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	<title>Angst &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Teenager sind häufiger seelisch krank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 02:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverletzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Suizidversuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Jonathan Haidt schreibt: „Viele Experten für psychische Gesundheit bezweifelten anfangs, dass die starke Zunahme an Angst und Depression eine echte Zunahme an psychischen Erkrankungen widerspiegelte.“ Am Tag nach der Veröffentlichung unseres Buches „The Coddling of the American Mind“ erschien in der „New York Times“ ein Artikel mit der Überschrift „Teenager-Angst – der große Mythos“. Darin ... <a title="Teenager sind häufiger seelisch krank" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-zahl-der-psychischen-erkrankungen-nimmt-zu.html" aria-label="Mehr Informationen über Teenager sind häufiger seelisch krank">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jonathan Haidt schreibt: „Viele Experten für psychische Gesundheit bezweifelten anfangs, dass die starke Zunahme an Angst und Depression eine echte Zunahme an psychischen Erkrankungen widerspiegelte.“ Am Tag  nach der Veröffentlichung unseres Buches „The Coddling of the American Mind“ erschien in der „New York Times“ ein Artikel mit der Überschrift „Teenager-Angst – der große Mythos“. Darin erhob ein Psychiater mehrere Einwände gegen das, was er als wachsende moralische Panik rund um Teenager und Smartphones ansah. Er wies darauf hin, dass die meisten der Studien, die eine Zunahme psychischer Erkrankungen zeigten, auf Selbsteinschätzungen beruhten. Eine Veränderung bei Selbsteinschätzungen hieß seines Erachtens nicht unbedingt, dass sich die zugrundeliegenden Raten von psychischen Erkrankungen tatsächlich verändert hatten. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-6352"></span></p>
<p><strong>Immer mehr Jugendliche werden in eine psychiatrische Notaufnahme eingewiesen</strong></p>
<p>Vielleicht waren junge Leute eher zu einer Selbstdiagnose bereit oder eher gewillt, über ihre Symptome zu sprechen? Oder vielleicht verwechselten sie auch leicht Angstsymptome mit einer psychischen Erkrankung? Jonathan Haidt weiß: „Richtig ist, dass man sich zahlreiche Indikatoren ansehen muss, um herauszufinden, ob die Zahl psychischer Erkrankungen tatsächlich zunimmt. Eine gute Möglichkeit dazu besteht darin, sich Veränderungen bei Daten anzusehen, die nicht auf Aussagen von den Teens selbst beruhen.“</p>
<p>So fanden vielen Studien beispielsweise Veränderungen bei der Zahl von Jugendlichen, die jedes Jahr in eine psychiatrische Notaufnahme oder ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie sich absichtlich selbst verletzt hatten. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Das kann bei einem Suizidversuch geschehen, oft durch eine Überdosis an Medikamenten, oder durch eine sogenannte nichtsuizidale Selbstverletzung, oft Schnittverletzungen, die eine Person sich zufügt, ohne sich dadurch umbringen zu wollen.“</p>
<p><strong>Suizidversuche zeigen ein hohes Niveau an Hoffnungslosigkeit an</strong></p>
<p>Die Rate der Selbstverletzungen bei heranwachsenden Mädchen hat sich zwischen 2010 und 2020 annähernd verdreifacht. Jonathan Haidt fügt hinzu: „Die Rate bei älteren Mädchen – Alter 15 bis 19 – verdoppelte sich, während die Rate bei Frauen über 24 im selben Zeitraum sank.“ Was also auch immer Anfang der 2010er-Jahre geschah, es traf Mädchen unter 13 und junge weibliche Teenager härter als jede andere Gruppe. Das ist ein entscheidender Hinweis. Die absichtlichen Selbstverletzungen umfassen nichttödliche Suizidversuche, die ein sehr hohes Niveau an Disstress und Hoffnungslosigkeit anzeigen. </p>
<p>Selbst zugefügte Schnittwunden lassen sich besser als Bewältigungs- oder Coping-Verhalten verstehen, dass manche Personen – vor allem Mädchen und junge Frauen – einsetzen, um besser mit lähmenden Angstzuständen und Depressionen fertigzuwerden. Jonathan Haidt stellt fest: „Die Suizidraten bei Jugendlichen in den Vereinigten Staaten zeigen einen zeitlichen Trend, der dem von Depressionen, Angststörungen und Selbstverletzungen generell ähnlich ist, auch wenn der rasche Anstieg ein paar Jahre früher einsetzt. Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen mit Phobien empfinden starke Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 02:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Phobie]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Phobie bezeichnet man eine irrationale, sehr starke Angst vor bestimmten Objekten, Situationen oder Aktivitäten mit dem Wunsch, diese zu vermeiden. Franca Cerutti weiß: „Das Wort kommt vom altgriechischen Wort „phóbos“ für Furcht. In der griechischen Mythologie gibt es einen Gott namens Phobos, der in der Regel gemeinsam mit seinem Kumpel Deimos in Erscheinung tritt ... <a title="Menschen mit Phobien empfinden starke Angst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/franca-cerutti-phobien.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen mit Phobien empfinden starke Angst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Phobie bezeichnet man eine irrationale, sehr starke Angst vor bestimmten Objekten, Situationen oder Aktivitäten mit dem Wunsch, diese zu vermeiden. Franca Cerutti weiß: „Das Wort kommt vom altgriechischen Wort „phóbos“ für Furcht. In der griechischen Mythologie gibt es einen Gott namens Phobos, der in der Regel gemeinsam mit seinem Kumpel Deimos in Erscheinung tritt – „deímos“ bedeutet im Altgriechischen Schrecken.“ Furcht und Schrecken also, was für ein sympathisches Paar … Und offensichtlich eines, vor dem die alten Griechen genauso viel Respekt hatten wie die heutigen Menschen. In ihrem Buch „Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-6330"></span></p>
<p><strong>Der Angstschaltkreis springt an und verursacht Symptome</strong></p>
<p>Die Bemühungen, der angstauslösenden Situation aus dem Weg zu gehen, können – je nach Phobie – viel Energie und Zeit in Anspruch nehmen und damit selbst zur Belastung werden. Franca Cerutti fügt hinzu: „Menschen mit Phobien empfinden so starke Angst, dass allein der Gedanke an des Objekt oder die Situation tiefes Unwohlsein und körperliche Symptome auslösen kann.“ Dabei ist den Betroffenen in der Regel klar, dass ihre Angst völlig übertrieben ist. Sie wissen auch, dass die meisten Menschen angesichts des Auslösers entweder gar keine oder zumindest sehr viel weniger Furcht empfinden.</p>
<p>Wenn jemand unter einer Phobie leidet, hilft ihm alles kühle Wissen der Welt erst einmal nicht weiter. Der Angstschaltkreis springt trotzdem an und verursacht Symptome, die man nur schwer ignorieren kann: Herzklopfen, Bauchgrummeln, zittrige Hände und ein im Körper aufzeigendes Hitzegefühl. Außerdem hat die Betroffene womöglich die Vorstellung, dass er die Kontrolle verlieren und vor lauter Angst einnässen, umkippen oder sterben könnte. Der Körper signalisiert unmissverständlich: „Nichts wie weg!“</p>
<p><strong>Häufig bestehen mehrere Phobien gleichzeitig</strong></p>
<p>Die Angst kann sich bis zu einem Panikanfall steigern. Phobien entwickeln sich zu über 80 Prozent noch vor dem 20. Lebensjahr. Franca Cerutti ergänzt: „Häufig bestehen mehrere Phobien gleichzeitig. Menschen mit einer Phobie haben zudem oft andere psychischen Erkrankungen, beispielsweise Depressionen. Das Risiko für Alkohol- Medikamenten- oder Drogenmissbrauch ist bei Menschen mit Phobien deutlich erhöht.“ Offenbar schauen Menschen sich ihre Phobien bis zu einem gewissen Grad von ihren Mitmenschen ab.</p>
<p>Man spricht hier von Beobachtungslernen. Auch das ist mit Sicherheit ein evolutionäres Geschenk. Franca Cerutti erläutert: „Nicht jede schlechte Erfahrung selbst machen zu müssen, erhört die Wahrscheinlichkeit der eigenen Unversehrtheit und des Überlebens.“ Offenbar gibt es eine angeborene Bereitschaft auf potenziell gefährliche Reize schnell phobisch zu reagieren – auf komplett ungefährliche Reize aber nicht. Phobien sind demnach nicht beliebig, sondern beziehen sich in der Regel auf Auslöser, die als überlebensrelevant eingestuft werden. Quelle: „Psychologie to go!“ von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ständige Angst führt zum Verfall des Körpers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2025 01:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Inkohärenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lösung]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen können nicht in einem andauernd inkohärenten, von ständiger Angst begleiteten Zustand leben. Gerald Hüther erläutert: „Er verbraucht zu viel Energie, und wenn die nicht mehr ausreicht, um die innere Struktur und Organisation unseres Gehirns und damit unseres Körpers aufrechtzuerhalten, wird unser gesamter Organismus unstabiler – bis er zerfällt und sich die in seinen materiellen ... <a title="Ständige Angst führt zum Verfall des Körpers" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/staendige-angst-fuehrt-zum-verfall-des-koerpers.html" aria-label="Mehr Informationen über Ständige Angst führt zum Verfall des Körpers">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen können nicht in einem andauernd inkohärenten, von ständiger Angst begleiteten Zustand leben. Gerald Hüther erläutert: „Er verbraucht zu viel Energie, und wenn die nicht mehr ausreicht, um die innere Struktur und Organisation unseres Gehirns und damit unseres Körpers aufrechtzuerhalten, wird unser gesamter Organismus unstabiler – bis er zerfällt und sich die in seinen materiellen Strukturen enthaltene Energie wieder gleichmäßig im Universum verteilt.“ Wenn Menschen alles im Griff hätten und in der Lage wären, ihre Zukunft tatsächlich so zu gestalten, wie sie es sich vorstellen und wünschen, und sie alles, was künftig geschieht, genau vorhersagen könnten und für alle zu ihren Lebzeiten auftretenden Schwierigkeiten, Probleme und Bedrohungen eine optimale Lösung parat hätten, gäbe es keine Zukunft mehr. Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen. <span id="more-6188"></span></p>
<p><strong>Starke Inkohärenzen erzeugen Angst</strong></p>
<p>Dann würde nur alles genau so weitergehen, wie man es geplant, vorausgesehen und unter Kontrolle zu bringen gelernt hat. Ein Flug zum Mond lässt sich so organisieren, das eigene Leben auf der Erde nicht. Gerald Hüther stellt fest: „Es ist das Grundmerkmal alles Lebendigen, dass jedes Lebewesen allein dadurch, dass es lebt, wächst und sich fortpflanzt, Nahrung zu sich nimmt und die Überreste ausscheidet, zwangsläufig die Welt verändert, in der es lebt.“</p>
<p>Keine andere Spezies ist in der Lage, ihre eigene Lebenswelt so verändern und nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten wie die Menschen. Gerald Hüther ergänzt: „Und die Vertreter keiner anderen Art sind deshalb auch so sehr gezwungen, sich immer wieder neu an die von ihnen selbst hervorgebrachten Veränderungen ihn ihrer eigenen Lebenswelt anzupassen.“ Indem Menschen irgendetwas in der Welt verändern, erzeugen sie Inkohärenzen. Wenn die hinreichend stark sind, bekommen sie Angst.</p>
<p><strong>Angst und Panik verursachen nicht völlige Kopflosigkeit</strong></p>
<p>Gerald Hüther fügt hinzu: „Und die begleiten uns so lange, bis wir eine Lösung gefunden haben, die das so entstandene Durcheinander wieder etwas kohärenter macht.“ Es macht keinen Unterschied, ob die Angst durch ein reales bedrohliches Geschehen ausgelöst wird oder durch die bloße Vorstellung, dass etwas Gefährliches passieren könnte. In beiden Fällen ist sie der spürbare Ausdruck einer sich im Gehirn ausbreitenden und immer tiefer reichenden Inkohärenz.</p>
<p>Und der Grund für dieses um sich greifende Durcheinander ist der Umstand, was man keine geeignete Lösung findet, um es abzustellen, sei es aus eigener Kraft, sei es mit der Unterstützung durch andere und auch nicht durch Vertrauen, es werde schon alles wieder gut. Gerald Hüther erklärt: „Wer in Angst und Panik gerät, verliert aber nicht gleich den ganzen Kopf. Wenn die oberen, besonders komplex vernetzten Bereiche wegen zu großen Durcheinanders ausfallen, übernehmen die darunter liegenden, einfacheren und stabileren das Kommando.“ Quelle: „Lieblosigkeit macht krank“ von Gerald Hüther</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst lässt sich nicht kontrollieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 01:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Angst flutet den menschlichen Organismus mit unangenehmen und alarmierenden Empfindungen. Diese Prozesse kontrollieren oder unterdrücken zu wollen, ist nachvollziehbar. Franca Cerutti stellt fest: „Leider weiß die Forschung: Kontrolle und dagegen ankämpfen verschärfen das Problem. Auch hier hilft ein Faktencheck: Abgesehen vom bewussten Teil deiner Atmung kannst du Abläufe des autonomen Nervensystems nicht willentlich kontrollieren.“ Das ... <a title="Angst lässt sich nicht kontrollieren" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/angst-laesst-sich-nicht-kontrollieren.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst lässt sich nicht kontrollieren">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst flutet den menschlichen Organismus mit unangenehmen und alarmierenden Empfindungen. Diese Prozesse kontrollieren oder unterdrücken zu wollen, ist nachvollziehbar. Franca Cerutti stellt fest: „Leider weiß die Forschung: Kontrolle und dagegen ankämpfen verschärfen das Problem. Auch hier hilft ein Faktencheck: Abgesehen vom bewussten Teil deiner Atmung kannst du Abläufe des autonomen Nervensystems nicht willentlich kontrollieren.“ Das angstvollen Fokussieren auf die Angstsymptome kann sogar dazu führen, dass genau das Gegenteil von dem eintritt, was man bezweckt. Man kann Angst nicht kontrollieren oder unterdrücken – aber akzeptieren. In ihrem Buch &#8222;Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-6025"></span></p>
<p><strong>Ängste hören nicht von alleine auf</strong></p>
<p>Franca Cerutti betont: „Wenn man sich darauf einigen kann, dass Angst zu einem großen Teil aus Missverständnissen beruht, sind wir schon einen riesigen Schritt gemeinsam gegangen.“ Angststörungen haben viele Gesichter und unterschiedliche Erscheinungsformen. Vielleicht ist Angst ja so ähnlich wie eine Allergie. Nicht jede Allergie erzeugt bei jeder Person die gleichen Symptome im gleichen Ausmaß zum gleichen Anlass. Und so ist es auch mit den Angststörungen. Ebenfalls analog zu Allergien hören übrigens auch Ängste nicht von alleine auf.</p>
<p>Die Hoffnung, dass eine lebenseinschränkende Angst irgendwann von sich aus weg sein wird, ist meist genauso vergeblich wie die Hoffnung, trotz einer Allergie ohne Weiteres nach einer Zeit des Abwartens und Ignorierens wieder Nüsse oder Ananas essen zu können. Franca Cerutti fügt hinzu: „Die meisten Menschen mit Allergien wissen, worauf sie allergisch reagieren, genauso wie die meisten Menschen mit Angststörungen wissen, was ihnen Angst macht.“</p>
<p><strong>Manchen Ängsten kann man nicht ausweichen</strong></p>
<p>Ausweichmanöver vor der Angst können ganz schön lästig und einschränkend werden. Außerdem lassen sie den Lebens- und Aktionsradius schrumpfen. Franca Cerutti weiß: „Dann das Blöde ist: Genau wie Allergien sich ausweiten können, dehnt sich auch die Angst auf immer mehr Lebensbereiche aus. Angst ist gierig und greift sich immer mehr von deinem Leben, wenn du sie lässt.“ Vermeidung ist also nie eine Lösung. Es gibt auch Ängste denen man jedoch nicht ausweichen kann.</p>
<p>Diese sind unheimlich stark und kommen ganz plötzlich. ZACK! Und schon steht man da, mit Panik, Todesangst und Puddingbeinen. Manchmal weiß man, worauf der Anfall zurückzuführen ist, manchmal nicht. Egal wie lebensbedrohlich sich eine Angst anfühlen mag, sie schädigt einen Menschen niemals wirklich. Man wird auch nicht in Ohnmacht fallen oder verrückt werden. Und dann gibt es Ängste, die sind irgendwie immer da. Manchmal denkt man, das Leben an sich reicht schon, um Unwohlsein zu bereiten. Quelle: „Psychologie to go!“ von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die soziale Phobie ist ein verbreitetes Problem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 May 2025 01:00:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Phobie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die wohl häufigste Angst in der Leistungsgesellschaft ist die Angst, nicht zu genügen. Sie ist ein extrem verbreitetes Problem. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Millionen Betroffene leiden unter einer sozialen Phobie. Sie fürchten sich vor Menschen: etwa wenn sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sie haben Angst, unangenehm aufzufallen, etwas Falsches zu sagen, nicht angemessen gekleidet zu ... <a title="Die soziale Phobie ist ein verbreitetes Problem" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-soziale-phobie-ist-ein-verbreitetes-problem.html" aria-label="Mehr Informationen über Die soziale Phobie ist ein verbreitetes Problem">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wohl häufigste Angst in der Leistungsgesellschaft ist die Angst, nicht zu genügen. Sie ist ein extrem verbreitetes Problem. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Millionen Betroffene leiden unter einer sozialen Phobie. Sie fürchten sich vor Menschen: etwa wenn sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sie haben Angst, unangenehm aufzufallen, etwas Falsches zu sagen, nicht angemessen gekleidet zu sein.“ Das geheime Programm „Ich genüge nicht“ ist dominant. Man versucht, den Konflikten aus dem Weg zu gehen, wodurch die Ängste wiederum stärker werden. Eine Angststörung hat ihren Ursprung darin, dass der ständige Versuch, vor der Angst zu fliehen, nicht funktioniert. Es kommt zu einer Angstkonditionierung, was nicht selten in eine Chronifizierung der Störung führt. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5986"></span></p>
<p><strong>Kein Mensch kann perfekt sein</strong></p>
<p>Die übertriebenen Ängste sind entstanden, weil man vor den vermeintlich unangenehmen Situationen ausgewichen ist. Das Problem findet im Kopf statt. Etwa während einer Busfahrt oder wenn man einen Raum betritt, stellt sich rasch der Gedanke ein, „dass alle nur auf mich schauen, darauf warten, dass ich einen Fehler mache, oder alle sehen, dass die Kleidung nicht absolut korrekt ist …“ Heinz-Peter Röhr erläutert: „Auch hier geht es um die Klärung der Dynamik von Angststörungen. Dafür ist es wichtig zu wissen, dass Angst für den Körper ein ungefährliches Gefühl ist.“</p>
<p>Heinz-Peter Röhr weiß: „Auch bei einer Panikattacke, die mit Todesangst verbunden ist, sind die Körperfunktionen lediglich auf Hochtouren geschnellt. Tatsächlich ist eine Panikattacke jedoch völlig harmlos für den Körper.“ Wie so oft hilft nur das mutige Zugehen auf das Problem. Dabei unterstützt ein neues Programm „Ich genüge immer“. Egal was andere denken, wichtig ist, sich auf Augenhöhe und gleichwertig zu fühlen: „Ich genüge auch, wenn ich Fehler mache, wenn ich nicht perfekt bin!“</p>
<p><strong>Angst kann das Leben deformieren</strong></p>
<p>Auch durch Amygdala-Klärung wird der realistische Blickwinkel möglich: „Schauen tatsächlich alle im Bus auf mich, oder ist nicht jeder mit sich selbst beschäftigt, so wie ich? Spielt mir die Amygdala einen Streich? Ist die Situation tatsächlich so unangenehm oder gefährlich?“ Die gedankliche Unterstützung macht mutiger. Heinz-Peter Röhr rät: „Setzen Sie ein breites Grinsen auf und suchen Sie eine Situation, in der Sie Angst genießen können.“ Ängste besiegt zu haben ist ein schönes Gefühl.</p>
<p>Eine soziale Phobie wird nur mit der richtigen Strategie überwunden. Es ergibt Sinn, die Auslöser genau zu erforschen, sich nicht ungesteuert auf Gefühle, insbesondere auf Ängste einzulassen. Heinz-Peter Röhr betont: „Es ist keine Schande, wenn man sich psychotherapeutische Hilfe holt, Angst kann das Leben deformieren und dazu führen, weit hinter den eigenen Möglichkeiten zu bleiben.“ Der erste Schritt bei der Behandlung von Angststörungen ist Aufklärung. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Psyche und Physis leiden unter der Angst</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jonathan-haidt-definition-von-angst.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 02:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Angst beeinflusst Psyche und Physis in vielfältiger Weise. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Viele spüren Angst als Spannung oder Engegefühl in Bauch und Brusthöhle. Emotional wird Angst als Schrecken, Sorge und nach einer Weile als Erschöpfung wahrgenommen.“ Was kognitive Prozesse angeht, so erschwert Angst oft das klare Denken und führt zu unproduktivem Grübeln; dies verursacht dann ... <a title="Psyche und Physis leiden unter der Angst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jonathan-haidt-definition-von-angst.html" aria-label="Mehr Informationen über Psyche und Physis leiden unter der Angst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst beeinflusst Psyche und Physis in vielfältiger Weise. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Viele spüren Angst als Spannung oder Engegefühl in Bauch und Brusthöhle. Emotional wird Angst als Schrecken, Sorge und nach einer Weile als Erschöpfung wahrgenommen.“ Was kognitive Prozesse angeht, so erschwert Angst oft das klare Denken und führt zu unproduktivem Grübeln; dies verursacht dann die kognitiven Verzerrungen, auf die sich die Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) konzentriert, beispielsweise Schwarzmalerei, zu starke Verallgemeinerung und Schwarz-Weiß-Denken. Bei Menschen mit Angststörungen lösen diese verzerrten Denkmuster oft unangenehme körperliche Symptome aus, die dann wiederum Gefühle von Furcht und Sorge indizieren, und diese lösen weitere ängstliche Gedanken aus – ein Teufelskreis. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-5920"></span></p>
<p><strong>Die zweithäufigste Erkrankung bei Jugendlichen ist die Depression</strong></p>
<p>Jonathan Haidt weiß: „Die zweithäufigste Erkrankung bei jungen Leuten unserer Tage ist die Depression. Die wichtigste psychiatrische Kategorie hier ist die schwere depressive Störung oder kurze schwere Depression.“ Die beiden Schlüsselsymptome sind eine depressive Verstimmung – ein Gefühl von Traurigkeit, Leere, Hoffnungslosigkeit – und ein Verlust an Interesse beziehungsweise Freude an fast allen Tätigkeiten. „Wie ekel, schal und flach und unersprießlich erscheint mir das ganze Treiben dieser Welt!“, meint Hamlet, nachdem er kurz zuvor Gottes Verbot des „Selbstmords“ beklagt hat.</p>
<p>Damit eine Major Depressive Disorder (MDD) diagnostiziert wird, müssen diese Symptome mindestens zwei Wochen lang durchgängig anhalten. Jonathan Haidt ergänzt: „Sie gehen oft mit körperlichen Symptomen einher, darunter signifikanter Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, deutlich mehr oder weniger Schlaf als normal sowie Erschöpfung.“ Zudem werden sie oft von kognitiven Problemen begleitet, wie die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren.</p>
<p><strong>Eine spielbasierte Kindheit stärkt positive Beziehungen</strong></p>
<p>Dazu kommt eine ständige Beschäftigung mit eigenen Verstößen oder Verfehlungen – was zu Schuldgefühlen führt – und den vielen anderen kognitiven Störungen, denen die CBT entgegenzuwirken versucht. Jonathan Haidt fügt hinzu: „Menschen, die unter einer depressiven Störung leiden, denken oft an Suizid, weil sie das Gefühl haben, ihr gegenwärtiges Leiden werde nie enden, und der Tod ist ein Ende.“ Ein wichtiges Merkmal der Depression ist ihre Verbindung zu sozialen Beziehungen.</p>
<p>Das Risiko für Depressionen steigt, wenn jemand sozial isoliert ist – oder das Gefühl hat, es zu sein – und aufgrund seiner psychischen Verfassung weniger interessiert oder in der Lage ist, soziale Beziehungen einzugehen. Wie bei der Angst ist dies ein Teufelskreis. Daher schenkt Jonathan Haidt Freundschaft und sozialen Beziehungen in seinem Buch „Generation Angst“ große Aufmerksamkeit. Dabei stellt sich heraus, dass eine spielbasierte Kindheit solche positiven Beziehungen stärkt, während eine smartphonebasierte Kindheit sie schwächt. Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Angst ist ein subjektives Geschehen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/gerald-huether-aengste-verstehen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 02:00:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht immer gelingt es einem Menschen, sich selbst gut zu beobachten und sich bewusst zu machen, ob er nun irritiert, bereits verunsichert oder schon völlig hilflos ist. Gerald Hüther erläutert: „Die Übergänge sind fließend, oft handelt es sich auch um nur schwer zu beschreibende Empfindungen. Meist sind diese Empfindungen auch schon von Versuchen zur Wiederherstellung ... <a title="Angst ist ein subjektives Geschehen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gerald-huether-aengste-verstehen.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst ist ein subjektives Geschehen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht immer gelingt es einem Menschen, sich selbst gut zu beobachten und sich bewusst zu machen, ob er nun irritiert, bereits verunsichert oder schon völlig hilflos ist. Gerald Hüther erläutert: „Die Übergänge sind fließend, oft handelt es sich auch um nur schwer zu beschreibende Empfindungen. Meist sind diese Empfindungen auch schon von Versuchen zur Wiederherstellung der verloren gegangenen Kohärenz begleitet und werden davon überlagert.“ Deshalb ist das Gefühl der Angst immer und grundsätzlich Ausdruck eines inneren, subjektiven Geschehens. Objektiv messbar sind nur die mit dieser subjektiv empfundenen Angst einhergehenden körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen. Die Angst wird in Form dieser automatisch ablaufenden Reaktionen als Irritation, Verunsicherung und Ohnmacht erlebt. Eine Person kann dieses Erleben beschreiben, aber nicht durch kognitive Überlegungen steuern. Gerald Hüther ist Neurobiologe und Verfasser zahlreicher Sachbücher und Fachpublikationen. <span id="more-5883"></span></p>
<p><strong>Manche Personen haben Angst vor den Abläufen im eigenen Körper</strong></p>
<p>Das Erleben läuft in der Person ab und lässt sich willkürlich nicht beeinflussen. Gerald Hüther erklärt: „Die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf dieses körperliche Angsterleben verstärkt die Wahrnehmung der dabei stattfindenden Körperreaktionen – und erzeugt bei manchen Personen eine zusätzliche Angst vor dem, was nun auch noch im eigenen Körper abläuft.“ Bewusst erlebt wird aber das befreiende Gefühl, das sich immer dann einstellt, wenn es gelungen ist, den als Angst empfundenen inkohärenten Zustand im Gehirn durch eine eigene Lösung oder eine glückliche Fügung wieder in einen kohärenten Zustand zu verwandeln.</p>
<p>Dann bekommt man wieder „den Kopf frei“. Gerald Hüther stellt fest: „Erst dann, wenn sich das bis dahin im Frontalhirn als allgemeines „Arousal“ entstandene Durcheinander wieder beruhigt hat, ist es einer Person möglich, sich bewusst zu vergegenwärtigen und darüber nachzudenken, was tatsächlich vorgefallen ist.“ Erst jetzt, wenn es im Gehirn wieder etwas kohärenter zugeht, ist sie auch in der Lage, die Ursache oder zumindest den Auslöser ihrer Angst zu erkennen.</p>
<p><strong>Das Überwinden einer bedrohlichen Situation aktiviert das „Belohnungssystem“</strong></p>
<p>Erst dann kann die Person begreifen und sich bewusst machen, was ihr geholfen hat und wie es ihr gelungen ist, die drohende Gefahr doch noch abzuwenden und die damit einhergehende Angst zu beruhigen. Gerald Hüther betont: „Es ist also nicht der Zustand der Angst, in dem dieser Erkenntnisprozess abläuft und diese Lernerfahrung gemacht wird. Es ist der Umstand, dass diese Angst überwunden, eine geeignete Lösung gefunden werden konnte.“</p>
<p>All das, was eine Person erfolgreich eingesetzt und unternommen hat, um einen inkohärent gewordenen Zustand wieder in einen kohärenten zu verwandeln, wird nun in Form der dabei aktivierten neuronalen Verschaltungen fest in ihrem Gehirn verankert. Gerald Hüther fügt hinzu: „Nicht die Angst, sondern das Erleben, eine bedrohliche Situation gemeistert zu haben, führt zur Aktivierung des sogenannten „Belohnungssystems“ und damit zur Freisetzung von Botenstoffen und Wachstumshormonen, die das Auswachsen neuer Fortsätze und das Knüpfen neuer Nervenzellkontakte stimulieren.“ Quelle: „Lieblosigkeit macht krank“ von Gerald Hüther</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst braucht als Emotion immer die Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfüllende Prophezeiung]]></category>
		<category><![CDATA[Suggestion]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine äußerst effektive Maßnahme der Manipulation besteht in der einfachen Aufstellung einer Behauptung. Thorsten Havener fügt hinzu: „Einen der spannendsten Aspekte dieser Methode beinhaltet die sogenannte „selbsterfüllende Prophezeiung“. Paul Watzlawick, der Kärtner Godfather of Communication, definiert in seinem Beitrag „Selbsterfüllende Prophezeiungen“ folgendermaßen: „Eine sich selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Annahme oder Voraussage, die rein aus der ... <a title="Angst braucht als Emotion immer die Zukunft" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/thorsten-havener-selbsterfuellende-prophezeiung.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst braucht als Emotion immer die Zukunft">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine äußerst effektive Maßnahme der Manipulation besteht in der einfachen Aufstellung einer Behauptung. Thorsten Havener fügt hinzu: „Einen der spannendsten Aspekte dieser Methode beinhaltet die sogenannte „selbsterfüllende Prophezeiung“. Paul Watzlawick, der Kärtner Godfather of Communication, definiert in seinem Beitrag „Selbsterfüllende Prophezeiungen“ folgendermaßen: „Eine sich selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Annahme oder Voraussage, die rein aus der Tatsache heraus, dass sie gemacht wurde, das angenommene, erwartete oder vorhergesagte Ereignis zur Wirklichkeit werden lässt und so ihre eigene „Richtigkeit“ bestätigt.“ Das Bemerkenswerte an der selbsterfüllenden Prophezeiung ist, dass das klassische Ursache-Wirkung-Denken hier versagt. Es wird umgedreht. Allein die Behauptung sorgt dafür, dass ein zukünftiges – noch nicht eigetretenes – Ereignis einen Effekt in der Gegenwart hat, in der das vorhergesagte Ereignis eintritt. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-5880"></span></p>
<p><strong>Die selbsterfüllende Prophezeiung ist praktisch eine Suggestion</strong></p>
<p>Nicht selten hat das mit Angst zu tun. Thorsten Havener erklärt: „Angst braucht als Emotion immer die Zukunft, sonst kann sie nicht wirken. In vielen Fällen sorgt die Angst vor einem bestimmten Ereignis dafür, dass wir versuchen, das Ereignis zu vermeiden.“ Die Strategien zur Vermeidung sorgen dann erst dafür, dass das Ereignis eintritt. Die selbsterfüllende Prophezeiung in Verbindung mit Angst ist daher ein sehr bewährtes und heftiges Mittel der Manipulation.</p>
<p>Sie ist praktisch eine Suggestion, die in vielen Fällen ohne häufige Wiederholung wirkt. Die Mechanismen sind dieselben: richtiges Timing, Wiederholung – die es in vielen Fällen gar nicht braucht – und Präsentation. Thorsten Havener erläutert: „Wie auch bei der Suggestion ist die selbsterfüllende Prophezeiung in dem Moment, in dem sie aufgestellt wird, noch gar nicht eingetreten. Sie ist zum Zeitpunkt der Behauptung noch nicht wahr – sie erschafft sich selbst.“</p>
<p><strong>Bei einem Streit schaffen beide oft ihre eigene Realität</strong></p>
<p>Das öffnet natürlich gerade in zwischenmenschlichen Konflikten einer Verschlimmerung Tür und Tor. Ein weiteres treffendes Beispiel stammt von Paul Watzlawick: Angenommen ein Paar streitet und die Frau sagt zum Mann: „Du nimmst ja nie am Familienleben teil.“ Darauf sagt der Mann: „Ja, weil du immer nur an mir rumnörgelst.“ Jetzt geht der Teufelskreis los. Der Mann zieht sich zurück, weil die Frau angeblich nörgelt. Aus der Perspektive der Frau ist das aber eine völlig falsche Begründung.</p>
<p>Nicht das Nörgeln ist der Anfang des Kreislaufs, nein, sie beschwert sich, weil er sich immer zurückzieht. Thorsten Havener stellt fest: „Beide schreiben ihrem Verhalten einen anderen Grund zu. Sie sagt, er zieht sich zurück, und deshalb beschwert sie sich. Er sagt, sie beschwert sich immer, und deshalb zieht er sich zurück.“ Beide haben ihr eigene Realität der Ereignisse geschaffen. Und damit eine selbsterfüllende Prophezeiung. Denn die Reaktion auf das Verhalten des anderen wird als genau das betrachtet: als Reaktion. Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst findet immer auf drei Ebenen statt</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/franca-cerutti-aengstliche-gefuehle.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 02:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Ängstliche Gefühle sind ein fester und gesunder Bestandteil der menschlichen Gefühlsklaviatur. Allerdings sind sie derart unangenehm, dass die meisten Menschen sie am liebsten nie fühlen würden. Die Angst vor der Angst und die Vermeidung all der Umstände, in denen der empfindliche Alarmschaltkreis anspringen könnte, verstärkt das Problem. Franca Cerutti weiß: „Konkret gesagt: 15 bis 20 ... <a title="Angst findet immer auf drei Ebenen statt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/franca-cerutti-aengstliche-gefuehle.html" aria-label="Mehr Informationen über Angst findet immer auf drei Ebenen statt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ängstliche Gefühle sind ein fester und gesunder Bestandteil der menschlichen Gefühlsklaviatur. Allerdings sind sie derart unangenehm, dass die meisten Menschen sie am liebsten nie fühlen würden. Die Angst vor der Angst und die Vermeidung all der Umstände, in denen der empfindliche Alarmschaltkreis anspringen könnte, verstärkt das Problem. Franca Cerutti weiß: „Konkret gesagt: 15 bis 20 Prozent aller Menschen sind einmal in ihrem Leben von einer Angststörung betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer.“ Angst findet immer auf drei Ebenen statt: Sie erfasst das Denken, beeinflusst das Verhalten und verändert das Gefühl. In ihrem Buch &#8222;Psychologie to go! Wie verrückt sind wir eigentlich?&#8220; erklärt die Psychotherapeutin mit eigener Praxis und Podcasterin Franca Cerutti, was im Körper eines Menschen bei psychischen Erkrankungen, die oft unseren Alltag erschweren, konkret passiert. <span id="more-5834"></span></p>
<p><strong>Bei Angststörungen verquicken sich blöde Missverständnisse</strong></p>
<p>Alle drei Systeme stehen in Wechselwirkung zueinander. Franca Cerutti erklärt: „Beispielsweise führen beunruhigende Gedanken zu einer angespannten Körpersprache, die eine Habtachtstellung ausdrückt, und sie geben dir ein mulmiges Gefühl in der Magengrube. Hier steckt bereits eine gute Nachricht für dich drin: Auf allen Ebenen kannst du ansetzen, um deine Ängste zu besänftigen.“ Eigentlich handelt es sich bei allen Angststörungen um die Verquickung ganz blöder Missverständnisse.</p>
<p>Missverständnis 1: „Ich bin in Gefahr.“ Allzu oft verschätzen sich Menschen mit Angststörungen hinsichtlich ihrer Gefährdung und überschätzen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bedrohlicher Situationen. Missverständnis 2: „Angst ist gefährlich“. Franca Cerutti erläutert: „Stresshormone werden ins Blut geschossen, dein Kreislauf ist maximal mobilisiert, dein Herz pumpt Blut in die Muskulatur und tut alle Dinge, die – basierend auf Missverständnis 1 – folgerichtig sind.“ Diese völlig normalen Körperreaktionen bewertet man womöglich angstvoll, als seien sie ein Zeichen dafür, dass etwas schiefläuft im eigenen Organismus.</p>
<p><strong>Franca Cerutti erklärt das Phänomen der „emotionalen Beweisführung“</strong></p>
<p>Wie ein Brandbeschleuniger befeuern solche negativen Gedanken natürlich die Angst. Wieder ist ein Faktencheck hilfreich: Der Körper tut gerade sein Bestes – er ist dafür gebaut und kann das. Missverständnis 3: „Wenn ich Angst empfinde, muss da auch was Ängstigendes sein.“ Franca Cerutti schreibt: „Vielleicht kennst du das Phänomen der „emotionalen Beweisführung“. Du empfindest Zorn, also glaubst du, dass du geärgert wurdest. Du bist traurig, also denkst du, dass dich jemand verletzt hat.“</p>
<p>Das ist jedoch keineswegs immer der Fall. Es ist stattdessen sehr wahrscheinlich, dass die Gefühle eines Menschen das Resultat seiner Bewertung von Situationen sind und nicht der Situation an sich. Franca Cerutti fügt hinzu: „Wieder ein kleiner Faktencheck: Dass dein Angstschaltkreis heiß läuft, bedeutet keineswegs, dass wirklich etwas Dramatisches vor sich geht. Angstsensitive Menschen mit einem hochempfindlichen inneren Alarm, reagieren manchmal auf sogenannte Trigger, die ihnen selbst nicht bewusst werden.“ Quelle: „Psychologie to go! von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen sind oft auf der Flucht vor Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 02:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Übertreibungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Angststörungen sind ein weit verbreitetes Problem in der Gesellschaft, das weiter zunimmt. Wie auf Knopfdruck reagiert das Gehirn, wenn die entsprechenden Auslöser präsentiert werden – Angstkonditionierung. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Man ist längst noch nicht in der eigentlich ängstigenden Situation, aber man hat schon Angst – Angst vor diesem unangenehmen Gefühl der Angst. Wenn man den ... <a title="Menschen sind oft auf der Flucht vor Angst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-aengstliche-menschen.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen sind oft auf der Flucht vor Angst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angststörungen sind ein weit verbreitetes Problem in der Gesellschaft, das weiter zunimmt. Wie auf Knopfdruck reagiert das Gehirn, wenn die entsprechenden Auslöser präsentiert werden – Angstkonditionierung. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Man ist längst noch nicht in der eigentlich ängstigenden Situation, aber man hat schon Angst – Angst vor diesem unangenehmen Gefühl der Angst. Wenn man den Kontrollverlust über Angst genau untersucht, dann ist zu erkennen, dass aus der eigentlichen Angst ein viel größeres Gespenst geworden ist.“ Bei ängstlichen Menschen ist zu beobachten, dass sie häufig auf der Flucht vor Angst sind. Zwei Beispiele: „Erzähl mit das nicht, das macht mir Angst, das will ich gar nicht hören.“ „Ich schaue keine Nachrichten, bei mir lösen sie nur Angst aus.“ Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5794"></span></p>
<p><strong>Ängstliche Menschen sollten Übertreibungen melden</strong></p>
<p>Ängstliche Menschen haben eine ausgeprägte Fantasie, sodass sie sich dramatische Situationen leicht vorstellen können – und dies auch leider gerne tun. Dies bedeutet auch, dass sie sich auf diese Weise leicht in Ängste hineinsteigern. Heinz-Peter Röhr weiß: „Je stärker das Drama, umso stärker die Angst. Auch an dieser Stelle gilt, dass Übertreibungen Gefühle verstärken. Wer also Angst reduzieren will, sollte auf Übertreibungen achten und diese möglichst meiden.“ </p>
<p>Betroffene erkennen Übertreibungen meist nicht so gut, das sie zu ihrem üblichen gedanklichen und sprachliche Repertoire gehören. Für sie ist es normal, so zu denken. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Übertreibungen lassen sich meist an Wörtern wie unerträglich, furchtbar, nicht auszuhalten, entsetzlich, wahnsinnig, schrecklich et cetera erkennen.“ Werden diese oder ähnliche Begriffe häufig benutzt, ist es sinnvoll zu prüfen, ob diese Übertreibungen zu Ängsten beitragen und Gefühle von Unsicherheit erzeugen.</p>
<p><strong>Einer vermeintlichen Gefahr darf man nicht ausweichen</strong></p>
<p>Wer weniger von Ängsten beherrscht werden will, erreicht dies unter anderem durch die Vermeidung von Übertreibung. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Schon indem die typischen Redewendungen verändert werden, wird allmählich auch der Blickwinkel realistischer.“ Wer die Kontrolle über seine Angst verliert, findet in einer genauen Analyse fast immer unrealistische Übertreibungen. Selten oder fast nie geht es um Leben oder Tod, aber während einer Panikattacke fühlt es sich so an. </p>
<p>Die Amygdala sendet die entscheidenden Angstimpulse. Leider auch dann, wenn es sich nur um eine vermeintliche Gefahr handelt. Im Falle einer Angstkonditionierung wird der Betroffene immer behaupten, dass es sich um eine reale Gefahr handelt. Hier ist es der Glaube, die stärkste Energie im Menschen, der die Angst verursacht. Heinz-Peter Röhr betont: „Erst wenn Betroffene selbst beginnen, die Ängste als unangemessen zu verstehen, und anfangen, auf die vermeintliche Gefahr zuzugehen, kann es eine Lösung geben.“ Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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