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	<title>Aufmerksamkeit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Beim Losgehen sollte der Geist offen sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 02:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich gehe los – und sehe“ – ist eine Einladung, die zwei Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit ein Ereignis eintritt, eine Begegnung stattfindet, zu verbinden: hinauszugehen und gleichzeitig bereit zu sein, anzunehmen, was sich zeigt, egal ob es gut ist oder schlecht. Charles Pépin ergänzt: „Losgehen, allerdings nicht so sehr zielgerichtet, sondern offenen Geistes, ... <a title="Beim Losgehen sollte der Geist offen sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/charles-pepin-gehe-los-und-sehe.html" aria-label="Mehr Informationen über Beim Losgehen sollte der Geist offen sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich gehe los – und sehe“ – ist eine Einladung, die zwei Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit ein Ereignis eintritt, eine Begegnung stattfindet, zu verbinden: hinauszugehen und gleichzeitig bereit zu sein, anzunehmen, was sich zeigt, egal ob es gut ist oder schlecht. Charles Pépin ergänzt: „Losgehen, allerdings nicht so sehr zielgerichtet, sondern offenen Geistes, weniger konzentriert auf das Ziel als aufmerksam für alles Übrige.“ Wenn man hinausgeht, den Kopf ganz vernebelt von einem Ziel, kann man dieses Ziel natürlich erreichen, aber es besteht auch die Gefahr, dass man es verfehlt und alle guten Gelegenheiten, welche die Wirklichkeit zu bieten hatte, unbeachtet gelassen hat. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5786"></span></p>
<p><strong>Die Bereitschaft ist die Kunst der Gegenwart</strong></p>
<p>Öffnet man aber alle Türen und Fenster seines Geistes und achtet sorgfältig auf das Hier und Jetzt ebenso wie auf sein primäres Ziel, dann erweist sich das Feld der Möglichkeiten als riesengroß. Charles Pépin erklärt: „Zum Handeln als erster Bedingung von Begegnung kommt also noch eine zweite hinzu: Bereitschaft.“ Menschen sollten sich hinausbegeben, ohne der Routine zu verfallen, ohne sich durch die Gewohnheit einschläfern zu lassen, mit einer Haltung der Aufmerksamkeit und Empfänglichkeit. Damit ist schon die Bereitschaft angesprochen. </p>
<p>Jetzt gilt es, noch einen Schritt weiter zu gehen, um zu begreifen, welche Art von Gegenwärtigkeit sie von einem Menschen verlangt. Charles Pépin betont: „Das Handeln lenkt uns in die Zukunft, projiziert uns auf morgen. Die Bereitschaft ist die Kunst der Gegenwart.“ Nicht um den anderen zu begegnen, sollte man sich hinausbegeben, sondern um sich in Bereitschaft für Begegnung zu versetzen. Allzu konkrete Erwartungen bergen die Gefahr, dass man die Begegnung mit einer Person, die den eigenen Kriterien nicht entspricht, verpasst, obwohl man etwas Schönes mit ihr hätte erleben können.</p>
<p><strong>Das Überraschende kann Schönes hervorbringen</strong></p>
<p>Menschen haben Erwartungen – sie können sich nicht von allen Wünschen frei machen. Diese Erwartungen setzen eine Bewegung in Gang. Charles Pépin fügt hinzu: „Fungieren sie aber als Motor, können sie auch zu Scheuklappen werden, die uns daran hindern, das ganze Spektrum der Möglichkeiten und Gelegenheiten zu sehen, aus denen das Fleisch des Wirklichen besteht.“ Es ist gewissermaßen so, desto weiter öffnen sie den eigenen Gesichtskreis und das Feld der Welt- und Menschenbeziehung.</p>
<p>Charles Pépin erläutert: „Wir müssen sie manchmal sogar ganz aufgeben, um uns für etwas anderes zu öffnen – alles verändern, „changer tout“, wie die Fußballer auf Französisch sagen, wenn sie einen Flankenwechsel vornehmen, sprich ihren Angriff auf die andere Seite verlagern.“ Bereitschaft ist die Fähigkeit zu sehen, was sich einem Menschen darbietet und nicht der eigenen Erwartung entspricht; sie ist das Vermögen, das Unerwartete, Überraschende anzunehmen. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Konzentration benötigt Emotionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
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					<description><![CDATA[Um sich selbst zu beherrschen und auf sich selbst einzuwirken, ist die Steuerung der Aufmerksamkeit eine höchst bedeutsame Fähigkeit. Thorsten Havener warnt: „Wenn wir es nämlich nicht von innen machen, dann machen es andere für uns von außen!“ Es ist ein altes spirituelles Gesetz, dass die Energie eines Menschen, und auch die Energie der Mitmenschen, ... <a title="Die Konzentration benötigt Emotionen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-steuerung-der-aufmerksamkeit-ist-bdeutsam.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Konzentration benötigt Emotionen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um sich selbst zu beherrschen und auf sich selbst einzuwirken, ist die Steuerung der Aufmerksamkeit eine höchst bedeutsame Fähigkeit. Thorsten Havener warnt: „Wenn wir es nämlich nicht von innen machen, dann machen es andere für uns von außen!“ Es ist ein altes spirituelles Gesetz, dass die Energie eines Menschen, und auch die Energie der Mitmenschen, dorthin fließt, wohin man seine Aufmerksamkeit richtet. Je mehr Menschen ihre Energie in eine Richtung lenken, desto stärker kommen in der Richtung der Konzentration Dinge ins Rollen. Sobald man darauf achtet, dass man seinen Fokus über einen längeren Zeitraum auf eine Sache konzentriert, wird man merken, dass sich etwas in diesem Bereich ändert. Der Grundsatz „Suggestion braucht Emotion“ gilt auch für die Konzentration. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5779"></span></p>
<p><strong>Die Kontrolle der Aufmerksamkeit verhindert Manipulation</strong></p>
<p>Wer nicht selbst genau weiß, wie er Herr über seinen Fokus ist, dann wird jemand anders das für ihn übernehmen und über die Konzentration mit seinen Emotionen spielen, um seine Ziele zu erreichen. Thorsten Havener weiß: „Angst, Unsicherheit, Zweifel und Stress eignen sich nämlich hervorragend als Türöffner für die meisten Formen der Manipulation. Um uns gegen diese Einflussnahme zu wehren und nicht manipulierbar zu sein, ist daher die Kontrolle unserer Aufmerksamkeit ein sehr wichtiges Hilfsmittel.</p>
<p>Denn: Wer innerliche Stärke hat, ist nur schwer manipulierbar. Die Grundlage für die Konzentration eines Menschen ist die Frage „Was willst du?“ Sobald man weiß, was man will, kann man seine Konzentration ausrichten. Erst dann. Das hört sich so einleuchtend an. Thorsten Havener hat jedoch schon sehr viele Menschen getroffen, die ihm hauptsächlich erzählen, was sie nicht wollen. Darin sind sie Experten. Die Idee, sich stärker auf das auszurichten, was sie wollen, kommt diesen Menschen geradezu revolutionär vor.</p>
<p><strong>Die Konzentration steht noch über der Vorstellungskraft</strong></p>
<p>Genau diese Idee macht aber den Unterschied. Thorsten Havener erläutert: „Unklare Ziele sorgen für zerstreute Gedanken und einen unruhigen Geist. Und der kann sich nicht konzentrieren. Wir brauchen Fokus, um zur Ruhe zu kommen.“ Es sind übrigens nicht Menschen, die dafür sorgen, dass gewisse Dinge um sie herum geschehen. Darauf haben sie gewöhnlich keinen Einfluss. Das Einzige, das sie wirklich unter Kontrolle haben, ist ihre Aufmerksamkeit und Konzentration.</p>
<p>Noch nicht einmal die eigene Vorstellungskraft kann man maßgeblich kontrollieren. Daraus folgt für Thorsten Havener, das die Konzentration noch über der Vorstellungskraft steht: „Apropos Vorstellungskraft: Je angespannter wir sind, desto weniger Kontrolle haben wir über unsere Vorstellungskraft. Aus diesem Grund funktioniert alles, was dafür sorgt, dass wir uns stressen und anspannen, zum Beispiel Zeitdruck, auch so gut als Mittel der Beeinflussung.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Früher war doch alles irgendwie besser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2024 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[William James sagte einmal: „Die Kunst, weise zu sein, ist zu wissen, was übersehen werden kann.“ Irgendwann fing es bei vielen Menschen an. Dieses Gefühl, dass sie ihre Welt kaum wiedererkennen – vieles mutet anders an. Je nach Tagesform rutscht dann auch mal ein „nichts ist mehr, wie es war“ raus. Maren Urner fügt hinzu: ... <a title="Früher war doch alles irgendwie besser" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/frueher-war-doch-alles-irgendwie-besser.html" aria-label="Mehr Informationen über Früher war doch alles irgendwie besser">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>William James sagte einmal: „Die Kunst, weise zu sein, ist zu wissen, was übersehen werden kann.“ Irgendwann fing es bei vielen Menschen an. Dieses Gefühl, dass sie ihre Welt kaum wiedererkennen – vieles mutet anders an. Je nach Tagesform rutscht dann auch mal ein „nichts ist mehr, wie es war“ raus. Maren Urner fügt hinzu: „Oder wenn es ganz dicke kommt, ertappen wir uns dabei, wie unser viel zu schwer gewordener Kopf auf den verspannten Schultern in eine leichten Nickbewegung übergeht, wenn unser Gegenüber sich nach einer romantisierten Vorstellung von früher sehnt.“ Frei nach dem Motto: „Früher war doch alles irgendwie besser.“ Und selbst wenn man das „Besser“ nicht komplett unterschreiben kann, war es zumindest einfacher, übersichtlicher. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-5738"></span></p>
<p><strong>Das Smartphone wurde zum ständigen Begleiter</strong></p>
<p>Die Wahl zu haben war früher noch etwas Gutes, weil sie den Menschen das Gefühl vermittelte, sich entscheiden zu können. Maren Urner erklärt: „Da schwang ab und zu ein Hang von Freiheit mit. An der Eistheke, im Schuhgeschäft oder dem Möbelladen. Zwischen Ausbildungswegen, Jobangeboten und Bausparverträgen.“ Aber irgendwann multiplizierte sich alles – und auf einmal war es nicht mehr einfach, sich zu entscheiden. Statt drei gab es 30 und schnell 100 Fernsehprogramme, bevor Mediatheken und Streamingdienste die Auswahl in jedem Moment ins schier Unendliche katapultierten. </p>
<p>Parallel brauchte man plötzlich einen Internet- und mindestens einen Mobilfunktarif. Das Smartphone wurde zum ständigen Begleiter, vielleicht verbunden mit anderen internetfähigen Endgeräten, die auf einmal auch noch „smart“ sein sollen. Maren Urner ergänzt: „Die Geräte selbst eröffneten jeweils wieder selbst unbegrenzte Auswahlmöglichkeiten – und sei es nur für die eigene Nachfolge. Und auch wenn wir gar nicht nach diesen Entwicklungen gefragt hatten, verlangte unsere Umgebung immer mehr, dass wir uns positionieren mussten.“ </p>
<p><strong>Manche Menschen fühlen sich überfordert und erschöpft</strong></p>
<p>Auf einmal warteten Tausende bunte, blinkende Banner auf den smarten Geräten. Und die Menschen gewöhnten sich an, Handy und Co. immer häufiger aus der Tasche zu ziehen. Schließlich konnten sie nun immer und überall erreichbar sein. Zumindest da, wo es Netz, Empfang und WLAN gab. Maren Urner stellt fest: „Nicht nur unsere Geräte waren jetzt „Always On Always Connected“, sondern auch wir selbst. Manchmal fühlten wir uns dabei auf eine zunächst unbestimmte Art und Weise ermüdet, ein wenig überfordert und erschöpft.“</p>
<p>Denn auch das Gehirn eines Menschen ist überfordert, wenn es andauernd entscheiden muss. Und weil Menschen weder digital noch analog wie der Ochs vorm Berg dastehen wollen, haben sie mit zunehmender Informationsfülle auch ein gesteigertes Bedürfnis, sich zu allen Dingen zu positionieren. Vielleicht nicht fundiert, aber auf jeden Fall deutlich. Heute vergeht kaum ein Tag, an dem Menschen nicht das Gefühl haben, dass sie zu irgendetwas eine Haltung einnehmen sollten. Quelle: „Radikal emotional“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Suggestionen besitzen eine ungeheure Kraft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 01:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestion]]></category>
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					<description><![CDATA[Suggestionen haben eine ungeheuer beeinflussende Wirkung. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion wird Teil unserer Realität, sobald wir sie akzeptiert haben. Damit werden diese Suggestionen zu Programmen in unseren Gedanken. Sie sind Teil unserer mentalen Software. Damit ist unser Leben immer nur so gut wie unsere Gedanken.“ Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Suggestion so zu ... <a title="Suggestionen besitzen eine ungeheure Kraft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/suggestionen-besitzen-eine-ungeheure-kraft.html" aria-label="Mehr Informationen über Suggestionen besitzen eine ungeheure Kraft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Suggestionen haben eine ungeheuer beeinflussende Wirkung. Thorsten Havener erläutert: „Jede Suggestion wird Teil unserer Realität, sobald wir sie akzeptiert haben. Damit werden diese Suggestionen zu Programmen in unseren Gedanken. Sie sind Teil unserer mentalen Software. Damit ist unser Leben immer nur so gut wie unsere Gedanken.“ Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Suggestion so zu verpacken, dass sie ihre ungeheure Kraft entfalten kann: Timing, Wiederholung und Präsentation. Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch ist der richtige Zeitpunkt das Fundament einer gelungenen Suggestion. Man sollte niemandem erzählen, dass etwas passieren wird, bevor es passiert. Man nimmt auf, was schon passiert ist und verknüpft die Suggestion mit bereits eingetretenen Faktoren. Sehr gut ist es auch, diese Eigenschaften zu erwähnen und zu bestätigen. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5659"></span></p>
<p><strong>Die Wiederholung verstärkt die Wirkung der Suggestion</strong></p>
<p>Auch die Wiederholung ist eine treibende Kraft der Suggestion. Sie verstärkt ihre Wirkung. Wird eine Suggestion nicht richtig präsentiert, wirkt sie nicht. Die richtige Betonung, Lautstärke und das Umfeld spielen eine wesentliche Rolle. Ein zentraler Teil der Präsentation ist übrigens auch der Wechsel von „Stell dir vor“ zu „Es ist jetzt so“. Thorsten Havener beschreibt das klassische Muster der Manipulation: „Es wird nach guter Vorbereitung einfach eine Behauptung aufgestellt, die dann vom Gegenüber als Suggestion akzeptiert und unterbewusst ausgeführt wird.“</p>
<p>Laut Thorsten Havener ist die Konzentration neben der Vorstellungskraft das wichtigste Werkzeug des menschlichen Geistes: „Im Bereich der Hypnose und Suggestion – und auch in vielen Bereichen der Manipulation – spielt es eine sehr große Rolle, dass unsere Aufmerksamkeit und unsere Vorstellungskraft so stark auf einen Punkt konzentriert werden, dass ein messerscharf gebündelter Fokus entsteht.“ Um einen Menschen herum gibt es in jedem Moment unzählig viele Reize, die sich auf seine Sinne auswirken.</p>
<p><strong>In der Konzentration steckt eine enorme Energie</strong></p>
<p>Die Reize, auf die sich ein Mensch konzentriert, haben Kraft. Und je stärker die Konzentration, desto stärker die Kraft, die von diesen Reizen ausgeht. Thorsten Havener stellt fest: „Je stärker die Konzentration auf einen Bereich ist, desto stärker ist die Auswirkung dieses Bereichs auf unser Empfinden. Das gilt nicht nur für unseren Körper, sondern auch für unsere Umwelt. Je stärker wir uns auf Unangenehmes und mögliches Scheitern konzentrieren, desto stärker wird dieser Fokus sich auf unsere Vorstellungskraft auswirken.“ </p>
<p>Dieser Fokus kann von innen kommen, also aus eigenen Gedanken und Geist, oder aber auch von außen. Ständig wiederholt von außen ist die Kontrolle der Aufmerksamkeit ein wichtiges Instrument der Einflussnahme auf die Gedanken und das Verhalten eines Menschen. Thorsten Havener hält also fest, dass in der Konzentration eine unglaubliche Kraft steckt und rät: „Ganz nebenbei: Es wäre eine echte Verschwendung, wenn wir diese Kraft nicht für uns nutzen würden, um uns selbst positiv zu beeinflussen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Staunen kann das Ego ausschalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 May 2023 01:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeitsrestaurationstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Staunen]]></category>
		<category><![CDATA[William James]]></category>
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					<description><![CDATA[Staunen könnte sich auf das Verhalten und die Art auswirken, wie Menschen miteinander umgehen. Warum sollten Menschen großzügiger sein, nachdem sie gestaunt haben? Lucy F. Jones vermutet: „Vielleicht sind sie dadurch ganz einfach besserer Stimmung.“ Staunen kann die Interessen von einer Person weg und hin zu anderen Menschen führen. Es kann Menschen dabei helfen, sich ... <a title="Staunen kann das Ego ausschalten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-staunen.html" aria-label="Mehr Informationen über Staunen kann das Ego ausschalten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Staunen könnte sich auf das Verhalten und die Art auswirken, wie Menschen miteinander umgehen. Warum sollten Menschen großzügiger sein, nachdem sie gestaunt haben? Lucy F. Jones vermutet: „Vielleicht sind sie dadurch ganz einfach besserer Stimmung.“ Staunen kann die Interessen von einer Person weg und hin zu anderen Menschen führen. Es kann Menschen dabei helfen, sich einander verbunden zu fühlen und sich auf andere einzustellen. Es kann das Ego ausschalten, Alltagsprobleme vergessen lassen und die Aufmerksamkeit auf etwas Größeres lenken, das sich nur schwer fassen lässt. Vielleicht ist Staunen sogar ein Gegenmittel oder Kontrapunkt, vom allgegenwärtigen Narzissmus, von dem man befürchtet, er werde von den sozialen Medien befeuert. Lucy F. Jones ist Journalistin und schreibt regelmäßig zu wissenschaftlichen Themen, Gesundheit, Umwelt und Natur für die BBC, The Guardian und The Sunday Times. <span id="more-4590"></span></p>
<p><strong>Es gibt zwei Arten von Aufmerksamkeit</strong></p>
<p>Auf dem Planeten Erde gibt es zahllose Gelegenheiten, um ins Staunen zu geraten. Nur verliert man sie, wenn Lebensräume schwinden und die Naturverbundenheit abhandenkommt. Wenn Lucy F. Jones darüber nachdenkt, ist die Erde wie fürs Staunen gemacht. Vielleicht habe das viele Menschen vergessen, aber wie könnte es anders sein? Auf der Erde herrscht ein wildes Spektakel, nur das die Wenigsten hinsehen und sich die Meisten nicht darum scheren. </p>
<p>Was genau meint man, wenn man von geistiger Gesundheit und Wohlbefinden spricht? Ein Aspekt geistiger Gesundheit, der im Zusammenhang mit Naturverbundenheit untersucht wurde, ist die Erholung, insbesondere die nach geistiger Erschöpfung. Das theoretische Fundament der Aufmerksamkeitsrestaurationstheorie (ART) bilden die Schriften und Denkansätze von William James, einem amerikanischen Psychologen und Philosophen des 19. Jahrhunderts. In seinen „Principles of Psychology“ (1890) erklärte William James, es gebe zwei Arten von Aufmerksamkeit. </p>
<p><strong>Durch freiwillige Aufmerksamkeit kann sich das Gehirn ausruhen</strong></p>
<p>Die erste, „freiwillige Aufmerksamkeit“ passiert von ganz allein. Wenn beispielsweise ein Reh auf den Weg springt oder man am Horizont ein Segelboot sieht, das die eigene Aufmerksamkeit erregt. Die zweite Art dagegen, die „willentliche Aufmerksamkeit“, erfordert Anstrengung und Konzentration. William James war der Ansicht, durch freiwillige Aufmerksamkeit könne das Gehirn ausruhen, um sich anschließend wieder mit willentlicher Aufmerksamkeit anderen Dingen zu widmen, wenn dies erforderlich ist. </p>
<p>Lucy F. Jones stellt fest: „Wir wissen von Neurotransmittern und wie sie funktionieren, dass Dopamin eine Rolle für unser Genussempfinden spielt, während Serotonin auf Stimmung, Schlaf und Körpertemperatur wirkt.“ Doch noch immer muss die Wissenschaft vieles lernen über das Gehirn als Gesamtkonstrukt und darüber, wie es auf seine Umwelt reagiert. Bisher haben sowohl Psychologie als auch Neurowissenschaften die Frage vernachlässigt, welchen Einfluss die Natur auf das Gehirn hat. Quelle: „Die Wurzeln des Glücks“ von Lucy F. Jones</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Leben findet immer im Jetzt statt</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-hier-und-jetzt.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstgespräch]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man in die Köpfe der Menschen hineinschauen könnte, würde man ihre Selbstgespräche kennenlernen, die sie permanent mit sich führen. Das wäre manchmal lustig, manchmal traurig. Heinz-Peter Röhr weiß: „Was man auf jeden Fall feststellen würde, wäre die Tatsache, dass sie sich vorwiegend mit ihrer Vergangenheit oder mit Sorgen bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Nur selten ... <a title="Das Leben findet immer im Jetzt statt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-hier-und-jetzt.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Leben findet immer im Jetzt statt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in die Köpfe der Menschen hineinschauen könnte, würde man ihre Selbstgespräche kennenlernen, die sie permanent mit sich führen. Das wäre manchmal lustig, manchmal traurig. Heinz-Peter Röhr weiß: „Was man auf jeden Fall feststellen würde, wäre die Tatsache, dass sie sich vorwiegend mit ihrer Vergangenheit oder mit Sorgen bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Nur selten richten sie die Aufmerksamkeit auf das Jetzt.“ Viele Menschen verbringen Jahre mit der Hoffnung, dass die Dinge sich von selbst zum Besseren wenden, immer im Glauben, dass das Gute noch kommt. Auf diese Weise wird das Leben vertan, es rauscht vorbei. Man ist nicht in sich selbst zu Hause. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4489"></span></p>
<p><strong>Angst führt zu Kontrollverlust</strong></p>
<p>Besonders Menschen, die grübeln, erleben, dass ihre Gedanken davonfliegen. Die Aufgabe ist jedoch, die Aufmerksamkeit auf den momentanen Augenblick zu lenken. Das Leben findet immer im Jetzt statt, und alles, was man ändern will, muss man im Jetzt tun. Der richtige Moment ist also da, die Frage ist, was ist zu tun. Wenn jemand grübelt, ist alles richtig, was ablenkt, was zu anderen Gedanken, zu anderem, besserem Handeln führt. Das Denken in eine andere Richtung zu lenken ist die Lösung. </p>
<p>Angst ist die eigentliche Ursache für den Kontrollverlust über das Gedankenkarussell. Im Grübeln liegt keine Lösung. Das Jetzt ist auch der Moment, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Eine Methode, die laut Heinz-Peter Röhr das Grübeln stoppen kann, kommt aus der Buddhistischen Therapie, die jedoch ein wenig Übung bedarf: „Man lässt die Gedanken einfach vorüberziehen, ohne sie zu bewerten oder festhalten zu wollen, man lässt sie verglühen.“ Das typische „Anhaften“, wie es in der Buddhistischen Therapie heißt, ist das Problem. </p>
<p><strong>Meditation lenkt die Gedanken in ruhige Bahnen</strong></p>
<p>Wer versucht, grüblerische Gedanken nur zu unterdrücken, verstärkt diese. Anders ist der geplante Umgang mit Grübeln zu bewerten. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Strategie geht auf, wenn man das Thema, über das man grübeln will, aufschreibt und sich vornimmt, dieses zu einem späteren festgelegten Zeitpunkt zu erledigen.“ Bis dahin kann man alles andere tun. Auch sich auf eine Dauer, etwa zehn oder 15 Minuten, festzulegen ist sinnvoll. Meist wird die Grübelzeit, die man sich vorgenommen hat, nicht in Anspruch genommen. </p>
<p>Mit dem Grübeln einfach aufzuhören ist fast unmöglich, weil Gedanken sich immer wieder verselbstständigen und in gewohnte Bahnen geraten. Wie beruhigt man seinen Geist? Der Königsweg, Gedanken in ruhige Bahnen zu lenken, ist Meditation. Für Heinz-Peter Röhr gibt es keine wirksamere Maßnahme. Normalerweise gelingt es, nach konzentrierter Arbeit und geistiger Anstrengung in einen entspannten Zustand zu gelangen und Erholung zu erleben. Dem Opfer der Grübelfalle gelingt das meist nicht. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Krise ist zeitlich begrenzt</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-dauer-einer-krise.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2022 01:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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		<category><![CDATA[William James]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktuelle Definitionen aus der Wissenschaft haben immer eins gemeinsam. Auch wenn die genaue Dauer einer Krise, während sie herrscht, meist nicht absehbar ist, ist sie zeitlich begrenzt. Es gilt also weiterhin, dass Krisen ein Zeitfenster meinen, sie also einen Anfang und ein Ende haben. Maren Urner betont: „So wird die vermeintliche Dauerkrise oder die ewige ... <a title="Eine Krise ist zeitlich begrenzt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-dauer-einer-krise.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Krise ist zeitlich begrenzt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuelle Definitionen aus der Wissenschaft haben immer eins gemeinsam. Auch wenn die genaue Dauer einer Krise, während sie herrscht, meist nicht absehbar ist, ist sie zeitlich begrenzt. Es gilt also weiterhin, dass Krisen ein Zeitfenster meinen, sie also einen Anfang und ein Ende haben. Maren Urner betont: „So wird die vermeintliche Dauerkrise oder die ewige Krise schnell ihrer Daseinsberechtigung beraubt. Sie ist genauso unmöglich wie der tägliche Weltuntergang, der sich jeder Logik widersetzt.“ Was man häufig mit Blick auf Klima-, Finanz- und Flüchtlingskrise eigentlich meint, sind keine Krisen, sondern dauerhafte Zustände. Vielleicht sind sie eingeleitet durch Wendepunkte in der Geschichte. Diesen Zuständen ist man nicht hoffnungslos ausgeliefert. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-3680"></span></p>
<p><strong>Menschen sehen die Welt alle unterschiedlich</strong></p>
<p>Maren Urner als Neuronenwissenschaftlerin fasziniert die Frage, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet. Und wie das unweigerlich dazu führt, dass Menschen die Welt alle unterschiedlich sehen und wahrnehmen. Sie unterscheiden sich in ihrer Wahrnehmung und zwar immer. Genauso unterscheidet sich die Erinnerung an die jeweilige Erfahrung. Das liegt daran, dass zwei Gehirne niemals gleich sind. Menschen sehen die Welt stets aufgrund ihrer individuellen Biologie, Erfahrungen, Hoffnungen und Erwartungen.</p>
<p>William James vertritt die These, dass das Leben eines Menschen nichts anderes ist als das, worauf er seine Aufmerksamkeit richtet. Die Aufmerksamkeit ist zur wichtigsten Ressource des 21. Jahrhunderts geworden. Jeder Mensch kann selbst bestimmen, worauf er seine Aufmerksamkeit richtet. Maren Urner ist sogar der Ansicht, dass man durch die aktive Beeinflussung der Gedankenwelt – also des Gehirns – die Welt selbst verändern kann. Ein großes Versprechen, und vielleicht klingt es an dieser Stelle noch kryptisch und wenig greifbar.</p>
<p><strong>Die Lösung für eine Herausforderung beginnt beim Einzelnen</strong></p>
<p>Es ist aber in jedem Fall die fundamentale Erkenntnis, auf der alles, was im Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner nun folgt, aufbaut. So hat William James es auch schon vor digitalen Zeiten und Smartphone auf das beschriebene Stress-Mantra bezogen, als er feststelle: „Die beste Waffe gegen den Stress ist unsere Fähigkeit, einen Gedanken nach dem anderen zu wählen.“ Jedes Handeln und damit auch jede Lösung für eine Herausforderung beginnt also bei jedem Einzelnen – oder besser gesagt: in seinem Kopf. </p>
<p>Wenn man versteht und akzeptiert, dass „alles in unserem Kopf“ beginnt, ist plötzlich vieles möglich. Maren Urner stellt fest: „Denn egal, wen oder was wir ändern, verbessern oder gar retten wollen: Die Veränderung und die Rettung beginnen bei uns. Genauer gesagt, beginnt sie bei jeder einzelnen Entscheidung, die jeder Einzelne von uns trifft.“ Vor allem die Positive Psychologie beschäftigt sich im Gegensatz zur traditionellen Psychologie viel mehr mit positiven Aspekten wie Glück, Vertrauen und Solidarität. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Mensch ähnelt sehr anderen Tieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Dec 2021 02:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Die grundlegenden Prozesse, anhand deren das menschliche Gehirn denkt, sind auch heute noch überwiegend identisch mit jenen von anderen Tieren. Der Psychologe Daniel Kahneman spricht von zwei „Selbsten“ – Biologie kontra Rationalität – und schreibt: „Zu den Funktionen von System 1 gehören angeborene Fähigkeiten, die wir mit anderen Tieren gemeinsam haben. Wir werden mit der ... <a title="Der Mensch ähnelt sehr anderen Tieren" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/markus-hengstschlaeger-biologie-kontra-rationalitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Mensch ähnelt sehr anderen Tieren">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die grundlegenden Prozesse, anhand deren das menschliche Gehirn denkt, sind auch heute noch überwiegend identisch mit jenen von anderen Tieren. Der Psychologe Daniel Kahneman spricht von zwei „Selbsten“ – Biologie kontra Rationalität – und schreibt: „Zu den Funktionen von System 1 gehören angeborene Fähigkeiten, die wir mit anderen Tieren gemeinsam haben. Wir werden mit der Fähigkeit geboren, unsere Umwelt wahrzunehmen, Gegenstände zu erkennen, unsere Aufmerksamkeit zu steuern, Verluste zu vermeiden und uns vor Spinnen zu fürchten.“ Markus Hengstschläger ergänzt: „Andere mentale Aktivitäten werden durch lange Übung zu schnellen, automatischen Routinen.“ Die höchst vielfältigen Aktivitäten von System 2 haben ein Merkmal gemeinsam: Sie erfordern Aufmerksamkeit, und sie werden gestört, wenn die Aufmerksamkeit abgezogen wird. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUniWien. <span id="more-3204"></span></p>
<p><strong>Das automatische System funktioniert instinktiv</strong></p>
<p>Der Verhaltensökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Richard Thaler schreibt gemeinsam mit Cass Sunstein in dem Buch „Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt“: „Das automatische System funktioniert schnell und instinktiv – zumindest fühlt es sich so an.“ Gehirnforscher haben festgestellt, dass diese Aktivitäten in den ältesten Teilen des menschlichen Gehirnes verarbeitet werden – in den Bereichen, die Menschen mit Echsen gemeinsam haben. </p>
<p>Es besteht laut Markus Hengstschläger eine permanente Wechselwirkung zwischen diesen beiden immer aktiven Systemen. System 1 liefert immerzu Eindrücke, Absichten und Gefühle und zusätzlich genetisch mitbedingte Verhaltenskomponenten wie zum Beispiel Reflexe oder instinktive Reaktionen. Wenn System 2 diese nachvollziehen kann, entstehen Überzeugungen oder willentlich gesteuerte Handlungen. Es ist das System 1, dass es einem Menschen automatisch ermöglicht, schlechte Laune oder Feindseligkeit aus einer Stimme herauszuhören. Und System 2 überwacht das Verhalten und sorgt dafür, dass man nicht jedem sagt, was man wirklich denkt. </p>
<p><strong>Sammlungen für Faustregeln gibt es für alle Lebenslagen</strong></p>
<p>Und trotzdem, dieses Zusammenspiel kann auch die Quelle für Denkfehler sein. Außerdem kann man sowohl rational zu falschen Schlüssen kommen, wie das Bauchgefühl auch irren kann. Die besten Profisportler wissen, dass es oft nicht sinnvoll ist, zu viel zu denken, und es oft besser ist, einfach auf sein Bauchgefühl zu hören und es dann einfach zu machen. Und wenn es schnell gehen muss und man blitzartige Entscheidungen treffen muss, weil man wieder einmal keine Zeit hat, dann stellt sich eine besondere Vorliebe für Faust- beziehungsweise Daumenregeln ein. </p>
<p>Diese haben sich ja schon so oft bewährt, unter dem Motto: „Das funktioniert schließlich immer!“ Sammlungen von Faustregeln gibt es nahezu für alle Fachbereiche und Lebenslagen. Markus Hengstschläger weiß: „So nützlich solche Regeln manchmal sein können, so falsch kann man damit aber in anderen Fällen auch liegen.“ Die faktengestützte Weltsicht zeigt klar, dass die Welt zwar einerseits vor noch sehr großen Herausforderungen steht, aber andererseits auch permanent besser wird. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Träume sind spannender als Video-Clips</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 01:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Zeit, die so von Bildern geprägt ist wie die heutige, müsste die inneren Bilderwelten ebenso zu schätzen wissen wie die äußeren. Daher ist es für Georg Milzner merkwürdig, dass Menschen stundenlang Youtube-Videos ansehen können, sich oft für ihre Träume wenig interessieren: „Denn Träume sind allemal spannender als Clips, und überdies haben sie etwas mit ... <a title="Träume sind spannender als Video-Clips" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/georg-milzner-traeume-neu-entdecken.html" aria-label="Mehr Informationen über Träume sind spannender als Video-Clips">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Zeit, die so von Bildern geprägt ist wie die heutige, müsste die inneren Bilderwelten ebenso zu schätzen wissen wie die äußeren. Daher ist es für Georg Milzner merkwürdig, dass Menschen stundenlang Youtube-Videos ansehen können, sich oft für ihre Träume wenig interessieren: „Denn Träume sind allemal spannender als Clips, und überdies haben sie etwas mit uns zu tun.“ Ob man sie als Botschaften des Unbewussten liest oder ob man, wie der Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend einmal sagte, beim Träumen bloß die „Show“ genießt, ist dabei zunächst einmal unwesentlich. Als Psychologe des Unbewussten arbeitet Georg Milzner oft mit Träumen. Und er macht dabei immer wieder dieselbe Erfahrung: Menschen, die sich um ihre Träume jahrelang nicht gekümmert haben, ja, sich nicht einmal sicher waren, ob sie überhaupt träumen, werden plötzlich neugierig. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2635"></span></p>
<p><strong>Viele können ihre Träume nicht mehr wahrnehmen</strong></p>
<p>Und zwar, weil die Welt der Träume so reichhaltig, so faszinierend und letzten Endes so abenteuerlich ist, dass ein paar Videos ihr schwerlich Konkurrenz machen können. Wenn man auf der Suche nach dem ist, was die eigene Person ausmacht, sind Träume ein ausgezeichneter Weg. Träumen im Informationszeitalter – das wird für viele erst einmal seltsam klingen. Aber bei Licht betrachtet, ist dies eine ausgesprochen sinnvolle Ergänzung. Für Georg Milzner sind Träume das natürliche Gegenstück zu den Youtube-Clips. </p>
<p>Die Clips sind draußen, im Netz und stammen von anderen Leuten, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke, indem ich ihre Filme betrachte. Die Träume dagegen sind innen und stammen vom eigenen Selbst. Und das eigene Selbst ist es, das Aufmerksamkeit bekommt, indem man es wahrnimmt. Sich mit Träumen zu beschäftigen heißt zunächst einmal, Träume überhaupt wieder wahrzunehmen. Viele können dies nicht mehr oder vermuten, sie würde überhaupt nicht träumen. </p>
<p><strong>Träume gleichen der bewussten Außenwelt</strong></p>
<p>Das aber stimmt nicht, wie man aus der Schlaf- und Traumforschung weiß. Vielmehr ist das Wahrnehmen und Erinnern von Träumen einmal mehr eine Sache der Verteilung der Aufmerksamkeit. Wer Träume wieder wahrnehmen möchte, der muss nur eine kleine Regel beherzigen: Man sollte nach dem ersten Aufwachen alles auf einen Zettel notieren oder ins Smartphone sprechen, was an Traumerinnerung noch vorhanden ist. Dies sollte unbedingt vor dem ersten Kaffee oder dem Gang zur Toilette passieren, denn beide lassen die Erinnerung an den Traum oft verschwinden. </p>
<p>Georg Milzner weiß: „Anfangs ist das meist wenig. Aber gerade dann ist das Notieren wichtig, denn damit geben wir uns gewissermaßen das Signal, Träume wieder wichtig zu nehmen.“ Wer dieser Regel folgt, macht die Erfahrung: Nach wenigen Tagen nimmt die Erinnerung an Träume zu. Als hätte man nie damit aufgehört, träumt man wieder bewusster und reichert damit seine Erlebnisse mit neuen Inhalten an. Träume werden ja erlebt wie bewusstes Leben in der Außenwelt – nur eben ohne äußere Regung. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Georg Milzner sucht nach einem neuen Selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 07:28:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vorstellungen vom Selbst eines Menschen sind historisch gewachsen. Und genauso verändern sich auch in der Zukunft historisch. Georg Milzner beschäftigt sich mit der Frage, wie sich ein Selbst konstituieren könnte, das den Herausforderungen der Gegenwart entspricht. Die Entwicklung des Selbst hängt vor allem von den Verteilungen der Aufmerksamkeit ab. Georg Milzner weiß: „Wer von ... <a title="Georg Milzner sucht nach einem neuen Selbst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/georg-milzner-sucht-nach-einem-neuen-selbst.html" aria-label="Mehr Informationen über Georg Milzner sucht nach einem neuen Selbst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorstellungen vom Selbst eines Menschen sind historisch gewachsen. Und genauso verändern sich auch in der Zukunft historisch. Georg Milzner beschäftigt sich mit der Frage, wie sich ein Selbst konstituieren könnte, das den Herausforderungen der Gegenwart entspricht. Die Entwicklung des Selbst hängt vor allem von den Verteilungen der Aufmerksamkeit ab. Georg Milzner weiß: „Wer von sich selbst nichts wissen will, der wird mit sich selbst auch nicht weit kommen.“ Deshalb wird es darauf ankommen, eine neue Vorstellung vom Selbst zu entwickeln. Es geht dabei um die Vorstellung von einem Selbst, das weder narzisstisch blendet noch sich funktional begrenzt. Noch darf es in Regeln ersticken oder sich in Schwärmen auflösen. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2447"></span></p>
<p><strong>Das Selbst ist eine integrierende Einheit</strong></p>
<p>Das neue Selbst muss in der Lage sein, die archaischen Reste der Menschheit ebenso zu umfassen wie die Elemente der gegenwärtigen Kultur. Das Selbst ist ein umfassender Begriff für das, was ein Mensch ist, hat eine bedeutsame Symbolkultur hervorgebracht. Insbesondere die Analytische Psychologie C. G. Jungs hat viele Betrachtungen der Frage gewidmet, wie sich das Selbst in verschiedenen Kulturen darstellt. Die jungianischen Forscher fanden, dass man das Selbst gewöhnlich als geschlossene Struktur imaginiert.</p>
<p>Das überzeugt Georg Milzner unmittelbar, denn das Selbst ist ja eine integrierende Einheit. Es muss Gegensätze auswiegen und der inneren Vielfalt Platz geben. Daher sind Symbole, in denen Gegensätze versöhnt sind oder aber harmonisch geschlossene geometrische Figuren naheliegende Abbilder des Selbst. Das vermutlich bekannteste Symbol des Selbst ist das sogenannte Mandala. Allerdings ist es dem modernen Bewusstsein weitgehend entschwunden. Denn das Malen von Mandalas bedeutet nicht nur eine ästhetische Übung, sondern zugleich ein inneres Ordnen.</p>
<p><strong>Die Komplexität des Selbst ist schwer zu fassen</strong></p>
<p>Aber nicht nur geometrische Figuren stellen das Selbst dar. Auch Dinge, die aus der Natur stammen oder mit Prozessen der Zivilisation in Verbindung stehen, können als Symbole des Selbst gelten. So kann man sich beispielsweise das Selbst als eine Landschaft vorstellen. Möglich wäre auch das zivilisierte Bild einer Burg oder Stadt, um insbesondere den Aufgaben der Integration des Selbst symbolisch Gestalt zu geben. Dass man das Selbst oft symbolisch darstellt, liegt vermutlich daran, dass es in seiner Komplexität begrifflich schwer zu fassen ist.</p>
<p>Der Philosoph und Psychoanalytiker Slavoj Žižek hat einige interessante Dinge zum Selbst gesagt. Für ihn ist die Entdeckung des Selbst eine der drei großen Ereignisse der Philosophie. Das „ereignishafte Selbst“, wie er es nennt, steht in unmittelbarer Nachbarschaft etwa zur Bestimmung dessen, was wahr ist. Und damit in konträrer Position zu allem, was relativ ist oder abhängig von jeweils anderen Definitionen. Das Selbst als Ereignis zu erleben, ist hierauf aufbauend, ganz und gar eine Sache des Augenblicks. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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