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	<title>Wille &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Sobald der Wille und die Vorstellung eines Menschen miteinander in Konflikt stehen, wird die Vorstellung immer gewinnen. Thorsten Havener behauptet: „Die Vorstellung ist wichtiger als der Wille. Immer.“ Daher ist der Satz „Du musst nur wollen“ in vielen Fällen nicht der richtige Rat. Viel eher müsste es heißen: „Du musst dir vorstellen können, dass es ... <a title="Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wille-versus-vorstellung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald der Wille und die Vorstellung eines Menschen miteinander in Konflikt stehen, wird die Vorstellung immer gewinnen. Thorsten Havener behauptet: „Die Vorstellung ist wichtiger als der Wille. Immer.“ Daher ist der Satz „Du musst nur wollen“ in vielen Fällen nicht der richtige Rat. Viel eher müsste es heißen: „Du musst dir vorstellen können, dass es geht.“ Eine Suggestion, die Thorsten Havener oft einsetzt, um das zu verdeutlichen, besteht darin, dass er einen Zuschauer dazu bringt, seinen Namen zu vergessen. Nachdem die Suggestion eingesetzt hat, fragt er ihn, ob er sich denn überhaupt an seien Namen erinnern will. Das wird praktisch immer bejaht. Trotzdem kann er sich nicht erinnern. Warum? Weil Thorsten Haveners Suggestion ihn davon überzeugt, dass er es nicht mehr kann. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5538"></span></p>
<p><strong>Emotionen haben eine unglaubliche Macht</strong></p>
<p>Der Glaube, dass alles eintritt, wie Thorsten Havener es ihm sagt, ist stärker, weil die Vorstellungskraft dem Willen überlegen ist. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion – also jede suggestive Idee, ob sie von uns kommt oder von jemand anderem – wird von unserem Unterbewusstsein akzeptiert und so ein Teil unseres Lebens.“ Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass die Suggestion das Bewusstsein eines Menschen passiert. Denn dort liegt die Vorstellungskraft.</p>
<p>Das Unterbewusstsein führt diese Vorstellung lediglich aus. Sobald die entsprechende Idee vom Unterbewusstsein akzeptiert wurde, folgt die Ausführung. Die Idee wird zur Realität. Thorsten Havener fügt hinzu: „Damit das passiert, kommt ein weiterer Faktor ins Spiel: unsere Emotionen. Die haben unglaubliche Macht. Denn je emotionaler eine Idee ist, desto stärker ist die Tendenz unseres Unterbewusstseins, sie zu akzeptieren. Deshalb haben Ideen und Gedanken, die unseren Interessen am nächsten liegen, auch die höchste Suggestivkraft.“ </p>
<p><strong>Emotional aufgeladene Ideen akzeptiert das Unterbewusstsein schneller</strong></p>
<p>Ideen und Gedanken, die im Zusammenhang stehen mit der Gesundheit eines Menschen, seinen Träumen, Lebenszielen und Reichtum sowie allem, was ihm am Herzen liegt, haben Kraft. Thorsten Havener ergänzt: „Und je stärker diese Ideen emotional aufgeladen sind, desto stärker ist ihre Kraft und desto schneller werden sie von unserem Unterbewusstsein akzeptiert.“ Deshalb geht man auch gerne Menschen auf den Leim, die im Internet tolle Sachen versprechen und die ihren Opfern einflüstern, dass sie sehr leiden werden, wenn sie das Angebot nicht annehmen.</p>
<p>Entscheidend für die Akzeptanz oder Rückweisung einer Suggestion ist weiter, welche gedankliche Verknüpfung man mit ihr herstellt. Thorsten Havener weiß: „Eine Idee, die mit unseren bereits vorhandenen Werten, Einstellungen und Glaubenssätzen im Einklang steht, wird also viel eher akzeptiert als ein Gedanke, den wir innerlich ablehnen. Ein guter Manipulator wird folglich genau darauf schauen, dass er seine Vorschläge so präsentiert, dass sie zunächst mit unseren Werten übereinstimmen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch kann denken und handeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2022 01:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Empirische Messungen belegen, dass jeder bewussten Handlung eines Menschen Hirnaktivitäten vorausgehen, in denen die Handlung bereits festgelegt ist. Paul Kirchhof erläutert: „Das Gehirn leite die Willenshandlungen ein, bevor dem Menschen die Handlungsabsicht bewusst werde. Der Mensch steuere seine Handlungen nicht bewusst, ihm würde nur eine unbewusst eingeleitete Entscheidung bewusst werden.“ Er handle ähnlich wie bei ... <a title="Der Mensch kann denken und handeln" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/paul-kirchhof-freier-wille.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch kann denken und handeln">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Empirische Messungen belegen, dass jeder bewussten Handlung eines Menschen Hirnaktivitäten vorausgehen, in denen die Handlung bereits festgelegt ist. Paul Kirchhof erläutert: „Das Gehirn leite die Willenshandlungen ein, bevor dem Menschen die Handlungsabsicht bewusst werde. Der Mensch steuere seine Handlungen nicht bewusst, ihm würde nur eine unbewusst eingeleitete Entscheidung bewusst werden.“ Er handle ähnlich wie bei einem „epileptischen Anfall“, der nicht als Handlung aus freiem Willen gelte. Der Mensch habe allenfalls die Möglichkeit, seine Vorherbestimmtheit im Nachhinein ähnlich einem Veto-Recht zu kontrollieren. Diese Experimente veranlassen die Frage, ob die Handlungen des Geistes sich in einer Wirklichkeit ereignen, die physikalisch-biologisch messbar ist. Die universale und alltägliche Erfahrung, dass ein Mensch aus freier, unabhängiger Entscheidung handelt, ist ein gediegener empirischer Befund für Freiheit. Dr. jur. Paul Kirchhof ist Seniorprofessor distinctus für Staats- und Steuerrecht an der Universität Heidelberg. <span id="more-3857"></span></p>
<p><strong>Das Gedächtnis entsteht aus Erfahrung und Erziehung</strong></p>
<p>Sie bietet eine Art Beweis des ersten Anscheins, dass bewusst mentale Prozesse bestimmte Gehirnprozesse kausal steuern können. Paul Kirchhof stellt fest: „Die Annahme, die Gesetzmäßigkeiten der physikalisch beobachtbaren Natur könnten subjektiv bewusstes Denken und Wollen erklären, ist also ein spekulativer Glaube und keine wissenschaftlich bewiesene Aussage.“ Der Mensch kann denken, wollen und handeln. Diese Fähigkeiten erlebt er täglich als Möglichkeit, selbstbestimmt zu entscheiden, nicht als Ablauf von Gehirnprozessen. </p>
<p>Er hat das erfahrungsgestützte Bewusstsein, mehr zu sein, als sich mit biologischen Kausalitäten begreifen lässt. Wenn er ruhig in seinem Sessel sitzt und über sich und die Welt sinniert, also denkt, ohne dass sein Denken zu einer empirisch nachvollziehbaren Handlung führt, entsteht mehr als nur ein Gehirnprozess, etwas Neues – ein Gedanke. Der Mensch bildet sein Gedächtnis durch Erfahrung und Erziehung, begreift die Welt in seiner Sprache, lernt und studiert, um einen eigenen Wissens- und Maßstabsspeicher aufzubauen. </p>
<p><strong>Der Mensch ist frei</strong></p>
<p>Paul Kirchhof betont: „Dieser Speicher ist Ausdruck betätigter Freiheit, nicht biologische Vorbestimmung. Der Mensch sieht die Wirklichkeit in der Sicht seiner Begegnungen, Hoffnungen, Erwartungen und Bedürfnisse, ist in dieser Subjektivität selbstbestimmt, nicht fremdbestimmt.“ Folgt er natürlichen Empfindungen wie Hunger oder Kälte, wird er essen und sich kleiden, dabei aber entscheiden, was er isst und welches Kleidungsstück er wählt. Auch der Übergang von dem unbewussten zum bewussten Handeln ist der Übergang von vorbewusster Prägung zu bewusster Entscheidung. </p>
<p>Der Mensch lebt aus Erfahrungen und Einsichten seiner Herkunft, denkt gegenwärtig in der Gemeinschaft seiner Familie, seines Berufes, seines Staates, folgt seinen Bedürfnissen, aber auch seinen Planungen für die Zukunft, ist von Religion und Philosophie, von Recht und Lebensgewohnheiten, von Kunst und Hoffen geprägt. Paul Kirchhof weiß: „Diese Einflüsse lassen sich naturwissenschaftlich nicht definieren und nicht messen.“ Die These: „Keiner kann anders, als er ist“, ist richtig, führt aber zu der alltäglichen Erfahrung: Der Mensch ist frei. Quelle: „Beherzte Freiheit“ von Paul Kirchhof</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Echte Selbstkontrolle braucht wenig Willenskraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2021 07:47:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mit guter Selbstkontrolle bewältigen ihr Leben im Voraus. Dazu setzen sie unbewusster Mittel der Selbstregulation ein. Damit machen sie „notwendige Übel“ wie gesunde Ernährung, Sport und Studium zu einem alltäglichen Teil ihres Lebens. Die positiven Aktivitäten werden zu routinemäßigen Angewohnheiten. Deshalb kostet es keine großen Kämpfe mehr, mit ihnen zu beginnen oder die Abneigung ... <a title="Echte Selbstkontrolle braucht wenig Willenskraft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/echte-selbstkontrolle-braucht-wenig-willenskraft.html" aria-label="Mehr Informationen über Echte Selbstkontrolle braucht wenig Willenskraft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit guter Selbstkontrolle bewältigen ihr Leben im Voraus. Dazu setzen sie unbewusster Mittel der Selbstregulation ein. Damit machen sie „notwendige Übel“ wie gesunde Ernährung, Sport und Studium zu einem alltäglichen Teil ihres Lebens. Die positiven Aktivitäten werden zu routinemäßigen Angewohnheiten. Deshalb kostet es keine großen Kämpfe mehr, mit ihnen zu beginnen oder die Abneigung gegen sie zu überwinden. John Bargh erläutert: „Die bewusste, mühevolle Selbstkontrolle ist zu anstrengend und zu unzuverlässig, wie wir wissen, anfällig für Rationalisierungen und Ausreden.“ Denn echte, effektive Selbstkontrolle ist mit dem Einsatz von weniger statt mehr Willenskraft und Anstrengung bei der Ausführung der gewünschten Handlungen verbunden. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University. Dort leitet er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory. <span id="more-2473"></span></p>
<p><strong>Unerwünschte äußere Reflexe muss man ausschalten</strong></p>
<p>Personen mit einer guten Selbstkontrolle sind weniger Versuchungen ausgesetzt als andere und müssen sich generell weniger kontrollieren. Manche Menschen folgern daraus, dass Personen mit guter Selbstkontrolle einfach nicht dieselben starken Bedürfnisse haben wie die anderen. Der Dichter William Blake dachte jedenfalls so: „Diejenigen, die ihr Verlangen bezähmen, tun dies, weil das ihre schwach genug ist, bezähmt zu werden.“ Doch wie es scheint, irrte sich William Blake.</p>
<p>In Wirklichkeit organisieren effektive Selbstkontrolleure ihre Umgebung so, dass derartige verführerische Reize und Gelegenheiten gar nicht auftreten. Wenn sie einkaufen gehen, lassen sie die ungesunden Snacks liegen. Und wenn sie ihren Alkoholkonsum reduzieren wollen, verzichten sie darauf, ihre Hausbar besser auszustatten. Das ist die Kehrseite der Verwendung externer Signale zur Förderung des gewünschten Verhaltens. Hier besteht der Trick stattdessen darin, die unerwünschten äußeren Reflexe auszuschalten.</p>
<p><strong>Die Veränderung der Umgebung verändert das Verhalten</strong></p>
<p>Kentaro Fujita, Experte für Selbstkontrolle und Motivationsforscher an der Ohio State University, erklärt: „Der wirklich gute Diätpatient würde sich keinen Cupcake kaufen. Er wäre gar nicht erst an einer Konditorei vorbeigegangen. Und beim Anblick des Cupcakes hätte er eine Möglichkeit gefunden, igitt statt lecker zu sagen.“ Habituelle Verhaltensweisen sind in der regelmäßigen täglichen Umgebung begründet. Sie werden von ihr automatisch und unbewusst ausgelöst und aufrechterhalten.</p>
<p>Der beste Weg zur Veränderung des Verhaltens besteht für John Bargh deshalb in der Veränderung der Umgebung. Er rät: „Verbinden Sei die guten Angewohnheiten, die Sie sich gern zulegen möchten, mit einem Ort, den sie regelmäßig aufsuchen, und zu einem festen Zeitpunkt.“ Und was die schlechten Angewohnheiten betrifft, die man ablegen will: „Entfernen Sie die Reize und Gelegenheiten, die sie unterstützen, aus Ihrer Umgebung.“ Das Unbewusste wirkt sich stark und oftmals unsichtbar auf das Verhalten eines Menschen aus, manchmal sogar auf furchterregende Weise. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch hat einen freien Willen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 07:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Biologische Systeme, also Lebewesen, unterziehen alle von außen und aus dem eigenen Inneren eintreffenden Reize einem Prozess der Verarbeitung und Bewertung. Erst danach reagieren sie mit einem Verhalten, einem als Selbstorganisation bezeichneten Vorgang. Joachim Bauer ergänzt: „Ein bewusst handelnder Akteur ist dafür nicht erforderlich. Akteur ist das biologische System als Ganzes. Im Falle des Menschen ... <a title="Der Mensch hat einen freien Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-hat-einen-freien-willen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch hat einen freien Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Biologische Systeme, also Lebewesen, unterziehen alle von außen und aus dem eigenen Inneren eintreffenden Reize einem Prozess der Verarbeitung und Bewertung. Erst danach reagieren sie mit einem Verhalten, einem als Selbstorganisation bezeichneten Vorgang. Joachim Bauer ergänzt: „Ein bewusst handelnder Akteur ist dafür nicht erforderlich. Akteur ist das biologische System als Ganzes. Im Falle des Menschen spielt sich ein Teil der biologischen Selbstorganisation auf einer Bühne ab, die wir Bewusstsein nennen.“ Im Bewusstsein können sowohl von innen, vom eigenen Körper her, als auch von außen eintreffende Reize Gegenstand der persönlichen Reflexion werden. Das menschliche Bewusstsein verfügt über die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation unterschiedliche Optionen des Verhaltens zu entwerfen. Zudem über das Können, ihre jeweiligen Folgen zu antizipieren und sie gegeneinander abzuwägen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2446"></span></p>
<p><strong>Ein Kleinkind braucht liebevolle Zuwendung</strong></p>
<p>Die dadurch entstehenden Freiheitsgrade des Verhaltens sind das, was Joachim Bauer als freien Willen bezeichnet. Die neurobiologische Grundlage der Fähigkeit des Menschen zur Selbststeuerung sind im Stirnhirn, im Präfrontalen Cortex lokalisierte neuronalen Netzwerke. Joachim Bauer erläutert: „Deren regelrechte Entwicklung erfordert in den ersten beiden Lebensjahren eine liebevolle dyadische Zuwendung zum Kind. Sie sind die Voraussetzung für die sich daran anschließende Entwicklung des kindlichen Selbst. Dieses ist in Netzwerken des Präfrontalen Cortex repräsentiert.“</p>
<p>Dort verortet ist auch das neuronale Korrelat einer Repräsentanz des Du, also bedeutsamer anderer Menschen. Beide Netzwerke sind eng miteinander verbunden. Sie erzeugen eine Koppelung ihrer Repräsentanzen, also zwischen Ich und Du. Joachim Bauer weiß: „Diese Koppelung ist eine Art neuronaler Einlasspforte für die überaus starken Effekte, die Handlungen und Worte bedeutsamer anderer Menschen auf das psychische Befinden der eigenen Person haben können.“ Mit Beginn des dritten Lebensjahres stehen die oberen, dorsalen Teile des Präfrontalen Cortex zur Reifung an.</p>
<p><strong>Die Evolution befähigt den Menschen zur Selbststeuerung</strong></p>
<p>Die dort verorteten Netzwerke sind das neuronale Korrelat der Selbstkontrolle. Also der sich im Kind jetzt langsam entwickelnden Fähigkeit, eigene Impulse zurückzuhalten oder zu bremsen. Joachim Bauer erklärt: „Die Reifung der Selbstkontrolle und ihrer neuronalen Korrelate kann nur gelingen, wenn Kinder ab Beginn des dritten Lebensjahres von Bezugspersonen liebevoll, aber auch konsequent und begleitet von entsprechenden Erklärungen zur Selbstkontrolle angehalten werden.“ Ein zentraler Aspekt dieser Erklärungen ist, das Kind immer wieder zum Wechsel der Perspektive zu veranlassen. Dadurch macht man ihm deutlich, wie sein Verhalten aus der Sicht anderer wahrgenommen wird.</p>
<p>Der tiefe Sinn der Selbstkontrolle liegt nicht in einem gegen die Bedürfnisse der eigenen Person gerichteten Kampf. Sondern er liegt in der Bewahrung sozialer Verbundenheit und in optimierter Selbstfürsorge. Seine im Vergleich zu allen anderen Spezies überragende Fähigkeit zur Selbststeuerung verdankt der Mensch der Evolution. Selbstkontrolle und Selbststeuerung sind keine gegen die angeblich wahre Natur des Menschen gerichteten widernatürlichen Konstrukte, sondern Teil der menschlichen biologischen Bestimmung. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>So setzen Sie Vorsätze richtig um</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2020 05:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hindernis]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsätze]]></category>
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					<description><![CDATA[Um die inneren Automatismen eines Menschen, die ihn zu einem bequemen, aber unklugen Verhaltensweise verführt, besser zu widerstehen, kann sich der freie Wille einiger kognitiver Tricks bedienen, um die Oberhand zu behalten. Auf die Frage, was Kinder und Erwachsene tun, um einer Versuchung zu widerstehen, antwortet Joachim Bauer: „Die dabei angewandten kognitiven Techniken unterscheiden sich ... <a title="So setzen Sie Vorsätze richtig um" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/so-setzen-sie-vorsaetze-richtig-um.html" aria-label="Mehr Informationen über So setzen Sie Vorsätze richtig um">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um die inneren Automatismen eines Menschen, die ihn zu einem bequemen, aber unklugen Verhaltensweise verführt, besser zu widerstehen, kann sich der freie Wille einiger kognitiver Tricks bedienen, um die Oberhand zu behalten. Auf die Frage, was Kinder und Erwachsene tun, um einer Versuchung zu widerstehen, antwortet Joachim Bauer: „Die dabei angewandten kognitiven Techniken unterscheiden sich entlang zunehmenden Alter.“ Ab dem etwa 8. Lebensjahr erwerben Kinder eine für die Selbstbeherrschung besonders interessante Fähigkeit. Sie lernen Dinge sozusagen mit anderen Augen zu sehen. Eine solche Abstandsgewinnung ist zudem eine überaus erfolgreiche Methode. Denn damit gewinnt man zu ungesunden oder schädlichen Konsumprodukten eine innere Distanz. Eine andere Frage lautet: Wie kann man überlegte und aus freiem Willen getroffene Entscheidungen – zum Beispiel Sport zu treiben – auch gegen innere Beharrungs- oder Verführungstendenzen durchsetzen. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2370"></span></p>
<p><strong>Es gibt eine Strategie zur Umsetzung von Vorsätzen</strong></p>
<p>Wegen ihrer hohen Effektivität internationale Beachtung gefunden hat eine von dem in Konstanz und New York lehrenden Psychologen Peter Gollwitzer entwickelte Methode. Joachim Bauer kennt sie: „Die als Implementation Intentions – frei übersetzt: Strategie für die Umsetzung von Vorsätzen – bezeichnete Methode ist eine Art mentales Training.“ Dabei kommt es darauf an, sich eine entscheidende, sehr konkrete Alltagssituation, in der ein beabsichtigtes Vorhaben umgesetzt werden soll vorzustellen. Auch wenn dabei voraussichtlich widrige Hindernisse existieren.</p>
<p>In diese Situation hinein wird nun, ebenfalls in Form einer sehr konkreten Vorstellung, die angepeilte Handlung eingefügt und mental durchgespielt. So wird nach Art eines geistigen Schlachtplans in eine bereits existierende Alltagssituation ein neues Verhalten eingebettet. Dieses Vorgehen lässt sich optimieren, wenn ihm ein sogenanntes Mental Contrasting vorangestellt wird, bei dem man sich einerseits ausführlich die positiven Folgen des angepeilten neuen Verhaltens darlegt. Andererseits halt man sich der Erreichung des Ziels entgegenstellenden Hindernisse ungeschminkt vor Augen.</p>
<p><strong>Seine Gesundheit sollte jeder sorgsam bewahren</strong></p>
<p>Joachim Bauer weiß: „Mit der Kombination aus Mental Contrasting und Implementation Intentions wurden überaus erfolgreiche Programme zur sportlichen Aktivierung, zur Gewichtsreduktion sowie zur Regulierung von Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern durchgeführt.“ Verhaltensänderungen sind also möglich. Ungetrübte, von Krankheiten unbelastete Lebensfreude ist ohne Frage das schönste Geschenk, das einem Menschen vergönnt sein kann. Wer es besitzt, sollte es deshalb sorgsam bewahren.</p>
<p>Doch lässt sich auch jenseits einer solchen Unbeschwertheit ein gutes Leben führen. Mehr noch, es lassen sich überaus spannende Erfahrungen machen. Ein jahreslanges Leben am Traumstrand mag manchen gefallen, andere wollen aber gerade die Touren, die durch schwieriges Gelände geführt haben, nicht vermissen. Nicht wenige Menschen berichten, dass sie erst im Angesicht einer Krankheit begonnen haben, zu verstehen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Auch wenn sich niemand eine Krankheit wünscht, so kann sie außer einer Belastung auch eine Chance sein. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch besitzt keinen komplett freien Willen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2020 05:15:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[Die bewussten Gedanken eines Menschen spielen in seinem Leben eine bedeutende Rolle. John Bargh stellt fest: „Das heißt, Sie besitzen einen „freien Willen“, gemäß dem, was Psychologen darunter verstehen. Aber er ist nicht ganz so frei und so allmächtig, wie Sie vielleicht geglaubt haben.“ Denn es gibt viele Einflüsse, deren sich ein Mensch im Allgemeinen ... <a title="Der Mensch besitzt keinen komplett freien Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-besitzt-keinen-komplett-freien-willen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch besitzt keinen komplett freien Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die bewussten Gedanken eines Menschen spielen in seinem Leben eine bedeutende Rolle. John Bargh stellt fest: „Das heißt, Sie besitzen einen „freien Willen“, gemäß dem, was Psychologen darunter verstehen. Aber er ist nicht ganz so frei und so allmächtig, wie Sie vielleicht geglaubt haben.“ Denn es gibt viele Einflüsse, deren sich ein Mensch im Allgemeinen nicht bewusst ist. Diese unterliegen folglich nicht seiner Kontrolle. Darum ist es der erste Schritt zur Kontrolle oder zur Nutzung dieser verborgenen Einflüsse, sie in den Blick zu nehmen. Es ist ratsam, sich ihrer stärker bewusst zu werden. Wer so tut, als gäbe sie sie nicht, und darauf beharrt, er hätte alles unter Kontrolle und besäße einen komplett freien Willen, derjenige wird scheitern. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2353"></span></p>
<p><strong>Unbewusste Selbstkontrolle ist sehr effektiv</strong></p>
<p>Es lohnt sich zu akzeptieren, dass man keinen komplett freien Willen und auch keine allumfassende bewusste Kontrolle besitzt. Denn dann nimmt der Grad des wirklich vorhandenen freien Willens und der wirklich existierenden Kontrolle zu. Wer dagegen steif und fest behauptet, Werbung oder Überzeugungsversuche anderer Menschen beeinflussten ihn nicht, ist von anderen am leichtesten zu kontrollieren. Besteht man darauf, dass die Handlungen anderer keinen Einfluss darauf haben, was man selbst tut, ist man offen für Ansteckungseffekte.</p>
<p>Wie sich herausstellt, sind solche Menschen auch weniger zu einer wirksamen Selbstkontrolle fähig. Denn sie glauben, alles durch den bewussten Einsatz von Willenskraft erreichen zu können. Darum verzichten sie auf die unbewussten Mittel zur Selbstkontrolle, die sich jedoch als die effektivsten erweisen. John Bargh sagt: „Zweifellos sein wir die Kapitäne unserer Seele, und es klingt großartig, ein Kapitän zu sein. Aber wie in allen anderen Lebensbereichen gibt es auch hier schlechte und gute.“</p>
<p><strong>Willenskraft führt nicht zur wirksamsten Selbstkontrolle</strong></p>
<p>Nur wer die Wirkmacht dieser verborgenen Einflüsse anerkennt, hat eine Chance, ihnen etwas entgegenzusetzen und wirklich „Herr im Haus“ zu werden. Das ist ein Gewinn. Aber es kommt noch besser. Indem man einen Teil der Kontrolle an diese unbewussten Kräfte delegiert, gelingt es einem eher, seine bewussten, intentionalen Ziele zu erreichen. John Bargh erläutert: „Sie nehmen die Dienste der unbewussten Kräfte in Anspruch, sodass sie an diesen wichtigen Zielen arbeiten, während Sie selbst mit den Gedanken woanders sind, und nutzen ihre kreativen Problemlösungen.“</p>
<p>Die wirksamste Selbstkontrolle erfolgt also nicht durch den Einsatz von Willenskraft. Und auch nicht durch den angestrengten Versuch, Impulse und unerwünschte Verhaltensweisen zu unterdrücken. Sie beruht auf der effizienten Nutzung der unbewussten Kräfte des Geistes, denen diese Selbstkontrolle weitaus müheloser gelingt. Tatsächlich sind Menschen, die sich besser unter Kontrolle haben, nicht diejenigen, die mehr Willenskraft einsetzen als all die anderen nicht so erfolgreichen Menschen. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Suche nach Glückseligkeit kann befriedigend sein</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 10:05:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Neurobiologe und Psychiater Joachim Bauer hat in seinem Buch „Selbststeuerung“ gezeigt, wie wichtig eine durchgehaltene Aufmerksamkeit für eine befriedigende Lebensführung ist. Dazu zählen auch das Zurückstellen kurzfristiger Befriedigungen und letzten Endes auch das, was Sigmund Freud den „Triebverzicht“ genannt hat. Diese Einschätzung hält auch Georg Milzner für richtig, allerdings mit Einschränkungen. Seiner Meinung nach ... <a title="Die Suche nach Glückseligkeit kann befriedigend sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-suche-nach-glueckseligkeit-kann-befriedigend-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Suche nach Glückseligkeit kann befriedigend sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Neurobiologe und Psychiater Joachim Bauer hat in seinem Buch „Selbststeuerung“ gezeigt, wie wichtig eine durchgehaltene Aufmerksamkeit für eine befriedigende Lebensführung ist. Dazu zählen auch das Zurückstellen kurzfristiger Befriedigungen und letzten Endes auch das, was Sigmund Freud den „Triebverzicht“ genannt hat. Diese Einschätzung hält auch Georg Milzner für richtig, allerdings mit Einschränkungen. Seiner Meinung nach hängt nämlich alles davon ab, was man unter einer befriedigenden Lebensführung versteht. Joachim Bauer ist beispielsweise seinen eigenen Ausführungen nach einem „eudaimonischen“ Leben verpflichtet. Der Begriff „eudaimonia“ spielt sowohl in der antiken Philosophie als auch bei Immanuel Kant eine große Rolle. Er umschreibt einerseits so etwas wie Glückseligkeit und andererseits auch das menschliche Streben nach dieser. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2315"></span></p>
<p><strong>Der Lebensstil hängt vom Temperament ab</strong></p>
<p>Überdies steht der Begriff „eudaimonia“ für eine Haltung, die das Streben nach Glückseligkeit an das Verinnerlichen von Tugenden knüpft. Wer also einem eudaimonischen Lebensmodell anhängt, der steht für eine Lebensführung, die auf die ruhige Verwirklichung dessen abzielt, was an langfristigen Zielen gesetzt wird. Joachim Bauers Darstellung zufolge ist die Selbststeuerung vor allem eine Angelegenheit des freien Willens. Aber was, wenn mein freier Wille auf etwas ganz anderes zusteuert? </p>
<p>Wenn er eben nicht eudaimonisch leben will, sondern eher einem wilden, womöglich exzessiven Lebensstil verpflichtet ist? Georg Milzner denkt, dass die Frage, welcher Lebensstil einen Menschen befriedigt, nicht so allgemein verhandelt werden kann. Und zwar, weil der Lebensstil in ganz hohem Maß an das Temperament eines Menschen gekoppelt ist. Für einen eher melancholischen Grundtypus, eine Denker und Betrachter, ist das Erreichen einer eudaimonischen Lebensführung ganz sicher noch erstrebenswert. </p>
<p><strong>Selbststeuerung hilft dem Menschen seine Identität zu finden</strong></p>
<p>Einem hitzigeren Typus mag hier aber auch die gähnende Langeweile drohen. Während ein kreativ eher springender, sich flink von Einfall zu Einfall bewegender Sanguiniker eher dem faszinierenden Augenblick hingegeben sein wird. Und im nächsten Augenblick wieder einem anderen. Ist etwas davon besser als das andere? Wohl nur, wenn man den alten Philosophen folgt und es hält wie Aristoteles oder Immanuel Kant. Joachim Bauers Modell der Selbststeuerung steht letzten Endes auch in deren Tradition.</p>
<p>Georg Milzner fasst zusammen: „Grundmerkmal dieser Modelle ist die große Perspektive, das weit gesteckte Ziel, das ruhig und besonnen verfolgt wird. Hierfür ist eine an der Vernunft und am Maß orientierte Lebenshaltung wesentlich.“ Und noch etwas anderes ist dafür wesentlich: nämlich die feste Überzeugung, dass das planmäßige Verfolgen bewusst gesteckter Ziele immer auch richtig ist. Dass die Selbststeuerung, wie Joachim Bauer meint, dazu dient, einen Menschen die eigene Identität finden zu lassen. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In seinen Entscheidungen ist der Mensch frei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2020 09:12:16 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Einflussnahme auf die Überzeugungen, die Menschen zur Frage des freien Willens haben, hat reale Auswirkungen auf das Verhalten der Betroffenen. Joachim Bauer erläutert: „Diese Auswirkungen zeigen sich vor allem dort, wo der freie Wille gefragt wäre. Personen, denen man erfolgreich suggeriert, dass es so etwas wie einen freien Willen gar nicht gebe, lassen nachfolgend ... <a title="In seinen Entscheidungen ist der Mensch frei" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-seinen-entscheidungen-ist-der-mensch-frei.html" aria-label="Mehr Informationen über In seinen Entscheidungen ist der Mensch frei">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einflussnahme auf die Überzeugungen, die Menschen zur Frage des freien Willens haben, hat reale Auswirkungen auf das Verhalten der Betroffenen. Joachim Bauer erläutert: „Diese Auswirkungen zeigen sich vor allem dort, wo der freie Wille gefragt wäre. Personen, denen man erfolgreich suggeriert, dass es so etwas wie einen freien Willen gar nicht gebe, lassen nachfolgend eine deutlich reduzierte Selbstkontrolle erkennen. Sie verhalten sich, falls sie die Möglichkeit dazu haben, deutlich unmoralischer.“ Nicht an die Existenz eines freien Willens zu glauben, macht offenbar locker. Es kann für das menschliche Zusammenleben aber unangenehme oder gar gefährliche Folgen haben. Jedenfalls neigten Personen, die man vor einem Experiment in ihren Überzeugungen dahingehend beeinflusste, es gebe keinen freien Willen, in anschließenden Tests um 50 Prozent häufiger zu betrügerischem Verhalten. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2309"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen fühlen sich für nichts verantwortlich</strong></p>
<p>Die Verneinung der menschlichen Entscheidungsfreiheit ist für Joachim Bauer nicht nur in der Sache irrig und unhaltbar. Hinzu kommt, dass die falsche Botschaft, die Neurowissenschaft habe die Existenz des freien Willens widerlegt, in hohem Maße unsinnige und schädliche Konsequenzen für das Zusammenleben haben dürfte. Eine in den Wohlstandsländern ohnehin bereits vorhandene Tendenz, sich in allen Belangen als Opfer, aber für nichts verantwortlich zu sehen, würde zur offiziellen und von der Wissenschaft abgesegneten Doktrin erklärt.</p>
<p>Die Lehre von der Unfreiheit des menschlichen Willens ist eine Ideologie. Diese lähmt jede Initiative, Kreativität und Entschlossenheit. Die durch diesen Determinismus vollzogene Abschaffung des freien Willens würde Heerscharen von Unschuldigen produzieren. Die persönliche Verantwortung wäre abgeschafft. In den wohlhabenden Ländern des Westens formiert sich derzeit allerdings Widerstand: Gegen einen schleichenden Prozess zunehmender Einengung der persönlichen Autonomie, wachsenden Abhängigkeiten und unmerklicher Infantilisierung.</p>
<p><strong>Es regt sich Überdruss am Überfluss</strong></p>
<p>Merkmale dieses Prozesses sind einerseits ein hohes Maß an arbeitsbedingtem – oder durch Arbeitslosigkeit verursachtem – Stress. Zum anderen ist eine Übersättigung spürbar. Der Mainzer Philosoph Thomas Metzinger wagt folgende Voraussage: „Geistige Selbstbestimmung und die Frage, wie sie gestärkt werden kann, wird eines der heißesten Themen der Zukunft sein.“ Bei immer mehr Menschen regt sich Überdruss am Überfluss. Die Akteure des Widerstands gegen eine zunehmende Verminderung der Selbstbestimmung und Möglichkeiten der Selbststeuerung sind überall und in allen Generationen zu finden.</p>
<p>Die britische Rock-Ikone Peter Gabriel findet, dass die Smartphones dazu geführt haben, dass die Menschen immer mehr aus der realen Welt herausgerissen werden. Die Geräte vereinnahmen sie so sehr, dass sie das eigentliche Leben verpassen. Was man aber eigentlich braucht, ist eine Balance zwischen digitaler und realer Welt. Menschen mit einer funktionierenden Selbststeuerung erleben signifikant mehr Glück und weniger Leid, Angst und Depressivität als jene, denen sie fehlt. Deshalb haben mehr und mehr Menschen eine Lust auf Freiheit. Und zwar auf eine Freiheit, die aus gelingender Selbststeuerung erwächst. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nur der Mensch hat die Freiheit der Wahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2020 05:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[„Der Mensch ist in seinem Tun und Wollen frei. Er kann zwischen richtig und falsch, gut und schlecht, passend oder unpassend wählen und übernimmt dafür die Verantwortung“, sagt zumindest die Philosophie. „Moment mal“, sagt die Hirnforschung, „das stimmt so nicht!“ Forschungsergebnisse scheinen zu belegen, dass das menschliche Gehirn schon Entscheidungen trifft, bevor das Bewusstsein überhaupt ... <a title="Nur der Mensch hat die Freiheit der Wahl" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/nur-der-mensch-hat-die-freiheit-der-wahl.html" aria-label="Mehr Informationen über Nur der Mensch hat die Freiheit der Wahl">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Mensch ist in seinem Tun und Wollen frei. Er kann zwischen richtig und falsch, gut und schlecht, passend oder unpassend wählen und übernimmt dafür die Verantwortung“, sagt zumindest die Philosophie. „Moment mal“, sagt die Hirnforschung, „das stimmt so nicht!“ Forschungsergebnisse scheinen zu belegen, dass das menschliche Gehirn schon Entscheidungen trifft, bevor das Bewusstsein überhaupt davon Notiz nimmt. Andere Wissenschaftler wiederum behaupten, eine vermeintlich vorbestimmte Handlung könne noch willentlich und aktiv gestoppt werden. Anja Förster und Peter Kreuz versuchen herauszufinden, wie sich der freie Wille – falls er existiert – im Alltag äußert: „Wir versuchen es mit einer Annäherung, indem wir die Willensfreiheit in Zusammenhang mit den Begriffen Handeln und Verhalten setzen.“ Anja Förster und Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Vordenkern für Wirtschaft und Management. <span id="more-2298"></span></p>
<p><strong>Jede Handlung ist eine Entscheidung gegen Alternativen</strong></p>
<p>Es ist ein himmelhoher Unterschied, ob ein Mensch handelt oder sich nur verhält. Wenn man bei der Sache ist, achtsam und selbstbestimmt tut, was man will, dann handelt man. Wer nur Schmerz vermeidet und Lust erhöht, der verhält sich nur. Dagegen ist jede Handlung eine Wahl, eine Entscheidung gegen Alternativen. Denn handeln ist niemals alternativlos, prinzipiell nicht, auch wenn das manche Politiker gerne behaupten. Das heißt, jedes Individuum wählt täglich. Viele Menschen haben das entweder nicht erkannt oder komplett vergessen.</p>
<p>Ihnen ist einfach nicht bewusst, dass sie über ihre Lebensumstände täglich neu entscheiden. Dass sie ihr alltägliches Leben auch abwählen könnten, wenn sie wollten. Dass sie kündigen, umziehen, Schluss machen, Nein sagen könnten. Und dass sie, wenn sie es nicht tun und einfach weiter mitspielen, das dann aus Gründen tun, für die sie selbst verantwortlich sind. Anja Förster und Peter Kreuz ergänzen: „Das Wie und das Was, mit dem Sie heute Ihre Zeit verbringen, ist also das Ergebnis der Summe Ihrer früheren Entscheidungen.“</p>
<p><strong>Die knappste Ressource eines Menschen ist die Zeit</strong></p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz fahren fort: „Erst die Fähigkeit und Möglichkeit, Ja oder Nein zu sagen, macht uns zu Menschen!“ Diese Freiheit der Wahl macht den Menschen also aus. Wer sich diesem Gedanken gegenüber öffnet, hat gute Chancen, sich aus dem Klammergriff des „Schicksals“ oder der „Umstände“ zu befreien. Allerdings ist die Zeit die knappste Ressource eines Menschen, denn die Uhr des Lebens tickt. Deshalb ist die wichtigste Entscheidung unter allen Entscheidungen, die man trifft, die darüber, wie man die verbleibende Lebenszeit verwendet.</p>
<p>Zum Beispiel ist Fernsehen so gut wie keine Handlung, sondern ein Verhalten. Warum? Weil die Fernsehenden meistens auf die Entscheidung über das Fernsehen verzichten. Das Perfide dabei ist: Die Gewohnheit wirkt wie eine Droge. Das Belohnungszentrum im Gehirn steuert über die Ausschüttung von Dopamin, dass man im Verhalten hängen bleibt. Es fühlt sich angenehm an. Es schläfert ein. Und mit der Zeit wird es immer schwieriger, Nein zu sagen. Viele Menschen sind sich ihrer Wahlfreiheit gar nicht mehr bewusst. Sie haben die Wahl, ober sie vor der Glotze sitzen wollen oder etwas anderes tun wollen. Quelle: „Nein“ von Anja Förster und Peter Kreuz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der menschliche Geist ist eine Art Spiegel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 05:38:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anpassung]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbst komplexe Handlungsmuster bedürfen nicht unbedingt einer bewussten Entscheidung. William James schrieb in seinem berühmten Kapitel „Der Willen“ von 1890, dass menschliches Verhalten aus unbewussten und nicht intentionalen Quellen entspringt, auch das Verhalten, das dem, was jemand gegenwärtig in der Welt erlebt und sieht, angemessen ist und ihm nahegelegt wird. Die bewussten Willensakte, so William ... <a title="Der menschliche Geist ist eine Art Spiegel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-menschliche-geist-ist-eine-art-spiegel.html" aria-label="Mehr Informationen über Der menschliche Geist ist eine Art Spiegel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst komplexe Handlungsmuster bedürfen nicht unbedingt einer bewussten Entscheidung. William James schrieb in seinem berühmten Kapitel „Der Willen“ von 1890, dass menschliches Verhalten aus unbewussten und nicht intentionalen Quellen entspringt, auch das Verhalten, das dem, was jemand gegenwärtig in der Welt erlebt und sieht, angemessen ist und ihm nahegelegt wird. Die bewussten Willensakte, so William James, sind Akte der Kontrolle über diese unbewussten Impulse, die manche durchlassen, andere hingegen nicht. John Bargh erläutert: „Der menschliche Geist ist eine Art Spiegel: Er generiert potenzielles Verhalten, das die Situation und die Umgebung widerspiegelt, in der man sich gerade befindet. Bevor man es merkt, wird das, was man tut, von dem bestimmt, was man sieht.“ Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2077"></span></p>
<p><strong>Verborgene Impulse bestimmen weitgehend das Handeln im Augenblick</strong></p>
<p>Die verborgenen Impulse eines Menschen bestimmen weitgehend und in starkem Maße sein Handeln im Augenblick. Auch das Verhalten und die Emotionen anderer färben auf einen Menschen ab, nicht nur, wenn man sie direkt und persönlich erlebt, sondern auch, wenn man etwas über sie liest oder im Nachhinein Zeichen von ihnen findet – die sichtbaren Folgen ihres Tuns. Die „Vorschläge“, wie ein Mensch angesichts dessen handeln soll, was er im Augenblick wahrnimmt, gehen über ein mögliches unbewusstes Nachahmen der physischen Handlungen anderer hinaus.</p>
<p>Es können auch komplexe Verhaltensformen sein, die einer persönlichen Erfahrung nach für ein bestimmtes Umfeld geeignet sind – also das, was Menschen im Allgemeinen tun, wenn sie sich in einem Garten, einem Museum oder einem Schlafzimmer befinden. Die Sinne eines Menschen geben ihm ununterbrochen subtile Hinweise, die ihn veranlassen, sich nobel oder schlecht zu verhalten und beeinflussen seinen Geist, während er sich in der Gegenwart orientiert. Man ist sich dieser Einflüsse nicht bewusst, und deshalb glaubt man, dass man autonom handelt.</p>
<p><strong>Menschen neigen zur Anpassung</strong></p>
<p>Jeder schenkt den anderen Menschen in seiner Umgebung viel Aufmerksamkeit. Ständig. Tag für Tag nimmt man wahr, wie andere etwas tun: ihre Gesten oder Eigentümlichkeiten, ihre Körperhaltung und ihren emotionalen Ausdruck, den Ton und das Volumen ihrer Stimme, den Inhalt dessen, was sie sagen, schreiben und in sozialen Medien posten. Und was ein Mensch sieht und hört, bewirkt auf natürliche Weise, dass man sich genauso verhält – man imitiert die anderen unbewusst.</p>
<p>Man tut das nicht absichtlich. Was laut Charles Darwin für den eigenen emotionalen Ausdruck gilt, gilt auch für das Nachahmen anderer: Es kann absichtlich oder unabsichtlich stattfinden, aber meist tut man es, ohne es zu merken. Diese Neigung zur Anpassung ist natürlich nicht nur den Menschen eigen. Die meisten Menschen haben sicherlich schon einmal bewundert, wie sich Fischschwärme und Vogelscharen bewegen, als wären sie eins, ein Körper. In diesem Fall kommen die Spiegelungen völlig automatisch und unwillkürlich zustande. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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