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	<title>Verhalten &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Angst findet immer auf drei Ebenen statt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 02:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
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					<description><![CDATA[Ängstliche Gefühle sind ein fester und gesunder Bestandteil der menschlichen Gefühlsklaviatur. Allerdings sind sie derart unangenehm, dass die meisten Menschen sie am liebsten nie fühlen würden. Die Angst vor der Angst und die Vermeidung all der Umstände, in denen der empfindliche Alarmschaltkreis anspringen könnte, verstärkt das Problem. Franca Cerutti weiß: „Konkret gesagt: 15 bis 20 Prozent aller Menschen sind einmal in ihrem Leben von einer Angststörung betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer.“ Angst findet immer auf drei Ebenen statt: Sie erfasst das Denken, beeinflusst das Verhalten und verändert das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ängstliche Gefühle sind ein fester und gesunder Bestandteil der menschlichen Gefühlsklaviatur. Allerdings sind sie derart unangenehm, dass die meisten Menschen sie am liebsten nie fühlen würden. Die Angst vor der Angst und die Vermeidung all der Umstände, in denen der empfindliche Alarmschaltkreis anspringen könnte, verstärkt das Problem. Franca Cerutti weiß: „Konkret gesagt: 15 bis 20 Prozent aller Menschen sind einmal in ihrem Leben von einer Angststörung betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer.“ Angst findet immer auf drei Ebenen statt: Sie erfasst das Denken, beeinflusst das Verhalten und verändert das Gefühl. In ihrem Buch &#8222;Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-5834"></span></p>
<p><strong>Bei Angststörungen verquicken sich blöde Missverständnisse</strong></p>
<p>Alle drei Systeme stehen in Wechselwirkung zueinander. Franca Cerutti erklärt: „Beispielsweise führen beunruhigende Gedanken zu einer angespannten Körpersprache, die eine Habtachtstellung ausdrückt, und sie geben dir ein mulmiges Gefühl in der Magengrube. Hier steckt bereits eine gute Nachricht für dich drin: Auf allen Ebenen kannst du ansetzen, um deine Ängste zu besänftigen.“ Eigentlich handelt es sich bei allen Angststörungen um die Verquickung ganz blöder Missverständnisse.</p>
<p>Missverständnis 1: „Ich bin in Gefahr.“ Allzu oft verschätzen sich Menschen mit Angststörungen hinsichtlich ihrer Gefährdung und überschätzen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bedrohlicher Situationen. Missverständnis 2: „Angst ist gefährlich“. Franca Cerutti erläutert: „Stresshormone werden ins Blut geschossen, dein Kreislauf ist maximal mobilisiert, dein Herz pumpt Blut in die Muskulatur und tut alle Dinge, die – basierend auf Missverständnis 1 – folgerichtig sind.“ Diese völlig normalen Körperreaktionen bewertet man womöglich angstvoll, als seien sie ein Zeichen dafür, dass etwas schiefläuft im eigenen Organismus.</p>
<p><strong>Franca Cerutti erklärt das Phänomen der „emotionalen Beweisführung“</strong></p>
<p>Wie ein Brandbeschleuniger befeuern solche negativen Gedanken natürlich die Angst. Wieder ist ein Faktencheck hilfreich: Der Körper tut gerade sein Bestes – er ist dafür gebaut und kann das. Missverständnis 3: „Wenn ich Angst empfinde, muss da auch was Ängstigendes sein.“ Franca Cerutti schreibt: „Vielleicht kennst du das Phänomen der „emotionalen Beweisführung“. Du empfindest Zorn, also glaubst du, dass du geärgert wurdest. Du bist traurig, also denkst du, dass dich jemand verletzt hat.“</p>
<p>Das ist jedoch keineswegs immer der Fall. Es ist stattdessen sehr wahrscheinlich, dass die Gefühle eines Menschen das Resultat seiner Bewertung von Situationen sind und nicht der Situation an sich. Franca Cerutti fügt hinzu: „Wieder ein kleiner Faktencheck: Dass dein Angstschaltkreis heiß läuft, bedeutet keineswegs, dass wirklich etwas Dramatisches vor sich geht. Angstsensitive Menschen mit einem hochempfindlichen inneren Alarm, reagieren manchmal auf sogenannte Trigger, die ihnen selbst nicht bewusst werden.“ Quelle: „Psychologie to go! von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Moralisches Verhalten ist nicht beliebt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2024 02:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
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					<description><![CDATA[Ähnlich wie die Strategie zur Vermeidung von Informationen funktioniert auch das Kalkül des Verzichts von Handlungsoptionen. Die Vermeidungsstrategie setzt darauf, einen moralischen Konflikt erst gar nicht entstehen zu lassen. Sie vermeidet absichtsvoll moralisch relevante Entscheidungssituationen. Man weicht dabei nicht nur einer Information aus, sondern gleichsam einer „Prüfung“. Armin Falk weiß: „Die Strategie funktioniert aber nur als Selbstbetrug.“ Unter kontrollieren, wissenschaftlichen Bedingungen studierte man die Vermeidung von Handlungsoptionen. Menschen sind bereit, Kosten auf sich zu nehmen mit dem Ziel, Situationen zu vermeiden, in denen sie aufgefordert sein könnten, sich moralisch zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ähnlich wie die Strategie zur Vermeidung von Informationen funktioniert auch das Kalkül des Verzichts von Handlungsoptionen. Die Vermeidungsstrategie setzt darauf, einen moralischen Konflikt erst gar nicht entstehen zu lassen. Sie vermeidet absichtsvoll moralisch relevante Entscheidungssituationen. Man weicht dabei nicht nur einer Information aus, sondern gleichsam einer „Prüfung“. Armin Falk weiß: „Die Strategie funktioniert aber nur als Selbstbetrug.“ Unter kontrollieren, wissenschaftlichen Bedingungen studierte man die Vermeidung von Handlungsoptionen. Menschen sind bereit, Kosten auf sich zu nehmen mit dem Ziel, Situationen zu vermeiden, in denen sie aufgefordert sein könnten, sich moralisch zu verhalten. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung, sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-5180"></span></p>
<p><strong>Unwissen schützt vor unmoralischen Handlungen</strong></p>
<p>Es ist auch wirklich unangenehm, wenn ein Mensch wohltätig sein soll. Der Wunsch nach einem positiven Image hat für die Fragestellung – warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein – eine doppelte Bedeutung. Armin Falk erläutert: „Zum einen motiviert uns das Streben nach einer positiven Selbst- und Fremdwahrnehmung dazu, Gutes zu tun. Wir suchen die Anerkennung und das Lob und verhalten uns deshalb im Sinne der gültigen Moralvorstellungen.“ </p>
<p>Das gleiche Motiv erklärt aber auch, warum man es häufig nicht so genau wissen will, wieso man sich „dumm“ stellt, wieso man wegschaut und die Augen verschließt. Und es erklärt, warum man sich aktiv Situationen entzieht, in denen man moralisch gefordert ist. Dies alles im Versuch, ein gutes Image aufrechtzuerhalten, obwohl man in diesem Moment effektiv unmoralisch handelt. Armin Falk erklärt: „Wir können uns dann hinter unserem Unwissen oder der Tatsache verbergen, dass wir ja gar keine unmoralische Handlung begangen haben.“ </p>
<p><strong>Das Böse lockt mit allerlei Versuchungen</strong></p>
<p>Armin Falk stellt fest: „Wir schirmen uns ab und reden uns ein, eigentlich anständig zu sein. Und etwas Bestimmtes hilft uns dabei: die Fähigkeit, zu vergessen.“ Menschen sind Weltmeister im Geschichtenerzählen. Und Geschichten ermöglichen es ihnen, ein kleines Wunder zu vollbringen: etwas Falsches zu tun, ohne das gute Selbstbild zu gefährden. Immer ringt das Gute mit dem Bösen in einem Menschen. Einerseits möchte man vor sich selbst und anderen als guter Mensch dastehen.</p>
<p>Andererseits aber lockt das Böse mit allerlei Versuchungen, mit Geld oder materiellen Vorteilen, mit Privilegien am Arbeitsplatz, gesellschaftlichem Prestige oder sonstigen Annehmlichkeiten. Armin Falk betont: „Die Kosten des Anstands und der Moral bestehen genau darin, auf diese Vorteile zu verzichten.“ Aber ist es so ganz eindeutig, worin das Richtige, das Anständige, das Moralische besteht? Diese kleine Unsicherheit birgt ein teuflisches Potenzial. Es ist die Stunde der Narrative, der Deutungen und Umdeutungen. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein System kann schnell ins Wanken geraten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2023 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Durch eine einzelne Aktion, ähnlich wie beim Wischen auf dem Smartphone, kann ein ganzes System ins Wanken geraten. Der Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer bezeichnet dieses Phänomen als „Schwarmdummheit“. Er erklärt: „Schwarmdummheit bezeichnet das Auseinanderfallen eines Kollektivs von Menschen durch übermäßige Kommunikation.“ Manfred Spitzer leitet diesen Begriff von Fischschwärmen her. Auf Menschen ist dieses Prinzip allerdings nur begrenzt anwendbar, weil Menschen durch ihre Kommunikation dieses Kollektiv in Gefahr bringen. Rüdiger Maas erläutert: „Der Grund hierfür liegt in der Sozialpsychologie: Werden Meinungen in Gruppen geteilt, können diese andere Menschen in ihren&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch eine einzelne Aktion, ähnlich wie beim Wischen auf dem Smartphone, kann ein ganzes System ins Wanken geraten. Der Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer bezeichnet dieses Phänomen als „Schwarmdummheit“. Er erklärt: „Schwarmdummheit bezeichnet das Auseinanderfallen eines Kollektivs von Menschen durch übermäßige Kommunikation.“ Manfred Spitzer leitet diesen Begriff von Fischschwärmen her. Auf Menschen ist dieses Prinzip allerdings nur begrenzt anwendbar, weil Menschen durch ihre Kommunikation dieses Kollektiv in Gefahr bringen. Rüdiger Maas erläutert: „Der Grund hierfür liegt in der Sozialpsychologie: Werden Meinungen in Gruppen geteilt, können diese andere Menschen in ihren Meinungen und Äußerungen beeinflussen.“ So erhält man verzerrte Bilder der Realität und nicht das „intelligente“ Abbild der Statistik. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-5082"></span></p>
<p><strong>Viele Eltern lassen sich fremdbestimmen</strong></p>
<p>Die sogenannte Schwarmintelligenz schlägt in Schwarmdummheit um, eben weil sich die Menschen miteinander vernetzt haben und ihr Verhalten nach dem ausrichten, was sie von anderen Menschen erwarten. Eine enorme Beschleunigung findet sich auch im Netz. Vor allem in den Social-Media-Kanälen. Im Netz greifen die User auf unendlich viele Meinungen zurück. Alle streben danach, sich dem Kollektiv anzupassen. Viele Menschen wollen perfekte Eltern sein und lassen sich doch fremdbestimmen. Philosophen sprechen dabei von einer „entmenschlichten“ Erziehung.</p>
<p>Rüdiger Maas weiß: „Entmenschlicht ist diese Erziehung vor allem, weil die Zeit fehlt. Denn all die digitale Kommunikation frisst viel Zeit auf. Und das ist auch so gewollt.“ Der Professor für Molekulare Psychologie Christian Montag untersucht, wie psychische Funktionen des Menschen durch die Technologienutzung beeinflusst und verändert werden. Christian Montag spricht sogar davon, dass ein „Kampf der IT-Konzerne um unsere Aufmerksamkeit“ stattfindet. Mittels psychologischer Effekte schaffen es Plattformen, dass sich Menschen möglichst lange auf ihnen aufhalten.</p>
<p><strong>Die analoge Welt spielt eine immer geringere Rolle</strong></p>
<p>Es kann sogar das Gefühl entstehen, im Netz Raum und Zeit zu verlieren. Ein Gefühl, das wohl die meisten Menschen kennen. Man möchte nur kurz etwas im Netz nachschauen oder nur das eine Video sehen und hat schließlich viel mehr Zeit verschwendet und deutlich zu viele Videos konsumiert. Das Internet macht es den Usern leicht, sich in ihm zu verlieren. Man kann beispielsweise die Lieblingsserie jederzeit sofort anschauen ohne nerviges Warten auf irgendeine Uhrzeit.</p>
<p>Alles ist unmittelbar zugänglich, jedenfalls in Sachen Entertainment – und das in einer Geschwindigkeit, für die Menschen schon längst nicht mehr gemacht sind. Rüdiger Maas ergänzt: „Was aber nicht immer zugänglich ist, ist die Zeit. Diese geht verloren.“ Leider spielt die analoge Welt für viele Menschen eine immer geringere Rolle. Die analoge Welt tritt ins zweite Gleis und hat stellenweise ausgedient. Kompensieren soll das das Internet. Allerdings mit meist negativen Folgen. Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas. </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen wollen immer dasselbe tun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2023 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen wollen in ihrem Leben einfach nichts ändern, sondern immer mehr desselben tun. Sie wollen auch dann noch an Verhaltensweisen festhalten, die irgendwann einmal sinnvoll waren, wenn sie vielleicht sogar schon wissen, dass das nicht mehr der richtige Ansatz sein kann. Markus Hengstschläger ergänzt: „Wir sind viel zu sehr in dem verankert, was wir kennen. Der Homo sapiens neigt sogar dazu, eine Variante, die sich einmal als bestmögliche herausgestellt hat, als die für immer einzig mögliche beizubehalten.“ Das könnte einer der Gründe sein, warum man vorwiegend für die Vorhersehbarkeit&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen wollen in ihrem Leben einfach nichts ändern, sondern immer mehr desselben tun. Sie wollen auch dann noch an Verhaltensweisen festhalten, die irgendwann einmal sinnvoll waren, wenn sie vielleicht sogar schon wissen, dass das nicht mehr der richtige Ansatz sein kann. Markus Hengstschläger ergänzt: „Wir sind viel zu sehr in dem verankert, was wir kennen. Der Homo sapiens neigt sogar dazu, eine Variante, die sich einmal als bestmögliche herausgestellt hat, als die für immer einzig mögliche beizubehalten.“ Das könnte einer der Gründe sein, warum man vorwiegend für die Vorhersehbarkeit unterrichtet, plant, managt und trainiert. Natürlich muss das getan werden, aber es reicht nicht. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-5017"></span></p>
<p><strong>Flexibilität begünstigt den Erfolg</strong></p>
<p>Eine weitere Begründung für den Hang des Menschen für das Vorhersagbare könnte in der verbreiteten Annahme zu finden sein, dass fokussiert auf ein bekanntes Ziel hinzuarbeiten sicherer ist – sicherer im Sinne von höherer Wahrscheinlichkeit. Markus Hengstschläger stellt fest: „Wenn allerdings die eine dafür gewählte fokussierte Strategie falsch ist, ist die Erfolgschance sicher null. Man könnte auch in Richtung bekannte Zukunft immer wieder einmal riskantere Strategien wählen, anstatt immer nur mehr desselben zu tun.“</p>
<p>Markus Hengstschläger weiß: „Und schließlich ist Flexibilität manchmal sogar sicherer – sogar im Sinne von höherer Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.“ Und wer sich zusätzlich mit dem weniger berechenbaren Morgen beschäftigt, begünstigt außerdem die Chancen, „unabsichtlich“ und „zufällig“ zu lernen. Umso mehr man zuhört, sucht und tut, ob fokussiert oder ergebnisoffen, desto häufiger kann man lernen ohne Lernabsicht. Man spricht dabei von sogenanntem inzidentellem Lernen.</p>
<p><strong>Menschen müssen sich auf einen permanenten Wandel einstellen</strong></p>
<p>Wer experimentiert, vergleicht und Ungewöhnliches ausprobiert, kann inzidentell besonders viel Neues im Zuge des Handelns lernen. Das ist aber natürlich auch möglich, wenn man zum Beispiel etwas beabsichtigt und ganz intentional sucht. Dabei begegnet einem genauso viel nicht Passendes. Markus Hengstschläger erklärt: „Das muss man abwägen und einschätzen – kognitiv bearbeiten – und dabei lernt man etwas. Dieses Lernen über andere Dinge geschieht nicht intentional.“ Erkenntnisse, die man sich durch inzidentelles Lernen aneignet, können aber quergedacht in anderen Zusammenhängen einmal zu Lösungen beitragen.</p>
<p>Sich gleichzeitig mit vorhersagbaren und noch ungewissen Aspekten zu beschäftigen, erweitert den Aktionsradius. Innerhalb dessen kann man inzidentell, als beiläufig, nicht zielgerichtet lernen. Wenn man das Unbewusste bewusst zulässt, eröffnet sich noch eine weitere Perspektive. Umso höher die Flexibilität, umso häufiger man etwas riskiert und etwas Neues ausprobiert, desto öfter scheitert man allerdings auch. Man macht Fehler und erlebt Rückschläge. Der Mensch im permanenten Wandel ist automatisch immer öfter mit großen psychischen Herausforderungen konfrontiert. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt ein Modell der neurologischen Ebenen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thomas-w-albrecht-sprachebene.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2023 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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					<description><![CDATA[Thomas W. Albrecht betont: „Wir können ausschließlich das Verhalten anderer Menschen beobachten. Das Verhalten ist das einzige, was wir sehen und wahrnehmen. Wir können beobachten, hören Geräusche und Sprache und fühlen Berührungen und Nähe.“ Das Modell der neurologischen Ebenen erklärt, wo die Unterschiede zwischen Identität und Verhalten liegen. Robert Dilts entwickelte sie Mitte der 1980er-Jahre. Sie bauen aufeinander auf und beeinflussen einander. Dazu gehören erstens die Umgebung und Umwelteinflüsse, zweitens das Verhalten, drittens Ressourcen und Fähigkeiten, viertens Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze, fünftens die Identität, sechstens die Zugehörigkeit und siebtens die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas W. Albrecht betont: „Wir können ausschließlich das Verhalten anderer Menschen beobachten. Das Verhalten ist das einzige, was wir sehen und wahrnehmen. Wir können beobachten, hören Geräusche und Sprache und fühlen Berührungen und Nähe.“ Das Modell der neurologischen Ebenen erklärt, wo die Unterschiede zwischen Identität und Verhalten liegen. Robert Dilts entwickelte sie Mitte der 1980er-Jahre. Sie bauen aufeinander auf und beeinflussen einander. Dazu gehören erstens die Umgebung und Umwelteinflüsse, zweitens das Verhalten, drittens Ressourcen und Fähigkeiten, viertens Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze, fünftens die Identität, sechstens die Zugehörigkeit und siebtens die Spiritualität. Die neurologischen Ebenen geben Menschen eine Struktur. Sie helfen ihnen ihre Sinneswahrnehmungen, ihr Verhalten, ihre Gedanken und damit verbundenen Denkmuster zu unterscheiden und zu verändern. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-4759"></span></p>
<p><strong>Fähigkeiten lenken die Verhaltensweisen</strong></p>
<p>Die verschiedenen Ebenen helfen einem Menschen, sich und andere besser zu verstehen und zu erkennen, was er vielleicht verändern möchte. Auf der unteren neurologischen Ebene hat man es mit der Umgebung und mit Umwelteinflüssen zu tun. Wie man sich verhält, hängt zunächst von der Situation – dem räumlichen und zeitlichen Kontext – ab, in dem man sich befindet. Im Büro verhält man sich anders als zu Hause oder beim Sport mit Freunden. Gleichzeitig achtet man auf die von einem selbst wahrgenommenen Reaktionen seines Gegenübers.</p>
<p>Jeder Mensch verfügt über bestimmte Ressourcen und Fähigkeiten. Thomas W. Albrecht erklärt: „Deine Fähigkeiten lenken deine Verhaltensweisen. Niemand würde etwas tun, zu dem er oder sie sich nicht fähig fühlt.“ Traut man sich die eine oder andere Fähigkeit nicht zu, spiegelt sich dies ebenso im eigenen Verhalten wider. Die Werte, Überzeugungen und Glaubensätze, die ein Mensch innehat, bilden die Grundlage seiner Motivation. Sie erlauben ihm, die eine oder andere Fähigkeit einzusetzen und ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. </p>
<p><strong>Die Identität spiegelt das Selbstbild wider</strong></p>
<p>Genauso kann die Anwendung einer Fähigkeit aufgrund der Überzeugungen einer Person untergraben werden. Glaubt jemand zum Beispiel, dass Draufgängertum nicht in Ordnung ist, wird er im Sport nicht sehr erfolgreich sein. Thomas W. Albrecht weiß: „Glaubst du an dich und deine Begabungen und vertraust du darauf, dann erlaubst du dir, diese Fähigkeiten einzusetzen und weiterzuentwickeln.“ Welche Verhaltensweisen in einem bestimmten Kontext als angemessen oder adäquat gelten, wird durch gemeinsame Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze bestimmt. Diese Gesamtheit bezeichnet man als Kultur. </p>
<p>Kultur ist die Art und Weise, wie man mit sich selbst und mit anderen Menschen umgeht. Die Identität fasst das System von Überzeugungen und Werten zu einem Selbstbild zusammen. Der allgemeine Zweck, die eigene Mission wird durch das Selbstempfinden geprägt. Die Worte „Ich bin …“ gegen einen Hinweis darauf, dass jemand von seiner Identität spricht. Diese Person spricht davon, für wen sie sich hält. Thomas W. Albrecht erläutert: „Ihre Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze, die damit verbundenen Fähigkeiten und das gezeigte Verhalten unterstützen diese Identität, sie sind die Grundlage dafür.“ Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen haben unterschiedliche Weltbilder</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thomas-w-albrecht-verhalten-einer-person.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Apr 2023 01:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Verhalten einer Person und die Person selbst sind immer voneinander zu trennen. Zwischen dem Verhalten einer Person und der Person selbst zu unterscheiden, war für Thomas W. Albrecht persönlich eine wesentliche Erkenntnis. Es ist selbstverständlich, mit dem Verhalten anderer Menschen nicht immer einverstanden zu sein. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Weltbildern und Denkmuster, die Menschen nun mal haben. Früher fühlte sich Thomas W. Albrecht durch das Benehmen anderer oft verletzt. Konkret war das meist in jenen Situationen der Fall, in denen wichtige Menschen in seinem Leben keine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhalten einer Person und die Person selbst sind immer voneinander zu trennen. Zwischen dem Verhalten einer Person und der Person selbst zu unterscheiden, war für Thomas W. Albrecht persönlich eine wesentliche Erkenntnis. Es ist selbstverständlich, mit dem Verhalten anderer Menschen nicht immer einverstanden zu sein. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Weltbildern und Denkmuster, die Menschen nun mal haben. Früher fühlte sich Thomas W. Albrecht durch das Benehmen anderer oft verletzt. Konkret war das meist in jenen Situationen der Fall, in denen wichtige Menschen in seinem Leben keine Zeit für ihn hatten, weil sie etwas Wichtigeres zu tun hatten. Das Sich-verletzt-Fühlen führte dazu, dass er diesen Menschen weniger mochte und glaubte, er sei nicht wertvoll genug. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-4477"></span></p>
<p><strong>Das Verhalten beruht auf Denkmustern</strong></p>
<p>Thomas W. Albrecht erklärt: „So bestand immer mehr die Gefahr, mich von diesem Menschen zu entfernen. Ich setzte sein Verhalten mit ihm als Person gleich. Eines Tages erkannte ich, dass das Verhalten einer Person nur das Auftreten ist, das sie mir gegenüber gerade zeigt.“ Es ist eine Haltung, die aus ihrer Sicht das für sie aktuell gerade beste Verhalten bedingt – ein Tun, das ausschließlich auf ihrem Weltbild und ihren Denkmustern beruht. </p>
<p>Es hat nichts mit dem anderen zu tun. Diese Grundannahme erlaubte es Thomas W. Albrecht, seinen liebevollen Zugang aufrechtzuerhalten. Er mochte das Auftreten nicht, den Menschen jedoch mochte er sehr wohl. Das ermöglichte es ihm, sein Verhalten ehrlich interessiert zu hinterfragen und letztendlich zu verstehen und anzuerkennen. Er wusste nun, dass er wertvoll genug war. Deshalb hatte er Zeit, sich seinen Interessen zu widmen, statt sich verletzt und missverstanden zu fühlen. </p>
<p><strong>Der Empfänger muss die Nachricht verstehen</strong></p>
<p>Die Grundannahme, dass jede Person das ihr derzeit bestmögliche Verhalten zeigt, ist überaus hilfreich. Erst wenn man sein Gegenüber unabhängig von seinem Auftreten achtet und wertschätzt, kann man sein Handeln nachvollziehen und ergründen – und an einer Verhaltensveränderung mitwirken. Die meisten Menschen glauben, sie würden selbst über den Sinn dessen, was sie kommunizieren, entscheiden. Ihrer Ansicht nach ist der Empfänger der Nachricht selbst schuld, wenn er die Mitteilung falsch versteht. </p>
<p>Was der Empfänger tatsächlich verstanden hat, kann man nur an seiner Reaktion messen. Thomas W. Albrecht erläutert: „Die Bedeutung deiner Kommunikation kommt in der Reaktion des Empfängers zum Ausdruck. Es geht nicht darum, was du mitteilen wolltest und auch nicht darum, was du eigentlich sagen wolltest. Es geht nur darum, was der Empfänger verstanden hat.“ Hat der Empfänger etwas anderes verstanden, als man ausdrücken wollte, dann hat es auch keinen Sinn zu sagen: „Du hast mich falsch verstanden!“ Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thoms W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kosten und Nutzen spielen immer eine Rolle</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-moral-versus-eigennutz.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2023 02:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Altruismus]]></category>
		<category><![CDATA[Eigennutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Entscheidung, entweder 100 Euro zu erhalten oder ein Menschenleben zu retten, repräsentiert exakt, worum es bei altruistischem beziehungsweise moralischem Handeln immer geht. Nämlich den Nutzen der „guten Tat“ mit den damit verbundenen Kosten abzuwägen. Alle moralisch relevanten Handlungen folgen diesem Muster. Aber was ist gemeint mit „Kosten“ und „Nutzen“? Armin Falk erklärt: „Verhaltensökonomen wollen verstehen, wie sich Menschen verhalten, warum wir also aus verschiedenen Handlungsoptionen eine bestimmte Option auswählen. Hierbei wird unterstellt, dass wir bei unseren Entscheidungen den Nutzen einer Handlungsoption mit den Kosten vergleichen. Dass also letztlich diese&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung, entweder 100 Euro zu erhalten oder ein Menschenleben zu retten, repräsentiert exakt, worum es bei altruistischem beziehungsweise moralischem Handeln immer geht. Nämlich den Nutzen der „guten Tat“ mit den damit verbundenen Kosten abzuwägen. Alle moralisch relevanten Handlungen folgen diesem Muster. Aber was ist gemeint mit „Kosten“ und „Nutzen“? Armin Falk erklärt: „Verhaltensökonomen wollen verstehen, wie sich Menschen verhalten, warum wir also aus verschiedenen Handlungsoptionen eine bestimmte Option auswählen. Hierbei wird unterstellt, dass wir bei unseren Entscheidungen den Nutzen einer Handlungsoption mit den Kosten vergleichen. Dass also letztlich diese Abwägung darüber bestimmt, wie wir uns in einer konkreten Situation entscheiden.“ Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung, sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-4343"></span></p>
<p><strong>Altruismus sorgt für ein gutes Selbstbild</strong></p>
<p>Bei den meisten alltäglichen Konsumentscheidungen geht es dabei in erster Linie um die Kosten und Nutzen, die für einen selbst entstehen. Bei altruistischen oder moralisch relevanten Handlungen kommt noch etwas Entscheidendes hinzu: der Nutzen für andere Menschen oder Lebewesen. Eine altruistische Handlung stiftet nicht nur Nutzen für einen selbst, etwa in Form eines guten Selbstbilds, sondern vor allem einen Nutzen für andere. Moralisches oder altruistisches Verhalten unterscheidet sich daher grundsätzlich von Konsum- oder Freizeitentscheidungen, bei denen der Nutznießer der Handlung das handelnde Individuum selbst ist.</p>
<p>Armin Falk erläutert: „Wenn ich das Theater besuche, mir ein neues Handy kaufe oder meiner Gesundheit zuliebe joggen gehe, dann geschieht das um meiner selbst willen. Ich handle so, weil ich meinen eigenen Nutzen mehren will, nicht den von anderen Menschen.“ Da der moralische, also prosoziale, Akt sich auf die Lebensverhältnisse anderer Menschen auswirkt, nennt man die Ergebnisfolgen moralischen Handels auch „externe Effekte“. Wer zum Beispiel einem anderen Menschen das Leben rettet, übt einen „positiven externen Effekt“ auf ihn aus.</p>
<p><strong>Jede Handlung ist mit Kosten verbunden</strong></p>
<p>Von negativen externen Effekten spricht man hingegen, wenn man einem anderen Lebewesen Leid oder Schaden zufügt. Der Nutzen der guten Tat bemisst sich folglich im Umfang der positiven, das Unmoralische am Ausmaß der negativen externen Effekte. Es herrscht jedoch kein allgemeinverbindlicher Konsens darüber, welches Verhalten zugleich korrekt und universell als moralisch richtiges Verhalten zu gelten hat – und welches nicht. Moralisch richtiges Verhalten gegenständlich zu definieren, erscheint Armin Falk weder möglich noch zweckmäßig.</p>
<p>Nach der abstrakten Arbeits-Definition bemisst sich moralisches oder altruistisches Verhalten anhand der externen Effekte. Sie deckt sich mit dem in der Philosophie erreichten Minimalkonsens. Demnach hat es als unmoralisch zu gelten, jemand anderem absichtsvoll und aus niedrigen Motiven einen Schmerz oder Schaden zuzufügen. Oder aber als moralisch, anderen einen Nutzen zu stiften. Jede moralische oder altruistische Handlung ist allerdings mit Kosten für den Handelnden verbunden. Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen können ihr Verhalten ändern</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-freiheit-des-menschen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle diese Perspektiven, die biologische, die lebensgeschichtliche, die psychoanalytische, die soziologische und manche andere, versuchen, psychische Phänomene so zu deuten, als gäbe es die Freiheit des Menschen nicht. Manfred Lütz erklärt: „Nicht der freie Mensch, sondern die Moleküle, das Lebensschicksal, die frühe Kindheit, die Gesellschaft sind „schuld“. Solche Sichtweisen sind auch ganz in Ordnung, denn genau das erwartet man zu Recht von wissenschaftlichen Einsichten: dass sie Ursachen ermitteln, die das menschliche Verhalten bestimmen und voraussagbar machen.“ Wenn sie jedoch behaupten würden, damit alles über den Menschen zu sagen, wären sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle diese Perspektiven, die biologische, die lebensgeschichtliche, die psychoanalytische, die soziologische und manche andere, versuchen, psychische Phänomene so zu deuten, als gäbe es die Freiheit des Menschen nicht. Manfred Lütz erklärt: „Nicht der freie Mensch, sondern die Moleküle, das Lebensschicksal, die frühe Kindheit, die Gesellschaft sind „schuld“. Solche Sichtweisen sind auch ganz in Ordnung, denn genau das erwartet man zu Recht von wissenschaftlichen Einsichten: dass sie Ursachen ermitteln, die das menschliche Verhalten bestimmen und voraussagbar machen.“ Wenn sie jedoch behaupten würden, damit alles über den Menschen zu sagen, wären sie nicht mehr seriös. Denn ein solcher Anspruch auf Totaldeutung wäre nicht Wissenschaft, sondern Ideologie. Wissenschaft kann die Freiheit des Menschen daher nicht ausschließen, aber sie kann sie auch nicht erfassen, denn dann wäre die Freiheit keine Freiheit mehr. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-4010"></span></p>
<p><strong>Freiheit ist der Grund der Würde jedes Menschen</strong></p>
<p>Freies Verhalten kann man definitionsgemäß nicht vorherbestimmen, sonst wäre es ja nicht frei. Manfred Lütz fügt hinzu: „In weiten Bereichen unseres Lebens ist unser Verhalten allerdings nicht wirklich frei.“ Menschen haben eine Menge Gewohnheiten, die sie von ihren Eltern, aus der Gesellschaft oder durch bestimmte Einflüsse im Laufe des Lebens übernommen haben. Für diese Verhaltensweisen entscheiden sie sich nicht in voller Freiheit jedes Mal neu, sondern sie sind in gewisser Weise zu Automatismen geworden. </p>
<p>Das macht Menschen für sich selbst und für andere berechenbar. Ursache und Wirkung solchen Verhaltens ist der wissenschaftlichen Forschung zugänglich. Manfred Lütz fügt hinzu: „Doch wir können diese Automatismen jederzeit außer Kraft setzen. Wir können uns absichtlich anders verhalten. Und genau das nennt man Freiheit.“ Diese Freiheit, die nach Überzeugung der Aufklärung der Grund der Würde jedes Menschen ist, ist ebenfalls eine Perspektive, unter der man psychische Phänomene sehen kann.</p>
<p><strong>Sucht ist eine Erkrankung der Wahlfreiheit</strong></p>
<p>Und zwar ebenso ausnahmslos alle Phänomene. Doch auch die Freiheit ist stets eine mehr oder weniger angemessene Sicht der Dinge. Bei einem Mann, der seine Frau schlägt, wird man an Freiheit und Verantwortung appellieren. Bei einer schicksalhaft einbrechenden Depression ist das in der Regel keine gute Idee. Sucht ist Unfreiheit. Aber nicht totale Unfreiheit. Sucht betrachtet man heute als Erkrankung der Wahlfreiheit. Der Süchtige hat keine Wahl. Er muss trinken.</p>
<p>Manfred Lütz erklärt: „Die Therapie versucht nun, dem Patienten wieder Wahlfreiheit zu ermöglichen. Doch um überhaupt Therapie mit Aussicht auf Erfolg machen zu können, muss man beim Patienten wenigstens einen Funken Freiheit annehmen.“ Denn sonst könnte sich der Patient ja gar nicht zur Therapie entscheiden und vor allem nicht dazu, dann mithilfe der Therapie sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Da war eine allzu ideologisch dargebotene Suchttheorie mitunter misslich, sie Sucht als lebenslang unveränderbare Störung vorstellte. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gene und Umwelt steuern das Verhalten</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-kooperation.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 01:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich liebt der Mensch es zu kooperieren. Er ist grundsätzlich sozialer als alle anderen Tiere auf diesem Planeten. Und auch dieses Verhalten ist nun einmal von Genen und Umwelt gesteuert. Markus Hengstschläger erklärt: „Daraus leitet sich ab, dass der Mensch zu einem relevanten Anteil die Wahl hat.“ Die Gene in den menschlichen Zellen sind von Natur aus darauf ausgerichtet, mit dem eigenen Selbst und der Umwelt zu kommunizieren. Dieser Umstand sollte für die Menschen eine besonders große Motivation sein, ihr Leben und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich liebt der Mensch es zu kooperieren. Er ist grundsätzlich sozialer als alle anderen Tiere auf diesem Planeten. Und auch dieses Verhalten ist nun einmal von Genen und Umwelt gesteuert. Markus Hengstschläger erklärt: „Daraus leitet sich ab, dass der Mensch zu einem relevanten Anteil die Wahl hat.“ Die Gene in den menschlichen Zellen sind von Natur aus darauf ausgerichtet, mit dem eigenen Selbst und der Umwelt zu kommunizieren. Dieser Umstand sollte für die Menschen eine besonders große Motivation sein, ihr Leben und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Sie können ihre seelische und körperliche Gesundheit beeinflussen, sie können mitbestimmen, wie widerstandsfähig sie sind und wie lange sie leben. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. <span id="more-3566"></span></p>
<p><strong>Die Zivilisation stürzt nicht beim geringsten Anlass ein</strong></p>
<p>Und weil die Menschen sogar einen Teil ihrer Prägung vererben, haben sie auch die Persönlichkeit, Lebensqualität und Gesundheit ihrer Kinder und Kindeskinder ein Stück weit in der Hand. Ob im Kapitalismus oder Kommunismus, ob in Religionen oder in der Aufklärung, irgendwie wurde aber immer davon ausgegangen, dass es Machtstrukturen oder Institutionen braucht um zu verhindern, dass sich die dünne Fassade der Zivilisationen auflöst. </p>
<p>Dass Menschen von Natur aus egoistisch, panisch und aggressiv sind, ist ein hartnäckiger Mythos. Der Biologe Frans de Waal spricht deshalb von einer „Fassadentheorie“. Die Zivilisation wäre demnach eine dünne Fassade, die beim geringsten Anlass einstürzen würde. Die Geschichte lehrt aber das genaue Gegenteil. Geht es nach dem Historiker Rutger Bregman wird das, was Menschen werden, sehr stark davon beeinflusst, was sie glauben. Und das, was eintritt, wird von dem, was sie voraussagen, bestimmt. </p>
<p><strong>Der Mensch ist im Grunde eigentlich gut</strong></p>
<p>Markus Hengstschläger stellt fest: „Danach fördern wir das Schlechteste in uns zutage, wenn wir einander der Annahme „der Mensch ist im Grund schlecht“ folgend, auch dementsprechend gegenseitig behandeln.“ Anhand vieler historischer Beispiele untermauert Rutger Bregman seine These, dass der Mensch eigentlich im Grunde gut ist. Gemeint ist dabei nicht uneingeschränkt gut, sondern dass der Mensch eine gute und eine schlechte Seite hat und man sich die Frage stellen muss, welche man stärken will. </p>
<p>Es muss laut Markus Hengstschläger natürlich die Frage erlaubt sein, ob es nicht blauäugig wäre, einfach auf das Gute in jedem Menschen zu vertrauen. Sicher ist aber, dass der Homo sapiens bei dieser Frage sehr viel in der Hand hat. Der Mensch ist ein schlechter Lügner, vertraut anderen schnell und ist eine supersoziale Lernmaschine. Um diese ausgeprägte Fähigkeit, von anderen zu lernen, zum Erblühen zu bringen, geht es daher auch darum, im Ideen- und Lösungsfindungsprozess stetig Schnittstellen mit Menschen anderer Disziplinen und anderer Kulturen zu fördern. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies </em></p>
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		<title>Die Introspektion hat keine Konkurrenz</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/antonio-damasio-analysiert-mentale-phaenomene.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2022 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Introspektion]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Antonio Damasio erklärt in seinem Buch „Wie wir denken, wie wir fühlen“ wie er die Untersuchung mentaler Phänomene angeht: „Die Methode beginnt natürlich bei den mentalen Phänomenen selbst – eine einzelne Person betreibt Introspektion und berichtet über ihre Beobachtungen.“ Die Introspektion hat ihre Grenzen, aber keine Konkurrenz, und erst recht gibt es keinen Ersatz. Sie bildet das einzige direkte Fenster zu den Phänomenen, welche die Psychologie verstehen will. Und sie leistet wissenschaftlichen und künstlerischen Genies wie William James, Sigmund Freud, Marcel Proust und Virginia Woolf denkwürdig gute Dienste. Heute, über&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Antonio Damasio erklärt in seinem Buch „Wie wir denken, wie wir fühlen“ wie er die Untersuchung mentaler Phänomene angeht: „Die Methode beginnt natürlich bei den mentalen Phänomenen selbst – eine einzelne Person betreibt Introspektion und berichtet über ihre Beobachtungen.“ Die Introspektion hat ihre Grenzen, aber keine Konkurrenz, und erst recht gibt es keinen Ersatz. Sie bildet das einzige direkte Fenster zu den Phänomenen, welche die Psychologie verstehen will. Und sie leistet wissenschaftlichen und künstlerischen Genies wie William James, Sigmund Freud, Marcel Proust und Virginia Woolf denkwürdig gute Dienste. Heute, über ein Jahrhundert später, kann die Wissenschaft auf einige Fortschritte verweisen, aber ihre Errungenschaften bleiben außergewöhnlich. Antonio Damasio ist Dornsife Professor für Neurologie, Psychologie und Philosophie und Direktor des Brain and Creativity Institute an der University of Southern California. <span id="more-3323"></span></p>
<p><strong>Klagen über die Schwächen der Introspektion sind nicht zielführend</strong></p>
<p>Mittlerweile kann man die Ergebnisse der Introspektion durch Befunde, die mit anderen Methoden gewonnen wurden, verknüpfen und anreichern. Diese Methoden befassen sich ebenfalls mit mentalen Phänomenen, erforschen sie aber indirekt. Sie konzentrieren sich auf ihre Ausdrucksformen im Verhalten und auf ihre biologischen, neurophysiologischen, physikochemischen und gesellschaftlichen Entsprechungen. Mehrere technische Fortschritte bedeuteten für diese Methoden in den letzten Jahrzehnten eine Umwälzung. Und sie haben ihnen dabei eine beträchtliche Leistungsfähigkeit verliehen.</p>
<p>Klagen über die Schwächen der Selbstbeobachtung und ihre offenkundigen Grenzen sind wenig zielführend. Eben so wenig ist es der Verweis auf die Tatsache, dass die wissenschaftliche Erforschung mentaler Phänomene von ihrem Wesen her indirekt ist. Einen anderen Weg, um voranzukommen, gibt es nicht. Und die vielschichtigen Methoden, die heute Stand der Technik sind, tun schon viel dafür, um solche Schwierigkeiten möglichst gering zu halten.</p>
<p><strong>Hypothesen müssen experimentell überprüft werden</strong></p>
<p>Antonio Damasio spricht jedoch ein letztes Wort der Warnung: „Die Tatsachen, die durch einen solchen mehrgleisigen Ansatz ans Licht kommen, bedürfen der Interpretation. Sie legen Ideen und Theorien nahe, mit denen Fakten auf bestmögliche Weise erklärt werden.“ Manche Ideen und Theorien passen gut zu den Tatsachen und sind ziemlich überzeugend, aber man sollte sich dadurch nicht täuschen lassen. Denn sie sind wiederum als Hypothesen zu betrachten, die man einer geeigneten experimentellen Überprüfung unterziehen muss. </p>
<p>Die Hypothesen werden durch die Befunde gestützt oder auch nicht. Man sollte daher eine Theorie, so verführerisch sie auch sein mag, nicht mit überprüften Tatsachen verwechseln. Anderseits muss man sich aber im Zusammenhang mit Phänomenen, die so komplex sind wie die Ereignisse im menschlichen Geist, oftmals mit Plausibilität abfinden, wenn man der Verifikation nicht einmal ansatzweise nahekommt. Nur so viel ist klar: Am Anfang war nicht das Wort. Quelle: „Wie wir denken, wie wir fühlen“ von Antonio Damasio</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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