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	<title>Bedürfnisse &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Vorauseilender Gehorsam ist sinnlos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 01:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartung]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard K. Sprenger schreibt: „Sie sind nicht auf der Welt, um nach den Erwartungen anderer zu leben. Das ist ein bleibt eine reife Erkenntnisleistung – in der Regel braucht man für sie Narben, Falten, angesammeltes Leben. Sie sollten auf jeden Fall dafür sorgen, dass die Konfliktlinie zwischen Ihnen und Ihrem Konfliktpartner bleibt!“ Das ist ein ... <a title="Vorauseilender Gehorsam ist sinnlos" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-erwartungen-anderer.html" aria-label="Mehr Informationen über Vorauseilender Gehorsam ist sinnlos">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard K. Sprenger schreibt: „Sie sind nicht auf der Welt, um nach den Erwartungen anderer zu leben. Das ist ein bleibt eine reife Erkenntnisleistung – in der Regel braucht man für sie Narben, Falten, angesammeltes Leben. Sie sollten auf jeden Fall dafür sorgen, dass die Konfliktlinie zwischen Ihnen und Ihrem Konfliktpartner bleibt!“ Das ist ein enorm hilfreicher Gedanke, den Reinhard K. Sprenger in der Praxis immer wieder anbietet. Man sollte die Konfliktlinie nicht nach innen verlagern, nicht in sich hineinziehen. Vorauseilender Gehorsam oder Spekulationen darüber, was der andere wohl wollen könnte, sind sinnlos. Denn dabei projiziert man ohnehin nur die eigene Innenwelt auf den anderen. Wenn Sie Leistungspartner sind, wird zwischen Ihnen verhandelt. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-6285"></span></p>
<p><strong>Jeder sollte auf seine eigenen Bedürfnisse achten</strong></p>
<p>Dann respektiert man die Oberfläche: was jemand sagt, nicht was jemand meinen könnte. Einen keinen Fall sollte man vergessen, auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten. Reinhard K. Sprenger nennt ein Beispiel: „So wie Grateful Dead es taten, indem sie sich einfach weigerten, den Erwartungen der Musikindustrie zu entsprechen – und trotzdem erfolgreich, mehr noch: Kult wurden.“ Ein zusätzliches Drama beginnt, wenn man die Erwartungen anderer abwertet. Das ist schlicht unklug. Damit verpass man die Chance, möglicherweise Wertvolles vom anderen zu lernen.</p>
<p>Warum heißt die Erwartung „Erwartung“? Weil sie etwas mit „Warten“ zu tun hat. Reinhard K. Sprenger weiß: „Wenn Sie Er-Erwartungen haben, dann warten Sie, dass der andere sich nach diesen richtet, dass er das tun, was Ihrem Rechthaben entspricht. Das können Sie tun. Aber das hat eine Schattenseite: Sie bleiben passiv, geben das Ruder ihres Lebens aus der Hand. Der andere hat dann sehr viel Macht über Sie.“ Das hat wiederum Folgen für das Gefühlsleben. </p>
<p><strong>Erwartungen offenbaren Enttäuschungen</strong></p>
<p>Der andere kann Sie und Ihre Innenwelt manipulieren: Entspricht er Ihren Erwartungen, geht es Ihnen gut; entspricht er ihnen nicht, schlecht. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Dann steht Ihre Lebensqualität meilenweit offen für Manipulationen jeder Art. Wenn also Ihr Lebensglück davon abhängt, ob ein anderer etwas tut oder lässt, dann haben Sie ein Problem.“ Erwartungen sind das Problem, das Enttäuschungen offenbaren. Jeder kennt den Unterschied zwischen einem romantischen Tagtraum und dem tatsächlichen Zusammenleben mit jemanden.</p>
<p>Die Realität macht sehr viel Arbeit und ist selten das, was man sich erhofft hat. Wie können wir das jemals anders sein als permanent unzufrieden? Wei wir uns an anderen rächen, wenn sie uns nicht geben, was wir beanspruchen? Reinhard K. Sprenger rät: „Sie sollten zumindest die Option prüfen, ob Sie – wie oben gesagt – Ihre Erwartungen nicht einfach fallen lassen.“ Es gibt sogar eine therapeutische Option. Das ist die Botschaft: „Bleib, wie du bist!“ Ein Zauberspruch. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen können sich lebenslang verändern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2025 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[Radikale Veränderungen der Persönlichkeitspräferenzen sind zwar selten – aus dem Introvertierten wird selten ein stark extrovertierter Mensch –, aber tendenziell können sich Personen alle im Laufe der Zeit verändern und den 50 veränderbaren Prozent eine Richtung geben. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Durch diese Plastizität ist die Persönlichkeit weit weniger fixiert, als Psychobiologen bisher angenommen hatten. ... <a title="Menschen können sich lebenslang verändern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michaele-brohm-badry-persoenlichkeitspraeferenzen.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen können sich lebenslang verändern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Radikale Veränderungen der Persönlichkeitspräferenzen sind zwar selten – aus dem Introvertierten wird selten ein stark extrovertierter Mensch –, aber tendenziell können sich Personen alle im Laufe der Zeit verändern und den 50 veränderbaren Prozent eine Richtung geben. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Durch diese Plastizität ist die Persönlichkeit weit weniger fixiert, als Psychobiologen bisher angenommen hatten. Wir entfalten uns in einem Möglichkeitsraum, den wir aus Wechselwirkungen zwischen genetischer Anlage, unserem Umfeld und unseren individuellen Entscheidungen eingerichtet haben. IN diesem Möglichkeitsraum handeln wir.“ Bahnbrechende Erkenntnisse über das menschliche Handeln und die damit verbundene Entfaltung lieferten die US-amerikanischen Psychologen Edward Deci und Richard Ryan. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5923"></span></p>
<p><strong>Menschen wollen sich als selbstgesteuert wahrnehmen</strong></p>
<p>Michaela Brohm-Badry erklärt: „Sie konnten zeigen, dass unsere Entfaltung umso besser gelingt, je stärker drei menschliche Grundbedürfnisse befriedigt werden: Was uns selbstbestimmt mach, ist die Befriedigung der Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz sowie Verbundenheit.“ Zahlreiche nachfolgende Untersuchungen bestätigen Edward Decis und Richard Ryans Annahme. Autonomie ist ein psychologisches Bedürfnis: Menschen wollen sich als selbstgesteuert, nicht als fremdgesteuert oder abhängig von fremdem Willen wahrnehmen.</p>
<p>Es geht bei der Autonomie also um die Initiierung und Regulierung des eigenen Verhaltens. Das Autonomiebedürfnis ist befriedigt, wenn Menschen selbstbestimmt , aus freiem Willen handeln. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Fremdbestimmte Motivation zeichnet sich aus durch Verführung – zum Beispiel Belohnungen, Versprechen –, durch Zwang – zum Beispiel Bestrafung – oder Druck – zum Beispiel Drohung.“ Autonome Motivation hingegen zeichnet sich aus durch Wahlfreiheit und eigenen Willen, Einverständnis, Interesse und tiefe Wertschätzung für eine Sache. Handeln Menschen auf der Grundlage autonomer Motivation, also autonom, tun sie etwas aus eigenem Willen, stimmig mit sich selbst.</p>
<p><strong>Autonomie ist der Dreh- und Angelpunkt des Verhaltens</strong></p>
<p>Was Menschen in diesem Fall tun, entspricht ihren Werten und Interessen und sie tun es freiwillig mit hohem Engagement. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Autonomie und die damit verbundene Freiwilligkeit heißt aber nicht, dass Menschen vollkommen unabhängig agieren, sondern dass sie sich auch freiwillig, durch Einsicht oder Liebe beispielsweise, von etwas oder jemanden abhängig machen.“ Je mehr sich Michaela Brohm-Badry mit den Bedürfnissen von Menschen befasst, desto mehr denkt sie, dass Autonomie der Dreh- und Angelpunkt des Verhaltens ist.</p>
<p>Autonomie und Nähe zum Leben – Bezugnahme, Interesse wie Erich Fromm sagen würde. Im Grunde gibt es nur zwei Dinge: sich frei zu fühlen und sich auch so zu verhalten und die Welt, also die Menschen, alles Lebendige und den Ausdruck menschlicher Lebendigkeit, zu lieben – also Kultur und Natur, lesen, musizieren, malen, schreiben, Menschen, Käfer, Fliegen, Hunde, Katzen, Schweine, Rinder, Pferde, Bäume, Blumen, Unkraut, alles, was kreucht und fleucht, zu lieben, ohne Unterschied. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bedürfnisse verwandeln sich oft in Vorwürfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 02:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Erwartungstypen sind Bedürfnisse, die zumindest teilweise unreflektiert in den tiefen Schichten des Bewusstseins eines Menschen schlummern. Erst der äußere Anstoß des Nicht-Erfüllens verlagert sie ins Bewusstsein. Diese Chance wird jedoch selten genutzt. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Wir haben in der Regel nicht gelernt, uns selbst über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen aufzuklären, noch haben ... <a title="Bedürfnisse verwandeln sich oft in Vorwürfe" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-erwartungstypen.html" aria-label="Mehr Informationen über Bedürfnisse verwandeln sich oft in Vorwürfe">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erwartungstypen sind Bedürfnisse, die zumindest teilweise unreflektiert in den tiefen Schichten des Bewusstseins eines Menschen schlummern. Erst der äußere Anstoß des Nicht-Erfüllens verlagert sie ins Bewusstsein. Diese Chance wird jedoch selten genutzt. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Wir haben in der Regel nicht gelernt, uns selbst über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen aufzuklären, noch haben wir gelernt, darüber zu sprechen. Deshalb lenken wir sie aggressiv nach außen.“ Wenn Menschen sprechen, dann im Modus der Anklage: Sie externalisieren. Das haben sie gelernt. Daher kommen ihre Bedürfnisse zumeist in grimmiger Form ans Tageslicht: Bedürfnisse werden in Vorwürfe verwandelt. Unausgesprochene Erwartungen sind ebenso zugänglich wie üblich: Erwartungen und Maßstäbe sind dabei nicht abgeglichen worden. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5823"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen können sich nicht offen zu ihren Bedürfnissen bekennen</strong></p>
<p>Der naheliegende Grund dafür: Solange der Konflikt „negativ“ erlebt wird, fällt es vielen Menschen schwer, sich offen zu ihren Bedürfnissen zu bekennen. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Es könnte ja deutlich werden, dass der andere ihren Erwartungen nicht entsprechen will. Oder ihr eigener Zweifel an der Angemessenheit ihrer Erwartungen bestätigt wird.“ Deshalb ist die Neigung verbreitet, vorbeugend nicht zu viel zu erwarten. Das ist ein Leben aus dem Halben, nicht aus dem Vollen.</p>
<p>Wer diesen Konflikt vermeidet, vermeidet die Welt. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Und hofft. Häufig vergeblich. Dann wird es teuer. Sie zahlen entweder den Preis ihrer Selbstachtung oder hohe Abfindungen.“ Allerdings gilt auch: Man sollte sich nicht in Ausgesprochenen verlieren. Manchmal ist Schweigen einfach praktisch. Wer alle Konflikte im Voraus beseitigen will, sollte erst gar keine Beziehung beginnen. Denn allem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne.</p>
<p><strong>Die Liebe ist immer eine zweifelnde Liebe</strong></p>
<p>Es ist nicht klug, ihn gleich zu Beginn zu zerstören. Viele Wege entstehen erst beim Gehen. Und selbst die Liebe kann sich entwickeln. Auch die Liebe zu einer Aufgabe. Eine Definition sozialer Konflikte lautet: Der andere erfüllt nicht die eigenen Erwartungen. Das Gefühl kennen viele Menschen seit frühester Kindheit – dass ihre Erwartungen frustriert werden. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Was ihr ganzes Leben überschattet mit der Möglichkeit, nicht das zu bekommen, was sie wollen.“</p>
<p>Verständlicherweise gefällt ihnen das heute noch nicht. Wenn mich ein anderer enttäuschen kann, gebe ich ihm ja Bedeutung für mein Leben. So wie die Liebe für einen anderen immer eine zweifelnde Liebe ist, die mit der Möglichkeit Nichtwiedergeliebtwerdens rechnen muss – sonst wäre sie nicht die ganze Liebe. Bezogen auf die eigenen Erwartungen hat man verschiedene Handlungsmöglichkeiten. Erstens kann man an seinen Erwartungen festhalten. Das tut man sehr häufig. Aber das ist nicht kostenlos. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen verwechseln oft ihre Bedürfnisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2024 02:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham Maslow]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[Abraham Maslow verbrachte eine trostlose Kindheit voller seelischer Härten und war sozial isoliert, ein Außenseiter. Ingo Hamm ergänzt: „Also saß der junge Abraham stundenlang in Bibliotheken und entwickelte ein geistiges Wachstum, das die sozialwissenschaftliche Welt heute noch in Atem hält.“ Abraham Maslow meinte unter anderem, dass viele Menschen ganz oft ihre Bedürfnisse verwechseln. Insbesondere diejenigen, ... <a title="Menschen verwechseln oft ihre Bedürfnisse" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/menschen-verwechseln-oft-ihre-beduerfnisse.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen verwechseln oft ihre Bedürfnisse">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abraham Maslow verbrachte eine trostlose Kindheit voller seelischer Härten und war sozial isoliert, ein Außenseiter. Ingo Hamm ergänzt: „Also saß der junge Abraham stundenlang in Bibliotheken und entwickelte ein geistiges Wachstum, das die sozialwissenschaftliche Welt heute noch in Atem hält.“ Abraham Maslow meinte unter anderem, dass viele Menschen ganz oft ihre Bedürfnisse verwechseln. Insbesondere diejenigen, die auf individuelle Stärke, Erfolg, Status und Prestige aus sind. Man könnte fast sagen: Diese vier Motive sind die am weitesten verbreitete Ersatzreligion der westlichen Welt. Sozialer Status ist geradezu der Tabernakel westlicher Gesellschaften. Menschen sind lieber dumm, hässlich und hungrig, als nicht mit den Nachbarn mithalten zu können, wenn diese sich einen neuen Wagen leisten oder mit der Kollegin, wenn diese scheinbar grundlos befördert wurde. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-5771"></span></p>
<p><strong>Alle Menschen wollen lediglich geliebt werden</strong></p>
<p>Deshalb sind so viele Menschen, man kann es so direkt ausdrücken, status-geil. Selbst dann noch, wenn sie die Status-Leiter hinaufgeklettert sind. Ingo Hamm stellt fest: „Oft sehen wir in den Medien Vorstände von Weltkonzernen, denen die Unzufriedenheit geradezu ins Gesicht geschrieben steht.“ Warum sind die so chronisch und notorisch unzufrieden? Die haben doch alles! Doch alles ist eben nicht genug. Warum nicht? Warum können die den Hals nicht vollkriegen, wenn es um Status, Macht, Stärke, Erfolg und Prestige geht?</p>
<p>Ein Rätsel, so alt wie die Menschheit. Abraham Maslow hat es gelöst – mit einer Verwechslung. Ingo Hamm erläutert: „Ihm fiel auf, dass status-getriebene Menschen einen Fehlschluss begehen. Im Grunde wollen sie lediglich geliebt werden; wie wir insgeheim alle.“ Also schauen sie sich in der Welt und der Gesellschaft um, wobei ihr Blick fast schon zwangsweise auf die stärksten, selbstbewusstesten, aggressivsten und am meisten respektierten und angsteinflößendsten Vertreter ihrer Peer Group oder Gesellschaft fällt – eben, weil diese am meisten auffallen.</p>
<p><strong>Vier Grundmotive treiben Menschen im Innersten an</strong></p>
<p>Ingo Hamm weiß: „Und genau hier begehen sie den Fehlschluss: Sie glauben, dass diese aggressiven Machtmenschen mit hohem Status am meisten geliebt werden – meist erfolgt dieser Fehlschluss unterbewusst, und selbst Staatsoberhäupter verschiedenster Länder sind ihm bereit erlegen.“ Also eifern sie ihnen nach und häufen Macht und Status an – und werden dafür nicht geliebt – wer liebt schon einen Tyrannen? Daher häufen sie noch mehr Macht und Status an, was sie noch weniger beliebt macht – et cetera ad infinitum. </p>
<p>Abraham Maslow ist vielleicht der berühmteste Motivforscher, jedoch nicht der einzige. Seit seiner Zeit haben viele andere Wissenschaftler ebenfalls untersucht, was Menschen im Innersten antreibt. Veronika Brandstätter hat zusammen mit drei Kolleginnen ein einem Buch „Motivation und Emotion“ schön übersichtlich erklärt, wie Menschen ticken und was sie um- und vorantreibt. Es sind vier Grundmotive: Leistungsmotivation, Anschlussmotivation, Hoffnung und Furcht sowie Machtmotivation. Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt zwei Arten von Bedürfnissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2024 01:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham Maslow]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn es um Bedürfnisse geht, kennen viele Menschen Abraham Maslow, einer der berühmtesten Psychologen seiner Zeit, der weit über die Grenzen der Psychologie bekannt ist. Ingo Hamm weiß: „Maslow hat bereits in den 1940er-Jahren die nach ihm benannte Bedürfnis-Hierarchie aufgestellt, in der „Theorie of Human Motiviation“ (1943), die jeder Studierende der Geistes- und Wirtschaftswissenschaften kennt.“ ... <a title="Es gibt zwei Arten von Bedürfnissen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/abraham-maslow-stellte-die-beduerfnis-hierarchie-auf.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt zwei Arten von Bedürfnissen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es um Bedürfnisse geht, kennen viele Menschen Abraham Maslow, einer der berühmtesten Psychologen seiner Zeit, der weit über die Grenzen der Psychologie bekannt ist. Ingo Hamm weiß: „Maslow hat bereits in den 1940er-Jahren die nach ihm benannte Bedürfnis-Hierarchie aufgestellt, in der „Theorie of Human Motiviation“ (1943), die jeder Studierende der Geistes- und Wirtschaftswissenschaften kennt.“ Diese wurde jedoch nie von Abraham Maslow als Pyramide dargestellt, wie sie heute aber meistens falsch zitiert wird. Vielmehr unterschied er zwei Arten von Bedürfnissen; zum einen die sogenannten Defizitbedürfnisse. Dazu zählt er erstens physiologische Bedürfnisse wie Hunger und Durst. Zweitens gehören dazu das Sicherheitsbedürfnis wie körperliche und gesellschaftliche Absicherung. Drittens gibt es soziale Bedürfnisse wie zum Beispiel den Anschluss an eine Gruppe. Viertens existieren individuelle Bedürfnisse nach Stärke, Erfolg, Status und Prestige. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-5598"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch sollte etwas für sein inneres Wachstum tun</strong></p>
<p>Sie heißen Defizitbedürfnisse, weil sie Menschen antreiben, wenn sie defizitär werden. Ingo Hamm stellt fest: „Diesen basalen Bedürfnissen übergeordnet sind die Wachstumsbedürfnisse, zum Beispiel Selbstverwirklichung und Selbsterweiterung. Das sind die Bedürfnisse, unser ganzes Potenzial, das uns mitgegeben wurde oder das wir erworben haben, auszuleben und auszuschöpfen und nicht bestimmte Teile und Talente von uns zu verdrängen und in den Keller des Unterbewusstseins zu sperren.“ </p>
<p>Das sind typische Entwicklungsmotive: Menschen möchten gerne dazulernen – wenn man sie nicht zu sehr unter Druck setzt –, besser werden, größere Kompetenzen erwerben. Ingo Hamm erklärt: „Beide Arten von Bedürfnissen harmonieren gut miteinander.“ Wenn eines der vier Defizitbedürfnisse nicht befriedigt ist, werden Menschen aktiv. Wenn dagegen bei einer konkreten Aufgabe und Wachstumsbedürfnis nicht befriedigt wird, entsteht Langeweile. Dann suchen Menschen nach dem Sinn des Lebens, anstatt etwas für ihr inneres Wachstum zu tun.</p>
<p><strong>Ab 35 Jahren aufwärts ändern sich die Bedürfnisse</strong></p>
<p>Ingo Hamm erläutert: „Je älter wir werden, desto wichtiger wird das Wachstumsbedürfnis in uns. Je älter wir werden, desto mehr wollen wir innerlich und charakterlich wachsen, oft sogar ins Spirituelle, Esoterische, Religiöse oder Mythische hinein.“ Ein junger Mensch ist oft schon zufrieden, wenn er satt ist und sicher, mit den Kumpels und Mädels abhängen kann und etwas gilt in der Gruppe. Den meisten ab 35 aufwärts reicht das jedoch zunehmend nicht mehr.</p>
<p>Ab einem gewissen Alter bemerken Menschen die fehlende Befriedigung des Wachstumsmotivs immer schmerzlicher. Manche kennen Abraham Maslow nicht und können daher diesen Midlife-Schmerz nicht korrekt einordnen, weshalb sie sich dann mit 52 eine Harley zulegen, quasi als Belohnung für die erste, überraschend früh verordnete Darmspiegelung. Ingo Hamm ergänzt: „Weil sie meinen, dass das – also die Harley, nicht das Erlebnis beim Proktologen – in ihrem Leben fehlt, anstatt zu erkennen, dass es nicht das ist, sondern das zu lange vernachlässigte Wachstumsmotiv.“ Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Singles sind gesellschaftsfähig geworden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2023 02:00:29 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Alleinsein]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[Singles, die anscheinend selbstbestimmt ihr Leben meistern, sind durchaus gesellschaftsfähig geworden. Andreas Salcher vermutet: „Im Geheimen werden sie oft sogar von in Familien lebenden Menschen bewundert, wenn Letztere gelegentlich davon träumen, aus der Enge ihrer Verpflichtungen auszubrechen.“ Es sei für Menschen immer gesund gewesen, das gute Alleinsein zu beherrschen, sagt der Psychotherapeut Dietrich Munz. Ein ... <a title="Singles sind gesellschaftsfähig geworden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/singles-sind-gesellschaftsfaehig-geworden.html" aria-label="Mehr Informationen über Singles sind gesellschaftsfähig geworden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Singles, die anscheinend selbstbestimmt ihr Leben meistern, sind durchaus gesellschaftsfähig geworden. Andreas Salcher vermutet: „Im Geheimen werden sie oft sogar von in Familien lebenden Menschen bewundert, wenn Letztere gelegentlich davon träumen, aus der Enge ihrer Verpflichtungen auszubrechen.“ Es sei für Menschen immer gesund gewesen, das gute Alleinsein zu beherrschen, sagt der Psychotherapeut Dietrich Munz. Ein Erwachsener sollte es eine Weile mit sich selbst aushalten können, ohne sich zu ängstigen oder zu langweilen. Auch die Melancholie, die Menschen in einsamen Stunden manchmal überfällt, hat eine helle Seite, die es ihnen ermöglicht, besonders tief in sich selbst hineinzufühlen, oder eine dunkle – das ist dann der Seelenschmerz, in dem sie sich verlieren. Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-5128"></span></p>
<p><strong>Alleinsein kann Teil der Selbstverwirklichung sein</strong></p>
<p>Mit sich selbst zurechtzukommen, auch in schwierigen Lagen, sei ein Zeichen von psychischer Reife. Andreas Salcher weiß: „Abraham Maslow stufte das Streben nach dem Alleinsein in seiner Bedürfnispyramide als Teil der Selbstverwirklichung ein. Für ihn gehörte es daher zu den höchsten Bedürfnissen an der Spitze der Pyramide.“ Menschen, deren Grundbedürfnisse abgedeckt sind, die über ausreichende soziale Kontakte verfügen und dabei Anerkennung erfahren haben, sind entwickelt genug, um zeitweise das Alleinsein genießen zu können.</p>
<p>Wer grundsätzlich anerkannt und verbunden ist, der fühlt sich nicht einsam, wenn er allein ist. Zwangsläufig alleingelassen werden manchmal auch Menschen, die Entwicklungen als Erste sehen, aber von niemandem in ihrem Umfeld erst genommen, sondern als Spinner abgetan werden. Allein zu reisen, ist nicht die beste Art zur reisen. Unangefochten an der Spitze liegt zweifellos das Glück, frisch verliebt mit seinem Partner zu verreisen. Auch die Reise mit dem besten Freund oder der besten Freundin muss keineswegs eine Verlegenheitslösung sein.</p>
<p><strong>Die Furcht vor den anderen ist meist unbegründet</strong></p>
<p>Doch wer verreist schon gerne allein? Andreas Salcher erläutert: „Allein zu reisen ist wohl nur für ganz wenige Menschen die erste Wahl, aber es ist gut zu wissen, dass es weit schlechtere Alternativen gibt. So zum Beispiel das jährliche Pflichterfüllungsprogramm mit einem Partner, den man schon lange nicht mehr liebt.“ An letzter Stelle steht die Entscheidung, überhaupt zu Hause zu bleiben, weil man es nicht über sich bringt, allein eine Reise zu wagen.</p>
<p>Die Frustration steigt, und nach dem schnellen, ereignislosen Verstreichen der freien Tage bereut man die vergebenen Möglichkeiten. Eines der größten Hindernisse, die es zu überwinden gilt, ist die Furcht vor dem Urteil anderer. Menschen, die sich bei sozialen Anlässen allein zeigen, vermuten, als wenig beliebt und seltsam bewertet zu werden. Dabei überschätzen sie die Aufmerksamkeit Fremder, die viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, um jemanden wahrzunehmen, der allein im Restaurant oder im Kino sitzt. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Gehirn mag offene Geschichten nicht</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-gehirn.html</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 02:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Irgendwo, tief verwurzelt in den ältesten und innersten Regionen des Gehirns, schlummern die fundamentalen Antriebe der Natur. Helga Kernstock-Redl vermutet: „Es sind wohl Selbsterhaltung und Arterhaltung. Doch diese beiden reichen nicht, um uns selbst und die Funktion von Schuldgefühlen gut zu verstehen.“ Das menschliche Gehirn mag offene Geschichten nicht. Die Wahrnehmungspsychologie nennt diese Dynamik die ... <a title="Das Gehirn mag offene Geschichten nicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-gehirn.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Gehirn mag offene Geschichten nicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwo, tief verwurzelt in den ältesten und innersten Regionen des Gehirns, schlummern die fundamentalen Antriebe der Natur. Helga Kernstock-Redl vermutet: „Es sind wohl Selbsterhaltung und Arterhaltung. Doch diese beiden reichen nicht, um uns selbst und die Funktion von Schuldgefühlen gut zu verstehen.“ Das menschliche Gehirn mag offene Geschichten nicht. Die Wahrnehmungspsychologie nennt diese Dynamik die Suche nach der „guten Gestalt“. Gute Gestalten sind in sich schlüssig. Man kennt sich aus, sie sind „fertig“. Ein weiteres Nachdenken ist nicht notwendig. Logische Brüche und offene Enden zum Beispiel in Filmen und Büchern irritieren. Das kann natürlich manchmal sogar beabsichtigt sein, damit man sie eben nicht so leicht aus dem Kopf kriegen kann. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-3115"></span></p>
<p><strong>Das Gehirn sucht nach der guten Gestalt</strong></p>
<p>Dadurch denken die Zuschauer oder Leser weiter nach oder sehnen neugierig die Fortsetzung herbei. Helga Kernstock-Redl weiß: „Medien, TV-Serien und Filme nutzen das und bauen unbeantwortete Fragen und offen Ende, „Cliffhanger“, ein.“ Wichtige Elemente einer guten Gestalt sind das Ende und die Klärung der Warum- beziehungsweise der Ursachen- und der Schuldfrage. Bietet man dem Gehirn keine gute Gestalt, sucht es verbissen weiter, vielleicht erfindet es sich die fehlenden Bestandteile sogar. </p>
<p>Beim Sehsinn ist dieser Automatismus besonders beeindruckend. Erkrankungen mit Gesichtsfeldausfällen werden einige Zeit von Betroffenen selbst nicht erkannt, denn das Gehirn konstruiert einfach die fehlenden Teile des Bildes. Augenärztliche Untersuchungen müssen erst einmal diesen Mechanismus austricksen. Auch bei einem Spielfilm sieht man im Prinzip nur einzelne, wenige Szenen. Alles dazwischen „erfindet“ der Zuschauer innerhalb von Sekunden. Helga Kernstock-Redl vermutet, dass die Suche nach der guten Gestalt deshalb für einen Menschen so wichtig ist, weil das Gehirn schließlich aus der Vergangenheit eine möglichst passende Erwartung für die Zukunft bilden möchte. </p>
<p><strong>Menschen sehnen sich nach sozialen Kontakten</strong></p>
<p>Erst danach können Ereignisse als „erledigt“ archiviert werden. Die Frage: „Was kann ich daraus lernen?“ ist daher ein außerordentlich effektiver, hirnfreundlicher Weg, einen solchen Schlusspunkt bewusst zu setzen. Sogar ein allfälliges Schuldgefühl lässt sich vielleicht auf diese Weise ablegen. Denn es folgt die Erkenntnis: „Das wird mir nicht mehr passieren. Ich habe daraus gelernt.“ In jedem Fall ist man um eine Erfahrung reicher. Um die Kräfte zu verstehen, die einen Menschen über Selbst- und Arterhaltung hinaus antreiben, hilft das Koordinatensystem der Bedürfnisse.</p>
<p>Es besteht aus der Sehnsucht nach sozialem Kontakt, dem Bedürfnis nach Sicherheit und, als dritte Achse, dem Wunsch nach Einfluss und Kontrolle über das eigene Leben. Die Schuldthematik hilft auf ihre eigene, geniale Weise, in allen drei Bereichen mehr Lebensqualität zu gewinnen. Menschen haben von Natur aus ein auf den sozialen Kontakt ausgerichtetes Gehirn, beweist die Hirnforschung: Intensive Sozialkontakte schützen nachweislich vor vielen Demenzerkrankungen. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Strategien sind für den Erfolg extrem wichtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 08:45:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham Maslow]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der persönlichen Ebene hat man dann Erfolg, wenn man die Ziele erreicht, die man sich selbst gesetzt hat. Und auch unternehmerisches Handeln kann dann als erfolgreich gelten, wenn man die Unternehmensziele erwirtschaftet. Das ist selbstverständlich plausibel, wirft für Markus Hengstschläger aber eine Reihe von Fragen auf. Wenn man sich in der Gegenwart Ziele setzt, ... <a title="Strategien sind für den Erfolg extrem wichtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/strategien-sind-fuer-den-erfolg-extrem-wichtig.html" aria-label="Mehr Informationen über Strategien sind für den Erfolg extrem wichtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der persönlichen Ebene hat man dann Erfolg, wenn man die Ziele erreicht, die man sich selbst gesetzt hat. Und auch unternehmerisches Handeln kann dann als erfolgreich gelten, wenn man die Unternehmensziele erwirtschaftet. Das ist selbstverständlich plausibel, wirft für Markus Hengstschläger aber eine Reihe von Fragen auf. Wenn man sich in der Gegenwart Ziele setzt, die man dann in der Zukunft vielleicht auch erreicht, so setzt das voraus, dass man schon viel über die Zukunft gewusst hat. Es ist zweifelsohne ausgesprochen wichtig und richtig, sich für die bereits bekannten Anteile der Zukunft Ziele zu setzen. Und dabei Strategien zu entwickeln, die es nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich machen, dann auch erfolgreich zu sein. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUniWien. <span id="more-2456"></span></p>
<p><strong>Erfolg ist ein dehnbarer Begriff</strong></p>
<p>Der Begriff „erfolgreich“ sollte laut Markus Hengstschläger aber aus drei Gründen weiter gefasst werden. Erstens hängen die gesetzten Ziele davon ab, womit man sich betreffend das Ergebnis seiner Bemühungen zufriedengibt. Was ist, wenn man sich die Latte einfach zu niedrig legt? Zweitens könnte es sein, dass gesetzte Ziele bei genauerer Betrachtung in der Zukunft nicht den Wert haben, den man ihnen in der Gegenwart noch gibt. Hierbei bestehen außerdem auch große Unterschiede zwischen den Generationen.</p>
<p>Drittens sind viele individuelle Leistungen, viele große Errungenschaften und Innovationen in der Menschheitsgeschichte nicht das Resultat eines Planes mit gesetzten Zielen gewesen. Vor allem deshalb nicht, weil sie in der Gegenwart noch vollkommen unvorhersehbar gewesen sind. Gesetzte, konkrete Ziele sind meist nur Lösungen für bekannte Probleme. Sie tragen aber oft sehr wenig zur Bewältigung von Aufgaben bei, welche die Menschheit heute noch gar nicht kennt.</p>
<p><strong>Abraham Maslow entwickelt eine Bedürfnispyramide</strong></p>
<p>Markus Hengstschläger stellt fest: „Grundsätzlich wird Erfolg sehr individuell gesehen und auch nicht einheitlich bewertet. Was für den einen schon erfolgreich ist, ist für den anderen Standard oder gar nicht von Interesse.“ Den Erfolg misst man außerdem oft mehr an der Reaktion der sozialen Umgebung. Und dass, obwohl die Ausgangsbasis doch eigentlich sehr ähnlich sein müsste. Die Beschreibung der Bedürfnisse und Motivationen der Menschen hat der amerikanische Psychologe Abraham Maslow in seiner Bedürfnispyramide festgehalten.</p>
<p>Die Pyramide besitzt fünf Ebenen mit fließenden Übergängen. Zu den Grundbedürfnissen zählen Ernährung, Atmung, Schlaf, Fortpflanzung etc. Die Sicherheitsbedürfnisse setzen sich zusammen aus Gesundheit, körperliche, seelische und materielle Sicherheit, Arbeit, Wohnung, Familie etc. Zu den sozialen Bedürfnissen zählt Abraham Maslow die Liebe, Gruppenzugehörigkeit, Kommunikation etc. Individualbedürfnisse sind Erfolg, Unabhängigkeit, Freiheit, Ansehen, Wertschätzung etc. Die individuellsten Bedürfnisse sind diejenigen der Selbstverwirklichung: dazu zählen Kreativität, vorhandene Talente und Potenziale ausschöpfen zu können, Persönlichkeitsentwicklung und seinem Leben einen Sinn zu geben. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die eigenen Bedürfnisse zählen zuerst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 07:29:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Wünsche]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mensch neigt von Natur aus dazu, seine eigenen Bedürfnisse über das Wohl der Gemeinschaft zu stellen. In der politischen Wissenschaft ist das ein klassisches Problem. Man nennt es Allmende-Klemme und es spielt auch eine Rolle beim globalen Klimawandel. John Bargh weiß: „Meistens gelingt es den Menschen, Hintertürchen zu finden oder persönliche Unannehmlichkeiten zu umgehen.“ ... <a title="Die eigenen Bedürfnisse zählen zuerst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-eigenen-beduerfnisse-zaehlen-zuerst.html" aria-label="Mehr Informationen über Die eigenen Bedürfnisse zählen zuerst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch neigt von Natur aus dazu, seine eigenen Bedürfnisse über das Wohl der Gemeinschaft zu stellen. In der politischen Wissenschaft ist das ein klassisches Problem. Man nennt es Allmende-Klemme und es spielt auch eine Rolle beim globalen Klimawandel. John Bargh weiß: „Meistens gelingt es den Menschen, Hintertürchen zu finden oder persönliche Unannehmlichkeiten zu umgehen.“ Daher ist es schwer, die Zukunft vorauszusagen oder zu gestalten. Vor allem wenn es das menschliche Verhalten betrifft, selbst – oder erst recht – wenn es wichtig ist, einen solchen Versuch zu unternehmen. Das gilt insbesondere für politische Maßnahmen, durch die individuelle Freiheiten zugunsten des Gemeinwohls eingeschränkt werden. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2454"></span></p>
<p><strong>Mit seinen Wünschen muss man vorsichtig sein</strong></p>
<p>Wie politische Maßnahmen, die auf die Veränderung von Verhaltensweisen abzielen, können auch persönliche Wünsche und Ziele für die Zukunft einen Menschen auf oftmals unbeabsichtigte Weise – und daher unbewusst – verändern, während er sie zu realisieren versucht. John Bargh erläutert: „Bei der Verfolgung eines gegebenen Ziels tun wir manchmal Dinge, die unserem Selbstverständnis und den für uns wichtigen Werten widersprechen. Nämlich Dinge, die wir normalerweise für unmoralisch, unethisch oder ungesund halten würden.“</p>
<p>Viele Menschen sind dann vielleicht offener als sonst für äußere Einflüsse, sogar für unterschwellige Werbung. Sie geben ihr Geld für Dinge aus, die sie später, wenn sie die Rechnung bekommen, für töricht und unnütz halten. Sie mögen Menschen, die sie ansonsten nicht mögen würden, und lassen sogar die Beziehungen zur ihren Freunden abkühlen. Und all das nur, weil diese Veränderungen ihnen helfen werden, das angestrebte Ziel zu erreichen. Die gegenwärtigen Ziele verändern einen Menschen – sein Denken, sein Herz und seine Werte. Und er merkt nicht einmal, dass diese Veränderungen stattgefunden haben. Deshalb muss man vorsichtig mit seinen Wünschen sein.</p>
<p><strong>Seine Wünsche haben große Macht über einen Menschen</strong></p>
<p>Die Ziele und Antriebe eines Menschen sind auf erwünschte künftige Zustände ausgerichtet. Ihr Einflussbereich liegt in der verborgenen Sphäre des menschlichen Geistes. John Bargh erklärt: „Was, wer und wo wir in der näheren oder ferneren Zukunft sein wollen, prägt unser Denken, unsere Empfindungen und Handlungen in der Gegenwart. Was wir haben möchten, wo und wer wir sein wollen – mit geringerer oder größerer Intensität. All das übt einen starken Einfluss auf unsere augenblicklichen Vorlieben und Abneigungen aus.“</p>
<p>Ein Mensch wird zu dem, wonach er strebt, und beginnt die Welt durch eine „Zielbrille“ zu betrachten, ganz gleich, ob er dieses Ziel nun bewusst verfolgt oder nicht. Seine Wünsche haben eine große Macht über einen Menschen. Es ist, als würde er durch seine Ziele neu konfiguriert, als verwandelte er sich zeitweise in einen anderen Menschen mit anderen Werten, der andere Dinge tut als sonst. Leider erkennen das die meisten Menschen erst im Nachhinein, nachdem sie ihr Ziel erreicht haben oder es nicht mehr verfolgen, und dann fragen sie sich, was sie sich dabei bloß gedacht haben. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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