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	<title>Pubertät &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Jugendliche wollen dazugehören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 02:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mutprobe]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Sabrina Szameitat fragt: „Was verleitet vor allem Heranwachsende zu Mutproben?“ Michael Thiel, Diplompsychologe aus Hamburg, antwortet: „Vor allem bei pubertierenden Jugendlichen geht es immer darum, zum einen das schwankende Selbstwertgefühl zu erhöhen. Zum anderen geht es darum, dazuzugehören.“ Jugendliche sagen: „Ich möchte Teil der Community sein. Und wenn eine Mutprobe dazugehört, mache ich sie halt.“ ... <a title="Jugendliche wollen dazugehören" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jugendliche-wollen-dazugehoeren.html" aria-label="Mehr Informationen über Jugendliche wollen dazugehören">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sabrina Szameitat fragt: „Was verleitet vor allem Heranwachsende zu Mutproben?“ Michael Thiel, Diplompsychologe aus Hamburg, antwortet: „Vor allem bei pubertierenden Jugendlichen geht es immer darum, zum einen das schwankende Selbstwertgefühl zu erhöhen. Zum anderen geht es darum, dazuzugehören.“ Jugendliche sagen: „Ich möchte Teil der Community sein. Und wenn eine Mutprobe dazugehört, mache ich sie halt.“ Michael Thiel weiß, dass gerade Jugendliche Sehnsüchte nach Aufmerksamkeit, nach Belohnung und Lob haben. Sie wollen das Gefühl empfinden, dazuzugehören. Und auch danach, etwas Besonderes zu sein. Laut Michael Thiel sind diese Mutproben eigentlich Unterwerfungstests: Man unterwirft sich dem Gruppendruck. Der wirklich Mutige würde sich verweigern und deutlich „Nein!“ sagen. Eine neue Form der Mutprobe sind die sogenannten Challenges, die im Internet stattfinden. Dazu gehört zum Beispiel, in einer bestimmten Zeitspanne so und so viel abgenommen zu haben. <span id="more-4390"></span></p>
<p><strong>Mutproben sind heutzutage gefährlicher geworden</strong></p>
<p>Michael Thiel erklärt: „Die Mutproben, die heutzutage stattfinden, haben in der Regel ein Ziel: Mit dem Handy aufgenommen, im Internet verbreitet zu werden und dadurch entsprechende Aufmerksamkeit und Klicks zu bekommen.“ Sabrina Szameitat fragt: „Sind Mutproben durch sie sozialen Medien wie zum Beispiel TikTok gefährlicher geworden?“ Michael Thiel antwortet: „Ja, das Ganze hat eine neue Qualität. Die Mutproben sind noch weniger kontrollierbar durch Social Media.“</p>
<p>Michael Thiel fährt fort: „Wenn man früher eine Mutprobe gemacht hat, dann hatte man mit realen Menschen zu tun. Die Gruppe hat dann wahrscheinlich auch geholfen, wenn etwas schief gegangen ist.“ Sabrina Szameitat fragt: „Wenn Mutproben heutzutage weniger kontrollierbar sind: Wie können Eltern ihre Kinder überhaupt schützen?“ Michael Thiel antwortet: „Ich würde mir wünschen, dass Eltern schon weit vor der Pubertät ihre Kinder dazu anregen, sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten zu beschäftigen.“ </p>
<p><strong>Eltern sollte eine sichere Bindung zum Kind aufbauen</strong></p>
<p>Eltern sollten kontinuierlich den Kontakt zum Kind halten und eine sichere Bindung zu ihm aufbauen. Denn fühlt sich ein Kind generell geachtet und geliebt, ist das Bedürfnis nach außerfamiliärer Bestätigung oftmals gering. Sabrina Szameitat fragt: „Und wenn doch so eine gefährliche Mutprobe stattfindet?“ Michael Thiel rät: „Nicht nur ausflippen und damit die eigene Besorgnis zeigen, sondern dann auch ruhig die elterliche Sicht möglichst realistisch und ehrlich erklären.“ </p>
<p>In der Regel sind das Challenges im Netz, die schnell wieder verschwinden. Eltern sollten dem Kind aber auch deutlich machen: „Hier hast du eine Grenze überschritten, ich mache mir Sorgen um dich und deine Gesundheit. Wenn du irgendwas machen willst, was dir komisch vorkommt, dann komm zu mir und wir bereden das.“ Jugendliche wollen allerdings eigentlich selbst entscheiden. Haben sie aber Vertrauen und Kontakt zu den Eltern, ist die Chance höher, dass sie sich Rat holen, wen sie unsicher werden. Quelle: „Jugendliche wollen dazugehören“ von Sabrina Szameitat in der „Abendzeitung“ vom 11./12. Februar 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele jungen Frauen sind extrem mutlos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 02:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Mutlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Die jungen Frauen, die bei Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort in die Sprechstunde kamen, wirkten wie anästhesiert, vollkommen ratlos. Maraike Mirau ergänzt: „Was zunächst erst wie eine Depression anmutete, stellte sich in den Therapiegesprächen als tiefe Mutlosigkeit heraus.“ Die Mädchen waren nicht neugierig auf das Leben, hatten nicht den Wunsch, ferne Länder zu bereisen oder ... <a title="Viele jungen Frauen sind extrem mutlos" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-schulte-markwort-mutlose-maedchen.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele jungen Frauen sind extrem mutlos">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die jungen Frauen, die bei Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort in die Sprechstunde kamen, wirkten wie anästhesiert, vollkommen ratlos. Maraike Mirau ergänzt: „Was zunächst erst wie eine Depression anmutete, stellte sich in den Therapiegesprächen als tiefe Mutlosigkeit heraus.“ Die Mädchen waren nicht neugierig auf das Leben, hatten nicht den Wunsch, ferne Länder zu bereisen oder die erste große Liebe zu erleben. Sie wussten nur eins: Dass sie um keinen Preis so werden wollten wie ihre erfolgreichen Mütter. Michael Schulte-Markwort trifft in seinen Therapiestunden immer häufiger auf junge Frauen, die er als „mutlos“ beschreibt: „Erste Anzeichen sind ein schleichender Rückzug aus der Welt.“ Prof. Michael Schulte-Markwort ist Kinder- und Jugendpsychiater. Neben seiner Lehrtätigkeit ist er unter anderem Leiter der Privatpraxis Paidion. <span id="more-4240"></span></p>
<p><strong>Mutlose Mädchen sind nicht depressiv</strong></p>
<p>Michael Schulte-Markwort fährt fort: „Die Mädchen nehmen weniger Kontakt auf, sprechen immer mehr von Unsicherheit und Angst. Das steigert sich weiter, bis sie dann irgendwann überhaupt nicht mehr zur Schule gehen. Diese Reglosigkeit führt dann mitunter auch zu körperlicher Verwahrlosung.“ Von außen wirken diese Mädchen depressiv, aber das sind sie im Kern nicht. Maraike Mirau fragt: „Kann es sich auch nur um eine pubertäre Phase handeln?“ Michael Schulte-Markwort antwortet: „Das kann ein Einflussfaktor sein, aber den Zustand nicht erklären.“ </p>
<p>Die Pubertät ist eine Umbruchsphase, in der alle Kinder ihre Identität und Autonomie finden müssen. Die mutlosen Mädchen können sich gar nicht vorstellen, dass sie das schaffen können. Sie haben oft große Probleme mit ihrer Körperlichkeit und finden sich extrem hässlich. Laut Michael Schulte-Markwort finden sich in den Lebensgeschichten der Mädchen übereinstimmend zwei Hinweise: „Zum einen berichten Eltern häufig, dass ihre Töchter immer schon tendenziell schüchtern-ängstlich waren.“ </p>
<p><strong>Entscheidend ist die Lebenszufriedenheit der jungen Menschen</strong></p>
<p>Zum anderen erzählen die Mädchen, dass sie sich schon immer in der Schule unwohl gefühlt haben. Es hilft nicht, die Mädchen zu ermuntern „mutiger“ und „tapferer“ zu sein. Man überfordert sie damit eher und demonstriert ihnen ständig, dass sie nicht gut genug sind und sich anstrengen müssen. Michael Schulte-Markworts Rat ist deswegen, und das gilt nicht nur speziell für diese jungen Frauen, sich an die Besonderheit und das Tempo des Kindes anzupassen. </p>
<p>Denn entscheidend ist am Ende immer die Lebenszufriedenheit der jungen Menschen, und dafür muss man sich manchmal von den gängigen Normvorstellungen verabschieden. Maraike Mirau fragt: „Wie lässt sich das in der Schule umsetzen?“ Michael Schulte-Markwort antwortet: „Die Mädchen haben in den vergangenen Jahren extrem vom Homeschooling profitiert. Denn in der Schule werden diese jungen Frauen oft übersehen. Ich glaube deswegen, dass flexible Modelle mithilfe des digitalen Unterrichts besser für die Mädchen wären.“ Quelle: „Die müden Mädchen“ von Maraike Mirau in „DIE WELT“ vom 7. Dezember 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Pubertät ist für Eltern anstrengend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2023 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Pubertät beginnt früher als viele denken, schon mit zehn Jahren flackert sie immer mal auf. Cornelia Karin Hendrich fügt hinzu: „Es folgen in den nächsten Jahren endlose Diskussionen über dieses und jenes, wütendes Ausrasten aus dem Nichts und ständige Kritik an den Eltern.“ Pubertät ist für Eltern anstrengend. Sie werden „from Hero to zero“, ... <a title="Pubertät ist für Eltern anstrengend" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/matthias-jung-pubertaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Pubertät ist für Eltern anstrengend">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pubertät beginnt früher als viele denken, schon mit zehn Jahren flackert sie immer mal auf. Cornelia Karin Hendrich fügt hinzu: „Es folgen in den nächsten Jahren endlose Diskussionen über dieses und jenes, wütendes Ausrasten aus dem Nichts und ständige Kritik an den Eltern.“ Pubertät ist für Eltern anstrengend. Sie werden „from Hero to zero“, sagt der Diplompädagoge Matthias Jung. Typische sind für einen Teenager Stimmungsschwankungen. Scheinbar aus dem Nichts schreien sie die Eltern an und beleidigen sie. Und die Kinder wissen oft genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, um zu verletzen. Aber es gibt Möglichkeiten, mit der Pubertät umzugehen, ohne das Kind am liebsten abgeben zu wollen. Der Diplompädagoge Matthias Jung hat mehrere Bücher zum Thema Pubertät geschrieben. <span id="more-4222"></span></p>
<p><strong>In der Pubertät wird im Kopf viel neu vernetzt</strong></p>
<p>Matthias Jung erklärt: „Zuerst einmal können die Eltern beruhigt sein. Wenn man in den ersten zehn Jahren eine starke, stabile und liebevolle Eltern-Kind-Bindung hatte, brauchen unsere Kinder in der Pubertät mehr Rebellion, um sich aus dieser Bindung befreien zu können.“ Man kann sich sicher sein, dass Teenager nur dann rebellieren, wenn sie sich geliebt und sicher fühlen. Cornelia Karin Hendrich fragt: „Warum werden die Kinder plötzlich so anders?“ Matthias Jung antwortet: „Im Kopf der Kinder wird in dieser Zeit viel neu vernetzt. Es bleibt im Kopf ein „Best of“ von positiven und negativen Erinnerungen zurück.“ </p>
<p>Matthias Jung fährt fort: „Zwei Orte sind von Bedeutung: der Ort der Gefühle, wie ich es nenne, aus diesem Bereich kommt das Überemotionale bei Teenagern. Und der präfrontale Kortex, der soll eigentlich diese Emotionen kontrollieren.“ Das Problem beim Letztgenannten ist leider, dass es als letztes umgebaut und fertig wird. Jugendliche scheinen auch teilweise Risiken zu suchen. Das liegt daran, dass die Risikoeinschätzung ebenfalls im Umbau ist. Deshalb gibt es bei ihnen dauernd Mutproben. </p>
<p><strong>Ausrastende Kinder brauchen Hilfe</strong></p>
<p>Der Grund ist, dass man im Ort der Gefühle sein Belohnungssystem hat, die Glücksgefühle. Wie sollen Eltern reagieren, wenn sie beschimpft werden. Matthias Jung rät: „Am besten, man denkt daran, dass die Kinder gerade ein komplettes Upgrade bekommen, auch an neuen Gefühlen, mit denen sich noch nicht umgehen können.“ Oft entschuldigen sie sich zwei Stunden nach einem solchen Ausbruch. Sie werden in dem Moment komplett hormonell überfahren. </p>
<p>Wenn Kinder ausrasten, brauchen sie eigentlich die Hilfe ihrer Eltern. Vor allem Mädchen werden oft laut. Wenn Teenager laut werden, muss man diese Wut irgendwie aushalten. Es bringt nichts, noch Öl ins Feuer zu gießen. Also nicht mitschreien, sondern einfach daran denken: Da kommen irgendwelche Hormonwellen. Die Pubertät hat auch ihre guten Seiten. Sie sorgt dafür, dass die Kinder nicht immer bei den Eltern in der Bude rumhocken. Das ist ja nicht Sinn der Sache. Kinder müssen sich lösen. Quelle: „Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig“ von Cornelia Karin Hendrich in „DIE WELT“ vom 30. November 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In der Pubertät verhalten sich Jugendliche wie Aliens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2020 07:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Pubertät bricht im wahrsten Sinne des Wortes bei Mädchen und Jungen über Nacht herein. Andreas Salcher erläutert: „Wir selbst verstehen diesen gewaltigen körperlichen und psychosozialen Prozess erst im Rückblick, wenn wir erwachsen sind. Als Pubertierende sind wir Kinder, die sich zu jungen Menschen transformieren.“ Die Mädchen und Jungen entwickeln sich von durch ihre Eltern ... <a title="In der Pubertät verhalten sich Jugendliche wie Aliens" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-der-pubertaet-verhalten-sich-jugendliche-wie-aliens.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Pubertät verhalten sich Jugendliche wie Aliens">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pubertät bricht im wahrsten Sinne des Wortes bei Mädchen und Jungen über Nacht herein. Andreas Salcher erläutert: „Wir selbst verstehen diesen gewaltigen körperlichen und psychosozialen Prozess erst im Rückblick, wenn wir erwachsen sind. Als Pubertierende sind wir Kinder, die sich zu jungen Menschen transformieren.“ Die Mädchen und Jungen entwickeln sich von durch ihre Eltern behüteten, aber auch kontrollierten Kindern zu selbstbestimmten eigenen Persönlichkeiten. Das ist ein ständiges Wandeln auf einem engen Pfad, an dessen Ende das Erwachsensein als ersehntes Ziel immer wieder kurz sichtbar wird, um im nächsten Augenblick vom Nebel der Selbstzweifel und Absturzängste verdeckt zu werden. Plötzlich fangen Jugendliche an, sich merkwürdig zu kleiden. Bei einem Gespräch mit einem solchen jungen Menschen beschleicht einen das Gefühl, sich mit einem Alien von einem anderen Stern zu unterhalten. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2322"></span></p>
<p><strong>In der Pubertät erwacht die Sexualität</strong></p>
<p>In der Pubertät ist der körperliche Umbau bei Jungen und Mädchen offenkundig. Die schon lange im Verborgenen anwachsende Sexualität erwacht, manchmal sanft, oft eruptiv. Jugendliche experimentieren mit dem anderen, manchmal auch mit dem eigenen Geschlecht. Zudem versuchen sie ihre Schüchternheit hinter einem betont aggressiven Verhalten zu verstecken oder sind zumindest in ihrer Fantasie verwegen. Gerade in diesen unsicheren Übergangszeiten üben Klischees eine starke Anziehungskraft aus.</p>
<p>Das bedeutet für Jungen eine tendenziell machohafte Ausrichtung, für Mädchen eine Orientierung an traditionell weiblichen Tugenden. Für Burschen ist zudem die Gruppe eine Art Rudel, eine hierarchische und Identität stiftende Struktur, in die sich der Einzelne einfügen muss oder ausgeschlossen wird. In der Gruppe hat sich jeder für sich zu profilieren, er hat Bündnisse zu schließen, seinen Platz zu kennen und seine Individualität zu unterdrücken, falls sie nicht ins Schema passt.</p>
<p><strong>In einer Jungenclique geht es primär um Dominanz</strong></p>
<p>Für Mädchen dagegen spielt die Gruppe keine so entscheidende Rolle. Grundlegend für deren seelisches Wohlbefinden ist die beste Freundin, mit der sie sich austauschen beziehungsweise über alles reden können. Gemeinsam mit der Freundin schließen sich Mädchen auch Cliquen an, unterstützen sich aber auch dort gegenseitig. Im Gegensatz zu den Jungen geht es bei ihnen nicht primär um Dominanz, sondern um Beliebtheit: Je beliebter ein Mädchen ist, desto höher sein Status.</p>
<p>Jugendliche finden sich in der Pubertät vermehrt in belastenden Situationen. Bisher akzeptierte Regeln und der Familie und Schule werden plötzlich als einschränkend und unerträglich empfunden. Dazu kommen die vielen neuen Aufgaben, die es auf einmal zu lösen gilt, wie die Gewöhnung an einen neuen, fremden Körper und der Umgang mit der eigenen Sexualität. Der Wegfall des elterlichen Schutzes erfordert, dass die Pubertierenden selbst lernen, in ihren Beziehungen, Meinungen und Rollen konfliktfähig zu werden. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Pubertät prägt die Suche nach einer stabilen Identität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2020 05:17:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Intimität]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Wann entscheidet sich, ob Menschen zur Intimität in ihren Beziehungen fähig sind. Für Andreas Salcher spielt zweifellos das Modell der Ehe der Eltern eine wichtige Rolle. Wer als Kind eine intime, vertrauensvolle Beziehung zwischen seinen Eltern erlebt hat, wird sich als Erwachsener leichter damit tun. Herrscht dagegen eine unterkühlt sachliche, vielleicht durchaus freundliche Atmosphäre im ... <a title="Die Pubertät prägt die Suche nach einer stabilen Identität" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-pubertaet-praegt-die-suche-nach-einer-stabilen-identitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Pubertät prägt die Suche nach einer stabilen Identität">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wann entscheidet sich, ob Menschen zur Intimität in ihren Beziehungen fähig sind. Für Andreas Salcher spielt zweifellos das Modell der Ehe der Eltern eine wichtige Rolle. Wer als Kind eine intime, vertrauensvolle Beziehung zwischen seinen Eltern erlebt hat, wird sich als Erwachsener leichter damit tun. Herrscht dagegen eine unterkühlt sachliche, vielleicht durchaus freundliche Atmosphäre im Elternhaus, werden Kinder zögern, ihr Innerstes zu offenbaren. Für den deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Erik. H. Erikson ist es die Aufgabe des frühen Erwachsenenalters, ein gewisses Maß an Intimität zu erreichen. In der Entwicklungsstufe davor, der Pubertät, muss jeder versuchen, aus der Verwirrung zu einer stabilen Identität zu finden. Ab dann ist man dazu bereit, sein „Ich“ durch vielfältige intime Beziehungen mit anderen zu verschmelzen. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2228"></span></p>
<p><strong>Intimität sorgt für innere Sicherheit</strong></p>
<p>Manche verlieben sich in dieser Phase immer wieder schnell, andere suchen die Intimität in Freundschaften. Die Herausforderung ist, sich irgendwann auf feste Beziehungen einzulassen, die Opfer und Kompromisse fordern können. Im Alter zwischen 25 und 30 Jahren spüren viele Menschen einerseits die Sehnsucht nach Verschmelzung bis zur Selbstaufgabe und andererseits den Drang, sich zurückzuziehen und abzuschotten. Manche zerbrechen daran.</p>
<p>Der Gegenpol zur Intimität ist die Isolation. Das bedeutet laut Andreas Salcher keineswegs, dass man nicht viele enge Beziehungen unterhält, sondern dass man davor zurückschreckt, eine bestimmte Schwelle der Nähe zu überschreiten. Erst wenn das Spannungsfeld zwischen Intimität und Isolation erfolgreich gemeistert wurde, ist der junge Erwachsene fähig zur Liebe. Damit meint Erik. H. Erikson die Fähigkeit, Unterschiede und Widersprüche in den Hintergrund treten zu lassen. Für ihn ist Intimität die Hüterin jener schwer fassbaren und doch alles durchdringenden Kraft, die einem Menschen die innere Sicherheit gibt.</p>
<p><strong>Intimität entsteht durch die Entblößung der Seele</strong></p>
<p>Diese Kraft versetzt einen Menschen in die Lage sowohl seine individuelle Identität aufrechtzuerhalten als auch gemeinsam geteilte Intimität zuzulassen. In jeder potenziellen Partnerschaft gibt es ein Davor und ein Danach. Die Zeit, bevor man miteinander das erste Mal geschlafen hat – und die danach. Der Augenblick unmittelbar nach dem ersten Sex kann bestimmend für den weiteren Verlauf der Beziehung sein. Ganz kurz öffnet sich ein Fenster zu einer intimen Beziehung, das aber von einem oder beiden sofort zugeschlagen werden kann.</p>
<p>Idealerweise sind beide Liebespartner danach von euphorischen Glücksgefühlen erfüllt. Sie genießen den Geruch und Geschmack des anderen, fühlen sich wortlos ungemein nahe. Irgendwann eröffnen sie dann dem anderen Zugang zu ihrem Innersten, in der Erwartung, dass sich der andere ihnen ebenfalls öffnet. Wie alle Liebespaare reden sie später viel über sich selbst, als könnten sie die Welt auf einmal besser verstehen. Intimität und Leidenschaft entstehen nicht durch bloße Nacktheit, sondern wenn zwei Menschen bereit sind, ihre Seelen zu entblößen. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Niemand kann sich Kränkungen entziehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 04:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Da Kränkungen soziale Mechanismen und Interaktionen sind, gehören sie wegen ihres fließenden Charakters zunächst zu den psychischen Reaktionen und nicht zu den Persönlichkeitsstörungen. Reinhard Haller weiß: „Kränkung hat mehr mit änderbarem Verhalten als mit fixiertem Charakter zu tun.“ Allerdings kann die Struktur der Persönlichkeit durchaus Züge aufweisen, die vermehrt zu Kränkungen der Mitmenschen führen oder ... <a title="Niemand kann sich Kränkungen entziehen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/niemand-kann-sich-kraenkungen-entziehen.html" aria-label="Mehr Informationen über Niemand kann sich Kränkungen entziehen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da Kränkungen soziale Mechanismen und Interaktionen sind, gehören sie wegen ihres fließenden Charakters zunächst zu den psychischen Reaktionen und nicht zu den Persönlichkeitsstörungen. Reinhard Haller weiß: „Kränkung hat mehr mit änderbarem Verhalten als mit fixiertem Charakter zu tun.“ Allerdings kann die Struktur der Persönlichkeit durchaus Züge aufweisen, die vermehrt zu Kränkungen der Mitmenschen führen oder besonders verletzungsanfällig machen. So wird beispielsweise die Wesensart wenig feinfühliger, rücksichtsloser und grober Menschen für andere eher kränkend sein. Dagegen sind weiche, sensible oder harmoniebedürftige Personen viel leichter selbst zu verletzen. Ihre erhöhte Vulnerabilität kann neben schlechten Vorerfahrungen, häufigen Traumatisierungen, Selbstwertzweifeln oder aktuellen psychischen Problemen auch in bestimmten Besonderheiten der Persönlichkeit liegen. Bedeutung haben Kränkungen im Verlauf der Persönlichkeitsentwicklung. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2224"></span></p>
<p><strong>Kränkungen durchziehen die ganze Lebensgeschichte</strong></p>
<p>Der Lebensweg eines Menschen ist voller Verletzungen und das Ringen um die eigene Persönlichkeit ist in vielem ein Kampf gegen Kränkungen. Reinhard Haller erläutert: „Mit den großen Umbrüchen des Lebens sind zwangsläufig Kränkungen verbunden, denen sich niemand entziehen kann.“ Wer an diesen nicht scheitert, geht gestärkt und erfahrener daraus hervor. Deshalb hängt die Entwicklung der Persönlichkeit ganz wesentlich von der Art ab, wie die großen Krisenphasen überwunden werden.</p>
<p>Die viel genannte psychische Reifung ist in mehrerlei Hinsicht nichts anderes als die konstruktive Bewältigung von solchen lebensgeschichtlichen Kränkungen. Diese beginnen mit dem Geburtsschock. Wenn das menschliche Wesen Wärme, Nähe und Sicherheit des Mutterleibs verlassen und hinaus in die grelle, kalte und laute Welt muss, wird dies wohl als kränkend erlebt. Geborgenheit, Sicherheit und Eingebundensein in einen Versorgungskreislauf gehen ein Stück weit verloren. </p>
<p><strong>Die Pubertät ist eine einzige Phase der Gekränktheit</strong></p>
<p>Die ersten drei bis vier Lebensjahre, an welche es keine Erinnerung gibt, sind voll von meist unbewussten Kränkungen. Die psychologische Lehre von den frühkindlichen Phasen beinhaltet orale Frustrationen und anale Zwänge. Dazu kommt der Hass auf den gegengeschlechtlichen und Eifersucht zum gleichgeschlechtlichen Elternteil. Nicht zu vergessen sind die Rivalität zu den Geschwistern und die mögliche Verdrängung aus der Nesthäkchen-Position. Dies alles führt zu einem Übermaß an Kränkungen. </p>
<p>Die größte Umbruchsphase, jene der Pubertät, ist eine einzige Phase der Gekränktheit. Der Körper wird unvertraut und fremd, die Kräfte können nicht mehr kanalisiert werden, der Anspruch der Hormone ist nicht zu befriedigen. Plötzlich sind die eigenen Grenzen nicht mehr bekannt und müssen oft sehr schmerzhaft ausgelotet werden. Das bisherige Weltbild gerät ins Wanken, die Ideale gehen verloren, das Bewusstsein der eigenen Identität schwindet. Laufende Konflikte mit den Bezugspersonen, Zurückweisungen bei Kontaktversuchen  und Partnersuche, Kränkungen in der Gruppe, Zurechtweisungen in der Schule und am Arbeitsplatz bedeuten eine Vielzahl von Mikrokränkungen, die gesamthaft zu schweren Erschütterungen des Selbstwerts führen. Quelle: &#8222;Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gerlinde Unverzagt kennt die Probleme der Dauerpubertät</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 06:39:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Eltern und Kinder stehen sich heute so nah wie nie zuvor. Noch nie in der Geschichte war Eltern und Kinder eine so lange Phase gemeinsamen Erwachsenenseins vergönnt: Die gestiegene Lebenserwartung verändert das Verhältnis zwischen den Generationen. Gerlinde Unverzagt erläutert: „Wir kommunizieren auf (vermeintlich) gleicher Augenhöhe und auch viel häufiger; die tägliche E-Mail, die launige Whatsapp, ... <a title="Gerlinde Unverzagt kennt die Probleme der Dauerpubertät" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gerlinde-unverzagt-kennt-die-probleme-der-dauerpubertaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Gerlinde Unverzagt kennt die Probleme der Dauerpubertät">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eltern und Kinder stehen sich heute so nah wie nie zuvor. Noch nie in der Geschichte war Eltern und Kinder eine so lange Phase gemeinsamen Erwachsenenseins vergönnt: Die gestiegene Lebenserwartung verändert das Verhältnis zwischen den Generationen. Gerlinde Unverzagt erläutert: „Wir kommunizieren auf (vermeintlich) gleicher Augenhöhe und auch viel häufiger; die tägliche E-Mail, die launige Whatsapp, die SMS zwischendurch – die stetig pulsierende digitale Nabelschnur hat frühere Generationen nicht miteinander verbunden.“ Alte Modelle aus Respekt, Gehorsam und Tradition reichen nicht mehr, um die Beziehung zu beschreiben. Die Idee, in Kindern Freunde zu sehen, hat mit dem Paradigmenwechsel in der Erziehung nach 1968 – von der „Bestimmerfamilie“ zur „Verhandlerfamilie“ – zu tun, auch mit der Jugendbesessenheit der Gegenwart. Gerlinde Unverzagt hat folgende Bücher veröffentlicht: „Das Lehrerhasserbuch“, „50 ist das neue 30“ und „Generation ziemlich beste Freunde“. <span id="more-1879"></span></p>
<p><strong>Jede Generation muss sich von ihren Eltern lösen</strong></p>
<p>Die Beziehung zwischen den Generationen zuvor beruhte auf Unterschieden zwischen Erwachsenen und Kindern. Heute folgen beide ähnlichen Konsummustern, betonen eher das Gemeinsame. Jugendlichkeit wird zum generationenübergreifenden Prinzip des Lifestyles. Die Verlockung ist groß, erwachsenen Kindern alle Annehmlichkeiten zu bieten und im Gegenzug daraus die trügerische Sicherheit zu ziehen, genauso jung zu sein, wie man sich mit ihnen fühlt. Aber jede Generation muss sich von ihren Eltern lösen, muss das Gefühl entwickeln, eigenständig und unabhängig zu sein, um daraus die Kraft für eigene Lebensentwürfe zu schöpfen.</p>
<p>Es muss Gründe dafür geben, dass Erwachsene die Phasen der Kindheit und Jugend samt ihrer Protagonisten idealisieren. Vielleicht ist eine der Ursachen, dass es nicht gelungen ist, Gesellschaften zu schaffen, in die Jugendliche gerne hineinwachsen. Gerlinde Unverzagt weiß: „Eltern helfen ihren Kindern nicht, wenn sie nur wenige (vertretbare) Ansprüche stellen. Die therapeutische Gemeinde souffliert ihnen, dass nur Gleiche befriedigende zwischenmenschliche Beziehungen haben können. Aber Gleichgewicht bedeutet die Abwesenheit von Forderungen.“ </p>
<p><strong>Generationenkonflikte spielen heute kaum noch eine Rolle</strong></p>
<p>Gleiche fragen nichts, verstehen alles, vergeben alles. Die infantile Gesellschaft verwischt die Unterschiede zwischen Müttern und Vätern, Eltern und Kindern, zwischen Alten und Jungen. Es besteht die Neigung zur Verschmelzung, weniger zu einer Beziehung zwischen erwachsenen Menschen, in der die Unterschiede zum Thema werden dürfen. Früher typische Generationenkonflikte spielen heute kaum noch eine Rolle. Die Lebensstile von Eltern und Kindern haben sich angeglichen und auf Vorschriften bezüglich Kleidung, Drogen, Berufswahl, Freizeitgestaltung oder Sex haben Eltern längst verzichtet.</p>
<p>Einen Beruf finden, Geld verdienen, eine Familie gründen: Diese drei klassischen Kriterien der Soziologie für das Erwachsensein sind verblasst oder auf später verschoben. Die neue Zeit der Postadoleszenz, der „Nachjugend“ lässt sich als Etappe besonderer Kraft, Freiheit und Intensität verklären, gerne von denen, die sie hinter sich haben. Wann endet diese Phase? Für den amerikanischen Psychologen Jeffrey Jensen Arnett zeigt sich eine Zäsur, wenn die jungen Erwachsenen Verantwortung für sich übernehmen können und finanziell unabhängig sind. Das subjektive Gefühl dafür, erwachsen zu sein, entwickelt sich allerdings bei vielen nur langsam, über mehrere Jahre. Genaue Zeitangaben: unmöglich. Quelle: Chrismon – Das evangelische Magazin </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Gehirn von Teenager ist besonders anfällig für Belohnungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2016 08:09:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Universität Stanford hat im vergangenen Jahr eine Studie veröffentlicht, die klar belegt: „Aus negativen Konsequenzen, also Strafen, lernt man in der Regel nicht nur besonders gut, sondern auch besonders schnell – schneller als mittels Belohnungen.“ Bei Teenagern ist es allerdings genau andersherum, wie französische Neurowissenschaftler herausgefunden haben. Im Gegensatz zu Kindern und Erwachsenen ändern ... <a title="Das Gehirn von Teenager ist besonders anfällig für Belohnungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-gehirn-von-teenager-ist-besonders-anfaellig-fuer-belohnungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Gehirn von Teenager ist besonders anfällig für Belohnungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Universität Stanford hat im vergangenen Jahr eine Studie veröffentlicht, die klar belegt: „Aus negativen Konsequenzen, also Strafen, lernt man in der Regel nicht nur besonders gut, sondern auch besonders schnell – schneller als mittels Belohnungen.“ Bei Teenagern ist es allerdings genau andersherum, wie französische Neurowissenschaftler herausgefunden haben. Im Gegensatz zu Kindern und Erwachsenen ändern sie ihr Verhalten nur dann, wenn sie dafür belohnt werden. Bestrafungen hingegen sind bei ihnen so gut wie wirkungslos. Grund dafür ist der rasante Umbau des Gehirns während der Pubertät. Wie es dazu kommt, dass Menschen aus Strafen schneller lernen, ist noch nicht abschließend geklärt. Einen Ansatz bietet das Konzept der Verlustaversion, welches von den Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky entdeckt wurde. Sie konnten zeigen, dass Menschen Verluste deutlich stärker gewichten als Gewinne. <span id="more-1434"></span></p>
<p><strong>Schlechte Ergebnisse wirken sich stärker auf die Stimmung aus als gute</strong></p>
<p>Außerdem konnte mehrfach gezeigt werden, dass schlechte Ergebnisse sich stärker auf die Stimmung auswirken und die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen stärker beeinflussen als es gute tun. Teenager sind also resistent gegenüber Strafen. Der Schlüssel dazu, warum gerade Jugendliche so belohnungsorientiert sind, liegt möglicherweise im sogenannten mesolimbischen System. Es ist auch bekannt als das Belohnungssystem des Gehirns, und der Hauptakteur in diesem System ist der Botenstoff Dopamin.</p>
<p>Wird das Belohnungssystem gereizt, wird der Botenstoff ausgeschüttet und es stellt sich ein Glücksgefühl ein. Aus Studien, in denen man die Aktivität der einzelnen Hirnregionen untersucht hat, ist bekannt, dass Jugendliche im Vergleich zu Kindern und Erwachsenen eine höhere Aktivität in jenen Hirnstrukturen aufweisen, die mit Belohnung assoziiert sind. So haben bestimmten Strukturen des Belohnungssystems, wie etwas das ventrale Striatum, in der Pubertät einen richtigen Aktivitätshöhepunkt.</p>
<p><strong>Strafen haben keine nachhaltige Wirkung auf Schulnoten</strong></p>
<p>Im Übrigen liegt in diesem System möglicherweise auch die Erklärung dafür, dass gerade Jugendliche sich so sehr für soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook begeistern. Psychologen um Lauren Sherman von der Universität Kalifornien fanden heraus, dass das Belohnungssystem auch dann aktiviert wird, wenn Jugendliche viele Likes für ihre Fotos auf Instagram bekommen. Erwachsenen und Jugendliche lernen auf andere Arten. Jugendliche sprechen einfach viel besser auf Belohnungen an. Das könnte beispielsweise für den Bildungsbereich relevant sein.</p>
<p>Zum Beispiel für Tipps, wie Eltern auf ein schlechtes Zeugnis reagieren sollten, und Tipps, wie sich das nächste Schuljahr meistern lässt. Gertrud Plasse vom Sorgentelefon der niedersächsischen Landesschulbehörde rät: „Man sollte vor allem erst einmal die Anstrengung belohnen, die ein Schuljahr kostet, zum Beispiel mit einem Familiennachmittag.“ Auch sie glaubt, dass Strafe keine nachhaltige Wirkung auf Schulnoten hat. Die Expertin erklärt: „Ein schlechtes Zeugnis ist schon Strafe genug. Von Wutausbrüchen und Drohungen raten wir generell ab.“ Quelle: Welt am Sonntag</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>In der Pubertät ist das Gehirn im Ausnahmezustand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2016 05:37:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Kinder für ihre Eltern auf einmal ein Rätsel sind, hat die Lebensphase der Pubertät begonnen. Das Interesse für die Schule lässt oftmals rapide nach. Wichtig ist nur noch, was die Clique macht: Zigaretten rauchen, Alkohol trinken oder die Haare färben. Mütter und Väter stehen vor geschlossenen Kinderzimmertüren und grübeln darüber nach, was sich wohl ... <a title="In der Pubertät ist das Gehirn im Ausnahmezustand" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/in-der-pubertaet-ist-das-gehirn-im-ausnahmezustand.html" aria-label="Mehr Informationen über In der Pubertät ist das Gehirn im Ausnahmezustand">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Kinder für ihre Eltern auf einmal ein Rätsel sind, hat die Lebensphase der Pubertät begonnen. Das Interesse für die Schule lässt oftmals rapide nach. Wichtig ist nur noch, was die Clique macht: Zigaretten rauchen, Alkohol trinken oder die Haare färben. Mütter und Väter stehen vor geschlossenen Kinderzimmertüren und grübeln darüber nach, was sich wohl gerade im Kopf des Nachwuchses abspielt. Diese Frage stellen sich auch Neuronenwissenschaftler. Um Antworten zu finden, schauen sie Jugendlichen mit modernen bildgebenden Verfahren tatsächlich ins Gehirn. Für die Forschung ist die Pubertät höchst spannend. Nicht wegen der körperlichen Entwicklungen, die Teenager durchlaufen, sondern wegen der psychosozialen Veränderungen. Hinter der Stirn von Pubertierenden findet ein riesiges Umbauprojekt statt. Das Gehirn formiert sich neu – in zeitversetzten Bauphasen. <span id="more-1425"></span></p>
<p><strong>Jugendliche interessiert oft der Schulunterricht nicht</strong></p>
<p>Die Neuropsychologie-Professorin Kerstin Konrad, die an der Uniklinik Aachen bereits die Gehirne von Hunderten Jugendlichen analysiert hat, erklärt: „Das limbische System, das für die Verarbeitung von Emotionen, Impulsen und Bewegungen zuständig ist, reift schneller. Das Vorderhirn ist erst zum Schluss fertig.“ Doch gerade das Vorderhirn ist für das Zusammenspiel der anderen Areale im Gehirn sehr wichtig. Es ist sozusagen die Kommandozentrale. Es regelt emotionale Prozesse, kann Vorsicht und Vernunft einschalten, planen und entscheiden.</p>
<p>Kerstin Konrad erläutert: „Das Ungleichgewicht in der Hirnentwicklung begünstigt das typische Pubertätsverhalten: sehr risikoreich, an sofortiger Belohnung interessiert, wenig die langfristigen Folgen abschätzend.“ Solange das Vorderhirn nicht ausgereift ist, haben Gefühle die Oberhand. Die Neuropsychologin stellt fest: „Deswegen interessiert Jugendliche auch oft der Schulunterricht nicht.“ Teenager seien aber durchaus aufnahmefähig, ihr Gehirn sei sogar besonders sensibel für Lernerfahrungen.</p>
<p><strong>In der Pubertät wird im Gehirn mehr Dopamin ausgeschüttet</strong></p>
<p>Nicht nur die einzelnen Bauteile des Gehirns verändern sich in der Pubertät, sondern auch die bereits in der Kindheit ausgebildeten Verbindungen der Nervenfasern. Überflüssige Verbindungen verschwinden im Oberstübchen. Übrig bleiben nur diejenigen, die am meisten gebraucht werden. So bildet sich ein hocheffizientes Netzwerk mit Hochgeschwindigkeitsbahnen. Damit werden die Jugendlicher schneller und flexibler im Denken. Moderne Bildgebungsverfahren ermöglichen Wissenschaftler, diese Entwicklung noch besser zu verstehen.</p>
<p>Der Heidelberger Kinder- und Jugendpsychiater Professor Romuald Brunner erklärt: „Früher konnte man die Nervenfaserverbindungen nur ganz grob sehen, jetzt geht das sehr genau bis auf Millimeter.“ Auch der Stoffwechsel von Hormonen und Botenstoffen ändert sich während der Pubertät stark. Beispielsweise wird im Gehirn mehr Dopamin ausgeschüttet. Der Botenstoff, der anregend wirkt, verstärkt wahrscheinlich die Freude am schnellen Kick. Für diesen Kick braucht es in der Jugend oft die Anerkennung durch Freunde, durch die sogenannte Peergroup. Viele Wissenschaftler glauben, dass sich mit den Erkenntnissen aus der Gehirnforschung künftig seelische Leiden effektiver behandelt werden können. Quelle: Apotheken Umschau</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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