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	<title>Lernen &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Kindern und Alten sollte man zuhören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alte]]></category>
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					<description><![CDATA[Andreas Salcher schreibt: „Für ein Kind ist fast alles neu und es geht mit Staunen und Verwunderung an Situationen heran. Kinder leben ihr Leben nicht auf der Grundlage einer vorgefassten Meinung darüber, wie es sein sollte. Wenn Sie das nächste Mal mit Kindern zusammen sind, achten sie darauf, wie diese auf die Welt um sich ... <a title="Kindern und Alten sollte man zuhören" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-kindern-und-alten-menschen-zuhoeren.html" aria-label="Mehr Informationen über Kindern und Alten sollte man zuhören">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Salcher schreibt: „Für ein Kind ist fast alles neu und es geht mit Staunen und Verwunderung an Situationen heran. Kinder leben ihr Leben nicht auf der Grundlage einer vorgefassten Meinung darüber, wie es sein sollte. Wenn Sie das nächste Mal mit Kindern zusammen sind, achten sie darauf, wie diese auf die Welt um sich herum reagieren.“ Kinder sind nie fertig mit dem Lernen. Fangen Sie an Fragen zu stellen, wie Kinder es tun: Was ist das, warum ist es so, wie funktioniert das? Sobald Sie anfangen, derartige Fragen zu stellen, werden Sie mehr über Themen und Situationen lernen, von denen Sie glauben, dass Sie diese bereits kennen. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-6228"></span></p>
<p><strong>Bei älteren Menschen schleifen sich Muster und Erwartungen ein</strong></p>
<p>So hat der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi den Flow-Effekt entdeckt, indem er zufällig spielende Kinder beobachtete. Andreas Salcher nennt ein weiteres Beispiel: „TikTok-Gründer Alex Zhu sah während einer Zugfahrt Teenagern zu, die ständig Selfies machten und Musik hörten. Diese Erfahrung inspirierte ihn zu der Idee mit TikTok.“ Wird man älter, schleifen sich Muster und Erwartungen ein, man ist schon so vielen Menschen begegnet, dass man irgendwann glaubt zu wissen, was auf einen zukommt, statt bereits zu sein, sich vom Leben überraschen zu lassen.</p>
<p>Junge Menschen verstehen es besser, Situationen weniger voreingenommen zuzulassen, weil sie neue Erfahrungen machen wollen. Andreas Salcher erklärt: „Ein gewisses Maß an Naivität bringt viel Potenzial für neue Lösungswege, neue Herangehensweisen und neue Sichtwinkel.“ „Warum ist das Naive schön?“, hat Friedrich Schiller gefragt. „Weil die Natur darin über Künstelei und Verstellung ihre Rechte behauptet.“ Hören Sie auch alten Menschen zu.</p>
<p><strong>In der Universität des Lebens herrscht das Prinzip des Lernens</strong></p>
<p>Nutzen wir die Chance, mit alten Menschen in den Bilderbüchern ihres Lebens zu blättern, ihre Gipfelsiege und besonderen Augenblicke nochmals zu durchleben, davon wir unser eigenes Leben zu lernen. Andreas Salcher stellt fest: „Die älteste und zweifellos größte Universität ist jene des Lebens. Die Lehrenden sind die Großväter und die Großmütter. Die Studierenden sind die Jüngeren. Was die Universität des Lebens neben ihrer Größe so einzigartig macht, ist das herrschende Prinzip des Lernens.“</p>
<p>Denn die Dozierenden, also die ältere Generation, sind gleichzeitig die Lernenden, weil sie von den Jungen mit ihren Fragen immer wieder gefordert sind, ihr Wissen infrage zu stellen, und die Jungen sind immer auch die Forschenden, denn sie stellen Fragen, wollen Neues entdecken. Andreas Salcher fügt hinzu: „Die Hörsäle der Universität des Lebens sind die Wohnungen, Häuser, Bauernhöfe, Altenheime genauso wie die Parks, Dorfplätze, Wiesen und Wälder, überall dort, wo Junge auf Alte treffen können.“ Quelle: „Unsere neue beste Freundin, die Zukunft“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In jedem Alter kann man Neues lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Weichenstellungen für die drei Themen Lernen, körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit werden früh gestellt und beeinflussen das ganze Leben eines Menschen. Es gibt die faszinierenden Möglichkeiten, in jedem Alter zum lernenden Menschen zu werden. Vom Geografieunterricht sind Andreas Salcher nur zwei interessante Dinge in Erinnerung geblieben: „Dass in Boston die berühmteste Universität der Welt ... <a title="In jedem Alter kann man Neues lernen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-bekenntnisse-eines-lernenden.html" aria-label="Mehr Informationen über In jedem Alter kann man Neues lernen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Weichenstellungen für die drei Themen Lernen, körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit werden früh gestellt und beeinflussen das ganze Leben eines Menschen. Es gibt die faszinierenden Möglichkeiten, in jedem Alter zum lernenden Menschen zu werden. Vom Geografieunterricht sind Andreas Salcher nur zwei interessante Dinge in Erinnerung geblieben: „Dass in Boston die berühmteste Universität der Welt steht. Und dass durch Südamerika der längste Fluss der Welt fließt, der Amazonas.“ Harvard und der Amazonas lösten in seiner Fantasie jedenfalls großartige Bilder aus, und er beschloss schon auf der Schulbank, beide einmal Wirklichkeit werden zu lassen. Lernen von den Besten und Reisen in ferne Länder, zwei seiner großen Leidenschaften, wurde früh geweckt. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5404"></span></p>
<p><strong>Die Wahrheit kann man nie besitzen</strong></p>
<p>Andreas Salcher lernte später die Bedeutung des Wappenspruchs von Harvard „Veritas“ – Wahrheit – zu verstehen: „Es gebe selten die eine richtige Wahrheit, sondern nur wenn unterschiedliche Argumente und Fakten aufeinanderprallten, könnte man sich der Wahrheit annähern, sie aber nie besitzen.“ Bei einem Aufenthalt in Harvard wurde Andreas Salcher endgültig zum begeisterten Lernenden bekehrt. Er begriff, dass Freude am Lernen nur über Anstrengung führt: Je mehr man sich anstrengt, desto größer die Freude.</p>
<p>Bis heute investiert Andreas Salcher viel in seine Weiterbildung, und zwar antizyklisch: „Wenn ich ein finanziell schlechtes Jahr hatte, was als Selbstständiger immer wieder vorkommt, dann wende ich umso mehr Geld für Bildung auf.“ In den letzten Jahren fühlte er sich besonders von Zukunftsfragen angezogen, besuchte regelmäßig TED-Konferenzen und unternahm Research-Reisen ins Silicon Valley, weil er wissen wollte, ob und wie dort die Welt neu geschaffen wird.</p>
<p><strong>Schulurteile können das ganze Leben prägen</strong></p>
<p>Andreas Salcher betont: „Lernen ist für mich zugleich Schutzschild für mein riskantes Leben als Selbstständiger und Therapie für mein seelisches Gleichgewicht, um nicht in meiner Komfortzone hängen zu bleiben.“ Lernt Andreas Salcher alles mit Freude? Darauf muss er leider mit einem Nein antworten. So hat das Lernen einer Fremdsprache zum Beispiel nie Freude bei ihm ausgelöst. Er kann einigermaßen gut Englisch, allerdings für jemanden, der sich immer wieder längere Zeit in den USA aufhält, ist sein Niveau nicht dort, wo es sein könnte.</p>
<p>Nicht alle Menschen hatten Glück bei den frühen Weichenstellungen, die darüber entscheiden, ob ihre angeborene Neugier in Freude am Lernen mündet oder an einer Mauer aus Gleichgültigkeit und Fehlurteilen abprallt. Andreas Salcher kritisiert: „Wenn man uns in der Schule immer wieder eingetrichtert hat, das wir nicht singen, tanzen, malen können, nicht kreativ sind oder, noch schlimmer, dass wir einfach dumm sind, dann verfolgt uns das oft unser ganzes Leben lang.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen wollen immer dasselbe tun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2023 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen wollen in ihrem Leben einfach nichts ändern, sondern immer mehr desselben tun. Sie wollen auch dann noch an Verhaltensweisen festhalten, die irgendwann einmal sinnvoll waren, wenn sie vielleicht sogar schon wissen, dass das nicht mehr der richtige Ansatz sein kann. Markus Hengstschläger ergänzt: „Wir sind viel zu sehr in dem verankert, was wir ... <a title="Viele Menschen wollen immer dasselbe tun" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-unveraendertes-verhalten.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Menschen wollen immer dasselbe tun">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen wollen in ihrem Leben einfach nichts ändern, sondern immer mehr desselben tun. Sie wollen auch dann noch an Verhaltensweisen festhalten, die irgendwann einmal sinnvoll waren, wenn sie vielleicht sogar schon wissen, dass das nicht mehr der richtige Ansatz sein kann. Markus Hengstschläger ergänzt: „Wir sind viel zu sehr in dem verankert, was wir kennen. Der Homo sapiens neigt sogar dazu, eine Variante, die sich einmal als bestmögliche herausgestellt hat, als die für immer einzig mögliche beizubehalten.“ Das könnte einer der Gründe sein, warum man vorwiegend für die Vorhersehbarkeit unterrichtet, plant, managt und trainiert. Natürlich muss das getan werden, aber es reicht nicht. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-5017"></span></p>
<p><strong>Flexibilität begünstigt den Erfolg</strong></p>
<p>Eine weitere Begründung für den Hang des Menschen für das Vorhersagbare könnte in der verbreiteten Annahme zu finden sein, dass fokussiert auf ein bekanntes Ziel hinzuarbeiten sicherer ist – sicherer im Sinne von höherer Wahrscheinlichkeit. Markus Hengstschläger stellt fest: „Wenn allerdings die eine dafür gewählte fokussierte Strategie falsch ist, ist die Erfolgschance sicher null. Man könnte auch in Richtung bekannte Zukunft immer wieder einmal riskantere Strategien wählen, anstatt immer nur mehr desselben zu tun.“</p>
<p>Markus Hengstschläger weiß: „Und schließlich ist Flexibilität manchmal sogar sicherer – sogar im Sinne von höherer Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.“ Und wer sich zusätzlich mit dem weniger berechenbaren Morgen beschäftigt, begünstigt außerdem die Chancen, „unabsichtlich“ und „zufällig“ zu lernen. Umso mehr man zuhört, sucht und tut, ob fokussiert oder ergebnisoffen, desto häufiger kann man lernen ohne Lernabsicht. Man spricht dabei von sogenanntem inzidentellem Lernen.</p>
<p><strong>Menschen müssen sich auf einen permanenten Wandel einstellen</strong></p>
<p>Wer experimentiert, vergleicht und Ungewöhnliches ausprobiert, kann inzidentell besonders viel Neues im Zuge des Handelns lernen. Das ist aber natürlich auch möglich, wenn man zum Beispiel etwas beabsichtigt und ganz intentional sucht. Dabei begegnet einem genauso viel nicht Passendes. Markus Hengstschläger erklärt: „Das muss man abwägen und einschätzen – kognitiv bearbeiten – und dabei lernt man etwas. Dieses Lernen über andere Dinge geschieht nicht intentional.“ Erkenntnisse, die man sich durch inzidentelles Lernen aneignet, können aber quergedacht in anderen Zusammenhängen einmal zu Lösungen beitragen.</p>
<p>Sich gleichzeitig mit vorhersagbaren und noch ungewissen Aspekten zu beschäftigen, erweitert den Aktionsradius. Innerhalb dessen kann man inzidentell, als beiläufig, nicht zielgerichtet lernen. Wenn man das Unbewusste bewusst zulässt, eröffnet sich noch eine weitere Perspektive. Umso höher die Flexibilität, umso häufiger man etwas riskiert und etwas Neues ausprobiert, desto öfter scheitert man allerdings auch. Man macht Fehler und erlebt Rückschläge. Der Mensch im permanenten Wandel ist automatisch immer öfter mit großen psychischen Herausforderungen konfrontiert. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein ... <a title="Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-individuelle-entwicklung.html" aria-label="Mehr Informationen über Individuelle Entwicklungen kennen kein Ende">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die psychischen und physischen Veränderungen in Kindheit und Jugend sind universell. Sie beziehen sich also kulturübergreifend auf alle Menschen, wie zum Beispiel greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernen durch Reifung. Mit dem Erwachsenenalter ist dieser universelle Entwicklungsvorgang dann abgeschlossen. Michael Brohm-Badry ergänzt: „Individuelle Entwicklungsvorgänge stehen dem universellen Ansatz zur Seite. Individuell entwickeln wir uns ein Leben lang bis zum letzten Atemzug weiter.“ Individuelle Entwicklungen werden durch die Erfahrungen beeinflusst, die ein Mensch im Laufe der Zeit macht. Denn diese Erfahrungen führen zu Wissen und das Wissen zu Veränderung. Um sich zu entwickeln, muss man lernen. Lernen ist einer der natürlichsten und lebendigsten Prozesse der lebendigen Existenz. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-4167"></span></p>
<p><strong>Die Hälfte der Persönlichkeit prägt die Umwelt</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry erläutert: „Lernen bedeutet, dass wir unser Verhalten oder unsere Verhaltensmöglichkeiten ändern, und zwar auf der Grundlage gemachter Erfahrungen. Lernen ist also eine Verhaltensänderung aus Erfahrung.“ Sie ist ein deutliches Indiz für geänderte Vorgänge im Nervensystem und kann sich auf verschiedene Bereiche beziehen, beispielsweise können es motorische, physiologische, kognitive oder emotionale Verhaltensänderungen sein. </p>
<p>All dies sind Indizien für Lernvorgänge. Allerdings ist rund die Hälfte der Persönlichkeit durch die Umwelt geprägt. Diese Umwelt sollte daher eben möglichst stimulierende Lernchancen bieten, damit Selbstentfaltung gelingt. „Alles ist Veränderung“, schreiben die Psychologen David Krech und Richard S. Crutchfield in Bezug auf die menschliche Persönlichkeit. Veränderung findet statt, „sooft neue Erfahrungen auf das Selbst einwirken und es modifizieren“, und das gilt für jeden Menschen „in jedem gegebenen Augenblick“, wobei das Selbst die Ganzheit dessen ist, „was wir genetisch und konstitutionell sind“.  </p>
<p><strong>Das Selbst erschafft sich ständig neu</strong></p>
<p>David Krech und Richard S. Crutchfield schreiben: „Dieses Selbst befindet sich deshalb in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzten Variationen.“ Zusammengefasst lässt sich sagen: Neue Erfahrungen beeinflussen Entwicklungen. Dadurch verändert sich das Selbst. Das Selbst ist die Genetik eines Menschen, die körperliche Verfassung, sowie das, was man bis zu diesem Augenblick gesehen, gelernt und gewollt hat. Das Selbst befindet sich also in einem ständigen Prozess der Neuerschaffung – in schier unbegrenzte Möglichkeiten. </p>
<p>Michaela Brohm-Badry betont: „Das eröffnet die Perspektive, uns anhand frischer Erfahrungen, Erkenntnisse, Eindrücke und körperlicher Veränderungen als Mensch neu zu erschaffen. Wenn wir wollen. Mehr erleben, Frisches erleben – neues Selbst.“ Heinz Rudolf Kunze singt: „Ich geh meine eigenen Wege, ein Ende ist nicht abzusehn, eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehen.“ Letztlich geht es bei der Entfaltung einer Person um das Ausleben der eigenen Bedürfnisse, um den Wunsch nach persönlichem Wachstum, um die Wachstumsmotivation des Menschen. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder sollte von den Besten lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2021 01:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zeit zwischen 20 und 30 sollte jeder Mensch vor allem dazu nutzen, um zu lernen, möglichst von den Besten. Andreas Salcher ergänzt: „Dabei müssen wir uns noch nicht festlegen, weil wir das Ziel in unserem Leben noch gar nicht wissen können.“ Gleich den Gesellen im Mittelalter kann man von einem Meister zum anderen, von ... <a title="Jeder sollte von den Besten lernen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-lernen.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder sollte von den Besten lernen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit zwischen 20 und 30 sollte jeder Mensch vor allem dazu nutzen, um zu lernen, möglichst von den Besten. Andreas Salcher ergänzt: „Dabei müssen wir uns noch nicht festlegen, weil wir das Ziel in unserem Leben noch gar nicht wissen können.“ Gleich den Gesellen im Mittelalter kann man von einem Meister zum anderen, von einer Universität zur nächsten, von einer Position zur anderen wandern, um sein Wissen zu mehren. Kein Mensch wird klüger, indem er ständig nur Erfolge feiert, sondern indem man aus seinen Misserfolgen lernt. Im dritten Lebensjahrzehnt erreichen die meisten Menschen trotz großer Anstrengung meist nicht das, was sie sich erhoffen. Dabei mangelt es ihnen nicht an Energie, sondern an Erfahrung und Kontakten. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2947"></span></p>
<p><strong>Zwischen 40 und 50 Jahren ist die Zeit der Ernte</strong></p>
<p>Zwischen 30 und 40 sollte man dann schon das Gebiet kennen, auf dem man mit Freude und Tatkraft selbst einmal Meisterschaft erreichen will. Trotz mancher Enttäuschung und Rückschläge häufen sich die Erfolge, weil man gelernt hat, wie man seine Talente einsetzt und wo man gefragt ist. Andreas Salcher fügt hinzu: „Haben wir lange genug das getan, was wir gut beherrschen, können wir mit Zuversicht auf die Periode zwischen 40 und 50 Jahren blicken. Sie ist die Zeit der reichen Ernte.“</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt erreichen viele Menschen deutlich mehr mit weniger Aufwand. Wer glaubt, trotz großer Anstrengung noch wenig erreicht zu haben, der sollte innehalten. Wer beurteilt, was „etwas erreicht haben“ bedeutet? Vielleicht geht es darum, mit sich selbst und seinem Umfeld zufrieden zu sein, Familie und Freunde zu haben, für andere Menschen da zu sein. In vielen Teilen der Welt geht es gar nicht darum, „etwas zu erreichen“, sondern um das nackte Überleben, um die Gemeinschaft und die Familie. </p>
<p><strong>Die Stunde null erweist sich oft als Illusion</strong></p>
<p>Wer sich dagegen ehrlich eingestehen muss, dass etwas falsch läuft in seinem Leben, ist vielleicht nicht auf dem richtigen Spielfeld tätig. Was tun, wenn man feststellen muss, dass man auf der Erfolgsleiter zwar schon weit hinauf gekommen ist, beim Hinunterblicken jedoch realisiert: „Verdammt, die Leiter lehnt an der falschen Mauer“? Anders formuliert: Kann man aus dem eigenen Leben aussteigen und komplett neu anfangen? Eine Erfahrung aus der Computerwelt könnte hilfreich sein. </p>
<p>Andreas Salcher erklärt: „Mit der Zeit schleichen sich in alle Computerprogramme nervende Fehler ein, die mit immer mehr Aufwand korrigiert werden müssen. Einige Unternehmen sind daher auf die Idee gekommen, das alte Programm zu entsorgen und einfach wieder bei null anzufangen. Die Ergebnisse waren fast immer desaströs.“ Auf das Leben übertragen erscheint es in völlig vertrackten Situationen durchaus verlockend, reinen Tisch zu machen, seine Familie zu verlassen und neu zu starten. Die Stunde null erweist sich jedoch oft als Illusion. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Lernen ist sowohl aktiv als auch assoziativ</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/vorhandenes-wissen-foerdert-schnelles-lernen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2021 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Prinzip zeigt die Hirnforschung, dass ein Kind Neues umso schneller lernt, je mehr es schon weiß. Die Neurowissenschaften weisen nach, dass Lernen ein aktiver und assoziativer Vorgang ist. Andreas Salcher weiß: „Folglich lassen sich Informationen eben nicht beliebig in unsere Kopf hineinstopfen, wie manche Eltern und Lehrer glauben.“ Das Gehirn selektiert aus der Flut ... <a title="Lernen ist sowohl aktiv als auch assoziativ" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/vorhandenes-wissen-foerdert-schnelles-lernen.html" aria-label="Mehr Informationen über Lernen ist sowohl aktiv als auch assoziativ">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Prinzip zeigt die Hirnforschung, dass ein Kind Neues umso schneller lernt, je mehr es schon weiß. Die Neurowissenschaften weisen nach, dass Lernen ein aktiver und assoziativer Vorgang ist. Andreas Salcher weiß: „Folglich lassen sich Informationen eben nicht beliebig in unsere Kopf hineinstopfen, wie manche Eltern und Lehrer glauben.“ Das Gehirn selektiert aus der Flut von Reizen jene heraus, die ihm bedeutsam erscheinen. Und das sind vor allem Fakten, Klänge und Bilder, die mit früheren Erfahrungen zusammenhängen. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben einen Trend zur frühkindlichen Förderung ausgelöst, dessen Angebote leider oft auf der vorschnellen Nutzung von populärwissenschaftlichen Ratgebern basieren. Deshalb stressen sich wohlhabende Eltern überall auf der Welt mit einer großen Herausforderung: ihr Kind im idealen Kindergarten unterzubringen. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2834"></span></p>
<p><strong>Der Kult der Selbstoptimierung beginnt schon beim Kleinkind</strong></p>
<p>Früher startete der Wettbewerb um die besseren Karrierechancen für den eigenen Nachwuchs meistens damit, das richtige Gymnasium oder Internat für den zehnjährigen Sprössling oder die höhere Tochter zu finden. Heute beginnt dieser Wettkampf für manche Kinder bereits mit zwei bis drei Jahren. Mittelmäßige öffentliche Schulen, Arbeitsplatzsorgen und die Angst vor einer noch härteren Konkurrenz in einer globalisierten Welt plagen zunehmen nicht nur die gut begüterte Oberschicht, sondern auch den Mittelstand. </p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Der Kult der Selbstoptimierung beginnt schon beim Kleinkind.“ An der Liebe ehrgeiziger Eltern gedeiht ein explodierender Markt für Frühförderung. Die Palette reicht von „Benimmkursen“ oder Beschallungen in diversen Sprachen zur rechtzeitigen Herausbildung von Synapsen im Gehirn. Ob man seinen Kindern damit wirklich etwas Gutes tut? Die angesehene Expertin Patricia Kuhl vom Institut für Lernen und Gehirnwissenschaften der Universität Washington in Seattle warnt davor, neurowissenschaftliche Erkenntnisse vorschnell auf die Erziehung zu übertragen. </p>
<p><strong>Das Gehirn speichert negative Lernerfahrungen</strong></p>
<p>Kleinkinder lernen die Nuancen einer Sprache nur im direkten Kontakt mit den Eltern und anderen Bezugspersonen. Hören sie den Text dagegen vom Band oder aus dem Fernsehapparat, ist das völlig sinnlos. Andreas Salcher fügt hinzu: „Ein Kleinkind kann zwar problemlos zwei Fremdsprachen akzentfrei sprechen lernen, allerdings eben nur dann, wenn es tatsächlich zweisprachig aufwächst.“ Viele Eltern haben jedoch nicht die notwendige Geduld, um abzuwarten und wollen ihren Kindern unter allen Umständen einen Startvorteil im Leben verschaffen. </p>
<p>Durch übertriebene Förderung leide die Eltern-Kind-Bindung warnt der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther. Er sieht „mit Sorge die Instrumentalisierung des Kindes zur Erhöhung des eigenen Selbstwertes“. Der Erwartungsdruck der Eltern führe zur „Angst des Kindes, es den Eltern nicht recht zu machen“. Diese negative Lernerfahrung wird dann im Gehirn gespeichert. Oft spielen auch die Sorge um den eigenen Status und das Prestige einer Schule für die Eltern eine wesentlichere Rolle als die Bedürfnisse des Kindes. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/kinder-duerfen-die-neugierde-nicht-verlieren.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 01:00:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das ... <a title="Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-duerfen-die-neugierde-nicht-verlieren.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder dürfen die Neugierde nicht verlieren">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer reizüberfluteten Welt ist es enorm wichtig, die eigene Neugier nicht zu verlieren. Wer überall Antworten bekommt, hat irgendwann keine Fragen mehr. Richard David Precht betont: „Keine zweite Herausforderung dürfte unsere Schulen und Universitäten so sehr zum Umdenken zwingen, wie die intrinsische Motivation unserer Kinder zu bewahren und zu pflegen.“ Denn bislang beruht das Bildungssystem auf dem Gegenteil – der extrinsischen Motivation. Die Kinder lernen in der Schule, was immer man auch anderes erzählen mag, für Noten. Solange dies der Vorbereitung auf das Berufsleben diente, hatten die Kritiker dieses Systems einen schweren Stand. In der klassischen Arbeitswelt arbeitet man schließlich ebenso für eine extrinsische Belohnung – für Geld. Der Philosoph, Publizist und Bestsellerautor Richard David Precht zählt zu den profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. <span id="more-2776"></span></p>
<p><strong>Die Digitalisierung stellt das Lernsystem infrage</strong></p>
<p>In gleichem Maße aber, wie die flächendeckende Erwerbsarbeit im Zuge der Digitalisierung zurückgeht, verliert diese Konditionierung ihren Sinn. Die Kinder müssen später in der Lage sein, aus intrinsischer Motivation heraus in hoch qualifizierten Berufen Außergewöhnliches zu leisten. Und sie brauche noch viel mehr innerlichen Antrieb, wenn sie zeitweilig oder länger keiner Erwerbsarbeit nachgehen. Seinem Leben selbst einen Rahmen zu setzen und gute Pläne für den Tag zu entwickeln ist die Herausforderung für die Zukunft.</p>
<p>Je mehr intrinsische Motivation die Menschen haben, desto besser ist es um die Gesellschaft bestellt. Denn die Digitalisierung stellt das bisherige extrinsische Lernsystem infrage. Die Parallele zur Arbeits- und Leistungsgesellschaft ist unverkennbar. Richard David Precht warnt: „Der Ernst der Lage wird dramatisch unterschätzt.“ Übereinstimmung bei allen Bildungskritikern gibt es immerhin in zwei Punkten. Wer jetzt in eine Schule geht, eine Berufsausbildung macht oder eine Hochschule besucht, muss willens und bereit sein, ein Leben lang weiter zu lernen.</p>
<p><strong>Kreativität ohne Moral ist nicht erstrebenswert</strong></p>
<p>Es besteht kein Zweifel daran, dass das nicht ohne viel intrinsische Motivation möglich ist. Und einig ist man sich auch, dass es ohne Kreativität nicht gehen wird. „Kreativität“ ist allerdings ein äußerst schillernder Begriff. Kreativität ohne Moral ist gesellschaftlich nicht erstrebenswert. Und Bildung ohne Herzensbildung auch nicht. Fragen der Moral und der Urteilsbildung kommen damit in der Zukunft große Bedeutung zu. Das gleiche gilt für den Umgang mit technischen Geräten.</p>
<p>„Messen“ und „Messbares“ richtig einzuschätzen ist eine Bildungsfrage. „Digitale Selbstkontrolle“ und „digitale Risikokompetenz“, zwei Begriffe des Psychologen Gerd Gigerenzer, beschreiben, worauf es dabei ankommt. Nämlich auf die Fähigkeit, mit digitalen Technologien informiert umzugehen, mit dem Ziel deren Nutzen zu erhöhen und möglichen Schaden zu verringern. In den Schulen der Zukunft müssen die Schüler lernen, digitale Risiken abzuschätzen und psychologische Zusammenhänge zu verstehen. Quelle: „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Begeisterung beim Lernen schlägt alles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 06:39:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinder lernen, weil sie neugierig sind. Allerdings macht das Lernen von Formeln oder Vokabeln selten Spaß. Dabei wird Spaß mit Freude verwechselt. Andreas Salcher weiß: „Anstrengung beim Erlernen einer neuen Fähigkeit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, um bei deren Ausübung Freude empfinden zu können. Diese Freude ist wiederum Antriebsfeder, um die nächste Stufe der ... <a title="Begeisterung beim Lernen schlägt alles" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/begeisterung-beim-lernen-schlaegt-alles.html" aria-label="Mehr Informationen über Begeisterung beim Lernen schlägt alles">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder lernen, weil sie neugierig sind. Allerdings macht das Lernen von Formeln oder Vokabeln selten Spaß. Dabei wird Spaß mit Freude verwechselt. Andreas Salcher weiß: „Anstrengung beim Erlernen einer neuen Fähigkeit ist eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, um bei deren Ausübung Freude empfinden zu können. Diese Freude ist wiederum Antriebsfeder, um die nächste Stufe der Kompetenz zu erklimmen.“ Sonst würde fast niemand die von ständigen Fehlern gekennzeichneten Anfangsphasen beim Erlernen von Tennis, Skifahren oder einer Fremdsprache überwinden. Wer beim Radfahren unsicher wackelt, wird nicht auf den Tretroller zurückgesetzt. Sondern man motiviert ihn, mehr zu üben und sich über den Erfolg zu freuen. Voraussetzung für das Funktionieren jenes Grundprinzips der Eigenmotivation ist das Erkennen, warum eine Anstrengung Sinn macht. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2278"></span></p>
<p><strong>Lernende müssen vom Sinn ihres Tuns überzeugt sein</strong></p>
<p>Man muss die notwendigen Voraussetzungen haben, gut vorbereitet sein und vor allem von der Sinnhaftigkeit seines Tuns überzeugt sein. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Ein logisches Prinzip, dass man leider ausgerechnet in vielen Schulen außer Kraft zu setzen versucht. Dabei entsteht viel Leid bei allen Betroffenen. Dabei gäbe es ein einfaches Prinzip: Begeisterung beim Lernen schlägt alles. Man weiß heute ganz genau, nach welchen Prinzipien Kinder idealerweise lernen.</p>
<p>Erstens: „trial and error“, also ausprobieren und Fehler machen. Kinder lernen beispielsweise zu gehen, indem sie sich aufrichten, hinfallen, sich wiederaufrichten, einige Schritte gehen, hinfallen und sich wiederaufrichten. Eltern kämen wohl nie auf die Idee, ihren Kindern, nachdem diese zehnmal hingefallen sind, zu sagen: „Du bist leider zu dumm zum Zweibeiner, du kommst in die Gruppe mit den Vierbeinern.“ In vielen Schulen geschieht aber genau das. Denn dort zählt man die gescheiterten Versuche und nicht die erfolgreichen.</p>
<p><strong>Lehrer sollen bei den Schülern die Neugierde wecken</strong></p>
<p>Zweitens: „Das Voneinander-Lernen“. Eine Erfahrung, die wohl fast alle Schüler gemacht haben, wenn der Beste in Mathematik in der großen Pause etwas erklärte, was einem der Lehrer in einem halben Jahr nicht verständlich machen konnte. Der erklärende Schüler erreicht sogar ein höheres Lernniveau. Denn auf diese Weise wird ihm bewusst, falls er etwas nicht zu hundert Prozent verstanden hat. Andreas Salcher schränkt ein: „Die Anwendung dieses Prinzips funktioniert allerdings nur, wenn einige Schüler tatsächlich schon so weit sind, dass sie anderen etwas vermitteln können.“</p>
<p>Drittens: „Kinder lernen gerne, wenn sie den Sinn für sich erkennen.“ In der Schule bewegen sie sich spielerisch in den sozialen Netzwerken, weil sie sonst schnell den Anschluss an ihre Freunde verlieren. Stehen dagegen im Physikunterricht die technischen Grundlagen all dieser Wundersachen auf dem Lehrplan, langweilen sie sich schnell. Dabei könnte ihre Neugierde geweckt werden, wenn man ihnen einmal erklären würde, welche Zauberdinge in ihrem Smartphone drinnen sind, um damit an ihre Erlebniswelt anzuknüpfen. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein Mensch hat niemals ausgelernt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2020 05:35:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass Stress besser als sein Ruf ist, konnten Forscher der Universität Bochum belegen. Versuchsteilnehmer, die unter Stress gesetzt worden waren, konnten sich Dinge, die während der Stresssituation auftraten, besser erinnern als entspannte Probanden. Klaus Biedermann stellt fest: „Für das Lernen hieße das, dass ein gesundes Maß an Stress sich positiv auf das Langzeitgedächtnis auswirke, also ... <a title="Ein Mensch hat niemals ausgelernt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-mensch-hat-niemals-ausgelernt.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Mensch hat niemals ausgelernt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Stress besser als sein Ruf ist, konnten Forscher der Universität Bochum belegen. Versuchsteilnehmer, die unter Stress gesetzt worden waren, konnten sich Dinge, die während der Stresssituation auftraten, besser erinnern als entspannte Probanden. Klaus Biedermann stellt fest: „Für das Lernen hieße das, dass ein gesundes Maß an Stress sich positiv auf das Langzeitgedächtnis auswirke, also durchaus hilfreich sein könne. Beim Abfragen des Gelernten ist Stress hingegen hinderlich.“ So empfiehlt es sich, Prüfungssituationen so entspannt wie möglich zu gestalten; hierbei kommt es vor allem auf die Atmosphäre des Raumes und das Auftreten des Prüfers an. Das Denken eines Menschen, seine Art zu fühlen und sein Körper interagieren und beeinflussen sich gegenseitig. Dr. phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-2250"></span></p>
<p><strong>Gefestigtes Wissen ist alles andere als sicher</strong></p>
<p>Wenn man beispielsweise an etwas Unangenehmes denkt, wird dies unmittelbar im Körper messbar sein. Im Leben geht es unter anderem darum, zu lernen. Menschen häufen dabei eine große Menge von Wissen an. Zu der Meinung zu gelangen, man wisse genug und habe ausgelernt, hält Klaus Biedermann jedoch für einen großen Fehler. Viele Menschen sind sich da aber bereits nach der Beendigung des Studiums oder ihrer Lehre sicher. Gefestigtes Wissen wird dann schnell zu einer Art Landkarte der Realität, auf deren Basis anschließend Entscheidungen getroffen werden.</p>
<p>Alles, was dort nicht hineinpasst, wird ignoriert oder abgewehrt. Die einfachste Form, die Landkarte anderer abzuwehren, ist, sich darüber lustig zu machen, zu behaupten, das Ganze sein Spinnerei oder „schlaue“ Gegenargumente zu liefern. Es kann sogar vorkommen, dass eine andere Landkarte das eigene Zutrauen in das persönliche Weltbild massiv stört. Dann versucht man, das Ganze herunterzuspielen, und beruhigt sich wie ein Kind, dem man sagt, dass es die böse Hexe in Wirklichkeit gar nicht gibt.</p>
<p><strong>Neues Wissen sorgt für Veränderung</strong></p>
<p>Obwohl man weiß, dass das nicht stimmt, kann man zunächst einmal ruhig schlafen und das eigene Weltbild ist wieder in Ordnung. Klaus Biedermann weiß: „In tiefer Meditation kann man allerdings erkennen, dass das bisherige Weltbild und das Leben, das man nach diesem geführt hat, so nicht stimmen und dass es ganz anders sein könnte. Manchmal entdeckt man sogar, dass man einer gigantischen Fälschung aufgesessen ist.“ Lässt ein Mensch dagegen neues Wissen zu, kann er Nützliches gestalten.</p>
<p>Wissen und Lernen vertragen sich allerdings nicht immer gut, da man Gelerntem gegenüber in der Regel loyal ist. Die Wiederverwendung alten Wissens verhindert oft Veränderungsprozesse. Wer lernen will, muss neugierig sein wie ein Kind, um zu erfahren, was er noch nicht weiß. Insofern geht es auch hier immer um eine Balance zwischen Wissen und Nichtwissen. Gerade, wer glaubt, etwas zu wissen, muss es aus einer anderen Perspektive betrachten, selbst wenn es Ihm albern vorkommt oder unnötig erscheint. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen lernen durch Vergessen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2020 07:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen erinnern sich an viele Einzelfälle und verbinden sie. Das Ergebnis ist eine komprimierte, zusammengefasste, verschmolzene Übererinnerung. Zum Beispiel an ein nicht existierendes Objekt wie einen abstrakten oder beispielhaften Baum. In der Regel werden solche Abstraktionen hinter den Kulissen im Rahmen der unbewussten geistigen Routinevorgänge erzeugt … und zwar in der Kindheit. Im 19. Jahrhundert ... <a title="Menschen lernen durch Vergessen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-lernen-durch-vergessen.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen lernen durch Vergessen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen erinnern sich an viele Einzelfälle und verbinden sie. Das Ergebnis ist eine komprimierte, zusammengefasste, verschmolzene Übererinnerung. Zum Beispiel an ein nicht existierendes Objekt wie einen abstrakten oder beispielhaften Baum. In der Regel werden solche Abstraktionen hinter den Kulissen im Rahmen der unbewussten geistigen Routinevorgänge erzeugt … und zwar in der Kindheit. Im 19. Jahrhundert schrieb der Essayist und Maler William Hazlitt: „Objekte, wie sie uns zuerst begegnet sind, besitzen diese Einzigartigkeit und Vollständigkeit des Eindrucks, dass es scheint, als könne nichts sie zerstören oder auslöschen – so fest sind sie ins Gehirn eingeprägt und mit ihm verbunden.“ David Gelernter fügt hinzu: „Wenn sich dann aber Erinnerungen auf Erinnerungen häufen, sind Verfestigung und Kompression natürliche Vorgänge. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale Universität. <span id="more-2137"></span></p>
<p><strong>Aus dem episodischen Gedächtnis entwickeln sich semantische Erinnerungen</strong></p>
<p>Wenn Menschen ähnliche Erinnerungen anhäufen, neigen sie dazu, sie durcheinanderzubringen. Eine solche Verwirrung zeigt sich auf zweierlei Weise. Erstens kann man zwischen den einzelnen Episoden nicht mehr unterscheiden; man erinnert sich beispielsweise nicht mehr daran, dass man letzten Sonntag in einem Park einen großen Ahorn und vor drei Wochen neben einem Haus einen kleinen gesehen haben. Das „episodische Gedächtnis“ versagt. Zweitens kann man aber auch Aussagen über Ahornbäume im Allgmeinen aufstellen und sich in dieser Hinsicht sicher sein, ohne an ein Einzelbeispiel zu denken.</p>
<p>Wenn das episodische Gedächtnis versagt, entwickeln sich „semantische Erinnerungen“ – das semantische Gedächtnis ist der Speicher für allgemeine Tatsachen, Regeln, Prinzipien und Erwartungen. David Gelernter erläutert: „Die Verschmelzung von Erinnerungen, durch die gemeinsame Merkmale hervortreten und individuelle Details – atmosphärische Besonderheiten – verschwinden, macht das hochkonzentrierte Denken so leistungsfähig zu zugleich gefühllos.“ Menschen lernen also durch Vergessen.</p>
<p><strong>Erinnerungen sind Zitate aus der Realität</strong></p>
<p>Was zum Beispiel Baum bedeutet, lernt man allmählich, wenn man ein Kind ist. Danach vergisst man die Unterschiede zwischen einzelnen Bäumen und erinnert sich an die Gemeinsamkeiten. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch Matrizen von Ereignissen. Man ist beispielsweise schon viele Male zum Tanken gefahren und kennt diesen Vorgang. Bei dieser Matrize handelt es sich um einen zeitlichen Ablauf. Auch hier ist es praktisch, sich eine Erinnerung oder Matrize als Filmstreifen vorzustellen – zeitlich und nicht räumlich.</p>
<p>Die Erinnerung an einen „zeitlichen Ablauf“ oder ein „Ereignis“ unterscheidet sich nicht von der an ein „Objekt“ oder eine „Szene“. Erinnerungen sind Zitate aus der Realität, und man kann sie als Sequenzen deuten. Die Herstellung von Matrizen – die Vermischung einzelner Erinnerungen, so dass gemeinsame Aspekte betont und nicht gemeinsame Attribute in den Hintergrund geschoben werden – ist ein sauberer, eleganter Vorgang. Er ist der gleiche bei der Erzeugung von Matrizen für räumliche wie für zeitliche Objekte. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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