<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Viktor Frankl &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/viktor-frankl/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 07 Oct 2022 10:25:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Viktor Frankl entwickelt die Logotherapie</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-logotherapie.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-logotherapie.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 01:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Logotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3950</guid>

					<description><![CDATA[Die Logotherapie – Philosophie oder eine Methode der Psychologie? Beides? Die Klärung ist müßig und letzten Endes ohne Bedeutung. Vielleicht ist Logotherapie angewandte Philosophie, die aus der Praxis entwickelt ist. Jedenfalls ist sie wirkungsvoll und hat zahllosen Menschen geholfen, ein entglittenes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Viktor Frankl, geboren am 26. März 1905 ... <a title="Viktor Frankl entwickelt die Logotherapie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-logotherapie.html" aria-label="Mehr Informationen über Viktor Frankl entwickelt die Logotherapie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Logotherapie – Philosophie oder eine Methode der Psychologie? Beides? Die Klärung ist müßig und letzten Endes ohne Bedeutung. Vielleicht ist Logotherapie angewandte Philosophie, die aus der Praxis entwickelt ist. Jedenfalls ist sie wirkungsvoll und hat zahllosen Menschen geholfen, ein entglittenes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Viktor Frankl, geboren am 26. März 1905 in Wien, hat ein Medizinstudium absolviert und regen Gedankenaustausch mit Sigmund Freud und Alfred Adler gehabt. Sein Spezialgebiet war von Anfang an die Suizidprävention. Im Jahr 1928 gründete er in Wien die Jugendberatungsstellen mit dem Zweck, Schülersuiziden zuvorzukommen. Die hatten sich nämlich gehäuft, zumal wenn die Matura – Abitur – nicht bestanden wurde. Friedrich Torbergs Roman „Der Schüler Gerber“ ist die literarische Aufarbeitung dieser Zustände. Weltweit bekannt ist Viktor Frankl für seine Entwicklung der Logotherapie. <span id="more-3950"></span></p>
<p><strong>Die Bestialität des Nationalsozialismus zerbrach an Viktor Frankl</strong></p>
<p>Tatsächlich glückte es Viktor Frankls Jugendberatungsstellen, die Zahl der Schülersuizide auf null zu drücken. Eine der wichtigsten Lehren formulierte Frankl so: „Es ist keine Schande sein Ziel nicht zu erreichen, aber es ist eine Schande, kein Ziel zu haben.“ Das Ziel, das sich Frankl selbst vorgeben musste, war das schiere Überleben. Am 25. September 1942 wurde er mit seinen Eltern ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 27. April 1945 befreite ihn die US-Armee in Türkheim, einem Außenlager des KZs Dachau. </p>
<p>Die Bestialität des Nationalsozialismus – sie zerbrach an Viktor Frankl. Seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern verarbeitete er in dem Buch „… trotzdem Ja zum Leben sagen“. Und kurz nach der nationalsozialistischen Diktatur postulierte Frankl, dass nur eine Versöhnung einen sinnvollen Ausweg aus den Katastrophen von Krieg und Schoa weisen könne. Vor allem wendet sich Frankl dabei gegen die Kollektivschuld: „Der Nationalsozialismus hat den Rassenwahn aufgebracht.“ </p>
<p><strong>Humor ist die Waffe der Seele im Kampf um Selbsterhaltung</strong></p>
<p>Viktor Frankl fährt fort: „In Wirklichkeit gibt es aber nur zwei Menschenrassen, nämlich die „Rasse“ der anständigen Menschen und die „Rasse“ der unanständigen Menschen. Und die „Rassentrennung verläuft quer durch alle Nationen und innerhalb jeder einzelnen Nation quer durch alle Parteien.“ Viktor Frankl heute: Selbsttranszendenz und Selbstdistanzierung wären in einer gespaltenen Gesellschaft für alle von hohem Nutzen. Selbsttranszendenz bedeutet den hohen ethischen Wert der Hingabe an eine Aufgabe oder Person. </p>
<p>Vor allem wäre in der gegenwärtigen Ich-Gesellschaft die Selbstdistanzierung, das humorvolle Absehen von sich selbst, geboten. Viktor Frankl schreibt: „Nichts lässt den Patienten von sich selbst so sehr distanzieren wie der Humor. Der Humor würde verdienen, ein Existenzial genannt zu werden.“ Es war die heitere Gelassenheit der antiken Stoiker, die Frankl als Methode der von Psychologie und Psychiatrie vorschlägt – und als Ideal einer Grundeinstellung: „Humor ist die Waffe der Seele im Kampf um Selbsterhaltung.“ Quelle: Wiener Zeitung vom 2. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-logotherapie.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensziele sollen erfüllen und begeistern</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-lebensziel.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-lebensziel.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 01:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berufung]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3540</guid>

					<description><![CDATA[Wer in seinem Leben eine Berufung gespürt hat, der kann sie erneuern und auf die zweite Lebenshälfte ausrichten. Im Wort Berufung steckt das Wort „Ruf“, deshalb nennt man es im Englischen „Calling“. Andreas Salcher betont: „Sind wir bereit, diesem Ruf zu folgen, kommen wir dem höheren Sinn unseres Lebens näher.“ Die Frage „Was ist mein ... <a title="Lebensziele sollen erfüllen und begeistern" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-lebensziel.html" aria-label="Mehr Informationen über Lebensziele sollen erfüllen und begeistern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in seinem Leben eine Berufung gespürt hat, der kann sie erneuern und auf die zweite Lebenshälfte ausrichten. Im Wort Berufung steckt das Wort „Ruf“, deshalb nennt man es im Englischen „Calling“. Andreas Salcher betont: „Sind wir bereit, diesem Ruf zu folgen, kommen wir dem höheren Sinn unseres Lebens näher.“ Die Frage „Was ist mein Lebensziel?“ soll einen Menschen ermutigen, darüber nachzudenken, was er weitergeben und hinterlassen will. In der zweiten Lebenshälfte ist man viel freier, sich neue Ziele zu setzen, die einen wirklich erfüllen und begeistern. Vielleicht hilft es, die Frage konkreter zu stellen: „Wofür lebe ich in der zweiten Lebenshälfte?“ Ein Mensch sollte einen Lebensmittelpunkt haben, etwas, worin er gut ist und was andere Menschen brauchen. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-3540"></span></p>
<p><strong>Den Sinn des Lebens findet niemand in sich selbst</strong></p>
<p>Sobald das eigene Leben nicht mehr primär von der Rolle in der Arbeitswelt bestimmt wird, muss man seinen Lebenszweck neu bestimmen. Andreas Salcher erklärt: „Je besser wir unser Wesen, unsere Werte, unsere spirituellen Überzeugungen und unsere Gaben kennen, desto leichter werden wir uns damit tun.“ Zu tun gibt es genug auf dieser Welt. Nach Viktor E. Frankl findet man den Sinn des Lebens nicht, indem man diesen in sich selbst sucht, sondern in der Arbeit und Liebe. </p>
<p>Das Sich-Einlassen auf die Sinnfrage bedeutet den Beginn eines spannenden Abenteuers, das einen nie wieder ganz loslassen wird, ja das mit zunehmendem Lebensalter sogar noch an Bedeutung gewinnt. Viktor E. Frankl spielt in den Büchern von Andreas Salcher eine wichtige Rolle, weil er ihm wie Millionen anderer Menschen geholfen hat, Antworten auf brennende Fragen des Lebens zu finden. Andreas Salcher hat verstanden, dass er seinen Sinn nicht in sich finden kann, weil das nur zu einer Verstrickung mit seinem Innenleben führt. </p>
<p><strong>In jedem Augenblick kann man den Sinn des Lebens entdecken</strong></p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Erfüllung habe ich daher immer dann gefunden, wenn ich etwas riskiert und umgesetzt habe – und vor allem wenn ich geliebt habe.“ Andreas Salcher hat einige der wesentlichen Prinzipien von Viktor E. Frankl kurz zusammengefasst: „Wir können unsere Einstellung gegenüber allem frei wählen, was uns widerfährt. Wir können unseren Willen zum Sinn erfüllen, wenn wir uns bewusst und authentisch für sinnvolle Werte und Ziele engagieren. Wir können in jedem Augenblick unseres Lebens Sinn entdecken.“ </p>
<p>Weitere Prinzipien lauten: „Wir können lernen, nicht gegen uns selbst zu arbeiten und unseren eigenen Intentionen nicht zuwiderhandeln. Wir können uns von uns selbst distanzieren, um Einsichten und neue Perspektiven zu entwickeln, und über uns lachen. Wir können unsere Aufmerksamkeit so lenken, dass wir auch sehr schwierige Situationen bewältigen. Wir können über uns hinauswachsen und die Welt verändern, und sei es nur ein ganz kleines bisschen.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-lebensziel.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Zeit verrinnt im Alter immer schneller</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-das-leben-zerrinnt.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-das-leben-zerrinnt.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Oct 2021 01:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3048</guid>

					<description><![CDATA[Je älter ein Mensch wird, desto schneller verrinnt seine Zeit. Andras Salcher blickt zurück: „In der Kindheit fehlte uns noch jedes Gefühl für die Zeit, die Sommerferien dauerten endlos lange, die Zukunft erschien uns in weiter Ferne.“ Erst in der Pubertät ahnte man, dass jedes Leben endlich ist. Man fühlte sich davon aber nicht wirklich ... <a title="Die Zeit verrinnt im Alter immer schneller" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-das-leben-zerrinnt.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Zeit verrinnt im Alter immer schneller">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Je älter ein Mensch wird, desto schneller verrinnt seine Zeit. Andras Salcher blickt zurück: „In der Kindheit fehlte uns noch jedes Gefühl für die Zeit, die Sommerferien dauerten endlos lange, die Zukunft erschien uns in weiter Ferne.“ Erst in der Pubertät ahnte man, dass jedes Leben endlich ist. Man fühlte  sich davon aber nicht wirklich betroffen. Der Tod eines Verwandten oder Haustieres irritierte einen zwar kurzfristig, den Bezug zur Endlichkeit des eigenen Lebens erfasste man freilich nicht. Mit 30 Jahren sind viele Menschen noch angenehm überrascht, wie wenig ihnen dieser runde Geburtstag ausmachte. Mit 40 kam dann allerdings die Bestätigung, dass alle recht hatten, die meinten, dass das Leben umso schneller verfliegt, je älter man wird. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-3048"></span></p>
<p><strong>Für den Säugling ist alles neu</strong></p>
<p>Um ein Gefühl für die Zeitwahrnehmung zu bekommen, reicht schon die Erinnerung an einen dreiwöchigen Urlaub am selben Ort. In der ersten Woche entdeckt man eine Menge neuer Dinge, erkundet die Umgebung und probiert unterschiedliche Restaurants aus. Ab der zweiten Woche stellt sich Routine ein, und die dritte Woche vergeht wie im Flug. In dieser Erfahrung liebt einer der beiden Gründe, warum die Zeit scheinbar immer schneller vergeht, je älter man wird. </p>
<p>Andreas Salcher stellt fest: „Für den Säugling ist alles neu – eine Premiere. Dann tauchen einige dauerhafte Strukturen auf: Hunger, satt, schlafen und wachen, Vater, Mutter, erste Schritte.“ Der Lebensabschnitt ab der Pubertät lässt einen dann bedeutsame Premieren wie die erste Liebe, den ersten Sex, den ersten Urlaub ohne Eltern, den ersten Job oder das Abitur erleben, an die man sich sein ganzes Leben lang erinnern kann. Je älter man wird, desto herausfordernder wird es, neue Premieren zu schaffen. </p>
<p><strong>Ohne Premieren verläuft das Leben eintönig</strong></p>
<p>Für einen 72-Jährigen könnte der Reiz darin liegen, bestimmte, scheinbar bekannte Dinge immer wieder durch bewusste Aufmerksamkeit wiederzuentdecken. Andreas Salcher betont: „Je weniger Premieren uns gelingen, weil wir glauben, schon alles entdeckt zu haben, desto eintöniger verläuft das Leben.“ Die Jahre beginnen dahinzuschmelzen. Der zweite Grund für das Verrinnen der Zeit liegt im Verhältnis zwischen dem aktuellen Alter einer Person und der bereits abgelaufenen Lebenszeit. </p>
<p>Für einen 60-Jährigen erscheint daher ein neues Lebensjahr zwangsläufig kürzer als für einen Zehnjährigen, weil er es in Relation zu den 59 verstrichenen Jahren erlebt. Der Zehnjährige empfindet ein Lebensjahr dagegen deutlich länger, weil er es an den ersten neun vergangenen misst. Diese beiden Ursachen für das immer schnellere Vergehen der Zeit sind miteinander verknüpft, und sie wirken unbewusst. Hat man sie aber verstanden, kann man diesem Phänomen durchaus effektiv entgegenwirken. Eine Anregung bietet Viktor E. Frankls Kernthese, dass ein Mensch auf die äußeren Umstände, die ihm widerfahren, keinen Einfluss hat, sehr wohl aber darauf, wie er damit umgeht. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-das-leben-zerrinnt.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Liebender gibt seinem Leben Sinn</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ein-liebender-erfuellt-die-forderungen-des-daseins.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/ein-liebender-erfuellt-die-forderungen-des-daseins.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2021 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2770</guid>

					<description><![CDATA[Nicht nur mit seinem Tätigsein kann man seinem Leben insofern Sinn geben, wenn man seine konkreten Fragen verantwortungsbewusst beantwortet. Aber nicht nur als Handelnder kann ein Mensch die Forderungen des Daseins erfüllen, sondern auch als Liebender. Und zwar in liebender Hingabe an das Schöne, das Große, das Gute. Viktor Frankl stellt folgendes Gedankenexperiment vor. Ein ... <a title="Ein Liebender gibt seinem Leben Sinn" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-liebender-erfuellt-die-forderungen-des-daseins.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Liebender gibt seinem Leben Sinn">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur mit seinem Tätigsein kann man seinem Leben insofern Sinn geben, wenn man seine konkreten Fragen verantwortungsbewusst beantwortet. Aber nicht nur als Handelnder kann ein Mensch die Forderungen des Daseins erfüllen, sondern auch als Liebender. Und zwar in liebender Hingabe an das Schöne, das Große, das Gute. Viktor Frankl stellt folgendes Gedankenexperiment vor. Ein Mensch sitzt in einem Konzertsaal und lauscht seiner Lieblingssymphonie. Diese Person ist von der Musik so ergriffen, dass es ihr kalt über den Rücken läuft. Jetzt muss man sich vorstellen, diesen Menschen zu fragen, ob sein Leben in diesem Augenblick einen Sinn habe. Viktor E. Frankl war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien und 25 Jahre lang Vorstand der Wiener Neurologischen Poliklinik. Er begründete die Logotherapie, die auch Existenzanalyse genannt wird. <span id="more-2770"></span></p>
<p><strong>Selbst im Leiden kann man noch Werte verwirklichen</strong></p>
<p>Viktor Frankl glaubt, jeder wird ihm Recht geben, wenn er behauptet, dieser Mensch würde in diesem Augenblick eine einzige Antwort geben können und die würde etwa lauten: „Allein für diesen Augenblick gelebt zu haben – würde schon dafürgestanden sein!“ Ähnlich mag es auch dem ergehen, der nicht Kunst, sondern Natur erlebt, und ähnlich ergeht es demjenigen, der einen Menschen erlebt. Oder kennt man nicht das Gefühl, das einen angesichts eines bestimmten Menschen packt und in Worte gekleidet, beiläufig Folgendes ausdrückt.</p>
<p>Dass es so einen Menschen in der Welt überhaupt gibt, das allein macht diese Welt und macht ein Leben in ihr schon sinnvoll. Viktor Frankl weiß: „Tätig geben wir dem Leben Sinn, aber auch liebend – und schließlich: leidend.“ Denn wie ein Mensch zu der Einschränkung seiner Lebensmöglichkeiten, soweit sie eben sein Handeln und Lieben betreffen, Stellung bezieht, wie er sein Leiden auf sich nimmt, in all dem vermag er noch Werte zu verwirklichen.</p>
<p><strong>Jede Lage lässt sich veredeln</strong></p>
<p>Wie sich ein Mensch also Schwierigkeiten gegenüber einstellt, darin noch zeigt sich, wer man ist, und auch damit lässt sich das Leben sinnvoll erfüllen. Im Allgemeinen ist es so, dass Leiden unter dem Unglück nur dann sinnvolles Leiden ist, wenn dieses Unglück schicksalhaft ist, also unvermeidbar und unausweichlich. Das Schicksal, das also, was einer Person widerfährt, lässt sich demnach auf jeden Fall gestalten – so oder so. Wolfgang von Goethe sagt: „Es gibt keine Lage, die sich nicht veredeln ließe, entweder durch Leisten oder durch Dulden.“</p>
<p>Entweder man ändert sein Schicksal – sofern dies möglich ist –, oder man nimmt es willig auf sich – sofern dies nötig ist. Innerlich kann man in beiden Fällen an ihm, am Unglück, nur wachsen. Wie missverständlich erscheint es nun Viktor Frankl, wenn Menschen einfach über ihr Unglück klagen oder gegen ihr Schicksal hadern. Wer sich gegen sein Schicksal auflehnt, der hat den Sinn alles Schicksals nicht erfasst. Das Schicksal gehört nämlich ganz zur Totalität des Lebens dazu. Und nicht das Geringste des Schicksalhaften lässt sich aus dieser Totalität herausbrechen, ohne das Ganze, die Gestalt des eigenen Daseins zu zerstören. Quelle: „Über den Sinn des Lebens“ von Viktor E. Frankl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/ein-liebender-erfuellt-die-forderungen-des-daseins.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Botschaft eines Lächelns erkennt jeder</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-botschaft-eines-laechelns-erkennt-jeder.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-botschaft-eines-laechelns-erkennt-jeder.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Heiterkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lächeln]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2514</guid>

					<description><![CDATA[Mit Humor kann man selbst in der größten Not seine Selbstachtung und Zuversicht verteidigen. Er kann zur letzten rettenden Lücke werden, wenn sämtliche andere Auswege verbaut und vernagelt erscheinen. Die Heiterkeit ist für die Zuversicht von großer Bedeutung. Es gibt schätzungsweise 7.000 verschiedene Sprachen auf der Welt. In vielen Ländern begreift man als Fremder weder ... <a title="Die Botschaft eines Lächelns erkennt jeder" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-botschaft-eines-laechelns-erkennt-jeder.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Botschaft eines Lächelns erkennt jeder">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Humor kann man selbst in der größten Not seine Selbstachtung und Zuversicht verteidigen. Er kann zur letzten rettenden Lücke werden, wenn sämtliche andere Auswege verbaut und vernagelt erscheinen. Die Heiterkeit ist für die Zuversicht von großer Bedeutung. Es gibt schätzungsweise 7.000 verschiedene Sprachen auf der Welt. In vielen Ländern begreift man als Fremder weder die Schrift noch das gesprochene Wort. Ulrich Schnabel weiß: „Und doch gibt es eine Form der Kommunikation, die rund um den Globus verstanden wird – die Botschaft eines Lächelns.“ Und überall hat Freundlichkeit etwas Entwaffnendes. Leider trifft man selten Menschen, die diese schwierige Kunst der humorvollen Entspannung beherrschen. Im Gegenteil: Je grimmiger die Zeiten, umso angespannter sind in der Regel die Reaktionen der Menschen. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2514"></span></p>
<p><strong>Entspannte Heiterkeit hat einen hohen Wert</strong></p>
<p>Das beschwört am Ende oft erst jene Konfrontationen herauf, vor denen sich alle fürchten. Daher gilt, auch wenn es paradox klingt: In Krisen- und Notsituationen kann der Humor zur entscheidenden Waffe werden. Doch Heiterkeit und Humor haben, zumal in Deutschland nicht den besten Ruf. In schwierigen Zeiten haftet ihnen der Ruch des kindisch Unstatthaften an, das nicht dem Ernst der Lage angemessen sei. Dabei gilt das Gegenteil: „Gerade wenn es ernst wird, zeigt sich der Wert entspannter Heiterkeit.</p>
<p>Das hat niemand deutlicher zum Ausdruck gebracht als der Psychiater Viktor Frankl. Er beschrieb den Humor als „eine Waffe der Seele im Kampf um ihre Selbsterhaltung“. Das berichtete er über seine Zeit im Konzentrationslager. In der schlimmsten Zeit habe ihm der besondere „Lagerhumor“ oft aus dem Elend geholfen, wenn auch nur für Sekunden oder Minuten. Für Viktor Frankl war die Heiterkeit gar ein „Essential“. Er sagt: „Wie kaum sonst etwas im menschlichen Dasein ist sie geeignet, Distanz zu schaffen und sich über die Situation zu stellen.“</p>
<p><strong>Humor erweitert das Blickfeld</strong></p>
<p>Freude ist der mächtigste Gegenspieler der Angst. Der Psychologe Willibald Ruch erklärt: „Der Humor ist eine der wichtigsten Techniken der Gefühlsverarbeitung.“ Für ihn benötigt der Mensch den Humor daher gerade dann, wenn er es schwer hat. Willibald Ruch fährt fort: „Positive Emotionen erweitern das Blickfeld, Angst und Ärger bewirken das Gegenteil. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Mensch mit schwierigen Situationen besser umgehen kann, wenn er Humor einsetzt.“</p>
<p>Ähnlich sieht es der Soziologe Heinz Bude, der die moderne Ängstlichkeit erforscht. Das Wichtigste im Umgang mit Ängsten sei, dass man Distanz dazu gewinne. Heinz Bude sagt: „Das geht aber nicht rein willentlich und rein geistig.“ Deshalb sei der Humor ein probates Gegenmittel. Heinz Bude fährt fort: „Der Lachende kann über die Angst siegen, denn das Lachen ist genauso unwillkürlich wie die Angst. Beide Zustände überkommen uns, sie überwältigen Körper und Geist.“ Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-botschaft-eines-laechelns-erkennt-jeder.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Freiheit ist etwas besonders Menschliches</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-freiheit-ist-etwas-besonders-menschliches.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-freiheit-ist-etwas-besonders-menschliches.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2020 05:17:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2313</guid>

					<description><![CDATA[Menschsein heißt, sich verändern zu können. Von diesem Satz geht Zuversicht und Hoffnung aus. Ahnungen von einem anderen Leben werden durch ihn wach. Warum können sich Menschen verändern? Weil, so Viktor Frankl, der Mensch frei ist. Zwar nicht frei von seinen biologischen, psychologischen oder soziologischen Bedingungen, nicht frei von den Einflüssen der Erziehung, nicht frei ... <a title="Die Freiheit ist etwas besonders Menschliches" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-freiheit-ist-etwas-besonders-menschliches.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Freiheit ist etwas besonders Menschliches">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschsein heißt, sich verändern zu können. Von diesem Satz geht Zuversicht und Hoffnung aus. Ahnungen von einem anderen Leben werden durch ihn wach. Warum können sich Menschen verändern? Weil, so Viktor Frankl, der Mensch frei ist. Zwar nicht frei von seinen biologischen, psychologischen oder soziologischen Bedingungen, nicht frei von den Einflüssen der Erziehung, nicht frei von den Einflüssen der Welt, in der ein Mensch lebt. Frei aber zur Stellungnahme allem gegenüber, was sein Leben begrenzt … Für Uwe Böschemeyer bedeutet dies folgendes: „Ich habe bestimmte Gene, aber ich kann auf sie Einfluss nehmen. Ich habe Triebe (Macht, Geld, Karriere, Sexualität etc.), aber ich kann auf sie Einfluss nehmen.“ Uwe Böschemeyer ist Rektor der Europäischen Akademie für Wertorientierte Persönlichkeit und Leiter des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Salzburg. <span id="more-2313"></span></p>
<p><strong>Es lohnt sich über die Freiheit nachzudenken</strong></p>
<p>Jeder Mensch hat eine bestimmte Vergangenheit, aber er kann auf deren Wirkungsgeschichte einwirken. Selbst wenn man eine neurotische Störung hat, kann man etwas dagegen tun. Uwe Böschemeyer betont: „Ich bin mir selbst und dem Leben, was immer es sei, nie ganz ausgeliefert.“ Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie ein Mensch – trotz aller tatsächlich vorhandenen Unfreiheiten und Begrenzungen – immer freier werden könnte.</p>
<p>Was ist Freiheit? Auf jeden Fall mehr als nur ein Wort. Sie ist etwas Prickelndes, Hellmachendes, Heilmachendes, Erfreuendes, Weitendes, Kraftvolles, Stärkendes, Gefühlvolles, etwas besonders Menschliches. Freiheit ist die in jedem Menschen vorhandene Möglichkeit, sich innerhalb gewisser Grenze frei zu verhalten. Freiheit ist – wie zum Beispiel auch die Liebe, die Verantwortung, der Glaube, die Hoffnung, der Mut, die Lebensbejahung, wie alle spezifisch humanen Werte – ein Existenzial, also etwas, das originär zu jedem Menschen gehört, also nicht erst erworben wird.</p>
<p><strong>Die Freiheit stellt sich nicht von selbst ein</strong></p>
<p>Diese humanen Werte kann ein Mensch vernachlässigen, verleugnen oder verdrängen. Er kann sie übersehen, missachten und aufhören, sie zu suchen. Er kann sie mit der Schärfe seiner Gedanken als Illusion beschreiben und kann sie verkapselt tief im Unbewussten liegen lassen. Uwe Böschemeyer weiß: „Doch die Möglichkeit, sie zu finden, wiederzufinden, zu entdecken, sie zu leben – ich sage es noch einmal –, bleibt in uns, solange wir leben.“ Die Freiheit ist kein Trieb. Sie stellt sich nicht von selbst ein.</p>
<p>Man muss die Freiheit suchen, sich auf sie besinnen, sie empfinden, fühlen, ergreifen, sich für sie öffnen. Denn frei wird man nur dann, wenn man sich auf das ausrichtet, was man will, zum Beispiel lieben, glauben, hoffen, gesund werden, Widerstände überwinden, Träume verwirklichen, Sinnvolles erfahren etc. Dann aber, und das zu erleben ist beglückend – werde diese und andere Ziele zu Magneten, dann wird der Mensch schöpferisch, dann fällt ihm etwas ein, dann wird er intuitiv, dann ist er voller Kraft und setzt seine Ideen in konkretes Leben um. Quelle: „Von den hellen Farben der Seele“ von Uwe Böschemeyer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-freiheit-ist-etwas-besonders-menschliches.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jeder muss für sich den Sinn des Lebens finden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jeder-muss-fuer-sich-den-sinn-des-lebens-finden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/jeder-muss-fuer-sich-den-sinn-des-lebens-finden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2020 05:31:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2239</guid>

					<description><![CDATA[Wenn ein Mensch einem anderen begegnet, neigt er dazu, sich von ihm „ein Bild zu machen“. Vielleicht erinnert er ihn an jemand anderen, vielleicht entstehen gleich sympathische oder unangenehme Gefühle, vielleicht aber auch ist er gleich „mit ihm fertig“. Uwe Böschemeyer weiß: „Den Kern eines Menschen erfahren wir gar nicht rasch, weil er zunächst verborgen ... <a title="Jeder muss für sich den Sinn des Lebens finden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-muss-fuer-sich-den-sinn-des-lebens-finden.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder muss für sich den Sinn des Lebens finden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Mensch einem anderen begegnet, neigt er dazu, sich von ihm „ein Bild zu machen“. Vielleicht erinnert er ihn an jemand anderen, vielleicht entstehen gleich sympathische oder unangenehme Gefühle, vielleicht aber auch ist er gleich „mit ihm fertig“. Uwe Böschemeyer weiß: „Den Kern eines Menschen erfahren wir gar nicht rasch, weil er zunächst verborgen ist. Unsichtbar durch all das Fremde, das sich durch die Jahre hindurch um seine Seele gelegt hat.“ Wahrscheinlich gibt es niemanden, der im vergangenen Jahrhundert so leidenschaftlich über die Sinnfrage geforscht hat wie Viktor Frankl. Was ist Sinn? Sinn, so Viktor Frankl, wird gefunden angesichts der „Forderung der Stunde, die an mich ergeht“, hier und jetzt und in der Tat. Uwe Böschemeyer ist Rektor der Europäischen Akademie für Wertorientierte Persönlichkeit und Leiter des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Salzburg. <span id="more-2239"></span></p>
<p><strong>Mangel an Sinn führt zu einem existenziellen Vakuum</strong></p>
<p>Und weil jeder Mensch einzigartig und einmalig ist, kann jeder nur für sich selbst Sinn finden. Weil nun auch die Situationen des Lebens einzigartig und einmalig sind. Von Stunde zu Stunde passiert etwas anderes, von Stunde zu Stunde geschieht etwas neues. Daher ist das Leben eines Menschen eine lange Kette von Situationen, die an ihm vorüberziehen und Sinn in sich bergen. Sinn ist immer vorhanden. Je weniger ein Mensch auf die Frage nach Sinn Antworten weiß, fühlt und lebt, je weniger er Sinn erfährt, desto beziehungsloser ist er – sich selbst, anderen und anderem gegenüber.</p>
<p>Mangel an Sinn führt, so Viktor Frankl, zu existenzieller Frustration. Dazu gesellen sich ein existenzielles Vakuum und eine innere Leere. Und das bedeutet: sich nicht mehr orientieren zu können, nicht mehr zu wissen, wie Leben geht, nicht mehr zu wissen, wozu man überhaupt da ist. Zudem fühlt man keinen Sinn mehr und gibt die Hoffnung auf ein neues Leben auf, möglicherweise erkrankt man sogar. Ein solcher Mensch kreist mehr um das, was er nicht ist, nicht kann und nicht hat. Je mehr er um seine Mängel kreist, desto frustrierter ist er.</p>
<p><strong>Ein Leben ohne Werte erzeugt Sinnkrisen</strong></p>
<p>Uwe Böschemeyer ergänzt: „Je frustrierter er ist, desto mehr entwickelt sich in ihm innere Leere. Je größer dieses Vakuum ist, desto kraftloser wird sein Geist und desto weniger findet er Beziehung zu Werten.“ Je weniger er Beziehung zu Werten findet, desto mehr öffnet sich seine „leere“ Seele für Angst, Aggressivität, Depressivität, Stress, Lebensmüdigkeit, Sucht, psychosomatische Störungen und all das, was Sinnerfahrung und beglückendes Leben behindert oder verhindert.</p>
<p>Wenn die Seele angefüllt ist von sinnverweigernden Gefühlen, stagniert die Weiterbildung der Persönlichkeit. Je mehr die Weiterbildung der Persönlichkeit stagniert, desto mehr Frust kommt auf. Deshalb sah Viktor Frankl in der existenziellen Frustration das Kernproblem seiner Zeit. Er fasste es in dem Satz zusammen: „Menschen haben genug, wovon sie leben, aber nicht genug, wofür sie leben können.“ Uwe Böschemeyers Fazit lautet: „Ein wertleeres Leben erzeugt Sinnkrisen und, wenn sie andauern, möglicherweise Krankheiten an Körper und Seele.“ Quelle: „Von den hellen Farben der Seele“ von Uwe Böschemeyer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/jeder-muss-fuer-sich-den-sinn-des-lebens-finden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Geist gleicht dem Wind</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-gleicht-dem-wind.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-gleicht-dem-wind.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2019 07:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2114</guid>

					<description><![CDATA[Der Geist ist für Uwe Böschemeyer das Wichtigste im Menschen. Der Geist gleicht dem Wind: „Auch den Geist sehe ich nicht, ich sehe nur, war er durch mich bewegt. Mir kommen Ideen, mir kommt die Gewissheit, die Idee durchsetzen zu können, mir kommt die Kraft, sie zu verwirklichen. Ich verwirkliche sie in der Tat.“ Der ... <a title="Der Geist gleicht dem Wind" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-geist-gleicht-dem-wind.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Geist gleicht dem Wind">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Geist ist für Uwe Böschemeyer das Wichtigste im Menschen. Der Geist gleicht dem Wind: „Auch den Geist sehe ich nicht, ich sehe nur, war er durch mich bewegt. Mir kommen Ideen, mir kommt die Gewissheit, die Idee durchsetzen zu können, mir kommt die Kraft, sie zu verwirklichen. Ich verwirkliche sie in der Tat.“ Der Geist ist da, ist gegenwärtig. Das kann niemand bezweifeln, obwohl ihn niemand sieht. Der Geist und der Wind – sie kommen aus Räumen, die man nicht erkennt, sie ziehen zu Räumen, die man nicht sieht. Jetzt sind sie da, spürbar, fühlbar, mächtig, sind dichteste Wirklichkeit. Doch fassen, gar erfassen, kann man sie nicht. Uwe Böschemeyer ist Rektor der Europäischen Akademie für Wertorientierte Persönlichkeit und Leiter des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Salzburg. <span id="more-2114"></span></p>
<p><strong>Die Verdrängung des Geistigen ist äußerst schädlich</strong></p>
<p>Im letzten Jahrhundert ist viel darüber geredet worden, wie schädigend es für einen Menschen ist, das Triebhafte übermäßig zu verdrängen. Man hat wenig davon gehört, dass der Mensch auch das Geistige verdrängen kann und dadurch wahrscheinlich weit mehr in Konflikte gerät. Das Geistige verdrängen bedeutet: bei der Suche nach Glück sich vor allem auf das Triebhafte zu verlassen und auf jene Bedingungen und Strukturen, die nun einmal in der Welt vorhanden sind.</p>
<p>Uwe Böschemeyer fügt hinzu: „Das Geistige verdrängen bedeutet: nicht nach innerer Freiheit zu fragen und nicht nach Sinn, nicht nach Verantwortung zu fragen und nicht nach inneren Werten – nach all dem zu fragen, was in besonderer Weise spezifisch menschlich ist.“ Das Geistige verdrängen bedeutet auch: dann, wenn das Leben schwierig oder notvoll wird, sich nicht auf sich selbst und den Grund seiner selbst verlassen zu können, sondern jenen inneren und äußeren Kräften ausgeliefert zu sein, die das Gegenbild sind von menschlicher Freiheit und ihren Möglichkeiten.</p>
<p><strong>Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist spezifisch menschlich</strong></p>
<p>Im letzten Jahrhundert ist viel darüber geredet worden, wie schädigend es für einen Menschen ist, das Triebhafte übermäßig zu verdrängen. Man hat wenig davon gehört, dass der Mensch auch das Geistige verdrängen kann und dadurch wahrscheinlich weit mehr in Konflikte gerät. Das Geistige verdrängen bedeutet: bei der Suche nach Glück sich vor allem auf das Triebhafte zu verlassen und auf jene Bedingungen und Strukturen, die nun einmal in der Welt vorhanden sind.</p>
<p>Uwe Böschemeyer fügt hinzu: „Das Geistige verdrängen bedeutet: nicht nach innerer Freiheit zu fragen und nicht nach Sinn, nicht nach Verantwortung zu fragen und nicht nach inneren Werten – nach all dem zu fragen, was in besonderer Weise spezifisch menschlich ist.“ Das Geistige verdrängen bedeutet auch: dann, wenn das Leben schwierig oder notvoll wird, sich nicht auf sich selbst und den Grund seiner selbst verlassen zu können, sondern jenen inneren und äußeren Kräften ausgeliefert zu sein, die das Gegenbild sind von menschlicher Freiheit und ihren Möglichkeiten.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-gleicht-dem-wind.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Herausforderungen lassen das Leben zu einem Kunstwerk werden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/herausforderungen-lassen-das-leben-zu-einem-kunstwerk-werden.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/herausforderungen-lassen-das-leben-zu-einem-kunstwerk-werden.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2019 06:03:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Logotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Böschemeyer]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2061</guid>

					<description><![CDATA[s kommt nicht primär darauf an, wie die Vergangenheit eines Menschen war oder wie seine Zukunft aussieht, sondern darauf, wie er sie deutet und versteht, ob er Sinn in seinem jetzigen Leben suchen will. Ob er bereit ist, immer wieder aufs Neue selbst der Entscheidende zu sein. Ob er, was immer ihm widerfährt, „Herr im ... <a title="Herausforderungen lassen das Leben zu einem Kunstwerk werden" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/herausforderungen-lassen-das-leben-zu-einem-kunstwerk-werden.html" aria-label="Mehr Informationen über Herausforderungen lassen das Leben zu einem Kunstwerk werden">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>s kommt nicht primär darauf an, wie die Vergangenheit eines Menschen war oder wie seine Zukunft aussieht, sondern darauf, wie er sie deutet und versteht, ob er Sinn in seinem jetzigen Leben suchen will. Ob er bereit ist, immer wieder aufs Neue selbst der Entscheidende zu sein. Ob er, was immer ihm widerfährt, „Herr im eigenen Haus“ bleibt. Das menschliche Leben kann allerdings manchmal ganz schön hart sein. Uwe Böschemeyer weiß: „Schwierige Zeiten nur traurig zu finden oder sie anzuklagen, ist zwar verständlich, aber leicht. Sie jedoch als Herausforderung zu nehmen und das Beste daraus zu machen, kann Leben zu einem Kunstwerk werden lassen.“ Uwe Böschemeyer ist Rektor der Europäischen Akademie für Wertorientierte Persönlichkeit und Leiter des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Salzburg. <span id="more-2061"></span></p>
<p><strong>Verantwortung kann etwas Furchtbares und Herrliches zugleich sein</strong></p>
<p>Uwe Böschemeyer kennt niemanden, der so tief über Verantwortlichkeit nachgedacht hätte wie Viktor Frankl. Man muss dabei nur an seine leidenschaftliche öffentliche Stellungnahme zum Thema Kollektivschuld denken. Nicht alle seien in der Zeit des Nationalsozialismus schuldig geworden, sondern Einzelne, denn jeder sei frei, in Verantwortung zu entscheiden. Verantwortung, so Viktor Frankl, sei etwas Furchtbares und etwas Herrliches zugleich. Furchtbar sei zu wissen, dass ich in jedem Augenblick Verantwortung für den Nächsten trage.</p>
<p>Und herrlich sei es zu wissen, dass die Zukunft, meine eigene, die anderer Menschen und die der Dinge um uns herum, von meiner Entscheidung abhängig sei. Was Uwe Böschemeyer von seinem Lehrer Viktor Frankl gelernt hat, ist zu seinem persönlichen und beruflichen Credo geworden: „Die Welt, in der wir leben, ist unsere Welt. Die Zeit, in der wir leben, ist unsere Zeit. Das Leben, das wir in dieser Welt und dieser Zeit leben ist unser Leben. Diese unsere Welt in dieser unseren Zeit ist beides: unsere Gefährdung und unsere Möglichkeit, zugleich unsere Aufgabe.“</p>
<p><strong>Jeder Mensch trägt Mitverantwortung für die Welt</strong></p>
<p>Uwe Böschemeyer fährt fort: „Diese Aufgabe können wir annehmen, wie können sie ablehnen. Doch wenn wir sie ablehnen, verlieren wir das Wertvollste: das, was uns Menschen zu Menschen macht.“ Deshalb sagt Uwe Böschemeyer, dass ihn die Welt etwas angeht. Nicht nur die in seiner Nähe, sondern auch diejenige in der Ferne. Die derzeit Millionen hungernden Kinder – sie gehen ihn etwas an. Wenn Menschenrechte verletzt werden – das geht ihn etwas an.</p>
<p>Ob sich alle technologischen Möglichkeiten durchsetzen dürfen oder nicht – auch das geht ihn etwas an. Denn Kenner der technologischen Entwicklung sagen, es sei dringend erforderlich, sich zu informieren und, wenn möglich, öffentlich Stellung zu beziehen. Uwe Böschemeyer und alle anderen Menschen haben daher Mitverantwortung dafür, was in ihrer Welt geschieht. Ein Leben ist so viel wert, als es Antwort gibt. Denn der Mensch ist immerzu gefragt. Die Mitmenschen stellen Fragen und das Sein insgesamt stellt tausende von Fragen, auf die jeder seine persönlichen Antworten finden muss. Quelle: „Von den hellen Farben der Seele“ von Uwe Böschemeyer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/herausforderungen-lassen-das-leben-zu-einem-kunstwerk-werden.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Leben nimmt den Menschen in die Pflicht</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-leben-nimmt-den-menschen-in-die-pflicht.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/das-leben-nimmt-den-menschen-in-die-pflicht.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2016 05:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Frankl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.psychologie-guide.de/?p=1346</guid>

					<description><![CDATA[Im Zeitalter der individuellen Autonomie organisieren viele Menschen ihr Leben nach folgender Weise. Es ist eine Methode, die mit dem Selbst beginnt – der Selbsterforschung –, und mit dem Selbst endet – der Selbsterfüllung. David Brooks erklärt: „Es ist ein Leben, dass durch eine Reihe individueller Wahlentscheidungen bestimmt wird.“ Nach einer anderen Sichtweise ist ein ... <a title="Das Leben nimmt den Menschen in die Pflicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-leben-nimmt-den-menschen-in-die-pflicht.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Leben nimmt den Menschen in die Pflicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zeitalter der individuellen Autonomie organisieren viele Menschen ihr Leben nach folgender Weise. Es ist eine Methode, die mit dem Selbst beginnt – der Selbsterforschung –, und mit dem Selbst endet – der Selbsterfüllung. David Brooks erklärt: „Es ist ein Leben, dass durch eine Reihe individueller Wahlentscheidungen bestimmt wird.“ Nach einer anderen Sichtweise ist ein Mensch nicht der Schöpfer seines Lebens, vielmehr nimmt ihn das Leben selbst in die Pflicht. Die wichtigsten Antworten findet man dann nicht in sich selbst, sondern um sich herum. Diese Perspektive setzt nicht im Innern des autonomen Selbst an, sondern bei den konkreten Umständen, in die man zufällig eingebettet ist. David Brooks arbeitet als Kommentator und Kolumnist bei der New York Times. Sein Buch „Das soziale Tier“ (2012) wurde ein internationaler Bestseller. <span id="more-1346"></span></p>
<p><strong>Das Leben stellt täglich und stündlich Fragen</strong></p>
<p>David Brooks erläutert: „Diese Perspektive beginnt mit der Einsicht, dass die Welt lange vor uns existiert hat und noch lange nach uns bestehen wird, und dass wir in der kurzen Spanne unseres Lebens durch das Schicksal, durch die Geschichte, durch den Zufall, durch die Evolution oder durch Gott an einen bestimmten Ort mit bestimmten Problemen und Bedürfnissen verschlagen wurden.“ Der Psychiater Viktor Frankl schreibt: „Wir müssen lernen, dass es eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben noch zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet.“</p>
<p>Nach Viktor Frankl soll ein Mensch nicht mehr einfach nach dem Sinn des Lebens fragen, sondern sich selbst als Befragten erleben, als denjenigen, an den das Leben täglich und stündlich Fragen stellt. Viktor Frankls Fazit lautet: „Das Leben heißt letztlich eben nichts anderes als: Verantwortung tragen für die rechte Beantwortung der Lebensfragen, für die Erfüllung der Aufgaben, die jedem Einzelnen das Leben stellt.“ Alle Menschen haben Talente, Fähigkeiten, Anlagen, Begabungen und Charakterzüge, die sie sich nicht im strengen Sinne angeeignet haben.</p>
<p><strong>Eine Berufung ist eine innere Aufforderung</strong></p>
<p>Und alle Menschen finden sich immer wieder in Situationen, die sie zum Handeln auffordern, egal, ob es dabei um Armut, Leid, die Bedürfnisse einer Familie oder die Möglichkeit geht, eine Nachricht zu übermitteln. Diese Umstände geben den Menschen ein ums andere Mal die große Chance, ihre Gaben zu untermauern. Ob sie ihre Bestimmung erkennen, hängt davon ab, wie gut ihre Augen sehen und ihre Ohren hören – ob sie so empfindlich sind, dass sie die Aufgabe, die eine Situation erfordert, verstehen.</p>
<p>Eine Berufung ist keine berufliche Karriere. Einer Person, die sich für einen bestimmten Beruf entscheidet, geht es um Erwerbschancen und Aufstiegsmöglichkeiten. Einer Person geht es bei der Berufswahl um finanzielle Sicherheit und innere Zufriedenheit. Wenn sich ein Mensch an seinem Arbeitsplatz oder in seinem Beruf nicht wohlfühlt, dann wechselt er die Stelle oder wählt eine andere Laufbahn. Seine Berufung dagegen wählt eine Person nicht. Eine Berufung ist eine Art innerer Aufforderung. Erst wenn man diesem inneren Ruf Folge leistet, hat man das Gefühl mit sich selbst in Einklang zu sein. Quelle: „Charakter“ von David Brooks</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/das-leben-nimmt-den-menschen-in-die-pflicht.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
