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	<title>Seele &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Einzelne erzielen in ihrem Leben Fortschritte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2024 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Blickt man auf die bisherige Kulturgeschichte der Menschheit, so bestehen erhebliche Zweifel daran, den heutigen Durchschnittsmenschen für glücklicher zu halten als den Menschen in irgendeinem anderen Zeitalter. Albert Kitzler stellt fest: „Die Menschen scheinen unter denselben seelischen Problemen zu leiden wie vor 2000 Jahren, obwohl die Einsichten, die notwendig sind, damit ihr Leben gelingt, schon ... <a title="Einzelne erzielen in ihrem Leben Fortschritte" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/einzelne-erzielen-in-ihrem-leben-fortschritte.html" aria-label="Mehr Informationen über Einzelne erzielen in ihrem Leben Fortschritte">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Blickt man auf die bisherige Kulturgeschichte der Menschheit, so bestehen erhebliche Zweifel daran, den heutigen Durchschnittsmenschen für glücklicher zu halten als den Menschen in irgendeinem anderen Zeitalter. Albert Kitzler stellt fest: „Die Menschen scheinen unter denselben seelischen Problemen zu leiden wie vor 2000 Jahren, obwohl die Einsichten, die notwendig sind, damit ihr Leben gelingt, schon seinerzeit bekannt waren.“ Aber damals wie heute scheitern viele Menschen an der Anwendung und Umsetzung dieser Einsichten im täglichen Leben. Einzelnen mag es gelingen, in ihrem Leben Fortschritte zu erzielen, belastende Prägungen und leidvolle Affekte und Emotionen abzubauen, freudvoller zu leben und liebevoller miteinander umzugehen. Für die Allgemeinheit kann dies leider nicht gesagt werden. Der Philosoph und Medienanwalt Dr. Albert Kitzler gründete 2010 „Maß und Mitte – Schule für antike Lebensweisheit und eröffnete ein Haus der Weisheit in Reit im Winkl. <span id="more-5632"></span></p>
<p><strong>Die Liebe ist die schöpferische Kraft in allem</strong></p>
<p>Albert Kitzler betont: „Wenn es aber dem Einzelnen gelingen kann, sich weiterzuentwickeln, weil er neugierig ist, der Welt und den anderen offen zugewandt begegnet, kontinuierlich dazulernt und an sich arbeitet, dann ist es sinnvoll, sich an längst bekannte Einsichten zu erinnern, die uns sagen, wie wir friedlich und liebevoll zusammenleben können.“ Häufig erschöpft sich jedoch die philosophische Reflexion darin, wie Aristoteles meinte, vergessene Weisheiten wiederzuentdecken oder, wie sich Konfuzius ausdrückte, Altes neu zu überdenken und es mit den eigenen Erfahrungen zu verschmelzen, um dadurch Veränderungsprozesse anzustoßen.</p>
<p>Der griechische Mythos nennt den Liebesgott Eros den „Erstgeborenen“ unter den Göttern, der aus einem Ei entsprang, das im Schoß der Dunkelheit geborgen war. Albert Kitzler ergänzt: „Nachdem er entschlüpft war, brachte er alles ans Licht, was dann die Welt war, und setzte zugleich das All in Bewegung. Die Liebe ist demnach die lebenschaffende, welterzeugende, schöpferische Kraft in allem. Die Anklänge an den pränatalen Ursprung der Liebe drängen sich in diesem Mythos auf.“</p>
<p><strong>Erfüllte Liebe ist Selbstfindung und Selbstverwirklichung</strong></p>
<p>An der Schwelle zum griechischen Denken und am Anfang der gesamten abendländischen Literatur steht Homer, der mit der „Odyssee“ ein erstes epochales Bild geschaffen hat von der existenziellen Sehnsucht des Menschen nach Rückkehr in die Heimat und nach Wiedervereinigung mit den Seinen. Albert Kitzler erläutert: „Es ist zugleich eine Allegorie für den langen und beschwerlichen Weg der Selbstfindung, der Rückkehr der Seele zu sich selbst und zu ihrem Ursprung.“ </p>
<p>Bildlich stellt das Homer in der Sehnsucht des Odysseus nach seinem Ithaka, nach Frau, Kind und Familie dar. Albert Kitzler weiß: „Die Liebe als Sehnsucht nach Wiedervereinigung ist identisch mit der Sehnsucht nach Selbstwerdung und Vollendung der eigenen Bestimmung. Erfüllte und erwiderte Liebe ist Selbstfindung und Selbstverwirklichung. Was zusammen war und zusammengehörte, wird wieder zusammengeführt, wird eins, ganz und heil.“ Auch Platon beschreibt die Liebe als Sehnsucht nach Wiedervereinigung, nach einem Ganz- und Heilwerden, nach Rückkehr in einen ursprünglichen Naturzustand, der glückselig macht. Quelle: „Die Weisheit der Liebe“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nicht jeder kann bei einer Seelenkrise helfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 02:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Joachim Bauer weiß: „Was einem Menschen, der sich in einer seelischen Krise befindet, hilft, ist ruhige Präsenz und ein unaufgeregtes Gespräch darüber, was vorgefallen ist, wie sich die Lage darstellt und was dem Anderen Sorgen macht.“ Nicht jeder ist jedoch gleichermaßen geeignet, einem psychisch belastenten Mitmenschen Hilfe zu leisten. Hilfreich können nur Menschen sein, die ... <a title="Nicht jeder kann bei einer Seelenkrise helfen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/nicht-jeder-kann-bei-einer-seelischen-krise-helfen.html" aria-label="Mehr Informationen über Nicht jeder kann bei einer Seelenkrise helfen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Bauer weiß: „Was einem Menschen, der sich in einer seelischen Krise befindet, hilft, ist ruhige Präsenz und ein unaufgeregtes Gespräch darüber, was vorgefallen ist, wie sich die Lage darstellt und was dem Anderen Sorgen macht.“ Nicht jeder ist jedoch gleichermaßen geeignet, einem psychisch belastenten Mitmenschen Hilfe zu leisten. Hilfreich können nur Menschen sein, die selbst nicht in Not sind und sich darüber hinaus beim Hilfesuchenden ein hinreichendes Maß an Vertrauen erworben haben. Oft sind in Angelegenheiten der Seele ungeeignete Helfer am Werk. Sich mit den Problemen anderer zu befassen, lässt manche dem Mechanismus der Projektion folgend, die eigenen Nöte vergessen. Aber auch dann, wenn Menschen tatsächlich befähigt sind, gute Hilfe anzubieten, können sie, wenn sich noch kein hinreichendes Vertrauen entwickelt hat, nicht unvermittelt zu guten Helfern werden. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5257"></span></p>
<p><strong>Jeder sollte sich das eigene Selbst zum Freund machen</strong></p>
<p>Der Helfer muss, bevor er Zugang zum Selbst des Hilfesuchenden finden kann, zu einem nahestehenden, signifikanten Du werden. Das gilt gleichermaßen für Ärzte, Pflegekräfte, für schulische Lehrkräfte, Anwälte, Sozialarbeiter und Psychotherapeuten. Joachim Bauer erläutert: „Zu einem signifikanten Anderem wird man durch Präsenz, geduldiges Zuhören und durch ein Aushalten und Stehen-lassen-Können dessen, was mir die oder der Hilfesuchende erzählt.“ </p>
<p>Dazu bedarf es einer Ausbildung und – im Falle von Psychotherapeuten – einer sogenannten Lehrtherapie, die sicherstellen soll, dass nicht Probleme des Psychotherapeuten die Therapie belasten. Joachim Bauer stellt fest: „Je mehr der Mensch dem hilflosen Zustand der frühen Kindheit entwächst, desto mehr wachsen seine Fähigkeiten zur Selbst-Fürsorge.“ Selbst-Fürsorge meint beides: die vom Selbst ausgeübte Fürsorge und die Fürsorge für das Selbst. Wie kann man gut für sich sorgen? Eine der zentralen, dem Menschen vom Leben gestellten Aufgaben ist es, das eigene Selbst zum Freund zu machen.</p>
<p><strong>Selbstfürsorge führt zu Momenten des zweckfreien Daseins</strong></p>
<p>Weil sie sich vor der Begegnung mit dem Selbst fürchten, suchen viele Menschen die permanente Ablenkung. Joachim Bauer stellt fest: „Hoher Arbeitsdruck, die ohne Unterlass an uns gerichteten Botschaften der Konsumgesellschaft und die uns ununterbrochen adressierten digitalen Kommunikationsmittel versetzen den modernen Menschen in eine ständigen Reiz-Reaktions-Modus und halten ihn in gefährlichem Ausmaß davon ab, mit sich in Kontakt zu sein.“ </p>
<p>Selbstfürsorge bedeutet, sich als Mensch nicht ganz und gar zum Zweck für etwas machen zu lassen, sondern die Tür zu öffnen zu Momenten des zweckfreien Daseins, zum So-Sein-Dürfen, zum ungerichteten Gedankenwandern und zum Träumen, kurz: zur Muße. Joachim Bauer rät: „Sehr hilfreich kann es sein, mit meditativen Techniken zumindest kurze Momente der inneren Ruhe zu finden. Zwei sehr gut geeignete Verfahren sin die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion und die Yogapraxis.“ Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Seele ist ein Raum der Energien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2022 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Was die Seele ist, ist umstritten. Wilhelm Schmids Vorschlag ist, sie als Raum der Energien zu verstehen, von denen Menschen belebt und bewegt werden: „In Form von Gefühlen wühlen sich innere Landschaften auf.“ Auf den Wegen zueinander hin und voneinander weg ist immer wieder dieses schwierige Gelände zu durchqueren. Der Weg der Vernunft, der Gefühle ... <a title="Die Seele ist ein Raum der Energien" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wilhelm-schmid-gefuehlswelten.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Seele ist ein Raum der Energien">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was die Seele ist, ist umstritten. Wilhelm Schmids Vorschlag ist, sie als Raum der Energien zu verstehen, von denen Menschen belebt und bewegt werden: „In Form von Gefühlen wühlen sich innere Landschaften auf.“ Auf den Wegen zueinander hin und voneinander weg ist immer wieder dieses schwierige Gelände zu durchqueren. Der Weg der Vernunft, der Gefühle hintansetzt, scheint nur ein schmaler Pfad zu sein. Weit häufiger sind Menschen auf den asphaltierten Straßen angenehmer Gefühle unterwegs. Diese können jedoch unvermittelt in unangenehme, steinige Wege übergehen, die zu Fuß begangen werden müssen und nicht selten in einen Engpass, gar in einer Sackgasse münden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die Gefühlswelten sehr unterschiedliche Landschaften in sich bergen, die teils von tropischer Fülle, teils von öder Leere sind. Wilhelm Schmid lebt als freier Philosoph in Berlin. <span id="more-3841"></span></p>
<p><strong>Die Gefühlswelt ist eine bizarre Welt</strong></p>
<p>In welcher Gegend befinde ich mich? Wo ist hier meine Heimat? Es ist eine bizarre Welt. Wie Geysire brechen unterschwellige Empfindungen plötzlich hervor. Ein Vulkan spukt in hohem Bogen eine Lava der Wut aus, während sich zugleich unter einem Felsvorsprung Liebende an seiner Glut wärmen. Wilhelm Schmid ergänzt: „Gipfel der Gefühle türmen sich im Gebirge wilder Leidenschaften auf. Weite Ebenen alltäglicher Mühen erstrecken sich bis zu Horizont, wo ein Sturm der Entrüstung tobt.“ </p>
<p>Schroff ragen in den Lügengebirgen die Spitzen des Ehrgeizes auf, zu erreichen nur über Hochebenen des Hochmuts. Wer erfolgreich aufsteigt, gerät in akute Gefahr, in tiefe Schluchten von Eifersucht, Verrat und Enttäuschung zu stürzen und in den angrenzenden Sümpfen der Niedertracht zu versinken. Irgendwo in finsteren Gegenden hausen die Feinde, die niemand im Leben braucht, aber die Begegnung mit ihnen unterliegt nicht der freien Wahl, sie ergibt sich ganz ohne eigenes Zutun. </p>
<p><strong>Menschen verheddern sich in ihren subjektiven Gefühlen</strong></p>
<p>Wilhelm Schmid fügt hinzu: „Nachgerade erholsam fühlt sich demgegenüber das Alleinsein am Saum stiller Seen voller Melancholie an. Tränenflüsse lassen sie sporadisch über die Ufer treten, aber dann zeichnet sich wieder ein Land der Sehnsüchte als feiner Nebenstreifen in der Ferne ab, oder ist es eine Fata Morgana?“ Im 21. Jahrhundert verheddern Menschen sich noch immer in ihren subjektiven Gefühlen, auch wenn diese nun digital objektivierbar sind. Mit täuschend echt sprechenden „Chatbots“ teilen sie ihre Träume und Ängste, Sorgen und Freuden.</p>
<p>Mit „Affective Computing“, eingesetzt etwa bei der Auswahl von Bewerbern um einen Arbeitsplatz, lassen sich Emotionen aufspüren, die das Ich bewegen und sich durch Statistik, durch Häufungen von Worten und Silben im Sprachgebrauch verraten. Auch eine Aura ist kein Geheimnis mehr: „Cobots“, kooperierende Roboter, sind darauf programmiert, Rücksicht zu nehmen, wenn charakteristische elektrische Ströme das Herannahen eines Menschen anzeigen. Quelle: „Heimat finden“ von Wilhelm Schmid</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Im Seelenleben sollte Ordnung herrschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2021 01:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Konfuzius fragt: „Wer nicht sein Inneres pflegt, sondern sein Äußeres, macht der es nicht verkehrt?“ Damit drückt er aus, worauf es im Leben ankommt. Nämlich dass es bei der Selbstsorge darum geht, das Innere zu pflegen, mithin im eigenen Seelenleben für Ordnung zu sorgen. Man soll das Innere stets wichtiger nehmen als das Äußere. Albert ... <a title="Im Seelenleben sollte Ordnung herrschen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/im-seelenleben-sollte-ordnung-herrschen.html" aria-label="Mehr Informationen über Im Seelenleben sollte Ordnung herrschen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Konfuzius fragt: „Wer nicht sein Inneres pflegt, sondern sein Äußeres, macht der es nicht verkehrt?“ Damit drückt er aus, worauf es im Leben ankommt. Nämlich dass es bei der Selbstsorge darum geht, das Innere zu pflegen, mithin im eigenen Seelenleben für Ordnung zu sorgen. Man soll das Innere stets wichtiger nehmen als das Äußere. Albert Kitzler blickt zurück: „Diese Achtsamkeit, Sorgfalt und Pflege sich selbst gegenüber war das Hauptanliegen aller antiken Weisheitslehren. Damit war kein selbstsüchtiger Egoismus gemeint. Der innere Friede ist die beste Voraussetzung für gelingende Beziehungen zu anderen Menschen.“ Wie aber sieht es heute mit der Pflege aus? Jeder weiß, wie er sein Äußeres zu fördern, zu hüten, zu vermehren und zu verschönern hat. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit. <span id="more-2926"></span></p>
<p><strong>Diogenes legt Wert auf Selbsterziehung</strong></p>
<p>Die meisten Menschen verwenden viel Zeit darauf, ihr äußeres Leben und ihren gesellschaftlichen Status zu sichern, ihren Besitz zu vergrößern und ihre berufliche Karriere voranzutreiben. Wieder lohnt sich ein Blick zurück in die Antike. Der griechische Philosoph Diogenes von Sinope erklärte: „Hättest du dich ernstlich bemüht, dich selbst zu erziehen, wäre dir Weisheit geschenkt worden.“ Der Denker, der in einem alten Weinfass lebte, sagte diese Worte zu einem Menschen, der betete und Gott anflehte, ihm Weisheit zu schenken.</p>
<p>Kontinuierlich sich selbst zu entwickeln und zu erziehen, das war eine der Hauptforderungen der alten Griechen für eine gelungene Lebensführung. Aufmerksamkeit sollte man dabei dem eigenen Körper, der Seele, dem Charakter sowie der Persönlichkeit schenken. Albert Kitzler weiß: „Das Ziel einer solche Selbstkultivierung, die von vernünftigen Einsichten und philosophischem Nachdenken geleitet wird, war es, ein körperlich und seelisch gesunder Mensch zu werden.“</p>
<p><strong>Man muss immer am eigenen Selbst arbeiten</strong></p>
<p>Das hatte Diogenes im Sinn, wenn er von einem „weisen Menschen“ sprach. Die Besonnenheit, das Maßhalten, eine der Haupttugenden der Griechen, bedeutete vom Wortursprung her „Gesund-Denken“. In allem aber, so auch bei der Selbsterziehung, war ihnen das richtige Maß das Wichtigste. Deshalb erlagen sie keinem Zwang zu falsch verstandener, übertriebener Selbstoptimierung. Andererseits gibt es kein Weiterkommen für denjenigen, der nicht an sich arbeitet.</p>
<p>Der griechische Philosoph Antisthenes stellt fest: „Wohin, ihr Menschen? Ihr kümmert euch nur um Geld, aber vernachlässigt euch selbst.“ Für den chinesischen Weisen Zhuangzi ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit das Wichtigste. Denn am Äußeren soll man weder hängen noch es ablehnen. Zhuangzi sagt: „Sich selbst recht machen ist alles. Höchste Freude ist es, dieses Ziel zu erreichen … Was von außen her der Zufall bringt, ist nur vorübergehend. Das Vorübergehende soll man nicht abweisen, wenn es kommt, und nicht festhalten, wenn es geht.“ Quelle: „Weisheit to go“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine innere Wandlung ist nicht leicht</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/eine-innere-wandlung-ist-nicht-leicht.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2021 01:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer weise leben will, muss sich innerlich wandeln. Der römische Philosoph Seneca zitiert dazu den frühen Stoiker Ariston: „Die Philosophie umfasst zwei Teile: das Wissen und die Seelenverfassung. Denn wer den Lehrgang durchgemacht und richtig begriffen hat, was zu tun ist und was zu meiden ist, ist noch nicht weise. Und zwar nicht eher, als ... <a title="Eine innere Wandlung ist nicht leicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-innere-wandlung-ist-nicht-leicht.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine innere Wandlung ist nicht leicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer weise leben will, muss sich innerlich wandeln. Der römische Philosoph Seneca zitiert dazu den frühen Stoiker Ariston: „Die Philosophie umfasst zwei Teile: das Wissen und die Seelenverfassung. Denn wer den Lehrgang durchgemacht und richtig begriffen hat, was zu tun ist und was zu meiden ist, ist noch nicht weise. Und zwar nicht eher, als bis er eine innere Wandlung durchgemacht hat, durch die seine Seele ganz mit dem, was sie gelernt hat, verschmolzen ist.“ Albert Kitzler vertritt die Auffassung, dass die meisten Menschen an dieser inneren Wandlung scheitern. Der Grund dafür ist, dass ihr Wissen an der Oberfläche bleibt. Es wird nicht durch beharrliches Einüben im täglichen Leben tiefer in der Seele verankert und eingeprägt. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit. <span id="more-2923"></span></p>
<p><strong>Handeln ist schwerer als Erkennen</strong></p>
<p>Dieses Wissen sollte man in automatische Denk- und Verhaltensmuster verwandeln. Dadurch stellt man stabile synaptische Verbindungen zwischen dem Wissen, der Motivation und dem Willen, entsprechend zu handeln, her. Geschieht dies nicht, fällt man immer wieder in alte Gewohnheiten zurück, ohne von seinem Wissen den rechten Gebrauch zu machen. Dazu passt die Erkenntnis: „Erkennen ist nicht schwer, nur Handeln ist schwer.“ Dieses Zitat stammt aus dem chinesischen „Buch der Geschichte“.</p>
<p>Dieser Satz bringt eines der Hauptprobleme der Weisheit auf die denkbar kürzeste Formel. Albert Kitzler stellt fest: „Uns ist vieles bekannt, was Weisheit lehrt – und wir handeln trotzdem nicht danach. Es macht den Reiz antiker Weisheitslehre aus, dass sie häufig zentrale Probleme der Lebensführung in kurze und griffige Aussprüche verdichtet.“ Sie wusste, dass man seine Einsichten stets „zur Hand haben“ sollte, wenn man sie braucht. Man sollte sich einer Einsicht spontan erinnern, wenn man in eine Situation gerät, in der sie den rechten Weg weisen kann.</p>
<p><strong>Die meisten Menschen stürzen blindlings vorwärts</strong></p>
<p>Gotthold Ephraim Lessing sagte einmal: „Glückliche Zeiten … als alle Weisheit in kurzen Lebensregeln bestand.“ „Die Menschen sagen alle: Ich weiß, und handeln doch anders.“ Die Stelle stammt aus dem chinesischen „Buch der Riten, Sitten und Gebräuche“. Laut Konfuzius stürzen die meisten Menschen blindlings vorwärts und verwickeln sich in Netze und Stricke, in Fallen und Gruben. Und keiner ist, der sie zu meiden wüsste. Die Menschen sagen alle: Ich weiß.</p>
<p>Wenn die Menschen Maß und Mitte gewählt haben, können sie nicht einen Monat daran festhalten. Viele Menschen wissen, was ihnen guttut, und tun es doch nicht. Das ist eines der zentralen Probleme auf dem Weg zu einer weisen Lebensführung. Ein gutes, gelingendes und glückliches Leben ist so nicht möglich. Es ist sehr schwer, sich dahin zu erziehen, stets seiner besseren Einsicht zu folgen und alle inneren Widerstände zu überwinden. Genauso mühsam ist es, allen äußeren Verlockungen, die einen vom rechten Weg abbringen wollen, zu widerstehen. Quelle: „Weisheit to go“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Seele besteht aus einer Triade</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-seele-besteht-aus-einer-triade.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2020 05:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit seiner Studie „Das Ich und das Es“ legte Sigmund Freud 1923 das Gefüge der Seele erstmals als Triade fest. Begründet wird es durch drei Kräfte, die in wechselseitiger Abhängigkeit stehen. Keine dieser Kräfte ist selbstständig, keine kann allein die Überhand gewinnen. Peter-André Alt ergänzt: „Es und Über-Ich streben auf unterschiedliche Weise nach Erfüllung der ... <a title="Die Seele besteht aus einer Triade" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-seele-besteht-aus-einer-triade.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Seele besteht aus einer Triade">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seiner Studie „Das Ich und das Es“ legte Sigmund Freud 1923 das Gefüge der Seele erstmals als Triade fest. Begründet wird es durch drei Kräfte, die in wechselseitiger Abhängigkeit stehen. Keine dieser Kräfte ist selbstständig, keine kann allein die Überhand gewinnen. Peter-André Alt ergänzt: „Es und Über-Ich streben auf unterschiedliche Weise nach Erfüllung der in ihnen angelegten Potentiale, sind aber aufeinander angewiesen.“ Energetische Tendenz und ökonomische Organisation der drei Instanzen fallen sehr unterschiedlich und auch in sich spannungsreich aus – das ist der Grund für die seelische Instabilität des Menschen. Bereits in Sigmund Freuds Traumtheorie ist das Unbewusste vom Vorbewussten und Bewusstsein zwar räumlich – im übertragenen Sinn – getrennt, jedoch wirken die Bereiche ineinander. Peter-André Alt ist Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Freien Universität Berlin. <span id="more-2335"></span></p>
<p><strong>Das Ich hat seine Vormachtstellung eingebüßt</strong></p>
<p>Ähnlich fasste es Sigmund Freud in seinem neuen Entwurf von 1923 zusammen und betonte dies später immer wieder: „Ich, Es und Über-Ich bilden keine streng zu scheidenden Ebenen, aber auch keine friedlichen Paarverbindungen aus.“ Ich und Es sind gleichberechtigt, die zwar direkte Feindschaft ausschließt, aber auch besagt, dass das Ich seine Vormachtposition eingebüßt hat. Die Botschaft der Traumdeutung dachte Sigmund Freud jetzt in voller Konsequenz zu Ende: „Das Ich bekleidet im seelischen Apparat nur den Rang eines „konstitutionellen Monarchen“ mit eingeschränkten Herrschaftsbefugnissen.“</p>
<p>Einen Zugang zum psychischen System schuf allein die Einsicht in seinen dynamischen Charakter. Peter-André Alt erläutert: „Alle drei Kräfte teilen miteinander die Besonderheit, dass sie veränderlich sind und im Laufe des menschlichen Lebens unterschiedliche Gestalt, Prägung oder Gewichtung gewinnen können.“ Sigmund Freud begann seine Überlegungen, indem er das Unbewusste als eine Kategorie bestimmte, die man nur über die Ebene der Verdrängung erkennen kann. Es existiert entweder latent im Vorbewussten oder verdrängt, jenseits jeder Zugänglichkeit für das Bewusstsein.</p>
<p><strong>Alles Verdrängte bleibt unbewusst</strong></p>
<p>Das Unbewusste fällt zwar nicht mit dem Verdrängten zusammen, weil es auch Bereiche umfasst, die niemals bis zur Stufe des Verdrängtwerdens vorstoßen; umgekehrt aber gilt, dass alles Verdrängte unbewusst bleibt. Diese Definition war für Sigmund Freud wichtig, weil sie die doppelte Besetzung des Unbewussten zeigte – eine Art zweifacher Abwesenheit, aufgehoben in der Nichtzugänglichkeit des Verdrängten oder in der Nichtzugänglichkeit dessen, was bewusstseinsunfähig ist. Den gesamten Bereich, der hier zu Gesicht kam, nannte Sigmund Freud mit einem Begriff Georg Groddecks das „Es“.</p>
<p>Das Ich ist wiederum durch direkte Wirkungen sichtbar und bildet „diejenige seelische Instanz, welche eine Kontrolle über all ihre Partialvorgänge ausübt, welche zur Nachtzeit schlafen geht und dann immer noch die Traumzensur handhabt.“ Das Ich bleibt dennoch keine unabhängige Größe, denn es ist vom Unbewussten nicht klar abgeschieden. Es verhält sich so Sigmund Freud, wie ein Reiter zu einem wilden Pferd, dessen Kräfte niemals gebannt, im günstigsten Fall nutzbringend eingesetzt werden können. Quelle: „Sigmund Freud“ von Peter-André Alt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Uwe Böschemeyer erzählt von den hellen Farben der Seele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Feb 2019 07:52:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Logotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Böschemeyer]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter den hellen Farben der Seele versteht Uwe Böschemeyer spezifisch menschliche Werte wie Freiheit, Verantwortlichkeit, Liebe, Mut, Hoffnung, Kreativität und Spiritualität. Sie gründen laut Viktor Frankl im „geistig Unbewussten“, kommen allerdings in den Wissenschaften, im gesellschaftlichen Leben, im konkreten Dasein der Menschen überhaupt viel zu kurz. Von den hellen Farben der Seele handelt das neue ... <a title="Uwe Böschemeyer erzählt von den hellen Farben der Seele" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/uwe-boeschemeyer-erzaehlt-von-den-hellen-farben-der-seele.html" aria-label="Mehr Informationen über Uwe Böschemeyer erzählt von den hellen Farben der Seele">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter den hellen Farben der Seele versteht Uwe Böschemeyer spezifisch menschliche Werte wie Freiheit, Verantwortlichkeit, Liebe, Mut, Hoffnung, Kreativität und Spiritualität. Sie gründen laut Viktor Frankl im „geistig Unbewussten“, kommen allerdings in den Wissenschaften, im gesellschaftlichen Leben, im konkreten Dasein der Menschen überhaupt viel zu kurz. Von den hellen Farben der Seele handelt das neue Buch von Uwe Böschemeyer. Er nennt sein Konzept Wertorientierte Persönlichkeitsbildung, die er als einen eigenständigen Entwurf, zugleich als ein logotherapeutisches Präventionskonzept versteht. Uwe Böschemeyer vertritt die These, dass die Menschheit in einer Zeit lebt, in der die Angst zu einem lebensbestimmenden Gefühl geworden ist: „Die Angst unter uns ist so groß, weil der Mangel an Sinn so groß ist.“ Uwe Böschemeyer ist Rektor der Europäischen Akademie für Wertorientierte Persönlichkeit und Leiter des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Salzburg. <span id="more-1980"></span></p>
<p><strong>Die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung basiert auf drei Säulen</strong></p>
<p>In seinem neuen Buch „Von den hellen Farben der Seele“ stellt Uwe Böschemeyers in großen Zügen seine Wertorientierte Persönlichkeitsbildung vor, die sich auf drei Säulen gründet: der Wertimagination, dem wertorientiert interpretierten Enneagramm und dem wertorientierten Gespräch. Die Wertimagination handelt von der inneren Welt, welche die Wissenschaft das Unbewusste nennt. Viktor Frankl hat diesen Bereich das „unbewusst Geistige“ genannt.</p>
<p>Die zweite Säule, das Enneagramm, spiegelt nicht immer, aber oft die „neun Gesichter der Seele“ wider. Das wertorientierte Gespräch bildet mit den beiden ersten Säulen eine Einheit. Unter den hellen Farben der Seele versteht Uwe Böschemeyer alles das, was Sinn macht, was wertvoll ist, was die Freude am Leben begründet und die Freude an der eigenen Person, was einem Menschen Stärke verleiht, weswegen ein Individuum leben will. Uwe Böschemeyer hat 15 Leitgedanken entwickelt, die für eine Wertorientierte Persönlichkeitsbildung grundlegend sind.</p>
<p><strong>Der Geist ist das Wichtigste im Menschen</strong></p>
<p>Dazu zählen unter anderem, dass jeder Mensch freier ist als er denkt und reicher als er ahnt. Der zwölfte Leitgedanke lautet: „Nein! Nicht die Umstände bestimmen primär unser Dasein, sondern unsere Einstellung zu ihnen.“ Uwe Böschemeyer fordert seine Leser dazu auf, sich einzugestehen, dass sie vom Menschen nicht so viel wissen, wie sie denken. Sagt zum Beispiel jemand, er kenne diesen oder jenen Menschen durch und durch, fällt es Uwe Böschemeyer schwer, nicht zu lächeln. Ein solcher Mensch gleicht dem, der am Meer steht und sagt, er sehe das Meer. Dabei sieht er nicht mehr als sieben Kilometer.</p>
<p>Nach über 50-jähriger Arbeit mit Menschen ist Uwe Böschemeyer zur Gewissheit geworden, dass der Geist das Wichtigste im Menschen ist. Ob einen Menschen Lebensverneinung bestimmt oder Lebensbejahung erfüllt, hängt in erster Linie davon ab, worauf sich sein Geist ausrichtet. Dabei geht es um existenzielle Fragen, zum Beispiel um diese: „Worauf sehe ich? Worauf höre ich? Worauf richten sich meine Gedanken aus?“ Eine der zentralen Thesen des Buchs lautet: Das Leben will angenommen werden, nicht abgelehnt sein. Kein Leben zeigt sein wirkliches Wesen, wenn man es verneint.</p>
<p><strong>Von den hellen Farben der Seele<br />
Wie wir lernen, aus uns selbst heraus zu leben<br />
Uwe Böschemeyer<br />
Verlag: Ecowin<br />
Gebundene Ausgabe: 303 Seiten, Auflage: 2018<br />
ISBN: 978-3-7110-0172-6, 24,00 Euro</strong></p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>René Descartes verortet die Seele im Bewusstsein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2018 06:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Der lange Weg des Menschen zum Verständnis des Unbewussten hat ihn auf zahlreiche, wenn auch oft die Fantasie anregende Umwege geführt. John Bargh nennt ein Beispiel: „Im Mittelalter glaubte man, Leute, die sich seltsam verhielten, als beispielsweise mit sich selbst sprachen oder Visionen hatten, seien vom Teufel oder von einem bösen Geist besessen.“ Schließlich lehrte ... <a title="René Descartes verortet die Seele im Bewusstsein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/rene-descartes-verortet-die-seele-im-bewusstsein.html" aria-label="Mehr Informationen über René Descartes verortet die Seele im Bewusstsein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der lange Weg des Menschen zum Verständnis des Unbewussten hat ihn auf zahlreiche, wenn auch oft die Fantasie anregende Umwege geführt. John Bargh nennt ein Beispiel: „Im Mittelalter glaubte man, Leute, die sich seltsam verhielten, als beispielsweise mit sich selbst sprachen oder Visionen hatten, seien vom Teufel oder von einem bösen Geist besessen.“ Schließlich lehrte die Religion, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes sei, und Gott lief nicht herum und plappert laut vor sich hin. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts verortete der Philosoph René Descartes die menschliche Seele – die übernatürliche, gottähnliche Seit des Menschen – im Bewusstsein. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-1909"></span></p>
<p><strong>Sigmund Freud und Pierre Janet waren die ersten Psychiater</strong></p>
<p>Der Grund für sozial unannehmbares Verhalten konnte daher nicht das gottähnliche Bewusstsein des Betroffenen sein, sondern nur eine äußere Macht, die von seinem Körper Besitz ergriffen hatte. Fast drei Jahrhunderte später, um 1900 stellten die Wissenschaftler Pierre Janet und Sigmund Freud unabhängig voneinander die These auf, psychische Leiden hätten natürliche, physische Ursachen. Sigmund Freud und Pierre Janet waren die ersten Psychiater. Sie behandelten in ihrem jeweiligen Krankenhaus beziehungsweise in ihrer Praxis Patienten mit psychischen Erkrankungen. </p>
<p>Zudem versuchten sie eine Erklärung zu formulieren, aus welchem Teil des psychischen Bewusstsein diese Störungen herrührten. Pierre Janet schrieb psychische Erkrankungen schlicht anomalen Prozessen im Gehirn zu, während Sigmund Freud der Ansicht war, sie würden durch ein eigenes, unbewusstes Selbst hervorgerufen, das in den Geisteskranken wirke. Doch dann ging er noch weiter und behauptete, dieses eigenständige Unbewusste sei in jedem Menschen vorhanden, nicht nur in psychisch Kranken. </p>
<p><strong>Das Unbewusste ist ein brodelnder Kelch nicht angepasster Komplexe</strong></p>
<p>Sigmund Freud verlangte von seinem Anhänger Carl Gustav Jung und anderen, seine Theorien als reine Lehre anzunehmen, ja geradezu als Offenbarung, statt sie lediglich als Hypothesen zu betrachten, die einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen werden müssten. Während seine Betonung unbewusster Triebe fraglos auf Erkenntnissen beruhte, die ein Erdbeben in seiner Disziplin auslösten, dämonisierte Sigmund Freud faktisch die unbewussten Prozesse des Geistes, indem er behauptete, in jedem Menschen gebe es eine eigene unbewusste Unterwelt dunkler, perverser Triebe, deren man sich nur durch eine Psychotherapie entledigen kann. </p>
<p>Pierre Janet, der sich mit denselben Symptomen wie Sigmund Freud beschäftigte, widersprach im heftig, doch wie bekannt ist, fanden Sigmund Freuds Theorien den Weg in die populäre Kultur, deren Bestandteil sie im Großen und Ganzen geblieben sind. In seinen umfangreichen und detaillierten theoretischen Schriften stellte Sigmund Freud das Unbewusste als brodelnden Kelch nicht angepasster Komplexe dar, die nichts anderes bezweckten, als einem Menschen Schwierigkeiten und Kummer zu bereiten. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Aristoteles erfindet die wissenschaftliche Psychologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2018 05:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Erfinder der wissenschaftlichen Psychologie gilt der griechische Philosoph Aristoteles. Er analysiert nicht nur unterschiedliche Funktionen der menschlichen Seele, sondern untersucht daneben auch das Ernährungsvermögen der Pflanzen sowie das Wahrnehmungsvermögen der Tiere, die beide im Menschen in höherer Form wiederkehren. Hinter dieser Unterscheidung verschiedener Stufen des Seelischen steht die Überzeugung, dass die Seele innerhalb der ... <a title="Aristoteles erfindet die wissenschaftliche Psychologie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/aristoteles-erfindet-die-wissenschaftliche-psychologie.html" aria-label="Mehr Informationen über Aristoteles erfindet die wissenschaftliche Psychologie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Erfinder der wissenschaftlichen Psychologie gilt der griechische Philosoph Aristoteles. Er analysiert nicht nur unterschiedliche Funktionen der menschlichen Seele, sondern untersucht daneben auch das Ernährungsvermögen der Pflanzen sowie das Wahrnehmungsvermögen der Tiere, die beide im Menschen in höherer Form wiederkehren. Hinter dieser Unterscheidung verschiedener Stufen des Seelischen steht die Überzeugung, dass die Seele innerhalb der Natur insgesamt als dasjenige Prinzip fungiert, wodurch sich Leben gegenüber dem Unbelebten auszeichnet. Die Verbindung von Leib und Seele dokumentiert sich vor allem in den Affekten des Menschen. Aristoteles reagierte mit „De anima“ auf eine breite Tradition von Seelenvorstellungen, die er teils aufnimmt, teils kritisch zu berichtigen sucht. Einige behielten ihre Bedeutung auch in der weiteren Wirkungsgeschichte. Auf Sokrates geht die Auffassung zurück, die wichtigste Aufgabe des Menschen bestehe darin, für seine Seele zu sorgen. <span id="more-1830"></span></p>
<p><strong>Der Neuplatonismus bekräftigt den Unsterblichkeitsglauben</strong></p>
<p>Platon setzte diese Maxime dahingehend um, dass er eine Dreiteilung der Seele entwarf, die er sowohl seiner Anthropologie wie einer Staatslehre zugrunde legte. Darüber hinaus rezipierte er ältere Lehren über das jenseitige Schicksal der Seele. So finden sich bei Platon ebenso Spuren der homerischen Hauchseele wie Anklänge an jüngere Mysterienkulte. Am auffälligsten ist die Einbeziehung des Unsterblichkeitsmythos der orphisch-pythagoreischen Kreise. Platon verlieh ihm dadurch besonderes Gewicht, dass er ihn mit der von ihm entworfenen Ideenlehre verband. </p>
<p>Die Stoa setzte wiederum andere Akzente, indem sie den gesamten Kosmos von einem stofflichen Pneuma durchdrungen sah und speziell hinsichtlich des Menschen den Nachdruck auf die Mehrheit stofflicher Seelenteile legte, um aus deren unterschiedlichen Zuordnungsmöglichkeiten die faktische Verschiedenheit psychischer Zustände zu erklären. Mittel- und Neuplatonismus bekräftigten den Unsterblichkeitsglauben durch die Unterscheidung von individueller Geistseele und universeller Weltseele. </p>
<p><strong>In der Scholastik gilt die Seele als Formprinzip des Lebens</strong></p>
<p>Allein Atomismus und Epikureismus standen ihm ablehnend gegenüber. Für die Aristoteliker hingegen wurde die Andeutung von „De anima“ wichtig, wonach das Denkvermögen des Menschen, sofern es sich nicht an sinnlichen Vorstellungen betätigt, vermutlich vom Körper „getrennt“. Die Rezeption des griechischen Seelenbegriffs durch die christliche Theologie verlief im Wesentlichen phasenidentisch mit der des griechischen Denkens überhaupt. In der Alten Kirche stand zunächst seine mittelplatonische, dann seine neuplatonische Fassung im Vordergrund. </p>
<p>Den Höhepunkt bildet Augustins Religionsphilosophie der inneren Einkehr und autobiographischer Anamnese. Die Scholastik bevorzugte die aristotelische Variante: Seele als Formprinzip des Lebens. Beides mal versprach man sich von der Übernahme der philosophischen Begrifflichkeit einen Zugewinn an wissenschaftlicher Präzision und Anthropologie und Ethik. Die vorgefundene Lehre von der Unsterblichkeit der Seele sollten des Näheren die inhaltlichen Lücken und Aporien des biblischen Auferstehungsgedankens ausfüllen beziehungsweise ausgleichen. Quelle: „Handbuch Europäische Aufklärung“ von Heinz Thoma (Hrsg.)</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Leib-Seele-Problem ist noch immer nicht gelöst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2017 08:32:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Frage „Was ist Schmerz?“ kann man zwei Antworten geben. Erstens: „Schmerz ist, wenn es weh tut“, zweitens: „Schmerz ist ein Zustand, der von Gewebeverletzungen verursacht wird und der seinerseits Schmerzverhalten wie Schreien verursacht.“ Philipp Hübl erklärt: „Die erste Antwort nennt das subjektive Erleben von Schmerz aus der Innenperspektive, die zweite die objektive, von ... <a title="Das Leib-Seele-Problem ist noch immer nicht gelöst" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-leib-seele-problem-ist-noch-immer-nicht-geloest.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Leib-Seele-Problem ist noch immer nicht gelöst">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die Frage „Was ist Schmerz?“ kann man zwei Antworten geben. Erstens: „Schmerz ist, wenn es weh tut“, zweitens: „Schmerz ist ein Zustand, der von Gewebeverletzungen verursacht wird und der seinerseits Schmerzverhalten wie Schreien verursacht.“ Philipp Hübl erklärt: „Die erste Antwort nennt das subjektive Erleben von Schmerz aus der Innenperspektive, die zweite die objektive, von außen beschreibbare Ebene der kausalen Prozesse.“ Die Geschichte der Philosophie kennt zahlreiche Lösungsvorschläge des Leib-Seele-Problems. Doch die meisten verkennen den schwierigen Forschungsgegenstand, nämlich das phänomenale Bewusstsein. So sagen zum Beispiel die Computer-Funktionalisten, der menschliche Geist verhält sich zum Gehirn wie eine Software zu einer Hardware. Wenn man den Geist als ein Computerprogramm auffasst, kann man die Verarbeitung von Informationen im Gehirn gut veranschaulichen. Philipp Hübl ist Juniorprofessor für Theoretische Philosophie an der Universität Stuttgart. <span id="more-1632"></span></p>
<p><strong>Der Geist hängt von der Materie ab</strong></p>
<p>Doch dabei bleibt man ausschließlich auf der funktionalen Ebene und lässt das Innenleben des Menschen aus. Auch der Ansatz der Behavioristen lässt den subjektiven Eindruck beispielsweise der Wut aus, den ein Mensch im Bewusstsein erlebt und der ja erst dazu führt, dass man seine Wut sichtbar herauslässt. Auch die Grundannahme des Substanz-Dualismus kann für Philipp Hübl nicht wahr sein, der zufolge Geist und Materie zwei unabhängige Substanzen sind, die sich gegenseitig beeinflussen.</p>
<p>Substanz-Dualisten wie René Descartes leugnen zwar nicht zwingenderweise, dass Bewusstsein existiert, aber sie behaupten, der Geist liege außerhalb von Raum und Zeit, entfalte aber dennoch Kausalkräfte, die in die Welt der Materie hineinwirken können. Philipp Hübl erläutert: „Das ist nicht nur schwer vorstellbar, sondern widerspricht auch der Beobachtung, dass unser Geist von der Materie, genauer unserem Gehirn, abhängt, denn ohne Hirn können wir nicht denken, fühlen oder wahrnehmen.</p>
<p><strong>Das Bewusstsein besteht aus phänomenalen Erlebnissen</strong></p>
<p>Verschiedene Fähigkeiten des Menschen wie beispielsweise das Sprechen oder das Sehen sind in spezialisierten Bereichen des Gehirns angesiedelt. Schädigt man diese Bereiche, so schädigt man auch die Fähigkeiten. So wie das Gehirn auch die Grundlage für das Bewusstsein ist, indem es Bewusstsein realisiert, gilt umgekehrt, dass Bewusstsein auf dem Gehirn superveniert, also einseitig davon abhängt. Einseitig, weil es keine Veränderung im Bewusstsein ohne eine Veränderung im Gehirn gibt, aber sehr wohl Veränderungen im Gehirn, ohne dass ihnen etwas im Bewusstsein entspricht.</p>
<p>Die gleichzeitige Beziehung zwischen Gehirn und Bewusstsein, die sich auf einer vertikalen Achse abspielt, bezeichnet Philipp Hübel als Supervenienz: „Supervenienz und Verursachung haben einzig gemein, dass die Abhängigkeiten asymmetrisch sind, denn sie gehen nur in eine Richtung. So hängt die Wirkung von der Ursache ab, aber nicht umgekehrt. Das Bewusstsein hängt vom Hirn ab, aber nicht umgekehrt, denn es kann Hirn ohne Bewusstsein, aber nicht Bewusstsein ohne Hirn geben.“ Das Bewusstsein besteht aus phänomenalen Erlebnissen und nicht aus Molekülen. Quelle: „Der Untergrund des Denkens“ von Philipp Hübl</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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