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	<title>Zweifel &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Man sollte sich seiner Vorurteile entledigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Charles Pépin schreibt: „Begegnung ist auch dies: ein Zunichtemachen unserer Repräsentationen, unserer vorgefasste Meinungen zur Welt und zu den Lebewesen durch die Wirklichkeit.“ Der Zustand der Bereitschaft erfordert also auch, dass man seine Erwartungen lockert, seine Kriterien und Vorurteile aufweicht. Letztere verengen gleich Scheuklappen des Blickfeld und hindern einen Menschen, in Erwägung zu ziehen, was ... <a title="Man sollte sich seiner Vorurteile entledigen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/charles-pepin-bereitschaft-zur-begegnung.html" aria-label="Mehr Informationen über Man sollte sich seiner Vorurteile entledigen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Pépin schreibt: „Begegnung ist auch dies: ein Zunichtemachen unserer Repräsentationen, unserer vorgefasste Meinungen zur Welt und zu den Lebewesen durch die Wirklichkeit.“ Der Zustand der Bereitschaft erfordert also auch, dass man seine Erwartungen lockert, seine Kriterien und Vorurteile aufweicht. Letztere verengen gleich Scheuklappen des Blickfeld und hindern einen Menschen, in Erwägung zu ziehen, was ihn glücklich machen könnte. Man sollte sich seiner Vorbehalte entledigen, seine Überfügungen und Gewissheiten infrage zu stellen. Wie oft verwechselt man überstürzte Urteile, die nach einer schlechten Erfahrung auf der Außenhaut des eigenen Geistes deponiert werden, konformistische Gedanken und verformte Widerklänge einer gehörten Geschichte mit authentischen Überzeugungen. Diese bröckeligen Meinungen zu entlarven und darüber hinaus imstande zu sein, die eigenen Gewissheiten gegen Zweifel einzutauschen, darin liegt das Geheimnis der Bereitschaft.  Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-6240"></span></p>
<p><strong>Eine Form des Skeptizismus ist die Fähigkeit „nicht zu wissen“</strong></p>
<p>Die Bereitschaft impliziert eine Form des Skeptizismus im erhabenen Sinn des Wortes, wie er in der antiken Philosophie definiert wird: die Fähigkeit, „nicht zu wissen“. Charles Pépin erklärt: „Wenn ich weiß, dass eine Frau, die sich Kinder wünscht, mich nicht glücklich machen kann, bin ich für eine mögliche Liebesgeschichte mit ihr nicht offen. Wenn ich aber skeptisch bin, also nicht weiß, ob diese Frau für mich gemacht ist oder nicht, muss ich auf sie zugehen.“ Das Wort „skeptisch“ kommt vom griechischen „skeptikós“ – Betrachter.</p>
<p>Es verweist übrigens nicht so sehr auf den Begriff des Zweifels als vielmehr auf die „Zurückhaltung des Urteils“, dem eigentlichen Gedankenhorizont der ersten skeptischen Gelehrten wie Pyrrhon von Elis oder Sextus Empiricus. Charles Pépin erläutert: „Ihr existenzieller Vorschlag ist radikal, hat aber eine befreiende Wirkung: Man begreift, dass man zu der einen oder zu der anderen Seite tendieren könnte, dabei betrachtet man die Argumente und beleuchtet die Widersprüche und Ungewissheiten. </p>
<p><strong>Begegnungen können Überraschungen bereit halten</strong></p>
<p>Aber man bleibt in der Schwebe und weigert sich, dem Prinzip der „Ununterscheidbarkeit“ folgend, Stellung zu beziehen. Man hält sich mit seinem Urteil zurück. Charles Pépin schlägt ein kleines Gedankenexperiment vor: „Lassen wir unsere Fantasie spielen. Wir haben äußerst konkrete Erwartungen und visualisieren ganz detailliert die Person, wie wir uns wünschen: ihr Aussehen, ihre Größe, ihren Blick, ihren Beruf, ihre Reaktionen, ihre Art zu denken, zu sprechen, zu lieben.“</p>
<p>Das Schicksal lächelt uns weit über alle realistischen Erwartungen hinauf zu und setzt uns die perfekte Verkörperung unserer Träume vor – was in Wirklichkeit natürlich unmöglich ist. Können wir noch von Begegnung sprechen? Wird das völlige Fehlen eines Überraschungsmoments nicht alles tilgen, bis hin zum Gefühl, jemanden getroffen zu haben? Nun wird verständlicher, welche Resonanz der so simple Satz wie „Ich habe jemanden getroffen“ hat, den wir einem Freund, einer Cousine, einem Psychoanalytiker leise anvertrauen. Er sagt eigentlich aus: „Ich bin jemandem begegnet, der mich überrascht hat“, der meine Erwartungen unterläuft, und das gefällt mir. Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, ... <a title="Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-zweifel-und-stress.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn die meisten Menschen haben die Maßstäbe der äußeren Welt verinnerlicht, obwohl sie ihnen das Leben oft genug nur zur Qual machen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5273"></span></p>
<p><strong>Der Gang in die Höhle des Löwen kann zu einem Burnout führen</strong></p>
<p>Die Natur hat gegen die Not des modernen Menschen ein Angebot parat. Sie ist insoweit empathisch und gibt den Menschen damit Grund, zu sich selbst empathisch zu sein. Joachim Bauer erklärt: „Der Zweifel, der von außen und vom eigenen Inneren her an uns nagt, bewirkt, dass wir uns klein und schlecht fühlen. Im Bemühen, dieser Situation zu entkommen, neigt der Mensch zu Reaktionen, von denen einige den Nachteil haben, dass sie das subjektive Lebensgefühl weiter verschlechtern und schließlich krank machen.“ </p>
<p>Eine der Reaktionsweisen ist der Gang in die Höhle des Löwen. Damit meint Joachim Bauer den Versuch, sich den gestellten Anforderungen mit allen Kräften gewachsen zu zeigen und dabei bis an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit zu gehen. Menschen, die diesen Weg wählen, landen, wenn die Kräfte erschöpft sind, im Burnout oder in einer Depression. Joachim Bauer fügt hinzu: „Sie werden oft auch psychosomatisch krank und erleiden stressbedingte körperliche Erkrankungen.“ </p>
<p><strong>Einsamkeit verkürzt die Lebenszeit</strong></p>
<p>Ein anderer, alternativer Modus ist der Rückzug, geleitet von der Hoffnung, dass man, wenn man andere nicht an sich heranlässt, auch weniger gesehen und – schlecht – bewertet wird. Abgesehen davon, dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, bezahlt man den sozialen Rückzug mit dem Preis der Einsamkeit. So verständlich das Motiv, die eigenen Nerven schonen zu wollen, auch ist. Auch die Einsamkeit ist mit einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden und verkürzt die Lebenszeit. </p>
<p>Ein dritter Modus ist der Versuch, das als zu klein und unbedeutend erlebte, gepeinigte Selbst aufzublasen. Joachim Bauer erläutert: „Der quälenden Verwundbarkeit und Vergänglichkeit des Menschen wird mit aller Macht der Gegenentwurf eines aufgeblasenen Größen-Selbst entgegengestellt.“ Narzisstische Menschen versuchen, ihre Mitmenschen zu unterwerfen und sich die gesamte übrige Realität so zurechtzubiegen, dass sie zu dem grandiosen Selbstbild passt.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen fühlen sich oft als Hochstapler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2024 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hochstapler]]></category>
		<category><![CDATA[Syndrom]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Zeit zu Zeit mach sich bei vielen Menschen eine durch ein weniger lähmendes Gefühl des Zweifels geprägte Form des Hochstapler-Syndrom breit. Mehr als die Hälfte der Menschen, die man kennt, haben sich zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Berufslebens wie ein Hochstapler gefühlt. Adam Grant ergänzt: „Man nimmt an, dass dies bei Frauen und marginalisierten Gruppen ... <a title="Menschen fühlen sich oft als Hochstapler" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-die-vorteile-von-zweifeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Menschen fühlen sich oft als Hochstapler">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Zeit zu Zeit mach sich bei vielen Menschen eine durch ein weniger lähmendes Gefühl des Zweifels geprägte Form des Hochstapler-Syndrom breit. Mehr als die Hälfte der Menschen, die man kennt, haben sich zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Berufslebens wie ein Hochstapler gefühlt. Adam Grant ergänzt: „Man nimmt an, dass dies bei Frauen und marginalisierten Gruppen besonders häufig der Fall ist. Seltsamerweise scheint es jedoch auch unter Überfliegern stark verbreitet zu sein.“ Zu Adam Grants Studenten gehören Leute, denen ein Patent erteilt wurde, noch bevor sie trinken konnten, und die Schachmeister wurden, bevor sie Auto fahren konnten. Dennoch kämpfen sie immer noch mit Unsicherheit und stellen ständig ihre Fähigkeiten infrage. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der Wharton Business School. Er ist Autor mehrerer internationaler Bestseller, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. <span id="more-5170"></span></p>
<p><strong>Zweifel bringen drei Vorteile</strong></p>
<p>Die Standarderklärung für ihre Leistungen ist, dass sie trotz ihrer Zweifel Erfolg hatten. Doch was ist, wenn sie ihren Erfolg in Wirklichkeit gerade ihren Zweifeln verdanken? Während einer Studie mit Anlageprofis stellte Basima Tewfik fest: „Je öfter sie sich wie Hochstapler fühlten, desto besser fiel vier Monate später die Leistungsbewertung ihrer Vorgesetzen aus.“ Diese Erkenntnisse sind neu, und die Forschung muss noch viel darüber lernen, wann das Hochstapler-Syndrom von Vorteil und wann es von Nachteil ist. </p>
<p>Doch Adam Grant fragt sich, ob man dieses Syndrom durch seine ausschließliche Betrachtung als Störung nicht falsch beurteilt hat: „Stellen sich unsere Hochstaplerängste ein, lautet der übliche Rat, sie zu ignorieren – uns selbst einen Vertrauensbonus zu geben. Möglicherweise wäre es jedoch besser, die Zweifel bereitwillig anzunehmen, weil sie uns drei Vorteile bringen.“ Ersten kann einen Menschen das Gefühl, ein Hochstapler zu sein, dazu motivieren, härter zu arbeiten.</p>
<p><strong>Lernen erfordert selbstbewusste Demut</strong></p>
<p>Bei einigen seiner eigenen Forschungen hat Adam Grant festgestellt, dass Selbstbewusstsein einen Menschen selbstgefällig machen kann. Wenn sich ein Mensch dagegen als Hochstapler fühlt, glaubt er etwas beweisen zu müssen. Zweiten können Hochstaplergedanken einen Menschen motivieren, klüger zu arbeiten. Dabei nimmt man die Denkweise von Anfängern an, die einen dazu bringt, Annahmen zu hinterfragen, die andere als gegeben hinnehmen. Adam Grant fügt hinzu: „Und drittens kann das Gefühl, ein Hochstapler zu sein, uns zu besseren Lernenden machen.“ </p>
<p>Gewisse Zweifel am eigenen Wissen und Fähigkeiten zu haben, holt einen Menschen von seinem Podest herunter und ermuntert ihn, voller Interesse die Erkenntnisse anderer zu verfolgen. Wie die Psychologin Elizabeth Krumrei Mancuso und ihre Kollegen schreiben: „Lernen erfordert die Demut, zu erkennen, dass man etwas zu lernen hat.“ Wer den Punkt der selbstbewussten Demut erreicht, interpretiert seine Zweifel wie folgt: Sie sind ein Hinweis darauf, dass man seine Tools verbessern muss.“ Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstvertrauen braucht das richtige Maß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2023 07:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demut]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen stellen sich das Selbstvertrauen wie eine Wippe vor. Adam Grant erläutert: „Gewinnen wir zu viel Selbstvertrauen, werden wir arrogant. Verlieren wir zu viel Selbstvertrauen, werden wir kleinlaut. Unsere Angst in puncto Demut ist, dass wir uns schließlich selbst gering schätzen.“ Man will die Wippe in Balance halten und sucht nach dem gerade richtigen ... <a title="Selbstvertrauen braucht das richtige Maß" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-selbstvertrauen.html" aria-label="Mehr Informationen über Selbstvertrauen braucht das richtige Maß">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen stellen sich das Selbstvertrauen wie eine Wippe vor. Adam Grant erläutert: „Gewinnen wir zu viel Selbstvertrauen, werden wir arrogant. Verlieren wir zu viel Selbstvertrauen, werden wir kleinlaut. Unsere Angst in puncto Demut ist, dass wir uns schließlich selbst gering schätzen.“ Man will die Wippe in Balance halten und sucht nach dem gerade richtigen Maß an Selbstvertrauen. Vor Kurzem hat Adam Grant jedoch gelernt, dass das die falsche Herangehensweise ist. Demut wird oft missverstanden. Sie hat nichts mit geringem Selbstvertrauen zu tun. Eine der lateinischen Wurzeln von „Demut“ bedeutet „von der Erde“. Es geht darum, geerdet zu sein – zu erkennen, dass man fehlbar ist. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der Wharton Business School. Er ist Autor mehrerer internationaler Bestseller, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. <span id="more-5013"></span></p>
<p><strong>Selbstbewusste Demut sollte das Ziel sein</strong></p>
<p>Adam Grant weiß: „Selbstvertrauen ist ein Maßstab dessen, wie sehr wir an uns selbst glauben, was sich, wie Forschungsergebnisse zeigen, davon unterscheidet, wie sehr wir an unsere Methoden glauben.“ Man kann in seine Fähigkeit vertrauen, in der Zukunft ein Ziel zu erreichen. Dabei sich gleichzeitig jedoch die Demut bewahren, zu hinterfragen, ob man dafür gegenwärtig die richtgien Werkzeuge hat. Das ist das optimale Maß an Selbstvertrauen. Man wird allerdings blind von Arroganz, wenn man von seinen Stärken und Strategien vollkommen überzeugt ist. </p>
<p>Auf der anderen Seite lähmen einen Menschen Zweifel, wenn ihm das Vertrauen in beides fehlt. Man kann einem Minderwertigkeitskomplex erliegen, wenn man zwar die richtige Methode kennt, aber Zweifel an der eigenen Fähigkeit hat, sie anzuwenden. Adam Grant stellt fest: „Was wir erlangen wollen, ist selbstbewusste Demut – den Glauben an unsere Fähigkeiten, verbunden mit dem Bewusstsein, dass wir vielleicht nicht die richtige Lösung haben oder nicht einmal das richtige Problem in Angriff nehmen.“ </p>
<p><strong>Selbstbewusste Demut öffnet den Geist für das Umdenken</strong></p>
<p>Dann hat man genügend Zweifel, um sein altes Wissen zu überprüfen, und genügend Selbstvertrauen, um nach neuen Einsichten zu streben. Selbstbewusste Demut kann gelehrt werden. Sie öffnet nicht nur den Geist für das Umdenken – sie verbessert auch die Qualität des Umdenkens. Wenn Erwachsene das Selbstbewusstsein haben, ihr Unwissen einzugestehen, achten sie genauer darauf, wie überzeugend Beweise sind. Und sie verbringen mehr Zeit damit, Material zu lesen, das ihren Ansichten widerspricht. </p>
<p>Studien zur Führungseffektivität haben gezeigt, dass die produktivsten und innovativsten Teams nicht von Personen geleitet werden, die selbstsicher oder demütig sind. Adam Grant fügt hinzu: „Die effektivsten Teamleiter schneiden in beidem gut ab, Selbstsicherheit und Demut. Sie haben zwar Vertrauen in ihre Stärken, sind sich aber auch voll und ganz ihrer Schwächen bewusst.“ Sie wissen, dass sie ihre Grenzen erkennen und über sie hinausgehen müssen, wenn sie Großes leisten wollen. Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Sinnfrage entspringt dem Zweifel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 01:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht nur gibt es eine Vielzahl von Antworten auf die Sinnfrage, auch die Frage selbst ist äußerst mehrdeutig. Christian Uhle fordert: „Wir müssen überlegen, warum wir überhaupt nach dem Sinn des Lebens fragen.“ Laut Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) ist das Staunen über die Welt und die daraus resultierende Neugier der Antrieb aller Philosophie. ... <a title="Die Sinnfrage entspringt dem Zweifel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/christian-uhle-sinn-des-lebens.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Sinnfrage entspringt dem Zweifel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur gibt es eine Vielzahl von Antworten auf die Sinnfrage, auch die Frage selbst ist äußerst mehrdeutig. Christian Uhle fordert: „Wir müssen überlegen, warum wir überhaupt nach dem Sinn des Lebens fragen.“ Laut Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) ist das Staunen über die Welt und die daraus resultierende Neugier der Antrieb aller Philosophie. Trifft das auch auf die Sinnfrage zu? Natürlich kann man sie aus Neugier stellen, ganz nach dem Motto: Es wäre interessant, den Sinn des Lebens zu erfahren. Im Regelfall ist der Motor des Fragens jedoch kein neugieriges Interesse. Vielmehr beginnt man zu fragen, weil man plötzlich zweifelt. Daher entspringt die Sinnfrage einem tiefen Zweifel am eigenen Leben in dieser Welt. Das Anliegen des Philosophen Christian Uhle ist es, Philosophie in das persönliche Leben einzubinden. <span id="more-4750"></span></p>
<p><strong>Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist sehr diffus</strong></p>
<p>Es ist schwer zu sagen, was genau man sich von einer Antwort verspricht. Aber insgesamt hofft man, dass sie geeignet ist, solche Zweifel zu beruhigen. Man will wieder Boden unter die Füße bekommen und sich mit der Welt versöhnen. Christian Uhle stellt fest: „Hinter der Sinnfrage stehen also existenzielle Zweifel und Hoffnungen.“ Ja, man kann sogar noch weiter gehen und sagen: Die Frage nach dem Sinn des Lebens versucht, ein emotionales Bedürfnis in Worte zu fassen. Und gerade deshalb ist die Frage so diffus.</p>
<p>Die Sinnfrage stellt sich einem Menschen nur selten in zufriedenen Momenten, sondern vor allem wenn er Sinn verloren hat oder anderweitig vermisst. Eine solche Sinnleere muss nicht unbedingt Selbstmordgedanken aufwerfen, sie kann auch als kurze Verunsicherung durch den Alltag blitzen. Aber gerade dann ist die Versuchung groß, sich schnell abzulenken und die Sinnfrage in den Hintergrund zu drängen. Nur wenn man sich dem Zweifel stellt, kann man ihn auflösen. Oder auch nicht – vielleicht gibt es keinen Sinn, keine Versöhnung.</p>
<p><strong>Es gibt vier zentrale Auslöser von Sinnkrisen</strong></p>
<p>Ausgangspunkt aller Überlegungen zur Sinnfrage ist eine tiefe Skepsis: Ist das Leben womöglich sinnlos? Dieser Zweifel kann sich in Sinnkrisen verfestigen. Christian Uhle stellt vier zentrale Auslöser von Sinnkrisen in den Mittelpunt seiner Überlegungen. Nämlich die Erfahrungen von Ziellosigkeit, von Vergänglichkeit, von Unwichtigkeit und das Gefühl der Fremdheit gegenüber dieser Welt. Die Suche nach dem Sinn zieht sich durch unterschiedliche Bereiche des menschlichen Lebens.</p>
<p>In Momenten einer Sinnkrise entstehen existenzielle Zweifel. Christian Uhle erklärt: „Die kleinen Sinnlosigkeiten des Alltags türmen sich auf zu einem Berg aus Bedeutungslosigkeit.“ In den Augenblicken des Zweifelns schwingt der Wunsch mit, nicht grundlos auf dieser Welt zu sein, für irgendetwas gut zu sein und deshalb auch Gründe zu haben, durchs Leben zu gehen. Die klassischste aller Varianten der Sinnfrage zeichnet sich ab: Wir sind in diese Welt hineingeboren, aber wozu? Warum sind wir hier? Quelle: „Wozu das alles?“ von Christian Uhle</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wissenschaftliches Denken sorgt für Demut</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-persoenliche-defizite.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jul 2023 01:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Defizite]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer die eigenen Defizite erkennt, öffnet dem Zweifel die Tür. Adam Grant weiß: „Das Infragestellen unserer derzeitigen Einsichten macht uns neugierig darauf, welche Informationen uns fehlen. Diese Suche führt uns zu neuen Entdeckungen, die wiederum dafür sorgen, dass wir demütig bleiben, indem sie untermauern, wie viel wir noch zu lernen haben.“ Wenn Wissen Macht ist, ... <a title="Wissenschaftliches Denken sorgt für Demut" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/adam-grant-persoenliche-defizite.html" aria-label="Mehr Informationen über Wissenschaftliches Denken sorgt für Demut">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die eigenen Defizite erkennt, öffnet dem Zweifel die Tür. Adam Grant weiß: „Das Infragestellen unserer derzeitigen Einsichten macht uns neugierig darauf, welche Informationen uns fehlen. Diese Suche führt uns zu neuen Entdeckungen, die wiederum dafür sorgen, dass wir demütig bleiben, indem sie untermauern, wie viel wir noch zu lernen haben.“ Wenn Wissen Macht ist, dann ist das Wissen darum, dass man nicht weiß, Weisheit. Wissenschaftliches Denken zieht die Demut dem Stolz, den Zweifel der Gewissheit und die Neugier dem Sichverschließen vor. Wenn man den Wissenschaftsmodus verlässt, weicht der Umdenkzyklus einem Zyklus der Selbstüberschätzung. Wer predigt, kann die eigenen Wissenslücken nicht sehen, denn er glaubt, dass er bereits die Wahrheit gefunden hat. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der Wharton Business School. Er ist Autor mehrerer internationaler Bestseller, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. <span id="more-4729"></span></p>
<p><strong>Viele Politiker drängen dei Wahrheit in den Hintergrund</strong></p>
<p>Stolz erzeugt Überzeugung statt Zweifel, was einen Menschen zu einem Staatsanwalt macht. Man mag vollkommen darauf fokussiert sein, die Meinung anderer Menschen zu ändern, doch die eigene Meinung ist in Stein gemeißelt. Das führt dann zum Bestätigungsfehler und zur Verzerrung der Erwünschtheit. Wer Politiker wird, ignoriert und verwirft alles, was nicht die Gunst der Wähler erlangt. Man ist dann so damit beschäftigt eine Show abzuziehen, dass man die Wahrheit in den Hintergrund drängt.</p>
<p>Und die Bestätigung, die man dafür erhält, kann zur Arroganz führen. Man ruht sich dann auf seinen Lorbeeren aus, statt die eigenen Überzeugungen einer strengen Überprüfung zu unterziehen. Adam Grant stellt fest: „Unsere Überzeugungen können uns in selbst geschaffene Gefängnisse sperren. Die Lösung ist nicht, unser Denken zu verlangsamen – sie besteht darin, es zu beschleunigen.“ Forschungen zeigen, dass es hilft, das hervorzuheben, was gleichbleiben wird, wenn Menschen sich einem Wandel widersetzen.</p>
<p><strong>Umdenken wird eine zunehmend wichtige Gewohnheit</strong></p>
<p>Visionen für einen Wandel sind verlockender, wenn sie Aspekte der Kontinuität mit einschließen. Denn eine Strategie mach sich entwickeln, doch die eigene Identität wird Bestand haben. Der Fluch des Wissens ist, dass sich viele Menschen dem verschließen, was sie nicht wissen. Ein gutes Urteilsvermögen hängt von der Fähigkeit – und dem Willen – ab, aufgeschlossen zu sein. Adam Grant ist sich ziemlich sicher, dass das Umdenken eine zunehmend wichtige Gewohnheit im Leben der Menschen werden wird.</p>
<p>Charles Darwin meinte: „Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen.“ Alle Menschen haben blinde Flecken in ihrem Wissen und ihren Meinungen. Die schlechte Nachricht ist, dass sie Menschen blind gegenüber ihrer Blindheit macht. Sie gibt ihnen ein falsches Vertrauen in ihr Urteil und kann sie am Umdenken hindern. Adam Grant erklärt: „Die gute Nachricht ist, dass wir mithilfe der richtigen Art von Selbstvertrauen lernen können, uns selbst klarer zu sehen und unsere Ansichten zu aktualisieren.“ Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Ohne Zweifel gibt es kein persönliches Wachstum</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ohne-zweifel-gibt-es-kein-persoenliches-wachstum.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2020 06:02:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Moderne Gesellschaften überschätzen Furchtlosigkeit und Mut oftmals maßlos. Und Verletzlichkeit wird mit Schwäche gleichgesetzt. Ängste können allerdings gar nicht überwunden werden. Anja Förster und Peter Kreuz stellen klar: „Sie gehören zum Leben – und zum Geschäft – dazu und lassen sich nicht ausradieren.“ Man kann nur mit ihnen weitermachen – und ob man die Augen ... <a title="Ohne Zweifel gibt es kein persönliches Wachstum" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ohne-zweifel-gibt-es-kein-persoenliches-wachstum.html" aria-label="Mehr Informationen über Ohne Zweifel gibt es kein persönliches Wachstum">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Moderne Gesellschaften überschätzen Furchtlosigkeit und Mut oftmals maßlos. Und Verletzlichkeit wird mit Schwäche gleichgesetzt. Ängste können allerdings gar nicht überwunden werden. Anja Förster und Peter Kreuz stellen klar: „Sie gehören zum Leben – und zum Geschäft – dazu und lassen sich nicht ausradieren.“ Man kann nur mit ihnen weitermachen – und ob man die Augen vor ihnen verschließt und sie ins Dunkel seiner Persönlichkeit abdrängt, das ist die eigene, ganz persönliche Entscheidung. Kluge Menschen haben immer wieder gezeigt: Man kann seine Befürchtungen, Zweifel und Ängste anschauen und wahrnehmen. Und sogar offen darüber reden. Erstaunlicherweise geht die Welt dabei nicht unter. Ganz im Gegenteil: Sich verletzlich zu zeigen, ist keineswegs Schwäche, sondern Stärke. Sie wird von anderen auch so wahrgenommen. Anja Förster und Peter Kreuz nehmen als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein. <span id="more-2356"></span></p>
<p><strong>Nur Dummköpfe sind über jeden Selbstzweifel erhaben</strong></p>
<p>Das Wichtigste ist dabei aus der Sicht von Anja Förster und Peter Kreuz: „Ohne Zweifel kein persönliches Wachstum und keine Weiterentwicklung.“ Denn keine Zweifel hat man nur dann, wenn man alles kennt und kann. Das heißt aber: Man kann unmöglich etwas Neues lernen. Der Zweifel ist die Grundlage von Erkenntnis über sich selbst. Wer nicht an sich zweifelt, weiß nichts über sich selbst. Gleichzeitig ist er dann unfähig zur Selbsterkenntnis. Allerdings scheinen nicht alle Menschen gleich anfällig für derlei Selbstzweifel zu sein.</p>
<p>Anja Förster und Peter Kreuz haben den Eindruck: „Je kleiner der IQ, desto größer die Selbstzufriedenheit.“ Der britische Philosoph und Mathematiker Bertrand Russell hat das mal so ausgedrückt: „Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.“ Worauf Bertrand Russell anspielt, ist ein Phänomen, das auch als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet wird. Bei Tests der Psychologen David Dunning und Justin Kruger stellte sich heraus, dass sie die schwächsten Studenten gewaltig überschätzten und die Stärksten sich leicht unterschätzten.</p>
<p><strong>Hohlköpfe verfügen über extrem viel Selbstbewusstsein</strong></p>
<p>Selbst als den Schwächsten die Chance gegeben wurde, sich realistischer einzuschätzen, korrigieren sie ihr positives Selbstbild nicht. Anja Förster und Peter Kreuz drücken dies in anderen Worten wie folgt aus: „Es mangelte ihnen an der erforderlichen Grundfähigkeit, die eigene Unfähigkeit zu erkennen. Sie strotzten weiterhin vor Selbstbewusstsein.“ Eine geheimnisvolle Macht scheint dafür zu sorgen, dass Hohlköpfe mit einer ganz besonderen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet sind. Um selbst nicht dem Dunning-Kruger-Effekt anheimzufallen, sollte man sich aktiv und regelmäßig Feedback einholen.</p>
<p>Fast jeder Mensch will sich entwickeln und seinen Weg gehen. Der Freiraum und die Möglichkeit der Gestaltung sind oft vorhanden. Aber viele Menschen begeben sich nicht gerne auf unbekanntes Terrain. Es ist, als würde man durch einen großen, dunklen, unbekannten Raum laufen – und das löst Ängste aus. Anja Förster und Peter Kreuz warnen: „Das Festklammern am Vertrauten ist eine defensive Strategie, mit der Angst vor dem Unbekannten umzugehen. Diese Strategie schränkt uns allerdings innerlich ein. Wir fühlen uns irgendwann immer eingeengter, weil wir immer mehr Angst vor unserer Angst entwickeln.“ Quelle: „Nein“ von Anja Förster und Peter Kreuz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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