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	<title>Kinder &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Kindern und Alten sollte man zuhören</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 01:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alte]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Andreas Salcher schreibt: „Für ein Kind ist fast alles neu und es geht mit Staunen und Verwunderung an Situationen heran. Kinder leben ihr Leben nicht auf der Grundlage einer vorgefassten Meinung darüber, wie es sein sollte. Wenn Sie das nächste Mal mit Kindern zusammen sind, achten sie darauf, wie diese auf die Welt um sich ... <a title="Kindern und Alten sollte man zuhören" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-kindern-und-alten-menschen-zuhoeren.html" aria-label="Mehr Informationen über Kindern und Alten sollte man zuhören">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Salcher schreibt: „Für ein Kind ist fast alles neu und es geht mit Staunen und Verwunderung an Situationen heran. Kinder leben ihr Leben nicht auf der Grundlage einer vorgefassten Meinung darüber, wie es sein sollte. Wenn Sie das nächste Mal mit Kindern zusammen sind, achten sie darauf, wie diese auf die Welt um sich herum reagieren.“ Kinder sind nie fertig mit dem Lernen. Fangen Sie an Fragen zu stellen, wie Kinder es tun: Was ist das, warum ist es so, wie funktioniert das? Sobald Sie anfangen, derartige Fragen zu stellen, werden Sie mehr über Themen und Situationen lernen, von denen Sie glauben, dass Sie diese bereits kennen. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-6228"></span></p>
<p><strong>Bei älteren Menschen schleifen sich Muster und Erwartungen ein</strong></p>
<p>So hat der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi den Flow-Effekt entdeckt, indem er zufällig spielende Kinder beobachtete. Andreas Salcher nennt ein weiteres Beispiel: „TikTok-Gründer Alex Zhu sah während einer Zugfahrt Teenagern zu, die ständig Selfies machten und Musik hörten. Diese Erfahrung inspirierte ihn zu der Idee mit TikTok.“ Wird man älter, schleifen sich Muster und Erwartungen ein, man ist schon so vielen Menschen begegnet, dass man irgendwann glaubt zu wissen, was auf einen zukommt, statt bereits zu sein, sich vom Leben überraschen zu lassen.</p>
<p>Junge Menschen verstehen es besser, Situationen weniger voreingenommen zuzulassen, weil sie neue Erfahrungen machen wollen. Andreas Salcher erklärt: „Ein gewisses Maß an Naivität bringt viel Potenzial für neue Lösungswege, neue Herangehensweisen und neue Sichtwinkel.“ „Warum ist das Naive schön?“, hat Friedrich Schiller gefragt. „Weil die Natur darin über Künstelei und Verstellung ihre Rechte behauptet.“ Hören Sie auch alten Menschen zu.</p>
<p><strong>In der Universität des Lebens herrscht das Prinzip des Lernens</strong></p>
<p>Nutzen wir die Chance, mit alten Menschen in den Bilderbüchern ihres Lebens zu blättern, ihre Gipfelsiege und besonderen Augenblicke nochmals zu durchleben, davon wir unser eigenes Leben zu lernen. Andreas Salcher stellt fest: „Die älteste und zweifellos größte Universität ist jene des Lebens. Die Lehrenden sind die Großväter und die Großmütter. Die Studierenden sind die Jüngeren. Was die Universität des Lebens neben ihrer Größe so einzigartig macht, ist das herrschende Prinzip des Lernens.“</p>
<p>Denn die Dozierenden, also die ältere Generation, sind gleichzeitig die Lernenden, weil sie von den Jungen mit ihren Fragen immer wieder gefordert sind, ihr Wissen infrage zu stellen, und die Jungen sind immer auch die Forschenden, denn sie stellen Fragen, wollen Neues entdecken. Andreas Salcher fügt hinzu: „Die Hörsäle der Universität des Lebens sind die Wohnungen, Häuser, Bauernhöfe, Altenheime genauso wie die Parks, Dorfplätze, Wiesen und Wälder, überall dort, wo Junge auf Alte treffen können.“ Quelle: „Unsere neue beste Freundin, die Zukunft“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder besitzen eine natürliche Liebe zur Natur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 01:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Joachim Bauer schreibt: „Kinder und Jugendliche sind für die Liebe zur Natur und die Bereitschaft zu fühlen, was die Welt fühlt, besonders empfänglich. Die Fähigkeit zur Empathie, zur Einnahme der Perspektive ihrer Mitmenschen, zur sozialen Rücksichtnahme und zur dafür notwendigen Regulation eigener Emotionen müssen Kinder und Jugendliche erwerben.“ Das gelingt nur, wenn belastbare, verlässliche Beziehungen ... <a title="Kinder besitzen eine natürliche Liebe zur Natur" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-die-bedeutung-von-erziehung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder besitzen eine natürliche Liebe zur Natur">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Bauer schreibt: „Kinder und Jugendliche sind für die Liebe zur Natur und die Bereitschaft zu fühlen, was die Welt fühlt, besonders empfänglich. Die Fähigkeit zur Empathie, zur Einnahme der Perspektive ihrer Mitmenschen, zur sozialen Rücksichtnahme und zur dafür notwendigen Regulation eigener Emotionen müssen Kinder und Jugendliche erwerben.“ Das gelingt nur, wenn belastbare, verlässliche Beziehungen ihnen ein Grundgefühl vermitteln, dass die Welt ein sicherer Ort ist und dass sie selbst Wesen sind, denen ihre Würde und ein Wert zukommen. Die entscheidende qualitative Voraussetzung der Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, ist die Beziehungsorientierung. Das heißt die physische Präsenz gut ausgebildeter Begleiter, die beides bieten können: ersten die Bereitschaft, sich von jungen Menschen in Resonanz versetzen zu lassen und sich auf diese Weise in sie einzufühlen. Prof. Dr. Med. Joachim  Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-6191"></span></p>
<p><strong>Kinder haben eine natürliche Freude an kulturellen Aktivitäten</strong></p>
<p>Zweitens die Fähigkeit, in Kindern und Jugendlichen ihrerseits Resonanz auszulösen. Sozialität, Kulturalität und die Liebe zur Natur stehen in einem wechselseitigen Verhältnis. Joachim Bauer erklärt: „Wenn kleinen Kindern keine Traumatisierungen zugefügt wurden, haben sie nicht nur eine natürliche Freude an der Gemeinschaft und an kulturellen Aktivitäten – am gemeinsamen Singen, Musizieren, Sich-Bewegen, Spielen, Basteln und Malen –, sondern ganz besonders an der Begegnung mit der Natur. </p>
<p>Auch in Schulen herrscht bei Angeboten im Bereich Sport, Musik, Literatur, Theater, Philosophie, also bei alldem, was als „ästhetische Erziehung“ bezeichnet wird, ein krasser Mangel. Joachim Bauer betont: „Unsere Kultusbürokratien müssen es besser verstehen, dass die sozialemotionale Förderung von Kinder und Jugendlichen der einzig erfolgreiche Weg ist, sie auch intellektuell voranzubringen.“ Sozialität, Kulturalität und die Liebe zur Natur können sich einerseits gegenseitig fördern, andererseits wird der Mangel einer Komponente eine Verminderung oder Störung in den beiden anderen nach sich ziehen.</p>
<p><strong>Die empathische Verhalten von jungen Menschen ist rückläufig</strong></p>
<p>Der sollten die Bildungsinstitutionen noch besser dafür sorgen, dass junge Menschen in den Soziotropen, in denen sie die entscheidenden Kinder- und Jugendjahre verbringen – Familie, Kitas und Schulen –, auf allen drei Gebieten gefördert werden. Joachim Bauer erläutert: „Ein nicht geringer Teil unserer Kinder erlebt hier gravierende Mängel und zeigt zu erwartenden Störungen. Das kann seine Ursache in elterlichem Stress, in der unzureichenden Ausstattung unserer pädagogischen Einrichtungen oder in der bereits angesprochenen Rolle des Internets haben.“</p>
<p>Besonders besorgniserregend sind Hinweise auf eine Abnahme der Empathie-Fähigkeit in den letzten drei Jahrzehnten. Joachim Bauer weiß: „Dieser negativen Entwicklung lässt sich etwas entgegensetzen. Wie Untersuchungen zeigen, lassen sich junge Menschen schon im Kindergartenalter im Rahmen von Exkursionen für ein empathisches Verhalten gegenüber der Natur gewinnen.“ Ein extrem wertvoller Beitrag zur Herbeiführung einer ökologischen Wende könnte auch ein attraktiv ausgestaltetes, verpflichtendes Gemeinschaftsjahr sein. Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gute Beziehungen beruhen auf Anerkennung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Apr 2025 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer hochentwickelten Gesellschaft beruhen gute Beziehungen auf Anerkennung. Diese ist erheblich schwieriger zu geben und anzunehmen als etwa das Teilen der Beute in einer Jägerkultur oder die Versorgung der gebrechlichen Eltern mit Nahrung. Wolfgang Schmidbauer weiß: „Da beide Seiten wenig Gelegenheit haben, ihre Dankesschulden durch körperliche Präsenz und physische Gaben abzugelten, kommen Eltern ebenso ... <a title="Gute Beziehungen beruhen auf Anerkennung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wolfgang-schmidbauer-anerkennung-in-beziehungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Gute Beziehungen beruhen auf Anerkennung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer hochentwickelten Gesellschaft beruhen gute Beziehungen auf Anerkennung. Diese ist erheblich schwieriger zu geben und anzunehmen als etwa das Teilen der Beute in einer Jägerkultur oder die Versorgung der gebrechlichen Eltern mit Nahrung. Wolfgang Schmidbauer weiß: „Da beide Seiten wenig Gelegenheit haben, ihre Dankesschulden durch körperliche Präsenz und physische Gaben abzugelten, kommen Eltern ebenso wie Kinder in die familientherapeutische Praxis, wenn die Kränkungen überhandnehmen, insbesondere dann, wenn eine imaginäre Schuld nicht nur ignoriert wird, sondern Gegenforderungen auftauchen: Nicht ich bin dir, nein, du bist mir etwas schuldig geblieben.“ Wenn ein Therapeut unsicher ist, ob seine Arbeit Früchte trägt, wenn er an sich selbst zweifelt und diesen Zweifel nicht sinnvoll findet und produktiv nutzt, sondern mit Schuld- und Schamgefühlen auf ihn reagiert, dann stehen ihm zwei Auswege offen. Wolfgang Schmidbauer gilt als einer der bekanntesten Psychoanalytiker Deutschlands. <span id="more-5950"></span></p>
<p><strong>Fehlerhafte Eltern macht man für alles Böse verantwortlich</strong></p>
<p>Der Therapeut kann selbst die Abstinenz verletzen und hoffen, bei seinen Klienten Trost zu finden – die auffälligste Folge ist der sexuelle Übergriff –, oder aber er kann die Eltern oder Partner seiner Patienten schwarzmalen, um aus dem Kontrast zu diesen heller zu leuchten. Wolfgang Schmidbauer ergänzt: „Wenn der Patient klagt, dass sich sein Befinden nicht bessert, liegt das eben daran, dass sich die Eltern an ihm heftiger versündigt haben als bisher angenommen.“</p>
<p>Die defensiven Eigenschaften solcher Manöver sind an ihrer Schwarz-Weiß-Zeichnung und am Mangel an Selbstreflexion erkennbar. Aber gerade diese Qualitäten machen auch ihre Faszination aus. Wolfgang Schmidbauer erklärt: „Wie wir von guten Eltern alles Gute erhoffen, können wir fehlerhafte Eltern für alles Böse verantwortlich machen. Wer Prestige und Sinn stiftet, muss eine reine Gestalt sein.“ Er weckt Neid, der in voller Wut losbricht, wenn er sich als eigennützig entlarven lässt.</p>
<p><strong>Eltern leiden manchmal an den Vorwürfen ihrer erwachsenen Kinder</strong></p>
<p>Die nun sich selbst ernennenden Richter projizieren auf ihr Feindbild ein Stück eigener narzisstischer Unersättlichkeit. Wolfgang Schmidbauer erläutert: „Sie selbst sind sich – mit gutem Grund – der Reinheit ihrer Motive nicht ganz sicher. Aber solange sie eindeutige Teufel bekämpfen, stehen sie fleckenlos da.“ Die erwachsenen Kinder halten das Bild von Eltern fest, die stark und differenziert genug wären, um bei gutem Willen und entsprechendem Einsatz der nächsten Generation genau das zu geben, was ihr fehlt.</p>
<p>Wolfgang Schmidbauer kritisiert: „Leider entziehen sich Eltern böswillig oder gleichgültig von dieser Aufgabe. Sie verweigern dem Kind etwas, auf das ein Recht zu haben glaubt: Eltern, die so stark und einsichtig sind, wie man sie gerne hätte.“ Das Buch „Böse Väter, kalte Mütter?“ von Wolfgang Schmidbauer richtet sich an alle, die sich für Familien interessieren, vor allem aber an Eltern, die unter den Vorwürfen erwachsener Kinder leiden. Kritik an schlechten Eltern ist etabliert, denn sie gelten als belastbar und sollen Verantwortung tragen. Quelle: „Böse Väter, kalte Mütter?“ von Wolfgang Schmidbauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erziehung ist ein Phänomen der Generationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2025 02:00:23 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Wandel des Erziehungsstils ist notwendigerweise in den Verarbeitungschancen begründet, die jeder Generation zur Verfügung stehen sowie ihren gemeinsamen Erlebnissen und den daraus entstehenden Sichtweisen auf die Welt. Rüdiger Maas fügt hinzu: „Aber nicht nur: Wichtig ist auch, dass man auf den Spuren des Erziehungsstils sogenannte Interaktionseffekte berücksichtigt: Unter einem Interaktionseffekt versteht man in der ... <a title="Erziehung ist ein Phänomen der Generationen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/erziehung-ist-ein-phaenomen-der-generationen.html" aria-label="Mehr Informationen über Erziehung ist ein Phänomen der Generationen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wandel des Erziehungsstils ist notwendigerweise in den Verarbeitungschancen begründet, die jeder Generation zur Verfügung stehen sowie ihren gemeinsamen Erlebnissen und den daraus entstehenden Sichtweisen auf die Welt. Rüdiger Maas fügt hinzu: „Aber nicht nur: Wichtig ist auch, dass man auf den Spuren des Erziehungsstils sogenannte Interaktionseffekte berücksichtigt: Unter einem Interaktionseffekt versteht man in der Generationenforschung die Beeinflussung einer Generation durch eine andere.“ Was also für Eltern wichtig ist, kommt wiederum von ihren eigenen Eltern und wird sich über die Erziehung auch auf ihre Kinder übertragen und auswirken. Erziehung ist also ein Phänomen der Generationen. Die meisten Kinder, die in den 1940er-Jahren groß wurden, hatten in ihrer Kindheit nicht viel. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-5899"></span></p>
<p><strong>Die Nachkriegsgeneration war die nachhaltigste aller Generationen</strong></p>
<p>Und das wenige, dass sie hatten gaben sie nicht so einfach weg. Die Kriegs- und Entbehrungserfahrung war für die meisten so prägend, dass sie noch lange danach so sparsam lebten. Rüdiger Maas stellt fest: „Ihre Kinder wurden erwachsen, und längst gehörten Not und Knappheit der Vergangenheit an, doch Toast, Kuchen oder die Reste vom Mittagessen wurden nach wie vor eingefroren oder weiterverwendet, wenn etwas davon übrigblieb.“</p>
<p>Auch war es normal, dass es am nächsten Tag das Gleiche gab. Rüdiger Maas betont: „Etwas wegzuschmeißen, was noch verwertbar war, kam nicht in Frage und Menschen, die in dieser Zeit aufgewachsen sind, auch heute noch nicht in den Sinn.“ Wenn man so will, war diese Generation die nachhaltigste aller Generationen, gemessen am Verschleiß von Essen und Eigenbedarf. Auch die Bindung zwischen Eltern und Kindern war geprägt durch den Krieg und die folgenden Jahre.</p>
<p><strong>Die Kinder der Nachkriegsgeneration  werden auch die „stille Generation“ genannt</strong></p>
<p>Dazu gehörte, dass über die eigenen Gefühle nicht gesprochen wurde. Im Vordergrund standen der Wunsch und die Notwendigkeit, irgendwie durchs Leben zu kommen und den Alltag so gut es ging zu meistern. Rüdiger Maas ergänzt: „Unangenehmes, vor allem die traumatische Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, wurde oftmals ausgespart: die Fronterlebnisse des Vaters, die Kriegserlebnisse der Mutter, das Überleben und das Leben danach.“ </p>
<p>Gleichzeitig waren die Eltern von dem Wunsch beseelt, dass die nächste Generation so etwas niemals erleben sollte. Rüdiger Maas weiß: „Vieles wurde ausgeschwiegen, ausgesetzt oder umgangen, vieles durch Arbeit verdrängt. Fleißig sein und wenig fordern, das waren die Tugenden der Eltern, die ihre Nachkommen übernahmen.“ Die Kinder der Nachkriegsgeneration werden auch die „stille Generation“ genannt. Sie sind geprägt von Verzicht, materiell wie immateriell, von Disziplin und Diskussionsarmut. „Ich dulde keine Widerworte“ war ein häufiger Satz deutscher Väter in dieser Zeit. Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder beklagen sich über ihre Eltern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Dec 2024 02:00:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die meisten Menschen suchen Kontakte mit Personen, die ihnen gut tun und meiden Mitmenschen, die sie kränken. Wolfgang Schmidbauer weiß: „Kinder und Eltern verhalten sich oft gänzlich anders. Sie suchen, längst erwachsen und wirtschaftlich getrennt, immer noch nach Nähe und klagen über einen Mangel an Aufmerksamkeit.“ Sie weisen Geschenke zurück, die sie von anderen annehmen ... <a title="Kinder beklagen sich über ihre Eltern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-beklagen-sich-ueber-ihre-eltern.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder beklagen sich über ihre Eltern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Menschen suchen Kontakte mit Personen, die ihnen gut tun und meiden Mitmenschen, die sie kränken. Wolfgang Schmidbauer weiß: „Kinder und Eltern verhalten sich oft gänzlich anders. Sie suchen, längst erwachsen und wirtschaftlich getrennt, immer noch nach Nähe und klagen über einen Mangel an Aufmerksamkeit.“ Sie weisen Geschenke zurück, die sie von anderen annehmen würden. Sie wollen verstanden werden. Der Gedanke, dass Eltern nicht nur körperliche Bedürfnisse befriedigen und die Kinder in der Anpassung an die gesellschaftliche Realität unterstützen, sondern sie verstehen und glücklich machen, hat durchaus zweischneidige Folgen. Eltern ahnen oft nicht, welche Macht ihnen zugeschrieben wird. Sie sind hilflos gegenüber Aktionen des erwachsenen Kindes, die sich gegen eine Besatzungsmacht richten, von der die Eltern gar nicht wissen, dass sie existiert. Wolfgang Schmidbauer gilt als einer der bekanntesten Psychoanalytiker Deutschlands. <span id="more-5825"></span></p>
<p><strong>Eltern tragen an das Kind Phantasien heran</strong></p>
<p>Es gibt zwischen Menschen keine einseitige Transformation. Eine transformierende Beziehung wie die Erziehung wirkt in beide Richtungen. Wolfgang Schmidbauer erläutert: „Indem die Eltern an das Kind Phantasien herantragen, indem sie ihm Bilder vermitteln, was sie selbst gerne geworden wären und was sie sich wünschen, dass das Kind werde, wecken sie in dem Kind Gegenphantasien.“ Es baut Bilder auf, wie die Eltern beschaffen sein müssten, um die eigenen Ziele zu erreichen und ein befriedigendes Leben zu führen.</p>
<p>In vormodernen Kulturen ernähren und schützen die Eltern ihr Kind, solange es klein ist. Sobald es selbstständiger wird, ist es ebenso wie die Eltern Traditionen unterworfen, die über beiden stehen. Wolfgang Schmidbauer ergänzt: „Das ändert sich in der individualisierten Gesellschaft. Jetzt werden die Phantasien der Eltern mächtiger – und ebenso die des Kindes. Das Kind ist vor die Aufgabe gestellt, herauszufinden, wie konform die Phantasien der Eltern mit seinen eigenen sind.“</p>
<p><strong>Eine Konfliktquelle sind Dankesschulden</strong></p>
<p>Wenn die soziale Kindheit in europäischen Familien länger dauert als die körperliche, ergeben sich nicht nur Konflikte zwischen den Adoleszenten und ihren Eltern. Wolfgang Schmidbauer fügt hinzu: „Eine zweite Konfliktquelle sind Dankesschulden, welche die Beziehung zwischen den erwachsenen Kindern und ihren Vätern oder Müttern belasten. Hier wie in vielen anderen Bereichen wird deutlich, dass Zivilisationsschritte die Menschen komfortabler leben lassen, gleichzeitig aber psychischer Stress wächst.“</p>
<p>Die seelischen Belastungen ergeben sich daraus, dass mehr imaginäre Elemente in die Kind-Eltern-Beziehung eindringen. Wolfgang Schmidbauer erklärt: „Je länger die Abhängigkeit des Kindes von den Eltern dauert, desto mehr Phantasien wachsen in den Eltern, das Kind müsse ihnen ihre Mühe danken. Umgekehrt wachsen aber auch in den Kindern unbewusste Phantasien, die Eltern müssten dankbar sein, dass sie sich solange über alle möglichen Hürden gequält haben, um die Erwartungen der Eltern an ihren sozialen Erfolg zu erfüllen.“ Quelle: „Böse Väter, kalte Mütter?“ von Wolfgang Schmidbauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 02:00:26 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Generation]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Verhalten von Eltern, ihre Kinder auf Augenhöhe behandeln zu wollen, fußt auf einem Trugschluss, wie Psychologen wissen. Rüdiger Maas erklärt: „Eltern handeln nach dem Gefühl, dass klare Regeln und Grenzen für ihre Kinder frustrierend seien. Ihr Ziel dabei ist, dass die Kinder zufrieden und glücklich sind.“ Allerdings ist das der falsche Ansatz dafür, weil ... <a title="Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eltern-duerfen-die-kinder-nicht-auf-augenhoehe-behandeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhalten von Eltern, ihre Kinder auf Augenhöhe behandeln zu wollen, fußt auf einem Trugschluss, wie Psychologen wissen. Rüdiger Maas erklärt: „Eltern handeln nach dem Gefühl, dass klare Regeln und Grenzen für ihre Kinder frustrierend seien. Ihr Ziel dabei ist, dass die Kinder zufrieden und glücklich sind.“ Allerdings ist das der falsche Ansatz dafür, weil die Kinder so niemals die Erfahrung machen können, wie es ist, eigene Fehler einzugestehen und Probleme eigenständig zu bewältigen. Folglich sinkt die Frustrationstoleranz der Kinder weit nach unten. Denn alles, was sich die Kinder wünschen, servieren ihnen die Eltern – eben aus der Angst heraus, ihren Kindern mit harten Vorgaben und Regeln das Leben schwer zu machen. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-5732"></span></p>
<p><strong>Der Generationenbegriff zeichnet sich durch drei Merkmale aus</strong></p>
<p>Um diesen Erziehungsstil heutiger Eltern verstehen zu wollen, ist es notwendig in die deutsche Geschichte zurückzublicken. Die Generationenforschung beschäftigt sich mit dem Entstehen und Verändern von Generationen. Rüdiger Maas ergänzt: „In der Regel geht man seit Beginn des 20. Jahrhunderts von einer Altersspanne von 15 Jahren aus, in der neue Generationen mit eigenen Einstellungen, Verhaltensweisen und Ansichten entstehen.“ Damit wird die heutige Generation von Kindern, die Generation Alpha, die ab 2010 geboren ist, in der Regel von der Generation Y erzogen.</p>
<p>Eben von der Elterngeneration, die etwa 30 Jahre vor der Generation Alpha, also zwei Generationen zuvor, geboren wurde. Rüdiger Maas weiß: „Begründer dieser Generationeneinteilung war der Soziologe Karl Mannheim mit seinem bereits 1928 erschienenen Essay „Das Problem der Generationen“. Dort entwickelte Mannheim einen Generationenbegriff, der sich durch drei Merkmale auszeichnet.“ Die sogenannte Generationslagerung beschreibt eine Gruppe von Menschen, welche die gleichen Möglichkeiten haben, bestimmte Erlebnisse zu verarbeiten.</p>
<p><strong>Laut Karl Mannheim umfasst eine Generation die Zeitspanne von 15 Jahren</strong></p>
<p>Die gleichen Möglichkeiten der Verarbeitung der Erlebnisse resultieren daraus, dass man zu einem ähnlichen Zeitpunkt geboren ist – Karl Mannheim nahm dafür eine Zeitspanne von 15 Jahren an. Rüdiger Maas erläutert: „Wenn eine Generationslagerung dann tatsächlich ähnliche oder gleiche Erfahrungen macht, spricht man von einem Generationszusammenhang. Und wenn die ähnlichen oder gleichen Erlebnisse also nicht nur ähnlich verarbeitet werden, sondern in gemeinsamen politischen, sozialen oder weltanschaulichen Perspektiven auf die Welt münden, ist das dritte Merkmal erreicht, die Generationseinheit.“</p>
<p>Es ist also nicht gesagt, dass, nur weil 15 Jahre vergangen sind, tatsächlich auch eine neue Generation entsteht. Rüdiger Maas stellt fest: „Denn erst wenn alle drei Merkmale des Mannheimschen Generationenbegriffes erfüllt sind, kann man von einer Generation sprechen.“ Denn was würde für Menschen gelten, die zwar in einer bestimmten Zeit geboren sind, von den aktuellen Erlebnissen aber nichts mitbekommen oder ganz andere Sichtweisen als ihre Zeitgenossen ausbilden? Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Technologien verschlingen Eltern und Kinder</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-streit-um-technologien-beherrscht-viele-familien.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 01:00:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn Jonathan Haidt mit den Eltern von Jugendlichen redet, kommt das Gespräch oft auf Smartphones, soziale Medien und Videospiele. Die Geschichten, die Eltern ihm erzählen, weisen in der Regel einige Muster auf. Eines davon ist die Geschichte vom „ständigen Konflikt“. Jonathan Haidt erläutert: „Eltern versuchen, Regeln festzulegen und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen. Doch es ... <a title="Technologien verschlingen Eltern und Kinder" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-streit-um-technologien-beherrscht-viele-familien.html" aria-label="Mehr Informationen über Technologien verschlingen Eltern und Kinder">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Jonathan Haidt mit den Eltern von Jugendlichen redet, kommt das Gespräch oft auf Smartphones, soziale Medien und Videospiele. Die Geschichten, die Eltern ihm erzählen, weisen in der Regel einige Muster auf. Eines davon ist die Geschichte vom „ständigen Konflikt“. Jonathan Haidt erläutert: „Eltern versuchen, Regeln festzulegen und Grenzen zu ziehen und durchzusetzen. Doch es gibt so viele elektronische Geräte, so viele Argumente dafür, dass die Regeln gelockert werden müssen, und so viele Möglichkeiten, die Regeln zu umgehen, dass das Familienleben mehr und mehr vom Streit um Technologien beherrscht wird.“ Familienrituale und grundlegende menschliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, kann sich anfühlen, als müsste man einer ständig steigenden Flut widerstehen, einer Flut, die Eltern wie auch Kinder verschlingt. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-5682"></span></p>
<p><strong>Viele Eltern fühlen sich gefangen und machtlos</strong></p>
<p>Jonathan Haidt betont: „Bei den meisten Eltern, mit denen Jonathan Haidt spricht, dreht sich die Geschichte nicht um eine diagnostizierte psychische Erkrankung.“ Vielmehr ist es die grundlegende Sorge, dass hier etwas Unnatürliches vor sich geht und ihre Kinder etwas – tatsächlich fast alles – verpassen, während sich ihre Online-Stunden häufen. Doch manchmal haben die Geschichten eine noch düstere Note. Die Eltern haben das Gefühl, dass sie ihr Kind verloren haben. </p>
<p>Ganz egal, welchem Muster die Geschichte folgt, die sie erzählen, oder wie ernst sie ist – immer gleich ist die Ohnmacht der Eltern, die sich gefangen und machtlos fühlen. Jonathan Haidt stellt fest: „Die meisten Eltern wünschen ihren Kindern keine smartphonebasierte Kindheit, doch irgendwie hat sich die Welt auf eine solche Weise neu konfiguriert, dass jeder Vater, jede Mutter, die sich widersetzt, ihr Kind zu sozialer Isolation verdammt.“ In den 2000er-Jahren gab es kaum Anzeichen dafür, dass die psychische Gesundheit von Jugendlichen bedroht war.</p>
<p><strong>Anfang der 2010er-Jahre litten Teens zunehmend unter Angst und Depressionen</strong></p>
<p>Dann, Anfang der 2010er-Jahre änderte sich die Situation ganz plötzlich. Jonathan Haidt erklärt: „Was psychische Erkrankungen angeht, so hat jeder Einzelfall mehr als eine Ursache. Es gibt stets eine komplexe Hintergrundstory, bei der Gene, Kindheitserfahrungen und soziologische Faktoren eine Rolle spielen.“ Jonathan Haidt konzentriert sich auf die Frage, warum die Raten für psychische Erkrankungen zwischen 2010 und 2015 bei der Generation Z – und einigen späterer Millennials – in so vielen Ländern anstiegen, während ältere Generationen viel weniger betroffen waren. </p>
<p>Was geschah mit den Teens Anfang der 2010er-Jahre? Die Forschung muss herausfinden, wer seit wann unter was litt. Jonathan Haidt schreibt: „Wichtige Hinweise zur Lösung des Rätsels fanden wir, als wir uns eingehender mit Daten zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen beschäftigten. Der erste dieser Hinweise ist, dass sich die Zunahme auf Störungen im Zusammenhang mit Angst und Depressionen konzentriert, die in der Fachsprache der Psychiatrie als „internalisierende Störungen“ zusammengefasst werden.“ Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Erziehung benötigt Regeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Impulskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Rüdiger Maas erläutert: „Sozialisation beschreibt die Einpassung eines Menschen in die Gesellschaft, in die gesellschaftlichen Werte, Normen und Verhaltensweisen.“ Regeln in der Erziehung erleichtern Kinder später einmal den Weg durch die verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen. Regeln sind aber auch wichtig für den Selbstschutz. Wenn Kinder die Erfahrung machen, dass ihnen nicht permanent alle Wünsche wie auf ... <a title="Die Erziehung benötigt Regeln" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-erziehung-benoetigt-regeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Erziehung benötigt Regeln">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rüdiger Maas erläutert: „Sozialisation beschreibt die Einpassung eines Menschen in die Gesellschaft, in die gesellschaftlichen Werte, Normen und Verhaltensweisen.“ Regeln in der Erziehung erleichtern Kinder später einmal den Weg durch die verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen. Regeln sind aber auch wichtig für den Selbstschutz. Wenn Kinder die Erfahrung machen, dass ihnen nicht permanent alle Wünsche wie auf Knopfdruck erfüllt werden, lernen sie, Bedürfnisse zu verschieben und ihre eigenen Impulse zu kontrollieren. Impulskontrolle ist wichtig, um sich nicht spontan einer Aktion oder Handlung hinzugeben, die man vielleicht im Nachhinein bereuen würde oder mit der man anderen Menschen Schaden zufügt. Lernt ein Kind das, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es einfach mal „draufhaut“, wenn ihm etwas nicht passt. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-5557"></span></p>
<p><strong>Eltern sind ganz einfach manchmal unsicher</strong></p>
<p>Oder größer gedacht: dass das Kind zum Mitläufer wird. Oder dass es ständig danach strebt, immer mehr zu bekommen, nämlich eben all das, nach dem ihm der Kopf steht. Rüdiger Maas betont: „Durch das Versagen von Wünschen können Kinder Strukturen um sich herum aufbauen, die sowohl sie selbst als auch andere Personen schützen als auch den Sozialisationsprozess in die Gesellschaft für das Kind erleichtern.“ Das heißt mitnichten, dass die heutige Elterngeneration keine Grenzen setzen würde. Viele Eltern tun das auch.</p>
<p>Einige machen dies jedoch an der falschen Stelle, zum falschen Zeitpunkt, wie viele Pädagogen berichten. Rüdiger Maas nennt ein Beispiel: „Ein Kind bekam beispielsweise Ärger von der eigenen Mutter, als es einem anderen Kind den Leberkäse weggegessen hatte. Aber nicht, weil es damit dem anderen Kind Unrecht getan hatte, sondern weil die Mutter meinte, das Kind vertrage keinen Leberkäse.“ Wie kann ein solches Verhalten zustande kommen? Eltern sind ganz einfach manchmal unsicher.</p>
<p><strong>Kinder sind keine Freunde oder Ersatzpartner</strong></p>
<p>Diese Eltern gehen Konflikten meist aus dem Weg und sind geradezu hilflos, wenn es darauf ankommt, Grenzen in der Beziehung zu setzen.  Rüdiger Maas erklärt: „Meiner Meinung nach hat das viel mit der Beschleunigung der gesellschaftlichen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Siegeszug des Internets zu tun.“ Für jede Handlung gibt es mittlerweile eine Alternative. Überauswahl macht aber nicht zufriedener, sondern verunsichert die Betreffenden in der Entscheidungsfindung. </p>
<p>Einige Pädagogen und Kindertherapeuten fordern, die natürliche Hierarchie zwischen Eltern und ihren Kindern wiederherzustellen, und warnen davor, Kinder wie Freude oder Ersatzpartner zu behandeln. In vielen Fällen lässt sich nicht nur eine Erziehung auf Augenhöhe beobachten, sondern eine Steigerung dessen. Rüdiger Maas stellt fest: „Viele Erzieher berichten, dass die Eltern ihren Kindern hinterhereifern. Sie wollen wie ihre Kinder sein und empfinden ihre Kinder sogar als Vorbilder.“ Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder brauchen liebevolle Resonanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2024 01:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanz]]></category>
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					<description><![CDATA[Joachim Bauer betont: „Liebevolle Spiegelung und Resonanz in den ersten Lebensmonaten. Inspirierende Angebote und Vorbilder in den Kinderjahren. Schließlich die in den Jahren der Adoleszenz an Heranwachsende adressierte Ermutigung, sich etwas abzufordern und sich anzustrengen, sind das Gelée royale für den sich entwickelnden jungen Menschen.“ Die elterliche Fürsorge kümmert sich nicht um die Entstehung eines ... <a title="Kinder brauchen liebevolle Resonanz" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-brauchen-liebevolle-resonanz.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder brauchen liebevolle Resonanz">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Bauer betont: „Liebevolle Spiegelung und Resonanz in den ersten Lebensmonaten. Inspirierende Angebote und Vorbilder in den Kinderjahren. Schließlich die in den Jahren der Adoleszenz an Heranwachsende adressierte Ermutigung, sich etwas abzufordern und sich anzustrengen, sind das Gelée royale für den sich entwickelnden jungen Menschen.“ Die elterliche Fürsorge kümmert sich nicht um die Entstehung eines kindliches Selbst per se. Eltern und andere Bezugspersonen geben diesem Selbst über den Weg des vertikalen Selbst-Transfers auch einen Inhalt. Sie adressieren das Kind mit unzähligen Signalen, insbesondere solchen des Willkommenseins, der Distanz oder der Ablehnung. Diese Signale sagen dem Kind, wer es ist. Darüber hinaus geben Bezugspersonen ihre impliziten Grund- und Wertehaltungen an das Kind weiter. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5415"></span></p>
<p><strong>Liebevolle Zuwendung aktiviert ein Anti-Stress-Gen</strong></p>
<p>Früh internalisierte Botschaften führen im Kind, je nach Inhalt, zur Aktivierung oder Inaktivierung der genetischen Klaviatur. Joachim Bauer weiß: „Ein Beispiel von vielen: Kinder, die in den ersten Lebensmonaten in eine von ihnen als sicher und liebevoll erlebte Umgebung hineinwachsen, aktivieren ein für das gesamte spätere Leben bedeutsames Anti-Stress-Gen, welches das spätere Risiko vermindert, eine Depression zu erleiden.“ Die an den einzelnen Säugling, das Kleinkind oder den Jugendlichen adressierten Resonanzen sind das Gelée royale des Menschen. </p>
<p>Kinder, die bereits in den ersten Lebensmonaten kein hinreichendes Maß an dyadischer Ansprache erhalten, sondern emotional unterversorgt oder gar gänzlich vernachlässigt werden, entwickeln kein stabiles – insbesondere kein empathisches – Selbst. Joachim Bauer fügt hinzu: „Manche dieser Kinder entwickeln sich später zu Einzelgängern, andere neigen zu schwachem Selbstbewusstsein oder zu Depressionen, wiederum andere entwickeln Abhängigkeits- und Suchttendenzen.“ Allen gemeinsam ist, dass sie keine tiefen emotionalen Bindungen zu anderen Menschen eingehen können und sich innerlich einsam fühlen.</p>
<p><strong>Das Internet ist für Kinder in großen Teilen verheerend</strong></p>
<p>Die Welt bleibt ihnen auf eine für sie nicht erklärbare Weise fremd. Joachim Bauer kritisiert: „Die Erwartung, Kinder entwickelten von alleine eine Persönlichkeit, wenn ihre körperliche Grundversorgung  und eine hinreichende Aufsicht gesichert sind, entspringt einer immer noch verbreiteten, aber gefährlichen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen diametral widersprechenden Ideologie.“ Denn Kinder und Jugendliche bedürfen einer weit über das Säuglingsalter hinausrechenden, sich bis zur Volljährigkeit erstreckenden Investition an Unterstützung und Förderung. </p>
<p>Kinder müssen die Gelegenheit erhalten, interessante kognitive, sportliche und musikalische Angebote und Anregungen zu prüfen, um deren Nutzung gegebenenfalls zu einem Teil ihres Selbst werden zu lassen. Joachim Bauer erläutert: „Zugleich sollten sie lernen, nicht alles kritiklos in sich aufzunehmen, was ihnen angeboten wird. Was Kindern und Jugendlichen heute im Internet begegnet, ist in großen Teilen verheerend.“ Die Resonanzerfahrungen, die junge Menschen im Internet machen, öffnen keine Möglichkeitsräume für die individuelle Weiterentwicklung. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kinder brauchen Zuwendung und Lenkung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2024 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lenkung]]></category>
		<category><![CDATA[Zuwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Pädagogik benennt man zwei Dimensionen, die das elterliche Erziehungsverhalten kennzeichnen: Die Zuwendung und die Strukturierung oder Lenkung. Rüdiger Maas erläutert: „Zuwendung beschreibt die Bereitschaft und die Fähigkeit der Eltern, auf die Signale und Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Lenkung oder Strukturierung meint das Maß, in welchem Eltern klare Anforderungen und Erwartungen an das Kind ... <a title="Kinder brauchen Zuwendung und Lenkung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kinder-brauchen-zuwendung-und-lenkung.html" aria-label="Mehr Informationen über Kinder brauchen Zuwendung und Lenkung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Pädagogik benennt man zwei Dimensionen, die das elterliche Erziehungsverhalten kennzeichnen: Die Zuwendung und die Strukturierung oder Lenkung. Rüdiger Maas erläutert: „Zuwendung beschreibt die Bereitschaft und die Fähigkeit der Eltern, auf die Signale und Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Lenkung oder Strukturierung meint das Maß, in welchem Eltern klare Anforderungen und Erwartungen an das Kind stellen. Die Art und Weise, wie Eltern Zuwendung und Lenkung kombinieren, bildet deren Erziehungsstil.“ Die amerikanische Psychologin Eleanor Maccoby und der Psychologe Martin haben bereits im Jahr 1993 herausgefunden, dass ein hohes Maß an Zuwendung, kombiniert mit einem hohen Maß an Lenkung am günstigsten für die kindliche Entwicklung ist. Diesen Erziehungsstil nennt man auch autoritativ. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-5411"></span></p>
<p><strong>Der autoritäre Erziehungsstil hat viel Schaden angerichtet</strong></p>
<p>Der autoritäre Erziehungsstil dagegen setzt ein hohes Maß an Lenkung durch strikte Maßnahmen zur Disziplinierung an und legt nicht viel Wert auf die Selbstständigkeit der Kinder. Rüdiger Maas weiß: „Der autoritäre Erziehungsstil hat in der Vergangenheit viel Schaden angerichtet und Nachteile für die Kinder heraufbeschwört.“ Auch ein antiautoritärer Erziehungsstil hat seine Schattenseiten. Denn zwar ist Mitentscheiden nicht unbedingt schlecht, allerdings darf das nicht zu Gunsten von zu wenig Lenkung erfolgen.</p>
<p>Jedoch nehmen Diskussionen auf Augenhöhe stark zu. Rüdiger Maas nennt Beispiele: „So dürfen Kinder zu Hause oft entscheiden, was sie anziehen möchten. Im Winter nur ein T-Shirt, selbst wenn das Kind erkältet ist. In den Kindergarten darf es ebenfalls gehen, wenn das Kind das trotz Krankheit möchte.“ Das liegt vor allem daran, dass die Eltern keine Zeit oder Möglichkeit haben, sich zu Hause um ein krankes Kind zu kümmern oder lange zu diskutieren, was es anzuziehen gilt.</p>
<p><strong>Grenzen sind für die Entwicklung eines Kindes sehr wichtig</strong></p>
<p>Kranke Kinder mit Fieber in der Kita sind für Erzieherinnen schon lägst Alltag geworden. Dem Kind wird ein Fieberzäpfchen gegeben, und dann ab in die Aufbewahrung, sonst muss man wieder einen Arbeitstag opfern. Und das, obwohl die Kinder heutzutage stark im Fokus stehen. Rüdiger Maas erklärt: „Das hat viele Gründe: Im Schnitt werden weniger Kinder pro Familie geboren, wodurch sich die Aufmerksamkeit in vielen Familien auf ein Kind begrenzt. Der gesellschaftliche Wohlstand ist angestiegen, wodurch man sich mehr leisten kann.“</p>
<p>Wo manche Eltern früher vielleicht aus finanziellen Gründen Nein zu ihren Kindern sagen mussten, kann heute öfter Ja gesagt werden. Rüdiger Maas betont: „Grenzen sind aber für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig. Einmal aus gesellschaftlicher Perspektive: In der Gesellschaft herrschen bestimmte Regeln, wie wohl oder übel berücksichtigt werden müssen.“ Das fängt bereits in der Kita an, setzt sich fort in der Schule und begegnet einem Menschen später auch bei seinem Arbeitgeber. Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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