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	<title>Jugendliche &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Teenager sind häufiger seelisch krank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
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					<description><![CDATA[Jonathan Haidt schreibt: „Viele Experten für psychische Gesundheit bezweifelten anfangs, dass die starke Zunahme an Angst und Depression eine echte Zunahme an psychischen Erkrankungen widerspiegelte.“ Am Tag nach der Veröffentlichung unseres Buches „The Coddling of the American Mind“ erschien in der „New York Times“ ein Artikel mit der Überschrift „Teenager-Angst – der große Mythos“. Darin ... <a title="Teenager sind häufiger seelisch krank" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-zahl-der-psychischen-erkrankungen-nimmt-zu.html" aria-label="Mehr Informationen über Teenager sind häufiger seelisch krank">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jonathan Haidt schreibt: „Viele Experten für psychische Gesundheit bezweifelten anfangs, dass die starke Zunahme an Angst und Depression eine echte Zunahme an psychischen Erkrankungen widerspiegelte.“ Am Tag  nach der Veröffentlichung unseres Buches „The Coddling of the American Mind“ erschien in der „New York Times“ ein Artikel mit der Überschrift „Teenager-Angst – der große Mythos“. Darin erhob ein Psychiater mehrere Einwände gegen das, was er als wachsende moralische Panik rund um Teenager und Smartphones ansah. Er wies darauf hin, dass die meisten der Studien, die eine Zunahme psychischer Erkrankungen zeigten, auf Selbsteinschätzungen beruhten. Eine Veränderung bei Selbsteinschätzungen hieß seines Erachtens nicht unbedingt, dass sich die zugrundeliegenden Raten von psychischen Erkrankungen tatsächlich verändert hatten. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-6352"></span></p>
<p><strong>Immer mehr Jugendliche werden in eine psychiatrische Notaufnahme eingewiesen</strong></p>
<p>Vielleicht waren junge Leute eher zu einer Selbstdiagnose bereit oder eher gewillt, über ihre Symptome zu sprechen? Oder vielleicht verwechselten sie auch leicht Angstsymptome mit einer psychischen Erkrankung? Jonathan Haidt weiß: „Richtig ist, dass man sich zahlreiche Indikatoren ansehen muss, um herauszufinden, ob die Zahl psychischer Erkrankungen tatsächlich zunimmt. Eine gute Möglichkeit dazu besteht darin, sich Veränderungen bei Daten anzusehen, die nicht auf Aussagen von den Teens selbst beruhen.“</p>
<p>So fanden vielen Studien beispielsweise Veränderungen bei der Zahl von Jugendlichen, die jedes Jahr in eine psychiatrische Notaufnahme oder ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie sich absichtlich selbst verletzt hatten. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Das kann bei einem Suizidversuch geschehen, oft durch eine Überdosis an Medikamenten, oder durch eine sogenannte nichtsuizidale Selbstverletzung, oft Schnittverletzungen, die eine Person sich zufügt, ohne sich dadurch umbringen zu wollen.“</p>
<p><strong>Suizidversuche zeigen ein hohes Niveau an Hoffnungslosigkeit an</strong></p>
<p>Die Rate der Selbstverletzungen bei heranwachsenden Mädchen hat sich zwischen 2010 und 2020 annähernd verdreifacht. Jonathan Haidt fügt hinzu: „Die Rate bei älteren Mädchen – Alter 15 bis 19 – verdoppelte sich, während die Rate bei Frauen über 24 im selben Zeitraum sank.“ Was also auch immer Anfang der 2010er-Jahre geschah, es traf Mädchen unter 13 und junge weibliche Teenager härter als jede andere Gruppe. Das ist ein entscheidender Hinweis. Die absichtlichen Selbstverletzungen umfassen nichttödliche Suizidversuche, die ein sehr hohes Niveau an Disstress und Hoffnungslosigkeit anzeigen. </p>
<p>Selbst zugefügte Schnittwunden lassen sich besser als Bewältigungs- oder Coping-Verhalten verstehen, dass manche Personen – vor allem Mädchen und junge Frauen – einsetzen, um besser mit lähmenden Angstzuständen und Depressionen fertigzuwerden. Jonathan Haidt stellt fest: „Die Suizidraten bei Jugendlichen in den Vereinigten Staaten zeigen einen zeitlichen Trend, der dem von Depressionen, Angststörungen und Selbstverletzungen generell ähnlich ist, auch wenn der rasche Anstieg ein paar Jahre früher einsetzt. Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Technologien verschlingen Eltern und Kinder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Jonathan Haidt mit den Eltern von Jugendlichen redet, kommt das Gespräch oft auf Smartphones, soziale Medien und Videospiele. Die Geschichten, die Eltern ihm erzählen, weisen in der Regel einige Muster auf. Eines davon ist die Geschichte vom „ständigen Konflikt“. Jonathan Haidt erläutert: „Eltern versuchen, Regeln festzulegen und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen. Doch es ... <a title="Technologien verschlingen Eltern und Kinder" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-streit-um-technologien-beherrscht-viele-familien.html" aria-label="Mehr Informationen über Technologien verschlingen Eltern und Kinder">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Jonathan Haidt mit den Eltern von Jugendlichen redet, kommt das Gespräch oft auf Smartphones, soziale Medien und Videospiele. Die Geschichten, die Eltern ihm erzählen, weisen in der Regel einige Muster auf. Eines davon ist die Geschichte vom „ständigen Konflikt“. Jonathan Haidt erläutert: „Eltern versuchen, Regeln festzulegen und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen. Doch es gibt so viele elektronische Geräte, so viele Argumente dafür, dass die Regeln gelockert werden müssen, und so viele Möglichkeiten, die Regeln zu umgehen, dass das Familienleben mehr und mehr vom Streit um Technologien beherrscht wird.“ Familienrituale und grundlegende menschliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, kann sich anfühlen, als müsste man einer ständig steigenden Flut widerstehen, einer Flut, die Eltern wie auch Kinder verschlingt. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-5682"></span></p>
<p><strong>Viele Eltern fühlen sich gefangen und machtlos</strong></p>
<p>Jonathan Haidt betont: „Bei den meisten Eltern, mit denen Jonathan Haidt spricht, dreht sich die Geschichte nicht um eine diagnostizierte psychische Erkrankung.“ Vielmehr ist es die grundlegende Sorge, dass hier etwas Unnatürliches vor sich geht und ihre Kinder etwas – tatsächlich fast alles – verpassen, während sich ihre Online-Stunden häufen. Doch manchmal haben die Geschichten eine noch düstere Note. Die Eltern haben das Gefühl, dass sie ihr Kind verloren haben. </p>
<p>Ganz egal, welchem Muster die Geschichte folgt, die sie erzählen, oder wie ernst sie ist – immer gleich ist die Ohnmacht der Eltern, die sich gefangen und machtlos fühlen. Jonathan Haidt stellt fest: „Die meisten Eltern wünschen ihren Kindern keine smartphonebasierte Kindheit, doch irgendwie hat sich die Welt auf eine solche Weise neu konfiguriert, dass jeder Vater, jede Mutter, die sich widersetzt, ihr Kind zu sozialer Isolation verdammt.“ In den 2000er-Jahren gab es kaum Anzeichen dafür, dass die psychische Gesundheit von Jugendlichen bedroht war.</p>
<p><strong>Anfang der 2010er-Jahre litten Teens zunehmend unter Angst und Depressionen</strong></p>
<p>Dann, Anfang der 2010er-Jahre änderte sich die Situation ganz plötzlich. Jonathan Haidt erklärt: „Was psychische Erkrankungen angeht, so hat jeder Einzelfall mehr als eine Ursache. Es gibt stets eine komplexe Hintergrundstory, bei der Gene, Kindheitserfahrungen und soziologische Faktoren eine Rolle spielen.“ Jonathan Haidt konzentriert sich auf die Frage, warum die Raten für psychische Erkrankungen zwischen 2010 und 2015 bei der Generation Z – und einigen späterer Millennials – in so vielen Ländern anstiegen, während ältere Generationen viel weniger betroffen waren. </p>
<p>Was geschah mit den Teens Anfang der 2010er-Jahre? Die Forschung muss herausfinden, wer seit wann unter was litt. Jonathan Haidt schreibt: „Wichtige Hinweise zur Lösung des Rätsels fanden wir, als wir uns eingehender mit Daten zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen beschäftigten. Der erste dieser Hinweise ist, dass sich die Zunahme auf Störungen im Zusammenhang mit Angst und Depressionen konzentriert, die in der Fachsprache der Psychiatrie als „internalisierende Störungen“ zusammengefasst werden.“ Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jugendliche wollen dazugehören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 02:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mutprobe]]></category>
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					<description><![CDATA[Sabrina Szameitat fragt: „Was verleitet vor allem Heranwachsende zu Mutproben?“ Michael Thiel, Diplompsychologe aus Hamburg, antwortet: „Vor allem bei pubertierenden Jugendlichen geht es immer darum, zum einen das schwankende Selbstwertgefühl zu erhöhen. Zum anderen geht es darum, dazuzugehören.“ Jugendliche sagen: „Ich möchte Teil der Community sein. Und wenn eine Mutprobe dazugehört, mache ich sie halt.“ ... <a title="Jugendliche wollen dazugehören" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jugendliche-wollen-dazugehoeren.html" aria-label="Mehr Informationen über Jugendliche wollen dazugehören">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sabrina Szameitat fragt: „Was verleitet vor allem Heranwachsende zu Mutproben?“ Michael Thiel, Diplompsychologe aus Hamburg, antwortet: „Vor allem bei pubertierenden Jugendlichen geht es immer darum, zum einen das schwankende Selbstwertgefühl zu erhöhen. Zum anderen geht es darum, dazuzugehören.“ Jugendliche sagen: „Ich möchte Teil der Community sein. Und wenn eine Mutprobe dazugehört, mache ich sie halt.“ Michael Thiel weiß, dass gerade Jugendliche Sehnsüchte nach Aufmerksamkeit, nach Belohnung und Lob haben. Sie wollen das Gefühl empfinden, dazuzugehören. Und auch danach, etwas Besonderes zu sein. Laut Michael Thiel sind diese Mutproben eigentlich Unterwerfungstests: Man unterwirft sich dem Gruppendruck. Der wirklich Mutige würde sich verweigern und deutlich „Nein!“ sagen. Eine neue Form der Mutprobe sind die sogenannten Challenges, die im Internet stattfinden. Dazu gehört zum Beispiel, in einer bestimmten Zeitspanne so und so viel abgenommen zu haben. <span id="more-4390"></span></p>
<p><strong>Mutproben sind heutzutage gefährlicher geworden</strong></p>
<p>Michael Thiel erklärt: „Die Mutproben, die heutzutage stattfinden, haben in der Regel ein Ziel: Mit dem Handy aufgenommen, im Internet verbreitet zu werden und dadurch entsprechende Aufmerksamkeit und Klicks zu bekommen.“ Sabrina Szameitat fragt: „Sind Mutproben durch sie sozialen Medien wie zum Beispiel TikTok gefährlicher geworden?“ Michael Thiel antwortet: „Ja, das Ganze hat eine neue Qualität. Die Mutproben sind noch weniger kontrollierbar durch Social Media.“</p>
<p>Michael Thiel fährt fort: „Wenn man früher eine Mutprobe gemacht hat, dann hatte man mit realen Menschen zu tun. Die Gruppe hat dann wahrscheinlich auch geholfen, wenn etwas schief gegangen ist.“ Sabrina Szameitat fragt: „Wenn Mutproben heutzutage weniger kontrollierbar sind: Wie können Eltern ihre Kinder überhaupt schützen?“ Michael Thiel antwortet: „Ich würde mir wünschen, dass Eltern schon weit vor der Pubertät ihre Kinder dazu anregen, sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten zu beschäftigen.“ </p>
<p><strong>Eltern sollte eine sichere Bindung zum Kind aufbauen</strong></p>
<p>Eltern sollten kontinuierlich den Kontakt zum Kind halten und eine sichere Bindung zu ihm aufbauen. Denn fühlt sich ein Kind generell geachtet und geliebt, ist das Bedürfnis nach außerfamiliärer Bestätigung oftmals gering. Sabrina Szameitat fragt: „Und wenn doch so eine gefährliche Mutprobe stattfindet?“ Michael Thiel rät: „Nicht nur ausflippen und damit die eigene Besorgnis zeigen, sondern dann auch ruhig die elterliche Sicht möglichst realistisch und ehrlich erklären.“ </p>
<p>In der Regel sind das Challenges im Netz, die schnell wieder verschwinden. Eltern sollten dem Kind aber auch deutlich machen: „Hier hast du eine Grenze überschritten, ich mache mir Sorgen um dich und deine Gesundheit. Wenn du irgendwas machen willst, was dir komisch vorkommt, dann komm zu mir und wir bereden das.“ Jugendliche wollen allerdings eigentlich selbst entscheiden. Haben sie aber Vertrauen und Kontakt zu den Eltern, ist die Chance höher, dass sie sich Rat holen, wen sie unsicher werden. Quelle: „Jugendliche wollen dazugehören“ von Sabrina Szameitat in der „Abendzeitung“ vom 11./12. Februar 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schulen sollten Freude bereiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 May 2021 01:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Schulen brauchen kein Lob der Disziplin, denn Disziplin ist kein Selbstzweck, sie gehört gemäß der Definition des griechischen Philosophen Platon nicht zum kleinen Kreis der großen Tugenden. Joachim Bauer fordert: „Schulen sollen den Kindern und Jugendlichen durchaus möglichst viel Freude bereiten. Schulen sollen Lebensräume, junge Menschen motivierende Biotope sein.“ Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass ... <a title="Schulen sollten Freude bereiten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/schulen-sollten-moeglichst-viel-freude-bereiten.html" aria-label="Mehr Informationen über Schulen sollten Freude bereiten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schulen brauchen kein Lob der Disziplin, denn Disziplin ist kein Selbstzweck, sie gehört gemäß der Definition des griechischen Philosophen Platon nicht zum kleinen Kreis der großen Tugenden. Joachim Bauer fordert: „Schulen sollen den Kindern und Jugendlichen durchaus möglichst viel Freude bereiten. Schulen sollen Lebensräume, junge Menschen motivierende Biotope sein.“ Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass nicht alles, was sich ein Kind oder Jugendlicher in der Schule aneignen sollte, nur Spaß machen kann. Kinder und Jugendliche, die einer Laissez-faire-Pädagogik ausgesetzt waren, sind im späteren Leben weniger selbstbewusst. Und zwar nicht, weil sie keine inspirierenden Selbst-Elemente in sich tragen, sondern auch deswegen, weil sie sich nicht an gesteckten Zielen bewähren konnten. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Bestsellerautor von Sachbüchern. <span id="more-2681"></span></p>
<p><strong>Resonanzen wirken wie selbsterfüllende Prophezeiungen</strong></p>
<p>Kinder und Jugendliche wollen bei ihren Eltern und Mentoren eine „natürliche Autorität“ spüren. Joachim Bauer erläutert: „Die Resonanzen, die Kinder und Jugendliche in der Schule von ihren Lehrkräften erhalten, sind von überragender Bedeutung. Sie sagen dem Kind etwas über sich selbst und, noch bedeutsamer, über seine Zukunft.“ Resonanzen haben die Kraft einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, sie öffnen oder schließen Möglichkeitsräume. Entscheidend ist dabei, dass ein Kind erlebt, dass man ihm einen Möglichkeitsraum aufzeigt, in den er sich hineinentwickeln kann. </p>
<p>Lehrkräfte sollten jedoch keine Schönfärberei betreiben, sie müssen bestehende Probleme benennen und durchaus sagen dürfen, wenn Leistungen nicht dem entsprechen, was sie sich wünschen. Damit Schulen sich zu Lebensräumen entwickeln, in denen sich Schüler wohlfühlen und Lehrer gerne arbeiten, muss man Schulgebäude sanieren oder modernisieren. Zudem muss man die Klassen verkleinern und die Lehrkräfte so aus- und weiterbilden, dass sie die Kunst, einen beziehungsorietierten Unterricht zu gestalten, beherrschen.</p>
<p><strong>Lehrer brauchen Unterstützung</strong></p>
<p>Lehrkräfte üben, jedenfalls unter den in Deutschland gegebenen Bedingungen, einen der schwersten Berufe aus. Was sie so viel Kraft und Energie kostet, ist nicht das Lehren an sich. Sondern es ist die Aufgabe, im Klassenzimmer eine Situation herzustellen, in der Lehren und Lernen überhaupt erst einmal beginnen kann. Und das heißt, mit ihrer Klasse eine Arbeitsbeziehung herzustellen und aufrechtzuerhalten. Die Schwierigkeit, die Lehrkräfte mit dieser Beziehungsgestaltung haben, erklärt, warum sie in besonderem Maße von stressbedingten Gesundheitsstörungen betroffen sind. </p>
<p>Die Person der Lehrkraft ist – neben den Eltern – der Dreh- und Angelpunkt aller Pädagogik, eine Erkenntnis, zu der auch eine von John Hattie vorgelegte Metaanalyse („Visible Learning“) gelangte. Um ihre Aufgabe wahrzunehmen und im Klassenzimmer „natürliche Autorität“ entwickeln zu können, brauchen Lehrer Unterstützung. Diese sollten sie von Eltern und von der Gesellschaft als Ganze erhalten, die sie sich aber auch gegenseitig geben müssen. Quelle: &#8222;Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Junge Menschen brauchen Bezugspersonen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 06:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspersonen]]></category>
		<category><![CDATA[Identifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Selbst eines Menschen entwickelt sich nicht zu einem kreativen Akteur, wenn ihm kein Ausgangsmaterial zur Verfügung steht. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Kinder und Jugendliche Wahrnehmungs- und Interpretationsstile von Bezugspersonen aufnehmen können. Die Bereicherung des eigenen Selbst durch andere Menschen, die als Modelle dienen oder Ansagen, Botschaften und Angebote vermitteln, bleibt zeitlebens ... <a title="Junge Menschen brauchen Bezugspersonen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-und-jugendliche-brauchen-bezugspersonen.html" aria-label="Mehr Informationen über Junge Menschen brauchen Bezugspersonen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Selbst eines Menschen entwickelt sich nicht zu einem kreativen Akteur, wenn ihm kein Ausgangsmaterial zur Verfügung steht. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Kinder und Jugendliche Wahrnehmungs- und Interpretationsstile von Bezugspersonen aufnehmen können. Die Bereicherung des eigenen Selbst durch andere Menschen, die als Modelle dienen oder Ansagen, Botschaften und Angebote vermitteln, bleibt zeitlebens von Bedeutung. Joachim Bauer weiß: „Sie dienen dem Selbst als Ausgangsbasis für eigene Kreativität.“ Durch Transfers von Eltern, Mentoren und Freunden entsteht eine reich gefüllte Innenwelt. Sie ist eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung für die Entwicklung der eigenen Identität und Kreativität. Wer vonseiten einer oder mehrerer Bezugspersonen starke Selbsttransfers erlebt hat, ist mit ihnen meistens in besonderer Weise verbunden oder verwickelt. Joachim Bauer ist Arzt, Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Bestsellerautor von Sachbüchern. <span id="more-2516"></span></p>
<p><strong>Manche Menschen können Andere nicht anders sein lassen</strong></p>
<p>Typisch sind dabei starke, oft wechselseitige Identifikationen. Zum Beispiel bei einer Tochter oder einem Sohn, die oder der den Weg einer erfolgreichen Mutter oder eines tüchtigen Vaters gehen möchte. Identifikationen können starke Energiespender sein, aber sie können die Beteiligten auch einengen. Der Versuch, einen eigenen Weg zu gehen, kann auch scheitern. Viele Menschen, die oft nur mit einem Vorbild und dessen Werthaltungen extrem identifiziert sind, fallen durch Engstirnigkeit und Intoleranz auf.</p>
<p>Diese Menschen zeichnen sich auch durch eine Tendenz auf, nichts unkommentiert oder unkritisiert lassen zu können. Sie übertragen das in ihnen wirksame Gefühl, nicht abweichen zu dürfen, auf die ganze Welt. Zudem erwarten sie, dass ihre persönliche Identifikation von allen geteilt werden müsste. Joachim Bauer stellt fest: „Sie können Andere nicht anders sein lassen. Besonders Partnerinnen und Partner, aber auch Kinder haben darunter dann zu leiden.“</p>
<p><strong>Kinder brauchen viele Identifikationsfiguren</strong></p>
<p>Es fällt überstark mit einem einzigen Lebensstilmodell identifizierten Personen schwer zu ertragen, dass Menschen unterschiedliche Lebensentwürfe haben dürfen. Joachim Bauer erklärt: „Die wahre, unbewusste Quelle ihrer Wut gegenüber Abweichlern ist der Ärger, selbst eingezwängt zu sein.“ Unter der Oberfläche ihrer überstarken Identifizierung hat sich bereits ein länger bestehender Ärger über die Autoritätsperson angesammelt. Dieser meinen sie treu bleiben zu müssen. Um in späteren Jahren eine solche fatale Fehlentwicklung zu vermeiden, brauchen Kinder eine hinreichend große Auswahl von Identifikationsfiguren.</p>
<p>Dazu zählt Joachim Bauer Erzieher, Verwandte, schulische Lehrkräfte, Ausbilder, Lehrer und Mentoren. Inspirierender Begleiter bedarf der Mensch nicht nur in jungen Jahren, sondern über die gesamte Lebensspanne. Eine Mentorenrolle kommt nicht nur realen Personen zu, sondern auch Büchern, Medienprodukten und Internetquellen. In denen begegnen einem Menschen entweder fiktionale Figuren oder Gedanken, wissenschaftliche Fakten und künstlerische Ideen. Auch sie können den Menschen beeindrucken, beeinflussen und verändern. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jungen Menschen brauchen Freiräume</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 06:48:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Frustration]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
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					<description><![CDATA[Junge Menschen bedürfen einer Umwelt, die es ihnen in einem hinreichenden Maße erlaubt, grundlegende Bedürfnisse und Wünsche zu befriedigen. Joachim Bauer ergänzt: „Darüber hinaus muss diese Umwelt ihnen aber auch Freiheitsräume zur Verfügung stellen und sie anspornen, eine Zukunft zu entwerfen und für diese selbst etwas zu tun.“ Eine der Voraussetzungen für das Gelingen kreativer ... <a title="Jungen Menschen brauchen Freiräume" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jungen-menschen-brauchen-freiraeume.html" aria-label="Mehr Informationen über Jungen Menschen brauchen Freiräume">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Junge Menschen bedürfen einer Umwelt, die es ihnen in einem hinreichenden Maße erlaubt, grundlegende Bedürfnisse und Wünsche zu befriedigen. Joachim Bauer ergänzt: „Darüber hinaus muss diese Umwelt ihnen aber auch Freiheitsräume zur Verfügung stellen und sie anspornen, eine Zukunft zu entwerfen und für diese selbst etwas zu tun.“ Eine der Voraussetzungen für das Gelingen kreativer Selbstentfaltung ist die Fähigkeit zur Selbststeuerung. Die beiden neurobiologischen Fundamentalsysteme, die das Spielfeld der Selbststeuerung bilden, sind bei Kindern und Jugendlichen nicht in gleichem Maße ausgereift. Das Trieb- oder Basissystem, welches Wünsche nach Wohlbefinden und Genuss sowie die Abneigung gegen Unlust und Schmerz zum Ausdruck bringt, ist dem Präfrontalen Cortex, der den Menschen zur Selbstkontrolle befähigt, in seiner Entwicklung voraus. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2334"></span></p>
<p><strong>Auf Frustration reagieren Jugendliche mit Aggression</strong></p>
<p>Das Triebsystem ist bei Kindern und Jugendlichen durch genüssliche Angebote leicht verführbar. Auf Frustration reagiert es mit Aggression. Es ist ungeduldig und impulsiv. Verfällt aber, sobald es gesättigt ist, leicht in Bequemlichkeit und Apathie. Der Präfrontale Cortex ist nicht nur für die Selbstkontrolle zuständig, er ist auch kreativ und macht den Menschen sozial. Er ermöglicht die Zusammenarbeit mit anderen und sorgt damit dafür, dem Basissystem Gutes zu tun. Eine funktionierende Selbstkontrolle ist, längerfristig gesehen, also keineswegs gegen die vom Basissystem vertretenden Wünsche und Bedürfnisse gerichtet.</p>
<p>Obwohl Teil der evolutionären Bestimmung des Menschen, ist die Fähigkeit zur Selbstkontrolle und damit auch zur Selbststeuerung nicht angeboren. Genetisch mitgegeben ist dem Menschen nur die Möglichkeit, sie zu erwerben. Der Prozess der Entwicklung und Formung des Präfrontalen Cortex durch soziale Erfahrungen hat einen Namen: Erziehung. Die deutschen Begriffe der Bildung im Allgemeinen und der Ausbildung im Besonderen sind im englischen Wort für Erziehung – „education“ – mitenthalten. In der deutschen Sprache wären die Begriffe Bildung und Ausbildung daher zur Erziehung noch hinzuzufügen.</p>
<p><strong>Soziale Erfahrungen formen das kindliche Gehirn</strong></p>
<p>Mädchen besitzen eine signifikant bessere Fähigkeit zur Selbstkontrolle als Jungen, eine Feststellung, die niemanden überrascht, der eigene Kinder hat oder beruflich mit Kindern oder Jugendlichen zu tun hat. Wer als Kind nur eine geringe Fähigkeit zur Selbstkontrolle aufweist, bricht als Jugendlicher zwischen 13 und 18 Jahren häufiger die Schule ab, wird häufiger schwanger – beziehungsweise hat häufiger eine Schwangerschaft verursacht – und gehört mit größerer Wahrscheinlichkeit zu den Rauchern, im Gegensatz zu Kindern, die sich durch eine besser entwickelte Selbstkontrolle auszeichnen.</p>
<p>Im Alter von 32 Jahren zeigen Personen mit einer einst nur gering entwickelten Selbstkontrolle einen schlechter entwickelten Gesundheitsstatus, sind sozial schlechter gestellt, häufiger alleinerziehend, verdienen weniger und haben mehr finanzielle Probleme. Sie sind zudem häufiger drogenabhängig und straffällig geworden. Joachim Bauer weist darauf hin, dass ein Mangel an Selbstkontrolle im Kindesalter kein genetisch vorgezeichnetes Schicksal ist: „Das kindliche Gehirn formt sich entlang den sozialen Erfahrungen und entlang der Art, wie das Kind erzogen wird, lebt und sein Gehirn benutzt.“ Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In der Pubertät verhalten sich Jugendliche wie Aliens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2020 07:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Pubertät bricht im wahrsten Sinne des Wortes bei Mädchen und Jungen über Nacht herein. Andreas Salcher erläutert: „Wir selbst verstehen diesen gewaltigen körperlichen und psychosozialen Prozess erst im Rückblick, wenn wir erwachsen sind. Als Pubertierende sind wir Kinder, die sich zu jungen Menschen transformieren.“ Die Mädchen und Jungen entwickeln sich von durch ihre Eltern ... <a title="In der Pubertät verhalten sich Jugendliche wie Aliens" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-der-pubertaet-verhalten-sich-jugendliche-wie-aliens.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Pubertät verhalten sich Jugendliche wie Aliens">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pubertät bricht im wahrsten Sinne des Wortes bei Mädchen und Jungen über Nacht herein. Andreas Salcher erläutert: „Wir selbst verstehen diesen gewaltigen körperlichen und psychosozialen Prozess erst im Rückblick, wenn wir erwachsen sind. Als Pubertierende sind wir Kinder, die sich zu jungen Menschen transformieren.“ Die Mädchen und Jungen entwickeln sich von durch ihre Eltern behüteten, aber auch kontrollierten Kindern zu selbstbestimmten eigenen Persönlichkeiten. Das ist ein ständiges Wandeln auf einem engen Pfad, an dessen Ende das Erwachsensein als ersehntes Ziel immer wieder kurz sichtbar wird, um im nächsten Augenblick vom Nebel der Selbstzweifel und Absturzängste verdeckt zu werden. Plötzlich fangen Jugendliche an, sich merkwürdig zu kleiden. Bei einem Gespräch mit einem solchen jungen Menschen beschleicht einen das Gefühl, sich mit einem Alien von einem anderen Stern zu unterhalten. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2322"></span></p>
<p><strong>In der Pubertät erwacht die Sexualität</strong></p>
<p>In der Pubertät ist der körperliche Umbau bei Jungen und Mädchen offenkundig. Die schon lange im Verborgenen anwachsende Sexualität erwacht, manchmal sanft, oft eruptiv. Jugendliche experimentieren mit dem anderen, manchmal auch mit dem eigenen Geschlecht. Zudem versuchen sie ihre Schüchternheit hinter einem betont aggressiven Verhalten zu verstecken oder sind zumindest in ihrer Fantasie verwegen. Gerade in diesen unsicheren Übergangszeiten üben Klischees eine starke Anziehungskraft aus.</p>
<p>Das bedeutet für Jungen eine tendenziell machohafte Ausrichtung, für Mädchen eine Orientierung an traditionell weiblichen Tugenden. Für Burschen ist zudem die Gruppe eine Art Rudel, eine hierarchische und Identität stiftende Struktur, in die sich der Einzelne einfügen muss oder ausgeschlossen wird. In der Gruppe hat sich jeder für sich zu profilieren, er hat Bündnisse zu schließen, seinen Platz zu kennen und seine Individualität zu unterdrücken, falls sie nicht ins Schema passt.</p>
<p><strong>In einer Jungenclique geht es primär um Dominanz</strong></p>
<p>Für Mädchen dagegen spielt die Gruppe keine so entscheidende Rolle. Grundlegend für deren seelisches Wohlbefinden ist die beste Freundin, mit der sie sich austauschen beziehungsweise über alles reden können. Gemeinsam mit der Freundin schließen sich Mädchen auch Cliquen an, unterstützen sich aber auch dort gegenseitig. Im Gegensatz zu den Jungen geht es bei ihnen nicht primär um Dominanz, sondern um Beliebtheit: Je beliebter ein Mädchen ist, desto höher sein Status.</p>
<p>Jugendliche finden sich in der Pubertät vermehrt in belastenden Situationen. Bisher akzeptierte Regeln und der Familie und Schule werden plötzlich als einschränkend und unerträglich empfunden. Dazu kommen die vielen neuen Aufgaben, die es auf einmal zu lösen gilt, wie die Gewöhnung an einen neuen, fremden Körper und der Umgang mit der eigenen Sexualität. Der Wegfall des elterlichen Schutzes erfordert, dass die Pubertierenden selbst lernen, in ihren Beziehungen, Meinungen und Rollen konfliktfähig zu werden. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Weise Menschen akzeptieren ihre Stärken und Schwächen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 06:09:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Schwäche]]></category>
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					<description><![CDATA[Offenheit ist eine Ressource, die in vielerlei Hinsicht für die Weisheit förderlich ist. Sie beeinflusst, was ein Mensch erlebt, wie er damit umgeht und was er daraus lernt. Judith Glück weiß: „Offener Menschen lernen aus ihren Erfahrungen vor allem, dass es immer noch viel zu sehen und zu lernen gibt.“ Weise Menschen gehen grundsätzlich davon ... <a title="Weise Menschen akzeptieren ihre Stärken und Schwächen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/weise-menschen-akzeptieren-ihre-staerken-und-schwaechen.html" aria-label="Mehr Informationen über Weise Menschen akzeptieren ihre Stärken und Schwächen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Offenheit ist eine Ressource, die in vielerlei Hinsicht für die Weisheit förderlich ist. Sie beeinflusst, was ein Mensch erlebt, wie er damit umgeht und was er daraus lernt. Judith Glück weiß: „Offener Menschen lernen aus ihren Erfahrungen vor allem, dass es immer noch viel zu sehen und zu lernen gibt.“ Weise Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass die Veränderungen, die in ihrem Leben unvermeidlich sind, etwas Gutes sind. Und dass sie das Potential haben, sie etwas zu lehren, was sie zu besseren Menschen macht. Egal wie schwierig die Umstände gerade sind, dass Leben kann trotzdem immer genossen werden. Denn das sind Momentaufnahmen. Für alle Ressourcen, die zur Weisheit führen, gilt allerdings auch, dass es davon ein Zuviel geben kann. Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-2223"></span></p>
<p><strong>Jugendliche probieren auf der Suche nach ihrer Identität vieles aus</strong></p>
<p>Judith Glück klärt auf: „Manche Menschen sind so beeinflussbar von den Sichtweisen anderer Menschen, dass sie den Zugang zu ihrem eigenen Inneren verlieren.“ Sie können nach außen extrem offen sein, sind es nach innen aber gar nicht. Das heißt sie haben kaum oder keine „Antennen“ für die eigenen Gefühle und die eigene innere Welt. Die Offenheit weiser Menschen beruht jedoch auf einem grundlegenden Akzeptieren auch des eigenen Selbst mit all seinen Stärken und Schwächen. Wer sich selbst nicht gut kennt oder viele Seiten des eigenen Selbst nicht akzeptieren kann, der sucht möglicherweise außerhalb seines selbst nach einer starken Identität.</p>
<p>Diese Form von Offenheit kann man am häufigsten bei Jugendlichen beobachten. Denn diese probieren auf der Suche nach ihrer eigenen Identität vieles aus. Offensichtlich reicht es ihnen nicht aus, sich gedanklich mit vielen Existenzformen auseinanderzusetzen. Sie müssen sie tatsächlich erproben, spüren, wie es sich anfühlt, bestimmte Dinge zu tun und bestimmte Signale nach außen zu senden. Genau dadurch gelingt es den meisten mit der Zeit, herauszufinden, was für sie passt, und auf dieser Basis Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.</p>
<p><strong>Offenheit für andere Menschen kann man jederzeit trainieren</strong></p>
<p>Judith Glück schränkt ein: „Manchen Menschen fällt es allerdings schwer, den Kern des eigenen Selbst zu finden, weil sie nicht wirklich klar spüren – vielleicht nicht zu spüren gelernt haben –, was für sie richtig ist.“ Der Psychoanalytiker Erik H. Erikson spricht hier von Identitätsdiffusion. Solche junge Menschen sind sehr offen dafür, ihre Identität an ihr jeweiliges Umfeld anzupassen. Damit sind sie unter Umständen anfällig für starke Ideologien, die Halt von außen geben. Manchmal ist es also für den Weg zur Weisheit weniger wichtig, offener zu werden, als sich im Gegenteil der eigenen Gefühle, Werte und Grenzen bewusster zu werden.</p>
<p>Judith Glück betont: „Offenheit für andere Menschen kann man jederzeit im Alltag trainieren.“ Besonders spannend und lehrreich ist es, wenn man mit Personen beginnt, die einem eigentlich eher fern stehen. Man sollte ganz gezielt versuchen, Interesse an diesem Menschen zu zeigen. Anschließend kann man ihn nach seinem Leben und seinen Beweggründen seines Verhaltens fragen. Vielleicht entsteht schon allein durch diese Interessenbekundung eine ganz neue Art des Kontakts. Vielleicht versteht man aber auch nur besser, warum dieser Mensch sich so verhält, wie er es tut. Man braucht ihn deswegen aber nicht besonders zu mögen. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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