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	<title>Emotionen &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Emotionen sind die Vorläufer der Gefühle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 01:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist neurobiologisch erwiesen, dass sogar die Körperhaltung Auswirkungen auf das Befinden, das Denken und das Verhalten hat. Hadija Haruna-Oelker ergänzt: „Unser Körper ist Zugang und Brennglas verdeckter innerer Muster und zugleich der Schlüssel für Lösungen, wenn wir in Krisen strecken. Gefühle sind überall. Nicht ohne Grund wird in der Werbung auf den Dreiklang gesetzt: ... <a title="Emotionen sind die Vorläufer der Gefühle" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gefuehle-sind-ueberall.html" aria-label="Mehr Informationen über Emotionen sind die Vorläufer der Gefühle">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist neurobiologisch erwiesen, dass sogar die Körperhaltung Auswirkungen auf das Befinden, das Denken und das Verhalten hat. Hadija Haruna-Oelker ergänzt: „Unser Körper ist Zugang und Brennglas verdeckter innerer Muster und zugleich der Schlüssel für Lösungen, wenn wir in Krisen strecken. Gefühle sind überall. Nicht ohne Grund wird in der Werbung auf den Dreiklang gesetzt: über Emotionen die Neugier wecken und über die Neugier die Kenntnis.“ Damit wird die Brücke zwischen Emotion und Kognition geschlagen. Emotion ist ein Begriff, bei dem die meisten sicher an Gefühle wie Angst, Wut, Freude, Trauer und Liebe denken. In der Wissenschaft gibt es aber mehrere Erklärungen dafür: zum Beispiel, dass Gefühle Wahrnehmungen von Emotionen beziehungsweise von Körperzustandsveränderungen sind. Hadija Haruna-Oelker lebt als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich arbeitet sie für den Hessischen Rundfunk. <span id="more-6290"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen haben Schwierigkeiten über ihre Gefühle zu sprechen</strong></p>
<p>Gefühle sind also das Endprodukt, und Emotionen sind die körperlichen Vorläufer. Hadija Haruna-Oelker erklärt: „Mir wird warm, mein Herz schlägt schneller, meine Stimme wird lauter, oder ich spreche plötzlich mit mehr Druck in der Stimme – all das sind Emotionen.“ Hadija Haruna-Oelker versucht ihre Emotionen verstehen zu lernen, seitdem ihr Kind das tut. Schließlich wissen Kinder erst einmal nicht, wie das geht. Wenn sie Emotionen irgendwann entwickeln, brauchen sie ihre Eltern oder Bezugspersonen als Spiegel, um zu verstehen, in welchem Zustand sie sich befinden. </p>
<p>Zu sehen, wie ihr Kind einmal plötzlich Angst verspürte, dieser Moment wird Hadija Haruna-Oelker im Gedächtnis bleiben. Sie konnte die Angst in seinem Gesicht lesen und war aufgefordert, diesem Gefühl einen Namen zu geben. Hadija Haruna-Oelker stellt fest: „Vielen Menschen fällt es schwer, über ihre Gefühle zu sprechen, obwohl das heilsam und gerade in gesellschaftlichen Zusammenhängen hilfreich wäre.“ Hadija Haruna-Oelker hat sich deshalb angewöhnt, ihre Gefühle auf ihre Art auch in öffentlichen Runden auszudrücken.</p>
<p><strong>Man sollte seine Emotionen für andere sichtbar machen</strong></p>
<p>Hadija Haruna-Oelker vermutet: „Ich glaube, wir täten gut daran, Emotionen mit mehr Selbstverständlichkeit nach außen zu tragen und zu zeigen, dass das nichts mit Schwäche zu tun hat oder damit, dass wir machtlos werden.“ Die Stärke zu entwickeln, Emotionen für andere sichtbar zu machen, zeigt, dass wir alle menschlich sind. Hadija Haruna-Oelker ist der festen Überzeugung, dass wir nicht darum herumkommen, das Thema Differenz auch spirituell zu begreifen, wenn wir gute Beziehungen zueinander haben wollen.</p>
<p>Was für Hadija Haruna-Oelker heißt, einen Zustand zu erlangen, in dem sie wach und bewusst sich selbst und ihre Umgebung spürt, ohne von Gedanken, Erinnerungen, Fantasien oder anderen Gefühlen abgelenkt zu sein. Bist du da? Bist du bei dir? Warum passiert das alles gerade? Simple, einfache Fragen, die sie sich stellt, um die Füße wieder auf den Boden zu bekommen, um sich nicht im Stress oder in Konflikten zu verlieren, wenn sie sich in einer fordernden Situation befindet. Quelle: „Die Schönheit der Differenz“ von Hadija Haruna-Oelker</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Neue Gefühle verändern auch das Denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 01:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch Gefühle und Emotionen sind laut Maren Urner Informationen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus neuropsychologischen und anderen körperlichen Informationen, die ständig in einem Menschen vorhanden sind. Maren Urner erklärt: „Denn nur, weil wir sie noch nicht oder vielleicht auch niemals vollständig begreifen werden, sollten wir ihnen nicht ihre Existenz absprechen.“ Und dennoch ... <a title="Neue Gefühle verändern auch das Denken" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-veraenderung-der-gefuehle-veraendert-das-denken.html" aria-label="Mehr Informationen über Neue Gefühle verändern auch das Denken">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Gefühle und Emotionen sind laut Maren Urner Informationen. Dabei handelt es sich um einen Mix aus neuropsychologischen und anderen körperlichen Informationen, die ständig in einem Menschen vorhanden sind. Maren Urner erklärt: „Denn nur, weil wir sie noch nicht oder vielleicht auch niemals vollständig begreifen werden, sollten wir ihnen nicht ihre Existenz absprechen.“ Und dennoch sind es diese Informationen, auf Basis deren der größte Teil der Menschen in den meisten Situationen ihre Entscheidungen treffen. Dazu gehören sowohl kleine Entscheidungen wie auch ganz große. Kausal formuliert stimuliert unser Gefühlselben Ideen und Gedanken in uns. Eine Veränderung der Gefühle verändert ebenso das Denken. Bei aller Unterschiedlichkeit gilt dieses Prinzip universell – für alle Geschlechter, Altersgruppen und Kulturen. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-6272"></span></p>
<p><strong>Das Schönste hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden</strong></p>
<p>Gerade mit Blick auf Ersteres hört und liest man ja häufig, dass Frauen „emotionaler“ seien als Männer. Weit gefehlt. Maren Urner erläutert: „Ich denke, wenn wir von unterschiedlichen Leveln an Emotionen bei Frauen und Männern sprechen, verwechseln wir häufig die Anwesenheit von Emotionen mit dem Umgang mit ihnen – also die emotionale Reife.“ Wilhelm Busch hat es geschafft, die ganze Sache mit dem Sinn und Zweck des Lebens in einem fast poetische Satz zusammenzufassen.</p>
<p>Wilhelm Busch schreibt: „Das Schönste hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden.“ Maren Urner stellt fest: „Wie weit wir davon entfernt sind, unserem grundlegenden Wunsch nach Liebe und Anerkennung gerecht zu werden, zeigen die weltweit steigenden Zahlen an Menschen, die nicht nur allein leben, sondern sich aus einsam fühlen.“ Die Pandemie der Einsamkeit ist als globale Gesundheitsgefahr längst erkannt. Zahlreiche Studien belegen die dramatisch negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit inklusive einer verkürzten Lebenserwartung und einem erhöhten Risiko, an Demenz zu erkranken.</p>
<p><strong>Der Verlust einer innigen Beziehung gehört zu den schlimmsten Erlebnissen</strong></p>
<p>Maren Urner weiß: „Selten ist eine Studienlage so klar wie der Blick auf die Bedeutung von menschlichen Beziehungen für unser Leben: Gute soziale Beziehungen sind die wichtigsten Zutaten für ein zufriedenes Leben, und auf die Frage, was das schlimmste Ereignis in ihrem Leben gewiesen sei, antworten die meisten Menschen mit „der Verlust einer innigen Beziehung“.“ Menschen, die Freunde und Familie außerhalb des eigenen Hauses regelmäßig zu Gesicht bekommen, leben länger.</p>
<p>Das gilt auf für Ehepartner, die mehr gemeinsame positive Momente von Lebe und Verbundenheit erleben als andere. Maren Urner fügt hinzu: „Studie um Studie zeigt: Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, dass wir uns gemeinsam mit anderen Menschen gut fühlen. So werden angenehme Berührungen über spezielle Rezeptoren an den Insular-Kortex im Gehirn weitergeleitet.“ Diese Region spielt eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Quelle: „Radikal emotional“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen konstruieren ihre Emotionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 01:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Bisher war die Vorstellung geläufig, Emotionen würden aufgrund bestimmter äußerlicher Einflüsse – wie dem Messer, an dem wir uns schneiden, oder der tolle Mensch, in den wir uns verlieben – fast automatisch „passieren“. Maren Urner fügt hinzu: „Darin steck auch etwas Beruhigendes, denn immerhin befreit es uns aus der aktiven Rolle und entlässt uns in ... <a title="Menschen konstruieren ihre Emotionen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-ausloeser-von-emotionen.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen konstruieren ihre Emotionen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher war die Vorstellung geläufig, Emotionen würden aufgrund bestimmter äußerlicher Einflüsse – wie dem Messer, an dem wir uns schneiden, oder der tolle Mensch, in den wir uns verlieben – fast automatisch „passieren“. Maren Urner fügt hinzu: „Darin steck auch etwas Beruhigendes, denn immerhin befreit es uns aus der aktiven Rolle und entlässt uns in eine gewissen Widerstandslosigkeit.“ Frei nach dem Motto: „Ich konnte nicht anders!“ Gleichzeitig ist die Vorstellung, dass wir alle nahezu automatisch auf Anlässe, Auslöser und Reize mit bestimmten Gefühlen wie Wut, Angst, Ekel und Freude reagieren, auf gewisse Weise ein Gleichmacher. Egal ob arm oder reich, Frau oder Mann, Beamtin oder Bettler, die scharfe Klinge eines Messers an der Fingerkuppe schmerzt sie alle. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-6048"></span></p>
<p><strong>Die Gefühlswelt eines Menschen ist alles andere als deterministisch</strong></p>
<p>Doch bevor man es sich mit dieser Vorstellung zu gemütlich macht, lohnt ein tiefer Blick auf die Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte. Maren Urner weiß: „Sie zeigen: Emotionen entstehen nicht in geschlossenen neuronalen Schaltkreisen. Stattdessen sind sie immer von uns konstruiert. Wir selbst sind somit stets Architekten unserer eigenen Erfahrungen und Gefühlswelten.“ Bestimmt werden diese durch einen Mix aus Einflüssen aus der Umwelt, inklusive der eigenen Kultur, Erfahrungen aus der Vergangenheit mit all unseren Erlebnissen und unseren Erwartungshaltungen, Hoffnungen und Wünschen.</p>
<p>Diese Erkenntnis ist revolutionär. Die Gefühlswelt eines Menschen ist alles andere als deterministisch und „stabil“. Maren Urner ergänzt: „Stattdessen fühlen wir heute – selbst in gleicher Umgebung – anders als morgen und werden unsere Gefühle von unseren Erwartungen beeinflusst. Und zuletzt, aber nicht weniger wichtig, fühlst du anders als ich – oder besser gesagt: Ich konstruiere meine Gefühlswelt anders als du die deine.“ Hier deutet sich eine große kommunikative Herausforderung an.</p>
<p><strong>Menschen sind keine objektiven Informationsverarbeiter</strong></p>
<p>Maren Urner betont: „Das alles bedeutet, dass wir als Individuen unsere eigenen emotionalen Konzepte, die unseren Gefühlen und Emotionen zugrunde liegen, ständig beeinflussen und verändern.“ Um das bewusster zu tun, braucht man eine emotionale Reife. Der vielleicht größte Fehler, den Menschen, die andere Menschen von etwas überzeugen wollen, machen können, ist anzunehmen, dass wir eine Art objektiver Informationsverarbeiter sind. </p>
<p>Frei nach der falschen, aber nicht wenig populären Vorstellung: Wenn wir einen Menschen mit genügend Informationen versorten, wird er es schon irgendwann verstehen und auf eine bestimmte Art und Weise reagieren – idealerweise in der Form, die sich die Überzeugenden wünschen. Schließlich funktioniert das bei Computern ja auch. Wenn es doch so einfach wäre … Ja wenn. Dann wäre niemand übergewichtig und würde rauchen, weil Menschen auf den Rat ihre Ärzte hören würden. Quelle: „Radikal emotional“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Passende Wörter können das Handeln steuern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2025 01:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Frame]]></category>
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		<category><![CDATA[Worte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein einzelnes unter Umständen getarntes Wort kann verborgene Erinnerungen und Gedanken in einem Menschen aktivieren, die im vorliegenden Text gar nicht angesprochen werden. Thorsten Havener weiß: „So kann über die passenden Worte unser Handeln unauffällig gesteuert werden, ohne dass wir es auch nur ahnen.“ Ein wenig Basiswissen dazu kann nicht schaden. Sobald man ein Wort ... <a title="Passende Wörter können das Handeln steuern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-die-wirkung-von-worten.html" aria-label="Mehr Informationen über Passende Wörter können das Handeln steuern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein einzelnes unter Umständen getarntes Wort kann verborgene Erinnerungen und Gedanken in einem Menschen aktivieren, die im vorliegenden Text gar nicht angesprochen werden. Thorsten Havener weiß: „So kann über die passenden Worte unser Handeln unauffällig gesteuert werden, ohne dass wir es auch nur ahnen.“ Ein wenig Basiswissen dazu kann nicht schaden. Sobald man ein Wort hört oder liest, verbindet man mit diesem Wort ein Etikett. In der Sprachwissenschaft nennt man dieses Etikett auch „Konnotation“. Diese Konnotation bezeichnet das, was im Wort noch mitschwingt. Wie zum Beispiel Geschwindigkeit bei einem Geparden oder Langsamkeit bei einer Schildkröte. Was den meisten Menschen jedoch nicht klar ist: Diese Konnotationen haben eine nahezu magische Wirkung, denn sie sorgen dafür, dass man Wörter mit seinen Erinnerungen und in vielen Fällen auch mit seinen Gefühlen verbindet. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-6009"></span></p>
<p><strong>Wörter sind Symbole</strong></p>
<p>Das geht so weit, dass Wörter in einem Menschen sogar biochemische Reaktionen auslösen. Wörter sind Symbole. Thorsten Havener fügt hinzu: „Es ist nicht das Wort selbst, das die Reaktion in uns auslöst, sondern es ist die gedankliche Assoziation, die wir mit dem Wort haben.“ Mit dem Wort „Zitrone“ zum Beispiel verbinden Menschen eben nicht nur „Frucht“, sondern unter anderem auch „gelb“ und natürlich „sauer“. Die Assoziation mit „sauer“ ist bei den meisten Menschen so stark, dass sie automatisch mehr Speichel produzieren, wenn sie intensiv an eine Zitrone denken.</p>
<p>Sauer macht eben nicht nur lustig, sondern auch Speichel. Das Faszinierende dabei: Diese Reaktion ist echt. Sie ist eben nicht eingebildet. Vielmehr sorgt die Einbildung für eine echte, ja sogar messbare Reaktion. Thorsten Havener stellt fest: „Ein einzelnes Wort oder auch ein Satz haben also die Kraft, einen entsprechenden Gedanken auszulösen, der sich dann auf unsere Handlungen auswirkt.“ Wenn das mal keine Macht ist. Wenn Menschen also Wörter oder Sätze hören oder lesen, dann aktivieren sie in ihren Gedanken einen ganz eigenen Deutungsrahmen hierfür.</p>
<p><strong>Emotionen können von Mensch zu Mensch stark variieren</strong></p>
<p>In der Kognitionswissenschaft wird dieser Rahmen auch als „Frame“ bezeichnet. Der Frame nimmt dem Wort oder dem Satz die Neutralität, weil die aufgenommene Information sofort mit einer Wertung versehen wird. Thorsten Havener erläutert: „Ein Wort allein hat die Macht, maßgeblich zu beeinflussen, welche Lösung Menschen für ein Problem der Gesellschaft bevorzugen.“ Aber womit füllen Menschen ihre Frames? Woher kommt der gedankliche Inhalt?</p>
<p>Menschen bestücken ihre Frames mit ihrer Erfahrung. Hier kommt also Wissen aus der Vergangenheit ins Spiel. Und vor allem die damit verbundenen Emotionen. Thorsten Havener ergänzt: „Diese Emotionen können von Mensch zu Mensch stark variieren. Aus diesem Grund reagieren verschiedene Menschen unter Umständen auch so unterschiedlich auf ein und dieselbe Aussage.“ Über die Konnotation und die damit verbundene Erfahrung ist es anderen also möglich, über Sprache Bilder und Emotionen im Kopf eines anderen Menschen zu aktivieren und damit seine Handlungen zu beeinflussen, ohne die entsprechenden Wörter überhaupt zu benutzen. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Emotionen sind allgegenwärtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Ratio]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Subjektives Erleben und körperliche Reaktionen sind ein zentraler Bestandteil und das Bewertungssystem des menschlichen Seelenlebens. Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Das, was unsere Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Selbsteinschätzung beeinflusst. Freude, Angst, Kummer oder Überraschung im Ausdruck unserer Mimik, Gestik, in Klang und Verhalten.“ Dabei handelt es sich um ein komplexes Muster aus physiologischen Reaktionen, Gefühlen, kognitiven Prozessen ... <a title="Emotionen sind allgegenwärtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/hadija-haruna-oelker-emotionen.html" aria-label="Mehr Informationen über Emotionen sind allgegenwärtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Subjektives Erleben und körperliche Reaktionen sind ein zentraler Bestandteil und das Bewertungssystem des menschlichen Seelenlebens. Hadija Haruna-Oelker fügt hinzu: „Das, was unsere Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Selbsteinschätzung beeinflusst. Freude, Angst, Kummer oder Überraschung im Ausdruck unserer Mimik, Gestik, in Klang und Verhalten.“ Dabei handelt es sich um ein komplexes Muster aus physiologischen Reaktionen, Gefühlen, kognitiven Prozessen und Verhalten. Dazu gehören die Herzfrequenz, das Nervensystem und die hormonelle Steuerung. Für die Forschung in ihrer Komplexität und Vielgestalt ist das alles schwer zu fassen. Weil nicht jeder Mensch gleich ist und gleich reagiert. Sinnsuche, ein persönlicher Exkurs. So hätte ich dieses Kapitel auch überschreiben können. Aber so ist es nicht. Hadija Haruna-Oelker lebt als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich arbeitet sie für den Hessischen Rundfunk. <span id="more-5983"></span></p>
<p><strong>Erfahrungen von Diskriminierung bedeuten Stress</strong></p>
<p>Hadija Haruna-Oelker teilt in ihrem Buch „Die Schönheit der Differenz“, immer wieder persönliche Einblicke, weil sie glaubt, dass genau sie es sind, die einen Menschen ausmachen und seinem Handeln Tiefe geben. Alle Menschen erleben ihre persönlichen Erfahrungen anders. Sie stehen an unterschiedlichen Punkten, und das ist ja auch, was die Sache kompliziert macht, wenn es darum geht, über ein gleichberechtigtes, gerechteres Zusammenleben nachzudenken. </p>
<p>Hadija Haruna-Oelker stellt fest: „Aber dieses Thema nur mit dem Verstand anzugehen un des nicht in seiner emotionalen und körperlichen Verbundenheit zu begreifen wird der Sache nicht gerecht. In jedem Streit, jedem Konflikt und jeder politischen Eskalation geht es um Emotionen, um Reize, um Nerven, die bildlich gesprochen aus mit uns durchgehen können – zum Beispiel mir, wenn ich in Stress gerate.“ Erfahrungen von Diskriminierung bedeuten Stress. Dagegen hilft emotionale Kompetenz, die eine Übung für jeden Menschen ist.</p>
<p><strong>Die Wechselwirkung von Körper und Psyche wird nicht mehr infrage gestellt</strong></p>
<p>Es sind die psychischen, emotionalen und mentalen Erfahrungen, die das menschliche Bewegungsmuster formen und im Körper verankern. Hadija Haruna-Oelker hat begriffen, dass sie total funktional und effektiv unterwegs ist. Bei ihr geht vieles schnell, oft so schnell, dass sie sich selbst überholt. Innehalten braucht für sie Übung. Heute versucht sie, die emotionalen Signale ihres Körpers besser wahrzunehmen und in ihren Alltag miteinzubeziehen. </p>
<p>Nachdem Hadija Haruna-Oelker über die vergangenen Jahre gelernt hatte, ihre Ratio, ihre Kognition mit ihren Emotionen zu verbinden, war die nächste Etappe die Verbindung zu ihrem Körper, den sie so oft überhört, obwohl er soviel über sie weiß. Hadija Haruna-Oelker erläutert: „Unser ganzes Dasein sitzt und bildlich gesprochen in den Knochen, und wer sich selber reflektieren und weiterentwickeln will, wird nicht umhinkommen, den eignen Körper miteinzubeziehen.“ Wissenschaftlich wir die Wechselwirkung von Körper und Psyche nicht mehr infrage gestellt. Quelle: „Die Schönheit der Differenz“ von Hadija Haruna-Oelker</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Ein Gefühl und eine Emotion unterscheiden sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Mar 2025 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen wissen zwar, wie sehr Gefühlsäußerungen zum menschlichen Dasein dazugehören, aber trotzdem bestimmte Verhaltensmuster zeigen, um sie tunlichst zu vermeiden. Maren Urner stellt fest: „Diese Differenz zwischen „wissen“ und „handeln“ zeigt, dass es uns schwerfällt, auf die grundlegende Ebene der Gefühle und Emotionen zuzugreifen, die uns als Spezies ausmacht.“ An dieser Stelle bietet sich ... <a title="Ein Gefühl und eine Emotion unterscheiden sich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-ordnet-die-begriffe-gefuehl-und-emotion-ein.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Gefühl und eine Emotion unterscheiden sich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen wissen zwar, wie sehr Gefühlsäußerungen zum menschlichen Dasein dazugehören, aber trotzdem bestimmte Verhaltensmuster zeigen, um sie tunlichst zu vermeiden. Maren Urner stellt fest: „Diese Differenz zwischen „wissen“ und „handeln“ zeigt, dass es uns schwerfällt, auf die grundlegende Ebene der Gefühle und Emotionen zuzugreifen, die uns als Spezies ausmacht.“ An dieser Stelle bietet sich für Maren Urner eine kurze Einordnung der beiden Begriffe Gefühle und Emotionen an. Denn es lohnt sich ein kurzer Blick auf eine interessante Entwicklung in der psychologischen und neurowissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema. Vorab sei gesagt, dass auch nach über einem Jahrhundert Emotionsforschung noch unklar ist, was genau eine Emotion eigentlich ist. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-5912"></span></p>
<p><strong>Für eine Emotion gibt es keine einheitliche Definition</strong></p>
<p>Das ist auf der einen Seite beunruhigend, denn weil Maren Urner, selbst wenn sie es wollte, hier keine klare, einheitliche Definition liefern kann. Auf der anderen Seite findet Maren Urner es einen wundervollen Gedanken, weil es soviel Raum für neue Entdeckungen gibt. Unterschiedliche Ansätze gibt es viele. So wurden Emotionen beispielsweise als „evolutionäre, grundlegende Affektprogramme“, als „soziale und kulturelle Konstruktionen des Geistes“ und als „Mehrkomponenten-Prozesse, getrieben durch Beurteilung einer Situation“ konzeptualisiert.</p>
<p>Was also kann man mit Sicherheit über Emotionen und Gefühle sagen? Maren Urner weiß: „Als gemeinhin anerkannt gilt, dass Gefühle einen neurophysiologischen Zustand meinen, der uns bewusst zugänglich ist. Wir können sagen, wenn uns etwas schmerzt oder uns etwas erregt. Dafür benötigen wir einen bildgebenden Gehirn-Scan, sondern spüren es einfach.“ Vielleicht ausgelöst durch ein scharfes Messer oder eine schöne Berührung. Wie genau die neurophysiologische Basis des entsprechenden Gefühls „aussieht“, ist der Inhalt aktueller Forschungsprojekte von zahlreichen Neurowissenschaftlern.</p>
<p><strong>Gefühle finden im Gehirn statt</strong></p>
<p>Was man aber mit Sicherheit weiß – nur um das noch einmal festzuhalten: Gefühle sind neurophysiologisch, finden also im Gehirn statt. Maren Urner fügt hinzu: „Das Gleiche gilt für Emotionen. Anders als die einfachen, bewusst zugänglichen Gefühle, sind sie komplexer und involvieren meist verschiedene Gefühle, Stimmungen und Eindrücke. Wir können sie nicht immer klar benennen.“ Manchmal weil Menschen selbst noch gar nicht wissen, was gerade in ihnen vorgeht.</p>
<p>So wie man ständig an diese eine bestimmte Person denken muss, aber einem Menschen noch nicht klar ist, dass er gerade dabei ist, sich zu verlieben. Maren Urner ergänzt: „Oder wenn wir neu in eine fremde Stadt gezogen sind und uns eine gewisse Schwere aufgrund damit verbundener Abschiede umgibt, ohne dass wir die aufkommende Trauer direkt klar benennen können.“ Aufbauend auf diesem Grundverständnis von Gefühlen und Emotionen werden zukünftige Entwicklungen in der Gefühls- und Emotionsforschung umso interessanter. Quelle: „Radikal emotional“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/selbsterkenntnis-kann-emotionen-steuern.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 02:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine menschliche Fähigkeit baut auf der Selbsterkenntnis auf und besteht darin, die Emotionen zu steuern. Heidi Kastner erklärt: „Jede erkannte Emotion kann durch Beigabe unterschiedlicher Gedanken dramatisiert oder relativiert werden, was den weiteren Verlauf einer Interaktion beeinflusst.“ Eine weitere Komponente der emotionalen Intelligenz, die mit der zuvor beschriebenen eng verwandt ist und von Daniel Goleman ... <a title="Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/selbsterkenntnis-kann-emotionen-steuern.html" aria-label="Mehr Informationen über Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine menschliche Fähigkeit baut auf der Selbsterkenntnis auf und besteht darin, die Emotionen zu steuern. Heidi Kastner erklärt: „Jede erkannte Emotion kann durch Beigabe unterschiedlicher Gedanken dramatisiert oder relativiert werden, was den weiteren Verlauf einer Interaktion beeinflusst.“ Eine weitere Komponente der emotionalen Intelligenz, die mit der zuvor beschriebenen eng verwandt ist und von Daniel Goleman später auch dieser zugerechnet wurde, besteht darin, die eigenen Emotionen möglichst zielorientiert zu steuern und zu nutzen. Goleman argumentiert hier vor allem mit der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, ausdauernd ein Ziel zu verfolgen und Rückschläge als vorübergehend, aber nicht bestimmend zu erleben. Er sieht darin eine übergeordnete Fähigkeit, die sich verstärkend oder hemmend auf alle anderen Befähigungen auswirkt. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5776"></span></p>
<p><strong>Es gibt eine kognitive und eine emotionale Empathie</strong></p>
<p>Eine wesentliche Rolle kommt dabei der Impulsbeherrschung zu, die es Menschen ermöglicht, auf kurzfristig erreichbare kleinere Belohnungen zugunsten langfristiger größerer Gratifikationen zu verzichten. Eine weitere Fähigkeit bezieht sich auf einen Begriff, der mittlerweile zu einem Schlagwort geworden – fast möchte man sagen: verkommen – ist, nämlich die Empathie. Heidi Kastner weiß: „Daniel Goleman verstand Empathie als zentral für funktionierende Zusammenarbeit im beruflichen Kontext und als Voraussetzung für Beliebtheit, Wertschätzung und Anerkennung, also auch für die Einnahme von Führungspositionen.“</p>
<p>Unter dem Begriff versteht man die prinzipielle Möglichkeit, Emotionen und Motive anderer zu erkennen und sie nachzuempfinden. Heidi Kastner erläutert: „Ersteres wird als kognitive Empathie bezeichnet und ist verwandt mit der „theory of mind“, also der Fähigkeit, Handlungsmotive anderer aus dem Einfühlen in deren innerpsychische Abläufe nachzuvollziehen, Zweiteres als emotionale Empathie.“ Kognitive Empathie ist also erst einmal nichts anderes als die Fähigkeit, zu erkennen, was ein anderer in einer bestimmten Situation empfindet.</p>
<p><strong>Missbrauch der Empathie für manipulative Zwecke ist nichts Neues</strong></p>
<p>Heidi Kastner stellt fest: „Ob dieses Empfinden jetzt Auswirkungen hat auf mein eigenes Empfinden, indem ich mich beispielsweise auf diese Emotionen einstimme, mich „anstecken“ lasse und dieselben Gefühle entwickle, oder aus der Wahrnehmung heraus Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Fürsorge entfalte, steht auf einem ganz anderen Blatt.“ Logisch weitergedacht bedeutet das, dass jeder erfolgreiche Betrüger und jeder erfolgreiche Manipulator über ein hohes Ausmaß an Empathie verfügen muss.</p>
<p>Nur so kann es ihnen gelingen, die Menschen, deren Verhalten sie zu ihrem Gewinn steuern will, auch wirklich dorthin zu lenken, wo er sie braucht. Heidi Kastner fügt hinzu: „Missbrauch der Empathie für manipulative Zwecke ist nichts Neues, schon Immanuel Kant hat auf das destruktive Potenzial des einfühlenden Erkennens verwiesen und davor gewarnt.“ Immer wieder finden sich eindrückliche Beispiele dafür, wie sich Einzelne mit einem besonders guten Sensorium für kollektive Gestimmtheiten der in der Masse wirksamsten Emotionen bedienen. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Wahrnehmung kann verzerrt sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2024 02:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Urteilsverzerrung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Es kann zu Urteilsverzerrungen bei einem Menschen durch selektive Wahrnehmung kommen. Philipp Hübl erklärt: „Oft haben wir unser Wissen einfach nicht aktualisiert. Vor wenigen Jahrzehnten hatten tatsächlich deutlich weniger Menschen einen Stromanschluss im Haus als heutzutage, und Kinder waren deutlich seltener geimpft. Unsere Annahmen über die Weltlage sind also in gewisser Weise korrekt, nur gelten ... <a title="Die Wahrnehmung kann verzerrt sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-wahrnehmung-eines-urteils-kann-verzerrt-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Wahrnehmung kann verzerrt sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann zu Urteilsverzerrungen bei einem Menschen durch selektive Wahrnehmung kommen. Philipp Hübl erklärt: „Oft haben wir unser Wissen einfach nicht aktualisiert. Vor wenigen Jahrzehnten hatten tatsächlich deutlich weniger Menschen einen Stromanschluss im Haus als heutzutage, und Kinder waren deutlich seltener geimpft. Unsere Annahmen über die Weltlage sind also in gewisser Weise korrekt, nur gelten sie für eine längst vergangene Zeit.“ Da sich die Welt schnell ändert, kommen Menschen mit den Updates ihres Wissens nicht immer hinterher. Für Negatives sind Menschen besonders sensibilisiert. Diese Einschätzung hat in der Forschung sogar einen Namen, nämlich Negativverzerrung – negativity bias. Sie ist ein Grund, warum viele Menschen glauben, dass alles schlechter wird. Philipp Hübl ist Philosoph und Autor des Bestsellers „Folge dem weißen Kaninchen … in die Welt der Philosophie“ (2012). <span id="more-5748"></span></p>
<p><strong>Übertreibung ist besser als Nichtbeachtung</strong></p>
<p>Viele der menschlichen Emotionen funktionieren wie Feuermelder. Sie haben sich in der Evolution entwickelt, weil sie das Leben unserer Vorfahren schützten, indem sie verlässlich auf Gefahren ansprangen. Philipp Hübl fügt hinzu: „Und sie sind bis heute hypersensibel eingestellt. Angst beispielsweise schützt uns vor Gefahren. Beim Anblick von Schlangen und Spinnen zu erschrecken, ist sogar angeboren.“ Angst und andere Emotionen sind die Feuermelder des Körpers, die den Menschen signalisieren: „Achtung Gefahr!“</p>
<p>Sie helfen den Menschen, all das zu schützen, was einen Wert für sie hat, zum Beispiel ihr Leben, ihre Gesundheit und ihre Kinder. Die Parallele zur Moral liegt für Philipp Hübl auf der Hand: „Moralische Regeln sollen uns ebenfalls vor Gefahren und Schaden bewahren. Und so wie die Emotionen sind unsere moralischen Detektoren fein justiert, denn auch hier gilt: Übertreibung ist besser als Nichtbeachtung. Wir halten die Weltlage für schlimmer, als sie ist, weil nicht nur die Nachrichten, sondern wir selbst ganz automatisch den Fokus auf Nöte und Gefahren lenken und uns dabei selten die Mühe machen, unser Bauchgefühl mit den statistischen Daten abzugleichen. </p>
<p><strong>Menschen haben einen universellen Gerechtigkeitssinn</strong></p>
<p>In den letzten Jahrzehnten sind die Ansprüche vieler Menschen noch schneller gestiegen als der moralische Fortschritt. Das ist ein weiterer Grund für das Moralparadox, den Alexis de Tocqueville schon Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben hat. Philipp Hübl weiß: „Der französische Politikwissenschaftler hat 1831 in den Vereinigten Staaten ein Jahr lang die damals junge Demokratie beobachtet, in der es zumindest unter den freien Bürgern – die Sklaverei war noch nicht abgeschafft – keine Ständeunterschiede mehr gab, im Gegensatz zu vielen Ländern Europas.“</p>
<p>Alexis de Tocqueville stellte fest, dass Menschen einen universellen Gerechtigkeitssinn haben, der unter den richtigen Bedingungen zu moralischem Fortschritt führt. Er schrieb: „Der Hass der Menschen gegen das Privileg wird umso größer, je seltener und unbedeutender die Privilegien werden. Sind alle gesellschaftlichen Bedingungen ungleich, so verletzt keine noch so große Ungleichheit den Blick des Betrachters; inmitten allseitiger Gleichförmigkeit dagegen wirkt die kleinste Verschiedenheit anstößig; der Anblick wird umso unerträglicher, je weiter die Gleichförmigkeit fortgeschritten ist.“ Quelle: „Moralspektakel“ von Philipp Hübl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen kennen ihre Emotionen nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Aug 2024 01:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem Konzept baute Daniel Goleman auf der Definition der „emotionalen Intelligenz“ von Peter Salovey und John D. Mayer (1990) auf, die vier bis fünf wesentliche, darin enthaltene Fähigkeiten benannten. Heidi Kastner erläutert: „Zum ersten die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen. Wer nicht in der Lage ist, sein Gefühl vorerst einmal neutral und wertfrei ... <a title="Viele Menschen kennen ihre Emotionen nicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-selbsterkenntnis.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Menschen kennen ihre Emotionen nicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Konzept baute Daniel Goleman auf der Definition der „emotionalen Intelligenz“ von Peter Salovey und John D. Mayer (1990) auf, die vier bis fünf wesentliche, darin enthaltene Fähigkeiten benannten. Heidi Kastner erläutert: „Zum ersten die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen. Wer nicht in der Lage ist, sein Gefühl vorerst einmal neutral und wertfrei zu erkennen und zu benennen, kann in weiterer Folge nicht darüber nachdenken und kann die in Emotionen enthaltene Botschaft – von uns an uns selbst – nicht entschlüsseln.“ Da Menschen in Begrifflichkeiten denken, brauchen sie auch Begrifflichkeiten, um über Sachverhalten oder Emotionen reflektieren zu können. Es ist oft erstaunlich, aber auch aufschlussreich, wie wenig Menschen in der Lage sind, ihr Befinden zu beschreiben und ihren Befindlichkeiten zutreffend Ausdruck zu verleihen. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5603"></span></p>
<p><strong>Die deutsche Sprache kennt viele Wörter für belastende Befindlichkeiten</strong></p>
<p>Wenn Heidi Kastner Menschen wegen eines gravierenden Delikts begutachtet und sie fragt, wie sie sich unmittelbar davor gefühlt haben, ist die häufigste Antwort „nicht gut“. Heidi Kastner ergänzt: „Die Bitte, dieses „nicht gut“ näher zu definieren, führt meist zu Unverständnis, zu einer Beschreibung der Umstände – aber nicht des Gefühls – oder mehreren Wiederholungen von „nicht gut“.“ Gelegentlich wird auch die Formulierung „depressiv“ verwendet. </p>
<p>Dabei handelt es sich um eine im allgemeinen Sprachgebrauch angekommene Vokabel, die für alle möglichen Zustände, die mit Depression rein gar nichts zu tun haben. Das muss dann wieder genauer definiert werden, aber nur ganz selten kommt es dabei  einer nachvollziehbaren Präzisierung. Heidi Kastner stellt fest: „Nicht nur die deutsche Sprache kennt unterschiedlichste Wörter für belastende, unangenehme Befindlichkeiten. Man kann traurig sein, wütend, gekränkt, verletzt, wehmütig, verzweifelt, hoffnungslos, ohnmächtig oder verärgert.“ </p>
<p><strong>Es gibt Abwehrstrategien gegen unangenehme Situationen</strong></p>
<p>Jedes dieses definierten Gefühle birgt Informationen darüber, was genau jetzt für einen Menschen nicht passt und sein Befinden derart stört, dass irgendeine Handlung angebracht erscheint. Allerdings kann man die sinnvollste Vorgehensweise nur dann erkennen, wenn man darüber nachdenken kann, was einem warum jetzt derart in die Quere kommt, dass ein reines Ertragen und Aussitzen unmöglich erscheint. Es gibt jedoch einige Abwehrstrategien, um eine solche Situation wieder in den Bereich des Handhabbaren zu rücken.</p>
<p>Darunter fallen die Entwertung des Auslösers, Relativierung, für Fortgeschrittene auch: Erkenntnis eigener Anteile am unvorteilhaften Zustand. Diese können laut Heidi Kastner jedoch nur greifen, wenn man gedanklich den Schritt von „nicht gut“ und „es hat nicht gepasst“ zu „es kränkt mich, dass sie/er Vereinbarungen meist nicht einhält, weil ihm/ihr meine Prioritäten offenbar unwichtig sind, weil ich ihm/ihr anscheinend unwichtig bin gehen kann.“ Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 01:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestion]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Wille]]></category>
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					<description><![CDATA[Sobald der Wille und die Vorstellung eines Menschen miteinander in Konflikt stehen, wird die Vorstellung immer gewinnen. Thorsten Havener behauptet: „Die Vorstellung ist wichtiger als der Wille. Immer.“ Daher ist der Satz „Du musst nur wollen“ in vielen Fällen nicht der richtige Rat. Viel eher müsste es heißen: „Du musst dir vorstellen können, dass es ... <a title="Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-wille-versus-vorstellung.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Vorstellung siegt immer gegen den Willen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald der Wille und die Vorstellung eines Menschen miteinander in Konflikt stehen, wird die Vorstellung immer gewinnen. Thorsten Havener behauptet: „Die Vorstellung ist wichtiger als der Wille. Immer.“ Daher ist der Satz „Du musst nur wollen“ in vielen Fällen nicht der richtige Rat. Viel eher müsste es heißen: „Du musst dir vorstellen können, dass es geht.“ Eine Suggestion, die Thorsten Havener oft einsetzt, um das zu verdeutlichen, besteht darin, dass er einen Zuschauer dazu bringt, seinen Namen zu vergessen. Nachdem die Suggestion eingesetzt hat, fragt er ihn, ob er sich denn überhaupt an seien Namen erinnern will. Das wird praktisch immer bejaht. Trotzdem kann er sich nicht erinnern. Warum? Weil Thorsten Haveners Suggestion ihn davon überzeugt, dass er es nicht mehr kann. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5538"></span></p>
<p><strong>Emotionen haben eine unglaubliche Macht</strong></p>
<p>Der Glaube, dass alles eintritt, wie Thorsten Havener es ihm sagt, ist stärker, weil die Vorstellungskraft dem Willen überlegen ist. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion – also jede suggestive Idee, ob sie von uns kommt oder von jemand anderem – wird von unserem Unterbewusstsein akzeptiert und so ein Teil unseres Lebens.“ Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass die Suggestion das Bewusstsein eines Menschen passiert. Denn dort liegt die Vorstellungskraft.</p>
<p>Das Unterbewusstsein führt diese Vorstellung lediglich aus. Sobald die entsprechende Idee vom Unterbewusstsein akzeptiert wurde, folgt die Ausführung. Die Idee wird zur Realität. Thorsten Havener fügt hinzu: „Damit das passiert, kommt ein weiterer Faktor ins Spiel: unsere Emotionen. Die haben unglaubliche Macht. Denn je emotionaler eine Idee ist, desto stärker ist die Tendenz unseres Unterbewusstseins, sie zu akzeptieren. Deshalb haben Ideen und Gedanken, die unseren Interessen am nächsten liegen, auch die höchste Suggestivkraft.“ </p>
<p><strong>Emotional aufgeladene Ideen akzeptiert das Unterbewusstsein schneller</strong></p>
<p>Ideen und Gedanken, die im Zusammenhang stehen mit der Gesundheit eines Menschen, seinen Träumen, Lebenszielen und Reichtum sowie allem, was ihm am Herzen liegt, haben Kraft. Thorsten Havener ergänzt: „Und je stärker diese Ideen emotional aufgeladen sind, desto stärker ist ihre Kraft und desto schneller werden sie von unserem Unterbewusstsein akzeptiert.“ Deshalb geht man auch gerne Menschen auf den Leim, die im Internet tolle Sachen versprechen und die ihren Opfern einflüstern, dass sie sehr leiden werden, wenn sie das Angebot nicht annehmen.</p>
<p>Entscheidend für die Akzeptanz oder Rückweisung einer Suggestion ist weiter, welche gedankliche Verknüpfung man mit ihr herstellt. Thorsten Havener weiß: „Eine Idee, die mit unseren bereits vorhandenen Werten, Einstellungen und Glaubenssätzen im Einklang steht, wird also viel eher akzeptiert als ein Gedanke, den wir innerlich ablehnen. Ein guter Manipulator wird folglich genau darauf schauen, dass er seine Vorschläge so präsentiert, dass sie zunächst mit unseren Werten übereinstimmen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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