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	<title>Verstand &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Immunsysteme sind äußerst lernfähig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2025 01:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mentales Immunsystem]]></category>
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					<description><![CDATA[Beide Immunsysteme, das körperliche und das mentale, sind äußerst lernfähig. Volker Busch erläutert: „Durch wiederholte Auseinandersetzung mit der Umwelt entwickeln sie sich weiter. Sie erhalten Upgrades, die sie im Laufe der Jahre immer leistungsfähiger, spezifischer und individueller machen.“ Dadurch entwickeln Menschen das, was man „Immunkompetenz“ nennt. Jedes Immunsystem schreibt dabei seine eigene Geschichte. Auch hier ... <a title="Die Immunsysteme sind äußerst lernfähig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-immunsysteme-entwickeln-sich-staendig-weiter.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Immunsysteme sind äußerst lernfähig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beide Immunsysteme, das körperliche und das mentale, sind äußerst lernfähig. Volker Busch erläutert: „Durch wiederholte Auseinandersetzung mit der Umwelt entwickeln sie sich weiter. Sie erhalten Upgrades, die sie im Laufe der Jahre immer leistungsfähiger, spezifischer und individueller machen.“ Dadurch entwickeln Menschen das, was man „Immunkompetenz“ nennt. Jedes Immunsystem schreibt dabei seine eigene Geschichte. Auch hier schaut Volker Busch zunächst auf die körperliche Verteidigung: Schon in den ersten Lebensjahren entwickeln Menschen sogenannte T-Zellen, die für die Abwehr von Viren und entarteten Zellen Sorge tragen, sowie sogenannte B-Zellen, die Antikörper produzieren, die sich gegen krank machende Bakterien richten. Auch das mentale Immunsystem entwickelt eine Reihe von beeindruckenden Abwehrmaßnahmen zur Verteidigung psychischer Belastungen, die über das Schreien hinausgehen. Prof. Dr. Volker Busch ist seit circa zwanzig Jahren als Arzt, Wissenschaftler, Autor und mehrfach ausgezeichneter Vortragsredner tätig. <span id="more-6217"></span></p>
<p><strong>Mit ihrem Verstand können Menschen Bedürfnisse kontrollieren</strong></p>
<p>Der Spracherwerb gilt als erster wesentlicher Meilenstein in dieser Entwicklung, denn dadurch können Menschen ihre Gedanken und Gefühle in Worte fassen und damit Belastungen differenziert wahrnehmen und ausdrücken. Volker Busch ergänzt: „Ab diesem Zeitpunkt wird lautes Schreien gesellschaftlich auch nicht mehr akzeptiert, wenn wir Hunger haben oder die Hose nass ist.“ Ein weiterer Meilenstein ist die Entwicklung des Verstandes, der ab der frühen Pubertät einen riesigen Sprung macht. </p>
<p>Mit ihm können Menschen plötzlich die Perspektive wechseln, Gefühle einordnen und Bedürfnisse kontrollieren. Volker Busch weiß: „Der Verstand hilft uns, Probleme zu lösen und hilfreiche Ideen zu finden. Und zuletzt können wir dank seiner Hilfe Verständnis für bestimmte Alltagssituationen aufbringen, Ängsten entgegentreten, bei Bedarf Abstand von grüblerischen Gedanken gewinnen oder durch eine humorvolle Perspektive innere Anspannungen lösen.“ Ein dritter Meilenstein sind die persönlichen Lebenserfahrungen. Menschen entwickeln im Verlauf des Lebens Fähigkeiten und Talente, die sie einsetzen, um Herausforderungen zu bewältigen.</p>
<p><strong>Reife Persönlichkeiten reagieren auf psychische Belastungen adäquat</strong></p>
<p>Manches glückt, manches misslingt. Aber mit jedem Handlungsschritt und jeder neuen Erfahrung reift das Vertrauen, sich in schwierigen und ungewissen Lebenslagen selbst helfen zu können. Volker Busch fügt hinzu: „Das reduziert Unsicherheitsgefühle und erzeugt Mut und Zuversicht. Im besten Fall entwickelt sich bis zum Ende der Adoleszenz eine reife Persönlichkeit, die auf psychische Belastungen adäquat reagiert.“ Diese können die Betroffenen weiterhin schmerzvoll treffen, aber sie erholen sich besser, wenn sie wissen, wie sie mit ihnen umzugehen haben.</p>
<p>Sie können zudem schicksalshafte Ereignisse in ihre Lebensgeschichte integrieren, und zwar nicht dadurch, dass sie sie an ihnen abprallen lassen, sondern verändert aus ihnen hervorgehen. Volker Busch stellt fest: „Normalerweise entwickeln wir ein starkes mentales Immunsystem im Laufe vieler Jahre, und seine Fähigkeiten verbessern sich Schritt für Schritt. Im besten Fall hat dies zur Folge, dass und Schicksalsschläge in höherem Alter weniger hart treffen.“ Quelle: „Kopf hoch!“ von Volker Busch</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 01:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut Reinhard K. Sprenger gibt es keinen Unterschied zwischen rationalem Erkennen und emotionalen Erfühlen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb kann ein Mensch seine Gefühle in Konflikten durchaus beeinflussen, indem er seine Gedanken ändert. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Nur das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen gibt Ihnen die Möglichkeit, sich in einer wandelnden Umwelt ... <a title="Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gedanken-und-gefuehle-bilden-eine-einheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Reinhard K. Sprenger gibt es keinen Unterschied zwischen rationalem Erkennen und emotionalen Erfühlen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb kann ein Mensch seine Gefühle in Konflikten durchaus beeinflussen, indem er seine Gedanken ändert. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Nur das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen gibt Ihnen die Möglichkeit, sich in einer wandelnden Umwelt selbst als Einheit zu erleben.“ Studien haben vielfach nachgewiesen, dass die Dominanz der Gefühle im Konfliktfall zu einer gefährlichen Über-Vereinfachung des Konfliktgegenstandes führt. Man „erspart“ sich gleichsam die komplexen Zusammenhänge, kocht die Suppe auf einen simplen Punkt herunter, um ihn umso effektvoller präsentieren zu können. Das sollten man sich und seinem Konfliktpartner mit Blick auf einen weiterer gemeinsamen Weg nicht antun. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5492"></span></p>
<p><strong>Denken ohne Gegensätze ist nicht möglich</strong></p>
<p>Beim Rechthaben arbeitet der Verstand in zwei Schritten. Erstens: Er öffnet die Augen und beobachtet die Welt. Genau genommen fasst er nur Teile der Welt ins Auge, was man gemeinhin „selektive Wahrnehmung“ nennt. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Er wählt aus der Gesamtheit aller beobachtbaren Dinge jene aus, die ihm wichtig erscheinen. Deshalb nehmen wir zunächst wahr, was uns emotional entgegenkommt. Das ist ein Akt der Unterscheidung.“ </p>
<p>Gewisse Dinge treten in den Vordergrund, andere bleiben in der Kulisse. Danach spaltet der Verstand das Ausgewählte in zwei Seiten – die Gegensätze. Denn Denken ohne Gegensätze ist nicht möglich. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Der Verstand ordnet die Welt in Oppositionen, spitzt Unterscheidungen zu Gegensätzen zu, Gegensätze zu Widersprüchen.“ Auf welche Seite des Gegensatzpaares wird er sich stellen? Natürlich auf die richtige, die gute – und hat so ein „Innen“ geschaffen.</p>
<p><strong>In der „Entzweiung“ liegt der Beginn des Konflikts</strong></p>
<p>Der zweite Akt dieses Prozesses ist die Bewertung. Damit hat der Verstand auch ein „Außen“ bestimmt, etwas, das weniger Geltung beanspruchen kann. Reinhard K. Sprenger formuliert es noch einmal anders: „Jeder Standpunkt, den der Verstand einnimmt, erschafft mit mechanischer Zuverlässigkeit sein eigenes Gegenteil. Weil er etwas braucht, von dem er sich absetzen kann.“ Am Beginn allen Denkens steht also die „Entzweiung“. Hier liegt der Beginn des Konflikts.</p>
<p>Wenn diese andere Seite in der eigenen Person selbst liegt, erlebt man das als innere Zerrissenheit. Wenn diese andere Seite von einem anderen Menschen vertreten wird, gibt man dieser Person unrecht. Und man kann sicher sein, dass es immer jemanden gibt, der genau diese andere, die von einem selbst abgewertete Seite bevorzugt. Reinhard K. Sprenger weiß: „Jeder Mensch unterscheidet nun einmal anders. Manchmal will man sich ja auch nur unterscheiden von jenen, die unterscheiden: zwischen Weißen und Schwarzen, Frauen und Männern, Hiesigen und Fremden.“ Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alles entsteht aus einem Mangel</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-verstand.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Mangel]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Konflikt hat die Form des „Suchens“, der Suche nach Einheit. Und – wie bei aller Magie – kommt es darauf an, dass der Kreis geschlossen ist. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „So wie das Vieleck mit unendlich vielen Ecken sich dem Kreis annähert. So wie Ihre zwei Augen eine Sicht erzeugen. Einsicht. Das Glück ... <a title="Alles entsteht aus einem Mangel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-verstand.html" aria-label="Mehr Informationen über Alles entsteht aus einem Mangel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Konflikt hat die Form des „Suchens“, der Suche nach Einheit. Und – wie bei aller Magie – kommt es darauf an, dass der Kreis geschlossen ist. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „So wie das Vieleck mit unendlich vielen Ecken sich dem Kreis annähert. So wie Ihre zwei Augen eine Sicht erzeugen. Einsicht. Das Glück des Menschen bestehe mithin, so Aristophanes, im Wiederherstellen eines früheren Zustandes – im Aufheben der Trennung.“ Diesen Gedanken hat der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan prominent aufgegriffen: „Alles entsteht aus einem Mangel.“ Er meinte damit: Entbehrung zwingt einen Menschen zur Reaktion. Das Fehlende ist jedoch nicht im Außerhalb, nicht im Universum. Sondern mitten in einem Menschen selbst. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-4921"></span></p>
<p><strong>Stets gibt es ein Begehren</strong></p>
<p>So konturiert man sein Selbst durch unerfüllte Wünsche, durch Frustrationen. Wie eine Leerstelle, durch die Kraft entsteht, die selbst jedoch windstill ist. Das Fehlende ist der tiefere Grund des Handelns eines Menschen, der Motor, der ihn vorantreibt. Das, was ihn weitermachen lässt. Stets gibt es ein Begehren – und wenn es nur ein Rest ist, der unerfüllt bleibt. Nun möchte Reinhard K. Sprenger veranschaulichen, wie der menschliche Verstand funktioniert.</p>
<p>Vor der Geburt ist der Verstand mit einem Rechner vergleichbar, auf dem zwar viele Logiken gespeichert sind, freilich noch keine Inhalte. Die Philosophen würden sagen, viel Abstraktes ist vorhanden, nur wenig Konkretes, viele allgemeine Begriffe, noch keine sinnlichen Vorstellungen. Eine andere Sprachgabelung ist die zwischen „potenzialiter“ und „aktualiter“, zwischen Blaupause und definierter Landkarte. Bei der Geburt dann drückt man die Record-Taste, man schaltet auf „Aufzeichnen“! Dies geschieht wohl schon pränatal, wie Alfred Tomatis in „Der Klang des Lebens“ veranschaulicht hat. </p>
<p><strong>Alle Systeme streben nach Selbsterhalt</strong> </p>
<p>Ein Mensch macht Erfahrungen, bespielt gleichsam die Festplatte. Wichtig ist für Reinhard K. Sprenger: „Diese Erfahrungen sind Ihre Erfahrungen, Ihre eigenen, einzigartigen, mit keinem anderen Wesen auf diesem Planeten identisch. Von Grund auf anders. Anders als alle anderen auf der Welt.“ Wer zum Beispiel schon früh um die Liebe seiner Eltern kämpfen musste, hat eine andere Weltsicht als jener, der von einem liebenden Willkommen umfangen wurde. </p>
<p>Selbst bei eineiigen Zwillingen muss man davon ausgehen, dass sie – als Umwelt des jeweils anderen – Unterschiedliches speichern. Der Verstand ist also zunächst nichts anderes als ein Speichermedium. Er zeichnet auf: Jetzt! Jetzt! Jetzt! Woran orientiert sich dieser Speicher? Viele Forscher aus den unterschiedlichsten Disziplinen sagen unisono: „Überleben!“ Alles Leben will weitermachen. Alle Systeme, eben auch biologische Systeme, streben nach Selbsterhalt. Das ist ihr höchster Daseinszweck, der Rest ist Beiwerk. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen können ihre Handlungen steuern</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-theory-of-mind.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Theory of Mind geht einher mit der Kompetenz, sich eine Vorstellung von den Konsequenzen des eigenen Handelns machen zu können. Sie stellt damit eine Vorbedingung für eine gezielte Steuerung der eigenen Impulse dar, die wiederum Grundvoraussetzung für zielgerichtetes und verantwortungsvolles Handeln ist. Hans-Otto Thomashoff stellt fest: „Das eigene Handeln verantwortungsbewusst steuern zu können – ... <a title="Menschen können ihre Handlungen steuern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hans-otto-thomashoff-theory-of-mind.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen können ihre Handlungen steuern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Theory of Mind geht einher mit der Kompetenz, sich eine Vorstellung von den Konsequenzen des eigenen Handelns machen zu können. Sie stellt damit eine Vorbedingung für eine gezielte Steuerung der eigenen Impulse dar, die wiederum Grundvoraussetzung für zielgerichtetes und verantwortungsvolles Handeln ist. Hans-Otto Thomashoff stellt fest: „Das eigene Handeln verantwortungsbewusst steuern zu können – auch das muss gelernt werden. Dieser Lernprozess besteht im Wesentlichen darin, einen Handlungsimpuls, den unser Gehirn setzt und der meist begleitet ist von einem Gefühl, ihn bei Bedarf gezielt hemmen zu können.“ Erst im Erwachsenenalter ist eine solche Impulshemmung voll ausgebildet, weil erst dann die dafür verantwortlichen Strukturen im Frontalhirn – jener Teil des Gehirns, der für bewusste Steuerung zuständig ist – ausgereift sind. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-4639"></span></p>
<p><strong>Der Verstand ist die wichtigste Entscheidungsinstanz</strong></p>
<p>Jedoch gelingt die bewusste Impulssteuerung keineswegs immer und jedem. Das Grundmuster, nach dem das menschliche Gehirn arbeitet, lässt sich vereinfacht wie folgt darstellen. Ein äußerer Reiz wird blitzschnell vom Gefühlszentrum bewertet, das einen Handlungsimpuls setzt, der, sofern das eben gelernt wurde, bei Bedarf vom Verstand gesteuert werden kann. Gefühl, Handlung und Verstand sind also die drei ineinandergreifenden psychischen Ebenen, mit deren Hilfe man mit der Umwelt interagiert. </p>
<p>In der westlichen Kultur haben die Menschen den Verstand zur wichtigsten Entscheidungsinstanz erkoren: „Cogito ergo sum: Ich denke, also bin ich.“ Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Das Denken wurde zum Motor für unsere kulturelle Entwicklung und zur Richtschnur für den Wert des Geschaffenen. Geistige Arbeit wird oder wurde zumindest lange ein höherer Wert beigemessen als körperlicher Arbeit. Wir haben das Verstehen, die neugierige Eroberung der materiellen und geistigen Welt zum wichtigsten Ziel unserer Existenz erklärt.“ </p>
<p><strong>Im Fernen Osten zählt allein die Handlung</strong></p>
<p>Menschen suchen nach den entlegensten Winkeln der Erde und des Universums und nach den Regeln, die in ihnen gelten, und streben dabei andauernd nach mehr. Aus Sicht der Hirnforschung haben die Menschen mit dieser permanenten Suche das Motivationssystem und damit das Dopamin an die erste Stelle des Gesellschafts- und persönlichen Lebensentwurf gerückt. Der Psychoanalytiker Erich Fromm hat das in seinem Buch „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ auf den Punkt gebracht. </p>
<p>Erich Fromm schreibt: „Die Idee, dass man die Wahrheit auf dem Weg des Denkens finden könne … führte nicht nur zum Dogma, sondern auch zur Wissenschaft … zur katholischen Kirche und zur Entdeckung der Atomenergie.“ Dem entgegengesetzt steht in den Denkschulen des Fernen Ostens nicht die Suche nach einer absoluten Wahrheit im Vordergrund. Das Denken an sich ist unbedeutend, es zählt allein die Handlung. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Die Frage, ob das Leben eines Menschen gelungen ist, wird an seinen Handlungen und nicht an den Errungenschaften seines Geistes gemessen.“ Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Autonomie ist nicht gerade bequem</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/klaus-peter-hufer-persoenlichkeitsmerkmale.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2021 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mündigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Verstand]]></category>
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					<description><![CDATA[Pflichterfüllung und Gehorsamsbereitschaft führen zu Anpassung, zu Unterordnung und Einordnung, zum Mitläufertum, zum Mitschwimmen im Strom der Mehrheit und zum Wegschauen. Klaus-Peter Hufer betont: „Zweifel, Urteilsfähigkeit, eine eigene Meinung und kritische Reflexion sind da nicht erwünscht – im Gegenteil, sie stören den reibungslosen Ablauf.“ Doch wer Zivilcourage zeigt, muss eine eigene Meinung und den Mut ... <a title="Autonomie ist nicht gerade bequem" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/klaus-peter-hufer-persoenlichkeitsmerkmale.html" aria-label="Mehr Informationen über Autonomie ist nicht gerade bequem">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Pflichterfüllung und Gehorsamsbereitschaft führen zu Anpassung, zu Unterordnung und Einordnung, zum Mitläufertum, zum Mitschwimmen im Strom der Mehrheit und zum Wegschauen. Klaus-Peter Hufer betont: „Zweifel, Urteilsfähigkeit, eine eigene Meinung und kritische Reflexion sind da nicht erwünscht – im Gegenteil, sie stören den reibungslosen Ablauf.“ Doch wer Zivilcourage zeigt, muss eine eigene Meinung und den Mut zum Widerspruch haben. Gut beschrieben wird dieses Verhaltensmuster bzw. Persönlichkeitsmerkmal mit dem Begriff „Autonomie“. Von der Wortbedeutung her meint Autonomie Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Willensfreiheit. Damit befindet man sich ganz in der Nähe der Idee der Aufklärung, deren berühmteste Definition von Immanuel Kant stammt. Klaus-Peter Hufer promovierte 1984 in Politikwissenschaften, 2001 folgte die Habilitation in Erziehungswissenschaften. Danach lehrte er als außerplanmäßiger Professor an der Uni Duisburg-Essen. <span id="more-3109"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch sollte sich seines eigenen Verstandes bedienen</strong></p>
<p>Immanuel Kant gab auf die Frage „Was ist Aufklärung?“ der „Berlinischen Monatsschrift“ im Jahr 1784 folgende klassisch gewordene Antwort: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen.“ Er fordert die Menschen auf, den Mut zu haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Denn dies ist der Wahlspruch der Aufklärung. </p>
<p>In Immanuel Kants Definition sind Eigenschaften wie Eigenständigkeit, Mündigkeit und Mut enthalten. Allesamt sind sie Kriterien bzw. Voraussetzungen von Autonomie. Michael Pauen und Harald Welzer bezeichnen eine Person als autonom, die nach ihren eigenen Prinzipien handelt, und zwar auch dann, wenn sie dabei Widerstände überwinden oder Gefahr in Kauf nehmen muss. Autonom ist also, wer für seine Überzeugungen einsteht, obwohl diese gerade verpönt oder gar verboten sind. Autonom ist auch derjenige, der zu seinen Freunden steht, auch wenn diese gerade nicht wohl gelitten sind. </p>
<p><strong>Zivilcourage erfordert ein hohes Maß an Autonomie</strong></p>
<p>Autonomie besteht auch darin, sich in Gefahr zu bringen, um jemandem zu helfen oder ganz einfach seinen eigenen Kopf zu haben. Klaus-Peter Hufer weiß: „Autonomie ist nicht gerade bequem. Das gilt auch für die autonome Person selbst; es gilt aber auch für deren Umwelt. Meist sprechen wir dann von Autonomie, wenn jemand gegen Widerstände für wichtige Werte eintritt.“ Doch Autonomie kann auch darin bestehen, abwegige Überzeugungen gegen eine halbwegs vernünftige Mehrheit zu verteidigen. </p>
<p>Eine zivilcouragiert handelnde Person muss ein hohes Maß an Autonomie besitzen. Das heißt für Klaus-Peter Hufer, dass sie so sichere Gründe, so feste Prinzipien hat, dass sie sich veranlasst und imstande fühlt, auch Widerständen zu trotzen und Gefahren in Kauf zu nehmen, um das zu tun, was sie für richtig hält. Wer Zivilcourage zeigen will, muss sich mit den Faktoren auseinandersetzen, die mutiges und couragiertes Handeln positiv oder negativ beeinflussen, stützen oder verhindern. Quelle: „Zivilcourage“ von Klaus-Peter Hufer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Das Begehren besitzt eine vitale Macht</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-begehren-besitzt-eine-vitale-macht.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2021 01:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Begierden]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Begehren ist eine Essenz des Menschen. Die Macht des Begehrens ist so groß, dass es sein gesamtes Inneres mobilisieren kann, um einen endgültigen Verhaltenswandel zu erreichen. Frédéric Lenoir weiß: „Dabei spielt die Vernunft eine wesentliche Rolle, denn durch sie können wir unsere Handlungen erhellen, lenken und neu ausrichten. Doch ohne die vitale Macht unseres ... <a title="Das Begehren besitzt eine vitale Macht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-begehren-besitzt-eine-vitale-macht.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Begehren besitzt eine vitale Macht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Begehren ist eine Essenz des Menschen. Die Macht des Begehrens ist so groß, dass es sein gesamtes Inneres mobilisieren kann, um einen endgültigen Verhaltenswandel zu erreichen. Frédéric Lenoir weiß: „Dabei spielt die Vernunft eine wesentliche Rolle, denn durch sie können wir unsere Handlungen erhellen, lenken und neu ausrichten. Doch ohne die vitale Macht unseres Begehrens bleiben Entscheidungen, uns verändern zu wollen, nur gar zu oft fromme Wünsche.“ Wenn Menschen Gefangene einer Begierde oder Verhaltensweise sind, die sie unglücklich machen oder unter denen sie leiden, hat der Verstand die Aufgabe, neue Begierden hervorzurufen, an denen Menschen wachsen und die ihren Freude bringen. Dank der Vernunft kann man neue Objekte besser erkennen, auf die man sein Begehren lenken kann. Frédéric Lenoir ist Philosoph, Religionswissenschaftler, Soziologe und Schriftsteller. <span id="more-2744"></span></p>
<p><strong>Baruch de Spinoza vertritt keine Moral des Müssens</strong></p>
<p>Dadurch kann ein Mensch eine falsche Gewohnheit, die nur Traurigkeit hervorruft, aufgeben. Frédéric Lenoir stellt fest: &#8222;Die Begierde ist also das Fundament unseres Handelns, und wir müssen lernen, ihr eine andere Richtung zu geben, indem wir neue, mit angemessenen Ideen verbundene Motivationen entwickeln.“ Dazu zählt das Entdecken, was wirklich gut für die eigene Persönlichkeit ist, was dem eigenen Selbst entspricht, was einen anzieht, woran man wächst und was einem echte Freude bereitet. </p>
<p>Die Moral Baruch de Spinozas, dessen Anhänger Frédéric Lenoir ist, ist das genaue Gegenteil einer Moral des Müssens, die sich auf den Willen gründet. Sie entspricht vielmehr einer aufgeklärten Ethik, die sich jedoch auf die eigene Lebenskraft gründet, auf das Verlangen und das Streben nach Freude. Welche Übungen kann ein Mensch, der heute lebt, machen, um Weisheit zu erlangen. Frédéric Lenoir antwortet: „Die wichtigste Übung, die damit zur Grundlage für alles andere wird, besteht darin, die entsprechende Absicht und die Wachsamkeit aufrechtzuerhalten.</p>
<p><strong>Menschlich zu wachsen ist eine Aufgabe für jeden Tag</strong></p>
<p>Das bedeutet, jeden Tag daran zu denken, dass man mehr an Menschlichkeit gewinnen möchte und besser und bewusster leben will. Ebenso sollte man mehr lieben und verantwortungsvoller und tugendhafter leben. Wer so handelt, dessen Weisheit wird Schritt für Schritt, nach und nach, unaufhaltsam wachsen. Frédéric Lenoir warnt: „Denn wenn Du Dich an einem Tag verbessern willst und am nächsten Tag nicht mehr daran denkst, bringt das genaugenommen gar nichts!“</p>
<p>Menschlich zu wachsen ist eine Aufgabe für jeden Tag, sie erfordert beständiges Wollen und stetige Aufmerksamkeit gegenüber den eigenen Gefühlen und den Beziehungen zu den anderen. Die Hauptübung besteht genau darin, den eigenen Geist zu verändern, die persönliche Urteilskraft und Anpassungsfähigkeit unter Beweis zu stellen sowie den eigenen Blick zu erweitern. Das alles spielt sich im Alltag ab, mit Entschlossenheit und konstanter Wachsamkeit. Quelle: „Weisheit“ von Frédéric Lenoir</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Der Verstand löst Gefühle aus</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-verstand-loest-gefuehle-aus.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2021 01:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Verstand]]></category>
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					<description><![CDATA[Verstand und Gefühl sind keine Gegensätze. Ununterbrochen löst der Verstand mithilfe von Gedanken Gefühle in allen Menschen aus, ohne dass sie dies immer bewusst beobachten. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Jeder spricht in Gedanken unablässig mit sich selbst, und so wie man mit sich selbst redet, gestalten sich Gefühle.“ Wer sich in einem depressiven Gedankenkarussell bewegt, hat ... <a title="Der Verstand löst Gefühle aus" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-verstand-loest-gefuehle-aus.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Verstand löst Gefühle aus">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Verstand und Gefühl sind keine Gegensätze. Ununterbrochen löst der Verstand mithilfe von Gedanken Gefühle in allen Menschen aus, ohne dass sie dies immer bewusst beobachten. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Jeder spricht in Gedanken unablässig mit sich selbst, und so wie man mit sich selbst redet, gestalten sich Gefühle.“ Wer sich in einem depressiven Gedankenkarussell bewegt, hat unweigerlich Gefühle, die ihn herunterziehen. Seine Gefühle, seine Stimmung hellt sich allmählich auf, wenn er intensiv an ein freudiges Ereignis denkt. Im Vorfeld einer depressiven Erkrankung beschäftigen Betroffene extrem negative Gedanken. Das Gedankenkarussell lässt sich nicht mehr stoppen. Es ist auch hier wieder der Kontrollverlust, der darauf aufmerksam macht, dass etwas verkehrt läuft. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-2675"></span></p>
<p><strong>Ein Lächeln hellt die Stimmung auf</strong></p>
<p>Gefühle lassen sich nur verändern, wenn man den Blickwinkel verändert. Dies ist der Kern der Kognitiven Psychotherapie. Selbstverständlich ist auch der Körper beteiligt, denn er ist der Ort, in dem Gefühle empfunden werden. Starke Gefühle, so sagt man, spürt man bis in die Haarwurzeln. So kann Angst beispielsweise tatsächlich eine Gänsehaut erzeugen oder buchstäblich „die Haare zu Berge stehen lassen“. Wer mit einem richtig breiten Grinsen lacht, wird gleichzeitig keinerlei negative Gedanken bilden können.</p>
<p>Die Konsequenz aus dieser Tatsache sollte sein, dass man sich so oft wie möglich ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Dies führt unweigerlich zu einer Aufhellung der Stimmung. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Sie werden optimistischer, weniger negativ und insgesamt zufriedener sein. Wenn das Grinsen eine längere Zeit aufrechterhalten bleibt, produziert das Gehirn Endorphine, Glückshormone.“ Man sollte sich immer wieder daran erinnern und dem emotionalen Gehirn helfen, positive Mechanismen zu erkennen.</p>
<p><strong>Gefühle sind flüchtig</strong></p>
<p>Dieses Training ist lohnend, weil es systematisch zu einem besseren Lebensgefühl führt. Dieses Beispiel zeigt, dass man auch über den Körper zu besseren Gefühlen gelangen kann. Sicher ist, dass Menschen, die häufig lachen, glücklicher sind. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Gefühle flüchtig sind und maximal 20 bis 40 Sekunden andauern. Dies wurde in neurowissenschaftlichen Experimenten nachgewiesen. Spontaner Ärger zum Beispiel setzt chemische Botenstoffe in Bewegung und baut eine minimale elektrische Spannung auf. </p>
<p>Der Körper kann dies jedoch nur kurze Zeit aufrechterhalten. Nur bei weiterer „Befeuerung“ bleibt der Ärger erhalten. Dies geschieht in Form von Gedanken, etwa: „Das lasse ich mir nicht bieten; unmöglich, wie ich hier behandelt werde …“ Aus diesen Vorgängen kann man ableiten, dass man Ärger mit seinen Gedanken selbst erzeugt. Fast jeder erlebt dies zunächst anders. Man glaubt, dass die Umstände oder andere Personen den Ärger verursachen: „Diese Sache/Person hat mich so wütend gemacht!“ Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Gehirn besteht aus zwei Bereichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2021 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob Menschen zusammenpassen, spüren sie auch darüber, ob sie den Geruch des potenziellen Partners als angenehm oder weniger angenehm wahrnehmen. Liebe geht nicht „durch den Magen“, sondern vor allem auch „durch die Nase“. Heinz-Peter Röhr vergleicht: „Für die Urmenschen stand Riechen für die Lebensbewältigung im Vordergrund. Der moderne Mensch lebt rational, mithilfe seiner intellektuellen Fähigkeiten; ... <a title="Das Gehirn besteht aus zwei Bereichen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gefuehle.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Gehirn besteht aus zwei Bereichen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob Menschen zusammenpassen, spüren sie auch darüber, ob sie den Geruch des potenziellen Partners als angenehm oder weniger angenehm wahrnehmen. Liebe geht nicht „durch den Magen“, sondern vor allem auch „durch die Nase“. Heinz-Peter Röhr vergleicht: „Für die Urmenschen stand Riechen für die Lebensbewältigung im Vordergrund. Der moderne Mensch lebt rational, mithilfe seiner intellektuellen Fähigkeiten; er kalkuliert, überlegt und entscheidet.“ Leitend ist hier der für das Rationale zuständige Teil des Gehirns, das rationale Gehirn, der sogenannte Neokortex. Nur wer sich dafür öffnet, bemerkt, dass das Instinktive nicht verschwunden ist. Manche Entscheidung wird aus dem „Bauch“ heraus gefällt, weil bestimmte Gefühle den Ausschlag gaben. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang  in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-2576"></span></p>
<p><strong>Die Gefühle entstehen im emotionalen Gehirn</strong></p>
<p>Tatsächlich kommt sie aber aus dem für Emotionen zuständigen Areal des Gehirns: dem emotionalen Gehirn. Immer wenn in diesem Zusammenhang von „Herz“ oder „Bauch“ die Rede ist, ist das emotionale Gehirn gemeint. Geht es um durchdachte Entscheidung, ist der Neokortex zuständig, das rationale Gehirn. Das Gehirn lässt sich also in zwei Bereiche unterteilen. Zum ersten gibt es das emotionale Gehirn, bestehend aus dem Limbischen System und vor allem der Amygdala. Hier entstehen die Gefühle.</p>
<p>Der zweite Bereich ist das rationale Gehirn, es besteht in erster Linie aus dem Neokortex, dem Hauptteil der Großhirnrinde. Hier findet logisches Denken statt. Während das emotionale Gehirn sich tief im Innern des Kopfes befindet, bildet der Neokortex die äußere Rinde mit den typischen Windungen und Furchen. Das Intuitive, das Schöpferische kommt aus tieferen Schichten der Seele. Kreative Menschen vertrauen ihrem Gespür, nicht ausschließlich ihrem Verstand. </p>
<p><strong>Eine gute Entscheidung fühlt sich richtig an</strong></p>
<p>Eine gute Entscheidung ist meist die, die sich „richtig anfühlt“. Bei der Partnerwahl wird dies dann besonders deutlich, wenn die Beziehung scheitert: „Ich wusste schon immer, dass ich ihn/sie nicht hätte heiraten dürfen …“ Heinz-Peter Röhr vermutet: „Wahrscheinlich war es der Verstand, der sagte, dass man keinen Rückzieher machen sollte.“ Besser wäre es gewesen, auf den „Bauch“ zu hören. Selbstverständlich sollte der Verstand bei Entscheidungen beteiligt sein.</p>
<p>Gute Entscheidungen leben davon, dass Verstand und Gefühl in angemessener Weise beteiligt sind. Bei vielen Entscheidungen sollte klar der Verstand dominieren, andere dürfen eher gefühlsbedingt sein. Viele Gefühle kommen aus dem emotionalen Gedächtnis, in dem vor allem in den ersten Lebensjahren Erfahrungen gespeichert werden, an die man noch keine bewusste Erinnerung hat. Das emotionale Gedächtnis erinnert sich aber an die zugehörigen Gefühle und kann diese in vergleichbaren Situationen reaktivieren. Es handelt sich dabei um eine Ahnung, vielleicht eine tiefe Befürchtung, eventuell um alte Ängste. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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