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	<title>Narzisst &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2025 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
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					<description><![CDATA[Um andere beeindrucken zu können, muss Reichtum sichtbar gemacht werden. Mitja Back stellt fest: „Die Menge Kauris in unserer Tasche und unser Aktiendepot stehen uns nicht auf der Stirn geschrieben. Das reiche Ich muss also Dinge tun oder haben, die für andere offensichtlich teuer sind.“ Narzissten kann man tatsächlich daran erkennen, dass sie sich mit ... <a title="Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-reichtum.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten machen ihren Reichtum sichtbar">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um andere beeindrucken zu können, muss Reichtum sichtbar gemacht werden. Mitja Back stellt fest: „Die Menge Kauris in unserer Tasche und unser Aktiendepot stehen uns nicht auf der Stirn geschrieben. Das reiche Ich muss also Dinge tun oder haben, die für andere offensichtlich teuer sind.“ Narzissten kann man tatsächlich daran erkennen, dass sie sich mit teureren Dingen umgeben und mehr Geld auf den Kopf hauen – und zwar für alle sichtbar. Alltägliches, Günstiges und Praktisches ist für solche Menschen langweilig – weil es keinen Status bringt. Jean-Paul Sartre schreibt: „Die Totalität meiner Besitztümer reflektiert die Totalität meines Seins. Ich bin das, was ich habe.“ Und was ich kann, fügt der Narzisst hinzu. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-6348"></span></p>
<p><strong>Mit einem begehrten Job können Narzissten wunderbar angeben</strong></p>
<p>Mitja Back schreibt: „Denn wer eine besondere Expertise hat, über die nur wenige andere verfügen, kann damit ordentlich Eindruck schinden und auf der Statusleiter nach oben klettern.“ Können ist aber auch eine wichtige Voraussetzung für berufliches Vorankommen. Und der eigene Beruf kann eine wichtige Treppe auf dem Weg zu dauerhaftem sozialen Status sein. Vor allem solche Berufe haben ein hohes Ansehen, die komplizierte Tätigkeiten und damit eine größere Expertise erfordern. Mit Expertise und einem begehrten Job können Narzissten außerdem wunderbar angeben. </p>
<p>Natürlich werden nicht alle Narzissten beruflich erfolgreich. Mitja Back fügt hinzu: „Und natürlich gibt es viele beruflich erfolgreiche Menschen, die einen durchschnittlichen oder sehr niedrigen Ich-Score haben. Nicht alle Menschen, die durch Expertise und Ehrgeiz einen hohen beruflichen Status ergattert haben und reich geworden sind, haben das getan, um bewundert zu werden.“ Aber Reichtum und beruflicher Erfolg sind hervorragende Möglichkeiten, falls man bewundert werden will – und genau deshalb stehen sie bei Narzissten hoch im Kurs.</p>
<p><strong>Körperliche Attraktivität sorgt für Faszination</strong></p>
<p>Das i-Tüpfelchen für das reiche und beruflich erfolgreiche Ich ist körperliche Attraktivität und sexuelle Begehrtheit. Nicht nur Narcissus ist in sein Spiegelbild verliebt. Mitja Back erklärt: „Leicht bekleidete, attraktive Frauen, die sich um den goldbehängten Gangster scharen, gehören zum klassischen Repertoire von Hip-Hop-Ich-Clips.“ Die Faszination für körperliche Attraktivität kommt nicht von ungefähr. Attraktiv auszusehen hat in der Tat eine ganze Reihe von Vorteilen, die nicht nur Narzissten helfen.</p>
<p>Körperliche Attraktivität erhöht die Chancen auf begehrte Partner, Freunde und Jobs. Mitja Back erläutert: „In Hunderten von Studien und in verschiedensten Kulturen hat sich immer wieder gezeigt: Es besteht sehr große Einigkeit darin, wer als attraktiv wahrgenommen wird und wer eher nicht.“ Zu den wichtigsten attraktiven Merkmalen gehören: ein Gesicht, das nah am Durchschnitt der Gesichter einer Kultur ist, reine Haut, bei Männern Körpergröße und Oberkörperstarke und bei Frauen eine schmale Taille. Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten erwarten Bewunderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jun 2024 01:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Blick in den Spiegel sind Narzissten nicht nur von sich selbst begeistert, sie wollen auch, dass andere diese Begeisterung teilen – das Spiegelbild schaut aufs Ich! und sagt: „Die Welt soll sehen wie großartig Ich! bin und wie viel ich verdient habe!“ Mitja Back fügt hinzu: „Zum anderen verstärkt das Statusstreben die Grandiosität und ... <a title="Narzissten erwarten Bewunderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/narzissten-erwarten-bewunderung.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten erwarten Bewunderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Blick in den Spiegel sind Narzissten nicht nur von sich selbst begeistert, sie wollen auch, dass andere diese Begeisterung teilen – das Spiegelbild schaut aufs Ich! und sagt: „Die Welt soll sehen wie großartig Ich! bin und wie viel ich verdient habe!“ Mitja Back fügt hinzu: „Zum anderen verstärkt das Statusstreben die Grandiosität und den Anspruch von Narzissten: Narzissten erwarten und spürten die Bewunderung, und das füttert ihr Ego.“ Beim Blick in den Spiegel nimmt das Ich! immer auch die Rolle des jubelnden Publikums ein – es schaut auf sein Spiegelbild und sagt: „Wow, du bist etwas Besonderes und hast mehr verdient!“ Nicht nur narzisstische Promis drehten sich voller Energie in diesem Ich!-Kreis. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5508"></span></p>
<p><strong>Narzissten haben mit ehrlicher Arroganz kein Problem</strong></p>
<p>Alle Menschen haben zahlreiche Ziele. Manche Ziele sind kurzfristiger, beispielsweise, wenn man sein Wohnzimmer streichen will, einen Kurzurlaub oder einen schönen Abend zu zweit plant. Andere Ziele sind langfristiger, sie geben dem Leben eine Richtung. Mitja Back nennt Beispiele: „Wir möchten ein ruhiges Familienleben, Spaß und Genuss im Leben. Eine erfolgreiche Karriere, glückliche Kinder und enge Freunde.“ Aber alle Menschen wissen nur zu gut, dass sie zwar vieles wollen, aber nicht alles gleichzeitig mit voller Energie verfolgen können.</p>
<p>Menschen haben nur begrenzte zeitliche, körperliche und finanzielle Ressourcen. Und deswegen müssen alle – nicht nur Menschen mit einem stark ausgeprägten Ich! – immer wieder entscheiden, wie viel Energie sie in welche Ziele investieren. Mitja Back erklärt: „Narzissten haben eine gute Einsicht in ihre narzisstischen Züge und wissen, dass sie damit arrogant rüberkommen. Mit dieser ehrlichen Arroganz haben sie aber kein Problem, denn sie schadet zwar dem Zurechtkommen, aber weniger dem Vorankommen.“ </p>
<p><strong>Erfolgreiche Narzissten erzählen ihre Lebensgeschichte sehr gern</strong></p>
<p>Das am Vorankommen orientierte Ich! äußerst sich auch in narzisstischen Tagträumen von großartigen Erfolgen, einzigartigen Erfindungen und tosendem Applaus. Und man hört es in den Lebensgeschichten vom selbst gemachten Aufstieg, die Narzissten sich selbst und anderen erzählen. Gerade erfolgreiche Narzissten erzählen diese Lebensgeschichten sehr gern. Mitja Back stellt fest: „Hierbei springen einem drei Gemeinsamkeiten ins Auge. Erstens: Die Protagonisten erzählen eine Geschichte des steilen Aufstiegs, in der sie von ganz unten kamen und ganz oben landeten.“</p>
<p>Die zweite Gemeinsamkeit der Ich!-Geschichten ist das früh erkannte, hell leuchtende Ziel. Narzissten berichten davon, dass sie schon immer groß gedacht haben und etwas Besonderes erreichen wollten. Mitja Back ergänzt: „Und die Ich!-Geschichten haben noch eine dritte Gemeinsamkeit. Narzissten erzählen, wie sie ihre Lebensziele ganz allein durchgesetzt haben – trotz aller Rückschläge, Widerstände und Zweifler.“ Apple-Gründer Steve Jobs sagte zum Beispiel: „Lass den Lärm der anderen Meinungen nicht deine eigene Stimme überdecken.“ Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten wollen bewundert werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 01:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
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					<description><![CDATA[Narzissten beobachten sehr genau, wie sie auf andere Menschen wirken. In gewisser Weise tun das natürlich alle. Der Mensch ist ein soziales Tier. Mitja Back erläutert: „Zufriedenheit und Erfolg im Leben ist von Beziehungen mit anderen Menschen abhängig. Für uns ist es sehr wichtig, dass andere Menschen und als wertvolles Mitglied der Gemeinschaft sehen und ... <a title="Narzissten wollen bewundert werden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/narzissten-beobachten-genau-die-wirkung-auf-andere.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten wollen bewundert werden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Narzissten beobachten sehr genau, wie sie auf andere Menschen wirken. In gewisser Weise tun das natürlich alle. Der Mensch ist ein soziales Tier. Mitja Back erläutert: „Zufriedenheit und Erfolg im Leben ist von Beziehungen mit anderen Menschen abhängig. Für uns ist es sehr wichtig, dass andere Menschen und als wertvolles Mitglied der Gemeinschaft sehen und unsere Leistungen wertschätzen.“ Deshalb haben sich in der Menschheitsgeschichte Fähigkeiten entwickelt, die einem Individuum dabei helfen, seinen „sozialen Wert“ zu erkennen. Dabei handelt es sich um empfindliche Messgeräte im Kopf, die überwachen, wie gut es gerade sozial funktioniert. Wie stark die Messgeräte allerdings ausschlagen, darin unterscheiden sich Menschen. Die meisten Menschen haben ein ausgeprägtes „Soziometer“, ein Messgerät, das registriert, wie gut man momentan sozial eingebunden ist. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5373"></span></p>
<p><strong>Narzissten wollen andere dominieren</strong></p>
<p>Wenn man wahrnimmt, dass einen andere gerade mögen, dann ist man froh und fühlt sich wertvoll. Wenn man sich allerdings ausgeschlossen fühlt, dann ist man traurig und zweifelt an sich. Der Selbstwert ist angeknackst. Personen mit einem hohen Selbstwert machen häufig die Erfahrung, sozial eingebunden zu sein. Dazuzugehören ist für Menschen mit einem ausgeprägten Ego, wie für alle anderen, sehr wichtig – aber nicht das Wichtigste. Mitja Back ergänzt: „Narzissten wollen nicht nur akzeptiert werden, sondern oben stehen, bewundert werden.“ </p>
<p>Sie wollen andere dominieren, denn sie haben ein stärker ausgeprägtes „Hierometer“. Mit anderen Worten: Narzissten haben ein empfindliches Messgerät für Rangordnungen. Sie achten sehr genau auf sozialen Status – ihren eigenen  und den der anderen. Mitja Back weiß: „Wie das Soziometer ist auch das Hierometer ein Messgerät, das alle Menschen besitzen. Wir alle beobachten in einem gewissen Ausmaß, wie wir mit unserem Status gerade so dastehen.“</p>
<p><strong>Narzissten haben häufig einen hohen Selbstwert</strong></p>
<p>Narzissten tun das aber deutlich häufiger und intensiver. Sie reagieren stärker positiv als andere auf Anzeichen des sozialen Respekts und der sozialen Bewunderung – vor allem mit Stolz. Und sie reagieren stärker negativ als andere, wenn man ihnen Respekt und Bewunderung verwehrt – vor allem mit Ärger. Mitja Back stellt fest: „Narzissten haben häufig auch einen höheren Selbstwert, zumindest solange sie auch sozial gut eingebunden sind.“ </p>
<p>Andersherum sind nicht alle Menschen mit einem hohen Selbstwert automatisch Narzissten. Man kann sehr zufrieden mit sich sein, ohne bewundert werden zu wollen. Narzissten dagegen streben nach Bewunderung und sozialem Status. Das narzisstische Streben nach Bewunderung ist aufs Engste mit zwei anderen Zutaten verbunden: Grandiosität und Anspruch. Mitja Back erklärt: „Zum einen wird erst durch Bewunderung die eigene Grandiosität sichtbar und der Anspruch befriedigt.“ Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Narzissten halten sich für etwas Besonderes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
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					<description><![CDATA[Narzissten sind von ihrer eigenen Großartigkeit begeistert und halten sich für etwas Besonderes. Ein berühmtes „Ich!“, der Maler Salvador Dalí sprach: „Jeden Morgen, wenn ich erwache, erlebe ich die allergrößte Freude: nämlich Salvador Dalí zu sein.“ Bei Narzissten dreht sich alles um das eigene grandiose „Ich!“. Mitja Back weiß: „Positive Selbsteinschätzungen sind erst mal nichts ... <a title="Narzissten halten sich für etwas Besonderes" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mitja-back-narzissten.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten halten sich für etwas Besonderes">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Narzissten sind von ihrer eigenen Großartigkeit begeistert und halten sich für etwas Besonderes. Ein berühmtes „Ich!“, der Maler Salvador Dalí sprach: „Jeden Morgen, wenn ich erwache, erlebe ich die allergrößte Freude: nämlich Salvador Dalí zu sein.“ Bei Narzissten dreht sich alles um das eigene grandiose „Ich!“. Mitja Back weiß: „Positive Selbsteinschätzungen sind erst mal nichts Ungewöhnliches. Die meisten von uns neigen dazu, sich in einem positiven Licht zu sehen.“ Um es mit den Worten des amerikanischen und Schriftstellers Oliver Wendell Holmes zu sagen: „Nichts ist so gewöhnlich wie der Wunsch, bemerkenswert zu sein.“ Viele Menschen überschätze ihre eigene Intelligenz. Dieser sogenannte „Besser-als-Durchschnitt-Effekt“ findet sich in sehr vielen Studien und bei vielen weiteren positiven Eigenschaftenwie Aussehen, Sportlichkeit, Geschicklichkeit und Humor. Mitja Back ist seit 2012 Professor für Psychologische Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Münster. <span id="more-5032"></span></p>
<p><strong>Narzissten finden sich grandios</strong></p>
<p>Bei Narzissten zeigt sich der „Besser-als-Durchschnitt-Effekt“ allerdings deutlicher. Ein „Ich!“ sagt, dass es klüger, attraktiver, sportlicher und humorvoller ist als 90 Prozent oder im Extremfall 99 Prozent der anderen Menschen. Narzissten finden sich grandios. Das verleiht ihnen im Alltag eine Kraft, die andere Menschen charmant in den Bann ziehen, aber auch arrogant abstoßen kann. Mitja Back erklärt: „Aus der gefühlten Großartigkeit leiten Narzissten den Anspruch ab, mehr vom Leben erwarten zu dürfen als andere.“ </p>
<p>Aus ihrer Sicht sind sie es einfach wert, mehr beachtet zu werden. Ihnen sollte Besonderes widerfahren, weil sie etwas Besonderes sind. Ausflüge von so einem Anspruchsdenken kennen fast alle Menschen. Wenn man zum Beispiel Geburtstag hat, dann darf sich für einen Tag lang ruhig einmal alles um die eigene Person drehen. Oder wenn man mit einer wirklich schlimmen Erkältung darniederliegt – dann gebührt einem das Mitleid, das Tätscheln und der vorbeigebrachte Tee. </p>
<p><strong>Alle Menschen sind mehr oder weniger narzisstisch</strong></p>
<p>Ein Narzisst muss für eine solche Sonderbehandlung nicht krank sein oder Geburtstag haben. Jeder Tag ist für ihn ein „Ich-Tag“. Mit unvergleichlichem Charme drückte der irische Schriftsteller und Lebemann Oscar Wilde dieses narzisstische Selbstverständnis aus: „Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.“ Das narzisstische Anspruchsdenken zeigt sich deutlich in Situationen, in denen es um die mehr oder weniger gerechte Verteilung von Ressourcen geht.</p>
<p>Ein Ich! verzichtet nicht gern. Mitja Back ergänzt: „Narzissten nehmen sich das größte Stück vom Kuchen. Sie haben es einfach verdient.“ Narzissmus, das betrifft nicht nur die anderen. Das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und mehr zu verdienen als andere, ist keine Krankheit. Narzissten sind nicht nur irre Freaks, die wir bestaunen und kopfschüttelnd belächeln können. Alle Menschen sind mehr oder weniger narzisstisch, so wie alle eine Körpergröße haben. Quelle: „Ich! Die Kraft des Narzissmus“ von Mitja Back</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es zählt nur noch die Einzigartigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2022 01:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einzigartigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmäßigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der Vorstellung des Soziologen Andreas Reckwitz leben die Deutschen in einer Art Kulturkapitalismus. Dieser besteht aus lauter Singularitäten, Unverwechselbarkeiten, Einzigartigkeiten, Sensationen, Rekorden und Bestleistungen. Ingo Hamm ergänzt: „Unverwechselbar, ein Unikat, eine Sensation. Darunter machen wir es nicht. In diesem totalitären System der Einzigartigkeit gilt nur das Besondere, nicht die Durchschnittsexistenz, auch und gerade in ... <a title="Es zählt nur noch die Einzigartigkeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/es-zaehlt-nur-noch-die-einzigartigkeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Es zählt nur noch die Einzigartigkeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Vorstellung des Soziologen Andreas Reckwitz leben die Deutschen in einer Art Kulturkapitalismus. Dieser besteht aus lauter Singularitäten, Unverwechselbarkeiten, Einzigartigkeiten, Sensationen, Rekorden und Bestleistungen. Ingo Hamm ergänzt: „Unverwechselbar, ein Unikat, eine Sensation. Darunter machen wir es nicht. In diesem totalitären System der Einzigartigkeit gilt nur das Besondere, nicht die Durchschnittsexistenz, auch und gerade in der Arbeitswelt.“ Eine Durchschnittsbiografie oder eine mittelmäßige Karriere reicht nicht mehr. Es muss schon etwas Besonderes sein. Und da die meisten Menschen nur zu gut wissen, dass sie selbst nichts Besonderes sind, leihen sie sich nach guter Praxis des Komplementärnarzissmus etwas vom Glanz wahrhaft großer Größen. Zum Beispiel vom Glanz des Nobel Purpurs des Unternehmens, in dem man arbeitet. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-3812"></span></p>
<p><strong>Der Reichtum wird immer ungleichmäßiger verteilt</strong></p>
<p>Wenn man zwar selber kein Nobelpreisträger ist, so dient man doch einem nobelpreisverdächtigen höheren Zweck und ist dann doch etwas ganz Besonderes. Das klingt nach Neurose. Nein, das ist Lifestyle. Ein neuer Lifestyle mit klingendem Namen: „Premium Mediocre – Die Aufwertung der Mittelmäßigkeit.“ Den Begriff hat der Vordenker und Blogger Venkatesh Rao geprägt. Was ist Premium-Mittelmäßigkeit? Eigentlich etwas Gutes: Man leistet sich zur Feier eines besonderen Anlasses den allerbesten Rotwein – von Aldi. </p>
<p>Weil der spärliche Lohn nicht mehr hergibt. Man macht das aber nicht in stolzer Bescheidenheit, sondern gibt damit vor seinen Freunden an und fühlt sich damit als wer weiß was. Warum machen Menschen das? Ingo Hamm antwortet: „Weil unsere Gesellschaft zwar als wohlhabend gilt, dieser gesellschaftliche Reichtum jedoch immer ungleicher verteilt wird.“ Selbst während Corona wurden die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer. So haben die reichsten zehn Menschen der Erde in der Pandemie ihr Vermögen um 500 Milliarden US-Dollar steigern können. </p>
<p><strong>Viele Menschen empfinden ihre Mittelmäßigkeit als belastend</strong></p>
<p>Die Gesellschaft verbaut weiten Teilen ihrer Bürger jegliche Aufstiegschancen, und es sei der Logik von Premium Mediocre nach einmal irrelevant, ob das willentlich oder zufällig systembedingt geschieht. Also bleibt vielen nichts anderes übrig als die Aufwertung ihrer als belastentend empfundenen Mittelmäßigkeit. Premium Mediocre erfüllt damit, so Venkatesh Rao, was politisch nicht tatkräftig gewollt ist und ökonomisch nicht geleistet werden kann. Viele bezahlen gerne einen Preisaufschlag auf angeblich höherwertige Produkte.  </p>
<p>Damit wollen sie einmal in der Woche eine Dosis Premium abbekommen, einmal zu den Eliten zu gehören. Das erfüllt seinen Zweck. Ingo Hamm weiß: „Denn damit wird die Mittelschicht mit diesen Alibi-Bruchstücken von Aufstiegsversprechungen ruhiggestellt.“ Es gibt ein ganzes Marktsegment mit solchen Ich-tu-mal-so-als-ob-Produkten: Fast Lane Boarding am Flughafen, Premium Economy im Flieger, die A-Klasse von Mercedes – um nur drei zu nennen. Die anbietenden Unternehmen nutzen dabei aktiv die Verführbarkeit der Zielgruppe mit dem Versprechen von Premium Mediocre. Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Führer sät Hass gegen Minderheiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2022 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
		<category><![CDATA[Masse]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Führer und Masse haben nüchtern betrachtet, außer ihren zueinanderpassenden Phantasmen, eigentlich keine gemeinsamen Interessen. Daher bedarf es eines gemeinsamen Feindes, um die ungleiche Ehe zwischen Masse und Führer zusammenzuhalten. Joachim Bauer weiß: „Der Führer sagt den Abhängigen, die Schuldigen für ihre Benachteiligungen zu kennen, und sät Hass gegen Minderheiten: Gebildete, Migranten, Homosexuelle und andere.“ Der ... <a title="Der Führer sät Hass gegen Minderheiten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/fuehrer-und-masse-haben-gemeinsame-phantasmen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Führer sät Hass gegen Minderheiten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Führer und Masse haben nüchtern betrachtet, außer ihren zueinanderpassenden Phantasmen, eigentlich keine gemeinsamen Interessen. Daher bedarf es eines gemeinsamen Feindes, um die ungleiche Ehe zwischen Masse und Führer zusammenzuhalten. Joachim Bauer weiß: „Der Führer sagt den Abhängigen, die Schuldigen für ihre Benachteiligungen zu kennen, und sät Hass gegen Minderheiten: Gebildete, Migranten, Homosexuelle und andere.“ Der Hass dient dem Narzissten als Mittel, um seine Abhängigen bei der Stange zu halten. Auch Deutschland war und ist eine Bühne für das Wechselspiel zwischen abhängigen Massen einerseits und narzisstischen Möchtegern-Führungsfiguren andererseits. Die von der ostdeutschen Bevölkerung der ehemaligen DDR erkämpfte Wiedervereinigung war ein Glück. Allerdings kam es nach 1989 zu einer Entwicklung, die von vielen, die in der ehemaligen DDR gelebt haben, als Demütigung erlebt wurde. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-3614"></span></p>
<p><strong>Narzissten suchen eine abhängige Masse</strong></p>
<p>Der industrielle Kollaps des Ostens hatte über viele Jahre hohe Raten von Arbeitslosigkeit zur Folge. Fatal waren auch der zeitweise Zusammenbruch des Schulsystems und über die gesamten 1990er-Jahre hinweg das Fehlen von Einrichtungen, in denen sich junge Menschen hätten friedlich treffen, sich demokratisch orientieren, sich kreativ betätigen oder für eine gute Sache hätten engagieren können. So entstand eine Situation, in der viele im Osten lebende Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Gefühl hatten, sie seien bedeutungslos oder zumindest weniger wert als andere.</p>
<p>Ihr Selbst sei defizient, nicht gut genug. In dieses Selbst-Vakuum hinein stießen nun rechtsradikal gesinnte Figuren aus der ehemaligen DDR und aus dem alten Westen, die sich den Gedemütigten als Führung anboten. Unter diesen Figuren finden sich zahlreiche anerkennungssüchtige Narzissten auf der Suche nach einer abhängigen Masse, der sie Rache an den angeblichen Schuldigen ihrer schlechten Situation und neue Größe versprechen. Joachim Bauer stellt fest: „Nicht nur die Abhängigkeit, auch die Depression hat ihre Ursache in einer Dysbalance des Selbst-Systems.“</p>
<p><strong>Depressionen befallen oftmals ausgezeichnete Funktionierer </strong></p>
<p>Die meisten Menschen, die an einer Depression erkranken, haben ein stabiles Selbst. Ein gesundes Selbst-Teilstück ist jedoch mit einem problematischen zweiten Selbst-Element gepaart, welches Bedingungen an die Akzeptanz stellt. Vom Risiko der Depression betroffenen Menschen sind, solange sie noch keine Depression haben, daher ausgezeichnete Funktionierer. Sie machen, tun und stellen sich in den Dienst anderer, bis sie vor Erschöpfung umfallen.</p>
<p>Joachim Bauer erklärt: „Sie gehören zu den Menschen, die in besonderer Weise von der Unfähigkeit betroffen sind, sich einfach einmal entspannen und genüsslich bei sich sein zu können.“ Sie dürfen sich über nichts wirklich freuen. Denn wenn sie dies täten, dann würde sich das erwähnte Selbst-Teilstück melden, welches sie ständig antreibt und ihnen immer, wenn sie nachzulassen drohen, eine ermahnende Ansage macht. Innere Ansagen, trotz ständiger Bemühungen um Perfektion ungenügend zu sein, sind das, was an Depression erkrankte Menschen, vor allem in der Frühphase ihres Lebens, tatsächlich als äußere Ansagen über Jahre gehört haben. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Narzisst ist von Neid zerfressen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-narzisst-ist-von-neid-zerfressen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 06:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
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					<description><![CDATA[Heinz Kohut ist ein aus Wien stammender amerikanischer Psychoanalytiker. Er vertritt die These, dass ein Narzisst nur dann befriedigt ist, wenn er den Kränkenden bis zur völligen Vernichtung entwerten kann. Der narzisstisch Gekränkte kann nicht ruhen, bis er den unscharf wahrgenommenen Beleidiger ausgelöscht hat. Denn dieser wagte es, ihm entgegenzutreten, nicht mit ihm übereinzustimmen oder ... <a title="Der Narzisst ist von Neid zerfressen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-narzisst-ist-von-neid-zerfressen.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Narzisst ist von Neid zerfressen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heinz Kohut ist ein aus Wien stammender amerikanischer Psychoanalytiker. Er vertritt die These, dass ein Narzisst nur dann befriedigt ist, wenn er den Kränkenden bis zur völligen Vernichtung entwerten kann. Der narzisstisch Gekränkte kann nicht ruhen, bis er den unscharf wahrgenommenen Beleidiger ausgelöscht hat. Denn dieser wagte es, ihm entgegenzutreten, nicht mit ihm übereinzustimmen oder ihn zu überstrahlen. Reinhard Haller weiß: „Hinter all dem steht als psychodynamische Triebkraft der Neid. Der Neid auf allen, denen es scheinbar besser geht oder die überlegen sind.“ Diese als höchst bedrohlich wahrgenommenen Konkurrenten können nur durch die totale Entwertung abgewehrt werden. Auf narzisstische Kränkungen reagieren manche mit narzisstischer Wut. Deren Heftigkeit ist für die Mitmenschen oft nicht nachvollziehbar. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2474"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst vergisst Niederlagen niemals</strong></p>
<p>Narzissten erleben jegliche Art von Kritik als totale Ablehnung ihrer Person, als existenzbedrohende Niederlage oder als persönliches Desaster. Kritik wird, sei sie noch so wohlmeinend und konstruktiv, als Feindseligkeit ersten Ranges empfunden. Das Gefühl einer einmal erlebten Niederlage ist so heftig, dass es niemals vergessen werden kann. Der Narzisst erinnert sich vielleicht gar nicht an solche Situationen, aber innerlich durchlebt er sie immer und immer wieder.</p>
<p>Für die Mitmenschen scheint es unerklärlich, weshalb ein Narzisst wegen Kleinigkeiten mit Wutausbrüchen und Hasstiraden reagiert. Denn sie können den Bezug zu seinen tief verwurzelten, aktuell wieder aufgebrochenen Kränkungsängsten gar nicht herstellen. Heinz Kohut, der den Begriff der narzisstischen Wut geprägt hat, erklärt deren Unterschied zu anderen Formen der Aggressivität mit dem einzigartigen Rachedurst. Das Bedürfnis, ein Unrecht zu korrigieren, eine Beleidigung auszumerzen, mit welchen Mitteln auch immer, ist wie ein tief verwurzelter unerbittlicher Zwang bei der Verfolgung all dieser Ziele.</p>
<p><strong>Narzissten sind die Meister der Kränkung</strong></p>
<p>Allen, die eine narzisstische Kränkung erlitten haben, lässt dieser Rachedurst keine Ruhe mehr. Der Narzissmus nimmt für Reinhard Haller in der Kränkungsproblematik eine absolute Sonderstellung ein: „Keine andere psychische Störung ist derart eng mit Kränken und Gekränktsein, mit Selbsterhöhung und Entwertung anderer verbunden wie der Narzissmus.“ Narzissten sind auf der einen Seite extrem empfindlich und bis zu einer lebenslangen Unverzeihlichkeit reichenden Weise kränkbar.</p>
<p>Narzissten sind dünnhäutig, nachtragend und in einer nahezu schutzlosen Weise verletzlich. Auf der anderen Seite sind Narzissten die „Kränker“ schlechthin, weil sie sich überhaupt nicht in andere Menschen einfühlen können. Deshalb schöpfen sie ihren Selbstwert aus der Erniedrigung und Entwertung anderer. Ein ganz auf sich und sein Wohl zentrierter Narzisst ist gar nicht in der Lage, die Kränkungsgrenze des anderen zu erkennen und dessen Kränkbarkeit zu respektieren. Narzissten sind die Meister der Kränkung, aktiv und passiv. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Diagnose darf keine Waffe sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 08:08:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Gewissenlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Wahnsinn finden Psychiater bei bestimmten Krankheiten. Die Öffentlichkeit spricht aber viel häufiger vom „ganz normalen Wahnsinn“. Sie meint damit keine Krankheiten, sondern die flächendeckenden Merkwürdigkeiten, von denen die Massenmedien pausenlos berichten. Manfred Lütz stellt fest: „Die Folgen dieses ganz normalen Wahnsinns sind erheblich desaströser als die harmlosen Spinnereien eines Schizophrenen aus dem Nachbarhaus.“ Das wirkliche ... <a title="Eine Diagnose darf keine Waffe sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-diagnose-darf-keine-waffe-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Diagnose darf keine Waffe sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn finden Psychiater bei bestimmten Krankheiten. Die Öffentlichkeit spricht aber viel häufiger vom „ganz normalen Wahnsinn“. Sie meint damit keine Krankheiten, sondern die flächendeckenden Merkwürdigkeiten, von denen die Massenmedien pausenlos berichten. Manfred Lütz stellt fest: „Die Folgen dieses ganz normalen Wahnsinns sind erheblich desaströser als die harmlosen Spinnereien eines Schizophrenen aus dem Nachbarhaus.“ Das wirkliche Problem sind daher die sogenannten Normalen. Donald Trump ist natürlich ein krankhafter Narzisst. Mit dieser Diagnose warteten eine Reihe amerikanischer Psychotherapeuten auf. Sie alle hatten ihn jedoch nicht untersucht und ganz sicher auch nicht gewählt. Hier wurde eine Diagnose als Waffe gegen einen Menschen benutzt, den man aus vielen Gründen nicht mag. Doch dazu sind Diagnosen nicht da. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2438"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst braucht den permanenten Beifall</strong></p>
<p>Ein pathologischer Narzisst ist in der Regel jemand, der über ganz wenig gesundes Selbstbewusstsein verfügt. Deshalb braucht er den permanenten Beifall seiner Umgebung, ein Beifall, der ihm aber nie wirklich reicht. Irgendwann machen das die Freude nicht mehr mit, der Patient vereinsamt oder der Erfolg bleibt aus. Dann fällt dieser bemitleidenswerte Mensch in ein Loch, leidet schwer und muss zum Psychotherapeuten. In manchmal jahrelangem Bemühen kann es durch Behandlung gelingen, dass dieser Mensch sein unglaublich nerviges Verhalten ändert.</p>
<p>Ist dies der Fall, findet er wieder Kontakte und kann auf diese Weise endlich ein zufriedenstellendes Leben führen. Doch all das trifft laut Manfred Lütz auf Donald Trump nicht zu. Dass er erfolglos ist, kann man im Ernst nicht behaupten. Und Freude hat er mehr als genug, auch wenn man selber nicht gerne dazugehören würde. Jedenfalls sind Millionen Amerikaner seine Anhänger. Er wurde legal zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Erde gewählt. Und gestandene amerikanische Senatoren sind sich nicht zu schade, seine Eskapaden öffentlich und feierlich für völlig normal zu erklären.</p>
<p><strong>Gewissenlosigkeit kann man lernen</strong></p>
<p>Donald Trump ist für Manfred Lütz mithin alles andere als krank. Vielmehr ist er ein zutiefst unmoralischer Mensch und das ist viel schlimmer. Denn so etwas kann man nicht therapieren. Wie kann man nur so werden? Es ist nämlich nicht ganz einfach, einem Menschen die Moral gründlich auszutreiben. Doch leider ist das immer wieder gelungen, mit zum Teil fürchterlichen Folgen. Das Erschütternde an den Massenverbrechen der Diktaturen des 20. Jahrhunderts ist vor allem eine Tatsache.</p>
<p>Nämlich, dass man immer genügend Menschen fand, die ihr Gewissen so weit zum Schweigen bringen konnten, dass sie zu jedem Verbrechen bereit waren. Gewissenlosigkeit kann man lernen. Donald Trump hat schon ganz früh von seinem Vater gelernt, das Wichtigste im Leben sei: Erfolg, viel Geld und Der-Größte-Sein. Und um das zu erreichen, darf man buchstäblich alles tun. Das ist nichts anderes als Gewissenlosigkeit als Lebensprinzip. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein Narzisst ist rücksichtslos im Austeilen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2020 07:13:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wesen eines echten Narzissten wird ganz entscheidend durch seine extreme Kränkbarkeit und die ständige Entwertung der Mitmenschen bestimmt. Reinhard Haller weiß: „So unsensibel der Narzisst für die Persönlichkeit und die Gefühlswelt anderer Menschen ist, so empfindlich ist er für sich selbst.“ Jede andere Meinung empfindet er als Verletzung seiner Ehre. Jeder Widerspruch gilt ihm ... <a title="Ein Narzisst ist rücksichtslos im Austeilen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-narzisst-ist-ruecksichtslos-im-austeilen.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Narzisst ist rücksichtslos im Austeilen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wesen eines echten Narzissten wird ganz entscheidend durch seine extreme Kränkbarkeit und die ständige Entwertung der Mitmenschen bestimmt. Reinhard Haller weiß: „So unsensibel der Narzisst für die Persönlichkeit und die Gefühlswelt anderer Menschen ist, so empfindlich ist er für sich selbst.“ Jede andere Meinung empfindet er als Verletzung seiner Ehre. Jeder Widerspruch gilt ihm als ungeheuerliche Frechheit. Jede konstruktive Kritik gleicht einer Majestätsbeleidigung. Der Narzisst ist rücksichtslos und grobklotzig im Austeilen, mimosenhaft im Einstecken. Er kann nicht vergessen, da er in ständiger Angst vor einer als existenzielle Bedrohung empfundenen Kränkung lebt. In jeder noch so kleinen Kritik sieht er eine nahezu schicksalhafte Katastrophe. Zur Kränkbarkeit des Narzissten gehört zudem seine Unfähigkeit zu verzeihen. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2432"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst liebt sein perfektes Selbstbild</strong></p>
<p>Selbst kleine Verletzungen sitzen beim Narzissten so tief, dass die Wunde nie verheilen kann. Es kommt über Jahrzehnte hinweg zu keiner Vernarbung. Nirgendwo ist das Element der Nachhaltigkeit von Kränkungen so stark ausgeprägt wie beim Narzissten. Die rücksichtslose Entwertung der liebenden Mitmenschen steht zur eigenen Kränkbarkeit des Narzissten in extremen Kontrast. Für ihn ist auch eine nur vorübergehende Trübung seines perfekten Selbstbilds unerträglich.</p>
<p>Unter den verschiedenen Spielarten narzisstischer Störungen findet Reinhard Haller eine extreme, pathologische Kränkbarkeit unter den „ewig Beleidigten“. Bei diesen wird das narzisstische Verhalten von ständiger Gekränktheit dominiert. Die Betroffenen demonstrieren ihre Einzigartigkeit nicht durch äußerliche Grandiosität, sondern durch die Ungeheuerlichkeit ihres Verwundetseins. Solche Menschen reagieren auf alles und jedes mit überdimensionaler Gekränktheit. Es genügt schon, wenn die Mitmenschen anders sind, als es ihren Vorstellungen entspricht. Wenn diese anders sprechen, anders lachen oder gar anders denken.</p>
<p><strong>Ein Narzisst ist ein Meister im Kränken anderer</strong></p>
<p>Ohne ein Wort vermögen es gekränkte Narzissten, ihre Betroffenheit zu demonstrieren. Die Aura des ewig Gekränkten löst bei den Mitmenschen dadurch Verunsicherung und Betroffenheit aus. Diese haben das diffuse Gefühl, irgendwie schuldig zu sein und dem Narzissten etwas angetan zu haben, ohne den Grund zu wissen. Narzissten sind aber nicht nur empfindlich und in pathologischer Weise kränkbar, sondern geradezu Meister im Kränken anderer.</p>
<p>Sie geben sich nicht damit zufrieden, ihre eigene Großartigkeit zu betonen, ihre Überlegungen als genial und ihre Handlungen als Einzigartigkeit darzustellen. Sondern sie haben auch ein obsessives Bedürfnis nach Entwertung ihrer Mitmenschen. Reinhard Haller erläutert: „Diesem destruktiven Trieb liegen neben Machtansprüchen und sadistischen Zügen tief verankerte Minderwertigkeitsgefühle zugrunde.“ Der Narzisst ist nicht wie der Charismatiker eine auch innerlich gefestigte Persönlichkeit, sondern leidet unter permanenten Versagensängsten und Selbstzweifeln. Deshalb ist für ihn die äußere Bewunderung so wichtig. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein Narzisst bewertet alles aus der Ich-Perspektive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2020 05:52:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard Haller nennt den Narzissmus den Vater der Kränkung. Die gängigste Definition des Narzissmus stammt von Alexander Lowen, dem Begründer der bioenergetischen Analyse. In seinem Werk „Narzissmus. Die Verleugnung des wahren Selbst“ schreibt er: „Als Narzissmus bezeichnen wir sowohl einen psychischen als auch einen kulturellen Zustand. Auf der individuellen Ebene ist er eine Persönlichkeitsstörung, die ... <a title="Ein Narzisst bewertet alles aus der Ich-Perspektive" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-narzisst-bewertet-alles-aus-der-ich-perspektive.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Narzisst bewertet alles aus der Ich-Perspektive">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Haller nennt den Narzissmus den Vater der Kränkung. Die gängigste Definition des Narzissmus stammt von Alexander Lowen, dem Begründer der bioenergetischen Analyse. In seinem Werk „Narzissmus. Die Verleugnung des wahren Selbst“ schreibt er: „Als Narzissmus bezeichnen wir sowohl einen psychischen als auch einen kulturellen Zustand. Auf der individuellen Ebene ist er eine Persönlichkeitsstörung, die gekennzeichnet ist durch eine übertriebene Pflege des eigenen Image auf Kosten des Selbst. … Auf der kulturellen Ebene kann man den Narzissmus als einen Verlust menschlicher Werte erkennen. Dieser geht einher mit einem Fehlen des Interesses an der Umwelt, an der Lebensqualität, an den Mitmenschen.“ Die wichtigsten psychologischen Elemente, die das Wesen des krankhaften Narzissmus ausmachen, sind die fünf „E“: Egozentrik, Eigensucht, Empathiemangel, Empfindlichkeit und die Entwertung anderer. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2392"></span></p>
<p><strong>Andere Menschen haben für einen Narzissten keinen Wert</strong></p>
<p>Der echte Narzisst empfindet und bewertet alles aus der Ich-Perspektive. Nur seine Überlegungen sind interessant und seine Beurteilungen richtig. Was er fühlt und empfindet, ist einzigartig, was er denkt ist genial, was er tut, ist außergewöhnlich. Reinhard Haller fügt hinzu: „Die Meinung der anderen interessiert ihn nicht, allenfalls empfindet er sie als Bedrohung. Andere Menschen haben für ihn keinen Wert, es sei denn, sie dienen seinen Interessen und seiner Beweihräucherung.“</p>
<p>Ein Narzisst kann sich nur für die eigene Person begeistern, er ist im Fühlen und Denken ausschließlich auf sich selbst fixiert. Er ist ein Ichling im übelsten Sinn des Wortes, ein Egomaniker schlechthin. Der Theologe Karl Rahner beschreibt den Narzissten in zutreffender Weise als „Ofen, der nur sich selbst wärmt“. Mit diesem Vergleich spricht er den Umgang des narzisstischen Menschen mit seinen Emotionen an. Dazu zählen Einfühlungsvermögen, Sympathie, Freundschaft oder Liebe.</p>
<p><strong>Ein Narzisst ist süchtig nach Bewunderung</strong></p>
<p>Diese Gefühle richten sich bei einem Narzissten nicht an die Mitmenschen und werden mit niemanden geteilt, sondern sind ausschließlich auf sich selbst zentriert. Für die Umwelt wäre es gefährlich, die überhitzten Eigenenergiespender auch nur leise zu berühren. Das würde im wahrsten Sinne des Wortes geradezu reflexartig eine heftige Kränkungsreaktion auslösen. Dennoch ist der Narzisst nicht, wie man es meist sagt, in sich selbst verliebt. Denn er kann überhaupt nicht lieben.</p>
<p>Wirkliche Emotionen wie Freude, Trauer, Mitleid und besonders Liebe sind ihm fremd. Deshalb fehlt ihm auch die Fähigkeit, sich in andere hineinzufühlen oder in die Haut seiner Mitmenschen zu schlüpfen. Vielmehr ist er gierig durch die Zuwendung durch andere, süchtig nach Anerkennung und Bewunderung, unersättlich im Entgegennehmen von Komplimenten. In Wirklichkeit ist der Narzisst nicht eigenverliebt, sondern „eigensüchtig“. Wie der Süchtige kann er nie genug kriegen von seiner Droge: der Hochachtung und Verehrung durch seine Mitmenschen. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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