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	<title>Optimismus &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Optimisten sind Überzeugungstäter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2020 08:13:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Optimist]]></category>
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					<description><![CDATA[Optimismus ist keine Zauberei, obwohl er auf einem intellektuellen Taschenspielertrick basiert: Man erklärt sich positive Ereignisse so, dass sie permanent bestehende Ursachen haben und demzufolge immer wieder eintreten können. Der Glaube an die eigene Überdurchschnittlichkeit basiert dabei auf einer Logik, die Jens Weidner wie folgt beschreibt: „Erfolg ist mein Verdienst. Misserfolg ist Sorry, das liegt an euch. Optimisten kommunizieren diesen Trick natürlich mit niemanden.“ Das würde nur ihr Umfeld verärgern – und das vollkommen zu Recht, denn diese Schuldzuschreibung entspricht natürlich nicht der Realität, was Optimisten auch wissen. Das macht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Optimismus ist keine Zauberei, obwohl er auf einem intellektuellen Taschenspielertrick basiert: Man erklärt sich positive Ereignisse so, dass sie permanent bestehende Ursachen haben und demzufolge immer wieder eintreten können. Der Glaube an die eigene Überdurchschnittlichkeit basiert dabei auf einer Logik, die Jens Weidner wie folgt beschreibt: „Erfolg ist mein Verdienst. Misserfolg ist Sorry, das liegt an euch. Optimisten kommunizieren diesen Trick natürlich mit niemanden.“ Das würde nur ihr Umfeld verärgern – und das vollkommen zu Recht, denn diese Schuldzuschreibung entspricht natürlich nicht der Realität, was Optimisten auch wissen. Das macht aber nichts, denn darum geht es nicht. Dieses Denken tut gut, man macht sich weniger Sorgen und man schläft besser, weil man sich nicht zu viele Gedanken über die eigenen Fehler macht. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2468"></span></p>
<p><strong>Pessimisten versuchen nichts Innovatives</strong></p>
<p>Jens Weidner erläutert: „Es geht bei diesem Hauch von Größenwahn schlichtweg darum, sich positiv für künftige Aufgaben einzustimmen, trotz einer Niederlage.“ Optimisten sind Überzeugungstäter. Ihre vorausschauenden Fähigkeiten helfen zum Beispiel, die Chancen und Fallenstricke im Geschäftsleben seismografisch zu erfassen. Nachdem sie einmal Erfolg hatten, strengen sie sich beim nächsten Mal noch stärker an. Sie sind sich eben sicher, dass sich das gute Gefühl des Erfolges permanent fortsetzen lässt.</p>
<p>Pessimisten dagegen befürchten, dass sich alles zum Schlechteren ändern könnte. Deshalb versuchen sie nichts Innovatives, sondern setzen auf altbewährte Stabilität, um so zukünftig Schlechteres zu verhindern. Jens Weidner ergänzt: „Und sie glauben im Gegensatz zu den Optimisten, dass die Ursachen für ihre Niederlagen und Misserfolge permanent besteht und diese sich deswegen wiederholen werden.“ Eine wiederholte Anstrengung ergibt daher für sie auch keinen Sinn. Projekte hinzuschmeißen liegt bei dieser pessimistischen Einstellung nahe. Eine demotivierende Haltung.</p>
<p><strong>Ein gutes Selbstmarketing hat noch niemandem geschadet</strong></p>
<p>Optimisten betrachten negative Entwicklungen dagegen als temporär, das heißt, sie sind in ihren Augen nie von Dauer. Ein Misserfolg ist ihrer Meinung nach nur ein zu vernachlässigender Ausreißer in einem Leben, das ansonsten recht gut verläuft. Optimisten setzten auch eine positive Illusion ein, bei der sie sich in ein besseres Licht stellen, als es objektiv gerechtfertigt wäre. Ein gutes Selbstmarketing hat noch niemandem geschadet, vor allem wenn es nicht nur Show ist, sondern mit Substanz unterfüttert ist.</p>
<p>Dennoch neigen Optimisten schnell dazu, die Fähigkeit zur Kontrolle beruflicher Entwicklungen zu überschätzen. Jens Weidner erklärt: „Zukünftiges erscheint ihnen dadurch weniger riskant, man hat schließlich gefühlt alles im Griff. Für Selbstständige ist dieser Ansatz überlebenswichtig, sonst würden sie sich den Herausforderungen gar nicht stellen, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt.“ Die Gedanken an Investitionsmittel und Verschuldung würden sie um den Schlaf bringen. Doch dank der positiven Illusion fühlt es sich trotzdem gut an. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Berufsleben ist gefährlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2020 05:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
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					<description><![CDATA[Die interaktionistische Sozialisation fokussiert sich auf das symbolische Gespür, die Positionierung, die Balance der Identität und die Kompetenz der Handlungen. Zudem erklärt sie, wer welche Fäden im beruflichen Umfeld zieht und wer Freund und wer Gegenspieler ist. Je besser Optimisten das wissen, desto klüger können sie agieren, um Probleme zu lösen oder ihnen auszuweichen. Optimisten sind sich auch der Dynamik innerhalb von Teams bewusst. Jens Weidner weiß: „Das Berufsleben ist voller gefährlicher Interaktionen, die man durchschauen sollte. Dazu zählt auch die „Illusion der Alternativen“, die auch privat genutzt wird, um&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die interaktionistische Sozialisation fokussiert sich auf das symbolische Gespür, die Positionierung, die Balance der Identität und die Kompetenz der Handlungen. Zudem erklärt sie, wer welche Fäden im beruflichen Umfeld zieht und wer Freund und wer Gegenspieler ist. Je besser Optimisten das wissen, desto klüger können sie agieren, um Probleme zu lösen oder ihnen auszuweichen. Optimisten sind sich auch der Dynamik innerhalb von Teams bewusst. Jens Weidner weiß: „Das Berufsleben ist voller gefährlicher Interaktionen, die man durchschauen sollte. Dazu zählt auch die „Illusion der Alternativen“, die auch privat genutzt wird, um den Lebenspartner in die Defensive zu treiben.“ Der sogenannte Looping-Effekt treibt die gefährliche Interaktion auf die Spitze. Er ist eine unfaire und durch und durch pessimistische Interaktion. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2394"></span></p>
<p><strong>Man trifft sich immer zwei Mal im Leben</strong></p>
<p>Mit dem Looping-Effekt provoziert man ein verärgertes Verhalten beim Gegenüber, um diesen Ärger als unangemessene Reaktion zu sanktionieren. Vor allem Pessimisten verhalten sich immer wieder unangemessen. Für Optimisten heißt das in einem solchen Fall: sich nicht provozieren lassen. Niemals! Jens Weidner nennt Beispiele: „Nicht im Meeting, nicht in der Videokonferenz, nicht auf dem Flur. Weder von Lügnern noch von Konkurrenten oder von Journalisten.“ Man antwortet bei einer Provokation stattdessen: „Wichtiger Punkt, den Sie ansprechen. Darüber denke ich nach.“</p>
<p>Danach dreht man sich um und geht. Denn die größte Provokation für den Provokateur ist das Ignorieren seiner Provokation. Auf diese Weise verschafft man sich Zeit; ein Echo kann später immer noch folgen, manchmal auch sehr viel später. Optimisten wissen, man trifft sich immer zwei Mal im Leben und auch das macht ihnen gute Laune. Wer verbrannte Erde hinterlässt, darf später nicht auf Gnade hoffen. Hinterhältige Aktionen provozieren im Privaten und in der Geschäftswelt immer ein gefährliches Echo.</p>
<p><strong>Der Optimismus bietet viele Vorzüge</strong></p>
<p>Aufhorchen sollte man auch bei dem Begriff „Innovation“, denn dieser wird gerne genutzt, um hoffnungslose Projekte als Chance zu verkaufen. Innovation impliziert immer, dass niemand so genau weiß, wie es ausgeht. Sicher ist nur, dass die meisten Innovationen misslingen, was in der Natur des Neuen liegt. Optimisten wissen das, da das Zukunftsdenken ja zu ihrem Spezialgebiet zählt. Deshalb lassen sich bei innovativen Projekten immer schriftlich geben, dass das Misslingen der Innovation später nicht ihnen angelastet wird, sondern vielmehr ihr Mut gewürdigt wird, das Neue anzugehen.</p>
<p>Die Sozialisation zum Optimisten basiert auf drei Säulen: erstens dem richtigen Lernen, zweitens der richtigen Einstellung und drittens der richtigen Handlung im richtigen Moment. Wer auf diesem Fundament klug agiert, hat eine solide Grundlage zum Optimismus geschaffen. Optimismus bietet viele Vorzüge: ein längeres Leben, schnellere Genesungsprozesse, bevorzugte Einstellung bei Bewerbungen, bessere Laune, mehr beruflicher Erfolg, bessere Chancen bei der Partnerwahl und eine positive Selbsteinschätzung. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Stillstand ist für den Best-of-Optimisten keine Option</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 06:13:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Kahneman]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Der „Best-of-Optimist“ sucht den Erfolg, will nach oben kommen und strebt eine Karriere an. Bei ihm wechseln sich eine maßvolle berufliche Risikobereitschaft mit Konsolidierungsphasen ab, denn er weiß, dass Karriere ein Marathonlauf ist, bei dem das Timing stimmen muss. Jens Weidner ergänzt: „Er zeichnet sich durch eine geistige Flexibilität aus, mit der die Ziele verfolgt werden, und er ist überzeugt, seine Projekte zum Erfolg zu bringen, denn er denkt vom Ende her und hat das Spitzenergebnis schon vor Augen.“ Aber er beharrt nicht darauf, denn wenn die Zielerreichung unwahrscheinlich wird,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der „Best-of-Optimist“ sucht den Erfolg, will nach oben kommen und strebt eine Karriere an. Bei ihm wechseln sich eine maßvolle berufliche Risikobereitschaft mit Konsolidierungsphasen ab, denn er weiß, dass Karriere ein Marathonlauf ist, bei dem das Timing stimmen muss. Jens Weidner ergänzt: „Er zeichnet sich durch eine geistige Flexibilität aus, mit der die Ziele verfolgt werden, und er ist überzeugt, seine Projekte zum Erfolg zu bringen, denn er denkt vom Ende her und hat das Spitzenergebnis schon vor Augen.“ Aber er beharrt nicht darauf, denn wenn die Zielerreichung unwahrscheinlich wird, verabschiedet er sich schnell davon. Er ist in dieser Hinsicht kein bisschen sentimental, sondern er nimmt etwas Neues ins Visier, denn Stillstand ist für ihn keine Option. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2241"></span></p>
<p><strong>Erfolgstypen suchen Herausforderungen und gehen Risiken ein</strong></p>
<p>Er hat ausgeprägte anpassungsfähige Bewältigungsstrategien, ist anpassungsfähig und beharrt nicht auf der tollen Idee, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht funktionieren dürfte. Der Best-of-Optimist ist Gestalter und Verantwortungsträger, sozial eingebunden und erstklassig vernetzt. Er wägt ab zwischen Chancen und Grenzen. Daniel Kahneman betont, dass dieser Erfolgstypus mit seinen Entscheidungsbefugnissen in den Spitzenpositionen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einen starken Einfluss auf unser aller Leben ausübt.</p>
<p>Daniel Kahneman schreibt: „Ihre Entscheidungen haben weitreichende Folgen; sie sind die Unternehmer, die Erfinder, die politischen und militärischen Führungsfiguren – keine gewöhnlichen Menschen. Sie gelangten in ihre Positionen, weil sie Herausforderungen suchten und Risiken eingingen.“ Ihre Kraft ziehen sie unter anderem aus gemeisterten Krisen. Sie wissen, dass sie schwierige Phasen auch zukünftig bewältigen werden. Machbarkeitsanalyse und gesunder Menschenverstand helfen ihnen dabei.</p>
<p><strong>Jens Weidner kennt die Erfolgsformel des Optimismus</strong></p>
<p>Machbarkeitsanalyse plus gesunder Menschenverstand – das ist eine Erfolgsformel des Optimismus. Sie bewahrt vor Schaden, denn die realistische Prüfung ist das Nonplusultra. Hinzu kommt sein Zukunftsglaube an das Machbare, im Gegensatz zum Pessimisten traut sich der Optimist einiges zu. Der Pessimist sieht Schwierigkeiten und Probleme bei jeder Gelegenheit. Der Optimist erkennt dagegen die Gelegenheit bei jeder Schwierigkeit, und der Best-of-Optimist liebt diese Situation sogar. Der Autor Hermann Scherer spricht in diesem Zusammenhang von Chancenintelligenz.</p>
<p>Best-of-Optimisten lassen sich nicht von den Sonderangeboten des Lebens ablenken, die einfach zu haben und momentan interessant sind, sie aber nicht wirklich voranbringen. Chancenintelligenz setzt Zielklarheit voraus. In enger werdenden und immer dichter besetzten Märkten ist diese Fähigkeit doppelt wichtig. Sie wissen, was es heißt, Chancen zu nutzen: 1 Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration. Sie strengen sich an. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie häufiger Chancen erhalten, denn bei gleicher Qualifikation werden Best-of-Optimisten bevorzugt. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jens Weidner beschreibt die Sozialisation eines Optimisten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 04:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Jens Weidner weiß: „In der Logik der Optimisten ist ihre Zufriedenheit berechtigt, denn Optimismus heißt, dass man an eine Verbesserung der Situation glaubt und etwas dafür tut.“ Die Sozialisation zum Optimismus – und nicht nur zu ihm – wird von Klaus Hurrelmann, einem der bedeutendsten deutschen Sozialisationsforscher, als Prozess definiert. Dieser beschreibt die Entstehung der Persönlichkeit, in wechselseitiger Abhängigkeit von und in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der sozialen und dinglich materiellen Umwelt einerseits und der biophysischen Struktur des Organismus andererseits. Das ist in der Wissenschaft die meistverwendete Definition der Entwicklung einer&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jens Weidner weiß: „In der Logik der Optimisten ist ihre Zufriedenheit berechtigt, denn Optimismus heißt, dass man an eine Verbesserung der Situation glaubt und etwas dafür tut.“ Die Sozialisation zum Optimismus – und nicht nur zu ihm – wird von Klaus Hurrelmann, einem der bedeutendsten deutschen Sozialisationsforscher, als Prozess definiert. Dieser beschreibt die Entstehung der Persönlichkeit, in wechselseitiger Abhängigkeit von und in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der sozialen und dinglich materiellen Umwelt einerseits und der biophysischen Struktur des Organismus andererseits. Das ist in der Wissenschaft die meistverwendete Definition der Entwicklung einer Persönlichkeit. All diese Punkte prägen die Menschen in ihrem optimistischen, aber auch pessimistischen Denken. In diesem Sozialisationsprozess entscheiden oft auch Kleinigkeiten, ob man gut durch sein Leben kommt oder auch nicht. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2211"></span></p>
<p><strong>Fehlentscheidungen können zum Abdriften vom Lebensweg führen</strong></p>
<p>Der amerikanische Kriminalsoziloge David Matza spricht vom „Drift“, wenn einzelne Fehlentscheidungen zum Abdriften vom eigentlichen Lebensweg führen. Dazu bieten sich heutzutage im Beruflichen und Privaten viele unschönen Gelegenheiten. Jens Weidner nennt Beispiele: „Der schlüpfrige Kommentar, der in ein Sexismusverfahren mündet. Die frisierte Spesenabrechnung, die zu einem Betrugsverfahren führt. Der alkoholbedingte Seitensprung, der eine ungewollte Schwangerschaft nach sich zieht.“</p>
<p>Es ist leicht, von der Spur abzukommen, und es verlangt viel Selbstkontrolle, um nicht abzudriften. Sonst gehen das schönste Leben und der stabilste Optimismus schnell zu Bruch. Vielleicht auch nur, weil sich ein beruflicher Konflikt zum Dauerbrenner entwickelt hat. Arbeitsbeziehungen mit Menschen pflegen, die einem wohlgesinnt sind, das kann jeder. Tragfähige Beziehungen auf der Grundlage von Dissonanzen aufzubauen, das zählt zur Kunst des Optimismus. Nicht Sympathie, sondern Respekt wird zum Klebstoff, der die Kontrahenten zusammenhält. Dazu zählt natürlich auch der Wunsch, sich keinen Erzfeind zu schaffen.</p>
<p><strong>Urvertrauen verhindert Härte gegen sich selbst und andere</strong></p>
<p>Der Grundstein für eine optimistisch zupackende Haltung wird sehr früh gelegt, denn Anlage und Potential sind von Geburt an vorhanden. Es liegt an einem selbst und seiner Umwelt, ob man daraus etwas Positives macht. Elterliche Sätze vom Kaliber „Aus dir wird nie etwas, du bist eine Riesenenttäuschung!“ sind dagegen eine Einladung zum Pessimismus. An solchen Zuschreibungen verzweifeln viele. Denn wer von klein auf kritisiert wird, dem mangelt es schneller an Selbstbewusstsein, dem fehlt Urvertrauen. Dies führt zu Härte gegen sich selbst und gegen andere.</p>
<p>Jens Weidner fügt hinzu: „Viele, die in ihrer Erziehung erniedrigt wurden, werden zudem überempfindlich, denn die kleinste Kritik an ihrem heutigen Verhalten wird als existenzieller Angriff gewertet, eben weil er an die frühkindlichen Kränkungen erinnert. Das Echo kann entsprechend unangemessen und deftig ausfallen.“ Sozialisationstheoretisch kann sowohl die übertrieben kritische Erziehung als auch die Erziehung zur obsessiven Selbstliebe in ein unerfreuliches, extremes berufliches Verhalten münden. Der Sozialisationsschlüssel zum nachhaltigen Erfolg liegt vielmehr im begründeten, realistischen Lob. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Optimisten machen das Beste aus ihrem Leben</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/optimisten-machen-das-beste-aus-ihrem-leben.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2020 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Jens Weidner unterscheidet fünf Typen bei den Optimisten: den Zweckoptimisten, den naiven Optimisten, den heimlichen Optimisten, den altruistischen Optimisten und den Best-of-Optimisten. Einen Zweckoptimisten definiert er wie folgt: „Zweckoptimisten sind feine Menschen mit einem sehr langem Atem, wenn es darum geht, sich auf die positiven Aspekte einer schwierigen beruflichen Aufgabe zu konzentrieren.“ Zweckoptimismus ist besonders in sozialen Berufen oder auch in Veränderungsprozessen gefragt, wenn es notwendig wird, dem Unangenehmen positive Seiten abzugewinnen, selbst wenn die Umstände kaum veränderbar sind, weil sie durch Krankheiten oder Alterungsprozesse ausgelöst sind. Zweckoptimisten demonstrieren Durchhaltevermögen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jens Weidner unterscheidet fünf Typen bei den Optimisten: den Zweckoptimisten, den naiven Optimisten, den heimlichen Optimisten, den altruistischen Optimisten und den Best-of-Optimisten. Einen Zweckoptimisten definiert er wie folgt: „Zweckoptimisten sind feine Menschen mit einem sehr langem Atem, wenn es darum geht, sich auf die positiven Aspekte einer schwierigen beruflichen Aufgabe zu konzentrieren.“ Zweckoptimismus ist besonders in sozialen Berufen oder auch in Veränderungsprozessen gefragt, wenn es notwendig wird, dem Unangenehmen positive Seiten abzugewinnen, selbst wenn die Umstände kaum veränderbar sind, weil sie durch Krankheiten oder Alterungsprozesse ausgelöst sind. Zweckoptimisten demonstrieren Durchhaltevermögen und wünschen sich heimlich, dafür auch etwas Bewunderung zu ernten. Sie sind kämpferisch, auch bei eher geringen Erfolgsaussichten, weil sie Unveränderbares akzeptieren können und sich trotzdem engagieren. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2126"></span></p>
<p><strong>Der extreme Zweckoptimist klammert sich an Ideale</strong></p>
<p>Optimismuskrücken sind perfide. Da hat der Zukunftsforscher Matthias Horx völlig Recht. Aber sie immer noch besser, als dem Pessimismus zu verfallen. „Evolutionärer Optimismus heißt“, so Matthias Horx, dass wir uns eingestehen, dass das menschliche Leben empfindlich und zerbrechlich ist. Dass es Leid gibt, viel Leid. Er weiß um den Anteil, den er selbst erlösen kann. Der Anteil mag nicht groß sein. Aber er zählt.“ Diesen Anteil an Glück, Zufriedenheit und Erfolg gilt es zu packen und das Beste daraus zu machen. Für Optimisten ist das die wahre Kunst.</p>
<p>Der extreme Zweckoptimist klammert sich hingegen an das Ideale und wird enttäuscht, weil es wahnsinnig schwer zu erreichen ist. Der realistische Optimist sieht dagegen die Welt aus der Gelassenheit der Systeme. Matthias Horx schreibt: „Vertrauen entsteht nicht aus Wunschbildern, sondern aus realistischen Erfahrungen, die wiederum in Menschenbildern wurzeln, in denen wir uns nicht dauernd zu Übermenschen stilisieren oder als Untermenschen denunzieren müssen.“ Dem extremen Zweckoptimisten ist das fremd.</p>
<p><strong>Der naive Optimist ist voller Energie und Tatendrang</strong></p>
<p>Der extreme Zweckoptimist feiert lieber den Triumph der Hoffnung über die Erfahrung, er lässt sich nicht von der schnöden Wirklichkeit stören, denn er überbewertet seine Fähigkeit, die Zukunft vorhersagen zu können. „Das wird schon“ ist seine schlichte, optimistische Selbstüberschätzung. Selbstkritik ist hier also gefragt. Allerdings sollte jeder offen bleiben für ein wenig Realitätsverzerrung und eine gute Portion Verrücktheit, die Menschen dazu ermutigt, Schwieriges anzugehen. Gerade im Bereich der Unternehmensgründungen muss man ein bisschen verrückt sein, damit einen die Wirklichkeit nicht erschlägt.<br />
Der naive Optimist ist begeisterungsfähig, voller Energie und Tatendrang. Leider neigt er aber auch dazu, blind vor Begeisterung über seine Ideen, über seine Projekte, über sich selbst zu sein. Hindernisse und potentielle Misserfolge werden ignoriert. Das erklärt auch schon, warum Jens Weidner einen solchen Typen als naiv beschreibt, obwohl er alles andere als naiv wirkt, wenn man ihm gegenübersitzt: „Die Hoffnung, die er verbreitet, ist grenzenlos und wohltuend, zumindest geht es mir so, wenn ich mit einem naiven Optimisten an einem Tisch sitze.“ Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><strong>Von Hans Klumbies</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein gesunder Optimismus ist für viele Erfolge verantwortlich</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ein-gesunder-optimismus-ist-fuer-viele-erfolge-verantwortlich.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Sep 2018 05:55:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Optimismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ohne die richtige Einstellung entstehen kein Optimismus und kein Erfolg. Optimisten sind in puncto Einstellung die Meister der positiven Attribution, indem sie den Grund für Erfolge bei sich suchen und meistens auch finden, Misserfolge aber eher anderen zuschreiben. Jens Weidner fügt hinzu: „Pessimisten haben diese Fähigkeit nicht und manchen von ihnen mangelt es sogar an der Fähigkeit zur strategischen Antizipation. Sie denken einfach nicht weit genug.“ Denkfaulheit hat immer ihren Preis und die falsche Einstellung kann die eigene Karriere ausbremsen. Die richtige Einstellung treibt dagegen an wie ein Turbo. Optimisten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne die richtige Einstellung entstehen kein Optimismus und kein Erfolg. Optimisten sind in puncto Einstellung die Meister der positiven Attribution, indem sie den Grund für Erfolge bei sich suchen und meistens auch finden, Misserfolge aber eher anderen zuschreiben. Jens Weidner fügt hinzu: „Pessimisten haben diese Fähigkeit nicht und manchen von ihnen mangelt es sogar an der Fähigkeit zur strategischen Antizipation. Sie denken einfach nicht weit genug.“ Denkfaulheit hat immer ihren Preis und die falsche Einstellung kann die eigene Karriere ausbremsen. Die richtige Einstellung treibt dagegen an wie ein Turbo. Optimisten wissen das und viele von ihnen trennen deswegen zwischen Beruflichem und Privatem. Sie können im Job hart sein, bevorzugen im Privaten aber Nachgiebigkeit, wenn es den Kindern, den Partnern und der Familie dient. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1906"></span></p>
<p><strong>Vorurteile kränken und fördern den Pessimismus</strong></p>
<p>Im Job ist Optimisten Harmonie weniger wichtig, vor allem wenn sie der Erreichung wichtiger Ziele im Wege steht. Privat sind sie Gutmenschen, beruflich wenn nötig ein gut gelaunter Mephisto. Optimisten haben Ziele und die richtige Einstellung, diese zu erreichen. Sie glauben an sich, auch wenn andere an ihnen zweifeln. Natürlich können Pessimisten jammern, dass diese Welt zu klein ist, demnächst zehn Milliarden Menschen zu ernähren. Oder man kann eine Lösung dafür suchen. Träume und ihre Realisierung – das sind die positiven Seiten der kognitiven Kraft. </p>
<p>Die Ausbildung von Vorurteilen gehört zur negativen Seite. Vorurteile kränken, fördern Pessimismus und können bei der Bewertung von Geschäftspartnern und Kunden in die Irre führen. Falsche kognitive Einschätzungen haben meist üble Konsequenzen, weswegen Optimisten ihre Vorurteile im inneren Monolog reflektieren, um nicht ein Fettnäpfchen zu treten, denn dort fühlt sich nur der Pessimist wohl. Für das Berufsleben ist der innere Monolog eine Kernkompetenz, die man beherrschen sollte.</p>
<p><strong>Das Abwägen fördert einen positiven Pragmatismus</strong></p>
<p>Optimisten prüfen ihre Einstellungen und fragen Vertraute, ob sie damit richtig liegen. Sie falsifizieren und verifizieren, bevor sie handeln, um nicht hinterher blöd dazustehen. In der Geschäftswelt wird fehlende Reflexion oftmals durch Intuition ersetzt, sagt Daniel Kahneman. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Optimisten sind sich dieser Gefahr bewusst, wenn sie zwischen Chance und Wagnis abwägen und im Zweifelsfall eher der Hoffnung als dem Zweifel eine Chance geben. </p>
<p>Dieses mühselige Abwägen gehört zum Kern des Sekundären Optimismus, der seinen Anteil am dauerhaften Erfolg im deutschsprachigen Raum hat. Das Abwägen reduziert die Gefahr der Verzerrung der Wahrnehmung, es fördert einen positiven Pragmatismus. Mit Daniel Kahneman hat dieses Vorgehen einen berühmten Fürsprecher. Verzerrte Entscheidungen können ruinös sein, egal ob es dabei um Verhandlungs- oder Investitionsentscheidungen geht. Auf dem Weg zum Optimisten sind zwei weitere Einstellungsmerkmale von großer Wichtigkeit, nämlich das richtige Maß an Egozentrik und die persönliche Moral. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Erlernte Hilflosigkeit lässt sich in Optimismus verwandeln</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/erlernte-hilflosigkeit-laesst-sich-in-optimismus-verwandeln.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2018 06:16:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf die Frage „Warum fördert lebenslanges Lernen den Optimismus?“ gibt Jens Weidner folgende Antwort: „Wer lernt, wird klüger – in der Schule, in der Ausbildung, im Studium. Wer lebenslang lernt, auch noch mit dreißig, mit fünfzig, mit sechzig Jahren potenziert sein Wissen um ein Vielfaches, hat unterschiedliche Lösungsstrategien im Hinterkopf, kann zielführender, erfolgreicher agieren und kommt damit schlichtweg weiter als andere.“ Martin Seligman, der Präsident der American Psychological Association, hat sich der Frage intensiv gewidmet, ob man Optimismus lernen kann, und er beantwortet sie mit einem glasklaren Ja. Seine Studien&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die Frage „Warum fördert lebenslanges Lernen den Optimismus?“ gibt Jens Weidner folgende Antwort: „Wer lernt, wird klüger – in der Schule, in der Ausbildung, im Studium. Wer lebenslang lernt, auch noch mit dreißig, mit fünfzig, mit sechzig Jahren potenziert sein Wissen um ein Vielfaches, hat unterschiedliche Lösungsstrategien im Hinterkopf, kann zielführender, erfolgreicher agieren und kommt damit schlichtweg weiter als andere.“ Martin Seligman, der Präsident der American Psychological Association, hat sich der Frage intensiv gewidmet, ob man Optimismus lernen kann, und er beantwortet sie mit einem glasklaren Ja. Seine Studien verfolgten das Ziel erlernte Hilflosigkeit in Optimismus zu verwandeln. Eine seiner zunächst wenig spektakulären Kernaussagen lautet: Der Optimist hat einen zuversichtlichen Blick auf private sowie berufliche Möglichkeiten und wirtschaftliche Entwicklungen. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1886"></span></p>
<p><strong>Optimisten verfallen nicht in Aktionismus</strong></p>
<p>Dieser Chancenblick fördert die eigene Handlungsfähigkeit, was wiederum ein positives Lebensgefühl vermittelt. Jens Weidner erklärt: „Optimisten prüfen zunächst, ob etwas Substanzielles für den Erfolg getan werden muss oder ob es reicht, die gewünschten Prozesse einfach zu begleiten. Sie verfallen nicht in Aktionismus, und sie delegieren, wenn möglich, um sich zu entlasten.“ Aussagen wie: „Ich blicke eher optimistisch in die Zukunft.“ Oder: „Ich sehe meist die guten Seiten“, spiegeln ihre Grundeinstellung wider, sind nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern werden durch Handlungen belegt.</p>
<p>Dieser optimistische Eindruck lässt sich auch äußerlich dokumentieren, und zwar mit einem Lächeln. Die Gelotologie, also die Wissenschaft von den Auswirkungen des Lächelns, betont, dass man den wahren Optimisten an seinem Lächeln erkennt. Damit ist nicht das künstliche Flugbegleiter-Lächeln gemeint, sondern das echte, das so genannte Duchenne-Lächeln. Es bringt die kleinen Falten unter den Augen zum Vorschein. Dieses Lächeln wirkt authentisch, denn es ist natürlich. Mit dem richtigen Lächeln allein macht man natürlich noch keine Karriere.</p>
<p><strong>Optimisten analysieren die Schwächen ihres Umfelds</strong></p>
<p>Aber das natürliche, authentische Lächeln hilft, weil die Ausstrahlung von Zuversicht ankommt. Wer Karriere machen will, hat gelernt, die Konsequenzen seines beruflichen Handelns zu antizipieren und sich strategisch darauf einzustellen. Ohne vorausschauende Wahrnehmung wird es nichts mit dem Erfolg, sie ist das zentrale Frühwarnsystem für drohenden Ärger, bevor dieser die Dimensionen eines Eisbergs angenommen hat. Das Erfahrungslernen ist wichtig, um nicht überall in Fettnäpfchen zu treten – und die lauern bekanntlich überall. </p>
<p>Optimisten analysieren deswegen die Schwächen ihres Umfelds. Sie haben aber nicht das Ziel, dieses Wissen zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen, sie wollen lediglich ihr Gegenüber nicht versehentlich bloßstellen. Derartig kluges Verhalten ist das Ergebnis von Lernprozessen, sagt Albert Bandura, eine professorale Koryphäe an der Stanford University, den Jens Weidner für seine wissenschaftliche Arbeit bewundert. Optimisten wissen, dass sie es nicht allen recht machen können. Sie sind daher auch nicht von Kritik enttäuscht. Sie werden ihr allerdings auch nicht folgen, wenn sie von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt sind. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die frühe Sozialisation prägt den Optimismus oder den Pessimismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jun 2018 05:16:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Liebe allein genügt nicht“, hat der berühmte Psychoanalytiker Bruno Bettelheim über die Sozialisation des Menschen geschrieben, aber ohne Liebe besteht kaum Hoffnung für den Optimismus. Jens Weidner erläutert: „Fehlende Zeit lässt sich nicht durch Geld und teure Geschenke kompensieren, so materiell sind junge Menschen nicht, sie verzweifeln eher an der fehlenden Zuneigung und Wärme, sie verzweifeln auch an manchen prägenden Karrierekillerphrasen bedenkenloser Eltern, die zur Grundlage ihrer pessimistischen Lebenseinstellung werden.“ Der schlimmste Satz, den Jens Weidner in einem Beratungsgespräch gehört hat, lautet: „Wir hätten dich abtreiben sollen. In diesem Moment&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Liebe allein genügt nicht“, hat der berühmte Psychoanalytiker Bruno Bettelheim über die Sozialisation des Menschen geschrieben, aber ohne Liebe besteht kaum Hoffnung für den Optimismus. Jens Weidner erläutert: „Fehlende Zeit lässt sich nicht durch Geld und teure Geschenke kompensieren, so materiell sind junge Menschen nicht, sie verzweifeln eher an der fehlenden Zuneigung und Wärme, sie verzweifeln auch an manchen prägenden Karrierekillerphrasen bedenkenloser Eltern, die zur Grundlage ihrer pessimistischen Lebenseinstellung werden.“ Der schlimmste Satz, den Jens Weidner in einem Beratungsgespräch gehört hat, lautet: „Wir hätten dich abtreiben sollen. In diesem Moment hätte er die Eltern schlagen können. Denn Kinder, die sich so etwas in jungen Jahren anhören müssen, vergessen das nie, und sie werden im Leben alles dafür tun, dass sich solche Kränkungen nicht wiederholen. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1870"></span></p>
<p><strong>Der Freundeskreis sorgt für die sekundäre Sozialisation</strong></p>
<p>Deshalb legen sie sich einen Schutzschild der Omnipotenz zu, der erst gar keine Zweifel aufkommen lässt. Steigen derart sozialisierte Menschen die Karriereleiter hinauf, schießen sie schnell über das Ziel hinaus, denn sie müssen kompensieren und sich beweisen, auch auf Kosten anderer. Die frühe Sozialisation prägt also den Optimismus oder – wenn es schlecht läuft – den Pessimismus. Das Zutrauen in sich und in Gott und die Welt will gelernt sein und hier kommt die sekundäre Sozialisation ins Spiel, denn sie untersucht den Einfluss von Bildungseinrichtungen und Freundeskreises auf junge Menschen. </p>
<p>Erfolgsorientierte Eltern, die eine gute Erziehung leisten wollen, werfen natürlich einen Blick auf den Bekanntenkreis ihrer Kinder. Sportvereine, kirchliche Aktivitäten oder die Pfadfinder werden gefördert, denn derartig prosoziale Aktivitäten schützen vor dem Abdriften in eine delinquente Richtung, so der amerikanische Kriminologe Edwin Sutherland in seiner Theorie der differentiellen Gelegenheiten. Wer bei Sportlern integriert ist, wird sich mehr um gesunde Ernährung und die eigene Kondition kümmern, als um Alkohol- oder Drogenexzesse.</p>
<p><strong>Gute Erziehung ist keine punktuelle Intervention</strong></p>
<p>Jens Weidner erklärt: „Die sekundäre Sozialisation ermöglicht Lebenserfahrungen in unterschiedlichen Milieus, mit unterschiedlichen Einstellungen und unterschiedlichen Lebensstilen. Diese Erfahrungen erweitern den Horizont und fördern Toleranz – leben und/leben lassen.“ Diese Verhaltens- und Kulturtoleranz ist in der internationalen Lebens- und Geschäftswelt von unschätzbarem Wert. Gleiches gilt für die leistungsunabhängige Liebe der Eltern, denn sie ist die Basis für ein unbändiges Selbstbewusstsein, sie bildet die Grundlage, bei Fehlentwicklungen erfolgreich gegensteuern zu können. </p>
<p>Zu Fehlentwicklungen zählen Süchte, die über das jugendtypische Maß hinausgehen, wenn der Genuss die schulische, berufliche und familiäre Entwicklung überstrapaziert. Hier heißt es für die Eltern, am Ball zu bleiben, Geduld aufzubringen, nicht in einen Pessimismus zu verfallen und Zeit zu investieren. Jens Weidner betont: „Gute Erziehung ist keine punktuelle Intervention, sondern ein ständiger, begleitender Dauerlauf.“ Manch karrieristische Eltern stellen sich allerdings an diesem Punkt taub. Sie versuchen ihren Zeitmangel den Kindern gegenüber mit Wohlstand zu kompensieren, weil ihre Berufe weder freie Zeit noch Geduld fördern. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jens Weidner kennt den Weg zum Optimismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 07:11:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Optimismus entsteht nicht von allein. Optimismus ist ein Ergebnis von persönlicher Einstellung, von Erziehung, von Einflüssen in der Gesellschaft und natürlich auch von Erfahrungen am Arbeitsplatz. Fachlich spricht Jens Weidner hier von den Einflüssen der primären, sekundären und tertiären Sozialisation, die den persönlichen Optimismus im Guten wie im Schlechten – dann in Richtung Pessimismus – prägen können. Ein Mensch ist diesen Prägungen aber nicht hilflos ausgesetzt, sondern kann sie beeinflussen und steuern. Je mehr Optimismus man in der Lebens- und Berufswelt hat, desto besser. Von dieser These ist Jens Weidner&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Optimismus entsteht nicht von allein. Optimismus ist ein Ergebnis von persönlicher Einstellung, von Erziehung, von Einflüssen in der Gesellschaft und natürlich auch von Erfahrungen am Arbeitsplatz. Fachlich spricht Jens Weidner hier von den Einflüssen der primären, sekundären und tertiären Sozialisation, die den persönlichen Optimismus im Guten wie im Schlechten – dann in Richtung Pessimismus – prägen können. Ein Mensch ist diesen Prägungen aber nicht hilflos ausgesetzt, sondern kann sie beeinflussen und steuern. Je mehr Optimismus man in der Lebens- und Berufswelt hat, desto besser. Von dieser These ist Jens Weidner fest überzeugt. In der Kindheit wird die Grundlage für das optimistische Potential gelegt, das später im Beruf Berge versetzen soll. Aber es gilt: Optimisten werden nicht als solche geboren, sondern sie bilden sich. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1858"></span></p>
<p><strong>Durchsetzungsstärke darf nicht zur Arroganz verkommen</strong></p>
<p>Positive Aggressionen im Berufsleben kann man durch Coachings aufbauen und auf diese Weise Durchsetzungsstärke fördern, die Führungskräfte brauchen, um im Geschäftsleben voranzukommen. Diese Art von Nachschulungen, egal ob es sich um Durchsetzungsstärke handelt oder Resozialisierungsmaßnahmen, nennt man „tertiäre Sozialisation“, denn der Mensch egal ob Manager oder Bankräuber, ist beeinflussbar, natürlich auch in Richtung Optimismus, vorausgesetzt er bringt ein Minimum intrinsischer Motivation mit, diesen Weg gehen zu wollen.</p>
<p>Wie viel Durchsetzungsstärke ist die Karriere dringend erforderlich? Jens Weidner antwortet auf diese Frage wie folgt: „Viel, aber nicht so viel, dass sie zur Arroganz verkommt. Nicht so viel, dass man zu egomanischen Karrieristen wird, der weniger Erfolgreiche als „Minderleister“ abwertet.“ Das unangenehme Persönlichkeitsprofil des egomanischen Karrieristen setzt sich nämlich aus 90 Prozent Egomanie und 10 Prozent Fairness zusammen, wobei die freundlichen 10 Prozent ausschließlich dem familiären Umfeld beziehungsweise dem eigenen Netzwerk vorbehalten sind.</p>
<p><strong>Die Sozialisation ist ein lebenslanger Prozess</strong></p>
<p>Jens Weidner fügt hinzu: „Egomanische Karrieristen sind Personen mit einem pessimistischen Menschenbild, die keine hohe Meinung von Kollegen und Vorgesetzen haben, ihr elitärer und abwertender Habitus verbreitet schlechte Stimmung, fördert Konflikte und nervt.“ Optimisten machen es genau andersherum. Sie favorisieren 90 Prozent Fairness und können mit ihren verbleibenden 10 Prozent auch zulangen, wenn es nötig ist. 100 Prozent Fairness sind für sie Ausdruck eines zu naiven Optimismus, 100 Prozent Bissigkeit empfinden sie als teuflisch. </p>
<p>Die Sozialisation ist ein lebenslanger Prozess, das Lernen hört daher nie auf. Optimisten wollen nicht nur Akteure sein, sondern auch Regisseure ihres Lebens, das sie positiv prägen wollen. Wissenschaftlich spricht man von „produktiven Realitätsverarbeitern“, die ihre Realität aktiv und zielorientiert gestalten, auch in kniffligen beruflichen Situationen. In der Logik der Optimisten ist ihre Zufriedenheit berechtigt, denn Optimismus heißt, dass man an eine Verbesserung der Situation glaubt und etwas dafür tut. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jens Weidner enttarnt den heimlichen Optimisten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Mar 2018 06:09:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Heimliche Optimisten sind in Deutschland weit verbreitet. Sie nehmen das Übelste an, denn dann kann es nur besser werden. Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann fällt nach eigenen Angaben ebenfalls in diese Kategorie, auch wenn er es noch etwas drastischer ausdrückt: „Ich würde mich als defensiven Pessimisten bezeichnen.“ Heimliche Optimisten bereiten sich auf alle Eventualitäten vor und vor diesem Hintergrund erledigen sie ihre Arbeit. Jens Weidner ergänzt: „Erwartungen hängen sie niedrig, dann ist deren Erfüllung wahrscheinlicher. Dieser Minimalismus macht ihnen gute Laune.“ Diese Strategie erscheint den heimlichen Optimisten als der sicherste Weg zum&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heimliche Optimisten sind in Deutschland weit verbreitet. Sie nehmen das Übelste an, denn dann kann es nur besser werden. Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann fällt nach eigenen Angaben ebenfalls in diese Kategorie, auch wenn er es noch etwas drastischer ausdrückt: „Ich würde mich als defensiven Pessimisten bezeichnen.“ Heimliche Optimisten bereiten sich auf alle Eventualitäten vor und vor diesem Hintergrund erledigen sie ihre Arbeit. Jens Weidner ergänzt: „Erwartungen hängen sie niedrig, dann ist deren Erfüllung wahrscheinlicher. Dieser Minimalismus macht ihnen gute Laune.“ Diese Strategie erscheint den heimlichen Optimisten als der sicherste Weg zum Glück. Sie definieren sich als defensive Glückssucher, weil sie ihre niedrigen Erwartungen schnell übertreffen. Dabei wusste Johann Wolfgang von Goethe schon anno 1771, worin der Schlüssel zum wahren Optimismus liegt, nämlich in der Liebe. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-1829"></span></p>
<p><strong>Im Beruf ist der heimliche Optimist defensiv ausgerichtet</strong></p>
<p>Johann Wolfgang von Goethe schreibt in „Willkommen und Abschied“: „Ich sah dich und die milde Freude floss aus dem süßen Blick auf mich. Ganz war mein Herz an deiner Seite, und jeder Atemzug für dich. Ein rosenfarbenes Frühlingswetter lag auf dem lieblichen Gesicht und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter, ich hofft es, ich verdient es nicht.“ Der Glücksphilosoph Aristippos von Kyrene sieht das pragmatischer. Glück gelangt demnach, wenn zwei Dinge umgesetzt werden: die Maximierung der Lust bei gleichzeitiger Reduzierung des Schmerzes. </p>
<p>Beruflich ist der heimliche Optimist defensiv ausgerichtet. Die zweite Reihe reicht ihnen allemal. Man ist oben, aber nicht voll verantwortlich. Jens Weidner fügt hinzu: „Zudem ist er ambivalent, denn er wünscht sich Wachstum, ohne aber Bestehendes zu verändern. Seine sehr geringe Risikobereitschaft passt zu seinem eher geringen Ehrgeiz, nur keine Experimente, nur keine Unruhe!“ Er zeichnet sich durch eine kleinmütige Ausstrahlung aus, ein bisschen wie ein Gartenzwerg: fröhlich lächelnd, aber am liebsten im eigenen Vorgarten. </p>
<p><strong>Der heimliche Optimist favorisiert eine Nice-Guy-Haltung</strong></p>
<p>Das Sicherheitsbedürfnis des heimlichen Optimisten ist sehr ausgeprägt. Den Urlaub verbringt er am liebsten im eigenen Land. Ist das spießig und konservativ? Den heimlichen Optimisten stört das nicht, er sieht sich im Mainstream der Mehrheitsgesellschaft. Nichtsdestotrotz sollte man den heimlichen Optimisten im Geschäftsleben nicht unterschätzen, denn er ist durchaus gewillt, das Feld von hinten aufzurollen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Er forciert diese Situationen nicht, aber wenn sie sich ohne sein Zutun bieten, dann ist er zur Stelle. </p>
<p>Aufgrund dieser Passivität hält sich der heimliche Optimist im Wettbewerb für den besseren Menschen: nicht auf die Karriere fixiert, ein Gegenentwurf zu den Aufsteigern, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Ellenbogen ohne Rücksicht auf die Konkurrenz einsetzen. Der heimliche Optimist favorisiert seine Nice-Guy-Haltung. Er passt sich an und schlängelt sich bei beruflichen Konflikten durch, ohne negativ aufzufallen. Er gefällt sich in dieser Strategie des Lavierens. Das klappt allerdings nicht immer. Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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