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	<title>Körper &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Emotionen sind allgegenwärtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Subjektives Erleben und körperliche Reaktionen sind ein zentraler Bestandteil und das Bewertungssystem des menschlichen Seelenlebens. Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Das, was unsere Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Selbsteinschätzung beeinflusst. Freude, Angst, Kummer oder Überraschung im Ausdruck unserer Mimik, Gestik, in Klang und Verhalten.“ Dabei handelt es sich um ein komplexes Muster aus physiologischen Reaktionen, Gefühlen, kognitiven Prozessen ... <a title="Emotionen sind allgegenwärtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hadija-haruna-oelker-emotionen.html" aria-label="Mehr Informationen über Emotionen sind allgegenwärtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Subjektives Erleben und körperliche Reaktionen sind ein zentraler Bestandteil und das Bewertungssystem des menschlichen Seelenlebens. Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Das, was unsere Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Selbsteinschätzung beeinflusst. Freude, Angst, Kummer oder Überraschung im Ausdruck unserer Mimik, Gestik, in Klang und Verhalten.“ Dabei handelt es sich um ein komplexes Muster aus physiologischen Reaktionen, Gefühlen, kognitiven Prozessen und Verhalten. Dazu gehören die Herzfrequenz, das Nervensystem und die hormonelle Steuerung. Für die Forschung in ihrer Komplexität und Vielgestalt ist das alles schwer zu fassen. Weil nicht jeder Mensch gleich ist und gleich reagiert. Sinnsuche, ein persönlicher Exkurs. So hätte ich dieses Kapitel auch überschreiben können. Aber so ist es nicht. Hadija Haruna-Oelker lebt als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich arbeitet sie für den Hessischen Rundfunk. <span id="more-5983"></span></p>
<p><strong>Erfahrungen von Diskriminierung bedeuten Stress</strong></p>
<p>Hadija Haruna-Oelker teilt in ihrem Buch „Die Schönheit der Differenz“, immer wieder persönliche Einblicke, weil sie glaubt, dass genau sie es sind, die einen Menschen ausmachen und seinem Handeln Tiefe geben. Alle Menschen erleben ihre persönlichen Erfahrungen anders. Sie stehen an unterschiedlichen Punkten, und das ist ja auch, was die Sache kompliziert macht, wenn es darum geht, über ein gleichberechtigtes, gerechteres Zusammenleben nachzudenken. </p>
<p>Hadija Haruna-Oelker stellt fest: „Aber dieses Thema nur mit dem Verstand anzugehen un des nicht in seiner emotionalen und körperlichen Verbundenheit zu begreifen wird der Sache nicht gerecht. In jedem Streit, jedem Konflikt und jeder politischen Eskalation geht es um Emotionen, um Reize, um Nerven, die bildlich gesprochen aus mit uns durchgehen können – zum Beispiel mir, wenn ich in Stress gerate.“ Erfahrungen von Diskriminierung bedeuten Stress. Dagegen hilft emotionale Kompetenz, die eine Übung für jeden Menschen ist.</p>
<p><strong>Die Wechselwirkung von Körper und Psyche wird nicht mehr infrage gestellt</strong></p>
<p>Es sind die psychischen, emotionalen und mentalen Erfahrungen, die das menschliche Bewegungsmuster formen und im Körper verankern. Hadija Haruna-Oelker hat begriffen, dass sie total funktional und effektiv unterwegs ist. Bei ihr geht vieles schnell, oft so schnell, dass sie sich selbst überholt. Innehalten braucht für sie Übung. Heute versucht sie, die emotionalen Signale ihres Körpers besser wahrzunehmen und in ihren Alltag miteinzubeziehen. </p>
<p>Nachdem Hadija Haruna-Oelker über die vergangenen Jahre gelernt hatte, ihre Ratio, ihre Kognition mit ihren Emotionen zu verbinden, war die nächste Etappe die Verbindung zu ihrem Körper, den sie so oft überhört, obwohl er soviel über sie weiß. Hadija Haruna-Oelker erläutert: „Unser ganzes Dasein sitzt und bildlich gesprochen in den Knochen, und wer sich selber reflektieren und weiterentwickeln will, wird nicht umhinkommen, den eignen Körper miteinzubeziehen.“ Wissenschaftlich wir die Wechselwirkung von Körper und Psyche nicht mehr infrage gestellt. Quelle: „Die Schönheit der Differenz“ von Hadija Haruna-Oelker</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Parzellierung wertet den weiblichen Körper ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2025 02:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abwertung]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Mechanismus der visuellen Abwertung des weiblichen Körpers besteht in der Parzellierung. Eva Illouz erläutert: „Die visuelle Sexualisierung schließt definitionsgemäß die Fähigkeit ein, die Sexualität vom Selbst als Zentrum der Organisation von Werten, Gefühlen und Zielen abzulösen und sich auf erotische Körperteile zu konzentrieren.“ Diese Parzellierung des Selbst verleiht den Geschlechtsmerkmalen eine eigene Handlungsmacht, die ... <a title="Parzellierung wertet den weiblichen Körper ab" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-abwertung-durch-parzellierung.html" aria-label="Mehr Informationen über Parzellierung wertet den weiblichen Körper ab">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mechanismus der visuellen Abwertung des weiblichen Körpers besteht in der Parzellierung. Eva Illouz erläutert: „Die visuelle Sexualisierung schließt definitionsgemäß die Fähigkeit ein, die Sexualität vom Selbst als Zentrum der Organisation von Werten, Gefühlen und Zielen abzulösen und sich auf erotische Körperteile zu konzentrieren.“ Diese Parzellierung des Selbst verleiht den Geschlechtsmerkmalen eine eigene Handlungsmacht, die wiederum neue Weisen hervorbringt, wie man sexuelle Akteurinnen wahrnehmen kann. Die Sexualisierung tendiert also dazu, sich auf Geschlechtsmerkmale zu konzentrieren und damit den weiblichen Körper zu parzellieren. Eine solche Parzellierung ist prägend für die Art und Weise, wie Männer Frauen anblicken und sich zu ihnen ins Verhältnis setzen – wobei sie sie als „Brüste“ oder „Hintern“ oder „Beine“ sehen. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-5939"></span></p>
<p><strong>Die Sexualisierung des Körpers trennt diesen vom Selbst</strong></p>
<p>Die Praxis des „Sexting“ fokussiert allein auf die Geschlechtsteile und -merkmale, die dabei nicht nur von der Persönlichkeit, sondern überhaupt von einer holistischen Körperauffassung abgelöst werden. Eva Illouz ergänzt: „Die Visualisierung und Sexualisierung des Körpers trennt diesen vom Selbst und macht ihn zum Gegenstand eines kurzen spontanen Blicks, wobei ein Organ wie der Penis zum Ziel der Interaktion wird.“ Die Männer parzellieren sich selbst, um zu signalisieren, dass sie sich der Frau als einem Bündel fragmentierter Organe nähern.</p>
<p>Eva Illouz schreibt: „Die Visualisierung des Selbst und das neue skopische Regime, das mit ihr einhergeht, sind Verdinglichungsprozesse, insofern sie die Möglichkeit einschließen, das Selbst in Stücke aufzuteilen und solche „Stücke“ auf dem Markt anzubieten, in dem extrem schnelle Bewertungsweisen eine Fülle an konkurrierenden aussortieren.“ Da die Sexualisierung den Körper in Geschlechtsteile parzelliert, trennt sie ihn tendenziell von anderen Quellen der sozialen Identität ab. </p>
<p><strong>Die Technologie führt tatsächlich neue sexuelle Zwecke ein</strong></p>
<p>Sie spiegelt und verstärkt damit die Dualität und Trennung von Körper und Selbst. Dieser Prozess steht im Zentrum der Praxis des Sexting. Hans Jonas unterscheidet zwischen vormoderner und moderner Technologie. Eva Illouz erklärt: „Für Jonas zeichnet sich die moderne Technologie unter anderem dadurch aus, dass das Verhältnis von Mittel und Zweck heute nicht mehr linear, sondern zirkulär ist.“ Neue Technologien können neue Zwecke nahelegen, schaffen, ja sogar durchsetzen, einfach indem sie ihre Machbarkeit anbieten.</p>
<p>Die Technologie erweitert somit unmittelbar die Ziele der menschlichen Wünsche, einschließlich der Ziele für die Technologie selbst. Eva Illouz fügt hinzu: „Wir können also sagen, dass die Technologie tatsächlich neue sexuelle Zwecke eingeführt und damit die Kommodifizierung, den Prozess der Parzellierung des Körpers und die Zirkulation von Geschlechtsteilen verstärkt hat.“ Alles deutet darauf hin, dass sich Sexualisierung und Anerkennung an den entgegengesetzten Enden des moralischen Spektrums befinden. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Psyche gliedert sich in drei Bereiche</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-koerper-und-psyche.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Kognition]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Entfaltung eines Menschen ist es derzeit nicht so einfach, denn auch das Privatleben hat sich stark verändert. Erfahrungen verändern einen Menschen. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir bestehen aus unserem Körper und unserer Psyche, die sich in drei Bereiche gliedert: Kognition, Motivation und Emotion – Denken, Wollen und Fühlen.“ Der Körper als Organismus ist der ... <a title="Die Psyche gliedert sich in drei Bereiche" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-koerper-und-psyche.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Psyche gliedert sich in drei Bereiche">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Entfaltung eines Menschen ist es derzeit nicht so einfach, denn auch das Privatleben hat sich stark verändert. Erfahrungen verändern einen Menschen. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir bestehen aus unserem Körper und unserer Psyche, die sich in drei Bereiche gliedert: Kognition, Motivation und Emotion – Denken, Wollen und Fühlen.“ Der Körper als Organismus ist der materielle Teil des Menschen, welcher der Seele – Emotion – beziehungsweise dem Geist – Kognition und Motivation – als immateriellem Teil Heimat gibt. Physiologisch ist er aus Blut und Wasser, Knochen, Muskeln, Eiweiß, Phosphor und all den anderen Bestandteilen zusammengesetzt. Den Menschen unterscheidet von den meisten anderen Säugetieren sein aufrechter Gang, sein überproportional großes Gehirn und seine dürftige Körperbehaarung. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5102"></span></p>
<p><strong>Kognition bezeichnet alle mentalen Prozesse</strong></p>
<p>Durch den aufrechten Gang wurden die Hände frei und die Menschen konnten greifen, aufbauen, schaffen, halten, Höhlen frei räumen, Wohnraum schaffen, Getreide anbauen – Natur zähmen und Kultur schaffen. Michaele Brohm-Badry weiß: „Rein biologisch betrachtet bestehen wir aus einem Zellhaufen, der in Kopf, Hals, Rumpf und Gliedmaßen sowie Organe gegliedert ist. Er sind wohl rund 100 Billionen Zellen pro Mensch – also 100 mal 1000 Milliarden, wobei allein 86 Milliarden Nervenzellen im Gehirn liegen.“ </p>
<p>Kognition, Motivation und Emotion sind die drei psychischen Grundfunktionen. Kognition bezeichnet alle mentalen – also geistigen – Prozesse eines Lebewesens. Dazu gehören etwa Wahrnehmen, Denken, Lernen, Erinnern, sich etwas vorstellen, Fantasieren, Beobachten, Bewerten oder Planen. Alles also, was im Gehirn vor sich geht und mit unbewussten oder bewussten geistigen Vorgängen zu tun hat. Motivation bezieht sich auf das Wollen und schließt Handlungsvorsätze ein.</p>
<p><strong>Die Stimmung ist ein diffuser Gefühlszustand</strong></p>
<p>Man versteht die Motivation als die Kraft, die ein Verhalten auslöst, ändert oder aufrecht hält. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Das Verhalten bezieht sich meist auf die Motive, etwas zu leisten, sozialen Anschluss zu finden, zu festigen oder Macht auszuüben.“ Die Emotion beschreibt Gefühle und deren Entstehungszusammenhang. Man verstand unter Emotion lange das Gegenstück des Geistes und umfasst alltagssprachlich alles, was ein Mensch fühlt. Heute weiß man, dass Angst, Ärger oder Liebe erst durch kognitive Prozesse entstehen.</p>
<p>Die Seele kann dabei drei emotionale Zustände annehmen: als Stimmung, Emotion oder Affekt. Die Stimmung ist ein diffuser Gefühlszustand, der länger andauert und keinen besonderen Auslöser oder Fokus – ein Objekt – benötigt. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Sie ist die Alltagsemotion auf niedrigem Level. Man fühlt sich einfach so gut, schlecht, angenehm oder eben unangenehm gestimmt. Wir können die Stimmung als nicht besonders intensives emotionales Grundrauschen verstehen.“ Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Frauen tauschen Sexualität gegen Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Mar 2023 02:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen tauschen in allen Gesellschaften, in denen ihnen soziale und ökonomische Macht fehlt, ihre Sexualität gegen die Macht der Männer ein. Diese These vertreten der Sozialpsychologe Roy Baumeister und die feministische Anthropologin Paola Tabet. Eva Illouz fügt hinzu: „Tabet nennt dies den ökonomisch-sexuellen Austausch.“ In solchen Gesellschaften tauschen Frauen sexuelle Dienste mit den Männern, von ... <a title="Frauen tauschen Sexualität gegen Macht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-der-wert-des-koerpers.html" aria-label="Mehr Informationen über Frauen tauschen Sexualität gegen Macht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen tauschen in allen Gesellschaften, in denen ihnen soziale und ökonomische Macht fehlt, ihre Sexualität gegen die Macht der Männer ein. Diese These vertreten der Sozialpsychologe Roy Baumeister und die feministische Anthropologin Paola Tabet. Eva Illouz fügt hinzu: „Tabet nennt dies den ökonomisch-sexuellen Austausch.“ In solchen Gesellschaften tauschen Frauen sexuelle Dienste mit den Männern, von denen sie kontrolliert werden, zu unterschiedlichen Preisen. Diese bestehen im Normalfall aus einem langen Liebeswerben und Eheleben. Sie können aber auch die Form von Geschenken wie beim Dating oder die von Geld in der Prostitution annehmen. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-4379"></span></p>
<p><strong>Der weibliche Körper bekam einen enormen wirtschaftlichen Wert</strong></p>
<p>Nach den 1970er Jahren und in der sich anschließenden Konsumwirtschaft fanden zwei entscheidende Veränderungen statt. Eva Illouz kennt sie: „Dank der Antibabypille herrschte praktisch uneingeschränkter sexueller Zugang zu Frauen, der die Männer nur noch sehr wenig, nämlich weder eine Ehe noch eine aufwendige Werbung, noch auch nur eine Reihe von Rendezvous kostete. Und zweitens schuf die von den Medien- und Modebranchen betriebene Sexualisierung des weiblichen Körpers einen beachtlichen wirtschaftlichen Wert, von dem zumeist – aber nicht ausschließlich – Männer profitierten.“</p>
<p>Die britische Politikwissenschaftlerin Carole Pateman bringt es auf die knappe Formel: „Es existiert ein riesiger, millionenschwerer Handel mit Frauenkörpern.“ Es dürfte allerdings eher ein milliardenschwerer Handel sein. Die Sexualität entwickelte sich zu einer bezahlten wie unbezahlten Quelle von Mehrwert für eine Reihe von einflussreichen Industrien in Männerhand. Möglich gemacht wurde der wirtschaftliche Wert des weiblichen Körpers durch dessen Verwandlung in eine handelbare visuelle Größe. </p>
<p><strong>Ashley Mears prägt den Begriff „Look“</strong></p>
<p>Eva Illouz erklärt: „Neue Normen der Attraktivität wurden über ein ausgedehntes Netz an Branchen verbreitet. Von Beginn des 20. Jahrhunderts an propagierten die Massenmedien und der industrielle Komplex von Mode und Kosmetik Bilder schöner und eleganter Frauen in unbekanntem Ausmaß.“ Diese Bilder brachten neue Normen von Attraktivität hervor, deren Anziehungskraft über klassenbasierte Kleidungskodes hinaus allgemein funktionierte. Ihren Wirkmechanismus bezeichnet die Soziologin Ashley Mears als „den Look“, womit eine Mischung aus Kleidungsstil, Ausstrahlung und Figur gemeint ist. </p>
<p>Der individuelle Körper wurde somit in einem Prozess der Spektakularisierung zu einer rechtmäßig handelbaren Ware gemacht, zu einem Bild, das öffentliche Körperbilder nachahmte und spiegelte. In Prozeduren der Erzeugung und Präsentation des eigenen Selbst schlagen sich stets die vorherrschenden wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der Zeit nieder. Sexuelle Attraktivität ist eine neue Weise, wie sich der Körper mittels visueller Mediensymbole und Konsumgegenstände selbst in Szene setzen kann. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Sexualität ist die Quelle von Gewissheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 02:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Paradoxerweise bedeutet die Autonomisierung des Körpers, dass körperliche Erlebnisse eine Quelle der Gewissheit sind. Man weiß, was ein sexueller Körper oder ein sexuelles Erlebnis ist. Eva Illouz ergänzt: „Hingegen sind mit solchen Erlebnissen verbundenen Gefühle entweder ungewiss, oder sie müssen sich an körperliche Signale halten.“ Die Sexualisierung des Körpers, der als biologische Größe und physiologische ... <a title="Sexualität ist die Quelle von Gewissheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/sexualitaet-ist-die-quelle-von-gewissheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Sexualität ist die Quelle von Gewissheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Paradoxerweise bedeutet die Autonomisierung des Körpers, dass körperliche Erlebnisse eine Quelle der Gewissheit sind. Man weiß, was ein sexueller Körper oder ein sexuelles Erlebnis ist. Eva Illouz ergänzt: „Hingegen sind mit solchen Erlebnissen verbundenen Gefühle entweder ungewiss, oder sie müssen sich an körperliche Signale halten.“ Die Sexualisierung des Körpers, der als biologische Größe und physiologische Quelle von Lust verstanden wird, macht ihn zum Mittelpunkt der menschlichen Personalität. Sie schwächt jedoch die Bedeutung von Gefühlen für die Begründung einer Beziehung. Der Körper avanciert fortan zur einzigen oder zumindest zuverlässigeren Quelle des Wissens. Eva Illouz sagt, dass die Sexualisierung von Beziehungen ein Paradox mit sich bringt: Der Körper und die Sexualität werden zu einem Quell der Gewissheit. Der allgemeine Rahmen einer Beziehung jedoch ist ungewiss. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. <span id="more-3422"></span></p>
<p><strong>Gefühle sind der sexuellen Interaktion fremd geworden</strong></p>
<p>Die Ungewissheit bezieht sich aber nicht nur auf den Rahmen, das Ziel und die Grenzen der Interaktion. Sondern sie bezieht sich auch auf die Rolle, die sexuelle Attraktivität und Sexualität beim Zugehen auf eine Person spielen sollten. Körper und Sexualität fungieren als Wahrheit einer Beziehung. Sie sind aber unfähig, allein aus sich heraus emotionale Handlungsstrategien hervorzubringen. Das vormoderne Liebeswerben begann mit Gefühlen und endete mit Sex.</p>
<p>Zeitgenössische Beziehung mit lustvollem Sex müssen sich jedoch mit der angstbesetzten Herausforderung herumschlagen, Gefühle zu entwickeln. Der Körper ist zum Ort für den Ausdruck von Gefühlen geworden. Ein Klischee besagt, dass sich die Qualität einer Beziehung an der Qualität des Sexes zeigt. Gefühle aber sind sexuellen Interaktionen fremd geworden. Die Verwendungsweise des Terminus „negativ“, den Eva Illouz verwendet, unterscheidet sich von der, die in der philosophischen Tradition am gängigsten ist. </p>
<p><strong>Das Selbst sehnt sich nach Fülle</strong></p>
<p>Für Theodor W. Adorno war negatives Denken ein Merkmal des nichtidentischen Denkens. Das heißt jener Art zu denken, die einem Menschen dazu verhelfen konnte, das Besondere zu erfassen. Die Verwendung von „negativ“ von Eva Illouz hat auch wenig mit dem gemein, die Alexander Kojève mit seiner Interpretation von Hegels „Phänomenologie des Geistes“ populär machte: „Die Existenz von Selbstbewusstsein und somit Philosophie setzt also im Menschen nicht nur ein positives, passives, das Sein nur offenbar machendes Betrachten voraus, sondern auch noch eine das Daseiende negierende Begierde und somit eine dieses Daseiende verwandelnde Tat.“</p>
<p>Die Bedeutung der Negativität – das Selbst als eine Leere, die sich nach Fülle sehnt – wurde von Jacques Lacan für eine ganze Geistesrichtung zum Allgemeinplatz gemacht. Und definierte schließlich praktisch das Begehren selbst. Sie ist hier das Zeichen einer Subjektivität, die auf der Suche durch Anerkennung durch einen anderen ist. Sie ist auch eine Suche nach dem Begehren des anderen, und die sich doch nie mit der Aneignung der Anerkennung oder des Begehrens des anderen begnügen kann. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Der Körper leitet Botschaften zum Gehirn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2021 22:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn etwas nicht mehr so ist, wie es natürlicherweise sein sollte, meldet sich der Körper und leitet eine entsprechende Botschaft zum Gehirn. In der Regel ist dieses Signal stark genug, um im Gehirn entsprechende Reaktionsmuster auszulösen, die geeignet sind, die aufgetretene Störung abzustellen. Stark genug ist ein solches Signal aber nur dann, wenn es von ... <a title="Der Körper leitet Botschaften zum Gehirn" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-koerper-leitet-botschaften-zum-gehirn.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Körper leitet Botschaften zum Gehirn">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn etwas nicht mehr so ist, wie es natürlicherweise sein sollte, meldet sich der Körper und leitet eine entsprechende Botschaft zum Gehirn. In der Regel ist dieses Signal stark genug, um im Gehirn entsprechende Reaktionsmuster auszulösen, die geeignet sind, die aufgetretene Störung abzustellen. Stark genug ist ein solches Signal aber nur dann, wenn es von der betreffenden Person nicht nur einfach wahrgenommen wird, sondern wenn sie ihm ihre Aufmerksamkeit zuwendet und die damit einhergehende Aktivierung emotionaler Bereiche nicht unterdrück. Gerald Hüther weiß: „Erst dann erlangt diese aus dem eigenen Körper kommende Botschaft auch eine subjektive Bedeutung. Jetzt erst wird sie ihr Verhalten so verändern, dass dann auch im Körper alles wieder besser zusammenpasst.“ Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen. <span id="more-2942"></span></p>
<p><strong>Menschen sind zutiefst soziale Wesen</strong></p>
<p>Es gibt jedoch viele Menschen, die recht gut gelernt haben, sich über diese Botschaften aus ihrem eigenen Körper und über ihre körperlichen Bedürfnisse hinwegzusetzen. Ihnen war in ihrem bisherigen Leben etwas anderes wichtiger als ihre körperliche Gesundheit. Sie haben die Wahrnehmungen dieser Botschaften deshalb zu unterdrücken gelernt. Dabei sind dazu geeignete, hemmende Netzwerke in ihrem Gehirn entstanden. Deshalb spüren solche Personen ihren Körper mit seinen Signalen auch später im Leben nicht mehr empfindlich genug.</p>
<p>Die von dort zum Gehirn weitergeleiteten Signalmuster haben für sie keine Bedeutung mehr. Menschen sind zutiefst soziale Wesen. Auch wenn es manche bisweilen nicht wahrhaben wollen, sind sie als Einzelwesen nicht überlebensfähig. Als kleine Kinder ohnehin nicht, aber auch später im Leben sind Menschen auf andere angewiesen. Gerald Hüther stellt fest: „Ohne sie hätten wir weder Laufen noch Sprechen gelernt, geschweige denn Lesen und Rechnen, auch nicht Fahrradfahren oder einen Computer zu bedienen.“ </p>
<p><strong>Menschen suchen Nähe und Geborgenheit</strong></p>
<p>Jeder Mensch ist einzigartig, aber alle sind ein jeweils spezifisch ausgeformtes soziales Konstrukt. Deshalb ist es kein Wunder, dass alle Menschen Nähe und Geborgenheit, aber auch die Wertschätzung und Anerkennung anderer Menschen suchen. Wer sich von anderen nicht gesehen, nicht beachtet oder gar als abgelehnt und ausgegrenzt erlebt, in dessen Gehirn werden die gleichen Netzwerke aktiviert, die auch durch körperliche Schmerzen erregt werden. </p>
<p>Dieses sehr schmerzhafte Gefühl entsteht im Gehirn immer dann, wenn man mit Geschehnissen konfrontiert wird, die zwei psychische Grundbedürfnisse verletzen. Das sind zum einen das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Verbundenheit und zum anderen das nach Autonomie und Freiheit. Sie sind genauso stark und gehören ebenso zur menschlichen Natur wie Hunger und Durst, Beanspruchung und Erholung. Aber noch viel stärker als die Stillung dieser körperlichen Bedürfnisse hängt die Stillung dieser beiden seelischen Grundbedürfnisse von den anderen Menschen ab, mit denen man zusammenlebt. Quelle: „Lieblosigkeit macht krank“ von Gerald Hüther</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gerald Hüther fordert ein natürliches Leben</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/gerald-huether-natuerlich-leben.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 01:00:07 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Was man für die Aufrechterhaltung un Wiederherstellung der Gesundheit eines Menschen tun kann, ist nichts anderes, als so zu leben, wie es der menschlichen Natur entspricht. Gerald Hüther erläutert: „Wir müssen uns einfach nur so ernähren, dass alle Zellen in unserem Körper das bekommen, was sie brauchen, um all das möglichst gut tun zu können, ... <a title="Gerald Hüther fordert ein natürliches Leben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gerald-huether-natuerlich-leben.html" aria-label="Mehr Informationen über Gerald Hüther fordert ein natürliches Leben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was man für die Aufrechterhaltung un Wiederherstellung der Gesundheit eines Menschen tun kann, ist nichts anderes, als so zu leben, wie es der menschlichen Natur entspricht. Gerald Hüther erläutert: „Wir müssen uns einfach nur so ernähren, dass alle Zellen in unserem Körper das bekommen, was sie brauchen, um all das möglichst gut tun zu können, was sie lebendig bleiben lässt.“ Und natürlich muss man seinem Körper als Ganzes all das bieten, was er braucht, um gesund zu bleiben. Viel Bewegung gehört genauso zu seiner Natur wie frische Luft zum Atmen und sauberes Wasser zum Trinken. Und die Nervenzellen im menschlichen Gehirn brauchen Phasen der Beanspruchung, aber auch Zeit für Entspannung und Erholung. Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen. <span id="more-2818"></span></p>
<p><strong>Bei der Gesundheit gibt es ein Umsetzungsproblem</strong></p>
<p>Hektik und Schlafmangel entspricht nicht der Natur eines Menschen. Zu viel Durcheinander im Hirn auch nicht. Was der menschliche Körper braucht, um gesund zu bleiben, ist inzwischen bis ins kleinste Detail erforscht. Die Kinder lernen es schon im Kindergarten oder der Schule. Es lässt sich in Sachbüchern und Gesundheitsmagazinen nachlesen, wird im Rundfunk und Fernsehbeiträgen beschrieben und als Audio- und Videodateien im Internet verbreitet. </p>
<p>Längst sind es also nicht mehr mangelndes Wissen oder fehlende Gelegenheiten, was so viele Menschen daran hindert, ihr Leben so zu gestalten, dass sie gesund bleiben. Gerald Hüther stellt fest: „Wie in zahlreichen anderen Bereichen haben wir kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Auch durch noch weiter verbesserte Aufklärung wird sich das nicht überwinden lassen.“ Denn was Menschen dazu bringt, ihren bisherigen Lebensstil und ihr Verhalten zu verändern, ist nicht die objektive Beschreibung dessen, was ihrer Natur entspricht und deshalb gesund für sie wäre. </p>
<p><strong>Die meisten Menschen erkennen ungesunde Lebensweisen</strong></p>
<p>Wenn ihnen das, was die Menschen auf diese Weise erfahren, nicht unter die Haut geht, passiert auch nichts in ihren Gehirnen. Und unter die Haut geht einem Menschen eine solche Information nur dann, wenn sie in ihr oder ihm ein Gefühl auslöst, also zu einer Aktivierung emotionaler Bereiche im Gehirn führt. Erst dann bekommt das Gelesene oder Gehörte für die betreffende Person auch eine subjektive Bedeutung. Erst dann ist sie bereit darüber nachzudenken und sich ihrer ungesunden Lebensweise auch selbst bewusst zu werden.</p>
<p>Normalerweise brauchen die meisten Menschen gar keine Ratgeber, die ihnen vor Augen führen, was alles ungesund ist. In der natürlichen Beschaffenheit des menschlichen Körpers ist von Anfang an die Fähigkeit eingebaut, ein entsprechendes Signal zu erzeugen und zum Gehirn weiterzuleiten. Das geschieht immer dann, wenn man etwas tut, was einem nicht guttut. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man ein körperliches Bedürfnis verletzt, wenn man etwa zu wenig schläft, zu viel oder zu wenig trinkt oder isst, sich körperlich überlastet, zu lange irgendwo herumsitzt oder zu wenig Sauerstoff einatmet. Quelle: „Lieblosigkeit macht krank“ von Gerald Hüther</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein unverstellter Körper führt zur Lust</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 06:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo sich der menschliche Körper unverstellt zeigen darf, ist Lust. Ob er es darf, entscheidet jedoch nicht er alleine. Maßgebliche Teile des Selbst können beispielsweise der Überzeugung sein, dieser Körper sei niemanden zuzumuten. Oder körperlicher Kontakt sei grundsätzlich abzulehnen oder das eigene Selbst sei schlecht. Manfred Bauer weiß: „Stellt sich das Selbst – auf die ... <a title="Ein unverstellter Körper führt zur Lust" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-unverstellter-koerper-fuehrt-zur-lust.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein unverstellter Körper führt zur Lust">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wo sich der menschliche Körper unverstellt zeigen darf, ist Lust. Ob er es darf, entscheidet jedoch nicht er alleine. Maßgebliche Teile des Selbst können beispielsweise der Überzeugung sein, dieser Körper sei niemanden zuzumuten. Oder körperlicher Kontakt sei grundsätzlich abzulehnen oder das eigene Selbst sei schlecht. Manfred Bauer weiß: „Stellt sich das Selbst – auf die eine oder andere Weise – quer, dann mag der Körper einem Adonis gleichen oder der Allegorie des Frühlings entsprechen: Lust wird sich nicht einstellen.“ Auch ein Fitnessstudio gestählter Körper wird seinem Besitzer dann, wenn das Selbst nicht mitspielt, im Bett keine Freude bereiten. Denn Lust ist dort, wo sich nicht nur der Körper, sondern auch das Selbst unverstellt zeigen darf. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-2418"></span></p>
<p><strong>Einem lustvollen Selbst ist der Körper egal</strong></p>
<p>Joachim Bauer erläutert: „Einem lustvoll gestimmten Selbst ist es oft erstaunlich gleichgültig, ob der eigene Körper oder der des Gegenüber den jeweils herrschenden Schönheitsvorstellungen entspricht.“ Wenn das Selbst Lust hat, sich zu zeigen, dann stört es sich daran nicht im Geringsten, dass der Körper irgendwelchen Ansprüchen angeblich nicht genügt. Beginnend in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Körper im Allgmeinen und die Sexualität im Besonderen über mehr als hundert Jahre hinweg als eine ausschließlich durch biologische Mechanismen gesteuerte Maschine betrachtet. </p>
<p>Diese biologistische Schieflage war absolut verständlich und nachvollziehbar angesichts der enormen Fortschritte der Biologie. Gregor Mendel und Charles Darwin legten dabei die Grundlagen. Unbestreitbar sind der Körperbauplan, die Grundmuster des Metabolismus und das Geschlecht genetisch determiniert. Man hielt jedoch auch alles darüber Hinausgehende einschließlich Kondition, Charakter und Verhalten für genetisch vorbestimmt. Damit schien man ein wunderschönes, einfaches Modell zu haben. </p>
<p><strong>Umwelt und Ernährung beeinflussen die Gene</strong></p>
<p>Gene steuern danach den Metabolismus, dieser wiederum determiniert, wie sich der Körper entwickelt und welches Verhalten er zeigen wird. Seit Ende der 1980er Jahre war jedoch unübersehbar, dass Gene nicht nur steuern, sondern auch gesteuert werden. Dies geschieht nicht nur durch die Qualität der Umwelt und durch die Ernährung, sondern auch durch die Erfahrungen, die Lebewesen in ihrer Umwelt machen. Und durch die Art, wie sich ein Lebewesen seinerseits verhält. </p>
<p>Bei sozial lebenden Tieren und besonders beim Menschen zeigte sich, dass soziale Erfahrungen vom Gehirn ständig bewertet, in biologische Reaktionen umgewandelt werden und tief in den eigenen Körper hineinwirken. Das kann sogar zur Aktivierung oder Inaktivierung von Genen führen. Daher ändert sich der menschliche Körper unter dem Einfluss sozialer Erfahrungen – fortwährend, solange man lebt. Was sich jenseits körperlicher Grundmerkmale und des Geschlechts im Menschen entwickelt, unterliegt keiner Vorherbestimmung durch die Gene. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ein perfekter Körper verschafft Bewunderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2020 06:31:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielen Menschen tritt der eigene Körper als ein beherrschbares und manipulierbares Objekt entgegen. Er wird zu einem Schauplatz der Selbstversicherung. Das geschieht in einer Zeit, in der so viele Bereiche des Lebens fragil geworden sind und sich der eigenen Kontrolle entziehen. Ernst-Dieter Lantermann schreibt: „Die Gewissheit unserer Herrschaft über den Körper lässt uns die Unsicherheiten ... <a title="Ein perfekter Körper verschafft Bewunderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-perfekter-koerper-verschafft-bewunderung.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein perfekter Körper verschafft Bewunderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Menschen tritt der eigene Körper als ein beherrschbares und manipulierbares Objekt entgegen. Er wird zu einem Schauplatz der Selbstversicherung. Das geschieht in einer Zeit, in der so viele Bereiche des Lebens fragil geworden sind und sich der eigenen Kontrolle entziehen. Ernst-Dieter Lantermann schreibt: „Die Gewissheit unserer Herrschaft über den Körper lässt uns die Unsicherheiten leichter ertragen oder vergessen, an denen wir uns im täglichen Leben reiben. Ein perfekt aufgerüsteter Körper verschafft uns nicht nur Anerkennung und Bewunderung. Er wird auch zum Garanten unserer Selbstsicherheit und Selbstwertschätzung, unserer sozialen Identität. Ja er wird sogar zum Garanten eines mit Sinn und Energie erfüllten Lebens.“ In ihrer Streitschrift „Wir Schönheits-Junkies. Plädoyer für eine gelassene Weiblichkeit“ verweist Christian Zschirnt darauf, dass noch nie der bloßen Tatsache, im „richtigen“ Körper zu stecken, so viel Bedeutung verliehen worden sei wie heute. Ernst-Dieter Lantermann war von 1979 bis 2013 Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Universität Kassel. <span id="more-2354"></span></p>
<p><strong>Im schönen Körper findet die Jugend zu sich selbst</strong></p>
<p>Nie zuvor habe ein perfekter Körper als die Lösung aller Probleme gegolten. Heute solle er die Antwort auf Identitätskrisen, Leistungsschwächen, Selbstachtungsdefizite, Einsamkeit, Lieblosigkeit sein. All das werde verschwinden, so das große Versprechen. Wenn man erst im richtigen Körper steckt, dann  kämen auch der richtige Partner, die richtigen Freunde, der richtige Job und das richtige Leben. Für viele Menschen ist die Art und Weise, wie sie mit ihrem Körper verfahren, wie sie dessen Grenzen ausloten, ihn testen und nach eigenen Vorstellungen modellieren und optimieren, zu einer umfassenden Lebensaufgabe, zu ihrem Lebensstil geworden.</p>
<p>Und gerade jüngere Menschen fühlen sich oft nur dann anerkannt, beliebt und wertvoll, wenn es ihnen gelingt, zumindest für einige Momente so perfekt und schön auszusehen wie ihr – in der Regel medial vermitteltes – Schönheitsideal. Ernst-Dieter Lantermann erklärt: „Für sie ist nur ein schöner Körper ein guter Körper. Und nur mit einem schönen Körper finden sie zu sich selbst. Sie entdecken ihre Identität in einer Welt, die ihnen ansonsten keine Orientierungen mehr anbietet für die Entwicklung einer gefestigten sozialen Identität.</p>
<p><strong>Maximale Körperkontrolle verspricht Sicherheit</strong></p>
<p>Für andere Menschen stellt der eigene Körper zuallererst eine Gelegenheit dar, ihrem ausgeprägten Bedürfnis nach Einfluss und Kontrolle nachgehen und gerecht werden zu können. Mit einer maximalen Körperkontrolle versprechen sie sich einen Zuwachs an genereller Sicherheit ihrer Lebensführung. Diese vermittelt und sichert ihnen auch in Zeiten höchster Ungewissheiten ein hohes Vertrauen in die Gestaltbarkeit ihres Schicksals. Eine besondere Ausprägung dieser kontrollierenden Haltung dem eigenen Körper gegenüber hat in den vergangenen Jahren einen ungeahnten Aufschwung genommen. Dieser wurde erst durch die rasante Entwicklung digitaler Technologien möglich. Die Selbstvermessung des eigenen Körpers boomt.</p>
<p>Ernst-Dieter Lantermann erläutert: „Diese Bewegung steht gegenwärtig noch in ihren Anfängen. Aber nach den verfügbaren Zahlen kann man davon ausgehen, dass diese Art des Umgangs mit dem eigenen Körper von immer mehr Menschen als ein attraktive und im guten wie im schlechten Sinne dem Zeitgeist entsprechende Möglichkeit wahrgenommen wird, auf lustvolle, aufregende und entlastende Art und Weise ihre Unsicherheitserfahrungen in einer ungewissen und gefahrenvollen Welt zu bewältigen.“ Quelle: „Die radikalisierte Gesellschaft“ von Ernst-Dieter Lantermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gehirn und Körper formen den Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2020 05:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Üblicherweise gehen viele Menschen davon aus, dass der Geist vom Gehirn oder Zentralnervensystem erschaffen wird. Bei genauerem Hinsehen kann man allerdings erkennen, dass das nicht alles ist. David Gelernter erklärt: „Zu unseren Geisteszuständen gehören Gedanken und Gefühle; der Geist entsteht durch die Zusammenarbeit von Gehirn und Körper.“ Als einer von mehreren Philosophen spricht Ronald de ... <a title="Gehirn und Körper formen den Geist" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gehirn-und-koerper-formen-den-geist.html" aria-label="Mehr Informationen über Gehirn und Körper formen den Geist">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Üblicherweise gehen viele Menschen davon aus, dass der Geist vom Gehirn oder Zentralnervensystem erschaffen wird. Bei genauerem Hinsehen kann man allerdings erkennen, dass das nicht alles ist. David Gelernter erklärt: „Zu unseren Geisteszuständen gehören Gedanken und Gefühle; der Geist entsteht durch die Zusammenarbeit von Gehirn und Körper.“ Als einer von mehreren Philosophen spricht Ronald de Sousa von einem „zweispurigen Geist“, und bei den Spuren handelt es sich um „intuitive“ und „analytische“ mentale Abläufe. Auf die Annahme einer solchen Dichotomie kommt nahezu jeder, der schon einmal über den Geist nachgedacht hat. Menschen kommunizieren mit Sprache, auch mit Körpersprache – manchmal ist das so einfach wie ein Lächeln. Man kann sich etwas ausdenken oder nach Gefühl vorgehen. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2348"></span></p>
<p><strong>Menschen lösen Probleme durch Denken und durch Fühlen</strong></p>
<p>Menschen wissen nicht nur mit dem Geist, sondern auch mit dem Körper. Man trifft Entscheidungen und schmiedet Pläne nicht nur logisch, sondern auch emotional. In der Kultur der Gegenwart wird dem Rationalen gegenüber dem Emotionalen der Vorrang eingeräumt. Umgangssprachlich ist „rational“ gleichbedeutend mit sauber, gut beleuchtet, geschmackvoll dekoriert und tugendhaft. Das Emotionale ist klebrig und haltlos. Natürlich ist es auch schlecht, wenn man „keinen Fokus“ hat. Man warnt die Menschen davor, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen.</p>
<p>Manchmal gelangen Menschen durch Denken zur Lösung eines Problems, manchmal auch durch Fühlen. Manchmal kommen dabei unterschiedliche Entscheidungen heraus. Die meisten Menschen sind es gewohnt, dass ihre emotionalen Entscheidungen von rationalen, durchdachten Entschlüssen umgestoßen werden, aber manchmal ist es auch umgekehrt. Das emotionale System arbeitet in der Regel viel schneller, weil es unbewusst zu seinen Schlussfolgerungen gelangt. Manchmal kann man dafür sorgen, dass die eigenen Entscheidungen Bestand haben, indem man sie ausführt, bevor das Denken Zeit hat, sein Gewicht in die Waagschale zu werfen.</p>
<p><strong>Manchmal ersetzt das Fühlen das Denken</strong></p>
<p>David Gelernter stellt fest: „Manchmal können wir durch Fühlen unmittelbar zu einer Schlussfolgerung gelangen. In solchen Fällen ist das Fühlen nicht am Denken beteiligt, sondern es ersetzt das Denken.“ Manchmal gehen körperliche und geistige Gefühle auch ineinander über. Empfindungen sind geistige und körperlichen Phänomene zugleich, und das in einem Sinn, der für abstrakte Gedanken nicht gilt. In dem Kontinuum zwischen Körperlichem und Geistigem gibt es keine Möglichkeit eine Grenze zu ziehen.</p>
<p>Denken und Fühlen haben jeweils ihre eigenen Wege der Kommunikation. Wenn man starke Gefühle hat, zeigt auch der Körper, was man empfindet. So betrachtet, ist der Körper ein Teil des Gefühlssystems: Er spiegelt wider, was emotional abläuft. David Gelernter ergänzt: „Emotionale Entscheidungen werden außerhalb der bewussten Kontrolle getroffen und finden auch außerhalb der bewussten Kontrolle ihren Ausdruck.“ Menschen erleben Gefühle körperlich und teilen sie auch körperlich mit. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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