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	<title>Narzissmus &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Man muss die Muster des Narzissmus erkennen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 01:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[„Label sind für Dosen, nicht für Menschen!“, heißt es. Normalerweise würde Turid Müller dieser Redensart voll und ganz zustimmen. Aber im Fall des Narzissmus möchte sie dafür warnen: „Diagnosen und andere Begrifflichkeiten helfen, Muster zu erkennen, um handlungsfähig zu werden. Und in Bezug auf narzisstischen Missbrauch bringt die Erkenntnis, endlich einen Namen für das Erlebte zu haben, oft den entscheidenden Durchbruch.“ Sollte ein Mensch bei dem Wort „Narzissmus“ Hemmungen haben, so sei ihm versichert: Das ehrt ihn. Aber in diesem Fall hilft es ihm nicht weiter. Möglicherweise kann der Gedanke&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Label sind für Dosen, nicht für Menschen!“, heißt es. Normalerweise würde Turid Müller dieser Redensart voll und ganz zustimmen. Aber im Fall des Narzissmus möchte sie dafür warnen: „Diagnosen und andere Begrifflichkeiten helfen, Muster zu erkennen, um handlungsfähig zu werden. Und in Bezug auf narzisstischen Missbrauch bringt die Erkenntnis, endlich einen Namen für das Erlebte zu haben, oft den entscheidenden Durchbruch.“ Sollte ein Mensch bei dem Wort „Narzissmus“ Hemmungen haben, so sei ihm versichert: Das ehrt ihn. Aber in diesem Fall hilft es ihm nicht weiter. Möglicherweise kann der Gedanke entlasten, dass man gar keine Fremddiagnose machen muss. Die Muster erkennen und benennen zu können reicht aus. Turid Müller gebraucht das Wort „Narzissmus“ also nicht als Diagnose, sondern deskriptiv: als Überbegriff für die typischen Verhaltensweisen. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5614"></span></p>
<p><strong>Schon starke narzisstische Anteile beeinträchtigen das Umfeld</strong></p>
<p>Übrigens: Ein Mensch braucht nicht die diagnostischen Kriterien für ein voll ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsstörung zu erfüllen. Turid Müller weiß: „Schon starke narzisstische Anteile sind ausreichend, um das Umfeld zu beeinträchtigen. Diese Einsicht ist relativ neu und gerade erst dabei, ihren Weg ins Bewusstsein des Gesundheitswesens zu finden.“ Bislang wurde die zerstörerische Wirkung solcher Beziehungen weitgehend unterschätzt. </p>
<p>Narzisstische Menschen bevorzugen als Opfer besonders Menschen mit ausgeprägten empathischen Eigenschaften. Diese zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich selbst ständig hinterfragen. Turid Müller fügt hinzu: „Sie wachsen gern, sind kritikfähig und wollen für ihr Umfeld, mit dem sie intensiv fühlend verbunden sind, nur das Beste.“ In toxischen Beziehungen wird diese Eigenschaft ausgenutzt. Narzisstische Menschen projizieren unliebsame Eigenschaften nicht selten auf ihr Umfeld und werfen ihren Opfern ihre eigenen Verfehlungen vor.</p>
<p><strong>Typischerweise fühlen sich die Opfer wie in einem Nebel der Unklarheit</strong></p>
<p>Die zerstörerische Kraft von narzisstischen Manipulationen wird in der Literatur zuweilen mit Geheimdiensttechniken verglichen: Typischerweise fühlen sich die Opfer wie in einem Nebel der Unklarheit. Turid Müller ergänzt: „Entscheidungen zu treffen wird immer schwieriger – das betrifft fit große „Bleiben oder gehen“-Frage genauso wie die Auswahl von Konserven im Supermarkt.“ Man wird psychisch und physisch labiler, zweifelt an sich und seiner Einschätzung der Situation. </p>
<p>Zuweilen kann das so weit gehen, dass man buchstäblich den Eindruck hat, verrückt zu werden, und sich in Behandlung begibt. Die Symptome von Menschen in narzisstischen Beziehungen sind vergleichbar mit denen von Kriegsgefangenen. Abstand tut gut: Oft sind toxische Beziehungen derart verstrickt, dass es kaum möglich ist klar zu sehen. Turid Müller rät: „Daher kann es von Vorteil sein, etwas auf Distanz zu gehen: Meditiere; pflege Kontakte, die dich nähren; fahr am Wochenende allein ans Meer; unternimm nur etwas für dich oder zieh dich zu Hause immer mal zurück.“ Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten begeben sich selten in Therapie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Narzisstische Menschen können keine Schwächen an sich wahrnehmen. In Behandlung begeben werden sich also die wenigsten, da es an Krankheitseinsicht mangelt. Und wenn sie es doch tun, dann meist auf äußeren Druck hin. Turid Müller weiß: „Viele werden die Therapie aber schnellstens wieder verlassen. Denn behandlungsbedürftig zu sein, stellt natürlich eine Bedrohung für den Selbstwert dar.“ Die klassische Abwehr ist eine Verbündung mit der behandelnden Person oder deren Abwertung: „Der Grünschnabel hat keine Ahnung!“ In vulnerablen Phasen oder narzisstischen Krisen gibt es unter Umständen genug Leidensdruck, um sich Hilfe zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Narzisstische Menschen können keine Schwächen an sich wahrnehmen. In Behandlung begeben werden sich also die wenigsten, da es an Krankheitseinsicht mangelt. Und wenn sie es doch tun, dann meist auf äußeren Druck hin. Turid Müller weiß: „Viele werden die Therapie aber schnellstens wieder verlassen. Denn behandlungsbedürftig zu sein, stellt natürlich eine Bedrohung für den Selbstwert dar.“ Die klassische Abwehr ist eine Verbündung mit der behandelnden Person oder deren Abwertung: „Der Grünschnabel hat keine Ahnung!“ In vulnerablen Phasen oder narzisstischen Krisen gibt es unter Umständen genug Leidensdruck, um sich Hilfe zu holen. Hier besteht dann allerdings die Gefahr, dass die narzisstische Störung nicht als solche erkannt, sondern mit Depression, Burnout oder etwas anderem verwechselt und folglich falsch behandelt wird. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5484"></span></p>
<p><strong>Die meisten Therapien bei Narzissten scheitern</strong></p>
<p>Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass korrektive Lebensereignisse ebenfalls eine günstige Wirkung auf die Entwicklung haben und den Narzissmus vermindern können. Turid Müller erklärt: „Wenn es gelingt, das Leben so zu gestalten, dass es den persönlichen Idealen gerechter wird, kann sich das Selbstbewusstsein stabilisieren. Auch schwere Verluste wie Trennungen oder berufliches Scheitern können Menschen wachrütteln und zum Umdenken bringen.“ </p>
<p>Unterm Strich lässt sich also sagen: Es ist nicht unmöglich, eine leichte Verbesserung zu erzielen – aber es ist langwierig, sehr unwahrscheinlich und wird in erster Linie schon an der fehlenden Bereitschaft, eine Therapie zu beginnen, scheitern. Turid Müller fügt hinzu: „Dr. Ramani Durvasula, eine der führenden Figuren der amerikanischen Narzissmus-Selbsthilfe, rät dringend davor ab, wegen der Hoffnung auf Veränderung in einer missbräuchlichen Beziehung zu verweilen.“ Das Versprechen, sich zu verändern, gehört durchaus zu den Taktiken, mit denen narzisstische Menschen ihre Opfer bei der Stange halten. Hoffnung ist ein starker Klebstoff. </p>
<p><strong>Niemand ist vor narzisstischem Missbrauch gefeit</strong></p>
<p>In der Literatur gibt es verschiedene Begriffe für Menschen, die narzisstischen Missbrauch erleben. Die gängigsten sind Opfer, Survivor – Überlebende – und Targets – Zielpersonen. Turid Müller stellt fest: „Keine dieser Bezeichnungen ist despektierlich gemeint. Keine beabsichtigt, Betroffene in die Opferrolle zu drängen. Im Gegenteil: Die Wortwahl soll deutlich machen, dass niemand vor narzisstischem Missbrauch gefeit ist.“ Und dass es eben nicht um gewöhnliche Beziehungsprobleme geht, zu denen beide beitragen.</p>
<p>An dieser Stelle möchte Turid Müller noch ein Wort der Warnung aussprechen: Es kommt immer wieder vor, dass narzisstische Menschen sich auf eine Paartherapie einlassen. Oft geschieht dies auf Initiative des Opfers, das nach einer Lösung sucht. Dies scheint gerade bei verdecktem Narzissmus vielfach nach hinten loszugehen: Ist der Mensch auf der anderen Seite des Schreibtischs nicht geschult, was Narzissmus angeht, besteht die Gefahr, dass er dem narzisstischen Charme erliegt und die Verantwortung für die Probleme ausschließlich beim Opfer sieht. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Oft bilden Narzissten ein falsches Selbst aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2024 02:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Man geht davon aus, dass es bei der Entstehung von narzisstischen Persönlichkeitsstörungen erbliche und umweltbedingte Faktoren gibt, die zusammenwirken. Turid Müller stellt fest: „Beim Auftreten der Krankheit gibt es familiäre Häufungen. Das deutet darauf hin, dass die Gene eine Rolle spielen. Stärker sind aber wohl Umweltfaktoren in der Kindheit, welche die Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung begünstigen können.“ Zum Beispiel kalte oder narzisstische Eltern, Vernachlässigung, mangelnde oder inadäquate elterliche Spiegelung, Verstrickung, Verwöhnung oder übermäßige Bewunderung. Dazu kommen die frühe Übernahme der Eltern- bzw. Erwachsenen-Rolle, Missbrauch und andere Traumata. Diese Umwelteinflüsse sind&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man geht davon aus, dass es bei der Entstehung von narzisstischen Persönlichkeitsstörungen erbliche und umweltbedingte Faktoren gibt, die zusammenwirken. Turid Müller stellt fest: „Beim Auftreten der Krankheit gibt es familiäre Häufungen. Das deutet darauf hin, dass die Gene eine Rolle spielen. Stärker sind aber wohl Umweltfaktoren in der Kindheit, welche die Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung begünstigen können.“ Zum Beispiel kalte oder narzisstische Eltern, Vernachlässigung, mangelnde oder inadäquate elterliche Spiegelung, Verstrickung, Verwöhnung oder übermäßige Bewunderung. Dazu kommen die frühe Übernahme der Eltern- bzw. Erwachsenen-Rolle, Missbrauch und andere Traumata. Diese Umwelteinflüsse sind aber keine Garantie dafür, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung zu entwickeln. Andere Menschen mit ähnlichen Voraussetzungen entwickeln andere Störungen oder bleiben relativ unversehrt. Eine Gemeinsamkeit der Betroffenen scheint zu sein, dass alle in prägenden Phasen nicht um ihrer selbst willen geliebt wurden. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5317"></span></p>
<p><strong>Das Selbstbild eines Narzissten ist makellos oder mickrig</strong></p>
<p>Wenn überhaupt, liebte man sie nur für das, was sie für jemanden tun konnten. Nämlich Leistungen erbringen und der Familienstolz sein, als Mädchen zum eigentlich geplanten Jungen mutieren oder als Kuscheltier und Kummerkasten für die einsame Mama fungieren. Turid Müller weiß: „So bilden sich ein falsches Selbst aus und verbergen ihr wahres – auch vor sich. Was auch immer die Auslöser sind – die Folgen sind ein gestörtes Selbstwertgefühl und Probleme dabei, dieses zu regulieren.“</p>
<p>Narzisstische Menschen haben zwei extreme Selbstbilder ausgeprägt – ein makelloses und ein mickriges –, zwischen denen sie hin- und herpendeln. Wie sie sich gerade sehen, ist von ihren Lebensumständen und den Reaktionen ihrer Umwelt abhängig. Alle Manipulationen und Projektionen sind Versuche, sich als fehlerfrei und besonders zu sehen. Denn die Alternative wäre unerträglich beschämend und würde zu Minderwertigkeitsdepressionen und Selbsthass führen.</p>
<p><strong>Narzissten sind selbst verletzte Seelen</strong></p>
<p>Turid Müller erläutert: „Vulnerabler und grandioser Narzissmus stellen zwei verschiedene Tendenzen dar, mit der empfundenen Scham umzugehen. Beim grandiosen Narzissmus gelingt es, die Maske des falschen Selbst aufrechtzuerhalten, um die Minderwertigkeitsgefühle abzuwehren. Wo dies nicht möglich ist, steht die vulnerable Seite im Vordergrund.“ Menschen mit narzisstischen Störungen sind also selbst verletzte Seelen. Trotzdem ist das natürlich kein Freifahrtschein für missbräuchliches Verhalten.</p>
<p>Es gibt unterschiedliche Einschätzungen dazu, wie gut Menschen mit Narzissmus auf eine Therapie ansprechen. Manche kommen zu der Einschätzung, dass es eine der am schwersten behandelbaren Störungen ist. Turid Müller fügt hinzu: „Wenn es sich um eine Persönlichkeitsstörung handelt, wird man die tiefe Grundlage nicht vollends verändern können, doch das Verhalten ist zum Teil modifizierbar.“ Wie gut das gelingt, ist unterschiedlich. Möglichkeiten zur Veränderung gibt es wohl vor allem für die – leider äußerst kleine – Gruppe derer, welche die Fähigkeit zur Selbstreflexion haben. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten missbrauchen Andere</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 02:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[In sich selbst verliebt zu sein, ist das möglich? Der Narzissmus ist ein psychologischer Befund. Er entwickelt sich, wenn er ein gewisses Übermaß erreicht, zu einer Persönlichkeitsstörung. Peter Trawny ergänzt: „Der Narzisst beginnt unter sich und seiner Selbsteinschätzung zu leiden. Er verschließt sich vor anderen Menschen, überhöht sich unmäßig und ist schmerzhaft anerkennungssüchtig.“ Narzissten bieten dann den anderen Menschen oft ein verführerisches Schauspiel an Freundlichkeit, so dass sie Aufmerksamkeit erzielen. Sie sind dann aber völlig unfähig, andere in ihrer Andersheit wahrzunehmen. Eine Konsequenz ist dann der Missbrauch der Anderen. Man&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In sich selbst verliebt zu sein, ist das möglich? Der Narzissmus ist ein psychologischer Befund. Er entwickelt sich, wenn er ein gewisses Übermaß erreicht, zu einer Persönlichkeitsstörung. Peter Trawny ergänzt: „Der Narzisst beginnt unter sich und seiner Selbsteinschätzung zu leiden. Er verschließt sich vor anderen Menschen, überhöht sich unmäßig und ist schmerzhaft anerkennungssüchtig.“ Narzissten bieten dann den anderen Menschen oft ein verführerisches Schauspiel an Freundlichkeit, so dass sie Aufmerksamkeit erzielen. Sie sind dann aber völlig unfähig, andere in ihrer Andersheit wahrzunehmen. Eine Konsequenz ist dann der Missbrauch der Anderen. Man setzt sich ins Licht, erniedrigt andere, damit das eigene Ego größer erstrahlt. In seinen „Metamorphosen“ erzählt Ovid die Geschichte von Narziss. Peter Trawny gründete 2012 das Matin-Heidegger-Institut an der Bergischen Universität in Wuppertal, dessen Leitung er seitdem innehat. <span id="more-5282"></span></p>
<p><strong>Die Bergnymphe Echo verhungert in einer Höhle</strong></p>
<p>Es ist eine Geschichte voller Schmerz und Gewalt. Narziss ist der schöne Sohn des Flussgottes Kephissos und der Nymphe Leiriope. Der Gott hat die Nymphe vergewaltigt, will sagen, sie schwamm in ihm. Peter Trawny fügt hinzu: „Der berühmte Seher Teiresias – er taucht auch im „König Ödipus“ des Sophokles auf – sagt dem Jungen ein langes Leben voraus, wenn er sich nicht selbst erkennt.“ Nun geschah, dass sich viele um die Gunst des Schönen bemühten, unter anderem auch die Bergnymphe Echo.</p>
<p>Narcissus verschmäht sie, worauf die Nymphe in einer Höhle verschmachtet. Iuno, die Gattin des Jupiters, der sich häufig mit Nymphen die Zeit vertrieb, hatte Echo bereits bestraft, stets die letzten Worte eines Satzes wiederholen zu müssen. Ein bizarrer Zwang, der Narziss verwirrt. Die Geschichte von Narziss ist auch die des traurigen Untergangs der schönen Nymphe, die aus enttäuschter Liebe verhungert. Peter Trawny erklärt: „Nur Stimme ist übrig und Knochen. Stimme verbleibt; zu Gestein – so sagen sie – wurden die Knochen.“</p>
<p><strong>Narziss verwandelt sich in eine Blume</strong></p>
<p>Das also ist die Entstehung des Echos. Echos Schicksal ruft die Rachegöttin Nemesis auf den Plan. Die sagt: „So mag lieben er selbst, so nie das Geliebte besitzen.“ Narziss nämlich liebte es, sich an einem klaren Weiher aufzuhalten. Peter Trawny erläutert: „Da nun sieht er jemand ungeheuerlich Schönen, in den er sich verliebt. Doch die Liebe bleibt ungestillt. Selbst wenn der Andere ihm ganz nahe kommt, berühren sie sich nicht, können sich nicht berühren. Das stürzt Narziss in schreckliche Liebesqualen.</p>
<p>Doch schließlich erkennt er, was er liebt: „Was ich begehre, ist mein. Zum Schmachtenden macht mich der Reichtum. Dass ich vom eigenen Leib mich doch zu trennen vermöchte.“ Teiresias hat es vorhergesagt: Die Selbsterkenntnis ist der Tod des Schönen. Da beginnt die Verwandlung. Narziss verwandelt sich, stirbt, um Blume zu werden. Man nennt sie Narzisse oder Osterglocke, um an eine andere Verwandlung zu erinnern. Peter Trawny stellt fest: „die Erzählung stellt ziemlich genau den Verlauf einer Rettung dar, einer Therapie.“ Quelle: „Philosophie der Liebe“ von Peter Trawny</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Narzissten sind süchtig nach Bewunderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissten]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
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					<description><![CDATA[Grandiosität und Anspruch stehen im Zentrum des narzisstischen Ichs. Mitja Back nennt Beispiele: „Es macht Spaß, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein“, „Ich möchte bewundert werden“ und „Ich strebe danach, von vielen Menschen erkannt zu werden.“ Das narzisstische Ich will also bewundert werden, bekannt sein, oben stehen. Es ist der tiefsitzende Wunsch nach sozialem Status, der Narzissten antreibt. Für sie gibt es nichts Belohnenderes als die soziale Droge der Bewunderung, aber auch nichts Bestrafenderes als sich diese vor der Nase wegschnappen zu lassen. Der Stadtplaner, Architekt und Autor Georg Franck&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Grandiosität und Anspruch stehen im Zentrum des narzisstischen Ichs. Mitja Back nennt Beispiele: „Es macht Spaß, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein“, „Ich möchte bewundert werden“ und „Ich strebe danach, von vielen Menschen erkannt zu werden.“ Das narzisstische Ich will also bewundert werden, bekannt sein, oben stehen. Es ist der tiefsitzende Wunsch nach sozialem Status, der Narzissten antreibt. Für sie gibt es nichts Belohnenderes als die soziale Droge der Bewunderung, aber auch nichts Bestrafenderes als sich diese vor der Nase wegschnappen zu lassen. Der Stadtplaner, Architekt und Autor Georg Franck bringt es auf den Punkt: „Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen.“ Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5208"></span></p>
<p><strong>Das narzisstische Ich will immer neue Anerkennung</strong></p>
<p>Das gilt für viele Menschen, aber Narzissten sind besonders süchtig danach. Es ist die Bewunderung der anderen, welche die gottgleiche Selbstsicht von Narzissten befriedigt. Dazu zählt Mitja Back beispielsweise das euphorische Schreien der Massen, das Gefeiert-Werden für die eigene Leistung, die anerkennenden Blicke im Familien- oder Freundeskreis und die vielen Twitter- und Instagram-Follower. In wissenschaftlichen Studien zeigt sich immer wieder, dass nicht nur Promis, sondern auch Allerwelts-Narzissten stark nach sozialer Bewunderung streben.</p>
<p>Narzisstische Persönlichkeiten sind also nicht einfach nur selbstverliebt. Sie wollen immer neue Anerkennung. Mitja Back erklärt: „Ovids Geschichte von Narcissus hinkt also etwas: In Wirklichkeit hätte sich der schöne Jüngling nicht einfach selbst genügt. Die Bewunderung durch Echo und die anderen Nymphen hätte ihn nicht kaltgelassen – er hätte sie genossen.“ Denn im Spiegel sehen Narzissten nicht nur sich selbst, sondern immer auch das Glänzen in den Augen der anderen. </p>
<p><strong>Auch bei der Statusdroge muss die Dosis ständig erhöht werden</strong></p>
<p>Das unterscheidet sie auch von Menschen, die nur einen hohen Selbstwert haben, also zufrieden mit sich sind und sich sozial aufgehoben fühlen. Das ist für Narzissten nicht genug. Sie wollen etwas Besonderes und besser als andere sein. Mitja Back ergänzt: „Das Maximum aus dem Leben herausholen. Auf einem sozialen Podest stehen. Und einmal oben angekommen, muss es weitergehen.“ Wie bei jeder Droge muss auch bei der Statusdroge die Dosis erhöht werden: „Ich werde nicht glücklich sein, bis ich so bekannt bin wie Gott“, sagte Madonna. </p>
<p>Entsprechend dreht sich auch im Alltag eines Narzissten alles um das Erreichen von sozialem Status. Solche Menschen suchen nach Situationen, in denen sie bewundert werden können. Sie wollen auf die Bühnen des Lebens. Narzissten beobachten in sozialen Situationen außerdem sehr aufmerksam, wie gut sie und andere ankommen. Mitja Back weiß: „Und sie denken dann darüber nach, wie sie ihren eigenen Status im Vergleich zu anderen erhöhen können.“ Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Es gibt viele Arten von Narzissmus</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-arten-von-narzissmus.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor allem in der amerikanischen Selbsthilfeliteratur unterscheidet man inzwischen viele Spielarten des Narzissmus, die einzeln, abwechselnd oder auch in Mischformen auftreten können. Turid Müller möchte einige davon in aller Kürze skizzieren. Sie hat diejenigen ausgewählt, die sie für besonders verdeckt hält. Beispielsweise bedeutet „Gutartiger Narzissmus“: Die Betroffenen sind in der Jugend stecken geblieben und wirken etwas unreif. Trotzdem ist es möglich, viel Spaß mit ihnen zu haben. Turid Müller ergänzt: „Aber an dem Tag, an dem du versuchst, in die Tiefe zu gehen oder schwere Lebensthemen zu teilen, merkst du&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor allem in der amerikanischen Selbsthilfeliteratur unterscheidet man inzwischen viele Spielarten des Narzissmus, die einzeln, abwechselnd oder auch in Mischformen auftreten können. Turid Müller möchte einige davon in aller Kürze skizzieren. Sie hat diejenigen ausgewählt, die sie für besonders verdeckt hält. Beispielsweise bedeutet „Gutartiger Narzissmus“: Die Betroffenen sind in der Jugend stecken geblieben und wirken etwas unreif. Trotzdem ist es möglich, viel Spaß mit ihnen zu haben. Turid Müller ergänzt: „Aber an dem Tag, an dem du versuchst, in die Tiefe zu gehen oder schwere Lebensthemen zu teilen, merkst du wie oberflächlich die Beziehung ist.“ Diese Oberflächlichkeit kann einen Menschen vor große Probleme stellen, wenn er eine engere Beziehung aufbauen möchte. Denn das wird kaum gelingen, wenn ein erwachsenes Einlassen nicht auf beiden Seiten möglich ist. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-5147"></span></p>
<p><strong>Manche Narzissten werten ihr Selbst durch soziales Engagement auf</strong></p>
<p>Narzissmus beschreibt man außerdem zuweilen über das Spielfeld der Überlegenheitsgefühle. Man unterscheidet zum Beispiel intellektuellen oder körperlichen Narzissmus. Turid Müller erklärt: „Während die einen mit Köpfchen glänzen, setzen die anderen ihr Aussehen ein, um narzisstische Bestätigung zu bekommen. Was den einen das Dekolleté, ist den anderen der Doktortitel.“ Doch ein Schönling oder eine Barbie fallen vielleicht eher als narzisstisch auf als jemand, der zu viele Fremdwörter benutzt.</p>
<p>Besonders schwer zu erkennen ist auch etwas, das als „kommunaler Narzissmus“ beschrieben wird. Diese Leute ziehen ihre Selbstaufwertung aus sozialem Engagement, aus dem Schützen von Walen oder aus anderen Tätigkeiten, die man eigentlich allesamt bewundernswert und gemeinnützig finden. Das Problem: Sie tun es nicht um der Sache willen, sondern um Bestätigung zu bekommen. Typisch narzisstisch streben sie auch danach, in einer Disziplin „am besten“ zu sein. </p>
<p><strong>Selbstgerechte Narzissten sind stets moralisch überlegen</strong></p>
<p>Turid Müller erläutert: „Bloß lautet ihr Superlativ nicht Schönheit oder Intelligenz, sondern Welt-Rettung. Lassen Applaus, Klicks oder Bundesverdienstkreuze auf sich warten, kriegen ihre Opfer das zu spüren.“ Und diese fragen sich natürlich, ob mit ihnen etwas nicht stimmt, wo sie doch mit solchen Heiligen liiert sind. Ähnlich geht es den Angehörigen bei „selbstgerechtem Narzissmus“: Ihre besseren Hälften empfinden sich auch als solche: Sie sind stets moralisch überlegen und tun immer das Richtige!</p>
<p>Narzisstische Menschen können wie beim „vernachlässigenden Narzissmus“ auch durch Abwesenheit glänzen: Die Einkäufe, die sie uns mitbringen wollten, oder gemeinsame Termine – einfach vergessen. Turid Müller stellt fest: „Während grandios narzisstische Menschen prahlen und vulnerable jammern, ist diese Spezies schlicht nicht am Gespräch mit uns interessiert.“ Gewalt findet hier durch Unterlassung statt, ist also wieder einmal schwer dingfest zu machen, denn: Es ist ja nichts passiert. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Dunkelziffer beim Narzissmus ist hoch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2023 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Fest steht: Narzissmus gab es immer schon. Zur Häufigkeit narzisstischer Störungen gibt es unterschiedliche Untersuchungsergebnisse. Die Zahlen schwanken zwischen circa unter 1 und 8 Prozent; manche Schätzungen liegen sogar weit höher. Turid Müller stellt fest: „Doch wie häufig Narzissmus tatsächlich ist, lässt sich nur schwer ermitteln – auch wegen der Unklarheit in der Begriffsbestimmung und der fehleranfälligen diagnostischen Tools.“ Es ist möglich, dass die Häufigkeit unterschätzt wird. Wenn diagnostische Fehlerquellen ausgeschlossen würden, könnten die Zahlen deutlich höher liegen. Schwierig ist außerdem die hohe Dunkelziffer. Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen sind –&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fest steht: Narzissmus gab es immer schon. Zur Häufigkeit narzisstischer Störungen gibt es unterschiedliche Untersuchungsergebnisse. Die Zahlen schwanken zwischen circa unter 1 und 8 Prozent; manche Schätzungen liegen sogar weit höher. Turid Müller stellt fest: „Doch wie häufig Narzissmus tatsächlich ist, lässt sich nur schwer ermitteln – auch wegen der Unklarheit in der Begriffsbestimmung und der fehleranfälligen diagnostischen Tools.“ Es ist möglich, dass die Häufigkeit unterschätzt wird. Wenn diagnostische Fehlerquellen ausgeschlossen würden, könnten die Zahlen deutlich höher liegen. Schwierig ist außerdem die hohe Dunkelziffer. Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen sind – mit wenigen Ausnahmen – nicht in der Lage, eigene Schwächen und die Auswirkungen ihres Verhaltens auf andere zu reflektieren. Dementsprechend halten sie sich auch nicht für krank. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-4983"></span></p>
<p><strong>Die Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken fördert den Narzissmus</strong></p>
<p>Zudem ist die Diagnostik dadurch erschwert, dass die Betroffenen keine Krankheitseinsicht haben und die Schwere ihres Zustandes herunterspielen oder schlicht nicht bemerken. Turid Müller erläutert: „Ich-synton sagt man dazu, wenn Menschen ihre Emotionen, Kognitionen und Impulse nicht als störend, sondern als Teil von sich erleben.“ Weil die Gesellschaft – nicht zuletzt dank der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken – immer narzisstischer wird, scheint es eine Zunahme zu geben, zumindest bei milderen Varianten beziehungsweise bei der jüngeren Generation. </p>
<p>Der Narzissmus scheint sich auf einem Spektrum zu bewegen: An der Schwelle, wo der Narzissmus noch nicht stark ausgeprägt ist, um eine Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren, spricht man von einer „Persönlichkeitsakzentuierung“. Dann folgt die voll ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsstörung, die sich vulnerabel und/oder grandios zeigen kann. In starker Ausprägung und bei gleichzeitigem Auftreten von antisozialen Persönlichkeitsmerkmalen spricht man von „malignem (bösartigem) Narzissmus“. Er wird als psychiatrische Entsprechung für „das Böse“ gehandelt. </p>
<p><strong>Narzissmus gibt es mit unterschiedlichsten Funktionsniveaus</strong></p>
<p>Turid Müller weiß: „Gewaltverbrechen und politische Gräueltaten gehen oft auf schwere Störungen dieser Art zurück. Sind die antisozialen Merkmale noch dominanter, liegt eine antisoziale Persönlichkeitsstörung vor; diese gehört auch zu den narzisstischen Störungen und grenzt in schweren Fällen an Psychopathie.“ Auch psychopathische Menschen manipulieren, um zu bekommen, was sie wollen. Aber ihnen ist es in der Regel egal, was andere von ihnen halten. Narzisstische Menschen dagegen brauchen ihr Umfeld, um sich wertvoll zu fühlen.</p>
<p>Über die genaue Abgrenzung und Abstufung besteht Uneinigkeit. Relativ einig ist man sich dagegen über die grundlegende Tendenz: Während Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung immerhin kognitive Empathie empfinden können, wenn sie dazu motiviert sind, nehmen Empathiefähigkeit und Reue mit zunehmender Stärke der Störung immer mehr ab. Und das Gewaltpotenzial steigt. Narzissmus gibt es außerdem mit unterschiedlichsten Funktionsniveaus. Auf dem untersten Funktionsniveau sind die Betroffenen zum Beispiel so desorientiert, und so wenig in der Lage, ihren Alltag zu gestalten, dass eine Unterscheidung zu anderen Persönlichkeitsstörungen kaum möglich ist. Quelle: „Verdeckter Narzissmus in Beziehungen“ von Turid Müller</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Den Narzissmus prägt eine Doppelköpfigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Aug 2023 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim offenen Narzissmus sind die narzisstischen Eigenschaften relativ offensichtlich. Turid Müller erklärt: „Wer diese Menschen besser kennt, merkt, dass sie auf ihren Vorteil bedacht sind und wenig Interessen und Mitgefühl für andere entwickeln. Mit ihrer hohen Meinung von sich halten sie nicht hinterem Berg.“ Sie suchen sich tendenziell eher Rollen, die ihnen ermöglichen, sich ganz offen ins Rampenlicht zu stellen, um Applaus und Macht zu erlangen. Dazu zählen beispielsweise Politiker, Revoluzzer oder Draufgänger. Auch sie haben die für den Narzissmus typische Doppelköpfigkeit. Aber es ist nicht diese besonders tückische Mogelpackung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim offenen Narzissmus sind die narzisstischen Eigenschaften relativ offensichtlich. Turid Müller erklärt: „Wer diese Menschen besser kennt, merkt, dass sie auf ihren Vorteil bedacht sind und wenig Interessen und Mitgefühl für andere entwickeln. Mit ihrer hohen Meinung von sich halten sie nicht hinterem Berg.“ Sie suchen sich tendenziell eher Rollen, die ihnen ermöglichen, sich ganz offen ins Rampenlicht zu stellen, um Applaus und Macht zu erlangen. Dazu zählen beispielsweise Politiker, Revoluzzer oder Draufgänger. Auch sie haben die für den Narzissmus typische Doppelköpfigkeit. Aber es ist nicht diese besonders tückische Mogelpackung wie beim verdeckten Narzissmus. Menschen mit verdecktem Narzissmus achten peinlich genau darauf, was andere von ihnen denken. Sie werden geschätzt. Und niemand würde über sie sagen, dass sie narzisstisch sind. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-4778"></span></p>
<p><strong>Das Selbstgefühl verdeckter Narzissten ist schwach</strong></p>
<p>Sie wirken nett und hilfsbereit. Und darauf sind sie auch sehr bedacht. Ihre Maske sitzt lange Zeit tadellos. Nur ihre Opfer erhaschen ab und zu einen Blick dahinter. Doch weil das, was sie sehen, nicht in das Bild passt, das sie von dieser Person haben, erklären sie es weg – weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Turid Müller weiß: „Erst ganz am Ende einer solchen Partnerschaft kriegt die Maske Risse, und das wahre Gesicht kommt zum Vorschein. Doch selbst dann fällt es schwer zu glauben, dass alles andere nur eine Illusion war.“ </p>
<p>Da ihr Selbstgefühl schwach ist, suchen sich Menschen mit verdecktem Narzissmus eher Missionen oder Berufe, aus denen heraus sie unbemerkt Stärke herausziehen können, indem sie sich einen selbstlosen Anstrich geben. Rollen wie Märtyrerin, von der schnöden Welt unverstandener Eremit, Rebellin, Missionar, Ärztin oder ewig werdender und nie praktizierender verhinderter Künstler sind alle bestens geeignet, um im Geheimen eben doch die Größenfantasie zu pflege, auserwählt, wegen übergroßer Genialität verkannt und mit göttlichem Auftrag im Dienste der Menschheit unterwegs zu sein. </p>
<p><strong>Narzissmus bei Frauen wird oft übersehen</strong></p>
<p>Turid Müller stellt fest: „Ein weiterer Mythos rankt sich um den Narzissmus: Narzissten seien immer oder zumindest meistens Männer. Das ist nicht der Fall.“ Richtig ist allerdings: Es scheint den grandiosen Narzissmus häufiger bei Männern als bei Frauen zu geben. Beim vulnerablen beziehungsweise verdeckten Narzissmus dagegen liegen die Frauen etwa gleichauf. Auch ganz grundsätzlich gilt: Wie in so vielen anderen Bereichen ziehen auch beim Narzissmus die Frauen langsam nach.</p>
<p>Bisher wird Narzissmus allerdings bei Frauen aufgrund von Stereotypen des Geschlechts oft fehldiagnostiziert und somit übersehen. Denn: Man erwartet Narzissmus bei Frauen nicht. Hier wirkt das Klischee als selbsterfüllende Prophezeiung. Hinzu kommt, dass verwirrende Bezeichnungen im Umlauf sind: Der Ausdruck „weiblicher Narzissmus“ wird oft synonym verwendet für den verdeckten beziehungsweise vulnerablen Typ oder für „Co-Narzissmus“. „Männlicher Narzissmus“ wird oft synonym verwendet für den offenen beziehungsweise grandiosen Typ. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissmus kann auch vulnerabel sein</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-vulnerabler-narzissmus.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2023 01:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf den ersten Blick wirken Menschen mit vulnerablem Narzissmus alles andere als von sich überzeugt. Turid Müller fügt hinzu: „Möglich sogar, dass sie uns idealisieren. Oder die Verantwortung fürs eigene Leben nicht übernehmen. Sie erscheinen eher unsicher oder sogar depressiv. Und tatsächlich sind sie das zuweilen auch.“ Die innere Leere, die flachen Gefühle, die Langeweile und die mangelnde Lebenslust weisen große Schnittmengen zu depressiven Symptomen auf und gehen auch häufig mit Depressionen einher. Und tatsächlich wird vulnerabler Narzissmus nicht selten übersehen oder fehldiagnostiziert – oft als Depression. Die Scham, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick wirken Menschen mit vulnerablem Narzissmus alles andere als von sich überzeugt. Turid Müller fügt hinzu: „Möglich sogar, dass sie uns idealisieren. Oder die Verantwortung fürs eigene Leben nicht übernehmen. Sie erscheinen eher unsicher oder sogar depressiv. Und tatsächlich sind sie das zuweilen auch.“ Die innere Leere, die flachen Gefühle, die Langeweile und die mangelnde Lebenslust weisen große Schnittmengen zu depressiven Symptomen auf und gehen auch häufig mit Depressionen einher. Und tatsächlich wird vulnerabler Narzissmus nicht selten übersehen oder fehldiagnostiziert – oft als Depression. Die Scham, die beim grandiosen Narzissmus durch Größen-Ideen abgewehrt werden soll, weil sie der Betroffene als bedrohlich erlebt, ist beim vulnerablen Narzissmus sichtbarer und auch spürbarer. Aber bei beiden Varianten ist die Scham das zentrale Gefühl. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-4697"></span></p>
<p><strong>Der vulnerable Narzissmus zeigt offene und verdeckte Merkmale</strong></p>
<p>Sowohl grandioser als auch vulnerabler Narzissmus können sich auf offene und verdeckte Art äußern. Und die verdeckten Verhaltensweisen sind dermaßen unter dem Radar, dass sie wiederum nur schwer als Narzissmus erkennbar sind – auch für therapeutische Profis. Oft merken die Zielpersonen erst nach Jahren oder Jahrzehnten, dass sie Opfer von emotionalem Missbrauch geworden sind – wenn überhaupt. Turid Müller erklärt: „Die Herabsetzungen finden in der Regel hinter verschlossenen Türen statt, um die glänzende Fassade nicht zu besudeln.“ </p>
<p>Die Unkenntnis darüber, in welcher Bredouille man sich befindet, verschärft die Folgen für die Opfer. Stand der Forschung ist: Grandioser und vulnerabler Narzissmus zeigen sich beide in einer Mischung offener und verdeckter Merkmale. Offene Elemente sind direkt beobachtbar. Auf verdeckte Elemente kann man nur schließen, denn sie sich nicht direkt wahrnehmbar – wie etwa Kognitionen, nicht mitgeteilte Gefühle, Motive und Bedürfnisse. Ein offener Ausdruck von Grandiosität lässt sich beispielsweise daran erkennen, dass ein Mensch andere zusammenstaucht. Das können die Sinne empfangen. </p>
<p><strong>Vulnerabilität lässt sich von Grandiosität nicht trennen</strong></p>
<p>Hinter dem Angebot, für andere da zu sein, kann sich dagegen unausgesprochen – also verdeckt – Verachtung für die Unterstützten verbergen. Turid Müller erläutert: „Die Hilfe dient insgeheim womöglich eher dem Beweis der eigenen Überlegenheit als der Sorge für andere. Die im Verborgenen liegenden inneren Beweggründe lassen sich nur erahnen.“ Analog kann Vulnerabilität offen und verdeckt zutage treten: Eine Person kann permanent sagen: „Aus mir ist nichts geworden, weil alle gegen mich sind!“, oder sie kultiviert diese Opfer-Mentalität nur in Gedanken. </p>
<p>Unter jedem offen grandiosen Verhalten liegt vermutlich auch ein Zustand verdeckter Vulnerabilität. Und andersrum ist jede offen sichtbare Vulnerabilität mit einer zugrunde liegenden Grandiosität verknüpft. Das eine lässt sich nicht vom anderen trennen. Turid Müller stellt fest: „Offener Narzissmus ist leicht zu erkennen; er springt uns direkt ins Gesicht – gerade der grandiose: Diese Menschen sind vermutlich spätestes auf den zweiten Blick nicht mehr nur sympathisch. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissmus ist oftmals kaum erkennbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2023 01:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Narzissmus zeichnet sich durch eine Zweigesichtigkeit aus: das schöne Bild nach außen und die schleichende toxische Wirkung auf alle, die zu nahe kommen. Turid Müller erklärt: „Diese Eigenschaft führt dazu, dass Narzissmus gerade für Außenstehende kaum erkennbar ist.“ Die nach der tragischen Sagengestalt benannte psychische Erkrankung gehört zu den Persönlichkeitsstörungen. Das ist der Fachbegriff für Charakterstrukturen, die derart unflexibel ausgeprägt sind, dass Leid und Konflikte die Folge sind. Das heißt: Sie betreffen den Kern einer Person und gehen somit deutlich tiefer als etwa die sogenannten neurotischen Störungen – wie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Narzissmus zeichnet sich durch eine Zweigesichtigkeit aus: das schöne Bild nach außen und die schleichende toxische Wirkung auf alle, die zu nahe kommen. Turid Müller erklärt: „Diese Eigenschaft führt dazu, dass Narzissmus gerade für Außenstehende kaum erkennbar ist.“ Die nach der tragischen Sagengestalt benannte psychische Erkrankung gehört zu den Persönlichkeitsstörungen. Das ist der Fachbegriff für Charakterstrukturen, die derart unflexibel ausgeprägt sind, dass Leid und Konflikte die Folge sind. Das heißt: Sie betreffen den Kern einer Person und gehen somit deutlich tiefer als etwa die sogenannten neurotischen Störungen – wie zum Beispiel Essstörungen oder Depressionen. Daher sind sie auch schwerer zu heilen. In jüngster Zeit wird in der psychologischen Forschung und Praxis immer deutlicher, das es verschiedene Erscheinungsformen von Narzissmus geben muss. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-4505"></span></p>
<p><strong>Es gibt den grandiosen und den vulnerablen Narzissmus</strong></p>
<p>Unterschieden werden dabei der „grandiose Narzissmus“ und der sogenannte „vulnerable Narzissmus“. Während der grandiose Typus eher durch Neid und Aggressionen gekennzeichnet ist, scheint es auch einen „schüchternen“ Narzissmus zu geben: Hier stehen Scham für die eigenen Bedürfnisse und Ambitionen sowie Verletzlichkeit gegenüber Ablehnung oder Kritik im Vordergrund und führen zu sozialem Rückzug. Da die Wirklichkeit aber nicht in Schubladen passt, sind immer Mischformen zwischen der grandiosen und der vulnerablen Symptomatik zu beobachten. </p>
<p>Turid Müller stellt fest: „Inzwischen zeichnet sich sogar die Annahme ab, dass es sich bei Grandiosität und Vulnerabilität wahrscheinlich um zwei Seiten einer Medaille handelt, und dass narzisstische Menschen zwischen vulnerablen und grandiosen Verhaltensweisen hin- und herpendeln.“ Dies kann zum Beispiel damit einhergehen, wie es für sie im Leben läuft: Haben sie Erfolg, gelingt es ihnen, ihre Selbstzweifel vorübergehend durch Großartigkeit zu übertünchen. Müssen sie Misserfolge einstecken, fallen sie in ein Loch und sind eher im verletzlichen Modus. </p>
<p><strong>Die Großartigkeit ist beim vulnerablen Narzissmus gut verborgen</strong></p>
<p>Dabei kann „Erfolg“ etwas wie Macht sein oder auch die Bestätigung, die man dadurch erfährt, jemandem zu helfen. Narzissmus hat also immer beide Aspekte: Grandiosität und Vulnerabilität. Problematisch ist: Vulnerabler Narzissmus ist auf den ersten Blick nicht unbedingt als Narzissmus zu erkennen. Denn Betroffene verhalten sich eben genau nicht so, wie man es von grandiosen narzisstischen Menschen erwarten würde – im Gegenteil. Mit grandiosem und vulnerablem Narzissmus korrelieren folgende Merkmale: Aggression und Depression. Gewalt gegen sich und andere. </p>
<p>Ob Computer-Nerd, melancholische Künstlerpersönlichkeit oder zu rettendes Mäuschen – die Großartigkeit ist beim vulnerablen Narzissmus gut verborgen. Turid Müller weiß: „Was wir sehen, sind Menschen mit Selbstwertproblemen, zurückhaltende, introvertierte, sensible Gemüter. Sie stellen sich zwischenmenschlich eher ungeschickt an, angeln sich Zuwendung über die Mitleidstour.“ Grandioser Narzissmus heißt: außen selbstsicher, innen unsicher. Vulnerabler Narzissmus ist eher umgekehrt: Unsicher wirkende Menschen haben tief drinnen eine grandiose Haltung. Quelle: „Verdeckter Narzissmus“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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