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	<title>Sprache &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Erinnerungen sind nur ganz subjektive Ideen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2025 01:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Wörter]]></category>
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					<description><![CDATA[Wörter stehen nie für sich allein, sondern man setzt sie über seine Erfahrung automatisch in Verbindung mit seinem Wissen über die Welt. Thorsten Havener erläutert: „Das beeinflusst unsere Erinnerung so weit, dass wir schon kurze Zeit später denken, die mit den einzelnen Wörtern verbundenen Assoziationen und Erinnerungen nicht nur gedacht zu haben, sondern sie sogar ... <a title="Erinnerungen sind nur ganz subjektive Ideen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/erinnerungen-sind-nur-ganz-subjektive-ideen.html" aria-label="Mehr Informationen über Erinnerungen sind nur ganz subjektive Ideen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wörter stehen nie für sich allein, sondern man setzt sie über seine Erfahrung automatisch in Verbindung mit seinem Wissen über die Welt. Thorsten Havener erläutert: „Das beeinflusst unsere Erinnerung so weit, dass wir schon kurze Zeit später denken, die mit den einzelnen Wörtern verbundenen Assoziationen und Erinnerungen nicht nur gedacht zu haben, sondern sie sogar gehört oder gesehen zu haben.“ Das zeigt übrigens auch, dass unsere Erinnerungen mit den tatsächlichen Geschehnissen, an die wir uns erinnern, nicht übereinstimmen müssen. Letztlich sind unsere Erinnerungen nur ganz subjektive Ideen, wie das erinnerte Erlebnis wohl war. Es ist also möglich, sich über Worte zu Gedanken und auch Handlungen zu bewegen, ohne dass man sich dessen überhaupt bewusst ist. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-6232"></span></p>
<p><strong>Metaphern können töten</strong></p>
<p>Sprache und Wörter können das Gehirn eines Menschen und damit sein Denken verändern. Denn Sprache bestimmt, wie man die Welt wahrnimmt und wie man über sie denkt. Thorsten Havener ergänzt: „Das geht so weit, dass unsere Muttersprache uns in unserer Wahrnehmung beeinflusst. So nehmen wir etwa Gegenstände im Spiegel der Sprache wahr.“ Der amerikanische Linguist George Lakoff ist überzeugt, dass die Wahl der Worte sogar die Macht hat, über Leben und Tod zu entscheiden, und sagt: „Metaphern können töten.“</p>
<p>Wenn man Argumente schnell präsentiert bekommt, kann man sie nicht im positiven Sinne bestätigen und ist abgeschreckt von der Geschwindigkeit. Wenn man die Argumente eh nicht mag und sie werden schnell auf einen abgefeuert, dann traut man sich nicht zu, sie genau zu durchdenken, und achtet weniger auf den Inhalt. Thorsten Havener fasst zusammen: „Fazit: Wenn Sie schnell sprechen, können Sie andere ein Stück weit stärker überzeugen – aber nur, wenn diese anders denken.“ </p>
<p><strong>Worte können Menschen emotional beeinflussen</strong></p>
<p>Jede Form der Autosuggestion ist auch auf den richten Gebrauch von Wörtern angewiesen. Denn Worte haben das Potenzial, Menschen emotional zu beeinflussen. Wörter sind neben Bildern und Gefühlen eine Möglichkeit der inneren Kommunikation, man sagt ja nicht ohne Grund „Selbstgespräch“. Thorsten Havener weiß: „Jedes Wort, das wir denken, hat das Potenzial, eine Emotion und auch eine Handlung in uns auszulösen. Hierbei kann die Verwendung emotional aufgeladener Wörter die Verfassung anderer und auch unsere eigene Verfassung verwandeln.“</p>
<p>Das ist echte Zauberei. Dort spielte der richtige Gebrauch von Wörtern übrigens immer schon eine bedeutende Rolle. Der uralte Zauberspruch „Abrakadabra“ bedeutet nämlich nichts anderes als „Ich erschaffe, während ich spreche“. Thorsten Havener stellt fest: „Die jüngsten Erkenntnisse der Kognitionsforschung bestätigen lediglich, was Magier schon vor Tausenden von Jahren wussten und angewendet haben.“ Das heißt, wenn Sie ihren eigenen Wortschatz ändern – sich selbst gegenüber und auch gegenüber anderen, dann hat diese Änderung die Kraft, Ihr Denken, Ihre Emotionen und damit Ihr Leben zu ändern. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt ein „Metamodell der Sprache“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Dec 2024 02:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tilgung]]></category>
		<category><![CDATA[Worte]]></category>
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					<description><![CDATA[In der achtsamen Sprache geht man unter die Oberfläche, um in die Tiefe zu gelangen. Thomas W. Albrecht erklärt: „Wir sind neugierig, was sich hinter den gesagten Sätzen verbirgt, wie das Erlebte sich möglichst vollständig darstellt.“ Die Formulierung mancher Hinterfragung mag sprachlich etwas holprig klingen, das hat jedoch seinen guten Grund. Man will bei der ... <a title="Es gibt ein „Metamodell der Sprache“" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/achtsame-sprache-ergruendet-die-tiefenstruktur.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt ein „Metamodell der Sprache“">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der achtsamen Sprache geht man unter die Oberfläche, um in die Tiefe zu gelangen. Thomas W. Albrecht erklärt: „Wir sind neugierig, was sich hinter den gesagten Sätzen verbirgt, wie das Erlebte sich möglichst vollständig darstellt.“ Die Formulierung mancher Hinterfragung mag sprachlich etwas holprig klingen, das hat jedoch seinen guten Grund. Man will bei der Hinterfragung den Wortlaut der Aussage so umstellen, dass unter Verwendung derselben Worte eine Frage formuliert wird. Der Sprachgebrauch eines Gesprächspartners soll möglichst unverändert übernommen werden, denn andere Worte können für ihn eine andere Bedeutung haben und somit etwas anderes aus der Tiefenstruktur repräsentieren. Das soll vermieden werden. Beim Hinterfragen geht es nicht nur darum, die Aussagen besser zu verstehen, sondern es dem Gegenüber zu ermöglichen, die Verbindung zu seiner Tiefenstruktur zu ermöglichen. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-5829"></span></p>
<p><strong>Tilgungen fallen oftmals nicht auf</strong></p>
<p>Es geht auch nicht darum, Begründungen für etwas zu erhalten. Thomas W. Albrecht erläutert: „Aus diesem Grund verwenden wir keine Warum-Fragen, die vergangenheitsbezogen wären, sondern Fragen nach dem Wie, dem Was, dem Wem usw., die jetzt-bezogen sind.“ Das Modell der Oberflächen- und der Tiefenstruktur bezeichnet man als „Metamodell der Sprache“. Zudem spricht man von Tilgungen, wenn Teile oder Aspekte des ursprünglichen Erlebten nicht gesagt werden, also in der Oberflächenstruktur nicht vorkommen, obwohl sie in der Tiefenstruktur vorhanden sind.</p>
<p>Tilgungen kommen sehr häufig vor, ohne dass sie zunächst auffallen. Aussagen zu hinterfragen, ist ein Zeichen von Aufmerksamkeit. Thomas W. Albrecht ergänzt: „Es ermöglicht dir, auf die Bedürfnisse deiner Gesprächspartner einzugehen. Gleichzeitig eröffnest zu ihnen, sich ihrer gemachten Erfahrungen im Detail bewusst zu werden und konkrete Handlungen zu setzen, aus ihren Erfahrungen zu lernen.“ Das Gespräch kann in die Tiefe gehen und dadurch die Beziehung stärken.</p>
<p><strong>Bei vielen Vergleichen fehlt die Referenz</strong></p>
<p>Es gibt mehrere Arten von Tilgungen, die weit verbreitet sind und in ihren Folgen den Menschen kaum bewusst sind. Zur einen gehören unspezifische Vergleiche wie zum Beispiel schneller, besser, eleganter oder weniger und deren Superlative wie etwa am schnellsten, am besten, am elegantesten oder am wenigsten. Thomas W. Albrecht stellt fest: „Es fehlt die Referenz, auf die sich der Vergleich bezieht. Es wird eine Sache mit einer anderen verglichen, ohne zu sagen, mit wem oder mit was oder wann die Sache verglichen wird.</p>
<p>Die nächste spezielle Art von Tilgungen bezieht sich auf Sätze, welche die Adverbien „klar“ und „offensichtlich“ beinhalten. Thomas W. Albrecht fügt hinzu: „Es wird etwas als klar oder offensichtlich kategorisiert, ohne zu sagen, für wen dies klar und offensichtlich ist.“ Eine weitere Art von Tilgungen bezieht sich auf Sätze, die „muss“, „notwendig“ und „sollte“ beinhalten. Man bezeichnet diese als „Modaloperatoren der Notwendigkeit“. Es wird eine Formulierung gewählt, die eine Notwendigkeit kommuniziert, ohne zu sagen, was die Folgen wären, wenn man es nicht tun würde, oder was einen hindern würde, es nicht zu tun. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alles Sinnliche hat Auswirkungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2024 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnliches]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie jedes äußere Bild für den Empfänger psychogene Folgen hat, so hat auch jedes Bild, das Menschen aussenden, Auswirkungen. Emanuele Coccia erklärt: „Wenn wir Bilder aussenden, wenn wir uns zwingen, den Geist zu versinnlichen, Sinnfälliges aus ihm zu machen, rührt das daher, dass Bilder keine rein kognitiven Realien sind.“ Bilder wirken – vor allem anderen. ... <a title="Alles Sinnliche hat Auswirkungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/alles-sinnliche-hat-auswirkungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Alles Sinnliche hat Auswirkungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes äußere Bild für den Empfänger psychogene Folgen hat, so hat auch jedes Bild, das Menschen aussenden, Auswirkungen. Emanuele Coccia erklärt: „Wenn wir Bilder aussenden, wenn wir uns zwingen, den Geist zu versinnlichen, Sinnfälliges aus ihm zu machen, rührt das daher, dass Bilder keine rein kognitiven Realien sind.“ Bilder wirken – vor allem anderen. Gerüche, Geschmäcker, Geräusche: Alles Sinnliche hat Auswirkungen und legt eine Wirksamkeit an den Tag, die schwer zu bestimmen ist, weil es weniger gewichtig ist als die Kausalität, die von der Wirklichkeit auf die Wirklichkeit ausgeübt wird. Diese Erfahrung machen Menschen unablässig mit der Sprache, dem Hauptkanal, auf dem sie Sinnliches erzeugen. Emanuele Coccia ist Professor für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. <span id="more-5711"></span></p>
<p><strong>Die Sprache muss immer Wirkungen erzeugen</strong></p>
<p>Immer dann, wenn Menschen sprechen, gehen sie davon aus, dass das von ihnen erzeugte Sinnliche Auswirkungen hat. Emanuele Coccia fügt hinzu: „Worte können überraschen, zum Handeln antreiben, verletzen, überzeugen, besänftigen oder zum Lachen bringen: Immer dann, wenn wir sprechen, vertrauen wir auf die Wirksamkeit des Wortes, das in den Zuhörer gleichsam einfließen soll, auch wenn es dabei schlimmstenfalls schlicht um Kenntnisse geht, die ihm wieder zu Bewusstsein gebracht werden.“</p>
<p>Sprache muss immer Wirkungen erzeugen, Einfluss haben. Die Rhetorik &#8211;  die nichts anderes ist als die Wissenschaft der Wirkungen von Sprache – ist insofern die höchst Wissenschaft der Einflüsse. Emanuele Coccia stellt fest: „Die Entfremdung des Sinnlichen erfolgt immer in Abhängigkeit von dieser Wirksamkeit der Bilder.“ Die Wirkung, die jedem Bild zu eigen ist, ist mit dessen Reproduktion, dem Sich-reproduzieren in einer anderen Materie identisch: Seine Wirkung weist dessen eigene Form auf, keine andere.</p>
<p><strong>Das Bild reproduziert nur sich selbst</strong></p>
<p>Die vom Bild erzeugten Wirkungen sind nach seinem Ebenbild und Gleichnis. Diese Isomorphie zwischen Ursache und Wirkung ist das Wesensmerkmal jener speziellen Form der Kausalität, die man Einfluss nennt. Emanuele Coccia erläutert: „Eine Ursache bewirkt stets etwas anderes als sich selbst: Das Bild jedoch erzeugt keine Wirkungen, die anders sind als es selbst, sondern reproduziert nur sich selbst.“ Sein Verursachen ist immer seiner Vervielfachung identisch.</p>
<p>Aus dem Bild entsteht immer nur ein Bild, die primäre Wirkung eines Bildes ist immer ein anderes Bild. Emanuele Coccia ergänzt: „Ein Bild ist deswegen wirksam, weil es die Existenz einer Form ist, die außerhalb vom Subjekt existieren und folglich anverwandelt und entfremdet werden kann.“ Und wenn die Wirkung eines Bildes dessen Reproduktion ist, dann ist die Wirksamkeit der Bilder identisch mit deren Natur, mit der Tatsache, dass sie dort entstehen können, wo sie niemals gewesen sind. Quelle: „Sinnenleben“ von Emanuele Coccia</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen nutzen die Sprache auf zwei Arten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 01:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen sind die einzigen Säugetiere, die eine Sprache entwickelt und nutzen können. Thomas W. Albrecht betont: „Die Bedeutung unserer Sprache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alles, was wir Menschen erreicht haben, ist mit dem Gebrauch der Sprache verbunden.“ Sprache benutzen Menschen auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens präsentieren sie damit, was sie erleben. Sie denken, ... <a title="Menschen nutzen die Sprache auf zwei Arten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-nutzen-die-sprache-auf-zwei-arten.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen nutzen die Sprache auf zwei Arten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind die einzigen Säugetiere, die eine Sprache entwickelt und nutzen können. Thomas W. Albrecht betont: „Die Bedeutung unserer Sprache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alles, was wir Menschen erreicht haben, ist mit dem Gebrauch der Sprache verbunden.“ Sprache benutzen Menschen auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens präsentieren sie damit, was sie erleben. Sie denken, fantasieren und schlussfolgern. Sie führen Selbstgespräche, überlegen, machen Pläne, sortieren ihre Erfahrungen und bewerten diese. So entwickeln sie fortlaufend ein Modell ihres Erlebens, das auf den Wahrnehmungen ihrer Sinnesorgane beruht. Zweiten benutzen sie Sprache, um das, was sie erlebt haben, anderen Menschen mitzuteilen. Diese Aktivitäten bezeichnet man als Reden, Diskutieren, Schreiben, Singen oder Lehren. In ihrer täglichen Kommunikation sind Menschen sich der Auswahl der Wörter, die sie benutzen, selten bewusst. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-5629"></span></p>
<p><strong>Die Sprache ist stark strukturiert</strong></p>
<p>Wie Menschen ihre Wörter auswählen und wie sie sie strukturieren, läuft nahezu immer unbewusst ab. Thomas W. Albrecht erklärt: „Kaum jemand muss in der täglichen Kommunikation darüber nachdenken, in seiner Muttersprache verständliche Sätze zu produzieren. Dennoch ist Sprache entsprechend den grammatischen Regeln stark strukturiert.“ Es würde sofort auffallen, wenn ein Satz fehlerhaft geformt ist. Werden Satzzeichen ausgelassen, wird beim Sprechen die Intonation verändert, so kann die Bedeutung des Gesagten variieren.</p>
<p>Wird die Wortfolge beliebig verdreht, so ergibt die neue Anordnung der Wörter plötzlich einen ganz anderen oder auch keinen Sinn mehr. Thomas W. Albrecht weiß: „Für ihre Muttersprache haben Menschen ein intuitives Empfinden entwickelt, das natürlich mehr oder weniger ausgeprägt sein kann.“ Über ihre Sinnesorgane nehmen Menschen unentwegt unvorstellbar hohe Mengen an Informationseinheiten auf. Diese gelangen über Augen, Ohren, Haut, Nase oder Mund in das Nervensystem einer Person und werden dort im Unterbewusstsein als unbewusste Erinnerungen gespeichert. </p>
<p><strong>Die Tiefenstruktur der Sprache repräsentiert das Erlebte</strong></p>
<p>Thomas W. Albrecht stellt fest: „Diese Erinnerungen bilden die facettenreiche Gesamtheit all unserer Erlebnisse, die wir im Laufe unseres Lebens sammeln. Nur einen Teil der Gesamtheit aller Erlebnisse können wir sprachlich darstellen, jedoch nicht alle, da wir nicht für alles Erlebte sprachliche Ausdrücke haben.“ Für Erlebnisse, die Menschen sprachlich nicht erfassen können, finden sie keine passende Formulierung. Jenen Teil der Gesamtheit der Erfahrungen, die man sprachlich ausdrücken kann, bezeichnet man als „Tiefenstruktur der Sprache“. </p>
<p>Die Tiefenstruktur ist die vollständige sprachliche Repräsentation des Erlebens. Thomas W. Albrecht fügt hinzu: „Um von der Tiefenstruktur, der vollständigen sprachlichen Darstellung des Erlebten, zur Oberflächenstruktur, dem gesagten oder geschriebenen Wort, zu gelangen, werden Teile des Erlebten ausgelassen beziehungsweise getilgt, andere Aspekte verallgemeinert, beziehungsweise generalisiert oder verzerrt dargestellt.“ Die Kommunikation der Menschen passiert in der Regel in der Oberflächenstruktur, ohne die Tiefenstruktur zu hinterfragen. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Die Sprache hat zwei Funktionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2024 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen sind die einzigen Säugetiere, die eine Sprache entwickelt haben und nutzen können. Thomas W. Albrecht stellt fest: „Die Bedeutung unserer Sprache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alles, was wir Menschen erreicht haben, ist mit dem Gebrauch der Sprache verbunden.“ Sprache benutzen Menschen auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens repräsentieren sie damit, was sie erleben. ... <a title="Die Sprache hat zwei Funktionen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-sprache-hat-zwei-unterschiedliche-funktionen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Sprache hat zwei Funktionen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind die einzigen Säugetiere, die eine Sprache entwickelt haben und nutzen können. Thomas W. Albrecht stellt fest: „Die Bedeutung unserer Sprache kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alles, was wir Menschen erreicht haben, ist mit dem Gebrauch der Sprache verbunden.“ Sprache benutzen Menschen auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens repräsentieren sie damit, was sie erleben. Sie denken, fantasieren und schlussfolgern. Sie führen Selbstgespräche, überlegen, machen Pläne, sortieren ihre Erfahrungen und bewerten diese. So entwickeln sie fortlaufend ein Modell ihres Erlebens, das auf den Wahrnehmungen ihrer Sinnesorgane beruht. Zweiten benutzen Menschen Sprache, um das, was sie erlebt haben, anderen Menschen mitzuteilen. Diese Aktivitäten bezeichnet man als Reden, Diskutieren, Schreiben, Singen oder Lehren. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-5153"></span></p>
<p><strong>Die Sprache ist stark strukturiert</strong></p>
<p>Thomas W. Albrecht erklärt: „In unserer täglichen Kommunikation sind wir uns der Auswahl der Wörter, die wir verwenden, selten bewusst.“ Wie man seine Wörter auswählt und wie man sie strukturiert, läuft nahezu immer unbewusst ab. Kaum jemand muss in der täglichen Kommunikation darüber nachdenken, in seiner Muttersprache verständliche Sätze zu produzieren. Dennoch ist Sprache entsprechend der grammatischen Regeln stark strukturiert. Es würde sofort auffallen, wenn ein Satz fehlerhaft geformt ist.</p>
<p>Lässt man Satzzeichen aus, verändert man beim Sprechen die Intonation, so kann die Bedeutung des Gesagten variieren. Für ihre Muttersprache haben Menschen ein intuitives Empfinden entwickelt, das natürlich mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. Thomas W. Albrecht weiß: „Über unsere Sinnesorgane nehmen wir unentwegt unvorstellbar hohe Mengen an Informationseinheiten auf. Diese gelangen über Augen, Ohren, Haut, Nase und Mund in unser Nervensystem und somit in unser Unbewusstes und werden dort als unbewusste Erinnerungen gespeichert.“ </p>
<p><strong>Es gibt eine sogenannte „Tiefenstruktur der Sprache“</strong></p>
<p>Diese Erinnerungen bilden die facettenreiche Gesamtheit aller Erlebnisse eines Menschen, die er im Laufe seines Lebens sammelt. Thomas W. Albrecht erläutert: „Nur einen Teil der Gesamtheit aller Erlebnisse können wir sprachlich darstellen, jedoch nicht alle, da wir nicht für alles Erlebte sprachliche Ausdrücke haben. Für Erlebnisse, die wir sprachlich nicht erfassen können, finden wir keine passende Formulierung.“ Jenen Teil der Erfahrungen, die man sprachlich ausdrücken kann, bezeichnet man als „Tiefenstruktur der Sprache“.</p>
<p>Die Tiefenstruktur ist die vollständige sprachliche Repräsentation des Erlebten. Die Kommunikation der Menschen passiert in der Regel in der Oberflächenstruktur, ohne die Tiefenstruktur zu hinterfragen. Thomas W. Albrecht betont: „Achtsame Sprache ist neugierig und hinterfragt die Tiefenstruktur, sowohl die eigene als auch die des Gesprächspartners.“ Sprachmuster der Oberflächenstruktur, die zu Missverständnissen führen, sind auf Tilgungen, Generalisierungen und Verzerrungen der Tiefenstruktur zurückzuführen. Somit ist jede gesendete Nachricht nur eine „Abkürzung“ dessen, was eigentlich mitgeteilt werden möchte. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thomas-w-albrecht-transformation.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2022 01:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Präsenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die eigene Präsenz ist das Wichtigste und Wertvollste, was man anderen Menschen entgegenbringen kann. Präsenz, Gegenwärtigkeit und die damit verbundene Ausstrahlung bezeichnet Thomas W. Albrecht als Achtsamkeit: „Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft, die sich mittels Sprache ausdrückt. Achtsame Sprache wiederum ist der Schlüssel zur Transformation, zur Veränderung des eigenen Lebens und des Lebens deiner Mitmenschen.“ ... <a title="Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thomas-w-albrecht-transformation.html" aria-label="Mehr Informationen über Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die eigene Präsenz ist das Wichtigste und Wertvollste, was man anderen Menschen entgegenbringen kann. Präsenz, Gegenwärtigkeit und die damit verbundene Ausstrahlung bezeichnet Thomas W. Albrecht als Achtsamkeit: „Achtsamkeit ist eine wunderbare Kraft, die sich mittels Sprache ausdrückt. Achtsame Sprache wiederum ist der Schlüssel zur Transformation, zur Veränderung des eigenen Lebens und des Lebens deiner Mitmenschen.“ Thomas W. Albrecht hat von dem Executive Coach Stewart Emery gelernt, dass er in seinem Leben nur einen Menschen zu führen hat, und zwar sich selbst. Positive oder negative Emotionen haben jeweils ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das persönliche Verhalten, auf die Kreativität und das körperliche Wohlbefinden. Herrschen negative Gefühle vor, geht man eher gebeugt und gekrümmt, zeigt einen traurigen oder verhärmten Gesichtsausdruck, meidet die Gesellschaft anderer, und auch die Kreativität und Handlungsfreude sind tendenziell sehr eingeschränkt. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-3830"></span></p>
<p><strong>Achtsame Sprache ist der Schlüssel zur Transformation</strong></p>
<p>Positive Gefühle bewirken genau das Gegenteil: Man geht aufrecht durchs Leben, hat strahlende Augen und einen fröhlichen Gesichtsausdruck, erfreut sich an der Anwesenheit anderer, hat richtig gute Ideen und ist kreativ in allen seinen Handlungen. Thomas W. Albrecht weiß: „Allzu oft passiert es, dass eine unachtsame Bemerkung anderer, ein Vorwurf, ein Konflikt oder eine schlechte Nachricht negative Gefühle in uns hervorruft. Besonders in der Kindheit haben viele von uns gehört, nicht gut genug zu sein.“ </p>
<p>Unachtsam hingeworfene Aussagen verursachen negative Gefühle, sie machen einen Menschen hilflos. Achtsame Sprache ist für Thomas W. Albrecht der Schlüssel zur Transformation: „Sie ermöglicht es dir und deinem Gegenüber, jedes Gespräch so zu führen, dass es beiden von euch am Ende emotional besser geht, und zwar unabhängig vom Gesprächsinhalt.“ Dennoch, jede noch so schlechte Nachricht kann so gestaltet und formuliert sein, dass sie dem Gesprächspartner die Möglichkeit bietet, das Beste daraus zu machen. </p>
<p><strong>Achtsamkeit ist eine Form des Innehaltens</strong></p>
<p>Zum Glück ist die Mehrzahl aller Gesprächsinhalte eher neutral, dennoch haben sie genügend Potenzial, um Missverständnisse, Streit und Konflikte auszulösen. Deshalb rät Thomas W. Albrecht die Kraft der achtsamen Sprache zu nutzen: „Wie du mit dir und wie du mit anderen redest, bestimmt dein Leben.“ Achtsamkeit ist in den vergangenen Jahren zum Modewort, Thomas W. Albrecht würde sogar sagen, zu einem Kultwort geworden. Es gibt eine Vielzahl von Angeboten rund um dieses Thema, Kurse, Meditationen, Blogs und natürlich Ratgeber. </p>
<p>Achtsamkeit hilft, sich in einer so schnell verändernden und zunehmend unsicherer werdenden Welt orientieren zu können und gelassener, stressresistenter und zufriedener durchs Leben zu gehen. Es ist eine Form des Innehaltens, des kurzen Stehenbleibens, um wahrzunehmen, was gerade passiert. Ein achtsamer Mensch nimmt den Moment wahr, horcht auf seine inneren Regungen, ohne gleich zu bewerten. Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder ist der wichtigste Mensch in seinem Leben. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Der Mensch verfügt über sechs primäre Sinne</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-verfuegt-ueber-sechs-primaere-sinne.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 01:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, in der Gegenwart, ist die mühevolle psychophysische Entwicklung des Menschen endlich abgeschlossen. Kevin Dutton stellt fest: „Wir Menschensind nun mit mindestens sechs primären Sinnen, ja wahrscheinlich noch erheblich mehr, ausgestattet.“ Fünf von ihnen – Sehen, Tasten, Riechen, Schmecken und Hören – dienen dazu, Vorgänge in der Außenwelt wahrzunehmen. Der sechste, die Propriozeption – Tiefensensibilität ... <a title="Der Mensch verfügt über sechs primäre Sinne" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-mensch-verfuegt-ueber-sechs-primaere-sinne.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch verfügt über sechs primäre Sinne">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, in der Gegenwart, ist die mühevolle psychophysische Entwicklung des Menschen endlich abgeschlossen. Kevin Dutton stellt fest: „Wir Menschensind nun mit mindestens sechs primären Sinnen, ja wahrscheinlich noch erheblich mehr, ausgestattet.“ Fünf von ihnen – Sehen, Tasten, Riechen, Schmecken und Hören – dienen dazu, Vorgänge in der Außenwelt wahrzunehmen. Der sechste, die Propriozeption – Tiefensensibilität –, hat den Zweck, ein stabiles inneres Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Und zwar durch einen konstanten Strom koordinierter neutraler Informationen zu Körperbewegung und -lage. Von diesen sechs grundlegenden Sinnen ist das Sehen – das für 70 Prozent des sensorischen Inputs verantwortlich ist – der bei Weitem dominanteste. Und das aus gutem Grund. Im Laufe der Evolutionsgeschichte war eine genaue Vorstellung von der Größe, Form und Bewegung anderer Lebewesen entscheidend für das Überleben der Menschen. Kevin Dutton ist Forschungspsychologe an der University of Oxford und Mitglied der British Psychological Society. <span id="more-3463"></span></p>
<p><strong>Plötzlich dachte man in Grautönen</strong></p>
<p>Hell und Dunkel. Schwarz und Weiß. Dreieinhalb Milliarden Jahre. Bei genauer Überlegung: nicht übermäßig viele Änderungen. Dann aber änderte sich tatsächlich alles. Fast über Nacht, wenn man den paläontologischen Zeitmaßstab heranzieht. Kevin Dutton betont: „Mit dem Auftauchen von Bewusstsein, von Sprache und Kultur kam Bewegung in die Sache.“ Plötzlich waren Schwarz und Weiß – Hell und Dunkel – Schnee von gestern. Und Grau war die Farbe, in der man dachte. Der Dimmer, ein wichtiges neurophysiologisches Werkzeug, wurde unverzichtbar.</p>
<p>Doch es gab ein Problem. Ein großes. Es gab keine Dimmer. Diese Dinger existierten einfach nicht. Sie hätten die nächste große Nummer sein können. Hätten das neue „Kampf oder Flucht“ sein können. Doch der Markt hatte sich so blitzschnell verändert, dass es den Eierköpfen der natürlichen Auslese nicht gelungen war, sie herzustellen. Sie waren nicht in Produktion gegangen und sind es noch immer nicht. Wodurch die Menschen in einer etwas misslichen Lage stecken.</p>
<p><strong>Das Gehirn ist zu schnell zu groß geworden</strong></p>
<p>In einem grauen Flüsschen mit ganz primitiven Schwarz-Weiß-Paddeln. Kevin Dutton erklärt: „Wir klassifizieren, wir etikettieren und wir ordnen ein, nur um dann irrationale, suboptimale Entscheidungen zu treffen, weil unsere Gehirne zu schnell zu groß geworden sind.“ Weil sie zu früh und zu schnell zu clever geworden sind. Die Menschen kategorisieren, statt abzustufen. Sie polarisieren, statt zu integrieren. Und sie überspitzen und karikieren Unterschiede, statt Ähnlichkeiten zu betonen und hervorzuheben.</p>
<p>Als Beispiel wählt Kevin Dutton Wein. Die meisten Menschen wären bei einer Blindverkostung vermutlich in der Lage, einen Rotwein von einem Weißwein zu unterscheiden. Und mancher vielleicht einen Cabernet Sauvignon von einem Pinot Noir. Doch zwei exklusive, anspruchsvolle, komplexe Bordeauxsorten wohl eher nicht. Beunruhigender ist natürlich die Blindheit der Menschen ihre Blindheit gegenüber Unterschieden zwischen ihren Mitmenschen. Quelle: „Schwarz. Weiß. Denken!“ von Kevin Dutton</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein neun Monate altes Baby ist genial</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 04:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Art menschlicher Sprache entstand vermutlich vor mindestens 100.000 Jahren durch eine evolutionäre Weiterentwicklung des Gehirns, des Brustkorbs und des Vokaltrakts. Timothy Garton Ash erklärt: „Eine hoch entwickelte Fähigkeit zur Kommunikation unter Verwendung von Sprache und abstraktem Denken unterscheidet den Menschen von seinen nächsten Verwandten, den Schimpansen und Bonobos.“ Der britische Tierfilmer und Naturforscher David ... <a title="Ein neun Monate altes Baby ist genial" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-neun-monate-altes-baby-ist-genial.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein neun Monate altes Baby ist genial">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Art menschlicher Sprache entstand vermutlich vor mindestens 100.000 Jahren durch eine evolutionäre Weiterentwicklung des Gehirns, des Brustkorbs und des Vokaltrakts. Timothy Garton Ash erklärt: „Eine hoch entwickelte Fähigkeit zur Kommunikation unter Verwendung von Sprache und abstraktem Denken unterscheidet den Menschen von seinen nächsten Verwandten, den Schimpansen und Bonobos.“ Der britische Tierfilmer und Naturforscher David Attenborough antwortete auf die Frage, was seiner Ansicht nach das erstaunlichste Geschöpf auf Erden sein: „Das einzige Geschöpf, bei dem mir vor Staunen so der Mund offen stehen bleibt, dass ich mich fast nicht losreißen kann, ist ein neun Monate altes menschliches Baby: Wie schnell es wächst. Wie schnell es lernt. Wie schnell es Nerven entwickelt. Es ist von allen Geschöpfen das komplexeste und außergewöhnlichste. Nichts lässt sich mit ihm vergleichen.“ Timothy Garton Ash ist Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford und Senior Fellow an der Hoover Institution der Stanford University. <span id="more-2317"></span></p>
<p><strong>Die Sprache ist ein prägendes Merkmal des Menschlichen</strong></p>
<p>Eines der Dinge, die es wie kein anderes Tier lernt, ist die Sprache. Nach dem Entwicklungspsychologen Robin Dunbar kann ein durchschnittliches Kind mit drei Jahren etwa tausend Wörter gebrauche, mit sechs sind es etwa 13.000 und mit achtzehn circa 60.000. Robin Dunbar konkretisiert: „Das heißt, es hat seit seinem ersten Geburtstag im Durchschnitt zehn neue Wörter pro Tag gelernt; also alle 90 Minuten der im wachen Zustand verbrachten Zeit ein neues Wort.“</p>
<p>Die Sprache ist nicht nur eines von vielen menschlichen Merkmalen, sie ist ein prägendes Merkmal des Menschlichen. Der Historiker Tony Judt sagte: „Solange ich kommunizieren kann, lebe ich noch. Wenn ich nicht mehr kommunizieren kann, bin ich nicht mehr am Leben.“ Die menschliche Kommunikation ist nie allein auf die Sprache beschränkt. Körperkontakt, Handbewegungen und Gesichtsausdruck spielten bestimmt schon eine wichtige Rolle, bevor die Menschen das Sprechen lernten.</p>
<p><strong>Nur der Mensch beherrscht die Schrift</strong></p>
<p>Außerdem nutzen die Menschen schon seit Urzeiten nicht nur ihren Körper, um zu kommunizieren. Die ältesten bekannten Höhlenmalereien sind vor etwa 40.000 Jahren entstanden. Es gibt Hinweise auf Musikinstrumente, die vermutlich genauso alt sind, und auf Schmuck, der noch älter ist. Heute leben die Menschen in einem digitalen Zeitalter, das sowohl durch die Beschleunigung als auch durch die Konvergenz zweier früher getrennter Arten gekennzeichnet ist: der Kommunikation zwischen zwei Personen und der zwischen einer Person und vielen Personen.</p>
<p>Die Kommunikation zwischen einer Person und vielen Personen hat eine lange Vorgeschichte, die mit der Erfindung der Schrift beginnt. Ein großer Sprung nach vorn war für dieses Medium die Erfindung des Buchdrucks in den Vierzigerjahren des 15. Jahrhunderts durch Johannes Gutenberg. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts breitete sich der Buchdruck über ganz Europa aus. Die Ausbreitung von Radio und Fernsehen war ein weiterer großer Sprung in der Kommunikation von einer Person mit vielen. Und schließlich hat die Erfindung des Internets den größten Fortschritt in der menschlichen Kommunikation seit Johannes Gutenberg eingeleitet. Quelle: „Redefreiheit“ von Timothy Garton Ash</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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