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	<title>Traum &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Im Traum zerbröckelt der Mensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Emanuele Coccia schreibt: „Die Vorstellung, dass unser Ich im Augenblick seiner Geburt an unter dem Einfluss eines sinnfälligen Bildes steht, überrascht nicht wirklich. Wir erfahren diesen subtilen, stummen Einfluss viel häufiger, als wir denken.“ Nacht für Nacht meint man, jeden Kontakt zur Außenwelt abgebrochen zu haben. Man wiegt sich in absoluter Intimität mit sich selbst. ... <a title="Im Traum zerbröckelt der Mensch" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/emanuele-coccia-traeume.html" aria-label="Mehr Informationen über Im Traum zerbröckelt der Mensch">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Emanuele Coccia schreibt: „Die Vorstellung, dass unser Ich im Augenblick seiner Geburt an unter dem Einfluss eines sinnfälligen Bildes steht, überrascht nicht wirklich. Wir erfahren diesen subtilen, stummen Einfluss viel häufiger, als wir denken.“ Nacht für Nacht meint man, jeden Kontakt zur Außenwelt abgebrochen zu haben. Man wiegt sich in absoluter Intimität mit sich selbst. Aber die Träume gönnen es einem nicht, dass man sein Gesicht weiter unablässig betrachtet. Immer dann, wenn man träumt, hört der anatomische Körper und jenes Phantasma, das man „Ich“ nennt, auf, über die eigene Natur zu bestimmen. Das Wesen eines Menschen zerbröckelt und löst sich in einer vielstimmigen Liturgie von Personen, Figuren und Geschichten auf. Emanuele Coccia ist Professor für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. <span id="more-4879"></span></p>
<p><strong>Am Grund der Seele lebt der rege Geist</strong></p>
<p>Plötzlich kann alles die Form des Betroffenen annehmen, und das Ich vervielfältigt sich in der klangvollen Stimme aller Dinge. Emanuele Coccia stellt fest: „Der im Wachzustand so offenkundige Gegensatz zwischen Ich und Welt verschwindet. Das Ich entdeckt aufs Neue, dass seine eigenen Grenzen und die Grenzen der Welt eins sind, und dass die Welt jetzt im Ich enthalten ist und vom Ich neu erschaffen wird.“ Diesen Chiasmus macht erst das Sinnenleben möglich.</p>
<p>Der Traum ist die höchste Form der Intimität alles Lebendigen. Hier jedoch ist Intimität gleichbedeutend mit dem Transfundieren des Subjekts in die Materie aller Dinge. Gerade wenn man die radikalste Nähe zu sich selbst erfährt, löst sich das eigene Gesicht, die eigene Form in einen Regenbogen sinnfälliger Bilder scheinbar auf. Am geheimsten Grund der Seele findet man kein klar umrissenes Gesicht, keinen definierten Körper. Sondern man trifft auf den regen Geist, den die Bilder von Mal zu Mal neu schraffieren.</p>
<p><strong>Im Traum bekommt das Seelenleben eine ungeheure Intensität</strong> </p>
<p>Tatsächlich bedeutet „träumen“ in erster Linie „imaginieren“. Dabei ist die Imago, das Bild, hier kein simpler psychischer Gegenstand, sondern gleichsam die Materie, das Leben, aus dem alles gemacht ist und sich speist. Emanuele Coccia erläutert: „Wir selbst besitzen nur den eigenen Körper, der durch das von uns Vorgestellte bestimmt wird. Die menschliche Fantasie hört auf, eine Beziehung zu etwas, das außerhalb ist, zu definieren.“ Sie fällt rastlos mit dem Faktum, den Formen, dem Rhythmus der Existenz in eins.</p>
<p>Denn träumend existiert man nur seines Vorstellungsvermögens wegen und auch nur in den Gestalten, welche die Fantasie hervorzubringen vermag. Emanuele Coccia erklärt: „Was wir imaginieren, verleiht uns unsere Form, und nur die Tatsache, dass wir imaginieren, sichert unsere Existenz. Die Imagination selbst wird zum Leib, und diese unteilbare, nichtorganische Verleiblichung bestimmt unsere primäre Stofflichkeit.“ Im Traum bekommt das Seelenleben eine ungeheure Intensität und scheint ein Leben in etwas minderer Form darzustellen. Quelle: „Sinnenleben“ von Emanuele Coccia</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Traumgeschehen ist ziemlich kreativ</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2023 02:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit mehr als 30 Jahren sammelt Professor Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim Träume. Seine eigenen – inzwischen mehr als 17.000 – und die von Personen, die seine Albtraumsprechstunde für Erwachsene aufsuchen oder an seinen Studien teilnehmen. Und er ist nicht der einzige. In Traum-Datenbanken sind zigtausende Protokolle gespeichert, nach Motiven sortiert. ... <a title="Das Traumgeschehen ist ziemlich kreativ" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-schredl-traeume.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Traumgeschehen ist ziemlich kreativ">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit mehr als 30 Jahren sammelt Professor Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim Träume. Seine eigenen – inzwischen mehr als 17.000 – und die von Personen, die seine Albtraumsprechstunde für Erwachsene aufsuchen oder an seinen Studien teilnehmen. Und er ist nicht der einzige. In Traum-Datenbanken sind zigtausende Protokolle gespeichert, nach Motiven sortiert. So lassen sich die Inhalte automatisch vergleichen und beobachten, wie sie sich über die Jahre verändern. In seinen eigenen Träumen bewegt sich Michael Schredl nur selten außerhalb der Naturgesetze. Er fliegt zum Beispiel so gut wie nie auf einem Drachen durch die Luft. „Ich träume oft realistisch“, sagt er. Als Requisiten finden sich häufig Alltagsgegenstände. Das Traumgeschehen ist dennoch ziemlich kreativ. Es werden nicht einfach Wachsituationen wiederholt, sondern viele Elemente werden zu einem schöpferischen Ganzen zusammengesetzt. <span id="more-4327"></span></p>
<p><strong>Die Pandemie hat das Traumerleben verschlechtert</strong></p>
<p>Wovon träumen Menschen? Eine Online-Befragung bei 676 Personen ergab: Zwei Drittel der Träume waren negativ gefärbt. Sie handeln von Hilflosigkeit oder davon, verfolgt zu werden. Ein Viertel hat Erfreuliches zum Inhalt, wenn es etwa zu romantischen Begegnungen kommt. Die wiederkehrenden Träume scheinen Erlebnisse aus dem Wachzustand aufzugreifen. Das nächtliche Neuronen-Gewitter in Gehirnregionen, die während des Schlafs aktiv sind, erfinden also nicht alles neu. Das Gehirn bedient sich an vorhandenem Stoff und fügt ihn zu Bildern, kleinen Szenen und ganzen Filmen zusammen. </p>
<p>Dass sich die Realität in den Träumen der Menschen widerspiegelt, zeigen auch Pandemie-Studien. Der Tod als Motiv tauchte häufig auf. Die Pandemie hat sich ganz konkret in die Träume geschlichen. Michael Schredl zieht eine ernüchternde Bilanz: „Die Pandemie hat das Traumerleben verschlechtert.“ Krieg, Klimakrise, Katastrophen – negative Ereignisse prägen die aktuelle Realität. Und damit auch das subjektive Erleben während des Schlafs. „Gut und erholsam zu schlafen ist natürlich gut, Träume können allerdings eine Bereicherung darstellen“, sagt Michael Schredl. </p>
<p><strong>Träume können ein Schlüssel zur Gefühlswelt sein</strong></p>
<p>Der Traumforscher fährt fort: „Das Nachdenken über den Traum kann sehr hilfreich sein.“ So betrachtet können auch schlechte Träume ihren Wert haben. Traumforscherin Dr. Annika Gieselmann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf betrachtet Träume aus einer pragmatischen Sicht: „Sie können uns helfen, dass wir uns besser verstehen.“ Als Verhaltenstherapeutin behandelt Annika Gieselmann häufig Menschen mit Schlafstörungen oder mit wiederkehrenden Albträumen. </p>
<p>Die Träume zu erforschen, steht zwar nicht im Zentrum der Therapie. „Aber ich nutze sie, um mehr über die Bedürfnisse meiner Patientinnen und Patienten zu erfahren. Manchmal funktionieren Träume wie ein Schlüssel zur Gefühlswelt“, sagt Annika Gieselmann. Die Traumforscherin fügt hinzu: „Träumende müssen selbst herausfinden, was ihr Traum für sie bedeutet. Ich stelle nur Fragen oder gebe Impulse.“ In ihrer täglichen Arbeit erlebt Annika Gieselmann: Wer sich mit seinen Träumen beschäftigt, findet leichter Antworten auf zentrale Fragen wie: „Was ist mir wichtig im Leben.“ Quelle: „Den Träumen auf der Spur“ in der „Apotheken Umschau“ vom 1. Januar 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Spielen und Träumen sichern die Realität ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2022 01:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Spielen und das Träumen sind wirkungsvolle Hilfsmittel, um die eigene Realität abzusichern. Ille C. Gebeshuber bedauert: „Leider hören das Spielen und Träumen mit dem Eintritt in das Erwachsenenaltersgrößtenteils auf. Die Realität umgibt die Menschen mit Sachzwängen und zwingt sie so, ihre kindliche Seite in die hintersten Winkel ihres Geistes zu verbannen.“ Dabei hören die ... <a title="Spielen und Träumen sichern die Realität ab" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/spielen-und-traeumen-sichern-die-realitaet-ab.html" aria-label="Mehr Informationen über Spielen und Träumen sichern die Realität ab">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spielen und das Träumen sind wirkungsvolle Hilfsmittel, um die eigene Realität abzusichern. Ille C. Gebeshuber bedauert: „Leider hören das Spielen und Träumen mit dem Eintritt in das Erwachsenenaltersgrößtenteils auf. Die Realität umgibt die Menschen mit Sachzwängen und zwingt sie so, ihre kindliche Seite in die hintersten Winkel ihres Geistes zu verbannen.“ Dabei hören die meisten Menschen nicht auf, Kind zu sein, nur die Spielregeln ändern sich. Die eigene Weltsicht wird solide und der Platz in der Gesellschaft akzeptiert. Die Informationen, denen die Erwachsenen nun ausgesetzt sind, haben privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Charakter. Gesellschaftlich relevante Informationen begleiten die Menschen auf Schritt und Tritt. Von der Warntafel über die Zeitung bis hin zu den Lieblingssendungen. Ille C. Gebeshuber ist Professorin für Physik an der Technischen Universität Wien. <span id="more-3994"></span></p>
<p><strong>Die Medien haben sich zu einem Informationssturm entwickelt</strong></p>
<p>Sie werden aufgenommen und versichern dem Individuum, dass die Gemeinschaft funktioniert. Ille C. Gebeshuber weiß: „Dies ist nicht mehr so einfach wie vor einigen Jahrhunderten, als nur wenige Menschen und Papierblätter aktuelle Informationen bereitstellten. Heute haben sich die Medien zu einem Informationssturm entwickelt, der dem Konsumenten einiges an selektivem Geschick abverlangt.“ Das hat Vor- und Nachteile. Denn durch die Möglichkeit, zwischen den verschiedenen Informationskanälen wechseln zu können, hat der Informationssturm wohl den größten Einfluss auf die gegenwärtige Entwicklung.</p>
<p>So fällt es dem Konsumenten leicht, die verschiedenen Informationsquellen derart zu selektieren, dass sie seinen Interessen und Neigungen entsprechen. Ille C. Gebeshuber betont: „Das ist zutiefst verführerisch, denn anstrengende und unangenehme Inhalte können so ausgeblendet werden. Im Idealfall bilden die willfährigen Medien eine Welt ab, die genau so ist, wie der Zuschauer dies sich wünscht.“ Diese eigene Wahrnehmung dient der Rückversicherung des eigenen Weltbilds.</p>
<p><strong>Die meisten Menschen sind Egoisten</strong></p>
<p>Alles ist in Ordnung. Fast. Denn früher oder später kommt der Moment, in dem der eigene Wohlfühlbereich verlassen werden muss. Ille C. Gebeshuber ergänzt: „Die dann erzwungene Begegnung mit anderen Welten kann durchaus schmerzhaft sein. Am Ende steht die Erkenntnis, dass eine zu bequeme Wahrheit oft nur eine geschickte Lüge ist.“ Im Privatleben spielt die individuelle Wahrheit eine wichtige Rolle. Die Selbstwahrnehmung und das persönliche Weltbild bestimmen die Reaktion auf Ereignisse. </p>
<p>In diesem Zusammenhang wurden den Menschen bestimme Verhaltensmuster anerzogen, die ihr Verhältnis zu den Mitmenschen und der Gesellschaft bestimmen. So sind die meisten Menschen zwar Egoisten, die aber im Sinne der gesellschaftlichen Vertretbarkeit ihrer Handlungen immer bestrebt sind, rechtmäßig zu handeln. Ille C. Gebeshuber beklagt: „Leider ist diese Rechtmäßigkeit oft eine Frage der Perspektive und Auffassungen. Dies führt dazu, dass die meisten Menschen mehrmals pro Tag lügen, wobei der Mindestwert bei circa zwei Mal steht.“ Quelle: „Eine kurze Geschichte der Zukunft“ von Ille C. Gebeshuber</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Träume sind spannender als Video-Clips</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 01:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Zeit, die so von Bildern geprägt ist wie die heutige, müsste die inneren Bilderwelten ebenso zu schätzen wissen wie die äußeren. Daher ist es für Georg Milzner merkwürdig, dass Menschen stundenlang Youtube-Videos ansehen können, sich oft für ihre Träume wenig interessieren: „Denn Träume sind allemal spannender als Clips, und überdies haben sie etwas mit ... <a title="Träume sind spannender als Video-Clips" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/georg-milzner-traeume-neu-entdecken.html" aria-label="Mehr Informationen über Träume sind spannender als Video-Clips">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Zeit, die so von Bildern geprägt ist wie die heutige, müsste die inneren Bilderwelten ebenso zu schätzen wissen wie die äußeren. Daher ist es für Georg Milzner merkwürdig, dass Menschen stundenlang Youtube-Videos ansehen können, sich oft für ihre Träume wenig interessieren: „Denn Träume sind allemal spannender als Clips, und überdies haben sie etwas mit uns zu tun.“ Ob man sie als Botschaften des Unbewussten liest oder ob man, wie der Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend einmal sagte, beim Träumen bloß die „Show“ genießt, ist dabei zunächst einmal unwesentlich. Als Psychologe des Unbewussten arbeitet Georg Milzner oft mit Träumen. Und er macht dabei immer wieder dieselbe Erfahrung: Menschen, die sich um ihre Träume jahrelang nicht gekümmert haben, ja, sich nicht einmal sicher waren, ob sie überhaupt träumen, werden plötzlich neugierig. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2635"></span></p>
<p><strong>Viele können ihre Träume nicht mehr wahrnehmen</strong></p>
<p>Und zwar, weil die Welt der Träume so reichhaltig, so faszinierend und letzten Endes so abenteuerlich ist, dass ein paar Videos ihr schwerlich Konkurrenz machen können. Wenn man auf der Suche nach dem ist, was die eigene Person ausmacht, sind Träume ein ausgezeichneter Weg. Träumen im Informationszeitalter – das wird für viele erst einmal seltsam klingen. Aber bei Licht betrachtet, ist dies eine ausgesprochen sinnvolle Ergänzung. Für Georg Milzner sind Träume das natürliche Gegenstück zu den Youtube-Clips. </p>
<p>Die Clips sind draußen, im Netz und stammen von anderen Leuten, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke, indem ich ihre Filme betrachte. Die Träume dagegen sind innen und stammen vom eigenen Selbst. Und das eigene Selbst ist es, das Aufmerksamkeit bekommt, indem man es wahrnimmt. Sich mit Träumen zu beschäftigen heißt zunächst einmal, Träume überhaupt wieder wahrzunehmen. Viele können dies nicht mehr oder vermuten, sie würde überhaupt nicht träumen. </p>
<p><strong>Träume gleichen der bewussten Außenwelt</strong></p>
<p>Das aber stimmt nicht, wie man aus der Schlaf- und Traumforschung weiß. Vielmehr ist das Wahrnehmen und Erinnern von Träumen einmal mehr eine Sache der Verteilung der Aufmerksamkeit. Wer Träume wieder wahrnehmen möchte, der muss nur eine kleine Regel beherzigen: Man sollte nach dem ersten Aufwachen alles auf einen Zettel notieren oder ins Smartphone sprechen, was an Traumerinnerung noch vorhanden ist. Dies sollte unbedingt vor dem ersten Kaffee oder dem Gang zur Toilette passieren, denn beide lassen die Erinnerung an den Traum oft verschwinden. </p>
<p>Georg Milzner weiß: „Anfangs ist das meist wenig. Aber gerade dann ist das Notieren wichtig, denn damit geben wir uns gewissermaßen das Signal, Träume wieder wichtig zu nehmen.“ Wer dieser Regel folgt, macht die Erfahrung: Nach wenigen Tagen nimmt die Erinnerung an Träume zu. Als hätte man nie damit aufgehört, träumt man wieder bewusster und reichert damit seine Erlebnisse mit neuen Inhalten an. Träume werden ja erlebt wie bewusstes Leben in der Außenwelt – nur eben ohne äußere Regung. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Schicksal lässt sich nicht ausschalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 02:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Satz „Erkenne dich selbst“ stand in der Antike über dem Eingang zum Orakel von Delphi. Er zielte auf die Einsicht des Menschen in seiner Begrenztheit ab und galt als Warnung vor der Überschätzung individueller Möglichkeiten. Andreas Salcher weiß: „Den Lebenszyklus des Mehr und Weniger kann man genauso wenig abschaffen wie den Wechsel der Jahreszeiten.“ ... <a title="Das Schicksal lässt sich nicht ausschalten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-schicksal-laesst-sich-nicht-ausschalten.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Schicksal lässt sich nicht ausschalten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Satz „Erkenne dich selbst“ stand in der Antike über dem Eingang zum Orakel von Delphi. Er zielte auf die Einsicht des Menschen in seiner Begrenztheit ab und galt als Warnung vor der Überschätzung individueller Möglichkeiten. Andreas Salcher weiß: „Den Lebenszyklus des Mehr und Weniger kann man genauso wenig abschaffen wie den Wechsel der Jahreszeiten.“ Es ist auch nicht möglich, das Schicksal durch administrative Maßnahmen abzuschaffen. Rückschläge sind jederzeit möglich, auch wenn dies manche Sozialbüroraten nicht wahr haben wollen. Im Leben wird es immer Kündigungen, Scheidungen, Kränkungen und Ungerechtigkeiten geben. Das meiste davon kann man nach einiger Zeit bewältigen. Wirklich gefährlich ist alles, das den Kern der eigenen Persönlichkeit trifft. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2535"></span></p>
<p><strong>Sieger fühlen sich für ihr Leben selbst verantwortlich</strong></p>
<p>Der Unterschied zwischen Menschen, die an Verletzungen zerbrechen, und jenen, die daraus große Fähigkeiten entwickeln können, lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Selbstverantwortung statt Schuldzuweisung. Andreas Salcher erläutert: „Egal wie tief, egal wie oft, egal wie ungerecht Sieger verletzt wurden, sie fühlen sich nicht als ohnmächtige Opfer.“ Sieger leiden sicher nicht weniger als Verlierer an Niederlagen, aber sie fühlen sich immer als für ihr Leben selbst verantwortlich.</p>
<p>Sie suchen im Ernstfall nicht den Schuldigen, sondern den Neuanfang. Diese Fähigkeit zur Resilienz ist teilweise angeboren, man kann sie aber auch erlernen. Resilienz ist ein Begriff aus der Baukunde und beschreibt die Biegsamkeit von Material. Resiliente Menschen lassen sich biegen, aber nicht brechen, sie gedeihen trotz widriger Umstände – wie Schilf in einem Sturm. Resilienz bedeutet auch Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen. Wer nur wenige Verhaltensweisen hat, wird schwer in den unterschiedlichen Phasen des jeweiligen Lebenszyklus auf die richtigen Kompetenzen zurückgreifen können, die er benötigt. </p>
<p><strong>Viele Träume erweisen sich als Illusionen</strong></p>
<p>Für resiliente Menschen gehören Enttäuschungen sogar zu den stärksten Antriebskräften in ihrem Leben. Diese ermöglichen ihnen, Lebensträume im zweiten Anlauf zu verwirklichen. In der ersten Lebenshälfte werden die Menschen stark von ihren Wünschen an das Leben getrieben. Andreas Salcher erläutert: „Die Sehnsucht nach Liebe und beruflicher Erfüllung ist dabei zentral. Idealtypisch erleben wir alle vier Möglichkeiten: Erstens, Erfolg in der Liebe und im Beruf. Zweitens, Erfolg in der Liebe und Misserfolg im Beruf.“</p>
<p>Drittens, Misserfolg in der Liebe und Erfolg im Beruf. Und viertens, am wenigsten erfreulich, Misserfolg in der Liebe und im Beruf. Es gibt einen Unterschied zwischen Träumen und Illusionen. Man träumt mit geschlossenen Augen, während man seine Illusionen mit offenen Augen sieht. Daher erweisen sich viele der Träume, sobald man sie verwirklicht hat, als Illusionen. Sie zerbrechen nicht an der Wirklichkeit, sondern man zerbricht sie selbst. Denn die eigene Persönlichkeit hat sich verändert, ohne dass man dies bemerkt hätte. Daher hat die Erfüllung der persönlichen Wünsche nicht die erhoffte Zufriedenheit ausgelöst. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Vieles ist dem Geist verborgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Menschen das Gewicht vom äußeren auf den inneren Bereich des Bewusstseins verlagern, versinken sie in sich selbst. Und indem sie in sich selbst versinken, versinken sie auch in der Vergangenheit. David Gelernter erläutert: „Unser subjektives Ich ist ein Subjekt. Dieses befindet sich in der Zeit wie eine Straße oder ein Baum im Raum. Das ... <a title="Vieles ist dem Geist verborgen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/vieles-ist-dem-geist-verborgen.html" aria-label="Mehr Informationen über Vieles ist dem Geist verborgen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Menschen das Gewicht vom äußeren auf den inneren Bereich des Bewusstseins verlagern, versinken sie in sich selbst. Und indem sie in sich selbst versinken, versinken sie auch in der Vergangenheit. David Gelernter erläutert: „Unser subjektives Ich ist ein Subjekt. Dieses befindet sich in der Zeit wie eine Straße oder ein Baum im Raum. Das Leben eines Menschen ist eine Art Dorf in der Zeit. Dazu gehören tausend kleine in die Zeitlandschaft gesprenkelten Gebäude, von denen die meisten in der frühen Kindheit entstanden.“ Jedes Leben enthält Augenblicke, die dem menschlichen Geist verborgen sind. Die meisten von ihnen bekommt man nie zu Gesicht, aber manchen begegnet man noch einmal. Man ruft die Erinnerungen manchmal nicht nur ab, sondern bewohnt sie noch einmal. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2510"></span></p>
<p><strong>Vor dem Traum tritt der Mensch in alte Erinnerungen ein</strong></p>
<p>Die gespenstige Fähigkeit, noch einmal in Erinnerungen aus vergangenen Zeiten einzutreten und sie nicht nur zu kennen, sondern auch noch einmal zu erleben, ist ein bestimmendes Merkmal der geistigen Realität. Solche Augenblicke vergangener Zeiten werden in einem Menschen hinter verschlossenen Türen auf ewig bewahrt. Wenn ein Mensch tief genug taucht, kann er die Türen finden. Dann kann er das Schloss öffnen und noch einmal in die unverhüllte Vergangenheit eintreten. Genau wie er sie beim ersten Mal erlebt hat.</p>
<p>Wenn sich ein Mensch dem Schlaf nähert, durchläuft sein Geist eine Reihe seltsamer Zustände, an die er sich fast nie erinnert. Jenseits der Schwelle zur Halluzination, halluziniert man, als würde man träumen. Aber die Entstellungen des tatsächlichen Träumens haben noch nicht begonnen. Man tritt in alte Erinnerungen ein, wie sie wirklich angelegt sind, und nicht in ihre veränderte Traumform. David Gelernter erklärt: „Insgeheim wurden wir dabei in der Zeit zurück bis zu Situationen geleitet von denen wir glaubten, sie seien für immer vergangen.“</p>
<p><strong>In den Träumen kehrt die Vergangenheit zurück</strong></p>
<p>Im Schlaf wechselt der Mensch von der äußeren in die innere Realität. Eine Studie über den zeitlichen Bezug von Träumen aus dem Jahr 1965 von Paul Verdone kommt zu folgendem Ergebnis: „In den ersten 3,5 Stunden der Schlafperiode bezogen sich die Traumberichte auf Elemente, die in der Realität während der letzten Woche aufgetreten waren; in den nächsten 4 Stunden bewegte sich der zeitliche Bezug zurück zu immer entfernteren Ereignissen …, bis sich nach ungefähr 7,5 Stunden der Schlafperiode der zeitliche Bezug wieder in Richtung kürzer zurückliegender Ereignisse umkehrt.</p>
<p>In den Gedanken beim Einschlafen und in den Träumen kehrt die Vergangenheit zurück. Dort befindet man sich wieder in der Gegenwart von Menschen, die man liebt und die nicht mehr da sind – oder zwischen Menschen oder an Orten, die zentrale Bestandteile der Kindheit waren. Man durchlebt diese Erfahrungen, und doch sind sie einem nicht zugestoßen, weil man sich nicht an sie erinnert. Aber wiederholte Erlebnisse dieser Art können das Ich auf andere Weise verändern: Sie können die eigene Persönlichkeit durch direkten Druck belasten, oder sie hinterlassen in einem Menschen das unheimliche Gefühl, dass unmittelbar hinter dem Horizont etwas Wichtiges geschehen ist. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Traum entstellt Gedanken durch Symbolik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 07:05:52 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Die eigentliche Leistung Sigmund Freuds bestand für Peter-André Alt darin, dass er den Traum vom Ruf des Unbegreiflichen und Irrationalen befreite. Indem er ihn auf ein geschlossenes Deutungssystem bezog, wertete er ihn zu einem der wissenschaftlichen Analyse zugänglichen Objekt mit eigenem theoriebildendem Charakter auf. Peter-André Alt erklärt: „Der Traum geht von einem Gedanken aus, den ... <a title="Der Traum entstellt Gedanken durch Symbolik" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-traum-entstellt-gedanken-durch-symbolik.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Traum entstellt Gedanken durch Symbolik">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die eigentliche Leistung Sigmund Freuds bestand für Peter-André Alt darin, dass er den Traum vom Ruf des Unbegreiflichen und Irrationalen befreite. Indem er ihn auf ein geschlossenes Deutungssystem bezog, wertete er ihn zu einem der wissenschaftlichen Analyse zugänglichen Objekt mit eigenem theoriebildendem Charakter auf. Peter-André Alt erklärt: „Der Traum geht von einem Gedanken aus, den er mittels sekundärer Bearbeitung, Verschiebung, Verdichtung und Symbolik entstellt.“ Die Auslegung beginnt dann beim fertigen Produkt, indem sie es auf seine ursprünglichen Bauelemente zurückführt und das kunstvoll komponierte wieder zergliedert. Dieser Vorgang hat, wie Sigmund Freud später betonte, eine weitreichende Logik, die über die konkrete Interpretation hinausweist: „Die Psychoanalyse erhebt den Traum zu einem psychischen Akt, der Sinn, Absicht und eine Stelle im Seelenleben des Individuum hat, und setzt sich damit über die Fremdartigkeit, die Inkohärenz und die Absurdität des Traumes hinaus.“ Peter-André Alt ist Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Freien Universität Berlin. <span id="more-2302"></span></p>
<p><strong>Der Traum funktioniert wie ein Sprachsystem</strong></p>
<p>Zu den Einsichten des Traumbuchs von Sigmund Freud gehörte nicht zuletzt die Entdeckung der Analogie zwischen Sprache und Vorbewusstem. Redeelemente und Erinnerungsreste verbinden sich dabei zu einer dynamischen Einheit: „Das Wort, als der Knotenpunkt mehrfacher Vorstellungen, ist sozusagen eine prädestinierte Vieldeutigkeit und die Neurosen benützen die Vorteile, die das Wort so zur Verdichtung und Verkleidung bietet, nicht minder ungescheut wie der Traum.“ Die Tatsache, dass der Traum auf sprachlichen Assoziationen beruht, erlaubte wiederum Deutungen, die diesem Zusammenhang intuitiv nachgingen.</p>
<p>Sigmund Freuds Auslegungspraxis bewegte sich auf der Spur von Sprachspielen und Sprachverbindungen, um der Tiefenstruktur des Traumgedankens auf den Grund gehen zu können. Sigmund Freud erklärte, dass alle Verbindungen, die während der Analyse erscheinen, gleichermaßen wertvoll seien. Denn die Praxis zeige, dass auch die „Nebenerschließungen“ und „Kurzschlüsse“ ergiebig ausfielen. Indem der Analytiker die Assoziationen der Traumdeutung aufspürt, erfasst er die Geheimnisse des Traums, der wie ein Sprachsystem funktioniert.</p>
<p><strong>Der Traum verwandelt das Mögliche in Wirklichkeit</strong></p>
<p>Der Traum ist ein Modell der Wortspiele, das logische Komplexität durch sprachliche Kettenbildung ersetzt. Weil er etwa kausale oder finale Verhältnisse nicht direkt darstellen kann, bietet er Reihungen, die auf sprachlichen Assoziationen beruhen. Die einzig logische Relation, in welcher der Traum denkt, ist die der Ähnlichkeit, Gemeinsamkeit und Übereinstimmung. Ebenso reduktionistisch verfährt er im Fall der Grammatik, indem er jeden Konjunktiv – die sprachliche Form des Wünschens – in einen Indikativ überträgt.</p>
<p>Das Mögliche verwandelt der Traum in Wirklichkeit, damit aus Begehren Realität werden kann. Zu den faszinierendsten Wirkungen des Traums gehört es, dass er seinen spielerischen Umgang mit der Sprache die Erinnerung an verdunkelte Sinnschichten aktiviert. Er legt die ursprünglich bildlich und konkret gefasste Bedeutung von Wörtern frei, die aktuell nur im abgeblassten, abstrakten Sinne gebraucht werden. Der Traum offenbart also die Metaphern hinter den Begriffen, indem er ihre vergessene Semantik wieder ans Licht bringt. Quelle: „Sigmund Freud“ von Peter-André Alt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ängste verunsichern den Träumer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2020 07:05:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Träumer]]></category>
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					<description><![CDATA[Statt klare Wahlentscheidungen für das eigene Leben zu treffen, ist der Träumer von seinen Wahlmöglichkeiten überfordert und entscheidet sich vorwiegend überhaupt nicht. Es geht ja auch so. Irgendwie. Anja Förster und Peter Kreuz stellen fest: „Dabei verspürt er in sich durchaus einen Drang zur Freiheit und Lebendigkeit. Er will dazugehören, über sich hinauswachsen, sich entwickeln. ... <a title="Ängste verunsichern den Träumer" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/aengste-verunsichern-den-traeumer.html" aria-label="Mehr Informationen über Ängste verunsichern den Träumer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Statt klare Wahlentscheidungen für das eigene Leben zu treffen, ist der Träumer von seinen Wahlmöglichkeiten überfordert und entscheidet sich vorwiegend überhaupt nicht. Es geht ja auch so. Irgendwie. Anja Förster und Peter Kreuz stellen fest: „Dabei verspürt er in sich durchaus einen Drang zur Freiheit und Lebendigkeit. Er will dazugehören, über sich hinauswachsen, sich entwickeln. Und blickt dann doch wieder angstvoll nach unten, aus Sorge, der Boden könnte sich unter ihm auftun.“ Seine Ängste lassen den Träumer verunsichert und passiv bleiben. Die Verantwortung dafür projiziert er kunstvoll nach außen. Es ist kein Geheimnis, dass Menschen, die die Verantwortung für ihr Leben und die damit verbundenen Entscheidungen tragen, zufriedener und auch erfolgreicher sind als solche, die in Unentschiedenheit verharren. Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. <span id="more-2253"></span></p>
<p><strong>Ein Träumer ist nie erwachsen geworden</strong></p>
<p>Sich zu entscheiden, bedeutet immer auch sich für etwas und gegen etwas anderes zu entscheiden. Aber dazu muss man erst einmal wissen, was man überhaupt will. Der Träumer geht den Konsequenzen einer Entscheidung aus dem Weg, indem er anderen das Steuerrad seines Lebens überlässt. Aber auch die Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen, ist eine Entscheidung. Ein Mensch kann eben nicht nicht wählen. Und alles hat Konsequenzen. Denn wer keine Entscheidung trifft, kann sicher sein, dass andere das für ihn übernehmen werden.</p>
<p>Und noch eine Sache ist sicher: Es wird dabei nicht besonders darauf geachtet, ob es dem Vermeider der Entscheidung damit auch gut geht. Die Flucht in die Nicht-Entscheidung führt immer weg von der Freiheit hin zur Unmündigkeit. In gewisser Hinsicht ist der Träumer nie erwachsen geworden, sondern verharrt in der Rolle des Kindes: In den ersten Lebensjahren können kleine Kinder nicht ohne die Fürsorge und die Entscheidungen der Eltern überleben. Sie sind auf natürliche Weise ohnmächtig. Wer als Erwachsener noch in dieser Situation der Ohnmacht ausharrt, für den mag sich das zwar bequem anfühlen, aber der Preis dafür ist verdammt hoch.</p>
<p><strong>Träumer erleben eine konstante innere Zerrissenheit</strong></p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz erklären: „Wer sich die Freiheit verwehrt, die Regie für das eigene Leben zu übernehmen, vergibt damit auch die Chance, zu wachsen und sein Potential zu entfalten.“ Für diese Menschen bedeutet das eine konstante innere Zerrissenheit. Auf der einen Seite sind sie unzufrieden, weil sie wissen, dass das Leben noch mehr bieten könnte. Auf der anderen Seite glauben sich nicht daran, ihr Leben selbst gestalten zu können. Sie haben auch gar nicht das Gefühl, es in der eigenen Hand zu haben.</p>
<p>Diese Lebenshaltung hat ihren Preis, denn Mitläufer werden heute zum Tageskurs gehandelt. Viele Menschen sollten wieder lernen, Selbstbestimmung und Entschiedenheit anzunehmen, auch wenn das nicht immer einfach ist – aber der Verzicht darauf ist keine Alternative. Der sogenannte „Stammgast“ ist im Gegensatz zum Träumer sehr orientiert. Er lebt sein Leben nach einem festen Schema. Wohnort, Arbeitsplatz, ja sogar Ansichten und Überzeugungen – all das ist einbetoniert. Man bleibt immer im selben Trott bis das Essen auf Rädern kommt. Quelle: „Nein“ von Anja Förster und Peter Kreuz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Geist bewegt sich zwischen Vernunft und Traum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2020 05:23:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Tag bewegt sich ein Mensch durch ein Kontinuum körperlicher Zustände abwärts. Von einem ausgeruhten, relativ hellwachen Zustand über Müdigkeit und Schlafbedürfnis bis hin zu Schlaf und Träumen. Diesem Spektrum der körperlichen Zustände entspricht ein Spektrum des Geistes, der Qualitäten des Bewusstseins. David Gelernter erklärt: „Im oberen Teil des Spektrums konzentrieren wir uns auf die ... <a title="Der Geist bewegt sich zwischen Vernunft und Traum" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-geist-bewegt-sich-zwischen-vernunft-und-traum.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Geist bewegt sich zwischen Vernunft und Traum">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Tag bewegt sich ein Mensch durch ein Kontinuum körperlicher Zustände abwärts. Von einem ausgeruhten, relativ hellwachen Zustand über Müdigkeit und Schlafbedürfnis bis hin zu Schlaf und Träumen. Diesem Spektrum der körperlichen Zustände entspricht ein Spektrum des Geistes, der Qualitäten des Bewusstseins. David Gelernter erklärt: „Im oberen Teil des Spektrums konzentrieren wir uns auf die Außenwelt, auf Abstraktion und Vernunft. Wenn wir uns allmählich von Aufmerksamkeit über Entspanntheit und Müdigkeit bis zur Schläfrigkeit, Abwesenheit und dem Einschlafen bewegen, nimmt unsere mentale Konzentration immer weiter ab.“ Am Ende brennt die menschliche Fähigkeit, vernünftig zu denken und zu reflektieren, wie eine Kerze herunter, bis sie praktisch völlig erloschen ist. Gleichzeitig beginnt die höchst unberechenbare, tosende, steil hinab über Windungen und Biegungen rasende Achterbahnfahrt durch das Spukhaus der Träume. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2243"></span></p>
<p><strong>Erinnerungen an die frühe Kindheit sind sehr emotional</strong></p>
<p>Aber – und das ist eine der vielen Überraschungen, die der Geist zu bieten hat – das Sinken ist damit nicht zu Ende. David Gelernter erläutert: „Wenn wir vom Äußeren zum Inneren, vom Objektiven zum Subjektiven, vom Wachen zum Schlafen hinuntersinken, sinken wir auch aus der Gegenwart in die Vergangenheit.“ Unwiderstehlich wird man von Gefühlen angezogen – Liebesgeschichten, Horrorgeschichten, das spielt keine Rolle. Was einen Menschen anzieht, ist die Intensität. Rationale Intelligenz wehrt emotionale Erinnerungen, die das geradlinige Denken stören, ab.</p>
<p>Aber die Rationalität ist müde geworden und eingeschlafen, und nun haben die emotionalen Erinnerungen die Möglichkeit, das Bewusstsein zu überfluten. Am emotionalsten sind in der Regel Kindheitserinnerungen, häufig sogar solche aus der frühen Kindheit. Da man nicht mehr in der objektiven Realität zu Hause ist, stellt jede derartige Erinnerung eine alternative Realität dar. Sie zieht einen Menschen völlig aus dem Jetzt in die Vergangenheit. Deshalb sinkt man aus Objektivität, Rationalität, Wachheit hinunter – und taucht ein in die Vergangenheit.</p>
<p><strong>Der Geist ist ein wunderschöner Mechanismus</strong></p>
<p>Im oberen Teil des Spektrums stellt ein Mensch durch Vernunft, Abstraktion und informelle Logik in der Welt Sinn her. Aber das verändert sich allmählich, und das Erzählen von Geschichten wird zur Methode der Wahl. David Gelernter ergänzt: „Gleichzeitig nimmt die Tätigkeit der rationalen Reflexion immer stärker eine emotionale und sinnliche Färbung an und wird zum Sein: Wie wir sind, bestimmt darüber, was wir tun.“ Die Emotionen treten immer mehr in den Vordergrund, wenn das reflektierende Denken verblasst und die Leuchtkraft der Erinnerungen zunimmt.</p>
<p>Die Welt des reinen Seins ist für den Geist des Menschen ebenso wichtig wie die Welt des reinen Denkens im oberen Teil des Spektrums. Und doch nehmen viele Wissenschaftler sie mehr oder weniger nicht zur Kenntnis. Der Geist, der sich durch das Spektrum bewegt, ist für David Gelernter ein komplexer, wunderschöner Mechanismus. Er wechselt zwischen Aktivität und Passivität, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, und währenddessen treten die von Geschichten eingefassten Themen, die das menschliche Leben bestimmen, hervor. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2020 05:53:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Ziel]]></category>
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					<description><![CDATA[Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh ... <a title="Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/im-traum-arbeitet-der-geist-an-wichtigen-zielen.html" aria-label="Mehr Informationen über Im Traum arbeitet der Geist an wichtigen Zielen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sogenannte Traumbotschaften haben noch immer etwas Geheimnisvolles an sich. Die moderne psychologische Forschung auf diesem Gebiet hat viel dem Motivationsexperten Eric Klinger zu verdanken. Bei wichtigen Zielen nehmen Menschen gerne mentale Auszeiten. Dies geschieht nicht nur im Zustand des Wachseins, sondern auch im Schlaf. Auch in der Nacht ist das Unbewusste offensichtlich hellwach. John Bargh erläutert: „Während wir träumen, arbeitet unser Geist also an unseren wichtigen Zielen und Anliegen. Dabei reagiert er sensibler als sonst auf eingehende Informationen, die für diese Ziele relevant sind.“ Eric Klinger und seine Kollegen gelangten zu folgendem Schluss. Die Priorität, die der Geist den wichtigen Zielen einräumt, besteht auch im Traum weiter, während man schläft. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2212"></span></p>
<p><strong>Dem Geist geht es nicht um Entspannung und Glück</strong></p>
<p>Der Einfluss der Zukunft auf das Unbewusste kann manchmal auch unangenehm sein. Manche Ziele kann man nicht einfach so aufgeben, selbst wenn man es wollte oder sogar sollte. Vielleicht zögert der Betroffene die Sache dann hinaus und vertagt unangenehme, aber notwendige Aktivitäten. Auf unbewusster Ebene arbeiten die nicht realisierten Ziele aber in einem weiter. Dies geschieht sogar bei aktiver Vermeidung, sich bewusst mit ihnen zu beschäftigen. </p>
<p>Wie Norman Mailer es ausdrückte: „Die Faustformel lautet: Innere Unruhe lässt sich an der Anzahl der nicht gehaltenen Versprechen ausdrücken.“ Man darf nicht vergessen, dass es dem auf die Zukunft orientierten Geist nicht darum geht, dass man entspannt und glücklich ist. Er will vor allem, dass man seine wichtigen Ziele erreicht und die anstehenden Aufgaben bewältigt. Wenn er einem Menschen zu diesem Zweck mit Sorgen und Ängsten zusetzen muss, dann tut er das. </p>
<p><strong>Das Unterbewusstsein sucht nach Lösungen für Probleme</strong></p>
<p>Die Hartnäckigkeit führt oftmals im wahrsten Sinne des Wortes zu nächtlichen Ruhestörungen. Mit anderen Worten: Man schläft schlecht. In Schlafstudien ist häufig die Rede davon, dass Leute, die nachts aufwachen, spontan von Sorgen und Ängsten heimgesucht werden. Deshalb können sich nicht wieder einschlafen. Dieselben Hirnareale, di auf bewusster Ebene an Problemen gearbeitet haben, versuchen im Schlaf weiterhin, sie auf unbewusster Ebene zu lösen.</p>
<p>Das Unbewusste ist jedoch nicht sehr gut darin, spezifische Pläne für die Zukunft zu schmieden. Seine Stärke liegt darin, Lösungen für Probleme zu finden und ein generelles Ziel zu verfolgen. Aber sie liegt nicht darin, konkrete Pläne für spezielle Abfolgen von Handlungen zu formulieren. Darum reicht es das Problem ans Bewusstsein weiter und sagt: „Hier, kümmere du dich darum.“ Wenn es sich um gewichtige Sorgen handelt, kommen sie einem Menschen spontan in den Sinn, sobald er erwacht. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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