nur-der-mensch-kann-ueber-das-ich-reflektieren.html" aria-label="Mehr Informationen über Nur der Mensch reflektiert über das Ich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Psychologie bezeichnet mit dem Begriff Persönlichkeit die Gesamtheit der Eigenschaften eines individuellen Menschen. Dazu gehört sein Ordnungssystem, das aus Denkmustern, Wissen und Können aufgebaut ist. Holger Volland ergänzt: „Bei uns Menschen entwickelt sich die Persönlichkeit im Laufe eines Lebens durch Wahrnehmung, Fehler machen, Neues lernen, Fähigkeiten entwickeln et cetera stetig weiter – sie wird von unserem Leben geformt.“ Antonio Damasio, ein Neurowissenschaftler, definiert Bewusstsein als „Geisteszustand, in dem man Kenntnis von der eigenen Existenz und der Existenz der Umwelt hat“. Das Bewusstsein für das persönliche Ich entsteht demnach durch den dauernden Abgleich der individuellen Situation mit dem gespeicherten Wissen und einer daraus folgenden Bewertung. Der Informationswissenschaftler Holger Volland lehrte an der Hochschule Wismar Gestaltung und kuratierte große Ausstellungen der Gegenwartskunst in Argentinien und Deutschland. <span id="more-2533"></span></p>
<p><strong>Smartphones übernehmen immer mehr Funktionen</strong></p>
<p>Die Fähigkeit der Reflexion über das Ich begründet damit seine Existenz. Mit der Entwicklung von Künstlichen Intelligenzen, die über ein solches Ich-Bewusstsein verfügen, würde unweigerlich eine Art „Superintelligenz“ entstehen, die sich selbst in einen Vergleich zu anderen Wesen wie den Menschen setzen würde. Ein geistig derart überlegenes Wesen, das Kriterien einer Superintelligenz erfüllt, ist nach heutigen Erkenntnissen nicht existent. Allerdings gibt es etliche Wissenschaftler, die heute schon vor entsprechenden Entwicklungen warnen.</p>
<p>Holger Volland stellt fest: „Doch egal, ob sie ein eigenes Bewusstsein besitzen oder nicht, wir werden die Maschinen in unserem Leben entweder wie intelligente Wesen behandeln oder sogar wie einen Teil von uns.“ Manche Menschen betrachten ja sogar Mobiltelefone mittlerweile als einen eigenen Körperteil und verspüren Trennungsgefühle, wenn sich das Gerät nicht in der Nähe befindet. Und tatsächlich übernehmen Smartphones immer mehr Funktionen.</p>
<p><strong>Viele Menschen nutzen das Smartphone als Co-Gedächtnis</strong></p>
<p>Die beiden Philosophen Andy Clark und David Chalmers beschrieben schon vor zwanzig Jahren, dass sich die Geisteszustände eines Menschen ebenso wie seine Erinnerungen nicht mehr nur in seinem Kopf befinden. Viele Menschen benutzen Mobiltelefone als Co-Gedächtnis und ausgelagerten Teil ihres Gehirns. Sie vertrauen ihnen ihre größten Geheimnisse an. Ein Großteil des eigenen Wissens über Kontakte, Termine und vergangene Erlebnisse kann über diese Geräte abgerufen werden.</p>
<p>Viele Menschen sind deshalb unvollständig und nicht mehr ganz funktionsfähig, wenn das Smartphone nicht da ist. Das erklärt auch, wieso so viele Menschen Angst davor haben, ohne ihr Telefon zu sein. Eine Studie der Ludwig-Maximilians Universität in München zeigt, dass viele Menschen eine emotionale Beziehung zu ihrem mobilen Begleiter eingegangen sind. Ohne ihn fühlen sich 27 Prozent frustriert, 26 Prozent verlassen und 16 Prozent gar traurig. Rund ein Viertel heutiger junger Erwachsener schaut mehr als hundertmal pro Tag auf das Gerät. Quelle: „Die kreative Macht der Maschinen“ von Holger Volland</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/nur-der-mensch-kann-ueber-das-ich-reflektieren.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Lebenskrise hört nie wirklich auf</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/eine-lebenskrise-hoert-nie-wirklich-auf.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/eine-lebenskrise-hoert-nie-wirklich-auf.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2020 07:40:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Big-Five-Modell]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Midlife-Crisis]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[William James]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2389</guid>

					<description><![CDATA[Wer heute noch von einer Midlife-Crisis redet, der zeigt laut Andreas Salcher, dass er wirklich alt ist. Der Begriff ist de facto ausgestorben, das Phänomen der Lebenskrise dagegen nicht. Die Lebenskrise beginnt heutzutage nur meist schon Mitte 20 und hört nie mehr wirklich auf. Andreas Salcher erläutert: „Die nächste Krise bricht oft in einer Phase ... <a title="Eine Lebenskrise hört nie wirklich auf" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-lebenskrise-hoert-nie-wirklich-auf.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Lebenskrise hört nie wirklich auf">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer heute noch von einer Midlife-Crisis redet, der zeigt laut Andreas Salcher, dass er wirklich alt ist. Der Begriff ist de facto ausgestorben, das Phänomen der Lebenskrise dagegen nicht. Die Lebenskrise beginnt heutzutage nur meist schon Mitte 20 und hört nie mehr wirklich auf. Andreas Salcher erläutert: „Die nächste Krise bricht oft in einer Phase auf, in der wir endlich zu wissen glauben, wie das Leben funktioniert.“ Dieser Prozess des ständigen Wechsels zwischen Stabilität und Entwicklung der Persönlichkeit ist zwar durchaus lehrreich, aber auch ziemlich anstrengend. Was versteht man überhaupt unter Persönlichkeit? Unter den unzähligen gilt das „Big-Five-Modell“ heute international als das universelle Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2389"></span></p>
<p><strong>Menschen verändern sich alle zehn Jahre ein bisschen</strong></p>
<p>Die „Big Five“ definieren fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit: Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. William James, ein Mitbegründer der modernen Psychologie als Wissenschaft, schrieb 1890: „Der Charakter des Menschen ist spätestens mit 30 so erstarrt wie Gips, und er wird nie wieder weich werden.“ Mit ihrer selektiven Wahrnehmung bestätigen viele Menschen diese veraltete These gerne, vor allem, wenn es andere betrifft. </p>
<p>Allerdings sind die fünf Merkmale nicht so stabil, wie ursprünglich angenommen. Im Durchschnitt verändern sich Menschen zwar nicht in großen Sprüngen, sondern alle zehn Jahre ein bisschen. Dennoch sind diese Entwicklungen keineswegs zu vernachlässigen. Im Laufe ihres Lebens ruhen viele Menschen mehr in sich selbst und geben weniger auf die Meinung anderer. Andreas Salcher fügt hinzu: „Tendenziell ziehen wir uns aber auch mehr zurück, sind weniger offen für Neues und werden etwas nachlässiger und unorganisierter.“ </p>
<p><strong>Die Menschen können sich sehr wohl verändern</strong></p>
<p>Ein einziges Merkmal verändert sich hingegen in keiner der Studien über die Persönlichkeit merklich: die Verträglichkeit. Zwar gibt es Menschen, die ein klein wenig verträglicher werden, also etwas mehr Rücksicht auf andere nehmen und empathischer werden. Andere entwickeln sich etwas ins Gegenteil – keiner aber verändert sich hier laut den Daten signifikant. Jedoch verfügen die Menschen über sehr viel mehr Spielräume in ihrem Verhalten, als sie glauben oder sich einreden lassen. </p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Wir haben uns meist zu sehr in unseren Gewohnheiten eingerichtet, halten sie für unser Wesen und sind der festen Überzeugung: So bin ich eben, ihr müsst mich so nehmen, wie ich bin.“ Diese Ansicht ist zwar bequem, aber falsch, die Menschen können sich sehr wohl anders verhalten. Man erlebt doch immer wieder, wie einen Menschen überraschen. Der Schüchterne begehrt auf einmal gegen Ungerechtigkeit auf, der eiskalte Egoist zeigt plötzlich Mitgefühl. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/eine-lebenskrise-hoert-nie-wirklich-auf.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Persönlichkeit ist ein sehr komplexer Begriff</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-ein-sehr-komplexer-begriff.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-ein-sehr-komplexer-begriff.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2020 06:39:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2254</guid>

					<description><![CDATA[Kränkung und Gekränktheit hängen, die betont Reinhard Haller, nie von der Persönlichkeit allein ab. Auch gibt es nicht die kränkende Charakterstruktur schlechthin, ebenso wenig wie es die idealtypische Persönlichkeit des Gekränkten gibt. Reinhard Haller erläutert: „Persönlichkeit ist ein sehr komplexer Begriff, der in der Alltagssprache nicht nur psychologische, sondern auch ethische Bestandteile beinhaltet.“ So spricht ... <a title="Persönlichkeit ist ein sehr komplexer Begriff" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-ein-sehr-komplexer-begriff.html" aria-label="Mehr Informationen über Persönlichkeit ist ein sehr komplexer Begriff">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kränkung und Gekränktheit hängen, die betont Reinhard Haller, nie von der Persönlichkeit allein ab. Auch gibt es nicht die kränkende Charakterstruktur schlechthin, ebenso wenig wie es die idealtypische Persönlichkeit des Gekränkten gibt. Reinhard Haller erläutert: „Persönlichkeit ist ein sehr komplexer Begriff, der in der Alltagssprache nicht nur psychologische, sondern auch ethische Bestandteile beinhaltet.“ So spricht man von einer großen und starken Persönlichkeit oder einem miesen und asozialen Charakter. Nach dem psychologischen Verständnis bedeutet Persönlichkeit die Summe aller psychischen Eigenschaften und Verhaltensbereitschaften, die dem Einzelnen seine unverwechselbare Individualität verleihen. Persönlichkeit wird bestimmt durch fixierte Organisationszüge einer Person hinsichtlich Charakter, Temperament, Intellekt und körperlicher Ausstattung. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2254"></span></p>
<p><strong>Persönlichkeitsstörungen sind keine Krankheiten</strong></p>
<p>Mit Charakter meint man die mehr oder weniger stabile und überdauernde Systematisierung des strebenden Verhaltens. Er umfasst also auch die moralisch-ethische Einstellung, die Wertehaltung, die Bindung an Normen und Gewissen sowie alle daraus resultierenden Verhaltensdispositionen. Das Temperament bezieht sich auf die Emotionalität und das affektive Verhalten, auf die vitale Aktivität und den Antrieb. Und mit Intellekt bezeichnet man im wissenschaftlichen Verständnis das mehr oder weniger stabile, überdauernde System kognitiven Verhaltens. </p>
<p>Störungen der Persönlichkeit sind laut Reinhard Haller keine Krankheiten, sondern Verschärfungen verschiedener Eigenschaften des Charakters. Misstrauen statt Vorsicht, Geiz statt Sparsamkeit, emotionale Instabilität statt schlechter Laune wären solche Zuspitzungen. Genau genommen sind Persönlichkeitsstörungen extreme Varianten menschlicher Besonderheit und Vielfalt. Spezifische Störungen der Persönlichkeit kann man anhand der Merkmale „kränkend“ und „kränkbar“ bilden. Richtet man das Wesen und das Verhalten einer Person auf die beiden Kränkungspole aus, ergeben sich folgende Gruppen. </p>
<p><strong>Narzissten kränken maximal und sind selbst extrem empfindlich</strong></p>
<p>Persönlichkeiten, die andere Menschen in maximaler Form kränken und dabei selbst extrem empfindlich sind, gehören zur Gruppe der Narzissten. Verhält sich jemand rücksichtslos und verletzend und ist dabei selbst in keiner Weise empfindlich, spricht man von einer psychopathischen Charakterstruktur. Wenn jemand selbst sehr leicht zu kränken ist, diese Sensibilität aber auch im Umgang mit anderen wahrt, handelt es sich um hochsensible oder überempfindliche Menschen. </p>
<p>Passiv-aggressive Persönlichkeiten sind verhaltend kränkend und, oft wenig spürbar, ebenso verletzlich. Hingegen werden ängstlich-vermeidende Persönlichkeiten andere kaum kränken, sind selbst im Gegensatz dazu jedoch äußerst verletzbar. Schließlich gibt es das Störungsbild des Autismus, bei dem weder andere gekränkt werden noch eigene Kränkbarkeit erkennbar ist, zumindest äußerlich. Ob autistische Menschen trotz der nach außen hin fehlenden affektiven Resonanz im Inneren nicht doch sehr empfindsam und damit kränkbar sind, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit beantworten. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/persoenlichkeit-ist-ein-sehr-komplexer-begriff.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
